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mit dem Kreis-Latt für die Kreise Marburg und Kirchtzain.

SonntagSdeUaaer MüftrirteS *

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Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Kug. Koch, Unidersitäts-Buchdnickerei 41.

Marburg, Markt 21. - Telephon 55.

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Reclamen: die Zeile 80 Pfg. L0NNMg,. LltODCt 1906.

Erstes Blatt.

Vom Kaiser Wilhelm-Kanal.

Der Ausbau des Kaiser Wilhelm-Kanals ist, entgegen den Mitteilungen einiger Blätter, die ,das Projekt eines Anschluß-Kanals nach der Eckernförder Bucht und der Schlei erörtern und dabei von der Voraussetzung ausgehen, daß das Projekt einer Erweiterung des Nordostsee-Ka­nals in seiner ganzen Ausdehnung von der Kriegs- und Handelsmarine befürwortet und der Millionenbau beschlossen worden sei, noch keineswegs beschlossene Sache. Allerdings kann . ein Zweifel über die dringende Notwendigkeit einer angemessenen Verbreiterung der Wasser­straße nicht obwalten. Der Kanal wurde am 1. Juli 1895 dem Betrieb übergeben. Seitdem haben sich die Ansprüche, die an den Kanal in strategischer und verkehrswirtschaftlicher Hinsicht zu stellen sind, gründlich geändert. Abgesehen havon, daß die deutsche Kriegsflotte in den letzten zehn Jahren beträchtlich gewachsen ist, ssnd vor allem die Erößenabmessungen der neuesten Schlachtschiffe, die doch den wertvollsten und im Ernstfälle unentbehrlichsten Bestandteil der Flotte bilden, außerordentlich gestiegen. In seinem gegenwärtigen Zustande wäre der Kanal für die neuesten Linienschiffe d:r deutschen Flotte von 18 000 bis 19 000 Ton- Arn Raumgehalt nutz- und zwecklos. Je mehr sth aber die Flotte vergrößert, je zahlreicher die Typs mit großem Tiefgang werden, desto mehr muß, bei den jetzigen Verkehrsverhältnissen, die Marschgeschwindigkeit der Kriegsgeschwader auf dem Kanal beeinträchtigt werden, und wenn dieser Uebelstand bisher weniger in Erscheinung trat, so war dies nur dem Umstand zu danken, daß bestimmte Offiziere und Mannschaften be- !anders für die Kanalfahrt ausgebildet und für »en Fall, daß kriegsmäßige Marschleistungen ge­fordert waren, zur Verfügung gestellt wurden. Im Ernstfälle dürfte eine derartige Besetzung verantwortlicher Posten nicht immer möglich sein. Es kommt aber ein anderes hinzu. Eine Anzahl Schnelldampfer der deutschen Handels­flotte ist bestimmt, im Kriegsfälle als Hospital-, Lazarett-, Proviantschiffe usw. zu dienen. Die «teilen unter ihnen besitzen, von den sogenann­ten Riesen-Schnelldampfern ganz zu schweigen, einen Tiefgang, der ihnen gegenwärtig die Be­nutzung des Kanals verschließt. Sollen diese Schiffe, die humanitären Zwecken dienen und die Versorgung der aktiven Flotte mit Lebens­und Materialbedarf sicherstellen sollen, gezwun­gen sein, den gefährlichen und obendrein zeit­raubenden Umweg um Skagen unter steter Be­drohung seitens des Feindes einzuschlagen, um Verwundete in Sicherheit oder Hilfsmittel heranzubringen?

Leidig und verkehrswirtschaftlich unhaltbar ist ferner der Umstand, daß größere Kauffahrtei­kahrzeuge den Kanal nicht benutzen können. Die Wirkung dieses Umstandes zeigt sich in folgen- »em. An der lebhaften Steigerung des KLsten-

1 = i

(Nachdruck verboten.), Zwei Frauen.

Roman von <8. Borchart.

(Fortsetzung.)

Sein düsterer Blick weissagte mir nichts Gutes. Ich fragte nach seinem Kummer, er machte erst Ausflüchte, gestand aber endlich, daß rr eine Aussprache mit Herbert gehabt habe, und daß er morgen abreisen wolle.

Ich war auf das Heftigste erschrocken uni klagte mich mit bitteren Vorwürfen an, trotz seiner Warnung zu früh von meinen Plänen gesprochen zu haben. Er aber beruhigte mich und meinte, daß dies nicht der alleinige Grund sei. Ich war tieftraurig und von Schmerz er­füllt und kontite meinen Tränen nicht gebieten. Er suchte mich abzulenken und bat mich, ihn in das Musikzimmer zu begleiten, wo er seine No­ten holen wollte. Als wir das Schloß betraten, sahen wir Beats auf der Schwelle stehen. Ein eigentümlicher Blick traf uns, dessen Bedeutung mir erst später klar wurde. Arglos betraten wir das Musikzimmer. Dorn fand bald feine Noten, nur der Klavierauszug ausLohen- grin", den wir so oft zusammen durchgesungen hatten, fehlte noch. Wir hatten alle Noten auf der Erde ansgebreitet und knieten beide davor, in den Blättern und Büchern suchend. Zufällig berührten sich unsere Hände. Ich sah, wie Dorn erblaßte und zusammenzuckte. Dann plötzlich er- ,griff er meine Hand und preßte sie stöhnend und 'wortlos an Vie Lippen. Der Abschied ging ihm nahe, wie mir, ich ließ ihm darum meine Hand, -ich zog sie nicht zurück.

Da wollte es das Geschick oder hatte Beate chns belauscht und beobachtet? wurde die Tür .lingestüm geöffnet, und Herbert stürzte herein, Hornig, wie ein rächender Gott. Entgeistert

Verkehrs zwischen den deutschen Nordseehäfen, die überall klar zu tage tritt, hat der Kanal in sehr erheblichem Umfange teilgenommen. Wäh­rend der Gesamtwechselverkehr zwischen Nord- und Ostsee von 1896 bis 1903 um 34 pEt. stieg, hob sich der Verkehr im Kaiser Wilhelm-Kana) in dieser Zeit wobei nur der Verkehr der abgabenpflichtigen Schife berücksichtigt ist, die Schiffe und Fahrzeuge der deutschen Kriegs­marine und der Kanalverwaltung sind dabei außer acht gelassen um 182 pEt. und stieg im Jahre 1904 um weitere 10 pEt. Die Gesamtzahl der abgabepflichtigen Schiffe betrug im ersten Jahre des Kanalverkehrs 1751 065, im Jahre 1904 dagegen 5123 633. Davon waren 1188 013 (in 1896) bezw. 3 020 916 (in 1904) deutsche, 563 052 bezw. 2101723 fremde Schiffe. Die Zahl der fremden Schiffe, die den Kanal be­nutzen, ist also schneller gestiegen als die der deutschen Schife. Der Raumgehalt der deut­schen Schiffe stieg in dieser Zeit um 261 pEt., der der fremden Schiffe um 273 pEt. Diese be­deutende Verkehrssteigerttng hatte zur Folge, daß die Kanalabgaben, Schlepp- und sonstigen Gebühren um 163 pEt. stiegen und nunmehr nicht nur die Verwaltungskosten decken, sondern mit steigenden Vetriebsüberschüssen auf die Dauer auch die Rentabilität für das Anlage­kapital in Aussicht stellen.

Der Kgnal, der vorzugsweise als eins strate­gische Anlage geschaffen ist, hat also mehr ge­leistet, als man bei Inangriffnahme des Baues erwartete und erwarten konnte. Umsomehr aber erscheint der Wunsch gerechtfertigt, daß den wesentlich veränderten und vermehrten Be­dürfnissen, denen die Wasserstraße genügen soll, durch einen Ausbau Rechnung getragen wird, der auf längere Zeit die Anforderungen, die Kriegsflotte und Handelsschiffahrt gleicherweise stellen müssen, gerecht wird. Daß noch eine be­deutende Perkehrssteigerung aus dieser Wasser­straße möglich ist, geht daraus hervor, daß der Kanal, auf den nach Lage der Abgangs- und Bestimmungshäfen in Nord- und Ostsee rund 70 pEt. des Eesamtwechselverkehrs fallen müß­ten, gegenwärtig nur etwa ein Drittel dieses Verkehrs an sich gezogen hat. Ist der Kanal in seiner ganzen Länge angemessen verbreitert und vertieft und damit auch für die größeren und größten Kauffahrteifahrzeuge benutzbar ge­worden, so ist sehr wohl die Möglichkeit gegeben, daß mit der sicher zu erwartenden weiteren Ver­kehrssteigerung allmählich eine Rentabilität auch des für den Ausbau erforderlichen Kapi­tals sich einstellt.

Umschau.

Die Fideikommisse in Preuße« beliefen sich nach der amtlichenStatistischen Korrespondenz" am Ende des Jahres 1904 auf zusammen 1165 gegen 1152 Ende 1903 und 1045 Ende 1895. Der Flächenzuwachs hat im Be­richtsjahre gegen das Vorjahr um insgesamt 35 080,4 ha zugenommen, das ist ein erheblicher Zuwachs, der jedoch in der Hauptsache näm­lich aus 21329,5 ha oder beinahe drei Fünfteln

........ -asss

starrten wir ihn an, ehe wir aufsprangeti. Allerdings die Stellung, in der Herbert uns ge­sehen hatte, war seltsam genug: beide knieend Seite an Seite, Dorn meine Hand an seine Lippen pressend. Mehr bedurfte es nicht, um seine aufgestachelte Eifersucht bis zur höchsten Raserei zu steigern.

Von der Szene, die nun folgte, laß mich schweigen, laß mich nicht noch einmal in der Er­innerung die Aufregung und Qual durchmachen. Beate hatte meisterhaft vorgearbeitet. Herbert ließ keine Erklärung gelten, er hielt uns beide, seinen Freund und sein Weib, des Treubruchs schuldig und verdammte schonungslos.

Unter der Wucht solcher Anklage schwieg ich stolz und trotzig, und als er mir gebot, das Zimmer zu verlassen, da er mit Dorn allein zu sprechen habe, tat ich es hocherhobenen Hauptes indem vollen Bewußtsein meiner Reinheit und Schuldlosigkeit.

Aber wie klein wurde ich draußen, wie ver­zehrten mich Reue und Qual! Nur zu genau wußte ich, was zwischen den beiden Männern verhandelt wurde, und ich zitterte und bebte vor Angst. Noch denselben Abend kehrte ich nach Steinburg zu meinen Eltern zurück, an deren Herzen ich endlich die lindernden Tränen fand. Dorn sah ich nicht wieder, niemals wieder! Ob­gleich ich nicht wieder nach Landegg zurückkehrte, hoffte ich doch noch auf eine Einlenkung. Ich schrieb an Herbert, ich legte ihm die Szene klar, ich klagte mich an, zu sehr der Kunst gelebt zu haben, und bat ihn, mir zu verzeihen. Es wäre dies meine einzige Schuld, und ich hätte ihm weder in Gedanken noch Worten je die Treue gebrochen. Die Briefe kamen alle uneröffnet zurück. Jetzt erst habe ich aus Herberts eigenem Munde erfahren, daß er diese Briefe nie emp­fangen hat. Und er hatte doch heimlich darauf gehofft und gewartet.

im Jahre

1871

1875

1885

1890

1895

1909

19)5

im Deutschen Reiche überhaupt 206755 2(0799 872792 433254 486190 778698

200 vorbestraft und sollten zu den Strafkompag­nien in Algerien abgehen. Es stellten sich abe, nur ihrer 91 zur Abfahrt bereit. Den Anderer wird nun gerichtlich nachgeforscht. Die Re­publik hat mit der Herabsetzung des Briefporto« von 15 auf 10 Centimes keine erfreulichen Er­folge erzielt; es gab eine beträchtliche Minder­einnahme. Im Juni 1906 betrug die Einnahme der französischen Postverwaltung 1707 000 we­niger als int Juni des Vorjahres und im Juli 2 238 000 weniger als 1905. Daraus schließt man, daß die Reform vorläufig 24 Millionen jährlich kosten könnte, abgesehen von der Vermehrung der Betriebskosten, die auf 15 Millionen geschätzt wird und noch immer nicht einen tadellosen Post-

im preuß. Staate überhaupt 87 304 120993 156 969

' 164805

205818 368003 524874

Seit der Neuerrichtung des Deutschen Reiches hat sich somit die Gesamtzahl der in Preußen lebenden außerdeutschen Staatsangehörigen mehr als versechsfacht. Unter je 1000 Personen der Gesamtbevölkerung des preußischen Staates waren Reichsausländer: 1871 3,5, 1875 4,7, 1885 5,5, 1890 5,5, 1895 6,5, 1900 10,7, 1905 14,1. Sm letzten Jahrfünfte übertraf die Zunahme

früheren Volkszählungsperioden.

Am zahlreichsten waren 1905 im Staate die Oesterreicher (210 960), Niederländer (95 969), Russen (75 796), Italiener (34 463), Dänen (24 064), Ungarn (21 450), Schweizer (17396); Belgier (9421), Briten (9108), Nordamerikaner (8134) und Schweden (5289) vertreten. Weit mehr als ein Drittel aller in Preußen lebenden Reichsausländer find Oesterreicher und nahezu drei Fünftel Oesterreicher und Niederländer zusammen. In dem letzten Jahrzehnte ist die Zahl der Italiener und der Ungarn um mehr als das Fünffache gestiegen, die der Russen um nahezu das Vierfache und die der Oesterreicher um mehr als das Dreifache; die Zahl der Nieder­länder hat sich nahezu verdoppelt. Weniger zu- genommen hat die Zahl der Schweizer, der Briten und Nordamerikaner; die Zahl der Schweden hat sich etwas verringert. Die im preußischen Staate ermittelten dänischen Staats­angehörigen befinden sich, abgesehen von den in Berlin und dessen nächster Umgebung wohnen­den, fast sämtlich in Schleswig-Holstein; ihre Zahl hatte bis 1890 beständig zugenommen, ist aber seitdem erheblich zurückgegangen, und erst im letzten Jahrfünfte wieder etwas gestiegen. Im Jahre 1880 ist die Zahl der dänischen Staatsangehörigen nur unvollständig, und 1875 überhaupt nicht ermittelt worden.

Er zweifelte noch an meiner Schuld trotz I Du siehst mich so entsetzt an, Elisabeth. Sei allem, aber mein hartnäckiges Schweigen nahm I ruhig, Kind. Es war ein Verhängnis und nicht iqm die Zweifel allmählich. Ich beschuldigte ihn I deines Gatten Absicht, feinen Freund, den er f- ®er grausamsten Harte und Unversöhnlichkeit I heiß geliebt hatte, so furchtbar zu strafen. Im und verschloß ihm mein Herz mehr und mehr. I Gegenteil, eine Aufwallung von Großmut und r-A r. ?icht, ba& Veate aus klein- I Edelsinn ließ ihn noch im letzten Augenblick di« ltchem Haß diese Briefe unterschlagen hatte. Sie I auf Dorns Herz gerichtete Pistole senken. Er konnte es mir ntcht vergeben, daß Dorn sie um I konnte nicht ahnen, wie unglücklich er ihn treffen meuietroiflen .vernachlässigte. Dorn war viel- I sollte, und daß es besser gewesen wäre, er hätte letcht der einzige Mann, den sie je geliebt hatte, I ihn getötet. Doch das Bewußtsein, ihn um sein und daß sie keine Gegenliebe fand, nagte an I Lebensglück betrogen zu haben, hat ihm bisher rhrem stolzen Charakter. Daß sie darum ihres I das Leben verbittert; er hat furchtbar gelitten einzigen Bruders Glück vernichtete, bedachte sie I wie er mir gestand, und feine Schuld ist wahr- wohl nicht, und wenn ihr der Gedanke vielleicht I lich gesühnt.

fanh so war es doch zu spät. Mich warf die I Doch nun höre weiter, Elisabeth. Aus dem furchtbare Aufregung auf das Krankenlager. I Mitleid für Dorns Geschick erwachte eine heiße (rtn hitziges Neroenfieber ließ mich wochenlang I unbezwingliche Liebe, und ich durfte dieser Liebe zwischen Leben und Tod schweben. Ich genas I leben, denn ich war von meinem Gatten geickne- eudlich, aber ich war gebrochen und elend, und I den worden, auf seinen Wunsch, dein ich bereit­es ist fast ein Wunder zu nennen, daß ich daraus I willigst nachkam. Aber der Gegenstand meiner meine Stimme rettete. Was aus Herbert und I Liebe verbarg sich vor mir und vor der Welt. Dorn geworden war, und ob ein Duell statt- I Schon nach Jahren sprach man nicht mehr von. gefunden hatte, wußte ich nicht. Man hielt mir I dem Manne, dessen Name einst begeistert ge- ängstlich jede Erinnerung fern. Da spielte mir | nannt wurde.

ber Zufall ein Münchener Zeitungsblatt in die I Herbett ließ sich von München weg versetzen' Hande. Ahnungslos las ich eine kurze Notiz I wie ich später hörte, reifte er nach Italien zu und sank darauf ohnmächtig zu Boden. Die seiner kranken Mutter, die dort starb" und von Zeilen enthielten die niederschmetternde Nach- da ab ließ er sich nacheinander verschiedener richt, daß der gefeierte Heldentenor Hans Dorn Gesandtschaften zuteilen und kam auf diese einer Verwundung wegen, die er sich in einem I Weise auch nach Berlin. Dort sah ich ihn zum Duell zugezogen hatte, wie man mutmaßte, für ersten Male wieder, damals im Tiergarten immer seiner so glänzend begonnenen Laufbahn du wirst dich erinnern, in deiner Begleitung, entsagen müsse. Das linke Bein war steif ge- Mich selbst litt es in Steinburg nicht mehr blieben und würde es nach Aussprach der be- I Hatte die Kunst mir Unglück gebracht so sollt« rühmten Professoren bleiben. Was ich beim sie mir jetzt Trösterin werden,'und ich beschloß, Lesen dieses Berichtes empfand, überstieg alles nun endlich doch noch zur Bühne zu gehen, und wenn ich bis dahin meinem Gatten noch Welche Kämpfe ich mit den Verwandten zu be- einen Rest Zuneigung bewahrt hatte so erstarb stehen hatte, was ich unter ihrem Hochmut, ihrer er jetzt in heißem Groll, der gegen ihn in mir I Ungerechtigkeit zu leiden Latte, erzählte ich dir eyipvrschlug, J bereits früher <Forts. Mat.)

... ®us bestanden hat. Bekanntlich f der Reichsausländer im Verhältnis zu der Ge«

ist der Waldbestand der Fideikommisse über- I samtbevölkerung somit bei weitem die aller Haupt verhältnismäßig bedeutend. Er beträgt 1 ' ---

von dem Gesamtumfange der Fideikommißfläche von 2 232 591 ha nicht weniger als 1035 424 ha, also fast die Hälfte, während die gesamten Waldungen im Staate kaum ein Viertel (näm­lich nur 23,6 pCt.) von der Gesamtfläche aus­machen. Der Erundsteuerreinettrag der sämt­lichen Fideikommisse betrug Ende 1904 rund 27% Millionen, das sind 6,2 vom Hundert der Staatsfläche. Was die Statistik nachweist, be­finden sich in den Ostprovinzen verhältnismäßig nicht die zahlreichsten Fideikommisse, wie das von den Gegnern des befestigten Grundbesitzes behauptet wird. Nur Schlesien, das auch im Be­richtsjahre um 3 neue Fideikommisse zugenom­men hat, macht mit einer Fideikommißfläche von 15,5 v. H. der Gesamtfläche eine Ausnahme. Am meisten waren 1904 die Fideikommisse in Hohen- Zollern verbreitet, wo sie 16,3 v. H. der Gesamt­fläche einnahmen. Dann folgten Brandenburg mit 7,6, Pommern mit 7,4, Posen mit 5,8, Sach­sen mit 5,0. Hessen-Nassau mit 4,0, Westpreußen mit 3,7, Ostpreußen mit 3,5, Rheinland mit 2,8 und Hannover mit 2,0 v. H. ihrer Gesamtfläche. Demgemäß war auch die größte Fideikommiß- Waldfläche in Hohenzollern und in Schlesien zu finden, nämlich dort 32,7, hier 30,8 pCt. von dem statlichen Eesamt-Waldbestande. In diesem Waldbestande liegt überhaupt die volkswirt­schaftliche Bedeutung der Fideikommisse; ohne diese würde der deutsche Wald schon sehr erheb­lich vermindert sein. Schon aus diesem Grunde I Ausland.

wird also den Errichtungen von Fideikommissen Frankreich. Wir gaben kürzlich eine Zeitungs-

-"d 79 n« t.f« wahrlich nichts weniger als ein die landwitt- I konnten. Einem genauen Berichte zufolge, den schaftlich genutzte Bodenfläche überwuchernder I <er »Temps vom 12. Oktober veröffentlicht, ist anzusehen, da er nicht mehr als 6,4 pCt. von der I ®as Zrffernverhältnis folgendes: Das Seine- ' Gesamtfläche des Staates beträgt. I departement hat 24 978 Rekruten zu stellen. Da-

-- I von konnten 97 weder lesen noch schreiben, 110 $ie Reichs«»Isländer im prsu- I nur lesen, 388 leidlich lesen und schreiben, 22 234 bischen Staateaml. DezemberlSVS. I lesen, schreiben und rechnen, 312 waren im Be- Nach dem Ergebnisse der Volkszählungen be- I bes Abgangszeugnisses aus der Primarschule, trug nämlich, wie die Statistische Korrespon- I 1130 hatten das Abiturientenexamen bestanden; denz ausführt, die Zahl der Personen, die eine I ber Schulbildungsgrad von 757 jungen Leuten andere als die deutsche Staatsangehörigkeit an- I konnte nicht ermittelt werden. Von den beinahe gegeben hatten, I 25 000 Militärpflichtigen der Seine waren über