mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und KirchHaiu.
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Erttes Blatt
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Die konservativen Männer könnten jedoch sich damit, daß die innerpolitische Lage als befriedigend geschildert wird, keinesfalls einverstanden erklären. In weiten konservativen Kreisen sei man vielmehr der Meinung, daß in der Regierung Unsicherheit und Schwanken herrsche. (Sehr richtig!) Man habe den Eindruck, als wolle dis Regierung auf eigene Initiative verzichten und - sowohl die Zurückziehung von notwendigen Ee-
Landwirtschaft von wesentlicher Bedeutung unabweisbar gewesen sei. Die Konservativen hätten ja allerdings mit aller Kraft sowohl in der Steuergesetzgebung, wie in der Zolltarif- resorm ihre Grundsätze zur Geltung zu bringen gesucht, wäre das nicht geschehen, so würden die Ergebnisse noch weit weniger gefallen, als das jetzt schon der Fall sei. (Lebhafter Beifall.)
Schon oft habe man davon gehört, daß angeblich ein Zug nach links durch das Volk gehe. (Heiterkeit.) Allerdings fei die Linke eifrig damit beschäftigt, sich zusammenzutnn, um gegen rechts Fortschritte zu machen. Aber darunter werde die konservative Partei sicherlich nicht leiden, sie werde diesen angeblichen Zug nach links, der schon oft verkündet worden sei, niemals aber sich eingestellt habe, getrost überwinden. Der hoffnungsfroh angekündigte Zug nach links habe sich vielmehr immer innerhalb der Linksparteien selbst abgespielt, und das dürfte auch mit dem neuen Zug nach links der Fall sein. (Sehr richtig!)
Die Sozialdemokratie, die durch diesen Zug
Erscheint wöchentlich siebe« mal.
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„Natürlich nur ihre Verwandten," erklärte Marga. „Baron Nemethy und Graf Kaminski."
„Und dazu braucht sie dich?"
„Die Komteß ist ein zu seltsames Mädchen — ich erzählte Euch ja schon — die Gräfin ist nicht gern allein mit ihr, und ich bin doch verpflichtet, ihren Wünschen nachzukommen."
Ma» entgegnete nichts mehr, aber dis Mutter war doch ein wenig enttäuscht. Auch heute entschlüpfte ihr ihr Kind, an einem Tage, an dem sie es sicher ganz für sich zu haben glaubte.
Alfred bot sich an, Marga bis zur Wohnung der Gräfin zu begleiten, er käme gleich zurück und würde zum Essen wieder da fein.
Marga war damit einverstanden. Sie wünschte eine Aussprache, da sie einen Bruch vermeiden wollte, und die Verstimmung von neulich noch immer nicht ausgeglichen war.
„Roch immer böse?" fragte sie, sobald sie vor die Tür getreten waren, und legte ihre Hand auf seinen Arm
Marburg
Mittwoch, 5. Dezember 1906.
lNachdruck verboten.)
lieber alles die Kunst.
Roman von Llarissa Lohde.
(Fortsetzung».
fachen Goldreif mit einigen Türkisen in bet Mitte, die in der Form eines Vergißmeinnicht gefaßt waren. Er zog ihr den Handschuh ab und steckte ihr den Ring an den Finger.
„Es ist fein kostbarer Reif," sagte er, „und soll auch kein Verlobungsring sein, da du eine Verlobung nicht wünschest. Aber erinnere dich, so oft du ihn stehst, daß er von einem Manne kommt, der dich wahrhaftig liebt, auf dessen Beistand du in jeder Lebenslage bauen kannst."
Er war sehr gerührt, als er das sprach. 6ie stand eine Weile stumm vor ihm und drehte nut den Reif nachdenklich am Finger hin und her. Dann schritten sie beide schweigend und innerlich bewegt weiter.
Das Ziel war bald erreicht.
„Wie gern ginge ich mit dir wieder zutti^" versicherte sie noch beim Abschied.
Noch ein Kuß, dann fiel die Tür hinter Marga ins Schloß und Alfred eilte, seinem Versprechen gemäß, nach bet Lützowstraße zurück, um an dem gemeinsamen Weihnachtsmahle teilzunehmen. Dort hatte er ja seine zweite Heimat gesunden, dort weilte alles, was ihm auf Erde» nahestand. Nur Marga. die sich von all den ihren losgelöst, beging das heilige Fest unter Fremden. Und selbst in der Erinnerung bereitete ihm dieser Gedanke ein unbehagliches Gefühl. Wie ein geheimes Weh zog es durch fein Herz, trotz der Zärtlichkeit, mit der die Geliebte ihn überschüttet hatte.
Doch dieses Gefühl verlor sich, als er wieder im Kreise seiner Lieben weilte.
alte!"
I Sie wandte ihm beim Schein der Elaslam- I pen ihr von schwarzen Spitzen malerisch einge- I rahmtes, reizendes Gesicht zu. Und so zärtlich, I so bittend konnte sie blicken — er widerstand nicht länger.
„Gut, so sei der Friede wieder geschlossen, aber ich bitte dich, Marga, bei unserer Liebe, laß solche Zerwürfnisse nicht zui
Sie benutzte die Dunkelheit beim Einbiegen in die still und einsam daliegende Tiergarten- straße, um ihn zu umschlingen und einen Kuß auf seine Lippen zu drücken. Aus den Fenstern der Häuser schimmerte das Licht der brennenden Weihnachtsbäume zu ihnen herüber.
„Du wirst in deiner Wohnung ein kleines Angebinde von mir finden," flüsterte Marga I ihm zu, „ich wollte es dir nicht vor den Augen der anderen überreichen. Es ist mein Selbstporträt und soll dich täglich mahnen, meiner nicht zu vergessen."
Jetzt preßte er sie stürmisch an sich:
„0, Marga, liebst du mich denn noch? Liebst du mich wirklich?"
„Ja, ich liebe dich?"
Er küßte sie wieder und wieder. I Hier war Friede und Freude trotz der schwe-
„Sieh, auch ich habe btt ein Angedenken zu I ren Prüfung, die Gott durch die Krankheit bet
geben." I Rätin über alle verhängt hatte. Und biefet
Er nahm aus der Westentasche ein kleines I Friede, diese stille Ergebung, mit der die Kranke
ßtiri, das er öffnete, Es enthielt einen ein« | sich unter des Höchsten Willen beugte, die seelische
Marga fühlte sich in der Tat gar nicht mehr heimisch im häuslichen Kreis«. Alles hier erschien ihr so klein, so eng, so unertäglich. Vor den Eltern jedoch nahm sie sich zusammen, so wenig sie es auch nötig fand, sich den anderen gegenüber zu beherrschen. Noch ehe man zu Tisch ging, erklärte sie, daß sie fort müsse.
„Ich habe der Gräfin versprochen, zum Abendessen zurückzukehren. Sie sieht Gäste bei sich."
„Am Weihnachtsabend?" fragte der Vater erstaunt. „Da pflegt man doch in bet Familie zu bleiben."
I „Abzulehnen? So weit ist es noch nicht. Aber I was geht das alles uns an wir sind doch wieder I versöhnt, Alfred, nicht wahr?"
I schmiegte sie sich mit ihrer früheren
I schlangenartigen Zärtlichkeit SM ihn, tzgch fZ-st
„Ich glaubte, du wärest es," entgegnete er, I Zärtlichkeit wirkte nicht mehr ganz so, wie ehe-
ohne den Druck ihrer Hand zu erwidern, „oder I dem."
hast du eingesehen, wie tief du mich neulich ge- I „Darf der Mensch so egoistisch fein und nut
kränkt hast?" I an sich denken, wo das Glück eines anderen auf
„Gekränkt? Ich sagte dir doch nur, wie die I dem Spiele steht?"
Sachen in Wahrheit ständen, llebrigens trägt I „Du könntest mich wirklich eifersüchtig ma- die Gräfin dir dein neuliches Verhalten durch- I chen. Dein Interesse für die Komteß übersteigt aus nicht nach." I die Grenze des Erlaubten."
„Ich wüßte auch nicht, welche Ursache sie dazu I „Ich denke, nein!“
hätte. Weil ich ihrer Tochter, die mich bat, ihr | „So laß doch diesen Ton, fei wieder bei
bei der Auswahl ihrer Lektüre zu helfen, ein Buch empfohlen habe? Das ist doch kein Verbrechen !"
„Sie wünschte nicht, daß Gisela in ihren gelehrten Neigungen noch bestärkt werde."
„Das bebau re ich sehr um der Komteß willen."
„Ach so, die Komteß! Wollen wir uns um dieses eigensinnigen Kindes willen erzürnen?"
„Wer nimmt sich denn sonst der Armen an?" „Wohl keiner. Aber der Baron Nemethy grollt seit einiger Zeit mit der Gräfin, und, wie es scheint, ist Gisela daran schuld."
„Sie weigert sich wohl, einen leichtsinnigen Neffen zu heiraten?"
„Leichtsinnig? Was weißt du davon?"
„Nun, ich habe doch Augen und Ohren, meine Liebe, und gehe nicht blind und taub durch die Welt. Dieser kleine Graf hats hinter den Ohren, so unschuldig und harmlos et sich auch stellt. Die Gräfin sollte sich ernstlich besinnen, ihm ihre Tochter, und eine solche Tochter anzuvertrauen. Ich bin wirklich innerlich froh, daß die Komteß die Festigkeit besitzt, ihn abzulehnen."
Die allgemeine politische Lage.
Auf dem Delegiertentag der deutschen konservativen Partei, der jüngst unter außerordentlich starker Beteiligung in Berlin abgehalten wurde, erstattete der Vorsitzende Freiherr von Manteuffel-Krossen über die allgemeine politische Lage Bericht. Da die gehaltvolle Rede in weitesten Kreisen Beachtung verdient, geben wir die Ausführungen des konservativen Führers in ihren Hauptpunkten wieder:
Vielfach durch Beifall unterbrochen, führte Freiherr von Manteuffel ungefähr Folgendes aus: Vor wenigen Tagen, nach langer schwerer Krankheit habe der Reichskanzler im Reichstage über den Stand der auswärtigen Lage mit beredten Worten berichtet und ihn als einen durchaus zufriedenstellenden geschildert. Wenn Fürst Bülow hier vor der Versammlung erschienen I wäre um das Referat über die innere politische nach links allein gewinne, verspreche alles, kri-
Lage zu halten, dann würde er zweifellos auch tifiete alles und leiste nichts. Diese Art Agita-
hier mit rosafarbener Tinte malen. (Heiterkeit.) | tion erschwere namentlich den Konservativen den politischen Kampf. Di« pflichtgetreuen und ihrer Verantwortlichkeit sich bewußten Politiker versprächen nur, was sie halten wollten und zu halten imstande seien. (Bravo!) Darum fei es auch eine Hauptpflicht bei der kommenden Wahlbewegung, dafür zu sorgen, daß es der Wählerschaft klar gemacht werde, wie mißtrauisch sie den vielversprechenden Agitatoren gegenüber fein
- . - „ , müßten und wie sie nur nach wirklich Erreich«
setzentwürfen, als auch die Einbringung von barem streben sollten. (Lebhafter Beifall.) Entwürfen überhaupt von der sogen. Volks- I In der konservativen Partei werde vielfach stimme abhängrg machen. (Bravo!) Das l tzje Anschauung vertreten, daß die Regierung be- deutsche Volk, das gottlob in seiner Mehrheit Ansprüche, die konservative Partei soll eine Art
nod) christlich und monarchisch gesinnt sei, wolle I Schutztruppe der Regierung fein. Davon eine feste zielbewußte Regierung. (Lebhafter könne natürlich feine Rede fein. Wohl unter«
Beifall!) Und in der Tat werde es einer ihrer stütze die konservative Partei die Maßnahmen
Autorität bewußten und auch einmal gegen den und Vorlagen der Regierung, soweit das den
Strom ankämpfenden Regierung viel leichter konservativen Grundsätzen und der Ueberzeug-
fein, sich Gefolgschaft zu verschaffen, als einer Re- ung entspreche: das sei aber auch alles. Die
gierung, die eben auf jeden künstlich hervorge- <parfci sei natürlich weit davon entfernt, für
ntfenen Lärm reagiere. ihre Unterstützung in diesem Sinne besondere
Es werde ja allerdings von liberaler Seite I Vergünstigungen zu verlangen. Aber das könne behauptet, unsere Regierung fei konservativ. I man ihr nicht verdenken, daß es tiefe Mißstim- Aber inwiefern, und auf welchem Gebiete fei I mung in konservativen Reihen verursache, wenn denn solcher Konservatismus zu spüren? Der I man beobachten müsse, daß die konservative konservative Führer ging auf verschiedene Ein- I Partei schlechter behandelt werde, als andere zelheiten der neueren Gesetzgebung ein. So er« I Parteien (Sehr richtig!), und wenn man merke, innerte er an die Reichssteuerreform, die wahr- I daß fast jeder Lärm, wofern er nur von llbera« lich kein konservatives Gesicht trage. So bemerkte I 1er Seite kommt, auf Berücksichtigung an maß- er jedoch andererseits, daß die Behauptung, die I gebenden Stellen rechnen könne. (Sehr wahr!) Zolltarifreform bedeute ein besonderes Ent- I Auf solche Weise werde das fortwährende gegenkommen an die Konservativen, falsch fei. I Drängen nach Demokratisierung des Reichs er« Richt der Konservativen wegen sei die Zolltarif- I mutigt. Man habe besonders im deutschen Sü- reform unternommen worden, sondern weil sie I den vergessen, was das Deutsche Reich Pteu- für unser Gemeinwohl, für das der deutschen I ß e n verdanke und was für Opfer Preußen zu
I gunsten der Reichseinheit gebracht habe. (Leb- I die Unterdrückung des Zollbetrugs und des Hafter Beifall.) Im Süden bringe bie Sozial- I Schleichhandels: 6. eine Erklärung über den demokratie immer mehr vor, und das fei eine Ee- I öffentlichen Dienst und bie öffentlichen Ar- fahr für das Reich, eine Gefahr für Preußen. I beiten."
Daher solle unter allen Umständen am preußi- I — Die Wahlen für be« weimarifchen Land- schen Wahlrecht festgehalten werden. (Lebhafter | tag, soweit sie durch Wahlmänner erfolgten, sind Beifall.) Zum Schluß gedachte Freiherr von | nunmehr in sämtlichen 23 Bezirken beendet. Manteuffel des verstorbenen Prinzen Albrecht I Eine wesentliche Veränderung nach der politi« I von Preußen, Regenten von Braunschweig, den I schen Zusammensetzung wirb der kommende er als treuen Konservativen feierte. I Landtag gegen feinen Vorgänger nicht zu ver«
Von beifälligen Zurufen begrüßt, fuhr bet I zeichnen haben. Von ben Gewählten bürsten Redner wörtlich fort: „Meine Herren, in Zeiten 7 den Konservativen, 7 ben Nationalliberalen, der Not hat man sich nie vergebens an ben Prin- I 3 ben Freisinnigen, 2 ber wirtschaftlichen Ver- reu gewandt. Er war ein Charakter, bet am einigung, 1 dem Zentrum und 3 den Sozialde« frohesten war, wenn von ihm nicht gesprochen mofraten zuzurechnen fein. Die Sozialdemokra- wuibc; aber nach seinem Tode glaube ich doch I ten verloren Ilmenau und gewannen Allstedt hier einige Worte über ihn sagen zu sollen. Ich I und Ruhla. Von den Gewählten gehörten 14 Hobe einen Brief von ihm im Jahre 1892 er« Abgeordnete bereits dem letzten Landtage an. halten, da hatte et eine englische Broschüre ge« I Von den privilegierten Wahlen ist bis jetzt nut lesen von Lord Randolf Churchill, einem Kon- I die des Eisenacher Oberlandes, woselbst Ober« fetoativen in England. Di^se Broschüre hat ihn I förster Stapf (frf.) gewählt wurde entschieden, so gefesselt, daß er sie — es war eine Broschüre I Die vier Abgeordneten ber übrigen Bezirke, fo« von über 30 Seiten — ins Deutsche übersetzte I wie bie fünf der Großgrundbesitzer werden in bet und mir, ber ich bet englischen Sprache nicht I kommenden Woche gewählt.
mächtig bin, zuschickte in bet Hoffnung, daß sie — Herr von Eetlach in bet Wahlprüsungs« mich interessieren würde. In dem Briefe, den I kommission. Wie die „Rhein. Wests. Ztg." met« er mir dazu schrieb — einem Briefe von 8 Seiten I bet, ist Herr von Eetlach, bet sich über bie Bet« — bemerkte et ausdrücklich, er hoffe, daß schleppung ber Wahlprüfungen mit großem Pa« diese Sache mich interessiere, und daß es für ihn thos sittlich entrüstet hatte, was ihn übrigens von großer Bedeutung gewesen fei, aus der Bro- I sehr gut kleidet, jetzt selbst in diese Kommission schüre zu sehen, wie die Konservativen in Eng- als „Hecht im Karpfenteich" gewählt worden, land mehr und mehr Freunde gewonnen haben, I Leider ist Herr von Eetlach schon nach einem und daß die konservativen Anschauungen immer halben Tag wieder ausgeschieden. „Warum hat mehr und mehr in das Volk übergegangen seien. I et sich wohl ber Aufgabe, bie Kommission zu te« »Eben dies ist es, was mich anzog, weil man doch | organisieren, nicht unterzogen? Seine wünschen mutz, daß ber Konservatismus bei uns I Wahl war kein Provisorium, sondern et sollte populär wirb und die Massen im Reiche hinter I auf längere Zeit Wahlen prüfen helfen, schreibt sich hall denn nur dadurch, so sollte ich meinen, I bas genannte Blatt. Auch wir bedauern bas kann ber drohenden Erfahr des Umsturzes begeg« lebhaft. Wir sehen aber ein, daß bie Tätigkeit net werden." I eines „M. b. R." schon an sich aufreibend genug
»....... I ist, namentlich wenn man einen mit Hilfe zweier
•< I Parteien eroberten Sitz durch Reden in und
Leuljlyes Jieity* I außerhalb des Reichstagsgebäudes zu verteidi«
— Die Algeciras-Borlage. Dem Reichstage I gen hat.
ist der Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung I — Das „hungernde" Proletariat. Im „Vorder Eeneralakte der internationalen Konferenz I wärts" veröffentlicht bet sozialdemokratisch« von Algeciras vom 7. April 1906 zugegangen. Parieivorstand eine Aufforderung an bie „Ge- Das Gesetz tritt gleichzeitig mit der Eeneralakte I nossen", durch sofortige Sammlung von Mitteln von Algeciras in Kraft. Die Eeneralakte besteht für den Wahlkampf den russischen Parteigenosse« aus sechs Arttkeln, die nach dem von dem Sultan zur Seite zu stehen und die gesammelten Beträge von Marokko und den Mächten vereinbatten I schleunigst dem Partelkassterer zugehen zu lassen. Programm nacheinander beraten und angenom« I Wenn bas „Proletariat“, dem doch wahrlich von men wurden und folgenden Inhalt haben: L I der Sozialdemokratie nach jeder Richtung bet eine Erklärung über bie Organisation ber Po« I Geldbeutel erleichtert wird, nach der Ansicht bet tijei; 2. ein Reglement betreffend bie Hebet« I sozialdemokratischen Parteileitung auch noch wachung und die Unterdrückung des Waffen- I Geld übrig hat, um ben russischen Revolutionär schmuggels: 3. eine Konzessionsakte für eine ma« ten immer wieder Beiträge zu spenden, so kann rokkanische Staatsbank; 4. eine Erklärung über I doch von einem „hungernden" ober „darbenden" die Verbesserung der Steuererträge und die „der auch nur „mittellosen“ Proletariat nicht Schaffung neuer Einnahmen; 5. ein Reglement, I gesprochen werden. Die Arbeiter sollten ihre betreffend die marokkanischen Zollämter sowie I Groschen aber lieber zusammenhalten, anstatt