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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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rerhessische Zei Inas" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition »Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch«. Kain. Neustadt und Wetter, sowie von j»llen Postanstalten und Landbriesträgern ent» Kegengenommen. -

Neueste Telegramme.

r- Berlin, 28. Sept. Zum stellvertretenden Kommandeur der Schutztruppe in Kamerun an stelle des Obersten Müller, der zur Zeit die siouvernementsgeschäfte versieht, ist Hauptmann Zangfeld ernannt worden, der seit 17 Jahren

I n den Kolonien dient.

Frankfurt a. M., 27. Sept. Die internatio­nale Konferenz für Krebsforschung wurde heute mich den Vorsitzenden Geheimrat v. Leyden mit einem Dank namentlich gegen die Teilnehmer tus England, Frankreich und Oesterreich ge» chloffen. In seiner Schlußrede betonte Geheim­rat Leyden, daß die Fortschritte in der Er- orschung der Krebskrankheit, die dem Tier- rxperiment zu danken seien, zu tret Hoffnung berechtigten, daß es in nicht zu langer Zeit ge- ingen werde, das Uebel erfolgreich bekämpfen gu können.

Darmstadt, 27. Sept. Der Eroßherzog ist am Montag im strengsten Inkognito mit dem Kabi- nettsrat Römheld und dem Adjutanten Massen­bach vermutlich nach Rußland (?) aus zehn Tage verreist.

f Wien, 27. Sept. Am Vormittage wurde die ,Schlußsitzung des Historikertages abgehalten. Mittags wurden die Teilnehmer im Rathause ^empfangen. Bei dem Festmahl brachte der Bür­germeister Lueger ein Hoch auf die beiden Mo­narchen, den Deutschen Kaiser und den Kaiser von Oesterreich aus, worauf die KapelleHeilDir ,im Siegerkranz" und die österreichische Volks- Hymne spielte. Die nächstjährige Versammlung findet in Mannheim statt.

i Rom, 27. Sept. Aus gut unterrichteter Quelle verlautet, daß die Veröffentlichung eines neuen Dyllabus bevorsteht, der sich gegen gewisie mo­dern-religiöse Schriftsteller wendet. Eine En­zyklika soll ihm als Vorbereitung vorausgehen. * Aberdeen, 27. Sept. Aus Anlaß ihrer Vier­hundertjahrfeier hat die Universität an folgende Auswärtige Gelehrte den Titel eines Ehren­doktors verliehen: Bulmerincq (Dorpat), Deiß- mann (Heidelberg), Smend (Straßburg), An­schütz (Bonn), Diels (Berlin), Goldzieher (Bu­

tz) (Nachdruck verboten.);

Zwei Frauen.

Roman von @. Borchart.

(Fortsetzung.)

Es ist ein sonniger Maimorgen. Die Sonne xvirft ihre hellen Strahlen durch das Fenster in Elisabeths Zimmer hinein. Sie berühren lieb- jkosend die reine Stirn und den lockigen Scheitel her jungen Frau.

Sie hat, in trübe Gedanken versunken, am Fenster gesessen, jetzt sieht sie hinaus. Der Park sieht in vollem Blätter- und Blütenschmuck, der Springbrunnen läßt seine Wasser spielen, und Die Diamanten leuchtend fallen die Tröpfchen in das Eranitbecken zurück. Vogelgezwitscher dringt herein und verheißungsvoll scheint die ganze Natur zu rufen:Komm heraus zu uns, hier ist Frieden!

Elisabeth greift nach Hut und Schirm und nimmt ihr Tagebuch, darin sie eben geblättert, mit auf den Spaziergang.

Ein schattiger Buchengang nimmt sie auf und führt sie nach halbstündigem Wandern an die Ufer des Landegger Sees, dessen klare Fluten ein Helles Spiegelbild seiner Ufer geben. Auf der einen Seite steht ein kleines Bootshaus, Kähne liegen im Schilf halb versteckt. Richt weit davon, unter einer schattigen Eiche, ist eine Ruhebank, Elisabeths Lieblingsplatz. Hierher lenkt sie am liebsten ihre Schritte, hier muß sie auch stets vorüber, wenn sie nachBoyneburg will, und auf diesem Sitz rastet sie jedesmal. Selten nimmt sie sich für sich allein den Wagen; sie geht am liebsten zu Fuß.

Heute ist die See das Endziel ihrer Wande­rung. Sie setzt sich und läßt ihre Blicke umher­schweifen über das oft geschaute und doch sie im­mer wieder entzückende Bild.

Ein leichter Wind kräuselt die Fluten, sie Magen plätschernd an da» schilfige Ufer, und

dapest), Hamburger (Groningen), Hüppe (Prag) Kielhorn (Göttingen), Kobert (Rostock), Kosta- necki (Krakau), Liebreich (Berlin), Ostwald (Leipzig), .Schipper (Wien), Trendelburg (Leipzig).

Zur Lage iu Rußland.

Petersburg, 27. Sept. In Peterhof wurde eine Dame arretiert, die sich als gefährliche Anarchistin erwies. Sie wurde unter starker Eskorte in der Petersburger Festung interniert. 10 Gendarmen zu Pferde begleiteten den Wagen. In Kronstadt gelang es ebenfalls, 14 Revolu­tionäre zu verhaften, die eine Hausdruckerei zur Verbreitung aufrührerischer Schriften besaßen. Auf der Batterie 4 in Kronstandt liegen 100 Matrosen in Ketten, die ihre Abfertigung zur Zwangsarbeit in Sibirien erwarten. Im Kreise Jamburg des Gouvernements Petersburg sucht eine Bande von Eschen die Bevölkerung zu terrorisieren dadurch, daß sie Brandstiftungeir auf den großen Gütern verübt. Sie hat das be­reits in acht Fällen getan. Zu den geschädigten Gutsbesitzern gehören: Baron Möller, Gutsbe­sitzer Sakomelski, Fürst Obolenski und Frau v. Giers. Der Aufenthaltsort der Bande ist noch nicht ermittelt.

Petersburg, 27. Sept. Im Kasanfche.r Eou- - vernement beteiligten sich an siebzig Dörfer an f den Agrarunruhen. Die Administrativbeamten wurden getötet und andere Regierungsvertreter flohen. Der Premierminister fragte bei dem dortigen Gouverneur an, warum nicht rechtzeitig Maßregeln ergriffen wurden. Das Justiz­ministerium arbeitet einen Gesetzentwurf über Enteignung der Majorate und Erbbrfttz ans.

Kiew, 27. Sept. Der Vorsitzende der hiesigen Abteilung desVerbandes russischer Leute" wurde wegen eines seinerzeit von ihm an den Ministerpräsidenten gerichteten Telegramms unter die Anklage des Hochverrats gestellt, In diesem Telegramm war die Reichsduma als blutdürstig und als nach dsm Untergänge Ruß­lands strebend bezeichnet und ihre Auflösung verlangt worden.

Odessa, 27. Sept. Aus dem Gebäude des Marinebataillons wurden 150 gezogene Büchsen gestohlen. Acht Matrosen wurden verhaftet.

Kattowitz, 27. Sept. Vst Szczakowa über­fielen russische Räuber die Bahnpost des Lern- berg-Szczakowaer Personenzuges. Sie raubten gegen 6000 Kr., 18 Wertbrife und 200 Briefe. Die Briefe und ein Gewehr wurden verbrannt im Walde bei der russisch-österreichischen Grenze anfgefunden.

Stockholm, 27. Sept (Priv.-Tel.) Zur Iden­tifizierung der verhafteten Finen find mehrere sinische Polizeibeamte hier eingetroffen. Die Schweden Larsson und Svensson find wegen un­erlaubter Aufbewahrung von Dynamit unter Anklage gestellt.

traumbefangen lauscht Elisabeth. Doch horch, welche süßen Töne klingen plötzlich aus nächster Nähe an ihr Ohr? Eine Nachtigall ist es, die ihr jauchzendes, frohlockendes und dann wieder kla­gendes Lied ertönen läßt.

Unwillkürlich hält sie den Atem an und flüstert:Kleine, süße Nachtigall!"

Wie deutlich klingen auch ihr diese Worte noch im Ohr! So hat Nora Stein, die Freun­din und Lehrerin, sie oft liebkosend genannt. Sie meint es wieder zu hören, sie meint die geliebte Gestalt vor sich zu sehen. Und die Erinnerung wird wach, tausend kleine Szenen leben vor ihren- Eeistesauge auf, Eesangstundenerlebnisse, die damals ihr ganzes Denken ausmachten. Sie sucht nach Aufzeichnungen aus jener Zeit in ihrem Tagebuch, das sie mitgenommen hat, und vertieft sich in die Lektüre. Die Sehnsucht nach Nora erwacht. Wo mag sie jetzt weilen? Ob sie wieder in Berlin lebt oder ob sie die Sommer­ferien, wie alljährlich, zu einer Reise benutzt? Wie viele, nicht zu beantwortende Fragen, auf einmal! Nora ist damals fortgegangen, ehe Elisa­beth sich verlobte; Nora weiß nichts davon, weiß nicht, daß sie eine Abtrünnige der Kunst ist. Wenn sie es wüßte, was würde ste dazu sagen! Was würde sie dazu sagen, daß sie nicht mehr fingen darf?

Dieser letzte Gedanke ruft ihren alten Schmerz hervor. Sie darf nicht singen daheim im Schlosse, aber hier, in der freier EoÜ^snatur, wer will es ihr zvehren?

Sie legt das Tagebuch auf die Bank und mertt nicht, daß ein Blatt herausgleitet und zu Boden fällt. Nur ein einziger Wunsch, ein ein­ziger Gedanke beseelt sie. Sie erhebt sich und schmettert gleich darauf ihre herrlichen Töne hinaus ins Weite. Von den Bergen hallt es wider, und ein vielfaches Echo wird wach. Erst wehmüttg und scheu, dann jauchzend und froh­lockend, wie vorhin von der Nachtigall, klingt

Frühlingslied, darin sich die ganze engt*

Duch'ches Reich.

..... Berlin, 28. Sept.

1 Seine Majestät der Kaiser hörte gestern in Rominten Vorträge und besichtigte eine dort eingetroffene Abordnung der Ehrenkompagnien der Jnfanterieregimenter Nr. 3 aus Gumbinnen und Nr. 44 aus Eoldap, bestehend aus je einem Unteroffizier und drei Mann, denen italienische Uniformen in der Art unseres Waffenrocks und der Litewka anprobiert wurden, um zu sehen, ob die Bekleidungsstücke praktisch und zugleich ge­schmackvoll seien. Die Uniform scheint von unge­fähr demselben blauen Stoff wie unsere Waffen­röcke zu fein, nur zeigt sie Aufschläge von helle­rem Rot, auch sind die hohen, weißen Binden unserm Auge ungewohnt.

Bei der gestrigen Landtagsersatzwahl im ersten Wahlbezirk des Regierungsbezirks Hildes­heim wurden insgesamt 365 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Landgerichtsdirektor Dr. v. Campe in Hildesheim (natt.) 270 Stimmen, Gemeinde­vorsteher Rautenberg in Luehende (Bund der Landwirte) 95 Stimmen, Ersterer ist somit wieder gewählt.

In der gestrigen Sitzung des sozialdemo­kratischen Parteitages in Mannheim wurde die Debatte über den politischen Massenstreik zu Ende geführt. Die meisten Redner gaben der Empfindung Ausdruck, daß man nach den Reden von Bebel und Legten einer Verständigung zwi­schen Partei und Gewerkschaften bedeutend näher gekommen sei. Auch der gegen die politisch-neu­trale Haltung der Gewerkschaften gerichtete und vom Parteivorstand zur Ablehnung- empfohlene Antrag Kautsky wurde von der Mehrzahl der Redner, darunter sonst als radikal geltende Ge­nossen, bekämpft. Auch Bebel bekämpfte in seinem Schlußwort den Antrag Kautsky und trat bann Rosa Luxemburg entgegen, die gemeint hatte, die Partei wolle im Falle einer deutschen Intervention in Rußland gar nichts tun. Es verstehe sich doch ganz von selbst, daß, wenn ein so unerhörter Akt wie die Intervention in Ruß­land geplant werden sollte, wir alles aufbieten würden, um das zu verhindern. (Stürmischer Beifall.) Was wir tun werden und tun können, das muß man aber schon unserem eigensten Er­messen überlassen. Darüber können wir heute keine Versprechungen machen. Daß wir aber nicht Gewehr bei Fuß dastehen, ist sicher. Die Intervention selbst würde einen reaktionären Akt bilden, der revolutionäre Akte zur Folge haben müßte. (Großer Beifall). Die star­ken deutschen Heeresansammlungen an der Ost­grenze sind nut der allgemeinen politischen Si­tuation, nicht aber einer Jnteroentionsabficht entsprungen. Das erleben wir ja an der Ost- unb Westgrenze in stets steigendem Maße. Na­türlich wünschen die deutschen Staatsleiter die

trübte Jugendlust der Sängerin, die kein Ge­schick zu unterdrücken vermag, ausspricht.

Wie weltentrückt singt Elisabeth, die Augen in die unbestimmte Ferne gerichtet. Sie be- mertt es nicht, daß sie schon lange nicht mehr allein ist, daß jemand ihrem Gesänge still und andächtig lauscht.

Erst als das Lied beendet ist und sie auf­atmend innehält, wendet sie sich um, wie magisch angezogen von den auf ihr ruhenden Blicken.

Da tritt eine herrliche Frauengestalt aus dem Gebüsch und kommt auf sie zu. Fassungslos, nicht wissend, ob sie wache oder träume, starrt Elisa­beth die Näherkommende an. Dann entringt sich ein Jubellaut ihrer Brust, und m:t ausge­breiteten Armen läuft sie in die geöffneten Arme der anderen.

Nora--Nora!"

Elisabeth!"

Die beiden Frauen halten sich umschlungen und küssen sich.

Bist du es denn wirklich, Elisabeth, meine kleine Nachtigall?"

Sie halten sich an den Händen und sehen sich in die Augen, darin sich die Freude über dieses Wiedersehen abspiegelt.

Und du, Nora, und du! Wie habe ich mich nach dir gesehnt gerade heute vor wenigen Augenblicken noch. Wie hätte ich ahnen können, daß ich dich sobald und hier Wiedersehen würde!" jubelte Elisabeth.

Als ich deinen Tönen, die mir so lieb und vertraut vorkamen, nachging, in unbewußter Ahnung, dich hier zu finden, da klopfte mir das Herz vor Freude. Doch nun, laß uns die Zeit ausnützen, komm, fetzen wir uns auf jene Bank, Elisabeth, und tauschen wir unsere Erlebnisse aus."

Nora Stein legte den Arm um Elisabeth; es find zwei edle Erscheinungen, von gleicher Schön­heit und doch so verschieden. Die ältere in der vollsten Blüte, eine üppige Gestalt, etwas Ee-

russische Revolution zum Teufel. Vielleicht sind auch die Truppen enget zusammengezogen wor­den, um einen Kordon gegen russische lleberläufer zu bilden. Auch die Bankwelt hat man veran­laßt, dem Despotismus unter die Arme zu grei­fen. Aber von alledem bis zur bewaffneten In­tervention ist doch noch ein weiter Schritt. Sollt« aber, so kann ich nur wiederholen, das für un­möglich Gehaltene eintreten, so wird die deutsche Sozialdemokratie selbstverständlich haft ihrer internationalen Verpflichtung und ihres glühen­den Wunsches, ein großes Volk in seinem Kamps« gegen den Despotismus zu unterstützen, alles aufbieten, um einen solchen Plan zu durch­kreuzen.

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Die Regelung der Thronfolgefrage in Braunschweig.

In einem Wiener Briefe derNeuen Züricher 3tg", der sich auf Kenner der Stimmung am wölfischen Hofe in Gmunden beruft, heißt es:

Daß der Herzog sich jetzt entschließen sollte, für sich ober einen seiner Söhne ben formellen unb uneingeschränkten Verzicht auf seine Recht« inbezug auf Hannover auszusprechen, ist heute ebenso ausgeschlossen wie früher. Man mag bi« bekannte Behauptung, daß der Herzog von Cum­berland seinem Vater, dem König Georg V., ae dessen Sterbebette geloben mußte, von seinen Rechten nichts preiszugeben und auf seine An­sprüche nicht zu verzichten, in das Reich der Le­gende verweisen oder für wahr halten: sicher ist es, daß der Herzog unverbrüchlich an seinen als geheiligt betrachteten traditionellen Rechten fest­hält und nicht daran denkt, sie zu opfern. Man nehme in Gmunden überdies an, daß Preußen unter allen Umständen entschlossen sei,die Rück­kehr der Welfen nach Deutschland, sei es auch nur auf ben Thron in Braunschweig, unter keinen Umständen zuzulassen"."

Braunschweig, 27. Sept. DieBraunschw. Landesztg." meldet, daß die Resolution des Landtages zur Thronfolgefrage sofort vom Re­gentschaftsrat an den Reichskanzler mit gleich­zeitiger Stellung entsprechender Anträge über­sandt worden ist. Heute morgen ist Staats­minister Dr. v. Otto zur Besprechung mit dem Reichskanzler nach Homburg abgereist.

Aufstand auf der Insel Cuba.

Rewyork, 27. Sept. Präsident Palma nimmt neuerdings eine andere Haltung ein. Er möchte mit den Rebellen verhandeln. Inzwischen be­reitet die Bundesregierung die Mobilisierung von 25 000 Mann vor.

Havanna, 27. Sept. (W. B.) Die gemäßigte Partei ist dahin übereingekommen, eine Kom-

bietendes in ihrem ganzen Auftreten, die jüngere schlanker, lieblicher, jugendlicher noch und doch auch von edlem Stolz beseelt.

Eng aneinander geschmiegt sitzen sie auf der kleinen Bank, und Elisabeth stellt in jugend­lichem Ungestüm zehn Fragen auf einmal. Da lacht Nora, jenes bezaubernde Lachen, damit sie sich die Herzen ihrer Zuhörer im Sturm erobert, womit sie auch das Berliner Publikum entzückt hat. 1

Närrchen, laß mich doch erst die eine Frage beantworten: Im vorigen Monat kam ich vom Amerika zurück. Mein Flug von New York bis San Franzisko war im wahren Sinne des Wor­tes ein Triumphzug. Man feierte mich, man streute mir Lorbeer und Rosen, und doch ich fand nicht, was ich suchte."

Ein langer Seufzer hob ihre Brust, unb bei Ausbruck ihres edlen Antlitzes ward trübe. Elisa­beth faßte nach ihrer Hand und drückte sie. Dn. ermannte sich Nora.

Du willst wissen, wie ich hierher komme? Ich machte einen Abstecher von München aus ir meine Heimat."

So ist dies deine Heimat?"

5a--hier in der Nähe."

Wie seltsam!"

"Weshalb das?"

Du sprachst mit nie davon."

Nein, du weißt, ich sprach nie zu jemand «ob meiner Vergangenheit, nur bei unserer letzten Zusammenkunft in Berlin du entsinnst dich da erzählte ich dir wohl einiges."

Ja, Nora.--Wann gehst du wieder nach

Berlin zurück?" fragte sie ablenkend, als sie dre Freundin in ein finsteres Grübeln versinken sah.

Nie!" gab sie zur Antwort.Ich habe mei­nen Ksn.Ux-.rt mit der königlichen Oper hroche,!."

-' 1" (Fortsetzung folgt.) r - ' *