*
'N
mit
und Kirchhain. «^
Zweites Blatt
sitzen.
Zischgas tschekate Kuah. Eine lustige Tiroler Geschichte*) von Rudolf Ereinz.
Eine offiziöse Mitteilung aus Berlin äußert sich über die Auffassung der Lage wie folgt:
Es gibt in der Geschichte der Staaten politische Augenblicke, wo man, fern von aller Gefühls» Weichheit und allen juristischen Lehrmeinungen, 'kalt und nüchtern prüfen mutz, was dem Lebensinteresse des eigenen Staates unbedingt notwendig ist. Für Preutzen war seinerzeit die Erwerbung von Hannover eine Lebensbedingung. Erst dadurch wurden die beiden Hälften, die in ihrer Vergangenheit, in ihren wirtschaftlichen Verhältnissen und in ihren sozialen Auffassungen so grundverschieden waren, zu einem einheitlichen Staatskörper verbunden. Man kann es verstehen und achten, wenn die hannöversche Be» -völkerung, welche noch unter dem alten Herr» scherhause gelebt hat, für dieses eine pietätvolle ^Erinnerung bewahrt. Die unerbittliche Staats- Notwendigkeit aber kann solchen Gefühlen keinerlei Rechnung tragen und mutz mit der Erwer- ibung Hannovers durch Preutzen als einer unabänderlichen Tatsache dauernd rechnen. Trotzdem ^glimmt die welfische Agitation unter der Decke sdex jetzigen Herrschaft noch vielfach fort, und ihre 'Anhänger haben durch zahlreiche Kundgebungen ^unzweifelhaft dargestellt, datz die Rückkehr des sWelfenhauses die Hoffnung ihrer Träume ist. «Aber auch in Braunschweig hat leider die wel- ifische Strömung zugenommen, in demselben ^Braunschweig, welches noch in den 70er Jahren durchweg preußischer Gesinnung war und nach idem Tode des letzten Welfenherzogs eine hohen« zollernsche Sekundogenitur mit Freuden begrützt chatte! Datz der Herzog von Cumberland an dieser Entwickelung der Dinge nicht unbeteiligt ist, weiß jedermann. Seine Kundgebungen und seine Verbindungen mit der hannöverschen Welfen- partei haben wesentlich zu dieser Wendung beigetragen. , Der Herzog von Cumberland und seine Familie sind mit der welfischen Bewegung in Hannover untrennbar verbunden und, selbst wenn der Herzog wollte, könnte er sich von dem Druck dieser Verhältnisse nicht mehr befreien. Deshalb konnte selbst der Verzicht des Herzogs auf das benachbarte Hannover, falls er in Braunschweig den Thron bestiege, für Preußen und das Reich eine ausreichende Gewähr gegen die welfische Agitation in Hannover nicht bie, ten. Solche schwerwiegenden politischen Fragen müssen nicht nach Worten und papiernen Noten, sondern nach der ernsten Schwerkraft der tatsäch- lickien Verhältnisse beurteilt werden. Ein Welfe chuf dem braunschweigischen Thron würde somit ■eine stets wachsende drohende Gefahr für die Muhe in Hannover, für die Integrität Preußens
„Jatz wär's schon bald notwendig, datz die 'Kälber auf die Bäum' wachsen! Man weiß ja nimmer, wo man das Schlachtvieh auftreiben soll bei derer Fleischnot!" jammerte der Dorfmetzger Kruft-) „Bis d' a alte Kuah kriagst, muast dir völlig die Füatz auslaufen und 's Maul wund reden!"
Marburg
Mittwoch, 10. Oktober 1906
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UniversitätS-Buchdmckerei 41»
Marburg, Markt 2L — Telephon 55. ö
Mitteilungen aus dem Leserkreise. Für die unter dieser Rubrik veröffentlichten Artikel übernimmt di« Redaktion nur die preßgesetzlich« Verantwortung, nicht aber die dem pub'ikum gegenüber.
Wie aus einer Mitteilung in Nr. 232 zu ersehen war, hat man einen Teil der neuanzu- legenden Straßen schon mit Namen bedacht, worunter manche die wunderlichste Bezeichnung haben, die für das Publikum unverständlich sind. In einer Stadt wie Marburg sollte man doch nicht in Verlegenheit kommen, den neuen Stra- tzen passendere Namen zu geben. Da war z. B, der Erbauer der ersten Anatomie, Hofrat Heinrich Bürger, gestorben am 6. Dezember 1842, ein großer Operateur und ausgezeichneter Arzt, seit 1810 in Marburg. Das Herz dieses großen Anatomen wird noch heute in der Anatomie aufbewahrt. Der 1846 verstorbene Superintendent Carl Wilhelm I u st i, bekannt als großer Schriftsteller. Der Name Münscher lebt auch in seinen Schriften über das Hessenland fort. Professor Sylvester Jordan, einstens die gefeiertste Persönlichkeit in Marburg, der Schöpfer der hessischen Verfassung, bis 1848 in Marburg. Dionysius Papin, Professor in Marburg von 1687—1707, der Erfinder der Dampfkraft. Letzterem zu Ehren hat man in Cassel einen Papinbrunnen errichtet und nach Jordan hat man dort eine Straße benannt. Eine Land- grafenstratzen hat man so benannt, aber eine Landgraf Philipp st raße hat man noch nicht. Dem großen Gelehrten V ult ejus hat man eine Gedenktafel errichtet, aber ein Straßenname fehlt. Wo der Name „Hamelplatz" und „Hamelstratze" herkommt, bleibt dem Einsender unverständlich. Ob hier einmal eine Hammelhute gewesen ist? Auch der Name „Meteorstraße" bedürfte einer Erklärung, am Ende bekommen wir noch eine Automobil- und eine Fahrradstratze. >
Man sollte doch etwas wählerischer sein bei
Auf dem Knollengut hausten zwei Geschwister. Die Zischga und der Kaschper. Beide ledig. Der Kaschper ein guter Fünfziger und seine Seester nicht weit von den Fünfzigern.
--- .: P y X* < .
4) Einschmeicheln. " • "u' '
•) »Perlaggen", beliebtes Tiroler Karten-, spiel-.
der Taufe neuer Straßen und sich die Tauf- pathen erst genauer ansehen, ob sie auch di« nötige Ortskenntnis zu einem solchen Amt 6e»
Loisl und stackelte eines Tages, nachdem im Geschäft Feierabend gemacht worden war, zum Knollen.
Er traf in der rußigen Küchel nur den Kasch, per, der auf der Herdbank saß und Holzspüne zum Unterzünden schnitzte. Gleich darauf kam die Zischga herein.
„Schau, daß d' in Stall kimmst! Die tschekate Kuah hat noch koa Fuatter!" herrschte sie den Bruder an, der sich schweigend zur Küchentür hinausdrückte.
Dann lud sie den Loisl ein, auf der Herdbank Platz zu nehmen. Die Zischga mußte einmal nicht gar so unsauber gewesen sein. Jetzt freilich war sie derb und knochig geworden, und über der Oberlippe saß ein ganz respektables Schnurbartl.
„ Wart', i wärm' dir an Kaffee, Loisl!" sagte sie mit dem freundlichsten Ton in ihrer Stimme. Der Loisl gab durch einen zufrieden knurrenden Laut fein Einverständnis kund und überlegte im stillen, wie er jetzt wohl die Sache am schlauesten anpacken sollte.
„Wird nimmer viel Milch geben bei’ tschekate Kuah!" begann er nach einer Weile, während sich die Zischga beim Herd zu schaffen machte.
„Könnt's nit schelten!" erwiderte diese. „Milch gibt sie noch gn'ua! Dö Kuah is mir noch lang nit feil!"
Holla? Da war er in der Sackgass'n. Auf diese Weise ging es nicht, dachte sich der Loisl.' Da mußte er geschwind umstecken. Er verfiel wieder in tiefes Nachdenken. Unterdessen war der Kaffee fertig geworden. Die Dirn stellte die mächtige Schalle vor den Loisl auf den Herdrand und legte einen mürben Fastenbretz'n daneben.
Der Loisl tauchte den Bretz'n ein, schluckte und kaute. Die Zischga wusch unterdessen le einem große« Kessel Geschirr ab.
-----> LSchlutz ftlgt.)^
„I müßt dir schon a Kuah!" meinte der Metzgerknecht Loisl.
„Nachher weißt mehr als wia i!“ rief der Kruft.
„Die tschekate-) Kuah von der Knollen Zischga^)," erklärte der Loisl.
„Um dö kannst du handeln, wann's dich g'freut! Denn leichter Handl' i dem Tuifl a arme
*) Wir entnehmen diese köstliche Geschichte dem soeben erschienenen neuesten Buch des bekannten Tiroler Volksdichters und- Humoristen Rudolf Ereinz: „Bergbauern. Lustige Tiroler Geschichten" (Verlag von L. Staackmann, Leipzig). Das Buch, welches zwölf drollige Eeschich. ten aus dem Tiroler Volksleben umfaßt, entfesselt von Seite zu Seite die schallende Heiterkeit des Lesers. Das ist alles lebenswahre, echte Bergnatur, unverfälschter kecker Bauernhumor. Wir können unfern Lesern die Anschaffung des Bandes, von dem wir eine Probe bieten, nur bestens empfehlen. (Preis brosch. 3 «M., eleg. geb. 4 cH). Humoristische Novitäten find selten auf dem deutschen Büchermarkt. Mit einem so lustigen Buch wie den „Bergbauern" macht daher jeder fich oder seinen Freunden ein prächtiges .Geschenk.
Christian.
*) Tschekate (auf der ersten Silbe betont) »gescheckt. , -
') Franziska, !
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Doerkes-Bovvard -n Wnrfnn-rr
Vierteljährlicher Bezugspreis- btt der Expedition 2 Mtz. 9Q7 bei allen Postämtern 2,25 M. («xrl. Bestellgeld).
JnsertlonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Ptz, . Reclamen: die Zeile 30 Pfg.
11 ■" I BW——Illi» II ■ I — I ■■ ■ ■ ■■ ■!■—I gwill " _ ———■———————j
(Nachdruck verboten.)^ | Seal' ab als dem alt'n Geizkragen a Stuck I Beide hätten gern geheiratet. Aber mit dem I Viech!" sagte der Kruft. I Kaschper wollte es keine wagen, weil einer jeden
I »Weißt Kruft, dö Sach' is nit so verzwickt! I die Schwägerin zu ,,z'nicht"°) war. Und bei der • Der Zischga muatz man halt a bissel schön tuan! I Zischga wollte schon gar keiner anbeißen, weil | Nit gleich mit der Tür ins Haus fallen! Die I kein Mannsbild beim Heirat'» gern die Hos'n alten Madeln kann man für a guat's Mörtel I hergibt. Und die hätte die Zischga ganz gewiß u an kloan' Fingern wickeln!" I angezogen!"
„Nachher wickel's du! Mir is dös Raffelscheit I Der Kaschper war bei seiner Schwester, die zu zach dazu«!" I den Haushalt führte, nicht zu beneiden. Die
„Abg'macht! I probier's! Wirst feh'n, dö I „farnüffelte“7) ihn gehörig, so daß er auch bei tschekate Kuah krieg'n wir! Wia hoch darf i denn I der widerhaarigsten Ehegesponfii nicht schlechter steigern?" gefahren wäre.
„A Hunderter is g'nua! Höchstens noch a Zeh- I In früheren Jahren hatte der Knollen Kasch- ner drauf!" I per manche schüchterne Versuche unternommen,
„Alsdann fang' i mit fiebz'g Gulden an." I seine Schwester an den Mann zu bringen und
»Fang' nur an, wenn du g'schwind von allem I dadurch seinen Hausdrachen einem anderen auf« Anfang an autzi g'schmissen werden willst!" sagte I zuhalsen. Alle derartigen Unternehmungen der Metzger Kruft. I waren jedoch kläglich gescheitert. Schließlich
„A zwoa Woch'n muatz i aber Zeit hab'n!" I hatte sich der Knollen Kaschper in sein Schicksal meinte der Loisl. „Denn i muatz mich bei der I ergeben.
Zischga doch z'erst a bissel eintegelnss") I Der Metzger Loisl nahm seinen Plan all- „Meinetweg'n!" entschied der Kruft. „Also I sogleich in Angriff. Wenn er der Zischga begeg- höchstens hundertzehn Gulden! Koan' Kreuzer I nete oder wenn sie in der Metzbank was ein» mehr!" I kaufte, dann spielte er stets den Liebenswür-
Der Loisl war schon Jahre lang beim Krust digen, erkundigte fich nach Haus und Viehstand Knecht und so eigentlich die rechte Hand im Ee- I und so beiläufig auch nach der tschekaten Kuh schäft. Er besaß daher bereits ein gewisses An- I vom Knollenbauern, gab Uebergewicht und sehen und zählte zu den „Hiasigen", die sich am I schenkte dem alten Fegseuer alle erdenkliche Sonntag im Wirtshaus zu den besten Bauern I Aufmerksamkeit.
ein einen Tisch setzen. I Anfangs erntete et entschiedenes Mißtrauen.
Jung war Loisl nicht mehr. Ein Vierziger. I Aber so nachhaltigem Werben kann schließlich Trotzdem aber noch ein ganz fescher Kerl. Der I kein Weiberherz widerstehen, namentlich wenn beste Ranggler, Kegelscheiber und Perlagger") I sich darin in irgend einem Winkel noch immer in der ganzen Gegend. An der nötigen Schneid', I mannderleutische Gefühle finden.
auch der Zischga was abzuhandeln, fehlte es ihm I Die Zischga wurde zusehends freundlicher und ”a5,ei. mW. _ I umgänglicher. Zuletzt lud fie den Metzger Loisl
sogar ein, sich doch einmal das Knollengütl näher zu besichtigen, weil er sich schon gar so viel intet» esfiore.
Nun fei der richtige Augenblick gekommen, den Handel losgehen zu lassen, dachte sich der
9 bös- ’ j
' LlaM ) i
und damit des Reiches sein. Preußen kann aber I ficht gestellt wurde. Der biedere Junggeselle eine solche Agitation durch keinen Akt der Dul- I wandte sich an die angegebene Adresse, und es düng begünstigen. Denn die Verwirklichung I wurde ihm berichtet, er müsse für nähere Aus- der Ziele ist politisch ebenso unmöglich wie etwa I fünfte vorher 6 M. schicken. Er sandte das Geld o m , , - i die Rückgabe Schlesiens an Oesterreich. Die Ver- I ein und erhielt in einem Brief folgende kuriose
'Zur ylCtjClUnfl der TmöNsÜlgefrage l hältnisse an unserer Westgrenze sind fortgesetzt I Antwort: „Keinen Sand in die Stube streuen, itt SUrrntHfAvnol/r I unsicher. Die politischen Verhältnisse auf UN- I damit kein Staub entsteht, Spiegel und Bildet
ill ZnuUniuJUJtlg« I seiet 175 Meilen langen Grenze mit Rußland I hübsch putzen und Fliegendreck entfernen, Tep-
I werden immer ernster, namentlich im Hinblick I piche und Kleidungsstücke jeden Morgen aus» I auf die Schwächung der staatlichen Zentralge- I klopfen, Schlaf- und Wohnzimmer hübsch lüften, I walt im russischen Reiche selber. England ist in I frühzeitig des Morgens mit der Arbeit beginnen, I ein Vertrauensverhältnis zu unserem franzöfi- I das ist ein hochlohnender Verdienst usw." Man I schen Erbfeind getreten. Und im Innern Deutsch- I kann sich vorstellen, was bet teingefallene Jung- I lands hat die Zerfahrenheit der bürgerlichen Ge- I geselle, der sonst immer sehr sparsam und vor- I sellschaft eine Partei emporwachsen lassen, die I sichtig gewesen ist, für ein Gesicht gemacht hat, da Staat und Gesellschaft leugnet. Unter solchen I er seine 6 Mk. auf so leichte Weise losgeworden Verhältnissen in den Verband des Reiches, wel- I ist und außer dem Schaden auch noch den Spott ches vielleicht einer ernsten Feuerprobe entgegen- I zu tragen hat.
geht, einen Bundcsfürsten aufzunehmen, der I =-■...... ■ — ■ a
selbst bei ehrlichster Absicht, feine Pflicht gegen I das Reich zu erfüllen, durch seine ganze bisherige I
Setllung und die seiner Familie eine ernste Ge- l Essen (Ruhr), 5. Okt. An Stelle des ausfahr für den inneren Frieden im Reiche und den I geschiedenen Bergmeisters Engels wurde Berg- | Präsidialstaat Preutzen bedeuten würde, wäre I «ssessor von und zu Löwenstein (Marburg) eine Ueberspannung des Legitimitätsprinzips I °um Geschäftsführer des Vereins für die bergauf Kosten des gesamten deutschen Volkes. Des- I baulichen Interessen im Bergamtsbezirk Dorthalb ist die einzig mögliche Antwort des Bundes- | wund einstimmig gewählt.
rats auf alle entgegenstehenden Forderungen, I Düsseldorf, 8. Oft. Der hiesige „De- Wünsche und Neigungen nur ein entschiedenes: I taillist" deckt folgenden Darlehns-Tric auf. Auf Non possumus. I eine in einem rheinischen Blatt erschienene An-
___ I zeige in der eine „Bank" Darlehen in jeder Höhe ! — .......... ■ J I Höhe an solvente Privat- und Geschäftspersonen
Hessen-Najsai, ,md
Wetzlar, 8. Okt. Zu der kürzlich in der „Ober- I ein gedrucktes Zirkular seitens eines Herrn K. Hess. Ztg." veröffentlichten Nachricht über die von I Schünemann. Berlin, Friedrichstraße 243 ein, in der Rheinischen Landwirtschaftskammer auf der I dem — die Übersendung des „Internationalen Domäne Altenberg errichtete Aufzuchtstation für I Geldmarkt" (Hypotheken- und Darlehensnach- das Vogelsberger Rind wird uns mitgeteilt, I weis) gegen Zahlung des Bezugspreises von 5 daß die Station lediglich deshalb aufgelöst wor- I Mark offeriert wurde. Die üblichen Earantie- den ist, weil zwischen dem Vorstande der Land- I scheine, notariellen Bestätigungen usw. fehlen Wirtschaftskammer und demStationsinhaber über I natürlich nicht. Doch kann nur immer wieder die Auslegung des Haltungsvertrages Mei- I betont werden, daß diejenigen Goldsucher, die nungsverschicdenheiten entstanden waren, die I wirklich Sicherheit leisten können, der Vermitte- stch gütlich nicht begleichen ließen. Eine Stellung- I lung derartiger Menschenfreunde nicht bedür- nahme der Kleinbauern gegen das einheimische I fen und auch die übrigen, wollen sie nicht lebig« Vogelsberger Rind und für das Simmentaler I lich um eine trübe Erfahrung reicher werden, Vieh fei in keiner Weife aus der Auflösung zu I dringend zu warnen sind, dergleichen Angeboten folgern. Die Rassenfrage habe damit nichts zu I näher zu treten. I Im Anschluß an die .Kunsterziehung in der
tun. Wer so Wohlhabend und futterreich sei, um Köln, 7. Ott. Gestern Abend fuhr gegen ^le’ bringt die bet.Theefirma Meßmer, Fran^ Simmentaler Vieh züchten zu können, habe dazu I 7 Uhr auf dem Bahnhof Mehlem der Eüterzug Orgmab
”°n Landwirt- Rr. 8217 infolge falscher Weichenstellung aus Lüs.Sie
schaftskammer ins Leben gerufenen Strerhal- einen Prellbock. Die Lokomotive, ein Packwagen Etundenpläne verdrängen und Liebe und Verständnis
tungsgenossenschaften für schweres Fleckvieh ge- I und vier Güterwagen entgleisten und wurden I zur Kunst wecken. Schüler erhalten diese reizvollen
nügenb Gelegenheit. Die große Mehrheit unse- I zum Teil zertrümmert. Ein Bremser würbe I Drucke in M. T.»Verkaussstellen gratis.
ter kleinen Landwirte sei aber auf den bewähr- I sofort getötet, ein anderer leicht verletzt. Der I » — ।--------- ~ --------- ...lt==s
ten einheimischen Vogelsberger Rindviehschlag I Materialschaden ist erheblich. Die Strecke Köln- I n ,. . . . n. . n-. .
wegen dessen geringeren Anforderungen an Hal- I Koblenz war bis 9 Uhr 40 Minuten nach beiden I I>UCUDlO(ltr61 D> EilDTäDllllin^ V» vUtlksiA
tung und Futter angewiesen und damit zu- I Richtungen abgesperrt. Von dieser Zeit ob et. I ** Rarffisser»tr91 ♦♦ trieben. , folgte eingleisiger Betrieb. Die Aufräumungs- ** Bartussersträsse 21 ♦♦
Vom Eichsfelbe, 6. Okt. Ein Bürgerssohn in I arbeiten dauern fort. | «/» HCrlUfZ.
Seulingen, der auf leichte Weise Geld zu ver- I Bremen, 7. Okt. Der Norddeutsche Lloyd dienen gedachte, las in einer Zeitung eine An- I hat die Zwischendeckpreise im Postverkehr ni^ zeige, worin „hochlohnender Verdienst" in Aus- I Newyork auf 140 Mark ermäßigt.