ES
( e.
Erstes Blatt.
kNachdruck verböte».)
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Grenze zu.
XX.
Wir
nicht anders.'
^Fortsetzung folgt.)
Ein halbe Stunde später sitzen beide in einem Abteil des Bahnzuges und eilen der deutschen
kommenen Anlaß betrachten, mit besonderem Eifer den Ruf zur Sammlung für gemeinsame Arbeit der national gesinnten Kreise aufzunehmen und mit besonderer Hingebung an der nationalen Sache unseres Bolles zu arbeiten. War doch die notwendig gewordene Heimsendung der deutschen Volksvertretung ein rühmliches Zeugnis für die Entschlossenheit unserer Negierung. Kaiser und Kanzler bekundeten in Gemeinschaft mit den verbündeten Regierungen, daß sie Vertrauen zu sich selbst» wie zum deutschen Volke Laben. Sache der Wähler wird es nun sein, dieses Vertrauen zu rechtfertigen und Treue um Treue zu wahren. Im übrigen aber gibt die an sich bedauerliche Tatsache, daß uns Reichstagsneuwahlen als We.qnachtsgeschenk überreicht wurden, noch lange kein Recht zu bangem Verzagen. Die tiefste Erniedrigung war für unser Volk stets die Grundlage zu neuem, glänzenden Aufstieg. Ein schwerer innerer Kampf steht uns bevor, vielleicht der schwerste seit dem Bestehen des Deutschen Reiches. Mögen die neuen Wahlen durch den Sieg der vaterländisch gesinnten Männer zu einer innerpolitischen Erneuerung unseres Volkes führen! In diesem Sinne:
Glückauf zum neuen Jahre!
Erscheinung muß aber umso ernster genommen werden, als wir uns leider noch immer nicht voller Einigkeit im Innern rühmen können. Immer kecker erhebt die vaterlandslose revolutionäre Partei ihr Haupt, und mutzte sie auch am „roten Sonntag", sich ängstlich duckend vor den Machtmitteln des — wie ihr eigener Führer sagt — Staates, wie es einen zweiten nicht gibt, noch klein beigsgeben, so hat sie doch keinen Anlatz vorübergehen lasten, um die urteilslosen Massen weiter zu verhetzen, und die von feder- Nipnn bedauerte, mit dem sozialdemokrattsch n Eisenbartrezepte freilich ohne schwere Schädigung des Nationalvermögens nicht zu beseitigende Fleischteuerung war ihr natürlich wieder ein mit Jubel begrüßter Anstotz, den Wählern als Wühler gegenüberzutreten.
Das zur Rüste gehende Jahr erinnerte aber auch an die alte Wahrheit, daß für den Fortbestand eines Staates die nationale Geschlossenheit von nahezu ausschlaggebender Bedeutung ist, und zeigte mit den Vorgängen in der Ostmark, wie weit wir von diesem Ideal der nationalen Geschlossenheit vorläufig noch entfernt sind. Möge auf der Dominsel zu Posen den durch Stablewskis Tod verwaisten Btschofsitz ein echt deutschZesinnter Priester einnehmen, der die Polen Gehorsam gegen die Öbrigk'-it und Treu« zu König und Vaterland zu lehren versteht. Die „polnische Gefahr" ist viel ernster, als man In rein deutschen Gegenden unseres Vaterlandes vielfach annimmt, da leider die Deutschen infolge ihrer parteilichen Zersplitterung auch den Feinden ihres Volkstums nicht mit dem Nachdruck entgegenzutreten pflegen, der insbesondere gegenüber dem geflossenen Vordringen des Polen- tums nationale Ehrenpflicht sein mütztel
Möge das neue Zshr auf der anderen Seite aber auch alle Teile des deutschen Vv.ees davon überzeugen, daß der in den letz'en Jahrzehnten errungenen Machtstellung des deutschen Reiches auch die Freude und die Arbeit an dem neuen Gute entsprechen mutz. Immer mehr mutz auch der Gedanke volkstümlich werden, daß eine Macht, wie das Deutsche Reich, nicht bescheiden im Hintergründe stehen darf, wenn die Verteilung der Welt, soweit sie noch nicht von Kulturvölkern in Besitz genommen worden ist, zum Abschluß gebracht werden soll. Es gilt an die Zukunft unseres Volkes zu denken, datz dieses nicht dereinst politisch und wirtschaftlich zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt werde. Deshalb brauchen wir überseeische Besitzungen, Kolonien, wie sie andere Völker, die rascher, als das Deutsche Reich zu politischer Einigung gelangten, jahrhunderte-
Drutschrs S'üch.
— Der Kaiser hält auch diesmal zu Neujahr im Lichthofe des Zeughauses große Paroleaus-
Srschelnt wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Lug. Koch, UnivcrsitätSMuchdruckerei 42. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon ob.
„Ich will mein bestes tun. Ob es mir ge-, lingt?' Doch jetzt führe mich zu ihr. Uns bleibt ja nur noch eine kurze Stunde brs zu deiner Abreise. Ach, könntest du noch hrer blei-r Len! Die Aufgabe, die du mir stellst, würbe; mir leicküer werden. Aber.ich sehe ein, du kannst!
Elisabeth war nicht wenig erschrocken, als sie in der Frühe des Morgens ein Telegramm ihres Bruders aus Paris erhielt, der sie aufforderte, sofort ohne Aufenthalt nach Köln zu kommen und sich zu dieser Reise für einige Tage Urlaub zu nehmen. Es gelte die Rettung eines Lebens. Alles andere mündlich.
Sie riet angstvoll hin und her, aber auf Gisela kam sie nicht. Zum Glück konnte sie den Mittagszug benutzen, und fand daher noch Zeit, ihren Rektor aufzusuchen und ihn um den gewünschten Urlaub zu Litten, den der freundliche Herr der geschätzten Lehrerin auch ohne Zögern gcwähtte. .
An Susanne konnte sie nur noch wenige Zeilen des Abschieds richten, sie käme in einigen Tagen mietet und werde bann alles erklären.
Erst als sie im Frauenabteil des Blitzzuges saß, kam sie zum Nachdenken. Was konnte nur geschehen sein? Einen Augenblick dachte sie an Marga, von deren bevorstehender Verlobung sie schon gehört hatte. Der Rat hatte ihr die überraschende Neuigkeit nicht ohne Stolz mitgeteilt. Es schmeichelte dem alten Subalternbeamten in seinem Respekt vor Höherstehenden doch nicht wenig, daß seine Marga nun eine Baronin würde. So etwas habe er sich nicht träumen lassen. Er habe diesen Baron Nemethy ein einziges Mal gesehen als er mit Susanne keinen Besuch bei der Gräfin gemacht. Ein so stolzer, vornehmer Herr! Hnb es sei doch reine Neigung, die ihn zu seinem Kinde geführt habe, da Marga ja völlig mittellos sei. Auch habe seine Tochter ihm geschrieben, daß der Baron ihrer künstlerischen Tätigkeit, auch wenn sie verheiratet sei, nichts in den Weg legen wolle. Sie werde auch als Baronin Nemethy Künstlerin bleiben.
Die Rätin, die von Tag zu Tag hilfloser wurde, ohne doch an ihrem seelischen Mute ein« zubüßen, hatte die Nachricht gleichmütiger auf- aenommen. „Wenn sie nur glücklich wird."
die Wagenfenster schweifen lieh. .Sie atmete auf, als sie ihn wohl und unveraudctt vor
Marburg
Dienstag 1. Januar 1907.
mjt dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
SotttttaasbriLaaer SHuftrirM etamfMtoML
,I?un denn, mein Plan ist gefaßt.
reisen sogleich mit dem Nachtzuge nach Deutschland. Ein glücklicher Zufall will es, daß ich
äußerte sie, die Hände faltend, „und einen guten Mann bekommt, ein Glück, das mir Gottes Huld in einem langen Leben gewähtt hat. Ach, Glanz und Herrlichkeit der Welt vergeht, die Liebe aber bleibt!"
Susanne schüttelte den Kopf zu dieser Verlobung. Ihr hatte der Baron nicht gefallen. Er sähe nicht wie ein guter Mensch aus, meinte sie. Und Elisabeth, die durch ihren Bruder genau unterrichtet war, mutzte ihr recht geben.
„Du haft das bessere Teil erwählt, Susanne," sagte sie. „Und wenn dein Mann auch kein so vornehmer Herr ist, so ist er doch ein Mann, auf dessen Treue und Redlichkeit du dich verlassen, den du achten kannst. Liebe mutz auf Achtung beruh"», sonst ist sie keine dauernde, keine echte Liebe."
Wie selig Susanne dazu gelächelt hatte! Von Tag zu Tag empfand sie ja mehr, welchen Schatz sie ja an dem Verlobten besaß, der üch jetzt auch schon der Rätin offenbart hatte, die eitel Freude darüber empfand.
lieber alles die Kunst.
Roman von Elarissa Lohde.
(Fortsetzung).
Lange blickt sie schweigend vor sich nieder:
„Wie aber soll das geschehen?" fragt sie nach einer Pause. „Ich bin," fügt sie mit einem bitteren Lächeln hinzu, „nicht vorbereitet, eine Reise zu unternehmen. Die große Reise, die ich antreten wollte, erfordett keine Geldmittel."
„Das lassen Sie meine Sorge sein, Komteß. Das elende Eeld kann doch kein Hindernis bilden, wo es sich für Sie um Leben und Zukunft handelt."
Sie sieht ihn noch immer zweifelnd an: »5 nicht länger zögern," ermutigt er sie. „Fühlen Sie sich kräftig genug, mit mir bh zu einem Fiaker zu gehen?"
Sie nickte nur als Antwort.
für die Lebenszett versorgt."
Nur ihren Mann, der mit ihr so treu das Leben durchpilgert, sah sie oft mit sorgendem Blicke an. So krank sie war. er, das wußte sie, würde sie am meisten vermissen. Hatte et sein Leben lang doch kaum eine andere Freude gekannt. als dis Liebe zu ihr, zu seinen Kindern. Und Marga war durch den Weg, den sie einge- schlagen, dem Vater entrückt. Susanne allein blieb ihm als Stütze für seine letzten Tage, Susanne und der treffliche Martin. Sie würden den Einsamen nicht verlassen.
Wie dankte sie (Sott, daß sie diesen Trost mit in das Erab nehmen konnte.
Die Nacht war hereingebrochen, als der Zug 'in die große Bahnhofshalle in Köln einlief. Elisabeth hatte schon von fern die hohe Gestalt Alfreds erkannt, der suchend keinen Blick über
meinen Koffer gepackt habe, da ich morgen in der Frühe abzureisen gedachte. Ich fahre nut bei meinem Hotel vor, begleiche meine Rechnung und bann geht es sogleich weiter zum Bahnhof. ,Ein Telegramm an meine Schwester führt biefe miorgen mit dem Schnellzuge nach Köln uns ‘.entgegen. Dort übergebe ich Sie berselben unb (lehre hierher nach Paris zurück, um die Fran slSränn über Ihr Verschwinden zu beruhigen und das weitere mit ihr zu ordnen."
* „Das wollen Sie?" fragt sie aufatmend.
..Ja, ich bin überzeugt, daß es mir gelingen wird, von Ihrer Mutter die Erlaubnis -zu erlangen, daß Sie vorläufig bei meiner Schwester »bleiben dürfen."
Er reicht ihr den Ann, und, obwohl noch thwankeud von der Aufregung der letzten Stun- "iet sie doch mit reu erwachtem Mute Gelle bin. Ein Fiaker ist bald ge- r hebt sie hinein und nach wenigen schon halten sie vor der Tür des
Zur Jahreswende.
In wenigen Stunden werden'» allüberall von den Türmen die Glocken verkünden, daß wieder ein Jahr im Zeitenstrome dahingeschwunden ist. Ernste Betrachtungen über die Vergänglichkeit des Daseins werden dadurch in uns geweckt, aber auch freudige Gedanken. Wir atmen auf, wie von einer schweren Bürde befreit und schauen voller Erwartung dem Neuen entgegen; denn ewig wahr bleibt das Schillersche Wort: „Der Mensch hofft immer Verbesserung." Gerade in den letzten Stunden des Jahres offenbart die holde Trösterin des irdischen Geschlechts, oie Hoffnungam sieghaftesten ihre Macht. Richt den Einzelnen allein, Millionen und Abermillio- nen zieht sie in ihren Zauberkreis, wo diese ihre Sorgen und Mühsale für einen Augenblick vergessen, um sich ganz dem beseeligenden Traume hinzugeben, daß etwas Neues, unb zwar etwas Gutes und Schönes in ihr Leben treten müsse. Freilich, nur einen Augenblick währt bte liebliche Täuschung, bann kehren wir in die Wirklichkeit zurück — und das Alltagsleben hat uns wieder.
Der Chronist aber, der gewissenhaft die Er« eign",,; ausgezeichnet, die sich alltäglich im Jn- und Auslande abgespielt haben, blickt an bet Schwelle bes neuen Jahres auf ben verflossenen Zeitraum zurück, um zu prüfen, ob das alte Jahr unferm Vaterlanbe Heil oder Unsegen gebracht hat, und zu ermitteln welche Hoffnungen und Entwürfe zur Erfüllung reiften Moder welche Befürchtungen unb trübe Ahnungen zur Wirklichkeit würben. Bei bet Fülle der Ereignisse aber wird der Blick nur auf einigen, besonders wichtigen Begebenheiten haften. Wer mit dem Auge des Kritikers die Dinge in ihrer Folge betrachtet, der wird aber vielfach zu dem Ergebnisse gelangen, daß so manches, was vordem als ein Erfolg betrachtet ward oder was doch wenigstens keinen Nachteil zu bedeuten schien, schließlich doch als Verlust gerechnet werden mutz.
Das deutsche Volk hat im Jahre 1906 bei Weilern nicht immer hellen Sonnenschein genießen dürfen. Die Konferenz'von Algeciras zeigte ziemlich deutlich, datz wir in der Welt recht vereinsamt dastehen, und daß allein schon unsere Erfolge im internationalen Wirtschaftsleben den Neid derer wecken, die sich bislang gern als liebe Vettern und getreue Nachbarn aufspielten. Diese a _____— ■ । « >»
lang vor uns erworben haben. Gerade auf dem I gäbe ab, zu der sämtliche kommandierenden Ee- Gebiete überseeischer Machtentfaltung stehen wir I nerale erscheinen. 1
am Vorabende großer Ereignisse. Wir sehen, I — Die Eröffnung des preußische« Landtage», welche Krastanstrengungen England und Frank- I Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bereich machen, ihre Kolonialreiche immer weiter kamttrncuhung des Ministeriums des Innern, auszudehnen, wir sehen, wie der smarte Ameri- I nach welcher die Eröffnung bes auf ben 8. Ja- W I NU ar etnoerufenen Landtages mittags 12 Uhr fanet ben Glaubenssatz verkündet. „Amtttta deck {m Vc^cn s'aa{e bC9 Königlichen Schlosses er- Amerikanern , um damit die Herrschaft des I «^lgt. Zuvor wird der übliche Gottesdienst statt» Sternenbanners über die ganze „neue Wett an- I «n£en
zusagen — und da soll der gutmütige deutsche I _ Die deutsche« Steuerzahler. Den wieder- Michel, dem bte Kulturwelt so ungeheuer viel I holten Versuchen bet sozialdemokratischen Presse, verdankt, sich bte Zipfelmütze über die Ohren I bas deutsche Voll als besonders schwer mit ziehen und hinter dem Ofen hocken bleiben, nein I Steuern belastet hinzustellen unb bte „nlchtbe- bas geht nimmer an! Das hat benn auch unsere I sttzende« Klassen" als die eigentlichen Trager Reicksreaieruna erkannt unb hat, als burch jenen I der Steuerlast auszugeben, stellt die >>Nor<.b. SrÄSÄh &SÄSÄH.TS tragsetat für Deutsch-Eudw., ^!^a verwetgert I unb ^mmunale Zwecke war im Jahre 1902 nach wurde, fest und entschlossen bte Konsequenzen I bcn Berechnungen in dem eben erschienenen daraus gezogen. . I Werk von v. Kaufmann über Komunalfinanze«,
Wenn wir aber vom Standpunkte der natio- I cuf fen Kopf bet Bevölkerung in Eroßbritan« nalen Ehre ben Anlatz zur Auflösung des beut- I nien 101,44, Frankreich 79,57, Preußen ein* schon Reichstages ausis Tiefste beklagen, so wollen I schließlich bes Anteils an ben Reichssteuerlasten wir andererseits auch die Neuwahlen als will- 42,50 Die Retchssteuerlasten betragen nach ' - ■ 1 dem Etatsentwurf für 1907 rund 1179 Millionen
Mark; davon sollen nach dem „Vorwärts" auf die nichtbesitzenden Klaffen 1069 Millionen Mark entfallen. In Wirklichkeit belasten ein« zelne Steuern, wie die Erbschafts-, Wechselstempel-, Schaumwein- und Zigarettensteuer im Gesamtbeträge von 190 Millionen Mark fast ausschließlich die besseraellellten Kreise. Von den verbleibenden 989 Millionen Mark, die von den Besitzenden und Nichtbesitzenden gemeinsam zu tragen sind, kommen 643 Millionen Mark auf die einkommenstenerfreie Bevölkerung ober 16,32 M auf ben Kopf unb 346 Millionen Mark auf die einkommensteuerpflichtige Bevölkerung ober unter Hinzurechnung bet obigen Sonderlast von 190 Mill. Mark 25,3 Jt auf ben Kopf. Die hinzukommenden Staatssteuern, die in Preußen für 1906 auf 282, 5Mill. Mark veranschlagt fiitd, belasten die einkomntensieuerpflichttge Bevölkerung mit weiteren 21,73 -ü für den Kopf. Für 1907 ist ber Sah sicher nicht geringer. Setzt man ben Betrag ber weiter bazutretenden Ge- rneinbe- unb Kommunalabaaben mit dem niebrv gen Sah von 500 Mill. Mark ein, wovon höchstens 15 Mill. Mark auf bte gemeinsam zn tra- genbe Steuer für Vier unb andere eigentliche Verbrauchsaegenstänbe entfallen, so ergibt sich durch die übrigen 485 Mill. Mark für die ern- kommenstenervflichtige Berwi.erung Preußens eine fernere Belastung von 37,3 M auf den Kopf. Die einkommensteuerpflichtige Bevölkerung steuert also in Preußen zu den Reichs-, Staats- und Kommunalsteuelasten übet ^00 Millionen Mark bei, wovon der größte Teil sich aus ein Siebentel dieser Vevölkerungsklasse Mammen- dränqt die einkommensteuerfrcie Bevölkerung
I sich sah. , .,
I Auf ihre Frage, um was es sich denn Hand» I und was ihr Kommen nötig mache, nannte er sogleich den Namen: Gisela. Auf dem Wege
I zum Schloßhotel berichtete et ihr die Erlebnisse r bet letzten Nacht. Et müsse noch mit dem Nacht- I zuge nach Paris zurückkehren. Die Gräfin müsse I benachrichtigt und von der Sorge umd.ever- I schwundens Tochter befreit werden. Elisabeth I war ganz erschüttert von seinem Bericht. j I Und du meinst, sie werde einwilligen, da^ I ich die Komteß mit mit nach Berlin nehme? , I -kch hoffe es," sagte er, nachdenklich mit ber; I Hand durch'» volle Hand fahrend. „Ach, Elisa^ I hxth “ seufzte er bann leite, „welche ernsten I Stunden liegen hinter mir! Wie TOXt( furchtbar ist bas Leben oft. So m das Dunkef einer bis zum Tode verzweifelten Seele zu- I schauen! Hnb wie wenig schützen äußere Guter, vor ber Not bet Seele! Wie werden btejßot^ „Wie lange wird es noch dauern," dachte sie, I ^^^ndel^?ft"ben'eidet! unb doch?wie vielj „eine wie kurze Spanne Zett gegen bas lange bens wan ^5 ßebersüberbrufo verbirgt siH unb, so Gott will, glückliche unb reiche Geben, I Cknb, ® Wanern bet Paläste! Wäre bi« bas meinem braven Kinde bevorsieht, unb i-H hinter ben Mauetn^bet Paia, -
darf ruhig bie Augen schließen, benn ich weiß sie | gJJJL* b J A Ast durch bas Geben kämpH feit, seine Kräfte in stetiger Arbeit üben müßte! sie wäre vielleicht eine glückliche, befried igitt Natur geworden, wie bu. Vor mit, dem Mann, verschriebt sich die inngfräuliche Seele voll Scheu, cegen dich, hoffe ich, wird sie offener fern. SuchH ihr Vertrauen, ihr volles Vertrauen zu gerom-j nen. Nur so ist ihr zu helfen." ,
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