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Marburg

Donnerstag. 15. November 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck Md «erlag- Joh. klug. «och, UniversMS-Buchdruckdrek

Marburg, Markt 2t. Telephon 55.

41. Jahrg.

Neueste Telegramme.

Berlin. 14. Nov. Dem Reichstage gingen die Gesetzentwürfe betreffend die Verleihung her Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine sowie betreffend die Sicherstellung von Forderungen der Bauhandwerker zu.

? Berlin, 13. Nov. DerNordd. Allg. Ztg." Zufolge lautet das Handschreiben de« Kaisers an den Minister von Pod- ßielski: Mein lieber Staatsminister von Podbielski! Nachdem ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgesuchte Dienstent­lassung in Gnaden erteilt hab», ist es mir ein .Bedürfnis, Ihnen für die ausgezeichneten Dienste, welche Sie mir und dem Vaterlande geleistet haben, und die Art und Weife, ipie Sie während Ihrer Amtsführung die In­teressen der mir besonders am Herzen liegenden heimischen Landwirtschaft wahrgenom­men haben, meinen königlichen Dank auszu­sprechen. Als Zeichen meines Wohlwollens ver­leihe ich Ihnen die Brillanten zum Eroßkreuz des Noten Adlerordens mit Eichenlaub und Schwertern anr Ringe und laste ich Ihnen die Dekorationen hierneben zugehen. Ich verbleibe Ihr wohlgeneigter König, gez. Wilhelm. Neues Palais, 11. November 1906. An den Staatsminister v. Podbielski.

Berlin, 13. Nov. Nach telegraphischer Mit­teilung des Gouvernements von Deutsch-Süd- westafrika fand am 12. November die Eröff- bungsfahrt für die Eesamtstrecke der Otavibahn hon Swakopmund bis Tsumeh statt.

London, 13. Nov. Aus Gibraltar wird, tele­graphiert, daß die atlantische Flotte plötzlich .Befehl erhielt, Proviant und Munition einzu- ßehmen. Sie wird sofort, nachdem dies ge- hehsn, von Gibraltar absegeln, wie man er« Wartete, noch gestern nacht oder heute. Sie soll hrit der französischen Flotte eine Demonstration fn den maurischen Gewässern ausführen.

Vom englischen Parlamentarismus.

' In euer interestanten Untersuchung über die Verfassung in England kommt H. Schumacher in derKons. Monatsschrift" auf die parlamenta- 'rischen Machtverhältniste zu sprechen. Es ist ein altes, von der Demokratie übernommenes Erb­teil, daß unsere Sozialdemokratie nach England hinblickt, als dem Lande angeblich unbeschränk­ter parlamentarischer Macht. Schon häufig wurde demgegnüber darauf hingewiesen, daß das Wahlrecht in England viel be­schrankter ist, als das in Deutsch­land der Fall ist. Schumachers Untersuchung

8 lNachdruck verboten.)

ließet alles die Kunst.

Roman von Tlarista Lohde.

(Fortsetzung).

- Alfred Berger war ein sehr hübscher und stattlicher junger Mann, hochgewachsen, mit einem stolz getragenen Kopfe und männlich»«, kräftigen Zügen, aus denen, was man bet der -Jugend so gern sieht, ein warmer Enthusiasmus leuchtete, ein frischer Lebensmut, der voll Tat­kraft uno Entschlossenheit der Zukunst entgegen- tzeht. Er war sehr bewegt beim Wiedersehen. Marga dagegen von großer und ein wenig küh­ler Sicherheit.

Wortlos stand er vor ihr und zog nur ihre Hand wiederh-lt an die Lippen. Sie machte ihm, als sie Susis Schritte sich nahen hörte, ein hasti­ges Zeichen des Schweigens:Morgen, morgen, Alfred," flüsterte sie ihm zu,ich werde es mor­gen einzurichten suchen, daß wir uns allein sehen können."

Und wann darf ich kommen?" fragte er Ebenso.

So früh du magst. Ich werde in meinem Atelier" sie lächelte dabei ein wenig spöttisch dich erwarten."

Damit war sie auch schon öteber fort, ihm vorausgeeilt ins Wohnzimmer, wo die Sessel -er Rätin bereits an den runden Tisch gerückt worden und Susanne den Tee bereitete.

Die Kranke sah sehr glücklich aus. Voll mütterlichen Stolzes ruhte ihr Auge auf ihrem schönen, begehrten Kinde, das sie so lange hatte entbehren müsten. Alfred reichte sie freundlich ihre durchsichtig zarte Hand zum Gruße hin. Sie liebte den jungen Mann wie einen eigenen Sohn und war mit seiner Schwester stolz auf ihn, denn auch Alfred galt allgemein für einen reich begabten Menschen, der eine große Zukunft vor sich hatte.

Die allgemeine Stimmung war eine sehr ge- hobene. Marga« Heimkehr hatte einen Glanz

hat nun das Verdienst zu zeigen, daß auch das Gerede von der ungemeinen Macht des engli­schen Parlaments keineswegs begründet ist. Wenn der Einfluß der Krone auch viel­fach nicht derartig stark gewesen ist wie in Deutschland, so lag das daran, daß die Königin Viktoria während ihrer 60 Jahre währenden Regierungszeit wenig hervorgetreten ist. Schon in der äußeren Plitik zeigt es sich unter dem ge­genwärtigen König, daß die Einflüste der Krone sehr erheblich sind. Es liegt die Vermutung nahe, daß auch in der inneren Politik König Eduard sehr viel mehr bestimmend einwirtt, als es äußerlich den Anschein hat. Er vermag dies auf Grund der königlichen Prärogative. Auch inEngland hat der König das Recht, das Parla­ment aufzulösen oder seine Zustimmung zu der vom Kabinett beschlossenen Auflösung zu ver­weigern. Die gesamte Exekutive liegt in der Hand des Herrschers, alle Ernennungen der Offiziere von Armee und Marine, alle Verhand­lungen und Verträge, ferner der Abschluß oder Bruch von Machtbündnisten, die Oberaufsicht über die Administration des Zivil- und Krimi­nalrechts, das Begnadigungsrecht, die Ausgaben der vom Parlament beschlosienen Gelder usw.

Als gelegentlich des Burenkrieges sich man­nigfach Mängel in der Armee-Organisation zeigten, änderte die Regierung ohne das Parla­ment zu fragen, mit einem Schlage die englische Militärverwaltung und bildete einen neuen Armeerat. Dies alles geschah kraft der Präro­gative der Krone.

Eine erhebliche Beschränkung des llnter- hauses findet ferner durch das Oberhaus statt; ein solches gibt es bekanntlich im Deutschen Reich nicht. Das Oberhaus kann solchen Gesetzen die einstweilige Zustimmung versagen, die nach seiner Meinung im Unterhaus nicht gründlich durchberaten sind. Ferner- kann es auch solche Gesetz« zurückweisen, die dem Wähler von der Mehrheits-Partei bei den vorhergegangenen Wahlen nicht in ihrem Programm, auf Grund dessen sie gewählt worden ist, angezetgt worden sind. Das bekannte Beispiel dafür ist die Ab­lehnung der Homerule-Bill im Jahre 1893 durch das Oberhaus.

Wenn ferner in Deutschland vielfach ge­klagt wird darüber, daß angeblich der A d e l i n der Verwaltung eine zu große Rolle spiele, so liegt das in England keineswegs an­ders. In dem Kabinett Saltsburr) vom Jahre 1895 gehörten von 18 Kabinettsmitgliedern 9 dem Hochadel, 3 dem niederen Adel an und nur 6 waren bürgerlicher Herkunft. Auch in dem liberalen Kabinet Roseberry von 1894 überwog das aristokratische Element. Man hält es, wie

über das ganze Haus geworfen. Weder der Rat noch Susann« erinnerten sich, seit Monaten die Mutter so gesprächig gesehen zu haben, wie heute. Sie war ganz aufgeregt vor Freude und erzählte den Geschwistern von ihrer baldigen Ueberfiedelung nach dem Erunewalde, wo sie in der reinen Luft sich recht zu kräftigen hoffe. Man hatte sich lange solche Erfrischung versagen müs­sen. Margas Studium hatte zu viel gekostet, doch diesen Sommer wollte sie sich doppelt der schönen Natur freuen, nun sie ihre beiden Kin­der wieder um sich hatte. Auf den Wunsch des Vaters wurden Margas Mappen geholt deren Schätz« sie vor den bewundernden Blick ihrer Gäste entfaltete. Sie mußte doch zeigen, welche Fortschritts sie in München in ihrer Kunst ge­macht habe. Auch die Skizze mit dem Bilde der Gräfin Palfy fand allgemeinen Beifall. Nur Susanns vermochte auch jetzt nicht einzustimmen.

Ein interessanter Kopf," meinte der Vater, und Alfred fügte begeistert hinzu:Was du dir für eine moderne Technik angeeignet hast, Marga! So kühn mit dem breiten Pinsel hinge­worfen alle Achtung!"

Ja, modern muß man malen," nickte sie bei­stimmend.Denn nur so darf man auf Erfolg hoffen. Mit den rückständigen Idealen ist nichts mehr zu erreichen."

Dem widersprach der alte Rat. Er hielt die augenblickliche Richtung der Kunst nur für ein Uebergangsstadium, das gute Alre werde schon zu Ansehen kommen. Auch Alfred stimmte dem zu: Er hänge zwar nicht durchaus am Alten, doch liebe er die Schönheit zu sehr, um an dem heutigen allzu übertriebenen Naturalismus Ge­fallen finden zu können. Marga lächelte ein wenig überlegen zu diesem künstlerischen Glau­bensbekenntnis, das ihr sehr veraltet vorkam. Aber sie widersprach nicht weiter. Diesen ersten Abend in der Heimat sollte kein Mißton stören, das hatte sie sich fest vorgcnommen. Derartige Differenzen, die ja unausbleiblich waren, soll­ten später ausgefochten werden, beute wollte sie

sich ganz dem Genuß der Wtedersehensfreude überlassen.

Nach dem Abendessen wurde musiziert. Die Rätin liebte die Musik ganz besonders und war glücklich, wenn sie sich einmal kräftig genug, fühlte, um sich diesen Genuß gönnen zu dürfen. Elisabeth Verger wie ihr Bruder hatten ange­nehme Stimmen, und, ohne künstlerisch ausge-

Schumacher schreibt, in England für selbstver­ständlich, daß gewisse höhere Staatsämter, die besonderen Takt und staatsmännische Begabung erfordern, der adligen Geburt vorbehalten wer­den. So sei es z. B. undenkbar, einen Bürger­lichen zum Vizekönig von Indien zu ernennen.

Wie sehr die Sozialdemokraten die englischen Verhältnisse verkennen, zeigt sich z. B. auch in einer Aeußerung des Sozialdemokraten Scheide­mann im November 1905 im Reichstage. Er behauptete, daß es undenkbar fei, daß in einem konstitutionellen Lande ein Mann, der zugleich Viehzüchter sei, Minister der Landwirtschaft sein könnte. Dies ist völlig unzutreffend, denn in England hat man es Chamberlain niemals vor­geworfen, daß er sich während des Burenkrieges als Direktor von Fabriken für Militärliefe­rungen bereichert habe.

Auch die Klage der Sozialdemokratte, daß in Deutschland die Geldbewilligungen vielfach mit überraschender Schnelligkeit vor sich gehen, was in wirklich konstitutionellen Ländern nicht der Fall sei, ist unzutreffend. So bewilligte das englische Parlament im Juni 1900 72 Mill. Pfund in weniger als 5 Stunden und 1904 28 Mill. Pfund ohne jede Diskussion.

Fassen wir alle diese Tatsachen zusammen, berücksichtigen wir ferner das weit umfassendere Wahlrecht in Deutschland, so kann gar nicht die Rede davon sein, daß in England die parlamen­tarischen Macht-Verhältnisse und die Teilnahme der großen Masse des Volkes am parlamenta­rischen Leben eine größere ist als in Deutschland.

stein, der Kaiser .... 12 Uhr nach Donau« e s ch i n g e n zum Besuche des Fürsten zu Fürstenberg.

Die Mitglieder der Skeichstagsstudie» kommisston für Ostaste» find von ihrer Ostasten- reise jetzt fast alle wieder in der Heimat ange­langt. Ein Mitglied der Kommission faßt das Ergebnis dahin zusammen, daß diese Reise, so anstrengend sie auch gewesen ist, die mannig­fachsten Anregungen gegeben haben, zumal auch an offiziellen Stellen in den besuchten Landern das bereitwilligste Entgegenkommen der Kom­mission erwiesen worden ist. Die Reise fühtt« von Colombo nach Hongkong und Kanton, so­dann nach Schanghai und Hankau. Von hier wurde mittelst Eisenbahn Peking besucht, wo ein feierlicher offizieller Empfang stattfand; auf der Rückreise an die Küste wurden Tientsin und Tsingtau berühtt, von wo aus die Ueberfahrt nach Tokio angetreten wurde. Hier wurde die Kommission, wie ausführlich berichtet, vom japanischen Kaiser empfangen.

Der Preußische Lehrerverein hat an den Kultusminister eine Eingabe gerichtet,- in bet er die weitere Zulassung seminaristisch gebil­deter Lehrer zu den Oberlehrerstellen an de« höheren Mädchenschulen befürwottet. Wie es in der Begründung heißt, geben die verschie­denen Veröffentlichungen über die Vorschläge der Staatsregierung zur Reform des hohern Mädchenschulwesens dm seminarisi'sch gebil­deten Lehrern Grund zu der Befürchtung, daß sie in Zukunft bei der Besetzung von Oberlehrer­stellen an diesen Schulen kaum noch in Betracht kommen werden. Durch den Ministerialerlatz vom 31. Mai 1894 wurde den seminaristisch ge­bildeten Lehrern gleiche Berechtigung mit den akademisch gebildeten Lehrern auf der Oberstufe der höheren Mädchenschule zuerkannt. Bon zu­ständiger Seite seien niemals die Leistungen jener Kategorie von Lehrern gegenüber denen der akademisch gebildeten als minderwertig be­zeichnet worden. Durchweg hätten die semi­naristisch gebildeten Lehrer an den höheren Mädchenschulen die Mittelschul- und Rektor­prüfung bestanden. Durch Ausschließung von den Oberlehrerstellen würden die seminaristisch gebildeten Lehrer zu Lehrern zweiten Grades herabgedrückt und in ihrer Berufsfteudigkstt gelähmt werden.

4- Berlin, 13. November.

Das Haus ist stark besetzt.

Präsident Graf Ballestrem: Indem ich die Herren Kollegen nach der längeren Sommer­pause begrüße, eröffne ich die Sitzung.

DeuU .s NeiL.

Berlin, 14. November.

Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern vormittag, wie an anderer Stelle berichtet ist, der Grundsteinlegung des Deutschen Museum« in München bei. Nachmittags besuchte der Kaiser u. a. die Schacksche Galerie und das neue Nationalmuseum und empfing später die Depu­tation der Innungen und Vereine Münchens, die einen künstlerischen Pokal überreichten. Die Kaiserin besuchte nachmittags das Eisela- Kinderspital und die evangelische Diakonissen- anstalt. Um 6 Uhr war große Hoftafel in der Residenz. Abends gegen iy2 Uhr fuhren der Kaiser und die Kaiserin zum Bahnhof, geleitet vom Prinzen und der Prinzessin Ludwig und dem Prinzen Ruprecht. Auf den Straßen, ganz besonders in der Nähe des Bahnhofs, hatten sich ungeheure Menschenmassen angesammelt, die dem Kaiser und der Kaiserin die herzlichsten Abschiedsorüße zurisfen. Die Kaiserin fuhr um 11 Uhr 45 Min. nach Achern ab zum Besuch der Prinzessin Theodora von Schleswig-Hol­

bildet zu sein, hatten sie sich im Vortrag von Duetten, meist Volksliedern, einen gewissen Ruf erworben. An diesem Abend mischten sich auch Margas und Susannens Stimmen den ihren zu

nächsten Tagen schon sein Examen als Bau­führer bestanden haben würde, stand auch der Veröffentlichung ihrer Verlobung vor der Welt nichts mehr entgegen. Freilich mußten noch Jahre vergehen, ehe sie an die Gründung tzines Hausstandes denken konnten. Aber treuer Liebe wird das Warten ja nickt schwer r. d fein Fleiß und sein Streben würden sich nur noch stei­gern, wenn er solch herrliches Ziel vor sich hatte.

So früh wie möglich machte er sich am ande­ren Morgen auf den Weg nach der Lützowstraße. _ Das Dienstmädchen, das ihm die Tür der und so zogen alle die lieben, alten Weisen an der I Herrenburgschen Wohnung öffnete, war schon Kranken Ohr vorüber, die mit einem seligen I unterrichtet und führte ihn gleich zu Marga in« Lächeln auf den Lippen, wie man es lange nicht I Atelier. Bewegt, kaum eines Wortes mächtig, an ihr gesehen, dem Gesangs lauschte. Bergan- I öffnete er die Arme, in die sie sich einen Augen­gene Zeiten stiegen in ihr auf, als sie selbst noch I blick zärtlich schmiegte. Dann aber machte st» jung und fröhlich in den Gesang mit eingestimmt I sich sanft wieder los und lud ihn zum Sitzen ein. hatte, als sie noch eine Zukunft vor sich gehabt, ISolange unser Bund noch ein Geheimnis eine Zukunft des Sorgens und Schaffens für ihre I ist," bemerkte sie mit etwas gezwungenem- Lieben, die nun für immer vor ihr gesunken I cheln,müssen wir auch unter vier Augen recht war. Sie konnte nur noch Liebe empfangen und I vernünftig sein."

nichts wiedergeben, nur danken aus vollem Her- I Er konnte feine Enttäuschung nicht verber- zen für alles, was man ihr tat. Eben wurde das I gen, hatte er doch einen anderen Empfang nach alte thüringische Volkslied angestimmt: I dem gestrigen seligen Abend erwartet. So heiß

Ach, wie ists möglich dann, I hatte sein Herz ihr entgegengeklopst, und kaum.

Daß ich dich lassen kann I daß er einen Kuß auf ihre Lippen gedrückt,

Da fanden sich die Hände von Marga und I sprach sie schon von Bernunst. Liebte sie ihn den» Alfred verstohlen in warmem Druck, da tauchten I nicht mehr? Hatte sie ihn in München vergessen? ihre Blicke zärtlich ineinander. Vergessen hatte I Sie merkte sogleich, was in ihm wallte und auch Marga in diesem Augenblick alle Erwäg- I wogte, und strich beruhigend über seine Händel ungen der Vernunft, alle Zweifel und ehrger- IZürnst du mir, weil ich zur Vernunft zigen Pläne für die Zukunft nur ein Empfinden I mahne? Ach, Alfred ,es ist das harte Muß. was durchbrauste sie beide, die Seligkeit, sich geliebt I mich dazu zwingt. Glaube mir doch, daß ich er zu wissen. I ebenso heiß ersehne, wie du, mich schranken'»«

Alfred schlief die ganze Nacht nicht, so heiß I meiner Liebe hingeben zu dürfen. Aber «ar stürmte und wogte es in seinem Innern. Un- I sollte daraus wohl werden? Sag' es sellst, etträglich dünkte es ihn, noch länger mit den I Alfred, ich muß für uns beide einen klare« nächsten Angehörigen Verstecken zu spielen, sein I Kopf behalten."

Glück und ferne stolze Liebe nicht frei aller Welt I Er faßte ihre streichelnden Hände und drückt« verkünden zu dürfen. Und warum noch länger I sein Gesicht hinein.

mit der Wahrheit zögern? Es war ja kein Zwei- I (Fortsetzung !"!<?,! )

fei, daß die Eltern Margas ihrem Bunde nichts I j n .

entgegensetzen würden, »nd da er in den aller- |