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in Körben sammeln mrll'te.
— Die Ausiedslongskommiffion hat, wie aus
C"l
zettelt hatten.
Weile
»rächte Rin» In eine Klinik. wo man eine Durch,uchung mit Röntgenstrahlen vsrnahm hierbei entdeckte man Bauchfellenttündung Trotz einer vorgenommenen Operation starb das Kind unter schrecklichen Schmerzen. Es wurde festgestellt, daß die Radel mit dem Ende die Darmwand d-rckbohrt und den Tod des Kindes zur Folge hatte
Si^en 22 Ian Auf der Grube Friedrich Wilhelm bei fiethnrf erplodierte auf dem För- derkorb, auf dem lechs Arbeiter waren, 2U Kilo Dynamit. Alle Arbeiter wurden schwer verletzt.
Knch as die Fra ren.
Am deutschen Abend heut ein kurzes Wort Der deutschen Frau — ein inhaltreiches, ernstes. In ernster Zeit, die doch auch gute Zeit, Weil ste der Fran den Weg zur Tat geebnet. Da geht ein Streben durch der Frauen Reih'n: Wir möchten vorwärts — möchten helfend Hände And Kopf und Kerzen auch zum Dienste stellen — Es ruft das Vaterland?
Ihr deutschen Fran'n, gewiß Euch ruft es auch? Euch, deutschen Müttern, drum der erste Gruß! Euch braucht es fa in alkererster Reihe.
Nehmt einen Griffel; taucht ihn tief hinein In deutscher Helden rot vergosssnes Blut And schreibt damit in Eurer Kinder Herzen Den teuren Preis, den sie für Freiheit zahlten And für des Reiches stolze Einigkeit, Die ihrer Bäter-Bäter Sehnen war!
And steckt ein Licht auf Eures Hauses Leuchter, Das hell der Gctfteshelden Namen zeige. Die ernsten Ringens tiefe Furchen trugen Auf hoher Denkerstirrr, nm Gefftssfreibeit; And die dem deutschen Namen eble*' Klang Weit über Meer und fremde Länder gaben, Dost deutsch fein stolz macht!
Ein EtüSkein Deutschland ist, ein Stück lder Heimat, Das ehren, lieben es und schützen gilt!
.Heffen-NsffM Md
Cassel, 22. Ian. Im weiteren Verlauf der Sitzung der Landwirffchastskammer wurde auch i-b-r den Antrag Befr. Abänderi'ng des Jagdgesetzes gesprochen. Es «ar hierüber nom Vorstand folgender Antrag eingebracht: „Der durch gemeinsamen Ministerialerlaß vom 27. Anril 1906 dem Abgeordnetenhaus« vorqeleat« Entwurf eine» Gesetzes, betteffend die Ausübung des Iagdrecht», würde die Interesten und Reckte eines Teiles der Gnncheigentömer im Regierungsbezirk Gaffel auf das emvfindlichste fckädi- ?en und stebt — da die Erträge aus der Jagd nrch das kurhessische Gesetz vom 7. September 2865 den Gemeindekasten überwiesen werden — außerdem im Widerlvruch mit dem durch das Gesetz vom 1. März 1873 aufoestellten Grundsatz von der Arttrennbarkeit des Iagdrechts von dem
Und führt die Rtitiiet still ins Kämmerlein Und lehtt ste knieend Euren Gott verehren, ; Und Ihm vertrau'n, und scheu stch vor Ihm beugen, Der sich nicht spotten, nicht verleugnen läßt» And ohne den des Landes Mark verdorrt. Das Euer Merk, Ihr Mütter!
Doch nicht den Müttern nur — den Frauen allen
Sei deutsche, Gruß und Händedruck geboten.
Ihr „frei zum Dienst" willkommen, seid Willkommens
Die Bahn ist frei und jede unentbehrlich Gehulfin an dem großen Werk zu sein. Leiht ihm den Zauber holder Weiblichkeit, Der tausendfach im kleinsten Ting, noch treu. And der im Größten zeigt die große Liebe, Die wunderbar und stark zufammenhält! And hütet Euch, daß Ihr nicht Zwietracht schüret, Richt Freiheit braucht, der edlen Sitf zuwider, Den Helm aufs Haupt nicht drückt, der Euch nicht paßt?!
Denn Edelstein' an Deutschlands Mantelsäumen Sind seine tugendreinen, deutschen Frauen. Richt nur ein Volk in Waffen gillls erhalten; I Wir brauchen, festes 9'tark und reines Blut j
Und darum deutsche Fran'n in edler Würde, i
Vor denen deursche Männer Ehrfirrcht fühlen!! In diesem Sinne Euch, deutsche Frauen, heute Am deutschen Abend ganz bessndern Gruß! j
Marburg, 22. Januar 1907. j
Emmy Lntfa Grstefendl |
Er dankte dem Kskonialdirektor für fein Rommen und begrüßte ihn als einen festen, aufrechten Mann, der nicht Mühe scheue noch Kampf, wo es sich um hohe nationale Güter bandle, al« den Pettünder der Morgenröte einer neuen Zeit des Gedeihens unserer Kolonien zum Wohle des ganzen deutschen Volkes. Kolo- nialdirektor Dernburg hielt dann, von den Versammelten lebhaft begrübt, seinen S'erJT3i. Er mürbe wiederholt von LeifaUsbeze'Zungen an» ttcrbrolyen Welches außerordentliche Interesie übrigens für den Vortrag bestand, dafür mag als Beweis der Umstand angesehen werden, daß wenige Stunden nach der in der Presse erschienenen Aufforderung, sich wegen Katten an den A—'chliß ?n r>c"sc'i, bei diesem nicht weniger als 1600 0 Briefe eingelaufen waren, so.aß
Grund und Sdben. Di« 13. Bollversammlnim der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Cassel legt daher gegen den Erlaß eines Eesttzes im Sinne des Entwurfes entschieden Verwahrung ein und bittet das hohe Haus der Abgeordneten, sich gegen den Entwurf zu erklären, soweit er für den Bezirk Caffel Geltung haben soll." Rach mehrstündiger Debatte wurde dieser Antrag mit 25 gegen 18 Stimmen aage» j iwtnmcn. •
22. Ian. Der Landesausschuß, wel« I cher kürzlich hier zu einer Sitzung zusammenge» I treten war, hat in Aussicht genommen, dem I
Kommunal-Landtoge die Erbebung einer Be- I zirkssteuer von 7,8 Prozent für das Etatsjahr I 1907 in Vorschlag zu bringen. Derselbe Pro- | Zcntsatz wird auch für das laufende Etatsjahr I erhoben. ' I
Eaffel, 22. Jan. Se. Kdniol. Hobeit Prim» I
CHel Friedrich rnn Vreuben hat das Protektorat I über die vom Verein der Hundeireunde Eastel I G. V. am 15. und 18. Juni dieses Jahres im I ^ra""erieschloß abzobattsod« 2. internationale I Ausstellung von Hunden aller Raffen über- I nom men. I
Reißkirchen, 21. Jon. Ein hiesiger Landwirt I fkng gestern eine Fischotter, die das respettable I Gewickt von 21 Pfund hatte. I
Grünbora, 21. Jan. Klafterrneiiter W-rner I verknuste fein Anwesen in der Neustadt an die I Stadt, zum Preise von 5000 Mark, diese läßt da- I rin Armenwobnnnaen Herrichten, da es an fol- I chen in unserer Stadt sebr mangelt.. I
Aus dem Großberzoatnm -eflen. 21. Januar. I Das Ergebnis der Ilntersticknng der Zähne scknl- I pflichttger Kinder ist nach den FeMellungen der I Sck'ttämte cm r’f*’-et?e”he?. hiernach b^ben I 95 Prozent all-r Kinder kranke Zäbne, ein tadel- I loses Gebiß ist eine große Settenbeit. Tut $ I
liegende Pulpen, faulende Zahnwurzeln, eiternde I •* N- tteisches end I der Drüsen find alltägliche Erkckeinunqen. Bei I der nachteittoon Einwirki-ng dieser Z^bne-^-nn- I kungen auf die Ernährung, die Beschaffenheit I des Buntes und der Nerven ic. haben neuesten« I die größeren Städte unseres Landes, darunter I in erster Linie Darmstadt, der Zahnpflege der I Schulkinder besondere Beachtung geschenkt. I
Hostheater statt. Zur Aufführung find folgende Werke in Aussicht genommen: 1. Joseph Lauffs Festspiel zur Feier der Einweihung des Kurbau- ses, 2. „Samson und Dalila", 3. Hebbels „Her», des und Marianne", 4. „Das Nachtlager von Granda", 5. „Armida".
Momback, 20. Jan. An einer verschluckten Radel ist ein bfähttges Mädchen von hier gestorben. Das Kind hatte die Radel Seim Spielen in den Mond gesteckt und fie dann in der Erregung verschluckt. Ein zu Rat gezogener Arzt ergriff sofort Maßregeln. Da aber nach vier- Behandlung die Radel nicht zum Barsch. am, o-ck keine weiteren Beschwerden fich einstellten, so ließ die Vorsicht nach, und das Kind fühlte sich monatelang vollständig wobl. Man glaubte, die Nadel sei längst mit dem Stuhlgang abgegangen. Da geschah es, daß das Kind eines Taoes dis Treppe hinabfiel. Am folgenden Tag stellten sich fürchterliche Leib- schmerzen und heftiges Erbrechen ein. Man
I große hl von Damen, Herren und Kindern I mitwirkten. Nicht endenwollender Beifall be-» I lohnte die Darsteller, sodaß die Bilder noch ein I zweitesmal e^cigt werden mußten. Auch musika-- I lisch« Genüsse wurden uns geboten. Erwähnt sei I besonders das Biolin-Konzert Nr. 7 A-moH von I P. Rode, ausgeführt von zwei hiesige Studieren-, I den. Von männlicher Kraft und Gewandtheih I zeugten die von „afrikanisch" kostümierten Mik- I gliedern des akademischen Turnvereins veran- I slaltsten ITehtngen am Reck und Darren, sowie! I der so schön wirkend« Fahnenrcigen. Durch I eine Fülle von Grazie und Rytbmus waren zwei I Damenreieen ausgezeichnet, welche «ns diel I Farben schwarz-weiß-rot in mannigfaltigsten I Wendungen vor Auge führten. Ein von «titewt | jungen Burschenschafter vorgetrcmenes Gedichlf I leitete über zum Gesang« des Liedes: „Deutfä)y I land, Deutschland über alles", das von fäntte I lichen Anwesenden stehend mitgettmpen
I — Hierauf hatte der „allgemeine" Teil des schö-» ne» Feste« fein Ende erreicht. Für dis Mitglie-!
I der der hiesigen Ortsgruppe des Cchulvereins I nebst ihren Anoebörigen und Freunden fanb I alsdann ein Abendessen statt, bei dem Herr I Geheimer Rat Professor Dr. Fischer seine I Freude über das schön« Gelingen des Feste»; I aussprach und den um die Arrfführnngen ver-s I bienten Damen und Herren den Dank der Orts» I gruppe zum Ausdrucke brachte. Die Dichterin I des be ieles Felicitas Rose weilte unter den I Anwesenden und brachte ihren Dank auf Mar- I burgs Gastfreundschaft in noetischer Weife zum I A««dw' . ^in frMtcher Tanz w-'B die ist I jeder Beziehung wohlgelungene Festlichkeit, Vier I gewiß bei allen Teilnehmern in freundlicher! I Erinnerung bleiben wird. -t
I }( Bon der Kälte. Eine solche Kälte, wie? I jetzt (zirka 14—16 Grad), hatten wir in diesem! I Winter jedenfalls noch nicht. Der scharfe Miniks I macht besonders den Aufenthalt im Freie» rechts I unangenehm. Die l.Sinen, besonders diesem:-s I gen, welche die im Biegensiertel befindlich-» I Schulen besuchen, haben siel auszuhalten. 5»; I kannte ma i gestern und heute manches Kind | weinend und zitternd ans der Schule «ach Hause I wandern sehen. Die Kälte ist aber nicht mir I hier, sondern auch sonst in Deutschland und m I Ausland eingetreten. Es liegen darüber «.
I folgende Meldungen vom 22. Januar vor: I Berlin. Hier trat starker Frost ein, der fiel)!' I in der Nacht bis zu 14 Grad steigerte. — C u p, I Haven. Infolge des nacht» eingetrelene» I plötzlichen Wetterumschlages mit 12 Grad Külle | stockt bi", kaum wieder aufgew mmeue Kleiir-l, I fchiffahtt sofort wieder. Die Artterelbs zerftl I bereit« Treibeis. — St. Petersb»rg. Hier' I herrscht furchtbares Froftwetter. D-s Bare-! I Meter zeigt 28 Grad Reaumur unter Rull. Metz- ; I tete Mr' scheu wurden bereits erfroren »«stz:-' I funden. In der ganzen Stadt brenn«» Wärme- I feuer. — Cincinnati. Kaltes Weftkk Ärug I dazu bei, die durch den Ohiofluß vernrstrchte t, Ueberschwemmnng zn hemme». Es »krd M-! glaübt, daß das Wasser nuiunehr allmählich verlaufen wird. Nachrichten aus Verschiedenen. Städten, die gefäbrbet waren, melden, össt die ! Dämm« noch unversehrt find.
)( FS« Schlittschuhläufer. Die stTdWht Eisbahn kann wieder benutzt werden.
)( Dom Sturm. Der heute ftüh herrschende orkanartige Sturm hat an den Häusern, Dächer» und Bäumen hier und da Schaden angcricht«t.
)( Strafkammer. Bei dem erste» Fall 8er gestrigen Sitzung handelte es stch um tine Anklage wegen Steuerhinterziehung gegen Änen früher in Gladenbach ansässigen Mann. Ihm wurde zur Last gelegt, bei der Abgabe Bet Steipererkläruno?ir wiflentlich falsche Angaben gemacht zu haben. Das Urteil lautete auf eine Geldstrafe von 332 M. — Ein junger Man« vä-r hier hatte vor einiger Zeit am Südbabnchof einen Studenten mit einem Glas geschlagen. Vom Sckniffengcricht zu 3 Monate» Gepingnis verurteilt, legte er Berufung ein. Die Strafkammer erkannte nur auf einen Monsi: Ge- fänan!s.
)( Ein kleiner Brand, bet jedoch eine" tMf.ge Rauchentwicklung zeitigte, entstand gestern Nachmittag gegen 3 Uhr im Keller des Refts«r<m Äi Bopp. Beim Äuftanen bet Waffetleittrna Bett»
■ I und hat damit seiner Wahlpflicht genügt.
’ | — Deutscher Abend. Unter dieser Bezeich-
| ming hatte die Marburger Ortsgruppe | des Allgemeinen deutschen Schu l - I Vereins zur Erhaltung des Deutschtums im I Auslands gestern im großen Museumssaale einen I Festabend veranstaltet, dessen Reinertrags für I die Unterbaftung deutscher Kinder ga r - I ten und Schulen im Auslande bestimmt war. I Und die Einladung war nickt vergebens gewesen, I das bewies uns der außerordentlich starke Besuch I des großen Mnseums'aales samt seiner Galerien. [ Diese überaus starke Anteilnahme aus den Krei- I se» un'e- 5 Bürgertums sowohl, wie der Stu- l dcntenfchast an der echt nationalen Beranstal- | hing ist umsomehr mit Freude zu begrüßen, als I an-rnstklsts bet nabe be»>orstebe-iden Reichstags- I w<-bl zu befürchter. stand, dab das allgemeine I Sntetefie an den hohe» Aufgaben des Deutsch- | tnms vielleicht auch in unserer Stadt durch I demc-ggif^'s 'lmt"'"bs ^'--'"ckgedränot worden I fein könnt". Set gestrige A'-snd bat es uns be- I wissen, daß dies nickt der Fall ist, und das et- I füllt uns mit Zuversicht für die Reichstaoswahl: t Deittlcktum vor Darteivgliti^! Der ..Deutsche [ Abc-nd", der unter Mitwirkung zahlreicher । Freunde und Millilieder des Vereins, nament- I liflj der Durbbsnschaften Alemannia und Ar- | minia, des Akademischen Turnvereins, bet I Landsmauufchaft c^ss^-Bsrufiia und des Ber- I eins deuifcher Studenten stall.fand, wies eine : i äub-rst tciff,e Festsrdwrng auf. Eingeleitet | wurde der Abend durch die Konzert-Ouvertüre I von C. Hanfe, worauf Hütt Oberlehrer Dt. I Sckmidt das Wort zur Festrede ergriff. I Redner ging davon ans, daß der Deutsche I Sck »l v s rein sich das Wort des Großen Kur- I I fürstca: Eedsnke, daß du ein Deutscher I l b i st, zum Wahlsptuch erkoren hat und daß er I I es sich zur Aufgabe gemacht Hai, di« deutsche» I I Sll-mmeseenoffe» im Auslande dem Deutschtum I | zu erhalte» und sie durch das Band bet gemein- I I sameu Sprache für immer zu einer Kulturmacht I I zu vereinen. Dieses Ziel zu fördern seien die I I deutschen Sluslandsfibulen Berufen, die vom I I deutschen Schulverein ins Leben gerufen worden I find. Auch das Reich und verschiedene große | deutsche Städte haben, in letzter Zeit für diese.
L nationale Ausgabe Interesie gezeigt und dies [ durch Gewährung von. Beihilfen für dis Aus- f laudsschulei! bekundet. Tr. Schmidt verwies I dann auf verschiedene Gegenden im Auslands [ hin (so in Ossterreick-llnoarn. Cnglisch-Süd- [ afrif« u. a. m.) wo sich die nattonale Schutz- ! orroelt des Schukveretns als nutzbringend «nd
And lehrt, daß ws im Nord. 6fit Des Erdenrundes beiitfcfe Dtüd
MsÄrrrg und 11*7-—
iRmbdruck aller CrtamoiorttTel ist g-rnnh § tu cd Urtzederrechi» ent wt »er deuilnllrn Quclleiiaugobe
.CBertjeff- Htfl * gestaltet i
"^arb«^q, 23. Ji-uar.
)( Universität. Die akademische Feier des Geburtstags des Kaisers findet am Sonntag Vormittag in Üblicker Weife in der Aula der Universität statt. Die Festrede hält Professor Tröltsch.
)( Kaisergeb«ktstagsfeier des Jägerbataillon». Wi« man «ns vom Balaillonsbureau mitteilt, begehen unsere Jäger die Kaiser- gebuttstagsfeier in folgender Weife: Sonnabend, den 26. Januar, abends 7 Uhr: Zapfenstreich vom Hauptbahnhof ans nach der Kaserne. Sonntag, den 27. Januar, 7 Uhr früh: Ehoral vom Schloß aus, dann grobes Wecken durch die Stadt. Um 8% Uhr: Festgottesdienst in der reformierten und katholischen Kirche. Nach Beendigung desselben um 10y2 Uhr: Parade auf dem Kämpfrasen mit anschließender Parole- Ausgabe vor der Kaserne. Um 3 Uhr nachmittags: Festessen für da» Offizierkorps im Museum. Abends finden Mannschaftsvergnügun- gen für die 2., 3. und 4. Kompagnie statt, und zwar feiert die 2. Kompaanie im Museum, die 3. im Turnergarten und dis 4. im Eaf6 Quentin. Tie 1. Kompagnie hält ibre Feier erst am Montag abend im Museum ab.
)( Zur Reichstagswahl ersucht das Landratsamt die Wahlvorsirber, das Wahlergebnis unmittelbar nach der Feststellung, also an demselben Abend noch, telephonisch, telegraphisch oder durch besondere Boten zu melden. — Die amtliche Ermittelung des W-^lergebnisies findet am Dienstag, den 29. d. M., vormittags ltv2 Uhr, im Sitzungssaal des Landratsamts statt.
♦ Zur Reichstagswabl. Diese Woche steht unter dem Zeichen bet Reichstagswahl, ba ist es für den, der zum erstenmal zur Wahlurne schreitet, nicht unwichtig, zu wissen, wie wird gewählt? Vor allem verschaffe man fich einen Ctimmzettc'. Dieser muß von weißem, mittelstarkem Papier, 9 zu 12 Zentimeter groß sein, und es darf nichts weiter darauf stehen, wie Name, Stand und Wohnort des, den man wählen will. Im Wahllokal erhält man einen amtlich abgsstcmpelten Umschlag. Damit tritt man in einen Nebenraum (Wahlzelle) »der an einen verdeckten Nebentisch und kam» dort seinen Sttmmzettel unbeobachtet in den Umschlag stecken. Die Wahl ist also tatsächlich geheim und frei. In dem Raum, wo gewählt wird, dürfen Stimmzettel den Wählern nicht mehr gegeben und auch sonst kein Einfluß mehr ausgeübt werden. Nachdem man seinen Stimmzettel (nur einen!) in den amtlichen Umschlag gesteckt hat (andere Umschläge oder offen abgegebene Zettel find ungültig), geht man an den Wahltisck, nennt seinen Namen und gibt den Umschlag ab
firderlich erwiese» hat, und -ob ynvor, vatz die! I Marburger Ortsgruppe des Deutschen Schul- I verrnnsin der Förderung des Deutschtums im I i Wtt„ zahlreichen Beispielen voran-
I schrette indem fie den Siebenbürger Sachsen die! I e*s Studenten zur almn mafor PhOipriina kom, men, nach Kräften beizustehen bemüht sei. Red- im weiteren darauf hin, daß der I deutsche Schulrerein, der letzte Psineslln zu I Dreslau sein 25. Stiftungsfest feierte, nuch sonst tn der Stärkung des Deutschtums im Auslande I überall beachtliche Erfolge errungen hat, hob I aber hervor, daß bei einer Bevölkerung des beut» I scheu Reiches von über 60 Millionen der Mit- I gliederbestand des Schulvereins noch immer ei» verhältnismäßig schr geringe, fei und daß wir | Deutschen uns hinsichtlich nationaler Opfer-! I Willigkeit von vielen kleinen Bolksstümmen, wie I Tschechen, Slovenen, Magyaren »nv anderen weit übertreffen lasse». Unter Hinweis aufdie I herrlick-n Errungenschaften der deutschen v»r- I gangenheit betonte Redner, daß eine flarks I Sönle dm'tick n Volkstum« dahinsinke, wenn I unseren Volksgenossen im Ausland« Mt deutsche I Sprache geraubt werde. Darum müsse fortgesetzt' von den deutschen Marken aus das Deutschtum im1 Auslande unterstützt und gefördert werden Ai- Iren dem Dichterwart«: „Und j-der echte deutschel Mann soll Freund und Bruder heiße».* einem Heilruf auf den Deutschen Schulvereim schloß Dr. Schmidt feine Mit großem Beifall begrüßte Ansprache. Don nationalem Geiste erfüllt war auch ein von Frl. Erotef end ge- dickteter und selbst vorgetragener poellschev Mahnruf an die deutschen Frauen, welche» Witz an anderer Stelle im Wortlaut wiedergeben^ Eine Fülle wechselnder Bilder nationalen Eh»- rakters brachte uns hiernach das Festspiel .Mus Pfaden des deutschen Schulvereins" een Felicitas Rose, zu dessen überaus gutem Gelinge» ei»6
Voten beri/'k" wi
Hektar angeksust. Die Bodenpreise find «ege« der ^onkur-onz der polnischen Banken abermals gestiegen. A"' -nr.cn snrden 2136 Der-
”** 22 : ._ - I fuhr heute nacht ein Rangierzug einem Eil-
-- Me »feeereilMsm« Mahlresorm ilt mm auch I güterzug tn die Flanke. Die Lokomottve wurde stark beschädigt: vier Wagen find total zertrüm- Gerückten über eine beabsichtigte Subers Anleihe I ?Ip^^Erilaschaden ist bedeutend. Der bezüglich über eine solcke durch Uebertragung I Lokomotivführer des Eilgüterzuges wurde oer- einiger Eisenbahnen an Banffyndikate entgegen. I *e8t-
--- Zue Lage in Marokko. Einem Parfler I #«» >« Rhön, 21. Jan. Bor etwa 10 Tagen Blatte wi-d aus Tanoer gemeldet, daß das unter I ist der Molkereibefitzer HeinMann in Gerade in den Anhängern Railulis entdeckte Komplott I einer Geschäftsangelegenheit nach Wiesbaden
gegen den Snttcrn eine Begnadigung des Ge- I abgereist, aber bis heute noch nicht zurückgekehrt.
Schteten unmsioNck machen werde. Man erwarte I Man vermutet, daß er nach Amerika durckge-
taolich Raifulis Festnahme. Weiter wird aus I gangen ist, denn es hat sich heran sgestellt. daß
Langer vom A. Iaivmr bericktet: Heute Mittag I Heinzmann bedeutende Schulden hinterläßt, wurden hier 15 Gefangen« einqebrackt, die in I Wiesbaden, 22. Jan. Rach dem „Wiesbadener ArMa VersihrsSrungenl gegen den Machftn ange- I Tagbl." finden im Mai Festspiele im hiesigen
t* m;t A-sicd-N, vo» de"«n 1 zum Abschlüße gslangten. Zum Vergleiche fei mflgeteiN, daß in dem Jahr« 1886 (dem ersten) 165, im Jahre 190» 933 Vertrö-'" ab^oschlossen worden. Seit 1902 ist die Zahl der Vertragsabschlüsse gestiegen. Insgesamt hat die Anste- bslnngskommiflion die deutsche Bevölkerung der Vrovinzen Posen «nd Westprenßen bisher ttm "96 900 Köpfe vermebrt. das find 2,67 v. H. der Bewohnerzahl beider Provinzen und 3,°O v. H. der Bevölkerung jener Kreise, in denen die An» fiedelungskommission ihre Tättgkoit entfaltet hat.
— verrat am deutschen V->lk. Als eine Folge der Einigung zwifcken den deuflckon und pokiii- kckon ist e« m"bl zu b-ttachten,
d^si die deotscke Soffaldemokrotie seüt jede» na» f 'onale Gefühl bi« zu dem Grade verlcnonet, daß fie selbst in rein dcvtfcken Kreisen polnische Flugblätter Eins derselben,
ick-eibt die „Köln. W, ist im Woblkreise T-l- tow-Beesk-^-Es>arlott-nburo bereit« mt Verteilung gelangt, und zwar find die Kosten, wie .
m-- br-z do- ^--»ticken Varto^-ttong be- I Wetzlar, 21. Ian. Kronprinzessin Eecilie sttttt-n ^iste ?'c+f"*e verdi-nt mahl I übernahm bei der siebenten Tochter des Fabr-k-
zur Kenntnis der deuffchen Arbeiter osbrackt zu I arbeitsrs Karl Rinker im nahen Aßlar di« werden, damit etf•>«««», wohin die S-tter I Patenstelle.
d-r smialdo'-ok^-'^^"» Pr»*en. Wer I » m 10 «v*- asr« —
bet« das Volenhim in solcker Wells rntertt^t. . ™ S»e^jürtgft ««.
gebt auf nichts andere« au« al« anf die Zerstö- I ^^"ne Stern
rung des TmifWinms, wenn nicht auf Schaffung I Madchenstist in der Ruckertstraße
solcher Zustände, w-'e st« in dem berühmten Po- | 80000 Jt, dem israelitischen Frauenverein in lenlande Galitten berrlchen. I der Theobaldstraße 4000 M und einer größeren
F—jsatsss _■ ss -----1 1 I Anzahl weiterer jüdischer Verein« kleinere und
I größere Beträge. — Auf dem Guterbahny^s