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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain.

Tonntaasbettaaer SfitittHrM

Erscheint wöchentlich sieben mal*

Druck und Verlag' Zoh. klug. Koch, UniverjttätS-Buchdruckerel 42

Marburg, Markt 21. - Telephon 55. M U

Marburg

Sonntag, 20. Januar 1907.

vierteljährlicher Bezugspreis^ ixt der Expedition 2 Mk, HZ 17 bei alle» Postämtern 2,2ö Mk. .exci. Bestellgeld).

11 Ansertlonsgebübr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Pf,.

______________ Neclamen: die Zeile 30 Pfg.

Zweites Blatt.

Gedenke, vast Du ein Deutscher bist.

Wenn wir der Zeiten gedenken, wo Mil­lionen unb Abermillionen Angehörige deutschen iStammes hinauszogen in ferne Länder, um an­deren Völkern alsKulturdünger" zu dienen Nicht etwa, weil die deutsche Heimat nicht ge- trügende Möglichkeiten für Erwerbsuchende g.:- dote« hätte, sondern weil die politischen und Wirtschaftlichen Verhältnisse damals in großen teilen unseres Vaterlandes so traurige waren, daß sie vielfach der persönlichen Betätigung frischer Manneskraft und hoher Eeistesgaben zu wenig Spielraum liehen so sollten wir, wie immer und immer betont werden muh, wahrlich Has Haupt hochtragen und von Stolz erfüllt sein, daß wir es jetzt auch auf politischem Gebiete zu etwas gebracht haben!

Der Name des eisernen Kanzlers, dessen zielbewuhter Energie und unvergleich­licher Staatskunst es trotz schier unglaublicher Widerstände von Innen und Außen gelungen ist, das Reich, die Sehnsucht unserer Vorfah­ren zusammen zu schweißen, müßte jedes deutsche tzlug» in hellerem Glanze erstrahlen lassen. Lei­der wissen wir's alle, daß dem nicht so ist, daß Hs Millionen deutscher Männer gibt, die kein Verständnis dafür haben, was Bismarck für errungen, die vielmehr fortgesetzt bemüht ; finb. an den Grundlagen des großen Werkes zu Rütteln und das Phantasiegebilde internationa­ler Verbrüderung der Menge als erstrebenswer­tes Ziel vor Augen zu zaubern. Die Bedienten- chaftigkeit von ehedem gegen alles Ausländische, ! sowie der Mangel an Verständnis für die Leh- !ron der Geschichte, die aus der Enge kleinlicher parteipolitischer Bestrebungen unseren Blick ins jFreis führt und uns die großen politischen Not- 'wendigkeiten erkennen läßt, nach denen sich die 'Entwickelung der Nationen vollzieht, steckt eben ,bem deutschen Michel noch allzusehr im Eeblüte. Die Geschichte des deutschen Volkes bietet der -Beispiele viele, aus denen wir erkennen können. !wi» durch Zersplitterung der Kräfte und durch Parteipolitischen Kampf und Widerstreit die (Kraft einer Nation geschwächt wird, also daß sie «sich unfähig erweist, die hohen Ausgaben zu er- sfllllen, zu der sie von der Vorsehung berufen ist. fi)er deutsche Michel huldigt eben vielfach einer Phantastischen Betrachtungsweise und zeigt sich gerade in kritischen Augenblicken der zwingen- den Logik der Tatsachen gegenüber von seltsamer

Marburger (SnnncmiM

Von Ö. Müller.

Der Herr Verwalter.

Ei, ei, Frau Jungfer Unkelin, Wo sind die fünfzig Gulden hin,"

Legan» ein aus dem Anfang vorigen Jahrhun­derts stammendes Gedicht, dessen weitere Fort­setzung nicht mehr vorhanden ist. In Weiden- Kausen wohnt« damals ein Metzgermeister, der batte in Seelheim bei bent Gutsbesitzer Lauer [einen Ochsen gekauft und abholen lasten. Lauer Follte seinen Verwalter, wenn er in die Stadt läme, zu dem Metzger schicken, daß er das Geld |ür den Ochsen mitbringen möge. Am nächsten ICamstag gab der Metzger seiner Tochter fünfzig Gulden, mit der Weisung, heute komme der Herr Derwalier von Seelheim, dem solle sie das Geld für den Ochsen bezahlen. An genanntem Tage tzing ein gut gekleideter junger Mann durch Weidenhausen, sah sich die Häuser an und das qunge Mädchen glaubte, dieses wäre der Herr Verwalter, sie öffnete das Fenster und rief ihn [in die Stube.Guten Morgen Herr Verwalter," jagte sie,Sie wollen wohl gewiß das Eelik, öie fünfzig Gulden für den Ochsen mttnehmen," und »äfjüe ihm diese auf bett Tisch. Der Fremd« sjing darauf ein, etttschuldigte sich damit, weil et Koch in Marburg unbekannt sei und ihre Woh­nung noch nicht gekannt habe. Er strich sein jh-eld ein. Ein Frühstück, das ihm das Fräulein anbot, lehnte et dankend ab, wenn et das nächste K)kal wieder komme, werde er es nachholen, heute Labe er keine Zeit und empfahl sich.

Wer beschreibt aber den Schrecken des Frau- seins, als einige Stunden später der richtige Verwalter vom Seelheimer Hof ankam und das Geld in Empfang nehmen wollte, sie hatte es einem Schwindler gegeben und der Metzger mußt« noch einmal bezahlen. Wer aber bett Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sor­gen, denn alsbald nach diesem Bekanntwerden

Ratlosigkeit, sodaß er nur allzuhäufig die Ekke- hardtsrufe seiner erprobtesten Führer überhört.

Wenn aber die Lehren der deutschen Ver­gangenheit vielfach ihren Eindruck auf die deutschen Staatsbürger von heute verfehle», so könnte vielleicht ein Beispiel aus den Tagen des griechischen Altertums vor Wirkung sein. Wir denken hier an das hochbegabte Volk der Athe­ner, denen wir so reicht Kunstschätze verdanken, und mit denen wir gewisse Züge gemein zu ha­ben scheinen. Hat nicht kleinlicher Fraktions­geist, der die Athener blind machte gegen die Gefahr, die aus Norden drohte, dem Staate der Athener den Untergang gebracht, ob auch De­mosthenes in flammenden Reden vor Philipp, dem mazedonischen Eroberer warnte! Sage nie­mand, daß dieses Beispiel hier nicht am Platze wäre, da unsere deutschen Staatseinrichtungen eine gleiche politische Katastrophe uitmöglich machen, wie sie dem stolzen Athen beschieden war! Die Tatsache, daß es innerhalb der schwarz-weiß-roten Erenzpfähle eine große Par­tei gibt, die grundsätzlich dem Reiche alle Mittel verweigert, deren es bedarf, um seinen hohen Aufgaben gerecht werden zu können, bedeutet doch eine so große Gefahr, daß sie mit allen Mit­teln bekämpft werden muß. Und bekanntlich gibt es noch eine ganze Anzahl unsicherer Ele­mente in den Reihen der Reichstagsabgeordne­ten, die in kritischen Fällen nicht zögern, den Roten" zu Hilfe zu kommen und der Reichsre- gierung in den Rücken zu fallen. Darauf ist ja schon so oft hingewiesen worden, daß es allen Lesern derOberhessischen Zeitung" vertraut sein dürfte. Wenn wir jetzt angesichts der Reichs­tagswahlen abermals dieses Thema berühren, so geschieht es aus dem Grunde, um zu betonen, daß das hohe Recht der deutschen Reich sangehörigen, zum Reichstage wählen zu dürfen, auch die moralische Pflicht in sich birgt, auch wirklich das Reichstagswahlrecht auszuüben.

Gottfried Keller, hat im Hinblick hierauf einst ein treffliches Wort gesprochen, an das wir unsere Leser erinnern möchten. Der bekannte Schweizerdichtc: sagte imWahltag": Wenngleiu- unbemerkbar und lang- fant, so trägt jeder einzelne Mann durch sein Wegbleiben zurallmählichen Abnahme des Allgemeinen bei, und jedenfalls möchte ich nicht mit Ge­walt der sein, auf welchen nichts ankommt!" Das ist nidj+ allein das Wort eines gefeierten Dichters und Meisters der deutschen Sprache, son­dern vor allem das Wort eines deutschen Mannes und sich seiner Pflicht bewuß­ten Staatsbürgers, welches jedem ein­zelnen von uns als Richtschnur dienen sollte.

hatte man ein Gedicht auf dieses Ereignis ge­macht, das heute nicht mehr vorhanden ist.

Die Landpartie nach Rauschenberg.

Im Juli 1857 fand von Marburg nach Rau­schenberg eine Leitermagenpartie mit jungen Herren und Damen statt. Es waren drei große Wagen voll. Die Fahrt hat sich ob ihres mit allerlei Gefahren begleitenden Verlaufes, lange im Gedächtnis der Teilnehmer erhalten und mit einer Verhandlung am Gericht abgeschlossen. Ein Reimchronist hatte damals die Partie in folgenden Versen besungen:

Eilt schnell vors Tor! wer Lust noch hat Nach Rauschenberg zu fahren,

Zwei Dutzend Mädchen aus bet Stabfc Schon auf die Abfahrt harren.

Die Abfahrtstunde war zwar da,

Dock, als man sich genau umsah, Fehlten noch ein'ge Herren.

Schon ging es durcheinander bunt,

" Man schnitt viel Komplimente,

Der Prinz küßt sich die Lippen wund, Es nahm schier gar kein Ende.

Der Nimrod mußt zurück nun bleiben Um die noch Fehlenden aufzutreiben, Und nun fuhr man von bannen.

So kam man denn nun angetrabt, Durchdrungen von dem Biere, ; Woran sich mancher schon gelabt, Nach Rauschenbergs Reviere.

Da strömte denn von Kreuz und Gner,

Von Neugierigen ein Menschenhee«

Wie zu der Trierer Rockfahrt.

Jin grünen Hain, beim alten Schloß,

Trank man auf Marburgs Ehre, Das Bier wohl auf den Tischen flon. Als wenn es Wasser wäre.

Da kamen Rauschenberger Herr'», Die tranken Boppsches Bier so gern Und machten Kommunismus.

Daher ergeht an alle wahlberechtigten Bürger unseres Wahlkreises die dringende Mahnung, sich nicht durch Bequemlichkeit, durch Berufsge- fchäft' oder gar durch parteipolitische Verärge­rung abhalten zu lassen, am nächsten Freitag, den 25. d. M., an der Wahlurne seines Wahl­bezirks zu erscheinen, um sein wertvollstes Recht als Wähler zum deutschen Reichstage auszu- üben!

Die Arbeiter und die Kolonien.

Die Sozialdemoktatie hat von jeher dem deutschen Volke alles, was zur Stärkung seines nationalen Besitzstandes und Ehrgefühls dienen konnte, zu verekeln gesucht, und da in den acht­ziger Jahren die junge Kolonialbewegung als eine Ergänzung unserer nationalen Kristallisa­tion emporwuchs und zur Stärkung des nationa­len Gedankens geeignet erschien, so handelte die Umsturzpartei, ganz abgesehen von ihrer bor­nierten Philisterhaftigkeit, nur folgerichtig, wenn sie die Kolonien als den Inbegriff aller Ungesundheit in klimatischer, wirtschaftlicher und sittlicher Beziehung hinstellte. Damit fährt sie auch ietzt im Wahlkampfe fort, und derVor­wärts" sucht in einer Reihe von Aufsätzen den Nachweis zu erbringen, daß die Kolonien für unsere Arbeiter gar keinen Nutzen haben. Diese Weisheit gipfelt im wesentlichen darin, daß es in dem trovischen Klima von Ostafrika und Ka­merun ebenso wenig Arbeitsgelegenheit für Weiße gebe, als in Südwestafrika.Um Arbeits­löhne für Chinesen zu schaffen, werden die Ar- beitslühne der deutschen Arbeiter besteuert bis zu einem Betrage von 80 Millionen pro Jahr. Das ist der Segen, den die Kolonien dem deut­schen Proletariat bringen."

Soweit dies unglückliche deutsche Proletariat unter den Nürnberger Trichter der Herren Zu­beil, Ledebour, Stadthagen, Bebel und Singer geraten ist, wird es vermutlich für vernunftge­mäße Erwägungen anderer Richtung kaum noch zugänglich fein. Der Teil der Ärbeiterschast aber, der, unter dem Drucke der Gewerkschaften, größtenteils wider Willen, mit der Partei läuft, sollte doch wirklich begreifen, welch' haarsträu­bender Unsinn ihnen da vorgetragen wird. Er­stens gibt es: abgesehen von Samoa, in den deut­schen Kolonien keine Chinesen, denn Johannes­burg liegt auf englischem Gebiete. Zweitens hat noch kein vernünftiger Mensch die Aufgabe unserer Kolonien darin erblickt, daß sie Arbeits­gelegenheit für ungelernte deutsche Arbeiter bieten sollen. Im Gegenteil ist vor dieser Auf- faffvng mit allem Nachdrucke gewarnt worden. Die deutschen Kolonien sollen unser Wirtschafts­gebiet ergänzen zum Erwerbe solcher Rohstoffe, die unsere Industrie dringend gebraucht. Es ge­nügt, in dieser Beziehung an die Kautschukliefe­rungen von Ostafrika und Kamerun zu erinnern, die" für unsere Industrie immer wichtiger wer­

Zwei Leut', so lang wie König Saut, Mit Schnauzer unter bet Nase, Die putzten sich zuerst bas Maul, Tranken tapfer aus dem Glase. Der Nimrod hatt' auch viele Müh, ' Und nicht geruht als bis er sie Per Dampf noch hat geholet.

Bald waren alle Fässer leer Und mancher volle Teller, Bald hat man keinen Tropfen mehr Aus Voppschem Felsenkeller.

Und mancher Zecher lag im Gras, Bald auf dem Rück', bald auf der Ras', Im Rauschenberger Walde.

Man sah, der Wirt der hatte hier. Sein Weizen ausgedroschen, Der Mann zahlt Filius, dem Kassier, Ein Taler und Zwölf Silbergrotoc". Durch Schinkenschnitte sah man durch, Die alte Stadt und auch die Burg, Die Stadt und sieben Dörfer.

Nun ging es an das Heimwärtsfahr'n, Das Geld war all' verzehret, Dahin die blanken Taler war'n, Die Kaffe war geleeret.

Da hatte man verfahr'« den Zoll. Dio Wächter sprangen nach wie toll, Und hielten an die Wagen.

Erst wird bezahlt! so schrien sie Aus voller Kehl' und Munde, Gleich darauf folgten Hieb auf Hieb Von Schwabendörfer Lumpe.

Zwei Herren lagen im Sand gestreckt, Kopf und Gesicht mit Blut befleckt. Die andren retirierten.

Der lange Stetiger sprang davon Und ließ die andern stecken, Hier, dacht er, ist nicht rein der Ton, Lief quer durch Äern und Hecken.

den, insbesondere aber an die Baumwolle von Kamerun und Togo. Mit vollem Recht hat der Kolonialdirektor Dernburg in dem Vortrage der er bei den Aeltesten der Berliner Kauf­mannschaft hielt, betont, daß jede deutsche Haus­frau, auch die Frau des Arbeiters, lebhaft intet« effiert ist, daß wir für die amerikanische Baum­wolle einen Ersatz in eigenen Kolonien erhalten.

Er hat nämlich darauf hingewiesen, welche ungeheure Preissteigerung einzelne für den Massenbedarf notwendige Materialien dadurch erfahren haben, daß fremde Länder, z. B. die Vereinigten Staaten, für diese Erzeugniffe ein Monopol besitzen und deshalb die Preise beliebig erhöhen können. So z. B. bei der Baumwolle. Von 1899 bis 1905 stieg der Preis der Baum­wolle von 3,5 auf 89 Pence. Und warum? Einfach weil die amerikanischen Baumwollbauer sich zusammen getan haben! Jede y> Penny- Stelgerung der Preise bedeutet für die Welt eine Mehrausgabe von 320 Millionen Mark. Für Deutschland bedeuten die Preisschwan­kungen einen jährlichen Ueberaufwand von 150 bis 200 Millionen Mark, d. h. also sechsmal mehr als das Reich jährlich für die Kolonien ausge­geben hat. Und wer zahlt diese 200 Millionen Mark? Der Baumwollverbraucher, b. h. die Hausfrau, die sich Bettücher, Wäsche, Somrner- blusen usw. kauft. Sie weiß freilich meistens nicht, woraus sich der Preis der gekauften Stoffe zusammensetzt. Und diese ungeheure Summe wird an dasAusland gezahlt und geht dem Vaterlande jährlich^ verloren.

Herr Dernburg hätte noch hinzufügen sollen, welch ungeheure Schädigung sowohl der beut» scheu Baumwollindustrie als zugleich auch den amerikanischen Baumwollerzeugern durch die frerfje amerikanische Spekulation zugefügt wird, die durch Aufkauf und Einsperrung der gesamten Ernte den Verbrauchern die Preise der Baum­wolle bis zur Unerträglichkeit in die Höhe schraubt und den gesamten Vorrat dann kurz vor der nächsten Ernte auf den Markt wirft, um die Preise unter den Gefrierpunkt zu senken und die Farmer dadurch um ihren berechtigten Gewinn zu betrügen. Der von Herrn Dernburg erwähnte Zusammenschluß der gesamten Baumwollbauer stellt sich nur als eine Selbsthilfe gegen diese nichtsnutzigen Spekulanten dar, bleibt aber na­türlich darum für die deutsche Industrie nicht minder gefährlich. Amerikas vollständige Be­herrschung bet Baumwollprobuktion bet Erd« gibt ihm aber auch in seiner handelspolitischen Stellung gegen Deutschland einen Rückfall, den zu brechen wir alle Ursache haben, gerade im Interesse der deutschen Arbeiter, deren Erzeug­niffe amerikanischerseits so rüde schikaniert werden.

Die einzige Möglichkeit für uns, diese Last von den Schultern unse­res Volkes ab zu wälzen, bilde» aber unsere Schutzgebiete. Dort läßt sich Baumwolle ziehen. In Ostafrika, in

Auch 's Kimschen war vor Schrecken bleich. Glaubt sich schon in dem Geisterreich, Der kleine Mann schrie Hülfe!

Sogar die spöttische Marie Ergriff ein Angst und Bangen, Ach lieber Fix", so sagte sie, Mär'n wir doch in den Tannen." Die Mädchen hielten ein Geschrei, Bis baß kam Gendarmerie herbei, Sie glaubten, sie mußten sterben.

Eine davon, ein schönes Kind, Eine unschuld'ge Taube, Die sprang vom Wagen ganz geschwind Auf einen Chauffeehaufen: Doch bald schrie sie entsetzlich laut: Wie hab' ich meinen Fuß verstauch!!* 's war wirklich zum Erbarmen.

Viel bester es dem Jettchen ging, Denn als sie sprang vom Wagen, Fing sich der Wind im Krinolin, Da nahm sie keinen Schaden.

Roch and're Mädchen war'n blessiert, Doch weil sie wurden gut poussiert. Vergaßen fie's allmählig.

Wohl keinen größten Schrecken hat Von allen sonst bekommen, Wie ein Karlinchen aus der Stabt, Fast wär sie umgekommen.

Dem Delda cs nicht bester ging, Ais er ein Wurf ans Knie empfing, Tröst' er sich mit Karlinchen.

Den Maatz, den nenn ich noch ein Manu Der hatte noch Kourage.

Doch tat er immer was er kann, Bei der Champagnerflasche.

Noch lange dachte mancher Tropf, An die Prügel und bas Loch im Kop^ llnb die Schwabendörfet Bauer».