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Erstes Blatt
kRachdruck verboten.)
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sein, die sie hinunterreichte.
(Fortsetzung folgtJ
„Wenn du so heulst, kriegst du ste erst recht nicht," fuhr Gabriele in ihren Erziehungsver« suchen fort und lieh die Hand mit den Früchte« finken. Felsenbach muhte fich auf die Lippen bei« gen, um nicht laut aufzulachen.
„Nee, ick sag' bet nich und ick will heulen * tönte die Kinderstimme.
„Ungezogene Range, wirst« stille find u« bitten?" rief eine etwas kreischende Frauen«
vorläufig. Er ging oom Fenster fort, nahm eine Zeitung und setzte fich auf das Sofa, aber nicht lange: als er wieder an das Fenster trat, und hinünterschaute, war der Platz leer. Verstimmung und Enttäuschung malten sich in seinen Zügen. So — nun konnte er fa gehen, nun war sie fort. Er sagte sich das mit einem gewiffen Ingrimm, griff nach seinem Strohhute und eilte die Treppe hinab.
Unwillkürlich lenkte Rupert seine Schritte nach der Laube — niemand dort; aber das Buch, in dem Gabriele gelesen, lag noch auf dem Tische. Er griff danach, ah ein Geräusch in der Nähe ihn seitwärts blicken lieh. Der Garten des Nach« bargrundstückes und der des Herrn von Führen waren durch ine halbhohe, durchbrochene, mit wildem Wein umrankte Mauer getrennt. Auf dieser bemerkte t ein rot und seines Foulardkleid — "r traute reinen Augen nicht, und doch, — es war Gabi, ie auf bei Mauer sah.
Die eine rhobene Hand dielt jinen tirschen- ',weiq, auf die andere stützte sie sich und bog den feinen Oberkörper leicht nach jenseits über die Mauer, die niedlichen Fiihe in rotseidenen Strümpfen baumelten lässig bin und her, die ganze Erscheinung in ihrer unbewuhten Anmut, inmitten des schillernden Weinlaubes bot ein entzückendes Bild. Nunert wagte nicht, sich zu rühren, seine Blicke hingen wie gebannt an der reizenden Gestalt.--
„Wenn du bitte, bitte sagst, bekommst du Kirschen," hörte er jetzt die junge Gräfin sagen.
„Ne», bet bhu ich nich," rief ein eigensinniges Kinderstimmchen dagegen.
„Gut — bann esse ich sie."
Kurze Pause — bie „Stille vor dem Sturme" — darauf rin heftiges Zetergeschrei und bitterliches Weinen.
„Dir Kirschen haben, ick will die Kirschen ^aben^' klang es in unverfälschtem Berliner
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Druck und Verlag' Joh. klug. Koch, UniversitätS-Nuchdruckerel 42. Jahrg
Marburg, Markt 21. — Telephon SS. u
Marburg
Freitag 1. Februar 1907.
Was ist Wahrheit?
Wir erhalten folgende Entgegnung auf den Artikel „Was ist Unwahrheit" in der vorgestrigen „Hess. Landeszeitung".
Herr v. Eerlach antwortet auf unfein Artikel in der Montagnummer, der auf einem erdrückenden Material aufgebaut war, in einer von häß- lichen Beleidigungen strotzenden Expektoration: „Was ist Unwahrheit". Wir müsien uns mit dem Machwerk befassen, denn er versucht auch sachlich zu werden. Vier winzige Puntte ist alles, was er als unwahr daraus zu bezeichnen wagt, mit welchen geradezu klassischen Gründen werden wir sehen. Uns lag und liegt daran die Wahrheit festzustellen, Unwahrheiten wollten wir blos abwehren, denn die erstere Tätigkeit scheint uns fruchtbarer. Um diese Tätigkeit bemüht sich aber merkwürdigerweise der Herr gewesene Abgeordnete garnicht. Wir hatten gesagt, seine Antworten vom „kleineren Uebel" der Sozialdemokraten und die Berufung auf Bismarck, zeugten doch nur davon, dah er für die Sozialdemokratie eintreten wolle. Herr von Eerlach läht das unwidersprochen!! Wer bei ihm aber überhaupt nur ein positives Wort über seine Stellung zur Sozialdemokratte in dieser „Erwiderung" findet, ist ein Tausendkünstler. Wir haben es mit der Lupe nicht entdecken können. Nun aber im Ernst, welche bodenlose Unterschätzung seiner Wähler steckt in dieser Taktik. Nirgends geht et mitder Farbe heraus. Einmal hat er es ja glücklicherweise getan, doch ihm war kaum das Wort entfahren, möcht' er's im Busen gern bewahren, und er läßt seinen Dementierapparat spielen, was ihm nun freilich nichts helfen wird. Diese Ve r s ch l e i e r n n g seiner eigenen Ansicht "or den Wählern ist aber nicht nur politisch im höchsten Grade anfechtbar, sondern auch Zweifellos im letzten Grunde bodenlos dumm. Ein Mann, der nicht offen fein Programm darlegt, kann doch von einem einigermaßen selbständig denkenden Menschen garnicht verlangen, daß er ibn wählt. Vor allen Dingen sollte aber ein Mann offen fein, der als Verwandlungskünstler in der politischen Welt einen wenig beneidenswerten Ruhm genießt, an dem nun hoffentlich der Wahlkreis Marburg nicht mehr teilnehmen will. Die Taktik, die Herr v. Eerlach auch jetzt wieder anwendet, ist allerdings geradezu vorzüglich! Er sucht den Gegner niederzuschreien, durch die Behauptung von Unwahrheit, Verleumdung usw. den Eestchtspunkt ju verschieben und unter dem Durcheinander, das den Künstler in demagogischen Dingen so erregt hat, die Debatte um den Hauptpunkt: Stellung des Herrn von Eerlach zur Sozialdemokratie unter den Tisch fallen zu lassen. Auch diesmal hat u
Schatten.
Roman von B. v. d. Lancken.
«Fortsetzung).
Am Brandenburger Tor trennte sich Ebert von der kleinen Gesellschaft, und Rupett geleitete die ihm anvettrauten Damen sicher nach Moabit hinaus, wo er heute Mittagsgast bei der Familie Führen war.
„Warum habt Ihr denn Ebert nicht mitge* bracht?" wandte sich Frau Wilhelm« mit vorwurfsvollem Ton an Rupert und Eva. Ersterer gestand freimütig, daß er in wenig freundschaftlicher Weise gar nicht daran gedacht habe, und letztere stotterte irgend eine Ausrede.
„Wenn Sie das Mausoleum nicht besuchten, liebes Komteßchen, so hatten Sie ja desto mehr Zeit, den Park in Augenschein zu nehmen — er ist schön, der Charlottenburger Park, nicht wahr? Waren Sie in der Orangerie?"
„Ja — nein — nein, doch nicht," antwortete Gabi in leichter Verwirrung, „wir sind nut ein wenig spazieren gegangen.
„Ja, nur ein wenig," bestätigte Rupert und Eva wie aus einem Munde.
„Ein wenig?"
Herr Erasmus blickte erstaunt von einem i$um anderen. „Nach Ihrer Rückkehr zu urteilen, »muß dies „ein wenig" mindestens einen Zeit- itaum von 2 Stunden umfaßt haben."
* Frau Wilhelma lachte, und beide Mädchen ■würben rot. Felsenbach kam ihnen zu Hilfe.
„Daß mir und gewiß auch Ebert die angeblichen zwei Stunden wie ein paar Minuten entschwunden find, Onkel Erasmus, werden Sie in Anbetracht so liebenswürdiger Begleitung" — ftnit einem leichten Neigen gegen Eva und Gabi — „nur natürlich finden, daß es aber den jungen Damen ebenso ergangen ist, darin liegt für zwei
alte Hagestolze, wie Ebert und ich, eine ehrenvolle Anerkennung."
Allgemeine Heiterkeit bildete die Entgegnung auf diese launige Replik und fand ihre Fortsetzung am Kaffeetisch in der Elernatislaube, bis man um 5 Uhr auseinander ging. Die beiden Herren begaben sich in ihre Arbeitszimmer, Frau von Führen mit Eva zu einem kurzen Krankenbesuch in der Nachbarschaft, und Gabi holte sich ein Buch und machte es sich auf einem langgestreckten Triumphstuhl so bequem wie möglich.
Als ste aber allein war und recht mit Eifer anfangen wollte zu lesen, tarnen so viel wunderliche Gedanken, ernste und heitere, daß schließlich die schlanken Hände mit dem Buch in den Schoß sanken und die träumerischen Augen über den stillen Garten dahinschweiften.
„Welch ein interesianter Mann, dieser Herr von Felsenbach-Führen" — in Gedanken setzte sie diesen Namen stets mit hinzu — „doch ist. Ich habe keinen kennen gelernt, mit dem sichs besser plaudern ließe. Das mag daher kommen, weil er auch mir gegenüber so offen ist; er ist es nut Menschen gegenüber, die er hochstellt — die er verehrt —"
Es wurde ihr mit einemmale sehr heiß, die Wangen glühten, und etwas nie Empfundenes durchzitterte ihre Brust. Sie sprang auf und wanderte in einen seitlichen Gartenweg — mit dem Lesen war es doch nichts mehr.
„Mit dem Schreiben, scheint mir, wird, heute miedet nichts," sagte oben in seinem Zimmer Rupert, als die zweite Minute verstrichen wat, ohne einen Gedanken zu nutzbringendem Dasein verhalfen zu haben — er warf bie Feder fort und trat an das Fenster. Richtig! Richttg! Da lehnt« sie im Stuhl, aber zu lesen schien sie nicht. Es überkam ihn plötzlich ein Verlangen, zv ihr hin- unterzugehen und mit ihr zu sprechen. Warum sollte er es nicht tun? Nein, es war bester so —
ganze 4 Punkte, von denen et mit dem Btusttoq der Ueberzeugung das gewohnte Wort: „ötu wahr" behaupten zu können meint <
Zu 1 bemerken wir: Wit haben behauptet, Naus mann fei aus dem V. D. St. entfernt worden! Wir halten Herrn Naumann zwar für einen p<M Mischen Schädling erster Klaffe, aber im übrige« für einen ehrlichen, überzeugten Menschen, be# ganz gewiß nicht um politischer Vorteile wille« fein wahres Gesicht feinen Wählern gegenüber) zu verhüllen pflegt. Wit haben schon vor Woche« erklärt, daß mit Herrn Naumann aus diese« Grunde auch eine sachliche Polemik möglich ify mit Herrn v. Eerlach nicht. Wit sind wohl durch die Begründung, die wir unserer Behauptung! gaben, daß nämlich Herr Naumann wegen seiner Stellung zur Sozialdemokratie aus dem V. 5)j St. entfernt fei, vor dem Verdacht sichet, all hätten wir damit Herrn Naumann persönlich $■ nahe treten wollen. Herr v. Eerlach flammet! sich in feinem Bestreben, 4 Punkte zusammen z« kratzen aus der Fülle des Materials, an den Aus^ druck, Naumann fei „freiwillig ausgeschieden"a Ja so freiwillig wie ein Einjährig-Freiwilliger! Herr von Eerlach geht wieder damit hausierens daß die meisten Leute studentische Verhältnisse nicht kennen. Er selbst kennt sie. Et weiß wa« ein „Rat zum Austritt" bedeutet. So unterschlägt er auch, daß Naumann zunächst erklärt hatte, bie^ fern Rate nicht folgen zu wollen. Schließlich aber doch dann seinen Austritt erklärte, auch hierin anders als einst v. Eerlach selbst. Daß hier ein! Streit um Worte vorliegt, wird wohl jeder feJ greifen. Oder will Herr v. Gerlach behauptens daß Naumann völlig freiwillig ohne irgen» welches Drängen von selten des V. D. St. seine« Austritt erklärt hat? Es handelte sich darum' für uns zu behaupten, daß Naumanns Stellung zur Sozialdemokratie eine andere ist, als die „echt national" fühlender Männer, woraus denn auch feine Entfernung aus dem V. D. St. fich ergab.;
Zu 2: Wir stellen fest, daß Herr von Eerlach nicht versucht hat, unsere Behauptung, die Linkst liberalen hätten in Esten gegen Zentrum, in Eschwege, Eisenach, Rinteln gegen Deutsch- soziale und Frankfurt a. O. und Darmstadt gegen Rationalliberale Wahlparole für den Sozialdemokraten ausgegeben und die „Hess.! Landesztg." sei für die Wahl des Sozialdemokraten in Darmstadt gewesen. Hier versagte der Dementierapparat. Es genügt dies, um die nationale Unzuverlässigkeit der Linksliberalen festzunageln, die übrigens durch die neuesten Stich- wahlparolen glänzend bestätigt wird, da auch diesmal, wie aus verschiedenen Kreisen bereits gemeldet wurde, den nationalen Parteien in den Rücken fallen, um den Wahlkreis der Sozialdemokratie auszuliefern. Die Unzuverlässigkeit gegenüber Deutschsoztalen, Zentrum und Natts« nalliberalen genügt uns völlig.
stimme dazwischen.
„Lasten Sie ihn nur, Frau Willmers, er bekommt die Kirschen nur. wenn er artig ist. D» 'ennst mich Karlchen, ich mache es wie Fräulein Eva neulich mit dem Kuchen. Weißt du es noch?"
Man hörte das allmählich schwächer werdende Schluchzen des kleinen Starrkopfes, und Eabrjele benutzte die Pause, die dem enbgUttgen Entschlüsse des jungen Helden vorausging, um mit Frau Willmers ein Gespräch über ihre häuslichen Verhältniffe anzuknüpfen, wobei Felsenbach sich wunderte, wie prächtig sie es verstand, auf die Denkart und die Jntereffen der schlichten etnfatfien Person einzugehen.
„Sitte, jieb mich nu die Kirschen!" unterbrach, jetzt Karlchen noch etwas weinerlich die Bericht« seiner Mutter über die teuren Fleischpreise unbj ihre große Sorge, die sie als Waschfrau habe, um; sich mit „drei fleene Jöhren" durchzubttngen^ Der Mann war vor einem Jahre gestorben. I
„Siehst du, Karlchen, nun bist du ein gutes) Kind — da hast du deine Kirschen!" Der Zweig,
Zu eigener Sache.
JT Eine Antwort an Professor Rade!
—' Herr Profestor Rade hat es für angebracht gehalten, in einem Artikel über die Aussichten per n von Eerlachs in der Stichwahl sich auch htit meiner Person zu beschäftigen. Er spricht pon einem Demagogen, wie Böhme, von dem namentlich die Universitätsstadt befreit bleiben sollte, da er in öffentlicher Schrift Grundsätze vertreten hätte, bie an Stelle unserer Freihttt den Terrorismus ober Fanatismus setzen. Ich weiß nicht, ab Herr Professor Rade jemals in diner meiner Versammlungen gewesen ist, um 6U5 seiner eigenen Kenntnis heraus mich als Demagogen hinstellen zu können, vielleicht erinnert sich Herr Professor Rade daran, daß es einer unserer angesehensten Nationalökonomen, Pro- feffor Gustav Schmollet, war, der eben diesen Vorwurf an die Adressen von Friedrich Nau- Mann richtete, für den Professor Rade dann so .tuarm eine Lanze bricht. Ich würbe also gerade nach Ansicht von Herrn Professor Rade in guter Gesellschaft sein und will deshalb keine Betrachtungen darüber anstellen, wie weit eine gewisse Zurückhaltung in persönlichen Angriffen für Universitätsprofessoren im allgemeinen und für Professoren der Theologie in besonderen geboten Erscheint.
! Ich will mich nur in sachlicher Weise mit den gegen mich gerichteten Vorwürfen beschäftigen. Herr Professor Rade behauptet, ich hätte Friedlich Naumann den Patriotismus abgesprochen Xmo ihn in den Abgrund der Vaterlandslosigkeit geworfen, das hat er aus meinem sogenannten Pamphlet entnommen. Ich kann nur anneh- Men, daß Herrn Professor Rade seine Zugehörigkeit zu der Partei der Schwarmgeister mit einer derartigen Fülle der Phantasie ausgestattet hat, baß er bie für jeden Wissenschaftler notwendige Fähigkeit zu sorgfältigerQuellenkritik völlig verfroren hat. Denn ich finde nirgends eine Stelle in Meinem „Pamphlet", die etwas derartiges behauptet.
' Daß Naumann glaubt, ehrlich national zu fein, habe ich nie bestritten. Darum handelt es sich gar nicht, ich habe lediglich gesagt, daß seine Taten antinational sind, daß er ein Schädling für unser nationales Geben ist, daß er in der Tat die Aufgabe erfüllt, die ihm der Sozialist Franz Mehring gestellt hat, „in den bürgerlichen Lagern der Politik und der Wissenschaft zerrüttend zu wirken.
Die fortdauernde Unterstützung der Sozialdemokratie, das ewige Umschmeicheln ihrer Führer halte ich allerdings für eine praktisch anti nationale Politik und deshalb es für die Pflicht einer nationalen Organisation, derartige Elemente auszumerzen, und ich freue mich, das dies gelungen ist.
Wenn Herr Professor Rade ferner mit meinen Anschauungen glaubt das Gefühl für akademische Freiheit und Eeistessreiheit nicht vereinigen zu können, sie möchte ich Herrn Professor Rade, ob- wol er mein Gegner hier ist, nur wünschen, er möchte im Saufe seiner gesamten Dozentenlaufbahn das Maß des Vertrauens akademischer Kreise sich nur halbwegs erwerben, das mir bereits vor Vollendung meines 30. Jahres zu tei geworden ist. Gerade an dem Kampfe um die akademische Freiheit, von dem Professor Rade rühmend spricht, habe ich ganz wesentlich teilgenommen, nicht indem ich mich hinein- brängte, sondern indem die Studentenschaft einer Hochschule meine Vermittlung anrief, an der ich nicht einmal studiert hatte. Das war das Vertrauen, das ich in den nationalen akademischen Kreisen der Reichshauptstadt seit meiner Studentenzeit genoß. Auch ich nehme für mich in Anspruch, in dieser Hinsicht maßvoll vorgegangen zu fein und es war für mich keine angenehme Ausgabe, als Vorsitzender in einer Versammlung von 4000 Studenten diese meine maßvollen Anschauungen darin zu betätigen, daß ich gerade einen Parteigenossen des Herrn Professor Rade, einen llniversitätsprofessor daran hinderte, den berechtigten Kampf für die akademische Freiheit in eine Hetze gegen die konfessionellen Verbindungen umzuwandeln.
Ich glaube also in der Praris des akademischen Lebens häufig genug bewiesen zu haben, daß der wahre Sinn für akademische Freiheit und das Verständnis für die auf akademischem Gebiete liegenden Aufgaben mit nicht fehlen und tausende von Kommilitonen haben zu mit biefts Vertrauen gehabt. —
Es war immer das Zeichen eines unfruchtbaren Liberalismus, zu träumen und zu schwärmen, auf große Zeichen und Wunder zu hoffen und darüber die Taten zu vergessen, die die Praxis des Lebens notwendig macht, so bet Liberalismus de sechziger Jahre, so der Nationalsozialismus bet Gegenwart. Ich spreche Männern, wie Nabe, Naumann usw., bie von bet Mauserung bet Sozialdemokratie träumen, den guten Glauben an ihre Sache nicht ab, ich muß mir aber und meinen Parteigenossen das Recht wahren, bie Fruchtbarmachung der Arbeiterschaft für das nationale Geben nicht von der Mauserung der Sozialdemokratie, sondern gerade heute von der Entwicklung der christlich- nationalen Arbeiterbewegung zu erwarten. Ich würde diese Herren auch gerne weiter träumen lassen, wenn sie nicht die Unterstützung der trotz aller ihrer Träume national absolut unfruchtbaren Sozialdemokratie bei den Wahlen als ihre praktische Aufgaben ansehen würden. Gerade um dieser Tatsachen willen müssen diese Elemente politisch ausgeschaltet werden und ich bin der guten Hoffnung, daß für Marburg dieser Zeitpunkt nicht mehr fern liegt und auch Herr Professor Rade wirb sich darin finden müssen.
Dr. Karl Böhme.
flog übet die Mauer. „Und hier, Frau Willmers, ist noch eine Kleinigkeit für Sie und Ihre Kinder zu einer guten Sonntagssuppe —"
Gabi zog ihr Portemonnaie aus der Tasche, und nach den Freudenbezeugungen der Frau z» schließen, konnte es keine unbedeutende Gabe
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbain
Somfriaa-LeUaaer MutttirM (BmtnfegMTAH. ' *