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ftgen Pflanzen für deutsches Klima zu empftnv- lich sind. Wie nun F. von Oheimb int prak­tischen Ratgeber mitteilt, beschäftigt er sich seit 18 Jahren mit Rhododendren, die ohne jede Be­deckung völlig ausdauern und dankbar blühen. Ls find nur gewisse Lebensbedingungen zu ge­währen und zwar Wasser, Windschutz, Verhin­derung zu frühen Erwachens, Schutz vor einseiti­ger Bestrahlung, Oberlicht und richtige Pflan­zung. F. von Oheirnb schildert in genannter Zeitschrift, in Wort und Bild, die ällsgezeich- neten Erfolge, die er durch Berücksichtigung die­ser Gesichtspunkte auf seinen Besitzungen in ksioislowitz und auch an anderen Orten, in Schle­sien und in Thüringen, mit der Einbürgerung dieser blütenprächtigen Gewächse erreicht bat, und kommt zu dem Schluss, daß das Rhododen­dron bei richtiger Behandlung an vielen Orten noch vorzüglich gedeihen wird, wo man bis jetzt aus Furcht vor Frost nicht gewagt hat, es anzu- pflanzen. Unseren Lesern wird diese Nummer vom Gefchäftsamt des praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. O. auf Wunsch bercitwilligst kostenlos zugesandt.

Tierschutz.

Tierschutz durch Plakate.

Im Schulhofe der Volksschule zu Goss in Oesterreich hat der Ortsschulrat Tafeln mit fol­genden Sprüchen, welche den Schutz der nüblicken Tiere bezwecken, anbringen lassen:1. Tötet kei­nen Maulwurfs Er verzehrt viele schäduche Infekten. Pflanzen frißt er nie. 2. Nehmt keine Vogelnester aus! Die Vögel sind die großen Raupentöter und Gehilfen des Acker­baues und der Obstzucht. 3. Tötet kein Marien- käferchens Es frißt die schädlichen Blattläuse. 4. Tötet keinen Igel! Er lebt meistens von Mäusen und Engerlingen. 5. Schonet die Fle­dermaus! Sie vertilgt viele Insekten. Speck frißt fie nie. 6. Tötet die Kröte nicht? Sie ist die größte Schneckenvertilgerin." Sehr rrcytig bemerkt dazu die Grazer Tagespost, daß der gute Zweck sich noch kräftiger fördern ließe, wenn die Gemeinden beauftragt würden, auf passenden Stellen im Eemeindeaebiete (auf Feld- und Waldwegen, neben Teichen usw.) Tafeln mit den eingangs erwähnten oder ähnlichen Sprüchen anzubringen. Sache der Gemeindevorstehungen (Gemeindevertretungen) müßte es werden, zum Schutze der nützlichen Tiere, welche oft unver­nünftigerweise getötet werden, auf die erwach­sene Bevölkerung jederzeit einzuwirken. Mögen diese Zeilen als Anregung dienen!

Zu« Schutz der Tiere.

Dass beim Eintritt der kälteren Jahreszeit )ie Vierde und Zuahunde, wenn fie auf der Straße warten müssen, zuqedeckt und so gegen Kälte und Erkältungen geschützt werden müssen, ist eigentlich selbstverständlich. Aber trotzdem wird dagegen gefehlt. Besonders ist noch etwas anderes in der jetzigen Jahreszeit zu berücksich- ttgen. Das Gebiß der Pferde muß im Stalle aufbewahrt und vor dem Gebrauch in warmes Wasser getaucht oder tüchtig gerieben werden, weil sonst die Pferde beim Einlegen heftige Schmerzen empfinden oder wohl gar Beschädi­gungen an Zunge, Lippen und Gaumen erleiden.

Der Kettenhund.

Wie oft bin ich schon in der stillen Nacht Vom Heulen eines Hundes aufgewacht. Kein Schlaf mehr wollte sich niedersenken, Ich musste immer seines Elends denken. Ein Kettenhund, wer schildett seine Pein! Bei Sturm und Regen, Frost und Sonnenschein Ist er an eine Kette festgebunden, And qualvoll, langsam schleichen ihm die Stunden, Allein, ganz ohne freundlichen Genossen, Ist jede Daseinsfreude ihm verschlossen: Ihm winket nur die harte, schwere Pflicht, Das Haus zu hüten, Freiheit gibt es nicht. And dabei wird ihm für sein armes Leben Oft nicht das Allernöttgste gegeben.

Im Winter ihm die warme Hütte fehlt, Im Sommer ihn der Durst unleidlich quält. Dennoch ist unverletzbar seine Treue, An jedem Tag bewährt er sich aufs neue: And wenn ein Ende dann fein Leiden fand, Leckt er noch sterbend seines Pein'gers Hand. Ihr alle, die Ihr einen Hofhund haltet, Erbarmt Euch über ihn und denkt, es waltet Auch über diesem Tiere jene Macht, Die Euch und ihn aus nichts hervorgebracht. Erbarmt Euch seiner! And ein bißchen Güte, Ein bisschen Liebe werde ihm geweiht. Auf dass mit Freuden Euer Heim er bitte And Euer Lohn sei seine Dankbarkeit.

Vogelschutz.

Vom hessischen Ministerium wurde Forst- freister Kullmann nach Schlossgut Seebach. Kreis Langensalza entsandt, um sich über die Dortige Versuchsstation für Vogelschutz des Freiherrn Hans von Berlevsch näher zu informieren. Ihre Besichtigungen fanden in Gemeinschaft mit dem gerade zu gleichem Zwecke anwesenden, bekann­ten Ornithologen unb Mitglied der Kommission zur Forderung des Vogelschutzes, Vastor Klein­schmidt, unter persönlicher Führung des -Frei­herrn von Berlepsch am 19. und 20. November 1906 statt. Die Station bringt jetzt jede für praktischen Vogelschutz erforderliche Maßnahme Bf, das lehrreichste zur Anschauung, und die da­mit erzielten Erfolge find geradezu enorm. Von 8000 Berlepschen Nisthöhlen find ca. 90 Prozent non nur nützlichen Vogelarten besetzt. Alle Logelschutzgeholzs und die nach gleichen Prin­zipien behandelte« Parkanlagen strotzen gerade- iu von Nestern, und zwar zum Teil der seltsam-, len Vogelarten. Alles bisher Erreichte wird

aber in einem acht Meter breiten unb 103 Meter langen, älteren Vogelschutzgehölz übertroffen, in welchem die Herren 73 Nester konstatieren konn­ten, also auf nicht ganz je anderthalb Meter ein Nest. Dabei ist bemerkenswert, daß diese Nester, mit Ausnahme von zweien, alle in den künstlich für sie geschaffenen Quirlen stehen. Gewiß ein schöner Beweis, was durch sachgemäßen Vogel­schutz zu erreichen ist.

Allerlei.

Landwirtfchaftk. Institut der Universität Jena.

An der Universität Jena sind in diesem Win­tersemester 96 Landwirte immatrikuliert gegen 72 im vorigen Winter- und 84 im letzten Com- merfemester. Mit den eingeschriebenen Hörern erreicht die Zahl der Besucher des landw. In­stituts Jena in diesem Semester die Ziffer 100.

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Die nassauische Landwirtfchaftskammer hat beschlossen, beim Minister das Ausschreib-n einer Staatsprämie von mindestens 80 000 Mark für ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des Heu- und Sauerwurmes zu beantragen.

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Schutzvorrichtungen.

Der Eektionsvorstand der Hessen-Nassauischen Landwirtschaftlichen Derufsgenossenschaft macht die Landwirte des Kreises darauf aufmerksam, daß vom 1. Januar 1907 ab sämtliche landwirt­schaftlichen Maschinen mit den durch die bekannt gegebenen llnfalloerhütungsvorschriften vorge­schriebenen Schutzvorrichtungen versehen fein müssen. Es kommen hier namentlich in Betracht: Eopelwerke, Dreschmaschinen, Häckselmaschinen, Häckselladen, Rübenschneidemaschinen, Frucht- Reinigungsmaschinen, Quetsch- und Preßmaschi- nen, Milchzentrifugen, Kreissägen, Sämaschinen, Hackmaschinen, Mähma, ,inert, Heurechen usw. Exemplare der Unfallverhütungsvorschriften be­finden sich bei den Ortsbehörden und können bei diesen eingesehen werden.

_ Gerichtsentscheidung.

Das Reichsgericht hat ein Urteil des Ober- landesgerichts Jena bestätigt, das für die Land­wirtschaft von großer Bedeutung UL Durch dieses Urteil wurde eine Brikettfabrir in Sachsen- Altenburg, welche die Grundstücke der Umgebung durch Kohlenstaub und Flugasche schädigte, zur Unterlassung der Schädigung verurteilt: für jeden Fall der Zuwiderhandlung wird eine Geldstrafe von 1500 «41 festgesetzt. Die Korre­spondenz der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz bemerkt hierzu: Es ist höchst er­freulich, daß sich das Reichsgericht hier endlich auf einen Standpunkt gestellt hat, denn die landwirtschaftlichen Vertretungen, speziell auch die Landwirtsshastskammer für die Rheinpro­vinz stets, allerdings erfolglos, eingenommen haben. Die Landwirtschaftskammer hat wieder- holt in eingehenden Berichten an das Ministe­rium unter Anführung umfangreichen Ma­terials die Schädigung dargelegt, denen die Landwirtschaft der Rheinprovinz durch unge­nügende Vorkehrungen bet Fabriken gegen Rauch unb Staubentwickelung ausgesetzt ist. In vielen Fällen hat sich herausgestellt, baß solche Schädigungen der Landwirtschaft schon durch die Art der Anlage der fraglichen Fabriken bedingt waren. Die Kammer hat deshalb an den Land­wirtschaftsminister eine Eingabe gerichtet, in bei unter Hinweis auf die große und immer wachsende Zahl solcher Schädigungen der Antrag gestellt wurde, dass schon bei der Vorprüfung von Konzessionsanträgen für industrielle Unter­nehmungen in allen den Fällen, in denen bi# Möglichkeit gegeben ist, bass durch den JBetnco der Anlagen Gesabren für die Vegetation, die Viebhaltung oder Fischerei durch schädliche Ab­gase, Dämpfe, Staub, Rauch. Abwässer u. dgl. entstehen können, außer den bisher zur Prüfung herangezogenen Beamten der Bau-, Gewerbe-, Sanitäts- und Bergverwaltung auch sachver­ständige Vertreter des landwirtschaftlichen 8e- rufs-standes gehört und berücksichtigt werden. Weiter beantragte die Kammer, dass als oberste Instanz in diesen Fällen der Landwirtschafts- minister zusammen mit dem Handelsminister entscheiden sollte, statt wie bisher der Handels- minir-r ""ein. (Rh.-W. Ztg.)

Dir PrioafforstSearnten Deutschlands

haben sich bekanntlich gemeinsam mit den größ­ten deutschen Privatwaldbesitzern zu ein*m Verein für Privatforstbeamte Deutschlands", Sitz Neudamm (Bez. Frankfurt a. O.), zusam­mengeschlossen : fie verfolgen die Interessen ihres Standes durch Schaffung einer besseren Ausbil­dung und durch Bemühungen, eine allgemeine Pensionsverficherung für den gesamten Privat- forstbeamtenstand zu schaffen. Während an der Erreichung des letzteren Zieles noch unentwegt gearbeitet wird, hat die Verbesserung der Aus­bildung bereits greifbare und nützliche Resul­tate gezeitigt.

Nachdem schon in den Jahren 1905/06 För­sterprüfungen, d. h. Prüfungen für den Forst- schutzdienst, abgehalten werden konnten, an wel­chen sich bis jetzt insgesamt 140 Forster beteiligt haben, sollen wiederum in den Monaten Juni und Juli 1907 solche Prüfungen an verschie­denen Orten Deutschlands abgehalten werden. Die Forstbeamten, welche sich dieser Prüfung zu unterziehen geoenken, babeit ihre Anmeldung

torfer Beifügung von Lebenslauf, Zeugnis­abschriften und einer Beschreibung des Reviers, auf dem sie tätig sind, an den Vereinsvorsitzen­den, Forstmeister Eulefeld, Lauterbach (Hessen), spätestens bis zum 1. Februar 1907 einzureichen.

Der größte Erfolg desVereins für Privat­forstbeamte" ist aber die Schaffung einer aus eigenen Mitteln errichteten Forstlehrlingsschul: zu Templin (Uckermark). Der erste Schulkursus hat int Herbst v. I. begonnen und schließt im I Juni 1907. Anmeldungen zur Aufnahme für I das neue Schuljahr vom 1. Juli 1907 bis Ende I Juni 1908 haben bis zum 1. März 1907 zu er- I folgen unb finb an ben Anstaltsleiter, Ober- I förfter Jacob in Templin (Uckermark), zu rich- I ten. Augenblicklich wird die Forstlehrlingsfchule I von 43 Schülern besucht, und eine höhere Anzahl I von Zöglingen kann auch für das nächste Jahr I nicht zugelassen werden. Wer sich im übrigen für I die Zwecke unb Ziele desVereins für Privat- I forstbeamte" überhaupt interessiert, lasse sich von I dessen Geschäftsstelle zu Neudamm eine Bro- | schüre, umfassend Vereinssatzungen, Schul- I satzungen und Prüfungsordnung, gegen Einsen- I düng von 30 Pfg. in Marken kommen. Jeden- I falls sollte kein deutscher Privatforstbeamtsr I versäumen, sich dem für seinen Stand so erfolg- I reich wirkenden Verein als Mitglied anzuftstie- I ßen. Auch den Herren Waldbefitzern sei ans I Herz gelegt, zur Förderung der Ausbildung der I Beamten wird auch die Wirtschaftsführung im I Walde g>'l oben: ihre Vertretung in der Ver- I einsverwaltung wird durch sieben von den I Waldbesitzern selbst gewählte Eroßgrundbefitzer I ausgeübt. I

Ist bae Reh den Wintersaaten schädlich?

Der Erenzbote" in Freudenheim bringt über dieses Thema folgende beherzigenswerte Aus­führungen, die zwar jedem erfahrenen Jäger und Heger bekannt sind, aber gar nicht genug in Laienkreifen: Bekanntlich ist es eine Eigentüm­lichkeit des Rehwildes, beim Eintritt des Win­ters sich in Sprünge zusammen zu tun und unjer- tags oder abends auf kurze Zeit in die in der Umgebung der Waldungen gelegenen Felder zu ziehen Die Aesung des Rehes ist eine vielseitige, bestehend aus Wald- unb Wielsrtträutern, Eicheln, Buckeln, verschiedenen Pilzarten, wil­dem Obst, Beeren, den Trieben und Knospen unfcT(,r Laub- unb Nadelhölzer. Auf den Fel­dern sucht das Reh die Wintersaaten auf, äst dieselben teilweise ab und tritt auf ihnen herum. Der Landwirt, welcher unser Rehwild bei dieser Täffgkeit beobachtet, glaubt oftmals den Ertrag der mübevoll bestellten Felder in Gefahr und verwünscht Rehe und Jagdbesitzer in die tiefste Hohle. Damit tut er aber sehr unrecht! Denn es ist erwiesen, dass gerade diejenigen Winter­saaten, welche von den Reben besucht wurden, bei der Ernte einen ausserordentlich iippiaen Bestand zeigen. Das rührt davon her, daß die durch die Rehe eingetretene Saat gegen das Auswintern geschützt ist und dass ferner durch das Abäsen der Spitzen der Halme das Wachstum angeregt wird. Die Probe darf ieber Landwirt selbst anstellen. Auf den grossen Gütern in Norddeutschland kann man die Rehe zu Hunderten abends auf den Saaten sieben sehen und wird aus diesemErunde nicht ein Stück angeschossen. Ein tatsächlicher Schaden wird dann entstehen, wenn im Sommer die Rehe in der Frucht liegen, um sich gegen In­sekten zu sckützen. oder wenn fie zur Samenzucht bestimmte Kleeäcker abäken. Im allgemeinen hat also das liebliche Rehwild noch volles Recht auf Wohnung in den landschaftlich so schönen Wal- dunaen der ..Schwäbischen Alb" und sollte sich der biedere Blbbewohner die angeborene Freude an Natur und Wild nickt durch die da und dort austretenden verhetzten Cckreier trüben lassen, um so weniger, als diese Schreier meist be­stimmte, wenig lautere Absichten verfolgen. Wenn ab und zu auch ein kleiner Schaden sich nachweisen lässt, so ist doch zu bedenken, dass' die derzeitigen hohen, vielfach äusser allem Ver­hältnis stehenden Jagdpacht-Erlöse jedem ein- zlnen Gemeindebürger zuanie kommen und feine Steuerlast erleichtern. Der Sinn für Natur und Wild veredelt den Menschen, mag er Städter oder Bauer fein, und es wird wohl niemand die Zeit herbeiwünschen, wo unser der Vogelwelt und des Wildes beraubte Wald dem Menschen eines 1kläglichsten Armutszeugnisse ausstellt.

Der Nährwert der Früchte.

Um den Nährwert der Früchte und die Kosten einer vorwiegend aus Vegetabilien bestehenden Nahrung festzustellen, sind in den Vereinigten Staaten Versuche angestellt worden, deren Er­gebnisse in einem Bulletin des landwirtschaft­lichen Staatsdepartements veröffentlicht worden sind. Der Speisezettel, durch den die gemischte Kost ersetzt wurde, bestand aus Aepfeln, Bana­nen, Orangen, Datteln, Honig, Olivenöl, Man­deln, Pinien und Walnüssen. Es stellte sich heraus, daß bei einer solchen Ernährung eine erhebliche L.cnge Eiweißkörper und Wärmeein­heiten an Energie pro Tag gewonnen werden konnten, sowie daß die Kosten einer solchen Er­nährung gering waren. Trotzdem tun diese Ver­suche nur dar, daß Früchte ein sehr zweckmäßiges Nahrungsmittel sind und nicht nur als am gen-hme Beigabe angesehen werden sollten, aber nicht, daß fie eine gemischte Ernährung zu er­setzen imstande sind. Will man den Nährgehalt der gemischten Kost, die auch Fleisch enthält, durch Pflanzennahrung, insbesondere Früchte, ersetzen, so muß man sehr große Mengen jener Nahrungsmittel verzehren, was zweifellos Nach­teile für den Organismus mit sich bringt. So­mit haben die amerikanischen Experimente keine neue Erkenntnis zutage gefördert, aber doch einen Beitrag zur Ernährungsfrags geliefert, und die Unhaltbarkeit vegetarischer Grundsätze

sufs nette dar getan. Die vegetarische «ost ran«' unter Umständen sehr zweckmäßig fein, wird aber die gemischte Kost niemals verdrängen können, solange die Beschaffenheit des menschlichen Ä3t»i pers dieselbe bleibt.

Gebratene wilde Enten.

21m ibe Enten schmecken in sehr vielen Fällen tranig, was von der aus allerlei Wassergetier bestehenden Nahrung herrührt. Deshalb sind auch die auf Wiesen groß gewordenen jungen Enten, ehe sie im Sommer ihre Wanderung nach ben Flüssen und Seen angetreten haben, besser. Nm den tranigen Geschmack der Enten zu ver­treiben, hat man verschiedene Mittel. Z. B. steckt man eine Zwiebel und ein Stück Hering unmittelbar vor dem Braten in die Ente. Ein anderes Mittel besteht darin, daß man die Ente, nachdem sie ausgeweidct und trocken ist, mit Erbsen fülle. Diese sollen den widerlichen Ge­schmack ausziehen. Vor dem Braten nimmt man^ die Erbsen wieder heraus. Vielfach ist es auch üblich, der wilden Ente, bevor man sie brät,, diq Haut abzuziehen und sie dann zu spicken. Beim! Braten übsrbrüht man sie mit Vt Liter heißem Wasser und läßt sie dann in 1Ihst Stundent je nach der Größe, braun werden. Das Ucberi gießen mit der Brühe ist immer zu wiederbolen- das abgedunstete Wasser muß dabei ergänzt werden. Ist die Ente gar, so wird sie auf eine« heißen Sckisssel angerichtet; die Sauce erfährt mit verrührtem Kartoffelmehl eine kleine Bin­dung. Wilde Enten können auch in einem Topft geschmort werden.

Blumenkohl.

Man sollte den Blumenkohl immer unbedeckt kochen unb er sollte bis zur Essenszeit im Wasser aufbewahrt bleiben, sonst riskiert man bas Braunwerden desselben. Im Keller aufbe-vahrt hält er sich am besten in Seidenpapier cinoe- wickelt.

Zur Verhütung des Einfrierens von Wasser­leitungen

wird folgendes Verfahren empfohlen: Man b« deckt die dem Froste ausgesetzte Rohrleitung mit einer dünnen, gleichmäßigen Schicht von Stroh, Sägespänen oder Gerberlohe. Hierauf gibt matt eine Schicht faustgroßer Stücke ungelöschten Kal­kes und darauf wieder eine dickere Lage irgend eines schlechten Wärmeleiters. Dis ersterivähnt« Schicht hat hauptsächlich den Zweck, die metal* lifche Rohrleitung vor der Berührung mit den» ungelöschten Kalk und damit vor einer etwaige» chemischen Einwirkung zu schützen. Eine der­artige Packung schützt den betreffenden Rohr­strang den ganzen Winter hindurch vor der Gei fahr des Einfrierens und dem meist hierdurch bedingten Bersten. Dasselbe Verfahren läßt sich auch anwenden, sobald es sich um das Auftaue» einer Rohrteilstrecke handelt, wenn man sich arch irgend welchen nicht einer freien Flamme b« dienen will oder kann. Man braucht nur bei Rohrstrang mit ungelöschtem Kalk zu umoebeij und diesen mit Wasser zu bespritzen.

Europäisch« Waldbäume in Japan

Es wohl längst bekannt, daß Japan euro­päische Kultur und Wissenschaft sich in hoheni Maße angeeignet hat, und daß Deutschland unH Oesterreich hierbei in vielen Fällen sein Lehrt meister mar. Wie groß der Einiluß Oesterreichj und Deutschlands in der Forstwirtschaft ist, dij in beiden Staaten in hohem Grade entlaufe» ist, bafür mag nicht nur der eifrige Besuch un) ferer Universitäten unb Hochschulen für Vodeni kultur durch Japaner sprechen, unb die Tatsache! daß auf der Universität in Tokio in den Forstz wirtschaften teilweise Deutsche und Oesterreiche» lehrten und noch lehren, sondern auch der Aich stand, daß in Japan bereits Anbauversuche mH europäischen Waldbäumen gemacht wurden. Oft gleich Japan sehr reich an Nadelbölzern ist. ss gibt es doch Gegenden, wo die Kultur mit bei einheimischen Nadelbölzern mißlingt, nicht eitni wegen zu schlechten Bodens, sondern hauptsäch lich wegen des Klimas. Da versuchten nun di« Japaner europäische Nadelhölzer eintubürgeq unb hatten dabei großen Erfolg. Speziell i< Jezu ober Hokkaido, wo die einheimischen Kie^ fern, Japans Schwarzkiefer, nicht gedeiben, zei' gen unsere Weißkiefer und Schwarzkiefer eit recht erfreuliches Wachstum und bilden bereit« größere Bestände. Auch unsere Fichte wird tf Japan kultiviert und verspricht einen guten Ep folg. Für diese Bäume hat uns Japan cinigj Waldbäume gegeben, wovon besonders die japaj nische Lärche, die die europäische an Raschwück' siakeit übertrifft, zu erwähnen ist.

Humoristische Ecke. *

Benutzte Gelegenheit. 6iub:r.t: So, du bist diesen Sommer hierher versetzt wor-, ben? Onkel (Bahnbeamter):Ja, zur Aus­hilfe!" Student:Das paßt sich gut. Da kannst du vielleicht auch mir aushelfen und zwar mit fünfzig Mark!"

Der Lebensretter. Junger Männl Ja, die Hunde sind treue Tiere, einer hat mit einst das Leben gerettet. Junge Dame:A<L erzählen Sie nur bitte, bei welcher Gelegenheit das wo.r! Junger Mann:Ich hatte keineq Pfennig Geld mehr unb wollte mich erschießessj da habe ich ihn für 50 Mark verkauft."

Verantwortlich für die Redaktionr Dr, Johannes Otto in Marburg,^