Oberhessischen Zeitung in Marburg.
Sonntag, den 13. Januar
Besuch der landwirtschaftlichm Wiuter-
schnlen im Winter 190C>|07.
Mit Beginn des diesmaligen Schuljahres «st den bisherigen 6 Winterschulen eine neue. Kritzln r, hinzugetreten, welche von der Landwirtschaftskammer unter Mitwirkung des Kreises erricktet wurde. Die Zahl der Schüler, welche die 6 alten Schulen im laufenden Winter »esnchen, beträgt 201 gegen 225 im Vorjahre.
Schule in Fritzlar hat ihren ersten Lehr- kursns mit der stattlichen Anzahl von 40 Schü- lern eröffnet, welche, bis auf zwei, sämtlich auch Im Kreise Fritzlar beheimatet sind. Auf die einzelnen Schulen verteilen sich die Schüler in fol- jgender Weise:
im 1. Winter im 2. Winter Hospitant, zusam.
Fritzlar
40
—
—.
40
Fulda
34
9
, 4
47
Delühausen
10
7
HS?-' —
17
Hofgeismar
23
17
.MK —
40
Marburg
18
20
■ !> - - ____
38
toelfungc-t
15
9
——
24
RoKnberg
19
16
—
35
159
78
4
214
Im vorigen Winter stellte sich der Schülerbesuch in Fulda auf 59, Gelnhausen 18, Hofgeismar 51, Marburg 42, Melsungen 25 und Rotenburg 30. Es haben demnach die meisten Schulen ‘einen Rückgang in der Cchülerzahl zu verzeichnen. welcher bei einzelnen derselben recht em- xfindlich ist. Rur die Schule in Rotenburg weist 'eine Zunahme der Schüler auf.
Nach der Herkunft verteilen sich die Schüler .auf folgende Kreise, Provinzen und Länder: Kreis Kassel 20
„ Eschwege ....... 2
„ Frankenberg ...... 3
„ Fritzlar ........ 44
„ Fulda ......... 15
„ Gelnhausen ....... 10
„ Gersfeld ...... 5
Hanau 5
T} Hcrsseld ........ 11
„ Hofgeismar ....... 9
„ Homberg ........ 11
„ Hünfeld ........ 10
„ Kirchhain ........ 8
„ Marburg ...*.♦ t 11
„ Melsungen . ......11
„ Rinteln (Grafsch. Schaumburg) 21
„ Rotenburg ....... 5
„ S hliichtern ....... 5
„ Witzenhausen ...... 2
* Wolfhagen ....... 7
„ Ziegenhain , ......5
Provinz Hannover ........ 15
„ Westfalen ....... 2
„ Sachsen ........ 1 Rheinprovinz ......... 1 Ausland (Rußland) . « . . . . . 1
Zusammen 241
Aus dem Regierungsbezirk Cassel entstammen nach dieser Aufstellung 220 Schüler, aus anderen preußischen Provinzen 10 und aus Waldeck und dem Ausland je ein Schüler.
Vori der Laudwirlschaftskammer.
In der letzten Vorstandssitzung der Land- wirtschaftskammer für den Reg.-Bez. Cassel wurde beschlossen, an den bisherigen Landwirt- schafisminister v. Podbielsky eine Dankadresse zu senden. Die Adresse hat folgenden Wortlaut: Euer Erzellenz habe ich di eEhre im Namen und im Auftrag des Vorstandes der Landwirt- seyaftskammer für den Regierungsbezirk Cassel dessen schmerzliches Bedauern auszudrücken, daß Euer Exzellenz sich durch die Rücksicht auf körperliches Befinden veranlaßt sehen mußten, von dem Amte zurückzutreten, dessen jahrelange segensreiche Leitung Euer Exzellenz das Vertrauen und die Dankbarkeit aller Landwirte erworben hat. Der Vorstand benutzt die Gelegenheit seiner ersten Tagung nach Euer Erzellenz Demission, um diesem Danke, indem er sich eins weiß mit der Gesamtheit der hessischen Landwirte, wärmsten Ausdruck zu geben. Euer Exzellenz klare Erkenntnis der wirtschaftlichen Notlage, die freimütige Festigkeit, mit der Euer Exzellenz die Interessen der Landwirtschaft vertreten haben, für dieselben eine wirtschaftliche Position erkämpft, von der es möglich erscheint, wieder mit einigem Vertrauen in die Zukunft zu schauen. Das wird Euer Exzellenz allzeit un- »ergessen bleiben! Möchten Euer Exzellenz in 'dem Bewußtsein dieser Dankbarkeit einiger
maßen Entschädigung finden für die Kränkungen, welche Euer Exzellenz durch die maßlosen Angriffe und die gehässigen Verdächtigungen von gegnerischer Seite zu teil geworden sind. Mit dem Ausdruck des Dankes verbinden wir die wärmsten Wünsche für eine recht baldige Genesung Euer Exzellenz und hoffen zuversichtlich, daß Euer Exzellenz bald wieder teilnehmen können an der Verteidigung des glücklich Erreichten, um es zu festigen und auszubauen zum Segen des gesamten Vaterlandes, v. Stockhausen, Vorsitzender.
Landwirtschaftliches.
Genossenschaftswesen.
Dem hessischen Verbände der landwirtschaftlichen Genossenschaften sind nach dem vorliegenden Jahresberichte im Jahre 1905 neu beigetreten 17 Genossenschaften mit 665 Mitgliedern. Der heutige Stand beträgt: 3 Zentra'mschästs- anstalten, 391 Spar- und Darlehnska >en, 170 Vezugsgei'.ossenschaften, 32 MoKsreigenossen- schasten, 20 Winzergenossenschaften, 29 sonstige Genossenschaften, zusammen 645 Genossenschaften mit 65,103 Mitgliedern. Die Spar- und Dar- lehnskassen haben 1905 einen Gesamtumsatz von 158952 952 Al; die Aktiva betrugen 97 399 ß2 .Al, die Passiva 98 803 954 Al, der Gewinn 601 600 Al, der Verlust 6372 Al; der Reservefonds und die Vetriebsrücklage ist auf 2 825 982 Al angewachsen, das Geschäftsguthaben der Ge- nossep beläuft sich auf 3 275 075 Al, die Ver- waltungslosten betrugen 351995 Al, die Mit- gliederzabl 15 941. Bei der Bezugs- und Absatzgenossenschaft betrug der Wert des Eesamtwaren- bezugs 3 841587 die Gesamtaktiva beliefen sich auf 2 237 762 die Passiva auf 2 187130 Al. als Gewinn ergaben sich 56 488 Al; die Verwaltungskosten betrugen 103 733 Al, die Mitalieder- zahl 11831.
Düngung für Kartoffeln.
Nach einer Mitteilung im praktischen Ratgeber ist das Knochenmehl ein ausgezeichneter Dünger für Kartoffeln. Das Knochenmehl soll aber nicht, wie es sonst wohl geschieht, auf den Boden der Pflanzgruben gestreut werden, sondern es wird erst die Kartoffel gelegt, etwas Erde darauf geworfen, und hierauf das Knochenmehl gestreut und mit Erde bedeckt. Interessenten wird die Nummer mit diesem Artikel vom Geschäftsamt des praktischen Ratgebers im Obst- und Gartenbau in Frankfurt a. O. auf Wunsch bereitwilligst kostenlos zugeschickt.
Obst- und Gartenbau.
Der deutsche Obstbau.
Wer jemals im Frühjahr zur Zeit der Obstblüte, oder auch im Herbste, wenn die reifen Früchte an den Obstbäumeu bangen, das am linken Elbufer liegende, so reich gesegnete ..Alte Land" oder eine andere Obstgegend sz. B. in Württemberg oder im Nordosten der Schweiz rc.) besucht hat, wird Zaucher unbedingt recht geben, wenn er sagt: „Wie lieblich sieht eine Landschaft im Frühling mit ihren im Bliitenflor stehenden Obstbäumen aus und wie herrlich im Herbst mit den prangenden Früchten an den Bäumen! Sie sind es, welche dem Lande den Charakter und den Namen eines Gartens geben, denn ein solcher Anblick entzückt jedermann und präat sich unvergeßlich ei tu" Aber nicht nur zur Zierde gereichen die Anpflanzungen von Obst einem Lande, es ist, was Deutschland betrifft, wie Behre in Schmollers „Jahrbuch" zutreffend ausführt, hier noch ein großer landwirtschaftlicher Schatz vergraben, und große Summen, die wir heute dem Auslände zuwenden, könnten durch verständige Obstzucht Jahr für Jahr der deutschen Landwirtschaft erhalten bleiben. Vielerorts beruht es ja lediglich auf Unkenntnis und Vorurteil, daß man bei uns dem Obstbau aus dem Wege geht. Wenn z. B. die amerikanischen Aepfel bei uns in großen Mengen eingeführt werden, so ist dazu zu bemerken, daß unsere heimischen Aepfel durchschnittlich viel feiner sind, wie die amerikanischen. Freilich ■ unsortierte Aepfel, die also neben tadellosen Früchten ver- schrumpfte oder wurmstichige Exemplare enthalten, darf man den Konsumenten nicht liefern! — Daß cs keineswegs klimatische Ursachen sind, die die verhältnismäßige Obstarmut Norddeutschlands gegenüber dem mittleren und südlichen Deutschland bewirken, geht u. a. daraus hervor, daß das im allgemeinen obstarme Norddeutschland mehrere Striche enthält, die zu den obstreichsten Deutschlands zählen. So steht z. B. der Kreis Jork (das „Alte Land") im Regie
rungsbezirk Stade, der durch seine ausgezeichneten Aepfel, Birnen, Kirschen und Zwetschen berühmt ist, mit einem Bestände von 1066 392 Obstbäumen oder 6600 Stück auf 1 Quadratkilometer an Obstdichtigkeit an der Spitze aller deutschen Verwaltungsgebiste. Ebenso haben nicht nur alle größeren norddeutschen Städte ausgedehnte Obstbaugebiete innerhalb ihrer nächsten Umgebung, sondern es ist auch in manchen Gegenden eine rationell betriebene und ausgedehnte Obstzucht vorhanden. — Trotz einer an sich quantitativ genügenden Obstproduftion im eigenen Lande ist Deutschland bekanntlich ein wichtiges Einfuhrland für ausländisches Obst. Dabei ist eine stets wachsende Nachfrage zu erkennen. Die Schuld hierfür liegt wesentlich daran, daß die deutschen Obstprodrnenten nicht genügend marktfähige , d. h. gleichmäßige, gut behandelte und avpetitlich aussehende Ware liefern. Stammen doch z. B. auf dem anlvruchs- vollen und noch in fast unbegrenztem Maße aufnahmefähigen Berliner Markt nur 15 Prozent des gelieferten Obstes aus Deutscbland. Daraus aber ergeben sich deutlich die Wege, die die deutsche Obstproduftion einzuschlagen hat, um die großen Summen, die heute für Obst in Ausland fließen, dem nationalen Wirtschaftsleben zukommen zu lasten.
Das Waschen der Pflanzrnwurzeln-
ist besonders heilsam, ehe man dieselben in neue Töpfe, Kästen oder Beete umpflanzt. Ein erprobter Gartenfreund schreibt hierzu: Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht und kann allen Gartenfreunden nur raten, mein Experiment einmal zu probieren. Ich nehme die Pflanze aus ihrem alten Standort, schüttele die Wurzeln vorsichtig, setze sie dann einige Stunden in Wasser, wo sie sich ganz reinigen und zum Teil auch entwirren, und bringe sie bann erst in die frische Erde. Besonders auch beim Teilen von Wurzeln habe ich diese Behandlung angewendet und kann berichten, daß mir von etwa zehn Neupflanzungen höchstens eine versagt hat. Bei Tropfgewöchsen, wo das Gefäß zu klein erschien, und die Pflanze anfing zu verkümmern, habe ich die Wurzelwaschung gleichfalls versucht, und das Gewächs bann wieder in denselben Topf eingesetzt. Einige Tage schien die Pflanze zu kränkeln, wie sich dies nach jedem Umpflanzen zu zeigen pflegt, dann aber erholte sie sich schnell und gedieh mit neuer Kraft. Vielleicht find meine Erfahrungen nicht maßgebend, aber cs wäre mir interessant, wenn sich vielleicht noch jemand damit beschäftigen und seine Resultate mitteilen wollte.
Amerikanischer Obstkonservenschwindel.
„Fleischkonserven — so wurde der bekannten englischen Zeitschrift ..Saturday Review" vor kurzem von einem Sachkenner aus Los Angeles in Kalifornien geschrieben, — find nicht die ein- ziaen aus Amerika eingefübrten Nahrungsmittel. deren Verwendung zu beanstanden ist. Ich weiß aus meiner mehr als neunjährigen Tätigkeit in der Frucht- und Gemüsekonservenindu- strie an der pazifischen Küste, daß diese Fabrikate keine-weas das sind, was sie äußerlich zu sein scheinen. Die raffiniertesten Chemikalien werden in großen Mengen zur „Behandlung" und zum Färben von Mlanmen, Anrikofen und anderen getrockneten Früchten verwandt; besonders verwerflich ist i-doch die bekannte Braris, alte, schon viele Jabre lagernde Obstkonserven einfach umzuetikettieren, und sie als Er-eugniste der letzten Ernte auszugeben. Wir wissen alle, was wir von der sogenannten Carantiebescheinioung der ..amtlichen" Jnfneftoren zu halten haben. Diese Leute find schlau berechnende Politiker, die ohne iede bervsliche Qualifikation ihr Amt lediglich dem Einfluß einiaer Senatoren oder Konareßleute verdanken. Jbr Streben gebt lediglich dahin, möglichst ibr Schäfchen insTrockene zu bringen, solange ihre (Benner sich noch in Amt und Würden befinden." „Wenn deshalb." so heißt es weiter in der genannten Zeitschrift — „die fremden Länder, welch» amenfantMie Erzeugnisse dieser Art bei sich führen, sich vor diesen Uebelständen schützen wollen, dann können sie es nur dadurch, daß ste selbst Aufsichtsbeamte anstellen, denen die Ueberwachung der für den Export arbeitenden amerikanischen Fruchtkonservenfabrikation obliegen und die die Reinheit und Frische der ausgefübrten Erzeugnisse zu bescheinigen haben würden." Soweit der offenbar gut einaeweibte Gewährsmann der „Saturday Review". Mir fürchten indessen, daß sein Vorschlag, die Importländer möchten durch eigene Beamten an Ort und Stelle bfe Herstellung und den Versand der amerikanischen Nahrungsmittelkonserven überwachen lassen, wenn überhaupt,
1907
so doch nur sehr schwer durchführbar sein wird. Das beste und radikalste Mittel, um sich vor der amerikanischen Schwindclfadrikation zu schützen, ist und bleibt, da die nachträgliche chemisch« Untersuchung in den meisten Fällen versagt, diq Einfuhr ganz und gar zu verbieten. klebrigen» wollen wir nicht unerwähnt lasten, daß ai’djl Deutschland ein großes Interesse daran hat, daß den amerikanischen Fruchtkonservenschwindlern endlich einmal ihr verwerfliches Handwerk gelegt wird. Zum Beispiel ist, um nur einige Ziffern zu nennen, im Jahre 1905 allein für* 17,6 Millionen Mark getrocknetes Obst gegenüber 11,8 Millionen Mark im Jahre 1900 aus Amerika nach Deutschland eingesübrt worden. Es kann aber nicht zweifelhaft sein, daß auch dieses getrocknete Obst zum großen Teil eben dieselben bedenklichen Eigenschaften besitzt, die uns der Gewährsmann bet „Saturday Review" soeben geschildert hat.
Fischzucht.
Prcrsschrift über Schleienzucht.
Bei der hervorragenden Bedeutung, welche die Schleie seit Jahren für den Produzenten sowohl als auch für den Händler erlangt hat, hielt es der Verein deutscher Teichwirte für angebracht, einen Preis für das beste Werk über] Schleienzncht auszuschreiben. Die Schrift des Fischmeisters Herrn C. Stropahl - Neustettiw wurde preisgekrönt. -
Das in jeder Beziehung vorzüglich ausqestat- tete Werk erfüllt alle Ansprüche, welche die Interessenten daran stellen können, in höchstem' Maße. Es enthält ausführlich und in leichh verständlicher Svrache die Grundsätze der Schleienzucht, auf denen dann die weiteren ge4 winnbringenden Maßnahmen dieser Zucht aus» gebaut werden.
Hervorzuheben ist, daß das Werk nicht nuri größere Teiche, sondern auch die Kleinteichwirtschaft. Dorfteiche, Tümpel ufro, dann aber auH Seewirtschaft eingehend berücksichtigt. Das Werk, ist also durchaus geeignet, den weitesten Anforderungen in jeder Beziehung zu genügen. Aus. dem Inhalte seien kurz nur folgende Haupttitelj genannt: Naturgeschichte der Schleie; schädliche' und nützliche Tiere für die Schleienzucht, ferner Pflanzen; Beschreibung der Schleienteiche, ihre Anlage und Bewirtschaftung; Zucht der Schleies Schleie in nichtablaßbaren Gewässern; Neben-- fische; Ernährung und Fütterung; Abfischen;! Transport; Winterhaltung ufro.
Die einzelnen Kapitel sind mit vorzügfta;en Abbildungen und Tafeln ausgestatte, so daß die Stropahlsche „Schleienzucht" wie kaum ein zweites Werk bas Interesse nicht nur bei Grcßteich-' wirte und Seenbefitzer, sondern vor allem auch' der Kleinteichwirte, der Besitzer Und Pächter! kleiner Dorfteiche, Torfgxuben, Tümpel usw. tn: höcbstem Maße verdient.
Diese Preissckrist des Vereins deutscher Teichwirte ist zum Preise von 2,50 Al gegen Einsendung des Betrages durch feine Geschäft^este in' Werbelin bei Zschortau, Bezirk H. a. S., porto-» frei zu beziehen.
Lachsfang in bet Weser.
In diesem Herbst f'-'-nn der Fang der h- lachse am 18. Oktober iu.d wurde bis zum 8. Dezember fortgesetzt. Der Lachsaufstieg war während dieser Zeit recht gut, und der Fang war! daher sehr ergiebig. Insgesamt wurden nach dem „H. C." 824 Laichlachse gefangen und zwar' 500 MilSner und 324 Rogener. Diese lieferten annähernd drei Millionen befruchtete Eier. Da-, von wurden 1545 000 Stück der Brutanstalt in Hemeringen zur Erbrütung überwiesen, 41ü LuO. Stück wurden in der Brutanstalt Schliekers-, brttnnen bei Hameln untergebracht, und je! 200 000 Stück wurden an die Brutanstalten in Lingen und Bienenbüttel abgegeben. 5icr werden die Eier erbrütet und zum Teil im Stadium^ der Augennunkte an andere Brutanstalten inv Weser-, Elbe- und Em«--"Get abgegeben. Di«j junge Brut wird im Frühling in bfe Nebenflüsse und Bäche bet Weser ausgesetzt. Wie schnell die- Lachse in der Oberweser aufsteigen, kann man! daran erkennen, daß von einer Anzahl durch, Plomben gezeichnete Lachse, die dem Wasser ober-' halb des Wehrs bei Hameln zugeführt wurden, schon nach vier Tagen ein Exemplar in Hann, Münden gefangen wurde.
Blumenzucht.
Zu ben herrlichsten Schmuckpflanzen unserer Parks und (Sorten
gehören die Alpenrosen (Rhododendron). Bisher war die Ansicht verbreitet, daß diese präch«