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mit

und Kirchhain.

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Jto 238

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Rcclamm: die Zeile 80 Pfg.

Marburg

Donnerstag. 11. Oktober 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck intb Verlag' Joh. Ang. Koch, UniverfitLtS-Buchdruckerei 41. Jabra.

Marburg, Markt 21. Telephon o5. "

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4S

Und müssen Sie denn gerade auf der Bühnt Ihre Welt suchen?"

Einzig und allein. Lieber rühmlos sterben, als den Ruhm vergangener Tage in den Staub ziehen und abschwächen. Ich habe ein Recht, meine Stimme vor der Welt zu verbergen aber Sie, Gräfin, mit welchem Recht verweiger­ten Sie mir neulich die Bitte um Ihren Ge­sang?"

Seine Stimme und sein Ausdruck hatten fast etwas Dämonisches, und Elisabeth fühlte ein ! leises Zittern durch ihren Körper gehen. Ein« unheimliche Paule entstand, dann trat Dettingen vor sie bin und sah sie sckarf an:

Gräfin Landega. ich bitte Sie, lasten S« mich Ihre Stimme hören, ich fühle und ahne cs, sie must berauschend klingen, gönnen Sie mir den Genusi, wir sind allein, jede menschliche Woh­nung ist fern, Bonneburgs kommen noch nicht zu­rück. nur dort drüben spielt der kleine Werner, Gräfin..."

Rein, nein, ich kann nicht?" stieß Elisabeth beklommen hervor.

So soll ich vergebens bitten, Gräfin? Es ist das erste Mal. daß ich bitte, ich habe es bisher nicht nötig gehabt, mir wurde immer schon obni mein Zutun gewährt, was ich wollte."

Seine Stimme klang bestrickend weich, betö­rend. . Da lachte Elisabeth hell auf und bannt« mit diesem Ton den bösen Geist, der eben bereit war, sich auf sie zu stürzen, denn ohne daß die junge Frau es ahnen konnte, war in Dettingens Seele ein Plan entstanden, dem Elisabeth dienen sollte.

Sie sind verwöhnt, Herr Dettingen, man mertt, daß Sie ein großer Künstler sind, und da- tum verzeiht man Ihnen."

Also darum!" Er atmete auf. Er sah, er hatte kein leichtes Spie? mit der jungen Gräfin. Ünd dennoch, er hatte sich zu sehr in seine Rache» ideen verrant' sein Haß war in letzter Zeit so heiß und so brennend geworden, daß er nicht davon koskam. . sFotts. folgt.)

NeneAe Telegramme.

' Berlin, 10. Dkt. DieNeue Hamb. Ztg." ver­sichert auf Grund erneuter Erkundigungen, daß der Landwirtschaftsminister v. Podbielski am 26. September ein formelles Entlastungsgesuch ein­gereicht habe.

Berlin, 10. Dkt. Der dritte internationale Kongreß des Komitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels findet vom 21. bis 25. Dktober in Paris statt. Deutschland wird auf dem Kon- zreß am stärksten vertreten sein. Außer den De­legierten des Ministeriums des Innern und des Berliner Polizeipräsidiums werdenAbordnungen des hiesigen Nationalkomitees sowie des katholi­schen und jüdischen Komitees anwesend sein.

Wilhelmshaven, 9. Dkt. Die für Kamerun bestimmte Ablösung in Stärke von 116 Mann hat heute Morgen die Ausreise mit dem Kreuzer ».Sperber" angetreten.

Rom, 9. Dkt. Die gestrige Sitzung des sozia- Astischen Kongrestes verlief ohne besondere Zwi­schenfälle. Es wurde eine besondere Resolution angenommen, daß die Sozialisten zwar die ge­setzlichen Mittel zur Erlangung ihrer Wünsche Vorziehen, sich aber Vorbehalten, Gewalt anzu­wenden, wenn die Kapitalisten sie verhindern, von den gesetzlichen Mitteln Gebrauch zu machen.

Pari«, 10. Dkt. Die Einberufung des Par­laments wird wahrscheinlich erst am 30. Dktober erfolgen, weil sich die Beratungen der Budget­kommission der Kammer länger hinziehen als angenommen wurde. Die Kommission konnte sich beispielsweise noch nicht mit dem Marine­minister über die Zahl der 1907 in Bau zu stel­lenden großen Panzerschiffe einigen, obwohl diese 'Zahl durch das letzte Flottengesetz auf sechs fest- gelegt ist.

Teheran, 9. Dkt. Am 7. Dktober fand im großen Palast die feierliche Eröffnung des Par­laments statt, der das diplomatische Korps, dis Würdenträger, die Geistlichkeit und die Vettreter der Armee beiwohnten. Unter den Klängen der ! Nationalhymne und umgeben von Mullahs be­trat der Schah den Saal. In der vom Gouver­neur von Teheran vorgelesenen Thronrede wurde ausgeführt, daß der Schah sich bereits 8 Jahrs mit dem Plan getragen habe, Persien eine Kon­stitution zu geben. Gegenwärtig halte er das Volk für reif für die Selbstverwaltung, und er sei von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Bevölkerung die ihr gewährte Freiheit nicht mißbrauchen, und daß das Parlament die Re­gierung bei ihren auf Fortschritt gerichteten Be­strebungen unterstützen werde. Die Thronrede I wurde mit großem Beifall ausgenommen. Die I ganze Bevölkerung war freudig bewegt. Abends I fand Illumination statt. I

(Nachdruck verboten.),

Mei Frauen.

Roman von E. Borchart.

(Forstehung.)

' Dettingen hat sich neben Elisabeth auf die Rasenbank gesetzt und fängt an, von diesem und jenem zu sprechen, von der herrlichen Gegend, von seinen Reisen nach Italien. Dazwischen er­kundigt er sich ab und zu nach ihrem Befinden.

Er spricht so sachlich und ruhig, daß Elisabeth in Sicherheit gewiegt wird, dabei aber so festelnd und interestant, daß sie es nicht bedauert, in sei­ner Gesellschaft zurückgeblieben zu sein. Allein chon dem vollen Klang seiner Stimme zu lau- chen, ist für sie ein Hochgenuß. Wenn sie ihn »och nur einmal singen hören könnte! Sie weiß es aus Ediths Munde, daß jede diesbezügliche Bitte und Anfrage vergeblich wäre, darum hat sie ihn auch nicht dazu ermuntert. Aber sie kann es sich nicht versagen, von Musik zu sprechen, von der Kunst, die sie so lange schon in ihrem tiefsten Herzenswinkel vergraben mußte. Dettingen geht merkwürdigerweise darauf ein. Er braust nicht auf, er wird nicht leidenschaftlich erregt, wie bei der ersten Berührung dieses Gegenstan­des. Ruhig und klar spricht er von den bedeu­tenden Meisterwerken der Mustkliteratur- sein Urteil ist reif und klar und zeugt von tiefem eingehendem Verständnis. Auch einige berühmte ausübende Künstler erwähnt er mit Anerken­nung ihrer Leistungen, nur von sich und dem, was er einJt geleistet hat, spricht er nicht.

. Dettingens bestrickende Persönlichkeit und )eine seine, geistvolle Unterhaltung verfehlen ihren Eindruck aus Elisabeth nicht. Sie ist davon gefangen und hätte ihren Unfall darüber ver- I Sesten, wenn Dettingen sie nicht eben daran er- I inerte: I

Haben Sie noch Schmerzen?" I

»Nein, ich fühle sie kaum mehr." I

Qur Reaelnrm hpr giirrmfnlnpfrnflß I Kardinals Kopp eineAktion" eingeleitet I 1905 also für acht Jahre belaufen sich, wie ÖUL Jltgeiung oer L.yrons0tgesrage I)a6e 3U bein Zwecke, vom Vatikan Hilfe in der bekanntenDeutschen Ehrentafel" fest.

in Braunschweig. egen die streikenden polnischen! gestellt wird, aufübereinehalbeMilli-

I Schulkinderzuerlangen, daß aber diese I arde, nämlich auf rund 551 657 000 M, für das

A re- 3ur . Bemühungen erfolglos geblieben seien, weil der I Jahrfünft 19011905 beträgt der jährliche

- Wiener Fettung die sich Groß- heilige VaterEermanisierungsversuche durch Durchschnitt dieser Aufwendungen rund

Desterrerch nennt und Föderal! atlonsbestre- ^e Kirche nickt unterstützt sondern ste ver- 84 911000 Jl. Davon entfallen auf direkte frei- Lungen vertritt, nach denen di- einzelnen Kren,m *" -L," willig. Mrimge fax AnM-llt-, A,bette-und

lander Glieder eines Bundesstaates nach deut- ^us,rreuung i bcrcn Angehörige int Durchschnitt dieses Iahr-

I schem Muster werden sollen, beschäftigt sich auchfünftes rund 48^254 000 -N. Diese Zuwendungen Mit der braunschweigischen Frage und erklärt I cl>ne Kardinal Kopp hat die preußische Regie- I |inb uon runb 20 Millionen 1901 aus Über 60

den Kaiser Franz Josef für verpflichtet, jetzt end- I rung beim Vatikan einen derarttgen Schritt ge- I Millionen im Jahre 1905 also um das Drei-

lich zu Gunsten des welfischen Hauses einzuschrei- I tan. Dffenbar setzte jenes Lemberger Blatt die I fache gestiegen. Bezeichnenderweise sind die be­ten. Der Herzog von Cumberland soll jedoch nicht I falsche Meldung nur in der Absicht in Umlauf, I züglichen Zuwendungen von Attiengesellschaften

nur Braunschweig erhalten, sondern auch, Han- die preußische Schulpolitik als durch den Papst und Banken in diesem Zeitraum von 22 auf 18 noneir letzteres freilich in etwas herabgeminder- Iverdammt" auszugeben. Es wäre auch sehr I Migionen gefallen. Der Gesamtbetrag der Stif-

ter Verfassung., DieFriedensverhandlungen I schlimm, wenn die preußische Staatsgewalt nicht | tungen von Arbeitgebern für Arbeiter belief sich

L^u dem König von Preußen und dem Herzog ßU5 eigener Kraft, sondern nur mit Hilfe der im Jahr 1905 auf 116 222129 M, davon entfie-

, ^tterr-L»Kirche der widerspenstigen Polen Herr werden len auf das erste Vierteljahr 27 553 082 M auf

k DefterreuJ) auf Grund folgender Plattform ein- I « . . I das zweite Vierteftahr 57 340 448 M, auf das

geleitet werden: 1 L dritte Vierteljahr 18 851014 M und auf das

1) Hannover verzichtet auf die den französi- ~ JMnnradttlttf btfennt sich die l)Ulte Werteljahr 12 477 585 <M. Da die Zu. scheu Revolutionswirren entsprungene Rang- fammenstellunqen derDeutschen Ehrentafel'

stellung eines Königreiches und erhält die Stel- ^uffa^ung des Verhältnisses von Partei und QUf priünten Mitteilungen beruhen, versteht eg

lung des altgeschichtlichen niedersächsischen Her- ^-Elschaften. Sie schreibt sich non selbst, daß sie lückenhaft sind. Um ft

zogtums beziehungsweise Kurfürstentums. Der x D" Ate Parte/tag bedeutet für die Sozraft bemerkenswerter ist das Ergebnis. Die Summen

Herzog beziehungsweise Kurfürst von Hannover der hier ermittelten Zuwendungen für die Ar-

^t^ejtrcue zu Kaiser und Reich zu geloben. lvorlaufige,) Aushebung.des^^enfttzes von beiterwohlfahrt sind so sollten wir meinen -

2) Der Komg von Preußen hat als Deutscher I ein lebhafter Beweis dafür, daß die Unter-

Kaiser den Dberbefehl über sämtliche in Han- I auseinanderstrebenden ^.endenz dieser be-den I ^^hwer noch immer ein warmes Herz

nover stehenden Truppenteile. Die gesamte Ver- I Organisationen konnte man sprechen vor Mann- I für ihre Arbeiter haben und den

waltnng dieser Truppen obliegt dem preußischen I Henn... Jetzt ist es aber nicht mehr möglich. Eine I L - b Klassenkämpfer nicht ver-

Kriegsministerium. vollständige Einigung, bei der es in gewissem b i e n e n

3) Die Eisenbahnen Hannovers sind Eigen- Sinne ebenfalls weder Sieger noch Besiegte ge- ' ......

tums Preußen und werden von dem preußischen I b.eben hat, ist erfolgt und tm Gefolge davon I

Eisenbahnministerium nach den für Preußen I ®l.ne ^uerliche Stärkung der Sozialdemokratie, I Issffop SRfämrn'rfa ßrtlffrtffitttil

beziehungsweise das Reich erlassenen Gesetzen über die sich die bürgerlichen Parteien durchaus | 146061 MUNIS iSNUastUNst

verwaltet. Das Postwesen einschließlich des Te- I schädlichen Illusionen hingeben sollten. | sind aus den Aufzeichnungen des dritten Reichs^ legraphen- und Fernsprechverkehrs innerhalb I ;®tr aaben die fragwürdigen Mittel durch die I kanzlers Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe Bruch-

Hannovers ist Reichsange^genheit. I dies Kompromiß erzielt wurde, zur Genüge ge- I stücke veröffentlicht worden, die von vielen Zei-

4) Die innere Landesverwaltung Hannovers | kennzeichnet; ohne eine starke Bloßstellung des I jungen alsbedeutsame Enthüllungen" be- ist autonom mit Unterstellung unter die deutsche sozialdemokratischen Parteivorstandes im ganzen trachtet wurden, obwohl sie für den Wissenden Reichsgesetzgebnng. I und Bebels rm besonderen ist es dabei Nicht ab- I kaum etwas Neues boten. Höchstens konnten

In Deutschland wird man diesen Vorschlag, I gegangen, allein für die Zukunft kann es der I einzelne Anekdoten interessieren. Im allge-

ben das österreichische Blatt so gütig war zu I Bartel und ihren Führern sicherlich nur nützen, I meinen war die Veröffentlichung sehr unange-

macheii, nicht ohne Heiterkeit lesen. I daß sie den Mut,besessen haben, begangene Feh- I bracht und hätte bester unterlasten werden köu-

Braunschweig, 10. Dkt. Die Nachricht aus- I ler 3mar nicht ernzugeftehen, wohl aber wieder I nen, da sie bei kritiklosen Lesern nut Verwir-

wärttger Blätter, dem Landtagspräsidenten sei I stut zu machen und von dem gefährlichen Holz- I tung und falsche Ansichten hervorzurufen geeig-

ein Antrag wölfischer Abgeordneten zugegangen, I W der Revolutionsromantik wieder in das net'sind. Der gleichen Meinung sind dieHamb, den Regentschaftsrat zu einem Einigungsversuch bester fahrbare alte Geleise einzulenken. Da- I Nachr.", die dem Hause Bismarck nahestehen. Sie mit dem Herzog von Cumberland aufzufordern, I durch ist die Einigkeit einmal in der Partei sel- I toeifen auch den Vorwurf zurück als habe Bis- ist de'-Branschw. Landeszeitung" zufolge voll- I »er zwischen Revolutionären und Revisionisten, marck es dem Kaiser gegenüber an Ehrerbietung ständig unbegründet. dann , aber auch zwischen Gewerkschaften und I fehlen lasten. Sie schreiben: Fürst Bismarck war

" 1 ' j I ^0^61 zweifellos ganz erheblich gefordert I in erster Linie Rovalistbis auf die Knochen"

Q?e:z. I roo^e? . , .. . ... , 1 und fühlte sich stets als Vasall seines Herrn,

Deutsches mettl!. I hrerdurchdie Sozialreform selber in I außerdem war et viel zu wohl erzogen, als daß

Berlin, 10. Dkt. I Wem Srade geschädigt wird, indem sie d,e Sym- I er sich seinem König und Herrn und dem Groß»

Seine Majestät der Kaiser ist gestern Vor- »er Unternehmer für die Arbeiterbe- Herzog von Baden gegenüber ein Benehmen

mittag zum Jagdaufenhalt im Jagdschloß Hu- ! e?ncn(^®n I häte zuschulden kommen lasten, welches den Ein- .

bertusstock eingetroffen. I mahnt, tft im ^ntereffe I druck hätte Hervorrufen können, daß er im Begriff

- Zur Bekämpfung der preußischen Schul- den oäteVbe^ mit gewesen sei, den Respett vor dem Kaiser zu ver-

polittk in den Dstmarken sprengte das Lemberger zu ändern Verhältnissen natürlich nicht lieren oder dem Großherzog von Baden grob" Volenblatt Glos narodu" die Rackrickt aus dak I . , ZU werden. Wir haben übrigens die bekannte

hia nranfeija/®xDie privaten Zuwendungen für die Arbei- TatsacheTintenfaßlegende" schon vor Iaht und die preußische Regierung unter Vermittelung I terwohlfahrt für den Zeitraum von 1898 bis | Tag wiederholt als gänzlich unbegründet znrück-

Wollen wir nicht einmal versuchen, ein StückDann'lasten''SilmichUffen, daß'sie in dn

tn ^5» Wald zu gehen? I allernächsten Zeit Ihren Besuch nachholen

Elisabeth, die selbst gern versuchen mochte, ob I werden."

ihr Fuß noch schmerzt, ist gern bereit. DettingenDas kann ich nicht versprechen. Sie wissen, ist aufgestanden und reicht ihr die Hand. welcher Unfall mir heute zugestoßen ist."

Nehmen Sie meinen Arm, wenn ich bitten ISie wollen mir ausweichen," ruft er zurück darf, ich bin zwar ein Krüppel, aber vielleichtIhr Fuß ist beinahe gut, und dann gibt es doch dennoch imstande, Sie ein wenig zu stützen." Wagen und Pferde, um den Weg fahren zu kön- Elifabeth nimmt harmlos und ohne Ziererei nen. Vermögen Sie denn nicht zu begreifen fernen Arm und macht behutsam einige Schritte. wie ich mich danach sehne, mit jemand der die

Es geht ganz gut, der Fuß schmerzt kaum noch, Kunst, die Musik liebt, wie ich, zu sprechen, nach-

und sie ist sehr froh darüber. dem ich jahrelang in der Verbannung gelebt

Werner/ sagt zetzt Dettingen zu dem Klei- I habe?"

nen, der bisher nicht von Elisabeths Seite ge- I Elisabeth kann es sehr wohl begreifen; auch wichen und aufmerksam ihrem Gespräch gefolgt I in ihrem Herzen drängt cs nach Mitteilung, nach war, »sieh einmal, welche köstlichen Blumen dort I gegenseitigem Gedankenaustausch. Seine letzten £ui stehen. Willst du nicht einige für I Worte haben sie wieder völlig beruhigt, und sie

Taitte Elisabeth pflücken? I glaubt, es wagen zu können, jetzt von seiner per-

Werner ist natürlich sogleich bereit und kaust I sönlichen Kunst zu sprechen.

da--n. die Blumen zu holen. IUnd warum verbannen sie ihre schöne Kunst

Da beugt sich Dettingen plötzlich zu Elisabeth in den verborgensten Winkel der Erde?" sagt sie herab und steht mit seltsam durchbohrenden langsam.

Blickm an: I Wie meinen Sio das?" fragt er erregt.

ll"d Sie die ganze Zett über nicht IWarum singen Sie nicht mehr, warum gön-

nach Boyneburg gekommen? I nen Sie keinem Sterblichen mehr, den Wohl-

Elrfabeth erschrickt und wird, unwillkürlich I klang ihrer Stimme zu hören»" rot, Nicht über die Frage selbst, sondern über den I"Halt!" ruft er wie beschwörend, ließ ihren ?.»»'w dem sie gesprochen ist. Sie will ihm in- I Arm los und fährt sich mit beiden Händen wild Mi t^ren Arni entziehen, aber er hält ihn I und aufgeregt durch das dunkle, krause Haar. e't- q. I »Veschören Sie die Geister der Vergangenheit

Antworten Sie mir, bitte. I nicht herauf, machen Sie mich nicht rasend. Was

Es fand sich keine Gelegenheit," erwiderte I wollen Sie denn? Ich bin nur noch ein Krüppel! i^rl9en und verwirrt durch seinen ihr unver- I Kann ich nicht mehr ein ganzer Künstler sein, so % re r I ich auch nichts Halbes."

^"e^^genhett? Wa-Tragen Sie nicht die Kunst in sich? Was Wahrheit? Sie wollten | tut das Aeußere dazu?" fragt Elisabeth, von

?bsellen nicht begegnen." I diesem Gespräch ergriffen, lab/'r kulgegnet Elisabeth, IWas das Aeußere tut? Das fragen Sir J.5, ®;V,err vollständig gefaßt:ich komme auch I mich? Hahaha, was meinen Sie, welchen Ein- sonst nicht so ost nach Boyneburg." I druck auf der Bühne ein hinkender Tannhäuser,

- e unversöhnlich?" I ein hinkender Siegfried machen würde?"

in Ihrer Eesellschast I Sein Spott und seine Bitterkeit tun Elija- hier zurückgeblieben?^ fragt ste zurüL I Leth in der Seele weh.