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MchsW ZeilNß mit dem Kreis-Latt für die Kreise Marburg und Kirckkaiu __________ SonuLaaZbeilaae: AVZrkLrLetes J J

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Marburg Erscheint wöchentlich sieben mal.

Mittwoch, 12. Dezember 1906. «-»9.

Zweites Blatt

mit dem zeigte 40

als Er«

. *4 Mardorf, 10. Dez. Am Samstag wurde der älteste Einwohner der Eemeinde, Landwirt

t * Ka?tf frühzeitig ein! Die Tage vor Weih- . nachten bilden für alle Geschäftsangestellten Tage angestrengtester Tätigkeit. Für sie ist Weihnachten vielfach nur eine notwendige Ruhepause, um die erschöpften Kräfte zu sam­meln. Darum sei allen, speziell den Hausfrauen, ' dringend ans Herz gelegt, mit den Einkäufen nicht bis zum letzten Moment zu warten. Der . Andrang ist gerade in den letzten Tagen ein be­ängstigend starker und um allen Wünschen ge­recht zu werden, bedarf es oft der doppelten, ja dreifachen Arbeitsleistung der Verkäufer. Darum erleichtert jenen ihr Los, kauft frühzeitig ein im eigenen Interesse sowohl wie dem aller Ee- ichäftsangestellten.

* Stadttheater. Die Proben zu Th. Birts .neuem DramaDer Erstgeborene" sind in vol­lem Gange und lassen noch mehr wie beim Lesen die starke Wirkung des hochinteressanten Werkes voraussehen. Reflektanten auf Sitzplätze in der jPremiöre werden gut tun, sich sofort umzusehen, ,da bald nur noch Stehplätze zu haben sein «eiben.

3 Warnung! Seit Jahresfrist wird in Deutschland die leider zu vertrauensselige Ve- vöLerung der mittleren und unteren Stände durch ein Spiel unterhalten und ausgebeutet, das nach der Art seiner Mache und Verbreitung als äußerst gemeingefährlich und verwerflich be­zeichnet werden mutz. Es ist dies das durch den massenhaften Vertrieb kleiner und allerkleinster Losanteile und Nummerscheine weitverbreitete, mit schweren Verlusten verbundene Serien- und Prämienlos-Gesellschaftsspiel. Dieses unseligste aller Spiele, das betreffs der ehrlichen Hand­habung seitens der Veranstalter jeder Kontrolle durch die Spielbeteiligten seiner ganzen Einrich­tung nach entzogen ist und ein blindes Ver­trauen erfordert, wird zum Teil durch verlogene, sorgsam auf Täuschung berechnete Anpreisungen und Prospekte, die sich in übertriebenen Ee- I winnverhsißungen nicht genug tun können, von I Amsterdam, Arnheim und anderen holländischen I Städten aus direkt eingeleitet; zum größten | Teil aber liegt der Bauern- und Gimpelfang in I den Händen ehr- und gewissenloser deutscher I Männer in deutschen Städten, welche von den | holländischen Unternehmern als ständige Ver- I treter angestellt sind und diesen gegen gute Ve- | Zahlung die deutschen Opfer zuführen. Neben I diesen im Solde der Holländer stehenden Wer- I bern haben sich nach und nach in Deutschland, I speziell in Lübeck, Hamburg, Kiel, Braunschweig, I Cassel, Frankfurt a. M., Trier, Lörrach, Lot- I stetten und an anderen Orten unzählige offen- I u -d geheimtätige Loshändler und Spielbankiers I meist deutscher Abstammung festgesetzt, welche die I Ausplünderung ihrer Landsleute auf eigene I Rechnung betreiben und die ausländischen Be- I träger an Gewissenlosigkeit und Raffinement I meist übertreffen. Das Gebühren fast all dieser I fieuce, der ganze ungeklärte Geschäftsbetrieb der- I selben basiert auf Schein und Lug und Trug, auf I falscher Vorspiegelung und bewußter Täuschung I nnb kann vor der Beteiligung an derartigen I Serienlosgesellschaften nicht genug gewarnt I werden. " I

Hochschulnachrichten.

X Die Technische Hochschule zu Ber­lin zählt in diesem Winterhalbjahr 2375 Stu­dierende, 260 weniger als im Vorjahre und 18 weniger als im Sommer. Nach den Heimatver­hältnissen stammen: aus Preußen 1653 Studie­rende und 176 Hörer, aus den anderen deut­schen Bundesstaaten 380 Studierende und 45 Hörer, aus den übrigen europäischen Staaten 319 4-19. Obenan steht Oesterreich-Ungarn mit 106 Studierenden; Rußland folgt mit 76 Studierenden und 8 Hospitanten, Rumänien mit 45, Norwegen mit 20 Studierenden, Ame­rika entsandte 12, Asien 11 Studierende und je einen Hospitanten.

X Hamburg, 8. Dezember. Dem Konsul Otto Schlick, Direktor des Germanischen Lloyds, ist von der technischen Hochschule in München für seine Verdienste um Schiffbau und SchiÜabrt durch Erfindung des Schifsskreisels zur Besei­tigung der Schlingerbewegunaen der Titel eines Dr. ing. honoris causa verliehen worden.

Vermischtes.

Ein lehrreiches Eeschichtchen. Von einem kleinen spaßhaften Erlebnis erzählt H. v. Zabel­titz in einem soeben in Velhagen u. Klasings Monatsheften veröffentlichen Artikel über Kre­felder Seide:Ich plauderte im Kontor eines der Krefelder Fabrikanten, und plötzlich sagte der Herr:Ihre Weste ist übrigens mein Er­zeugnis!" Ich schüttelte den Kopf und meinte wohl etwas verlegen:Das mutz doch ein Irr­tum sein. Denn ich we'tz zufällig genau, daß der Stoff in London gekauft ist." Da winkte der Fabrikant einen seiner jungen Leute, und we­nige Minuten darauf lag der Stoff im Stück vor mir:Ohne Zweifel hat Ihr Bekleidungs­künstler den Stoff in einem der ersten Londoner Geschäfte gekauft .. aber Sie sehen, mein Fabri­kat ist er dennoch!" Es geht unseren verorten Damen mit manchem anderen Stoff nicht an»

Marburg uub Umgtgend.

'(Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß § 18 de, Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe «Oberhess. Zig.' gestattet)

Marburg, 11. Dezbr.

* Universität. Zum außerordentlichen Pro­fessor an der Wiener Universität wurde ernannt Dr. Otto Loewi, Kgl. xreutz. Professor, Privat­dozent für Pharmakologie und Assistent bei Pro- .fessor Hans Meyer am pharmakologischen Jn- istitut. Prof. Loewi war früher Privatdozent »und Assistent des Professors Dr. Hans Horst Meyer an der Universität Marburg und folgte demselben nach Wien.

Das Avoummeut vuf dieObertzeffifche Zeitung", das größte, meistgelesenste und weit­verbreitetste Blatt Marburgs und der Umgegend kostet vierteljährlich nur 2-$ Mk. Inserate haben besten Erfolg.

. .. ...» ist von

einer in Frankfurt am Main wohnenden Frau Anzeige wegen Erpressung erstattet worden. Akwa verlangte von ihr 1000 dl und bedrohte sie, als sie sich weigerte, mit Totschlag.

I Hessen-Naffan und Nachbarg-chiete.

I Frielingen» 9. Dez. Grausam ums Leben ge- I kommen ist der Knecht Justus Eichmann aus I Heddersdorf. Er leitete einen Wagen mit etwa I 1000 Backsteinen von der. Schimmelpfengschen I Ziegelei nach hiesigem Ort. Kurz vor demselben I fiel Eichmann vom Wagen, geriet unter dessen I Räder und wurde über Brust und Hüften der- I art überfahren, daß der Tod auf der Stelle ein« I trat. E. ist verheiratet und hinterläßt eine I Witwe mit mehreren noch unmündigen Kindern. (Hersf. Ztg.)

I Hanau, 8. Dez. Nachdem die mit der Firma I Decker u. Co. in Berlin von der Stadt geführten I Verhandlungen wegen Erbauung einer elektri- I schen Straßenbahn in Hanau sich zerschlagen I haben, hat sich die Firma Hecker u. Eo. in Wies- I baden bereit erklärt, die Bahn zu bauen. Das I erforderliche Baukapital ist auf 460 000 dl I veranschlagt. Für später sind Linien nach aus- I wärts vorgesehen und zwar nach Erotz-Auheim I und Groß- und Klein-Steinheim.

I Frankfurt, 9. Dez. Ein hiesiger Kaufmann I hatte sich kürzlich verlobt. Acht Tage vor dem I für die Hochzeit bestimmten Tage erhielt er vom Vater seiner Braut die Mitgift in Höhe von

I 80 000 dl. Zwei Tage vor der Hochzeit machte I das junge Mädchen die Heirat rückgängig und | ihr Vater verlangte sofortige Rückzahlung der I Mitgift. Der Bräutigam erklärte aber, er habe I das Geld schon in seinem Geschäft feftgelegt und I sei jetzt nicht in der Lage, es zurückzugeben. Der I Ex-Schwiegervater hat nunmehr auf Heraus- I gäbe des Geldes geklagt.

Bon der Werra, 9. Dez. Ein schreckliches Un­glück hat sich gestern nachmittag an der Allen­dorfer Straße bei Niederhone ereignet. Ein ver­heirateter Mann namens Trübe aus Albungen war mit anderen an einem Maste der kürzlich eingerichteten elektrischen Leitung beschäftigt. Er ! kam den Drähten zu nahe und wurde von dem starken Strom derart verbrannt, daß er am gan­zen Körper schwere Brandwunden erlitt. Es I machte große Schwierigkeiten, ihn von den Dräh- I ten zu befreien. In schrecklichem Zustande wurde I er mit dem 2 Uhr-Schnellzuge in die Klinik nach j Göttingen gebracht.

... Darmstadt, 10. Dez. Das Eisenbahnromitee I für Grogfelda und Umgegend im Vogelsberg hat I der zweiten Kammer durch den Abg. Korell eine Petition überreichen lassen, in der es mit ein- I geyender Begründung bittet, bei der projektier- ten Bahn Ullrichstein-Mücke der Linienführung I von Ullr'.chstein über Erotzfelda nach Mücke den I Vorzug zu geben.

Soest, 8. Dez. Der wegen Raubmordes, be- I gangen am 1. d. M. bei dem Dorfe Kutmecke I on dem Gelegenheitsarbeiter August Luttgert aus Bielefeld, steckbrieflich verfolgte Uuch-Ar- I

Georg Adam Wickeroth, der im 80. Lebensjahre stand, zu Grabe getragen.

O Erotz-Sselhein?, 10. Dez. Bei der in hie­siger und Klein-Seelheimer Gemarkung abgehal­tenen Treibjagd des Offizierkorps des 11. Jäger­bataillons wurden trotz des regnerischen Wetters 108 Hasen erlegt. Bei der letzten Viehzählung war das Ergebnis: 95 Pferde, 667 Stück Rind­vieh, 600 Schafe, 665 Schweine. Der Erlös aus dem Eemeindeobst betrug 930,50 dl.

* Vöhl, 10. Dez. Man schreibt uns: Wie bereits mehrfach berichtet wurde, waren durch Mei nationalsoziale Handwerker Zwistigkeiten in die Innungen des hiesigen Bezirks getragen worden und von ihnen Anträge auf Auflösung der Innungen gestellt. Gestern fanden nun in Anwesenheit je eines Vertreters des Landrats und der Handwerkskammer die Generalversamm­lungen statt, in denen die Anträge auf Auf­lösung mit erdrückender Mehrheit gegen eine verschwindende Minderheit abgelehnt wurden. Hoffentlich ziehen nun die beiden National­sozialen, die auch Gegner der Fortbildungsschule sind, weil dort die Vaterlandsliebe gepflegt wurde, die nötigen Schlüsse und hören auf Un­frieden zu stiften.

)! ( Geismar, 10. Dez. Der seither in hiesiger Gemeinde angestellte Pfarrer Weinrich ist vom 1. Januar ab nach Nengershausen, Kreis Fran­kenberg, versetzt und der seither in Rengers- hausen angestellte Pfarrer Sommerlath ist an die Pfarrftelle in Geismar versetzt worden.

Richelsdorf, 9. Dez. Am Sonntag, den 1. Ad- gent, waren es 25 Jahre, daß Pfarrer Appel als Seelsorger in unserer Gemeinde tätig ist. Aus Anlaß des seltenen Jubiläums hatte es sich die Gemeinde nicht nehmen lassen, den Tag festlich zu begehen und den Jubilar durch allerhand Ge­schenke zu erfreuen.

Verhaftet. Der äußerst verwegene Hochstap- I ler und Einbrecher Will, der als Freiherr von Müller in Baden und in der Pfalz große Schwindeleien verübte, ist in Frankenthal feft* genommen worden.

Ein MLnzdiebstahl im Historischen Musen« Zu Düsseldorf ist in der Nacht zum 2. Dezember ausgeführt worden. Der Täter hatte sich on< Abend im Museum einschlietzen lassen und hin­ter einem Vorhang verborgen gehalten. In der Nacht hat er sich alsdann aus einem Fenster! auf die Straße herabgelassen. Die gestohlenen Münzen repräsentieren etwa einen Wert von 4000 dl. Es befinden sich darunter eine Anzahl Goldgulden und Dukaten verschiedener deutscher Länder aus dem 18. Jahrhundert, sowie auch römische Münzen. Von den Tätern hat man bisher noch keine Spur.

SachsenschLdel. Eine hübsche Szene aus den Flitterwochen eines dem Arbeiterstande ange­hörenden jungen Ehepaares wirb der ,Köln. Ztg." aus einem Städtchen des Sauerlandes be­richtet. Johannes und Marianne waren erst einige Wochen verheiratet, als aus gering­fügigem Anlaß sich der erste Zwist zwischen bei« den einstellte. Von Stund an ging Johannes ohne Gruß zur Arbeit, brummig und ohne Gruß kehrte er zurück. Mariannes fröhliches Lachen verstummte, dafür düstere Mienen, umflorte Augen. Innerlich wurden sich beide freilich bald klar darüber, wie töricht, ja kindisch ihr Ver­halten sei. Doch wer sollte das erlösende erste Wort sprechen? Eigensinnig hütete es jeder, ängstlich darauf bedacht, aus diesem ersten Streit als Sieger hervorzugehen, in der abergläubb schen Annahme, dadurch ein für allemal die häusliche Oberherrschaft an sich zu reißen. Ein freiwilliges Nachgeben war darum von keiner. Seite so leicht zu erwarten. Und fast gewann es den Anschein, als ob das Zusammenleben be« Paares ein stummes bleiben sollte, denn schon war die zweite kritische Woche angebrochen, ohne dan sich eine Wendung zum Besseren gezeigb hatte. Eines Mittags nun tritt Johannes, wir immer in letzter Zeit, ohne Gruß und trotzig et* hobenen Hauptes in feine Wohnung. Statt sich

beiter Ernst Fischer von hier, der sich seit der I bers; wer z. B. in den letzten Jahren die jetzt Mordtat fluchtig tn der Umgebung der Stadt I so beliebten Velours aus einem Pariser Hause SrTiSenft" b"Zog, kann ziemlich sicher sein, daß der Stoff er mit dem Getöteten in der Stadt an dem I nur durch den Zoll verteuert, aber das Mordtage gezecht hatte; auch ist er kurz vor dem I M nichts, denn er kam aus Paris! . ., Auffinden der Leiche auf dem Overbeckschen Ee- D Du lieber deutscher Michel wann wirst Du

! Höft (bie Mordstelle) gesehen worden und war I klug werden?"

dann geflüchtet. Der Leichnam des Ermordeten | Kleine Nachrichten. Gersheim (Pfalz), wurde nach der Obduktion einem Anatomischen 7. Dez. In der Nacht vom 2. auf 3. b. M.

Erwiesen. I wurde auf der Eisenbahnstrecke zwischen Herbitz«

Westerburg, 10. Dez. Kürzlich fand hier eine heim und Gersheim eine Schiene mit Unter« pk" besuchte Versammlung der Schuhmacher I lagsplatten und eine zweite Schiene mit mehre» rl*tej$urg und Umgegend statt. Es han- I ren großen Hartsteinen gelegt, um die Frühzüg« delte sich darum, daß die bisherigen Preise für I zur Entgleisung zu bringen. Zum Glück waren Schuhmacherarberten nicht irn Gin.lang stehen I diese betriebsgejührlichen Hindernisse von dem mit den gesteigerten Preisen der Rohware, sowie I diensthabendeii Bahnwärter noch rechtzeitig auch mit den Preisen wie sie letzt für fertige entfernt. Mannheim, 7. Dez. Nachdem Fabrikware gefordert werden. Darum wurde I erst am Mittwoch am Bauplatz der zweiten einstimmig, beschlossen, für sämtliche Schuh- I Neckarbrücke ein schweres Unglück vorgekommen macherarbeiten vom 1. D^ember 1906 ab eine I war, forderte heute nachmittag der Bau aber« Preiserhöhung von 10 Prozent eintreten.zu I mals ein Opfer. Die Leergerüste des rechtsiei- lassen. Zu Anfang des nächsten Jahres soll eine I tigen Betonbogens waren gestern abgelassen ^ite Versammlung einberufen werden, rn der I worden. Einer der Stützbalken, der sich dabei

311« eer. Drgctniftttton des Schuhmacher- I gelockert hatte, fiel heute nachmittag herab und M?«e kf«. r C?rW1x n -.., . . I zerschmetterte dem unten vorübergebenden Ar-

SErland, 9. Dez. Wahrend der I beiter Karl Friedrich Barth aus Wenzingen,

24 Aunden hat hier rm Sauerland ein I der bei der Tiefbaufirma PH. Holzmann u. Eie. /t"Aer Scyncefall geherrscht. I beschäftigt war, den Kopf. B e r I i n, 8. Dez. ? snaVe+c* Jairr darunter, die Elsen- | Der Kaufmann Richard Römer, der unter der

CB;trß kJ a«2C mtt erheblicher Ver- I Anklage, seine Nichte Elisabeth Buley ermordet llC0t der Schnee I gu haben, vor dem Berliner Schwurgericht stand, [jFenrotnie me^me Meter hoch einzelne ab- I ist wegen Totschlags zu 5 Jahren Zuchthaus

8?a?r^ eo.m Abkehr I verurteilt worden. MüNchen, 8. Dez. Ee- ^dgeschnltten. Der Schneefall dauert noch im- I petn abend wurde im Prozesse Liebl das Urteil k I gefällt. Liebl wurde wegen Totschlags und

m..Jk-""e a$ b' 10- Dez. Cin Vrerwagen I schweren Raubes an der Witwe Lidauer za wurde von einem Guterzug der Vroltaler Eisen- I lebenslänglichem Zuchtshaus, fein Komplize bahn von hinten erfaßt und fortgerissen, wobei I Piehler wegen Beihilfe zu vier Jahren Eefäng- der Kutscher vom Bock geschleudert wurde und | nis und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. über eine Brücke auf das darunter liegende I Wegen Ermordung seiner Stieftochter wurde Gleis der Staatsbahn fiel. Der Wagen stürzte I der 35jährige verheiratete Schuhmacher Leonhard ihm nach und verletzte ihn derart, daß der Tod I Hih von Pilberskofen zum Tode verurteilt, alsbald eintrat. I Die Leiche des 17jährigen Mädchens,

Worms, 9. Dez. Ein Unterprimaner der I ^,-V1 unsittlichem Verkehr gestanden, hiesigen Oberrealschule ist seit einigen Tagen I von hier verschwunden. Wie sich herausstellte, I Hauptlingssproß

hat er in Begleitung einer Frankenthaler Schö- I ®.eÖe,L ben »Prinzen Akwa nen eine Reise in die Schweiz angetreten. Wahr­scheinlich wir der Liebesroman nur von kurzer Dauer sein.

Aus Thüringen, 10. Dez. Bei lebendigem ,, , , ,,,

Leibe verbrannte am Sonnabend früh in | ei® unheimlicher Verbrecher. In Metz Lamprechtshausen bei Rodach die Gastwirtsfrau I trei6t fett einiger Zeit ein gefährlicher Mensch Stabiler. Eie wollte die Petroleumslampe I sein Unwesen in den Straßen, der Frauen durch auslöschen, dabei erplodierte das Bassin der I Stiche mit einem scharfen und spitzen Eegenstand Lampe, und die Kleider der Frau fingen Feuer I in Hüfte oder Rücken verletzt. Er geht bei An- Der gerade vorübergehende Nachtwächter be- I bruch der Dunkelheit dicht an seinem Opfer vor« merkte den Vorfall, als er aber das Haus be- I bei, das er einige Zeit verfolgt. Sobald er feine trat, war die Frau bereits tot. I Tat vollbracht hat, verschwindet er. Der Täter

i- l ls. .........,. I ist bisher nicht ermittelt.