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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkaiu.

S onAtagsbeUaaer-Alluttrirtes G-nntaasblatt,

Drittes Blatt

sich auf seinen Tod vorzubereiten. Trotz aller Beteuerungen seitens des Turmmannes und des Einredens seiner Bekannten, wollte Schweine- fuß nicht glauben, daß diese Stimme durch das Sprachrohr gekommen sei und Andrä sich einen Scherz erlaubt habe. Er blieb dabet, es sei eine Stimme vom Himmel gewesen, die ihn abbe­rufen habe, und starb wirklich nach einigen Tagen.

Marburg

Sonntag, 4. November 1906.

Neueste Telegramme.

Berlin, 3. Nov. Die Einführung des Kron­prinzen in die Geschäfte der Zivilverwaltung jroirb nach neueren Bestimmungen erst am 13. >ds. Mts. durch den Oberpräsidenten der Provinz ^Brandenburg stattfinden.

! Berlin, 3. Nov. Die Abgeordneten der Kon­ferenz zur Regelung der drahtlosen Telegraphie Haben ihre Arbeit beendet und werden den Ver­trag voraussichtlich heute (Samstag) unterzeich- ilten. Die Konvention beruht auf dem Prinzip bes freien gegenseitigen Verkehrs aller Systeme .untereinander. Nur Großbritannien und ^Italien dürften mit Vorbehalt unterzeichnen, turn ihre mit Marconi abgeschloffenen Verträge iju schützen.

Dresden, 3. Nov. Der Rat hat die Absicht, Jn den nächsten Wochen den Stadtverordneten eine Vorlage zu machen, um in Rücksicht auf die ^Teuerung die Grundgehälter für sämtliche Un­tierbeamte zu erhöhen und diese schneller in die Höheren Gehaltsstufen aufrücken zu laffen. Es würden dadurch sämtliche Beamten und Ange­stellten bis zu ca. 2000 M Gehalt bester gestellt. Bei Annahme der Vorlage würden Jährlich etwa 90 000 Mehrausgabe entstehen.

Wien, 3. Nov. Die österreichische Thronfolge- srage hat durch den Tod des Erzherzogs Otto eine neue Wendung erfahren. Da sein älterer Bruder Erzherzog Franz Ferdinand wegen seiner Ehe mit Sophie, Fürstin von Hohenberg, Gräfin von Chotek nur für seine Person suk- zestionsfähig ist, der nachfolgende Erzherzog Fer­dinand Karl Ludwig, 1868 geboren, unvermählt ist, so geht die Thronfolge auf den jetzt 19jähri- gen Erzherzog Karl Franz Ferdinand über, des Verstorbenen Sohn.

Wien, 3. Nov. Minister Aehrenthal reiste heute nachmittag nach Petersburg ab, um sein Abberufungsschreiben zu überreichen. Aus der Rückreise, besuchte er den Fürsten Bülow in Berlin.

Paris, 2. Nov. In einem sachkundigen Auf­sätze über Frankreichs künftige Stellungnahme zu den marokkanischen Angelegenheiten fordert Graf Boni Kastellane, der Leitartikler des Figaro", den Conseilchef Clömenceau auf, sei­nen früheren Mahnungen treu, Frankreichs Wehrkraft in Marokko nicht allzusehr festzulegen und sich gewärtig zu halten, daß die Dinge für Frankreich heute lange nicht so günstig liegen, tote vor der Algeciras-Konferenz.

VII.

Ein Stadtratsbeschluh vom Jahre 1642.

Am 9. Mai 1642 brachte der Bürgermeister in der Ratssitzung vor, daß die Bürger von Wei­denhausen anhielten, die Stadt möchte ihnen den Platz vor Weidenhausen, worauf die Erlen ständen, gegen einen jährlichen Zins verpachten. Sie wollten die Erlen niederhauen und dort Gärten anlegen. Der Stadtrat faßte den Be­schluß, den Platz zu besichtigen. Am 14. Mai desselben Jahres proponierte der Bürgermeister in der Sitzung, daß man die Erlen ausroden und aus dem Platze einen Garten machen solle. Die Zinsen, welches dieses Land einbrächte, könne man jährlich für den Ochsen, welche die Stadt halten müste, verwenden.

Am 17. Juni 1642 hielten die Weidenhäuser, denen der Beschluß des Stadtrats mitgeteilt war, eine Versammlung ab und schickten eine Deputation auf das Rathaus, die vorbrachte: Wenn die anderen Bürger jyr Vieh nach dem Deutschhaustor und Barfüßertor hinaus treiben wollten, so würden sie nunmehr einen Ochsen selber beschaffen, wenn sie den Platz bei den Erlen zur Hute einnehmen dürsten." Hierauf erhielten sie folgenden Bescheid:Die Weiden­häuser sollten sich nicht um andere Bürger scheren, sondern der Bürgermeister und Rat würden schon Mittel und Wege finden, «nd die Ochsenaus der Bürgerschaft" bestellen lasten, da«ht der Cämmerey, welche itzo sehr schwach ist, skie Last ein wenig abgenommen würde."

Der Rat zu Marburg.

Dr, Samuel inner.

' Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Berlag: Joh. Äug. Koch, UmverfitätS-Buchdruckerel

Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Die Zinssätze üer üeutsgen Reichsbank und die Bank von

Frankreich.

DieKonservative Korrespondenz" brachte in ihrer Nummer vom 15. Oktober einen Artike mit der vorstehenden Ueberschrift, an den da­maligen Status der Reichsbank anknüpfend, welcher einen Metallbestand von nur 676 Mil­lionen, wovon etwa 500 Millionen Gold, nach­wies, dem ein Notenumlauf von 1610 Millionen gegenüberstand, dazu 519 Millionen täglich fäl­lige Verbindlichkeiten, die alltäglich in Gold ab­gehoben werden können.

Der erwähnte Artikel wies zunächst daraus hin, daß ein Diskontsatz von 6 Proz. für unser gesamtes wirtschaftliches Leben eine sehr schwere Belastung involviere, daß aber die Landwirt­schaft, welche der Natur ihres Gewerbes ent­sprechend ihr Kreditbedürfnis bei der Reichs­bank nicht wohl durch Wechselbegebungen befrie­digen könne, vielmehr nur gegen Unterpfand den Lombardzinssatz von 7 Proz. bezahlen müffe. Für ein so niedrig rentierendes Gewerbe wie die Landwirtschaft etwas sehr Drückendes.

Hohe Diskontsätze der Reichsbank von län­gerer Dauer, wie im Vorjahre und jetzt, seien aber auch verhängnisvoll für den Kurs unserer Staatspapiere und allerersten Sicherheiten, sie schädigten den Staatskredit.

Soweit der angezogene Artikel, deffen Aus­führungen und Schlußfolgerungen durchaus zu­treffend waren.

Es handelt sich bei den derzeitigen hohen Zinssätzen der deutschen Reichsbank und der Bank von England nicht in erster Reihe um die Befriedigung ungewöhnlich hoher Kreditan­sprache des Inlandes, vielmehr um den Schutz des unzureichenden Goldvorrates auf dem inter­nationalen Geldmarkt, um dasZerren an der zu kurzen (Gold-) Decke". Der Status der Reichsbank vom 23. Oktober weist eine Zunahme des Metalloorrates von rund 53 Millionen nach, eine Abnahme des Notenumlaufes um denselben Betrag, endlich eine Abnahme der täglich fälli­gen Verbindlichkeiten um ca. 26 Millionen, mithin keine sehr erhebliche Befferung. Die bimetallistifch organisierte Bank von Frankreich konnte in der dem 25. Oktober vorausgehnden Woche nach ihrem Ausweis von diesem Tage über 450 Millionen, also nahezu eine halbe Milliarde Gold abgeben, nahezu soviel wie der gesamte Goldbestand der deutschen Reichsbank damals betrug, ohne ihren Barvorrat irgendwie zu gefährden. Der Metallbestand der französi­schen Bank war am 25. Oktober zwei Milliarden

Marburger Begebenheiten.

Von 8. Müller.

VI.

Der Türmer auf dem Schloste zu Marburg.

Bis zum Jahre 1869 wohnte auf dem Schlöffe ein Turmwächter, der Musiker sein mußte und als strlcher auch bei der Stadtmusik mitwirkte. Von der Stadt bezog er jährlich 8 Taler Gehalt: man nannte ihn im allgemeinen den Turm- manm Zu seinen Obliegenheiten gehörte, nachts aus seiner Turmstube Umschau zu halten und jede Viertelstunde aus dem Fenster einmal zu blasen. Wenn in der Stadt ein Brand aus­gebrochen war, mußte er diesen anmelden und die Sturmglocke läuten. Am Tage wurde in der Richtung, wo es brannte, eine rote Fahne aus­gesteckt und den Bewohnern der Stadt mittelst eines Sprachrohrs die Brandstätte mitgeteilt. Nachts wurde eine Laterne nach der Richtung des Feuers ausgehängt. Für diese Dienstleistung erhielt er das Gehalt von der Stadt. Außerdem stand seit dem Jahre 1818 auf dem Schlosse eine Alarmkanone, dje bei einem ausgebrochenen Brande in der Gtadt dreimal, auf dem Lande zweimal und wenn ein Eisensträfling entwichen war, durch die auf dem Schlöffe befindliche Wachtmannschast einmal losgeschossen wurde. Bis gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts ver­sah den Turmwächterdienst ein Mann namens Andrä. Er hatte in Marburg einen guten Freund, $r hießSchweinefuß". Deffen Ahnen besaßen das Haus Nr. 50 am Heumarkt, wo sie liber der Türe zum Hause ihr Familienwappen, einen Schweinefuß, anbringen ließen. Eines silages geht nun Schweinefuß den Schloßberg hinab. Sein Freund Andrä sieht ihn von feinem Wächterposten und erlaubt sich einen Scherz, in­dem er ihm durch das Sprachrohr zuruft: Schweinefuß, bestelle dein Haus, denn du mußt sterben!" Dieser glaubte nun eine Stimme vom Himmel zu hören und ging nach £>aufe, wo er krank muroe; sich zu Bett legte, um,

Bikrtkljährlicher Bezugspreis; btt der Expchitwn 2 Mk HT yXQ btt allen Postämtern 2,25 M. <ejcL Bestellgeld).

faiOö AnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfz.

Rcclamen: die Zeile 30 Pfg.

unb 820 Millionen Franks in Eolb, dazu eine i nur an die weiter bestehenden festen Ab«' wStrL Ä i?1 MEwnen in Selber. Ihr I machungen zwischen Rußland und der franzt Diskontsatz blieb unverändert 3 Proz., mithin fischen Republik zu denken. (Wir haben di« t ,?ll3er ,?5 derienige den der Richtigkeit dieser Meldung desPrager Tage, deutsche Untertan an seine Staatsbank zu zahlen I blatts« gestern schon bezweifelt, denn die gegen. 961-~ _ r c u , | wattigen Verhältnisse in Rußland und ie

Trotz »er so ^deutend gestiegenen Eoldpro- Oesterreich machen den Abschluß eines solchen duktion erweist sich der Geldvorrat der Welt der I Bündnisses ganz unmöglich.) ;

pari gewachsenen Bevölkerung, dem enorm ge- Ein zweiter christlich-nationaler Arbeiter, stetgerten Geldbedarf der Industrie, der Ge- kongreß findet nach demReich" anfangs 1907 werbe, des Handels gegenüber als ungenügend, in Berlin statt, nachdem der erste Kongreß be- Eine erhöhte Verwendung des Silbers als voll- kanntlich in Frankfurt a. M. Ende Oktober werttges Munzmetall liegt zweifellos im In- 1904 stattgefunden hatte. Auf dem ersten deut- tereffe des Gedeihens der produkfiven Tätigkeit I schon Arbeiterkongreß waren dort 622 000 Mit« oller Kulturländer". I glieder christlich-nationaler Arbeiter- und Ee-

Solange bte Remonetrsierung des Silbers Hilfenvereine durch 200 Delegierte vertreten.

w °bernrcht geregelt ist, muß unsere I Die Zahl der Mitglieder der angeschloffenen

Retchsbank ohne Rücksicht auf dte damit verbun- I Organisationen christliche Gewerkschaften, LEtmn weit stärkeren Eoldvorrat I konfessionelle Arbeitervereine, deutschnationaler beschaffen, auch kern Bedenken tragen, denselben I Handlungsgehilfenverband, Staatsarbeiterver« mit dem von der Bank von Frankreich mit soviel I bände ist inzwischen stark gestiegen. ü (Erfolg angewendeten Schutzmittel bet Eoldprä- I Im Reichstage hat im vergangenen Ses- # «.t 0?rte,lrx^cn:,."7 ®.as A"Sstehen ber Dis- j fionsabschnitt eines der jüngsten Mitglieder das kontschraube ist freilich ein wirksames Mittel, I große Wort geführt, nämlich Herr Erzber« aber zugleich eine Ausbeutung unseres Erwerbs- 0Cr. Gr hat 260 Reden gehalten und zwa, lebens, eine Belastung aller Einkünfte aus fchaf- I über etwa 150 Themata. Nach ihm kommt

t l^Arch zugunsten des mobilen I der Berliner würde sagen: eine Weile gar Leihkapitals. Uebrigens hatte die Bank von I keiner, dann Herr Dr. Müller-Sagan mit nur England mehrfach versagt trotz des scharfen An- I 152 Reden und dann Dr. Arendt von der Reichs- ?et .ßölon» roenn I Partei mit 103 Reden. Wenn Baffermann und

chr die französische Bank nicht mit ihrem großen Bebel 98 mal das Wort ergriffen, so steht die, Eoldvorrat wirksam zu Hilfe gekommen wäre. I ihnen als Parteiführer zu, warum aber Herr > S 11 I v. Gerlach ebenso oft sprach, ist nicht recht klar,

Deutsches Kelch. I oder fühlt er sich als Führer der Fraktionslosen?

V" Berlin, 3. November. | Von den übrigen Führern sprachen Eroeber 78,

' Seine Majestät der Kaiser hörte gestern I Kardorff 62, Graf Kanitz 62, Liebermann von

den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts I Sonnenberg 61, Frhr. v. Richthofen 72, Schra- Eenerals der Infanterie Grafen v. Hülsen-- | der 81, Singer 92, Spahn 82 mal. Am Regier, feier, nahm die Rapporte bet Leibregimenter | ungstische hat am meisten Graf Posadowsky ge- entgegen und empfing militärische Meldungen, I sprechen (213 mal), es folgen Frhr. v. Stengel u. a. diejenigen des kommandierenden Generals I (tt3), Prinz Hohenlohe (80), Kraetke (63), Nie­der Infanterie von Werneburg und des Eene- berding (60), Fürst Bülow (29), v. Einem (25), rals der Kavallerie v. Hennigs sowie der Eene- I *>. Trrpitz (12).

ralleutnants Krebs, v. Bergmann, v. Ammon, I Hebet bett Arbeitsmarkt im September Frhr. v. Mebem, v. Strantz, v. Dankerschweil sAmbt bas »om Kaiserlichen Statistischen und Zachariä. Später gewährte der Kaiser dem I $4?aUS»

Maler Scknvar, eine Eiüuna I gegebeneReichs-Arbeitsblatt":Ter Monat

Cln.e . .n9 c ... .... I September trug auf dem gewerblichen Arbeits- Gegenüber den in in- und ausländischen I markt das unverkennbare Eepräge einer gün- Blattern aufgetretenen Vermutungen (von I stigen Konjunktur. In den meisten Zweigen bet denen wir gestern Vermerk genommen haben), I industriellen Tätigkeit waren Arbeitskräfte daß in den Besprechungen des Reichskanzlers I knapp, so daß die Löhne durchgehends steigende mit dem tuffischen Minister des Auswärtigen I Tendenzen aufwiesen. Im übrigen wirkten die Iswolsky so etwas wie ein DteikaiserMndnis I alljährlich wiederkehrenden Einflüsse der Be-. erörtert worden sei, wird offiziös versichert, daß I bet hauptsächlichsten .Landwirtschaft-

mä'Sää' «SÄÄÄji ®?'ur abgesehen von dieser Ver- I dustriezentren Arbeitskräfte wieder zuzuführen.

sicherung, sachliche Ernnde: man braucht z. B. Im Kohlenbergbau war die Konjunktur seht

VHL I mie schloachte, Herr Professor." Der Redner

Anekdoten aus dem Jahre 1848. I wat nämlich ein Marburger Metzgermeister. In einer Volksversammlung, wie solche wohl I ?^^«^egarden, Turner, Studenten, Schützen wöchentlich im Reithaus, im europäischen Hofe I und Reserven bezogen abwechselnd ständige oder im Rathaussaale von Professor Bavrhoffet Wachen Die Freischaren, mit Sensen und Mot« oder anderen abgehalten wurden, kam alles zur I rnCn bewaffnet, waren davon ausge- Sprache und jeder schüttete sein Herz da aus. I schlvssen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung In einer solchen Versammlung im europäischen | F,1?r«en zeitweise Patrouillen ausgeschickt. Da« Hofe fragte der Schlossermeister Chr. L., der an I ®CJ. , ,^6 J16 Patrouille, wo es ihr

seinem Firmensckild-bsenmacher und Was- I LAiel sich festsetzte Alsbald wurde eine andere fenschmied" angeickrieben hatte und die Sensen I ausgeschickt um die verlorene Patrouille zu ' und Morgensterne für die Freischaren anfer. I suchen, so daß es einmal vorkam, daß bte ganze tigen half, den Professor V.:Sagen Sie ein« Wache mit ihrem Kommandanten im Markees mal, Herr Professor, was soll es mit unserer und Ritter saßen und ber Posten vor dem Ec- Profession noch geben, die Kaufleute verkaufen I.^uf der Mauer

die Schlösser und die Beschläge, die Schreiner I des Henndorfschen Gartens vor dem Barfüßertor laffen sich die Beschläge kommen und schlagen batte man ein großes schwarz angestrichenes sie selber an, was bleibt uns noch? Weiter I ®tetter^aus errichtet, das von den Marburger nichts als ein wenig Flickarbeit, und davon I Studenten immer besetzt war. An seiner Außen- kann eine Familie nicht leben." Der Professor I ">and stand folgender Spruch angeschrieben: erwiderte hierauf:Gegen Fabriken und deren I t!05 , e, und meine Ehefrau, uns

Arbeiten können Sie sich nur selber schützen, I haben ^Gott getraut, und bie|es alte Haus ge- wenn sämtliche Schlossermeister sich zusammen- I ?uut. ^m ^ahre des Herrn 1848, im ersten Jahr tun und auch eine Fabrik gründen. Sie brau- ber Republik.

chen nur dann eine Werkstatt, ein Feuer und I Am 9. November 1848, morgens 8 Uhr fand nur einer leitet das Geschäft, die anderen stehen I in Marburg eine durch das neue Rekrutierunqs- dann jedesmal einer bestimmten Anzahl Arbei- I gesetz vorgeschriebene außerordentliche Aus­ter vor und arbeiten selber mit. Alle Einnah- I Hebung statt. Der Rekrutierungsrat bestand men fließen in eine Kasse, aus der die Aus- I aus dem Hauptmann Wegener Landrat 5ü6= gaben auch bestritten werden." Hierauf sagte I nersdorf von Kirchhain, dem Kreisverweser ! der alte Hobch, welcher am Grün eine Tuchfabrik I Bode und zwei Landbürgermeistern Dieselbe« hatte: Herr Professor, des douts oach nit. I hatten Tags zuvor eine Konferenz mit dem Stnf.n fe d t Bärghause on ach, wer seins nor I Oberbürgermeister Math gehabt und erbaten inser zwa, m r haue sich alle Doagk, was mene I sich Auskunft, wie man am besten das Geschäft se nu, tpoas bai oacht Schlossermeister arscht oa- I in Ruhe erledigen könne. Moth meinte daß dierte? äch glowe cs greb dure Mensche « bte hiesigen Militärpflichtigen sich dem Gesetz?

Waas Gott im Hrrnmel ach glow es auch," fügen würden. Die Kommission möge getrost

sagte ßder Mann kann Raacht hun." | dem Sinne der Marburger Einwohner für Recht

Dann betrat derSt. . Hanncs. die Tri- j und gesetzliche Ordnung vertrauen. Sie könne

bE, nachdem ihm das Wort erteilt worden ohne verstärkte Wache sicher sein, doch wenn sie begann.3?a, $err Professor, Frei- I Sicherheit wünsche, könne man blefe bieten. Die

!"" hun, Elerchheet Wille mer hun, I Kommission beanspruchte nun eine 30 Mann

Preßfreiheet Wille mer hun, on Zensur Wille I starke Wache, die ihr gewährt wurde.

Mx oach hun. (uoroer loasse Se bäi Jjirre naut | Math hatte sich hinsichtlich des guten Geiste,