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und Kirchhain.

Jii 265

ZksertlonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfg. Reclamen: die Zeile 30 Pfg.

Somtag. 11. November 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck md Verlag: Joh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdruckrrei 41. Jahrg.

Marburg. Markt 2t. Telephon »5.

ErSes Blatt.

lNachdruck verboten.).

Fünfdreiviertel.

Humoreske von Sidonle Judeich-Mierswa.

l Schluß.)

. Mit machtvoller Stimme las der Sanitäts- stat, jedes Wort scharf betonend.

!Schlesischer Bahnhof, Breslau. Altes Haus! Soeben fährt dein Zug aus der Halle. Ich komm Dir in fröhlicher Erinnerung jan das verlebte Fest einen Ganzen aufs Spe­zielle. Notabene, ich bin in großer Verzweif­lung. Habe ich vielleicht die Handschuhe meiner Tochter, die ich zum Reinigen abgeben sollte, iversehentlich in Deinen Ueberrock gesteckt? Wenn ja, schicke sie mir umgehend. Sonst Gardinen­predigt. Servus! Paulus.

Langsamen Schrittes ging der Sanitätsrat sdurch das Zimmer und pflanzte sich breitspurig vor seiner Gattin auf. Stumm, mit zusammen­gezogenen Brauen musterte er sie von Kopf bis Füßen.

Was sagen Sie nun, Frau Sanitätsrat, zu dem, was mir mein Freund, der Konsistorialrat Paulus, schreibt?" Damit hielt er seiner aufs äußerste verlegenen Gattin die Postkarte vor das Gesicht.

Verzeih mir, Berti ich war verblendet du bist und bleibst*

1Hm? Was denn? Latz man, gib dir keine Ifiühe, Adelgunde, mir noch einen Extranamen äuszudenken; ich habe genug von heute Nacht. Einem Mann, wie mir" hier warf sich der .Sprecher in die Brustso etwas zuzutrauen! > Aber schweigen wir darüber." Hier seufzte er tief und schmerzlich auf.Es ist geschehen." Die Arme kreuzend, stellte er den einen Fuß vor und warf den Kopf in den Nacken. Er fühlte, jetzt hatte cr das Heft in der Hand. Von dieser Dtunde hing alles ab, um sich die Autorität im Hause zu sichern. Dröhnend gipfelte seine Rede In den gebieterischen Schlußworten:Aber von dun an geschieht in meinem Hause, was ich

Der polnischeKulturkampf".

Für die Beurteilung, die im gesamten deut­schen Volke der neuesten Phase der großpolni- jchen Propaganda zuteil werden muß, und dem- Ö auch für die Haltung der preußischen

Regierung dieser Bewegung gegenüber kann es nicht gleichgültig sein, wie das P o - sentum selbst die wahre Bedeutung »es Kampfes gegen die deutsche Schule verstanden wissen will und »eichen Dienst dieser Kampf, aus dem man na- jürlich siegreich heroorzugehen hofft, dem nach politischer Selbständigkeit strebenden Polentum /eisten soll. In einem Artikel, der die Ueber- Ährist trägtAn der Quelle der Wiedergeburt", Erklärt derKuryer Poznanski":

;Das bezeichnendste Merkmal des Schulstreiks ||t das starke Gefühl des bürgerlichen Selbstbe- kiußtseins, entschiedener Wille, Energie und Hartnäckigkeit. Diese Eigenschaften unseres Volkes treten heute zumKampfe um die polnische Unterrichtssprache ein da diese Sprache in die­sem Falle durch ein Herzensband in der Frage »er Religion verknüpft ist. Die gleichen Eigen­schaften unseres Volkes werden morgen zum Kampfe nm das Polentum als solches eintreten phne Nebenrücksichten, und sie werden mit der gleichen Kraft eintreten, mit welcher sie heute hen Religionsunterricht in polnischer Sprache verteidigen.... Schon heute können wir sagen, haß aus der Seele des polnischen Volkes ein sstrom der nationalen Wiedergeburt hervorge- Mudelt ist. Wir stehen an der Schwelle der Wiedergeburt."

Und der in Hohensalza erscheinendeDziennik iKuiawski" schreibt:

iDie Erbitterung, die das Verbieten oder das luflösen der Versammlungen bei unserem Volke »ervorrusen wird, wird mehr zum National- »ewußtsein unseres Volkes beitragen als die chönsten Reden, denn erst jetzt öffnen sich jenen Massen die Augen, und sie sehen, was ihnen die i,väterliche" preußische Regierung ist. Wenn es leine Bedrücker haßt, wird unser Volk für die Nationale Agitation umso zugänglicher sein, es jvird umso mehr polnische Zeitungen lesen, sich Mehr für die nationale Sache interessieren, die ßhm bis jetzt gleichgültig war. Die Sache mit den von der preußischen Schule verfolgten pol­nischen Kindern ist ein vorzügliches Agitations­mittel und zugleich ein Kampfmittel gegen das preußische System. Hierbei ist jedoch eine eiserne Beharrlichkeit notwendig, sowohl von feiten der Eltern als auch von feiten der Kinder. Der Schulstreik muß allgemein durchgeführt werden. Mögen die Kinder nicht vor den Schreckmitteln der Lehrer Angst haben und die Eltern die ptrafen nicht fürchten. Hinter den polnischen Kindern steht die zwanzig Millionen zählende polnische Nation, das ganze Slaventum und die

zivilisierte Welt. Die ausländischen Zeitungen, die den Deutschen nicht gewogen sind, besprechen unsere Schulfrage des langen und breiten, schaf­fen unseren Bedrückern überall Feinde und ziehen dadurch den ^solierungsring, der das Land der Hakatisten ringsherum umgibt, immer enger."

Hier ist klipp und klar gesagt, um was es sich bei dem gegenwärtigen Gebaren der staats­feindlichen Elemente in den Ostmarken handelt. Nicht so sehr um die Beibehaltung des Reli­gionsunterrichtes in polnischer Sprache, als vielmehr um eine Stärkung des nationalen Charakters der allpolnischen Beweg­ung und um Heranziehung von Vundesge- noffen gegen das verhaßte Deutsch­tum ist es der großpolnischen Propaganda zu tun. Dieses rückhaltlose Eingeständnis der pol­nischen Blätter rechtfertigt einerseits das Vor­gehen der preußischen Staatsregierung, die, ihre Maßnahmen hoffentlich so trifft, wie das Gebot der Selbsterhaltung und die Pflicht gegen das gesamte Deutschland es ihr gebieten: andererseits aber müßte das Zentrum, wenn es w i r k - l i ch eine deutsch nationale Partei sein will, daraus Anlaß nehmen, seine Haltung in Sachen des polnischen Schulstreiks einer Revision zu unterziehen.

Fünfundzwanzig Jahre Arbeiter- Fürsorge.

Um die Mitte des laufenden Monats wird ein Jubiläum gefeiert werden können, wie es noch nicht dagewesen ist, das Jubiläum der 25- jährigen Eristenz der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881. Als Kaiser Wilhelm I. auf den Rat Bismarcks der Nation verkünden ließ, daß es sich die Gesetzgebung angelegen sein lasten wolle, die Arbeiter gegen die materiellen Folgen von Krankheit, Unfall, Invalidität und Alter sicherzustellen, gab es lediglich das Haft­pflichtgesetz, auf Grund besten die Arbeiterschaft bei Verunglückungen Ansprüche gegen die Ar­beitgeber erheben konnte, heute, nach fünfund­zwanzig Jahren, haben nicht nur sämtliche Ar­beiter, audj der größte Teil der Angestellten überhaupt eine Versorgung in den aufgezählten Notfällen, wie sie in keinem Staate der Welt weiter besteht, und wo noch eine Lücke in der Reihe der Versicherten vorhanden ist, wird der Versuch gemacht, sie auszufüllen. Vor fünfund­zwanzig Jahren hat man sich ein zutreffendes Bild von dem heutigen stolzen Bau der deut­schen Arbeiterverficherung auch in den Kreisen nicht machen können, die sich pflichtgemäß mit der Ausführung der Kaiserlichen Botschaft zu befasten hatten. Wie hätte man auch ahnen können, daß die gewerbliche Entwickelung die Bauausführung in den heutigen Dimensionen ermöglichen würde! Mit Stolz kann die deutsche Nation auf diese Tatsache sehen, die ihr kein Kulturvolk bisher nachgemacht hat. In der Krankenversicherung werden nach den letzten

wünsche, will und sage! Verstanden? Punktum! Dixi!"

Auf seine entlastende Handbewegung fuhr die Sanitätsrätin, angstvoll mit dem Kopfe nickend, zur Tür hinaus, während er, noch im­mer in seiner Triumphator- und Siegerpose, ihr befriedigt nachschaute.

Dann schritt er, vergnügt schmunzelnd, mit machtvollen Schritten, so daß die Fenster leise zitterten, und, sich die Hände reibend, um den Tisch! Ja, ja, das hietz einmal ein Sieg auf der ganzen Linie! Jetzt jetzt!

Die siegreichen lleberlegungen und Zukunfts­pläne des Sanitätsrats wurden plötzlich jäh da­durch unterbrochen, daß mit einem heftigen Ruck die Zimmertiir aufgeristen wurde.

Stirnrunzelnd wandte er sich um, eine neue Auseinandersetzung mit seiner Gattin erwar­tend da hing auch schon, zitternd und bitter­lich weinend, sein Töchterchen an seinem Halse.

Nein, Väterchen, das kannst du mir nicht antun!" Ein neues Schluchzen erschütterte ihre Gestalt.

Erschrocken schlang er den Arm um sie.

So sprich doch deutlich! Was ist denn nur, Ftttzchen?"

Ach ich o, ich bin so schrecklich unglück­lich"

Warum denn nur, um des Himmels willen, Kind?"

Ein erneutes Schluchzen antwottete ihm.

Kreuzhimmelbombenelement, Mädel, was ist los? Nu man raus mit den tiefsten Tönen!"

Ach, Väterchen, Kandidat Herder ist drüben im Salon und ich habe durch die offen- stehende Tür gehört daß Mama ihn abge­wiesen hat."

Was, Bombenelement, deine Mutter hat, ohne mich noch einmal zu fragen, den Kandida­ten abgewiesen?"

Die Zornesadern schwollen dem Sanitätsrat an. Das war ja wieder ein offenkundiger Ein­griff in seine Rechte. Ztzatz er vorhin seiner

statistischen Angaben 220 Millionen Mark jähr­lich für Unterstützungen ausgegeben, in der Un­fallversicherung sind 136,2 Millionen Mk. Ent­schädigungen jährlich gezahlt, über 1 Million Personen in einem Jahre mit Renten usw. be­dacht worden, bei der Invaliden- und Alters­versicherung stnd 145,2 Millionen Mk. hergege­ben, nahezu 1 Million laufender Renten find zu verzeichnen gewesen. Insgesamt betragen also die auf Grund der drei Verstcherungsgesetze ge­zahlten jährlichen Unterstützungen über 500 Millionen Mark oder täglich nahezu iy2 Mil­lionen Mark, etwa 2 Millionen Rentner erhal­ten Entschädigungen auf Grund des Unfall- und des Jnvalidenversicherungsgesetzes. Fürwahr ein stattliches Versicherungsgebäude, das in fünfundzwanzig Jahren aufgeführt ist! Wie so manches in der Welt, hat auch diese Tat ihre Bekrittler. Die Sozialdemokratie spottet über die angebliche Kleinheit der Entschädigungen für den einzelnen Versicherten bezw. seine Hin­terbliebenen. Zieht man das Milieu in Be­tracht, in dem die meisten dieser Rentner leben, so sind die Entschädigungen gar nicht so gering, vor allem aber hat auch bei der Sozialpolitik die Aufrechterhaltung der Konkurrenzfähigkeit Deutschlands auf dem Weltmärkte mitzusprechen. Die internationale Sozialdemokratie sollte also zunächst einmal das Ausland bewegen, für seine Arbeiterschaft soviel herzugeben, wie es in Deutschland der Fall ist, dann könnte über ihre Forderungen weiter gesprochen werden. Auf der anderen Seite gibt es viele Politiker in den bürgerlichen Kreisen, die der Ausführung der Kaiserlichen Botschaft insofern ein Fiasko im- putieren möchten, als von ihr keine Zurückdräng- ung der Sozialdemokratie ausgegangen ist. Fürst Bismarck hat einmal gesagt, daß wenn auch die Sozialdemokratie infolge der Ein- und Durchführung der Arbeiterverstcherung keinen Abbruch erfahren würde, diese trotzdem vorge­nommen werden müßte, damit die bürgerliche Gesellschaft ein ruhiges Gewisten haben könnte darüber, daß sie alles, was zur Sicherung der Lage der Arbeiter geschehen könnte, auch getan hätte. Diese Ruhe des Gewissens ist tatsächlich erzielt. In keinem anderen Staate der Welt ist der Arbeiter so gegen die Notfälle des Lebens gesichert, als in Deutschland. Das verdankt er der Kaiserlichen Botschaft vom Jahre 1881. Bet der Wiederkehr des Tages, an dem sie vor 25 Jahren erlassen wurde, ist es aber auch Pflicht, derer zu gedenken, die sich um ihre Ausführung unvergeßliche Verdienste erworben haben, der Gesetzgeber, der Verwaltungsbeamten, der in den Tausenden von Versicherungs-Ehrenämtern tätigen Personen. Wie die Botschaft selbst von der Idee der christlichen Nächstenliebe ausging, so durchweht ihre Durchführung von Anfang an die unerschütterliche Absicht, soweit als über­haupt möglich, die Not zu lindern und das Elend zu beseitigen. Ganz lasten sie sich aus der Welt nicht schaffen. Deutschland wird man aber den Ruhm nicht absprechen können, daß es In fünfundzwanzig Jahren den Weg dazu gebahnt

Frau gegenüber von dieser Heirat nichts hatte wissen wollen, daran dachte er in seinem Zorne nicht mehr.

Laß mal das Heulen fein, Mädel! Dein Vater ist auch noch da." Damit machte er sich aus den Armen seiner Tochter los und schritt gravitätisch nach der Tür und hinüber in den Salon, wo sich eben Kandidat Herder, Abschied nehmend, vor der Sanitätsrätin verbeugte.

Als er eintrat, erbleichte der junge und, wie das der Sanitätsrat heute zum erstenmal mit einer gewisten Genugtuung bemerkte, auch hübsche Mann.

Ich wollte mich verabschieden, Herr Sani­tätsrat, sprach et leise:denn ich habe soeben aus dem Munde Ihrer Frau Gemahlin gehört, daß ich mir keine Hoffnung auf die Hand Ihrer Tochter machen darf."

Wieso, wieso, junger Mann? Meine Frau hat Ihnen gesagt... Ja, warum fragen Sie nicht gleich bet mir an. Setzen Sie sich! In meinem Hause gilt nur ein Wille, das ist der meine." Ein Blick traf bei diesen Worten die SanitätsrSttn, die auf der äußersten Stuhl­kante saß und sich kaum zu atmen getraute.Sie gefallen mir, meine Tochter liebt Sie, Sie sollen das Mädel haben. Adelgunde laß mich mit un­serem zukünftigen Schwiegersohn allein."

Jawohl, jawohl, Berti, ganz wie du willst," beeilte sich die Sanitätsrättn zu antworten, die kaum ihren Ohren traute und dann, so rasch sie ihre Füße trugen, hinauseilte, um der Tochter die frohe Botschaft zu künden.

Die Unterredung zwischen den beiden dauerte lange, unheimlich lange, und wiederholt wurde Marinka, der dienstbare Geist des Hauses, he­reingeklingelt, um ein paar frische Flaschen zu bringen.

Endlich öfnete sich die Tür des Salons, und Arm in Arm erschienen die Herren auf der Schwelle.

Eundelchen, bring die Friederike mal her, und dann gib den Kindern einen Kuß und bei»

hat, die Sorgen bet breiten Bevölkerungsschich­ten nach Möglichkeit zu linbetn. Das ist ein* Kulturtat, auf bie beim Jubiläum bet 25jäh- tigen Existenz bet Kaiserlichen Botschaft vo« 17. November 1881 jeder Deutsche stolz zu fein alle Veranlassung hat.

Umschau.

Die nationalwirtschaftliche Bedeutung der Schiffahrt.

Die großen Reedereien veröffentlichen all­jährlich eine Statistik der in ihrem Betriebe verbrauchten Materialien und Lebensmittel. Die Zahlen zeigen auch dem Laien auf das deut­lichste, welche Bedeutung die Schiffahrt für alle Handelszweige hat.

Der Norddeutsche Lloyd in Bremen ver­brauchte im Jahre 1905 im ganzen 1450000 t Kohlen, wofür er 23 Millionen Mark zu zah­len hatte.

Der Proviantverbrauch erfordette ungefähr 15 Millionen Mark und setzte sich aus folgenden Zahlen zusammen, die sicher für den einen oder anderen unserer Leser vonJntereffe sein dürften:

Die 95 000 Zentner Fleisch lieferten 14 000 Ochsen, 15 000 Schweine, 8000 Kälber und 17000 Hammel, dazu tarnen über 600 000 Stück Ge­flügel im Gesamtgewicht von 500 000 kg.

Etwa 1 Million Pfund Butter und 130C uöO Liter Milch, sowie fast 6 Millionen Eier, 156000 Zentner Kartoffeln, 82 000 Zentner Mehl und Brot, rund 300 000 Flaschen Wein und 100000 Flaschen Spirituosen, sowie 1700 000 Liter Bier wurden an Bord verbraucht.

Zu diesen fast ausschließlich im Lande be­schafften Artikeln kommen dann noch über 500 000 Pfund Kaffee, Schokolade und Tee, über li/2 Millionen Zigarren, 11000t Eis, die auch zum größten Teil dirett dem heimischen Handel zu gute kommen.

Die Handelsflotte der «elt.

Das bekannte Eeneralregister desBureau Veritas" über bie Handelsmarine aller Länder bietet eine interessante Uebersicht über die Größe der Flotten. Die gesamte Handelsflotte der Welt zählt jetzt an Segelschiffen über 50 Netto Reg.-T.: 26 579 Segler mit 7 550 273 Reg.-T., gegen 27122 Segler mit 7 620 679 Reg.-T. im Vorjahr. Darnach ist in der Segel­schiffsflotte also eine Abnahme von 543 Schiffen mit 70 406 Netto Reg.-T. zu verzeichnen. Groß­britannien besitzt die größte Seglerflotte: sie umfaßt 6338 Schiffe mit zusammen 1807 443 Reg.-T. Es folgen die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit 3695 Schiffen und 1499 035 Reg.-T' Norwegen 1570 Schiffe mit 755 289 Reg.-T.; Rußland: 3339 Schiffe, mit 564 901 Reg.-T.; Frankreich: 1356 Schiffe mit 517 697 Reg.-T.; Deutschland: 991 Schiffe mit 516 916 Reg.-T.; Italien: 1471 Schisse mit 488 312 Reg.-T.; Schweden: 1444 Schiffe

neu Segen. Unser Schwiegersohn ist ein famoser Kerl."

Na, Mädel, bist du zufrieden mit deinem Alten?" fragte er sein errötendes Töchterchen, als sie von ihrem Heinrich den Verlobungskuß bekam.

Als der Sanitätsrat das glückliche junge Menschenpaar vor sich sah, schmunzelte er und wischte sich verstohlen eine Träne aus bett Wim­pern. Dann legte sich sein Arm um bie rund­liche Taille seiner Frau.

Na, Muttel, nun stell ben Champagner kalt, zuner richtigen Verlobung gehört ja außer Küssen" er blickte zu bem in seliger Vergessen­heit sich umschlungen haltenden Brautpaar hin­überauch so 'n Kttbbelwasser, aber gleich ein paar Flaschen. Denn hinten kann er näm­lich, beinahe wie ich," setzte er stolz hinzu,und attiv ist er auch gewesen. Ich habe ben Jungen wirklich verkannt."

Also, lassen wir unser Brautpaar hoch le­ben!" schloß er, als beim Essen bet Sekt kam. seine launige Rebe.Meine Breslauer Reise unb, um Muttern noch eine ganz besondere Freude zu machen, bie nach Millefleurs duften­den Handschuhe des Fräuleins Konfistorialrättn Nummer fünfdreiviertel" hier zwinkerte et feine Frau schelmisch ansie leben dreimal hoch?"

Das Brautpaar, das auf den Schluß bet Rebe nur halb gehört hatte, stieß vergnügt mit an.

Jawohl, fünfdreiviertel, Berti," sagte die Sanitätsrätin mit feinem Lächeln,denn ohne bie kleinen Handschuhe würden wir vielleicht heute keine Verlobung feiern."

Der Sanitätsrat sah seine Gattin verdutzt an. Hm! Wer hatte denn nun eigentlich seinen Willen durchgesetzt?

Ein fröhliches Lachen des Brautpaares lenkte die Gedanken des Sanitatsrates von diesem schwierigen Problem ober bald auf andere Ding«,