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(Nachdruck verboten.),
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Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre ich den Landtag der Monarchie für eröffnet."
Hierauf brachte der Präsident der Herrm- hauseS Fürst zu Jnnhausen und Knhphausen da» Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und König aus, in da» die Versammln^- begeistert einstimmte.
sicht genommen. Bei reichlicher Bemessung der Mittel zur Deckung dauernder Ausgaben baden dis einmaligen und außerordentlichen öffentlichen Bedürfnisse eine weitgehende Berücksichtigung finden können. Eehaltsverbesserungen sind für mehrere Klassen von mittleren und unteren Beamten des Außendienstes vorgesehen, bei welchen die an ihre dienstliche Tätigkeit unb Verantwortlichkeit zu stellenden höheren Anforderungen eine Steigerung der Gehaltssätze besonders dringlich machen. Die gelingst besoldeten Unterbeamten sollen erhöhte einmalige und außerordentliche Unterstützungen erhalten, auch werden zur Verbesserung der Wohnungs- vcrhältnisie der in Staatsbetrieben beschäftigten Arbeiter und gering besoldeten Beamtin wie in den Vorjahren besondere Mittel von Ihnen erbeten werden.
Die Verabschiedung der Reichsmilitärpen- sionsgesetze vom 31. Mai 1906 läßt gewisse Abänderungen der Zivilpensionsgesetze erforderlich erscheinen und gibt erwünschten Anlaß zu einer entsprechenden Aufbesserung der den pensionierten Beamten und den Hinterbliebenen verstorbener Beamten zu gewährenden Bezsige. Die hierzu bestimmten Gesetzentwürfe find in der Ausarbeitung begriffen.
Zur Erweiterung des Staatseisenbahnnetzes und zur Vervollständigung seiner Anlagen durch zweigleisigen Ausbau verkehrsreicher Strecken, sowie zur Unterstützung von Kleinbahnunternehmungen wird Ihnen wiederum eine Vorlage zugehen.
Im Anschluß an das Gesetz vom 5. Juli 1905 wird die Einbringung einer Vorlage beabsichtigt, welche die Vorschriften des Allgemeinen Berggesetzes über das Muten und Verleihen nach- verschiedenen Richtungen abändert u rd insbesondere die Gewinnung der Steinkohle und der Salze fortan dem Staate vorbehält.
Die gegenwärtige Lage in den östlichen Provinzen zeigt deutlicher denn je, daß Preußens geschichtliche Aufgabe der Stärkung des Deutschtums in diesen Landesteilen zu ihrer Lösung die ernstesten Anstrengungen erfordert. Die Königliche Staatsregierung hält die kraftvolle und beharrliche Durchführung der zur (Erjül« lung dieser Aufgabe eingeleiteten staatlichen Maßnahmen für unbedingt notwendig. Sir wird dem Landtage eine entsprechende Gesetzes- Vorlage unterbreiten.
In ernster Zeit nimmt der Landtag seine Arbeiten wieder auf. Um so unerschütterlicher vertraut die Königliche Staatsregierung darauf, daß ihre auf die Festigung und Entwick- lung unserer Verhältnisse gerichteten Bestrebungen bei Ihnen wie bisher eine hingebende und tatkräftige Unterstützung finden werden.
Erscheint wöchentlich siebe« mal.
Druck und Verlag' Joh. Ang. «och, UmverfMr-vuchdruckttei 42 JffhkF«
Marburg, Markt 2L — Telephon 55.
Zur Reichstagswahl.
Mil „Protest".
Mit nicht geringer Befriedigung drückt das
Eerlachsche Organ die Erklärung eines hier
„Nein, nein," rief Gisela, „niemals, niemals!"
XXIV.
Fast zwei Jabrs sind an Alfred wie ein Traum norüberaerauscht. S-rne ist
ihm erfüllt worden, er durfte sich in die Wunder der antiken Herrlichkeit von Rom und Atben vertiefen, durfte das alte Pbaraonenland durchstreifen, auf den Mitten d-« Riis do^in-ftelten und die Pyramiden von Gizeh. die alte Totenstadt Tbeben mit eiaenen Annen schauen.
Endlich aeht's wieder heimwärts. Er hat noch einige Tage in stillem Natrtraenuß auf Koriu gew"'!t, nun träat ihn der Dampfer über die Adria bin nach Venedig, iener einzigen Stadt, die es in ihrer meerumschlungenen Schönheit selbst mit den Wundern der Tropenwelt aufzu- nebmen vermag.
Ein Gefühl, halb des Bedauerns, die köstliche Reife- und Studienzeit jebt hinter sich ru haben, halb der Freude, in die Heimat zurückzukehren, die geliebte Schmester, die ihm bis nach Venedig entaegenaereift ist, nach so langer Trennung wieder umarmen zu dürfen, durchzittert seine Seele, als im Morgengrauen die lichten Streifen des Lido und dahinter die Kupveln und Türme VenÄigs vor ihm anstauchen. Das Meer ist leicht bewegt, smaragdgrün spielt es um den Bug des stolzen Schiffes.
Alsted lehnt am Geländer, ganz versunken in die Pracht des Sonnenaufgangs. Wie ein Fun« kenreaen springt es hervor hinter der ausgedehnten Gebirgskette, aus der sich in ewigem Schnee schimmernde Spitzen purpurn angeglüht erheben. Ueber Venedig wallt noch ein leichter Rebel, allmählich weicht er dem aufsteiaenden Tagesgestirn. Schon kann Alfred die Türme von Sankt Markus und Sonst George-Maagiore erkennen, bis auch die langgestreckte Riva degli Schiavone, die rötlich schimmernde Fassade des Dogenpalastes, die weiß leuchtende Schönheit der Thies« della Saluts sichtbar wird.
mit dem Kreisblati für die Kreise Marburg uud Kirchhain.
Pflicht Sie ruft! Sie wissen, wie lieb ich Sie gewonnen habe. Ich werde Sie schwer vermissen."
Bewegt küßte Gisela der alten Dame die Hand.
„Dank, tausend Dank! Die Erinnerung an Ihre Liebe und (Stile soll mir ein Leitstern auf dem dunklen Wege werden, den ich nun gehen muß."
„So sei Gott mit Ihnen, möge er Sie zum Frieden gelangen lassen," sagte die Rätin, die <honb auf Giselas tiefgebeugtes Haupt legend.
„Ist es also entschieden?" fragte Elisabeth, als die Rätin ermüdet sich von Susanne in ihr Zimmer hatte zurückführen lassen und sie mit Gisela allein war. „Sie gehen zu Ihrer Mutter zurück?"
Eifela umschlang die Freundin heftig und preßte ihr Haupt an deren Brust.
„O, es wird mir so schwer, gar so schwer? Versprechen Sie mir wenigstens, mich nicht zu vergessen, mir Ihre Freundschaft zu bewahren, auch wenn ich fern von Ihnen bin!"
„Bedarf es dazu eines Versprechens?" ent« gegnete Elisabeth warm. „Was Sie jetzt tun wollen, ist das Richtige, wie unsere herrliche Rätin immer das Richttge findet. Aber deshalb brauchen Sie sich doch-keineswegs durch die Verhältnisse herabdrücken zu lassen. Im Gegenteil, bebalten Sie standhaft ^bt Studium im Auge. Eie können das so gut in Paris wie in Berlin. Und wenn Sie niemand dort finden sollten, der Ihre Interessen teilt, so können wir auch schriftlich fortfahren, darüber zu plaudern, unsere Ansichten auszutauschen, wie wir es bisher getan."
„Aber die Rätin, die teure Rätin? Von ihr ist es wohl ein Scheiden für immer!"
Gisela wandte sich mit kummervollem Ausdruck ab. Elisabeth aber erwiderte:
„Die schwache, irdische Hülle, ja, sie wird wohl bald uns allen entschwinden. Das aber, Mas sie lins gewesen, verlieren wir nicht."
Dir Eröffnung des preußischen Landtags.
In Gemäßheit der Allerhöchsten Verordnung jvom 21. Dezember v. I. fand am gestrigen
^Dienstag mittags 12 Uhr im Weißen Saale !be§ Königlichen Schlosse» zu Berlin die feierliche Eröffnung de» Landtag» der Monarchie Patt.
■ Der dec Eröffnung vorausgegangene Gotte»-
Ibieuft begann für die Mitglieder der evangelischen Kirche um 11 Uhr im Dom. Die Predigt hielt der Hof- und Domprediger Ohly -über Röm. 12,11: .Seid nicht träge in dem, !was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. ^Schicket euch in die Zeit." Für die Mitglieder ibet katholischen Kirche hielt um IV/i Uhr in !der St. Hedwigs-Kirche der Oberkaplan Block leine Segensandacht.
i Nach Beendigung der kirchlichen Feier .nähmen die Mitglieder des Landtags im Weißen ^Saale in dem mittleren, dem verhüllten Throne I gegenüber beleqenen Raume Aufstellung. Für Idas diplomatische Korps war die Tribüne auf Ider Kapellenseite des Weißen Saales bereit i gehalten.
! Sabald die Ausstellung vollendet war, erschienen die Staatsminister unter Vortritt des Präsidenten des Staatsministeriums, Reichskanzlers Fürsten von Bülow und stellten sich link» vom Throne auf. Der Präsident des StaatßministeriumS Verla» nunmehr die nach- - stehende Erklärung:
j ».Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags!
Seine Majestät der Kaiser und König haben mich mit der Eröffnung des Landtags der Monarchie ihn zu beauftragen geruht.
i Bei anhaltender Steigerung der Einnahmen aus den direkten und indirekten Steuern, sowie aus den Erträgnissen der meisten Staatsbetriebe hat sich die Finanzlage des Staates fortgesetzt günstig gestaltet.
j Das Rechnungsjahr 1905 hat einen höheren Asberfchuß als das Vorjahr ergeben, und auch für das laufende Rechnungsjahr könnte ein noch günstigerer Abschluß erwartet werden, wenn nicht der größte Teil der Mehreinnahmen im Verkehrsinteresse zu einer schleunigen und außerordentlichen Verstärkung der Eisenbahn- bet riebsmittel verwendet werden müßte.
Der Staatshaushalt für 1907 hält in Einnahmen und Ausgaben das Gleichgewicht. Entsprechend den gesteigerten Einnahmen sind für fast alle Zweige der Staatsverwaltung. Mehr- aufwenduirgen in größerem Umfange in Aus-
Der Lido ist schon passiert, jetzt biegt del Dampfer in die große Laaune ein, wenige Mv nuten noch und er ist am Ziel.
Alfreds Herz klonst höher, freudiger. Immer nüber in verlangsamtem Tempo steuerb das Schiff der Landunasstelle zu. Unter der Menge der dort der Ankunft des Lloyddampfers Harrenden glaubt er schon Elisabeths vertraute Gestatt zu erkennen. Sie steht in der ersten Reihe und winkt mit dem Taschentuch ihm grüßend zu. Alfred übergibt einem der auf das Verdeck stürmenden Fachini sein Gepäck, das mit Windeseil« in die Douane geschleppt wird zur Untersuchung, Eine flüchttge Umarmung nur mit der Schwellel kann er tauschen, erst muß das leidliche Geschäftliche abgemacht werden, bis endlich die Gondel sie hinüber zur Riva trägt, wo das kleine bescheiden; Hotel liegt, in dem Elisabeth nach Alfteds Weisung Wohnung genommen hat.
„Wie wohl du aussiehst, Alfred, und wi« männlich du geworden bist!" ruft die Schwester, ihm glücklich in das gebräunte Antlitz schauend, das jetzt ein dichter Batt auf der Oberlippe ziert. Er ergreift lächelnd ihre Hand und steht ihr iv die Augen.
„Und du, Elisabeth! Unverändert das frohe, tapfere Mädchen, das sorgliche Mütterchen, das du immer für mich gewesen!"
Freudig leuchtet es in ihrem guten Antlitz auf.
„Gott sei Dank, daß ich dich gesund wieder habe!"
„Aus allen Fährlichkeiten der Reise? RuH sie waren nicht zu groß."
„Und es war schön, nicht wahr?" „Herrlich?" , „
„Du wirst mit viel zu erzählen haben. , „Und du, Elisabeth! Ich komme als Fremd, fing in die Heimat zurück. Viel, sehr viel hat sich, seitdem ich fort bin, verändert."
Eie nickt nur. . .....
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Das Abgeordnetenhaus
trat alsdann um 1 Uhr zu seiner vorläufigen Konstituierung zusammen. Die Sitzung wurde vom Abg. v. Kröchet als den Präsidenten der vorigen Session mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser eröffnet. Nachdem der Präsident noch mitgeteilt hatte, in welcher Weise er den frohen und bangen Ereignissen im Kaiserhause Rechnung getragen habe, erhielt zur Einbringung des neuen Etats das Wort Finanz- Minister F r h r. v R h e i n b a b e n, der zunächst bekannt gab, das abgeschlossene Rechnungsjahr 1905 habe einen Mehrüberschuß von 46,1 Millionen ergeben, und darauf den Mehr- Überschuß des Jahres 1906 auf 53,6 Millionen bezifferte. Was den neuen Etat betreffe, so könne man die wirtschaftlichen Aussichten des Jahres 1907 als gün- st i g bezeichnen. Der Etat des neuen Jahres zeige vor allem eine sehr weitgehende Ausrüstung unsrer staatlichen Betriesmittel und zweitens eine Bereit st ellungneuerEtats- mittel für verschiedene Kategorien von Beamten. Ungleichheiten seien vor allem bei den Beamten des Außendienstes zu verzeichnen und hier sollen Weichensteller, Schirrmeister, Werkführer, Zugführer und Lokomotivführer mit Gehaltserhöhungen bedacht werden. In besonderem Malle seien auch notwendig Aufbesserungen für Förster, Schutzleute und Gendarmen. Weitere Gehaltser- hshumgen werden hoffentlich im Etat für 1808 geboten werden können. Daneben wird jedoch auch eine Novelle zum Pensionsgesetz einqebracht werden, um den Staatsbeamten die Vorzüge des Militärpensionsgesetzes zugänglich zu machen. Der Minister schloß mit der Bitte, aus rechtzeitige Fertigstellung des Etats bedacht zu fein.
Freitag, 12 Uhr. Wahl des Präsi- di ums, erste Lesung des Etats.
Schluß 3 Uhr.
Herrenhaus.
Die konstituierende Sitzung des Herrenhauses wurde vom Fürsten Knyphausen mit dem Kaiserhoch eröffnet. Der Namensauftuf ergab die Anwesenheit von 133 Herren. Das seitherige Präsidium sFürst Knyp- baulen, Frbr. n. Manteuffel, Beckers wurde wiederoewahlt.
Ueber alles die Kunst.
Roman von Elarissa Lahde.
(Fortsetzung).
__„Diese Art des Zurückrufens habe ich aller- dings nicht erwartet," sagte sie leise.
Sie meinen also, wie ich es mir schon selbst gesagt, daß ich diesem Rus nicht folgen soll?" fragte Gisela gespannt,
V „Im Gegenteil, ich sage: Sie müssen ihm folgen, unbedingt folgen!"
t Um Giselas Sippen zuckte es bitter.
„Und wieder in mein Unglück gehen? Können Sie mit das wirklich raten?"
„Betrachten Sie es nicht als ein Unglück, wenn Sie eine Pflicht erfüllen, mein Kind. Ihre Mutter ruft Sie, Sie sollen sie vor sich selbst retten. Diesem Rufe dürfen Sie sich nicht versagen."
' „Aber kann ich helfen?" stieß Gisela schmerzlich bervor. „Ich fürchte, nein. Und hier muß ich alles aufgeben, was mir lieb ist. Alle meine Studien — Sie — Elisabeth!"
„Ja, ich begreife." nickte die Rätin. „Sie bringen ein großes Opfer. Aber Sie müssen es bringen nach meiner Ansicht. Stehen Eie doch vor der Frage, ob Sie dieses heilige Band lösen jeder den Versuch machen wollen, es wieder enger gu knüpfen, eine Versöhnung und Verständigung anzubahnen."
Gisela barg ihr Antlitz in den Händen. Lange verharrte sie so, dann faßte sie, wie eine Stütze suchend, nach der Kranken Hand.
„Wenn Sie es für recht halten, wird es wohl das Richtige sein."
„Nicht, weil ich es für recht halte, liebes Kind." wehrte die Rätin sanft, „sondern weil Sie, wie Sie wohl selbst fühlen, nicht anders handeln können. Glauben Sie, es ist mir nicht gerade leicht geworden, Ihnen zu sagen: Gehen Jtob, fort von feier, dorthin, wo eine heilige
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei ver Expediiio» 2 Mk>,
T»/» o bei all« Postämtern 2,25 $IL Kejtu Bestellgeld).
•” ToimtMag 10. Januar 1907.
figen Hochschullehrers ab, der als SBäyiet v. Eerlachs dagegen Protest erhebt, daß U einem Wahlaufrufe des hiesigen nattonallibera« len Vereins seine Partei als reichsfeindttch bezeichnet worden sei. Auch wir haben jenen Appell an die Opferwilligkeit der polittschen Freunde des Herrn Friedrich Siebert gelesen, können jedoch darin nichts von einem Angriffe gegen die „große Partei" derer um Eerlach erblicken, sintemalen und alldieweilen nur ganz allgemein von den enormen Opfern gesprochen wird, die fortgesetzt von den rsichs- feindl'chen Parteien im Kampfe gegen das nationale Interesse gebracht werden. Uns will es scheinen, als ob Herr Professor D. Rade der Sache seiner Partei durch diesen Protest keinen besonderen Dienst erwiesen hat. Sein zorniger Eifer nämlich verrät nur den Schmerz des ehrlichen Mannes, der wahrnehmen muß, wie in immer weiteren Kreisen die Erkenntnis Platz greift, daß auf die kleine Gruppe, deren Häuptling in der Sozialdemokratie nur das kleinere Hebel erblickt, kein Verlaß ist, daß man vielmehr die National-Sozialen, die Ee« folgsleute des Berliner Börsenfreisinns als unsichere Kantonisten bezeichnen muß, welche ihrer schwankenden Haltung wegen, unter Umständen den reichsfeind- lichen Parteien gleichzuachten sind.
Doch nichts für ungut! Man hat „Beispiele von Exempel. daß eine glänzende Leuchte der Wissenschaft sich vom Flackerschein eines politischen Irrlichtes angezogen fühlt. Vielleicht Hai in dem besprochenen Falle der „Fall Cäsar' mitgewirkt, für den die „Hessische Landeszeitung" so großen Anteil zeigt, daß sie die Namen der Herren — darunter auch Professor D. Rade- Marburg — mitteilt, die sich bereit erklärt haben, Unterschriften entgegenzunehmen.
Ein Arbeiter über Herrn v. Serlach.
Von Herrn Dr. Böhme wurde uns folgender, an ihn gerichteter Brief zur Veröffentlichung Übergeben. Dieser lautet wörtlich:
Auf einen Artikel in der „Oberhessische» Zeitung" vom 4. Januar 1907 hat die „Hessische Landeszeitung" sich veranlaßt gesehen, zu erwidern: dem angeblichen Arbeiter scheine von Gerlachs Tätigkeit im Reichstage gar nicht- bekannt zu sein, der Aermste habe unter der Lektüre der „Oberh. Zeitung" sichtlich gelitten. Nicht der angebliche, sondern der wirkliche Ar-