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trag gestellt:

Den Reichskanzler als Borfitzenden des Bundesrats zu ersuchen, die zur Beseitigung der bezeichneten Gegensätze geeigneten Schritte zu tun und zugleich diese Resolution zur Kenntnis der Königlich preußischen Staats­regierung und Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Cumberland und zu Braun­schweig und Lüneburg zu bringen.

Der Staatsminister v. Otto erklärte, daß der Regentfchaftsrat dem Anträge sofort entsprechen roeri>e. Mit dieser Entschließung des braun-

Partei bereit erklärt, den Forderungen der Li- beralen und der Aufständischen in allen Punkten nachzugeben.

Havanna, 25. Sept. (Reuter.) Das Komitee der Revolutionäre gab eine Erklärung ab, daß nunmehr keine ernstlichen Meinungsverschieden­heiten zwischen ihnen und der amerikanischen Mifiion beständen, und daß sie den Entwurf des Friedensprogramms heute in Empfang nehmen würden.

Washington, 25. Sept. (Reuter.) Es wer­den die größten Anstrengungen gemacht, die amerikanische Marineinfanterie in den cubani- schen Eewäffern zu verstärken. Es sollen sofort 1000 Mann Marineinfanterie an der atlanti­schen Küste zusammengezogen werden, um nach Havanna geschickt zu werden. Die Linienschiffe Indiana" undKentucky" sollen morgen früh von Provincetown, und das KriegsschiffMassa- chusetts" nach Cuba abgehen und alle irgendwie in der nordatlantischen Flotte entbehrlichen Seesoldaten dorthin mitnehmen.

Deutsches Reich.

Berlin, 26. September.

Seine Majestät der Kaiser nahm in Ro- «inten, wie von dort berichtet wird, verschiedene Besichtigungen auf dem Gute vor und unter-

Jn der Sitzung des Landtags am gestrigen Dienstag wurde einstimmig und ohne De­batte eine Resolution angenommen, in der die Ansicht ausgesprochen wurde,daß eine län­gere, ungewiss« Fortdauer des rm Gesetz vom 16. Februar 1879 vorgesehenen Promso- Tiums dem inneren Frieden und damit »er Wohlfahrt des Herzogtums nicht /Srderlich sein würde. Die Landesversamm- sung hätt sich zur Abgabe dieser Erklärung der Bevölkerung des Landes für versichert, die durch­weg von dem lebhaften Wunsch erfüllt ist, eiligst eine endgültige Ordnung der Regierungsver- hältnisse herbeigeführt zu sehen." Deshalb wird lm weiteren an den Regentschaftsrat der A n -

schweigischen Landtags haben die Erörterungen über die zukünftige Gestaltung der staatsrecht­lichen Berhältniffe des Herzogtums eine sichere Grundlage erhalten. Der Wunsch des Landes, die Erledigung des Regentschastspostens zu einer endgültigen Regelung der Thronfolge nutzbar zu machen, wird auch in den übrigen deutschen Bun­desstaaten, insbesondere in Preußen, verstLnd- »isvolle Unterstützung finden. An dem Herzog von Cumberland ist es jetzt, durch eine klare Entscheidung anzugeben, ob er Hannover als preußische Provinz anerkennt oder nicht. Ihm letzteren Falle bleibt im Braunschweig ver- schloflen.

nahm mehrere Zagdausflüge.

Bei der gestrigen Laudtagsersatzwahl im Kreise Aurich wurde der bisherige freikonser- vattve Abgeordnete Dr. Jderhofi, dessen Man­dat für ungültig erklärt worden war, mit allen abgegebenen 199 Stimmen wiedergewählt. j

Allgemach fangen auch die Zentrums- blätter an, von dem Sensationsmacher Erz­berger abzurücken. Schüchtern zwar aber sicht­lich. Es ist auch tatsächlich ganz unerträglich geworden, wie dieser jugendliche Abgeordnete den Herrn und Meister nicht nur in der Zen­trumspartei, sondern auch in der Politik über­haupt spielt. Rach allen Richtungen hin droht tiefer betriebsame Literat mit Enthüllungen und wenn er zur Rede gestellt wird,kneift" er. Wäre der Reichstag beisammen, so konnte ein­fach die Frage aufgeworfen werden, ob es nicht an der Zeit sei, eine Untersuchungskommisswn I .^esskN-Nais-Ul Md Nschbaroebiete. rinzusetzen, um, wie seinerzeit dieAkten Ahl- I " '* Wf

vardts, so dieTrümpfe", die Erzberger durch- I 26. Sept, ^lls Nachfolger des bts-

rus in der Hand behalten will, zu prüfen. Un- hmgen kommandr renden Eenerals des Il^ Ar- ,'eres Erachtens ist es eine unumgängliche Pflicht meekorps, ^nerals der Kavalleme von Langen­der Zentrumspariei, endlich gegen das Erz- I beck ist der bisherige Kommandeur der 22 Divi- bergerfcheSystem",das zwar materiell einträg- I fion, Generalleutnant v. Heringen, mit der lich für den Unternehmer sein mag, aber doch I Führung des U. Armeekorps , ftr allmählich die ganze deutsche Presie herabsetzt Cassel, 25. Sept. Der Staatssekretär des und das Ansehen Deutschlands überhaupt schä- I Reichspostamts, Kraetke, hat die Erwelterungs- digt mit aller Entschiedenheit vorzugehen. Man I Neubauten der Postdirektton besichtigt und ist wird doch nicht annehmen sollen, die Zentrums- I dann nach Hersfeld abgereist.

pattei habe Über Erzberger jegliche Macht ver- Fulda, 24. Sept. Bei den Au-schachtungs- loien wenn dem aber so wäre, dann sollte I arbeiten zum Bau der chirurgischen Klimk iin in dieser'Hinsicht Farbe bekannt und Herr Erz- Garten des hiesigen^ La^krankenhaus^ wurden berger gum ÄÄJÄÄ

«erden. Wenn em Abgeordneter irgend einer I 2inter Löhren ein Sarg mit einer ver­änderen Partei eine parlaEtarisch-rourna- I männlichen ^Leiche ausgegraben. Alles liftifche Praxis ausnbte «ne Erzberger, dann ^cte mu6 bie Untersuchung ergeben, beson- würde nicht zuletzt die Zentrumspartei sehr bald I Funde aus einem Verbrechen her­

geeignete Töne finden, um ihn unmöglich zu I tghren

machen. I Weidenau, 25. Sept. Ein frecher Diebstahl

Die Ergebnfise der «arenhausfteuer für I wurde hier durch einen auf einem hiesigen Werke 1905 werden jetzt in derStatistischen Korre- j beschäftigten Kroaten an einem Bosnier verübt spondenz" mitgeteilt. Danach betrug die Zahl Der freundliche Landsmann erkundigte bei der steuerpflichtigen Betriebe im Jahre 1901 im dem Bosnier nach dmn Preise seiner Uhr, dw

11, bezw. 14. Das Steuersoll dieser Betriebe | ih ** dlhö«, 24. Sept. Der Winter hat «ing von 3073905 M im Jahre 1901 auf I -n Heuer schon sehr frühe angemel-

1965005 c* im Jahre 1904 zurück und stieg im I bet 8m heutigen Morgen waren die Höhen hin­vorige« Jahre wi^>er auf 2 160 394 «M., davon I kt" Reiferts und Wüstensachsen mit Schnee de­in der Stadt Berlin 1342 953 bezw. 839014 ^<tt. , n

beM. 916870 M. »on den 1905 zur Waren- I Gießen, 25. Sept. DerGieß. Anz. erzählt hausfteuer veranlagten £3 Betrieben entfielen I folgendes niedliches Geschichten: In einem ober-

die Zahl der Steuerpflichtigen mttl4 in «er- I "Einern berUngefähr 10 Minuten

fin; es schlossen sich die RegierungsMzitte Pots- I wof)te Uber inzwischen kam ein

dam, Köln, Wiesbaden, Düsseldorf, Arnsberg I unb drehte die Leitung zu. Als sie mit

und Trier mit bezw. 12, 9, 7, 7, und 5 Betrieben I fcem s$lojjer zurückkam, rief sie beim Anblick ,n während bei 16 Regierunqsbezirkn die An- I bet nicht mehr laufenden Leitung aus:Ach du zahl zwischen 4 und 1 schwankte. läiwer Gott, da is die Leitung jo ausgelaafe.

| Butzbach, 24. Sept. Das Heimatpflege- und rto. | Bolkstrachtenfest hat nach dem Rechnungsab- Die Regelung der Regerttschaftsstage schluß eine Ausgabe von ca. 10 000 M verursacht, M H welcher rund 20 000 M Ein-ahme gegenübe:-

itt drtlUfiimftielss. | ^e^cn Der lleberschuß ist nach dem s. Z. ge­

faßten Beschluß des Komitees, zufolge Bestim­mung des geschäftsführenden Ausschusses zur Hälfte dem historischen und T ichtenmuseum zu Butzbach, zur anderen Hälfte dem Verein für -dlii o H"'mat-. Wohlfahrt- und Kunstpflege überwiesen worden. Erstere Summe soll zur Errichtung eines neuen Museumsgebäudes, Be­schaffung weiterer Trachtenfiguren und sonstige Museumszwecke verwendet werden. Der andere Teil wird zu Zwecken ländlicher Heimatpflege demnächst verwendet. In dieser Beziehung sind weitere Ziele in Aussicht o-mommen und es sol­len Deransiali'.ngen stattfinden, über die d rs Näb--e lnät-r bekannt geaeben wird.

Rodheim a. d. Bieber, 25. Sept. Heute Vor­mittag neuen 11 Uhr brach laut ..Greß. Anz. in der Scheuer des Ludwig Schmidt des XTX., der mit seiner ganzen Familie auf dem Neide war ein Brand aus, dem die ganze diesiabrrge Ernte zum Opfer fiel. Da die Scheuer dicht an das Nachbargebäude, angebaut ist, drohte dem ganzen Dorf die äußerste Gefahr. Dank der Windstille, der aufopfernden Tätiakeit der neu» gegründeten Feuerwehr und nicht zuletzt der neuen Wasserleitung, konnte das Feuer auf sei­nen Herd beschränkt werden.

Aus dem Kreis- Wetzlar. 25. Sept. Die Zucht­station für Vogelsberger Rinder, die vor zwei Jahren von der Landwirtschaftskammer der Rheinprovinz für den Kreis Wetzlar auf dem Hofgut Altenberg a. d. Lahn errichtet wurde, ist vor einigen Tagen eingegangen und deren aus 30 Rindern bestehenden Viehbestand an einen Händler veräußert worden. Die Klein­bauern unseres Bezirks waren nicht zu bewegen, sich für das nur kleine Vogelsberger Vieh zu in­teressieren, sie halten vor wie nach daran fest, daß für unsere Gegend wittschaftlich die Haltung und Zucht von Simmentaler Vieh vorteilhafter und für sie nutzbringender ist.

Frankfurt a. M., 25. Sept. Der Ertrag der Sdt. Cütt^r fT.tfvr I Fahrkartensteuer im hiesigen Hauptbahnhof be-

Stoffltnw (Ulf DCT (sllDlI. I tiug im Monat August rund 47 000 <M..

New-York, 25. Sept. Der Frieden auf Cuba I Frankfurt a. «., 25. Sept. Das Polizeiprä- ist, wie schon gestern gemeldet, in Eicht, mtt star- I fidrum St erne größere Partre Ee Zahrrader

3^ä«bniiTen an ble » MkommS »Üd d?- «L

finer Meldung der New-PotterItmes wird 1 *0^,^ rotorf lernen sollen. Seit heute werden Palmas Rücktritt ehestens erwartet. Baron I Beamten Unterrichtsstunden im Radfahren Fkordenflycht, deutscher Geschäftsträger in Ha- I erteilt.

eanna, erklärte, die deutsche Handelswelt I Frankfurt a. « 24. Sept. Bei der Trauer­wünsche lebhaft die Anntttion Cubas. I feiet für Julius Stockhausen, dem in Frankfurt

Seimnm, 24. Sept. (Reuter.) Wie es heißt, I «. M. verstorbenen Eesangmeitter, legte Prof. Haben sich die Regierung und die gemäßigte 1 Scholz, der Direktor des Hochschen Konservato­

riums, im Namen der ehemaligen Königin Marie von Hannover und der Prinzessin Frie­derike einen Kranz an der Bahre nieder. Später wurde die Leiche ins Krematottum nach Offen­bach Lbergefiihrt.

Langenschwalbach, 25. Sept. In der letzten Nacht fiel im Aattal das Thermometer 2 Grad unter Null. Viele Feld- und Gartenfrüchte sind erfroren. Auch im Lahntal faxten leichte Nacht­fröste ein.

Hannover, 25. Sept. Vom 1. Oktober d. I. ab wird das Handwerkerpersonal des Korpsbe­kleidungsamtes des 10. Armeekorps (Hannover) nur aus Zivilhandwerkern bestehen. Die Ein­richtung, die sich sehr bewähtt hat, besteht schon seit einiger Zeit bei verschiedenen anderen Korpsbekleidungsämtern. DerZeitpuntt dürfte nicht mehr fern sein, an dem sämtliche Korpsbe- kleidungsämter nur noch Zivilhandwerker be­schäftigen werden.

Erndtebrück, 24. Sept. Einen schlimmen Sturz tat hier der Privatmann Plett. Er wollte vor dem Zubettgehen gewohnheitsmäßig noch einmal im Viehstall nachsehen. In der Dunkel­heit verwechselte er jedoch die Türen und öffnete die neben der Stalltüre befindliche Kellertür. Er verfehlte die Treppe und stürzte hinab, wo «r bewußtlos Ziegen blieb.

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Marburg und Umgrgend.

(Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß $ 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oberheff. W gestattet»

IPetfctttg, 26. September.

* Herbst-Pferdemarkt. Nach beendigtem Pferdemarkt wurden gestern, wie üblich, die Pferde und Wagen, welche als Gewinne von der Kommission angekauft waren, unter Voran­tritt einer Musikkapelle durch die Stadt geführt. Pünktlich um 3 Uhr begann in Gegenwatt zahl­reicher Zuschauer die Verlosung. Der Vorsitzende des Pferdemarkt-Komitees, Gutsbesitzer Weiers- Häuser seil, aus Wehrshausen hielt zunächst eine kurze Begrüßungsansprache und dann setzte sich die Glückstrommel in Bewegung. Bei einem guten Treffer gab es jedemal einen Tusch. Der Hauptgewinn ließ ziemlich lang auf sich warten, er fiel diesmal auf Nr. 9275. Um 5 Uhr hatte die Verloosung ihr Ende erreicht und enttäuscht zogen die meisten Losebesttzer von bannen. Das Resultat der Ziehung konnten wir bereits eine halbe Stunde später in einer vollständigen Liste mitteilen. Bis jetzt sind uns folgende glückliche Gewinner der ersten Preise bekannt:

Den 1. P r e i s, der in die Kollette des Hrn. Tromm in der Darfüßerstraße fiel, einen kom­pletten Zweispänner, erhielt ein bei Professor Glagau in der Schwanallee bedienstetes Mäd­chen, den 3. P r e i s, einen kompletten Einspän­ner, erhielt ein Frl. Schmidt in der Barfüßer- straße, den 11. Preis, ein Absatzfohlen, Herr Heinrich Becker, Redaktionsmitglied derHess. Lalldeszeitung", den 12. Preis, ebenfalls ein Absatzfohlen, Herr Kühn vom städt. Elektrizi- tätswerk. Auf Wunsch tragen wir noch nach, daß es bei der Aufzählung der Geschäfte, die bei dem gestrigen Martt ausgestellt hatten, nicht Paul. Metzler,. sondern Firma Ernst Doering heißen muß.

! ' XL Armeekorps. Unsere gestern gebrachte

Meldung, Herzog Albrecht von Württem­berg kommandierender General in Cassel werde, hat jetzt die amtliche Bestätigung gefunden. Der bisherige Korpskommandeur, General der In­fanterie Linde, ist zum Präsidenten des Reichs- milit-'rgerichts ernannt worden.

* Dir beiden letzten Feldposten lm Monat Sevttmber gehen planmäßig am 29. und 30. von Hamburg in See. Am 29. verläßt der fällige Relchsvostdarnpfer den heimischen Hafen, um am 23. Oktober in Swakopmund einzutreffen. Am 24. kehrt von dort ein Reichspostdampfer heim, der die Post nach Lüderltzbucht befördert. Am folgenden Tage, dem 30. September, verläßt dann der Woermann-Dampfer Ernst Woermann Hamburg im Fahrplan der Swakopmundlinle II. Der Dampfer ist am 26. Oktober in Swakop­mund. Nack Lüderitzbucht bietet er keinen An­schluß. Die beiden deutschen Dampfer werden sowohl für Feldpostpakete wie für Feldpost­briefe und Feldpostkatten benutzt. Feldpostbrief- findungen, die beim Marinepostbureau in Ber­lin gesammelt werden, gehen am 28. September mittags zur Beförderung mit dem Reichspost­dampfer, am 29. September nachts zur Beför­derung mit dem Woermann-Dampfer nach Ham­burg. Derartige Sendungen müssen je einen Tag vorher aufgeliefert werden, um dasMarine- postbureau rechtzeitig zu erreichen. Feldpost­pakete gehen unmittelbar nach Hamburg, sind aber ebenfalls spätestens am 27. und 28. aufzu­liefern.

* Obstverkaussvermittelungsstelle. Nach dem heutigen dritten Verkaufstage ergeben sich als Eesamtresultat 160 Abschlüsse.

§ Turnerisches. Der Turnausschuß des Gaues Hessen hat für das Jahr 1906/07 folgen­den Uebungsplan erlassen: Sonntag, den 30. September 1906: 1. Gauvorturnerstunde in Gießen; 2. Gauvotturnerstunde Ende April 1907. Sonntag, ben'V. Oktober 1906: 1. Be­zirksvorturnerstunde: Sonntag, den 2. Dezember 1906 : 2. Bezirksvorturnerstunde; Sonntag, den 17. Februar 1907: 3. Bezirksvorturnerstunde. Die 4. Vezirksvorturnerstunde findet 4 Wochen vor dem Eauturnfest 1907 statt.

§ Sin gefährlicher Spaziergänger scheint sich seit einigen Tagen hier aufzuhalten. So wurde er gestern beobachtet, wie er sich am Barfüßertor und am Rotenberg in Gegenwart zahlreicher Kinder schamlos entblößte und so auch seinen Weg fortsetzte.

§ Jahrmarkt. Morgen, 27. b. M. findet hier der sogenannte Michaelismarkt (Krammartt) statt.

Sarnau, 24. Sept. Am Sonnabend ge­rieten hier zwei auf dem Heimweg befindliche Arbeiter, welche noch einmal eingekehrt waren, wegen der Bezahlung eines ^Schnäpschens" mit«

einander kn Sttett. Plötzlich ergriff der ein« ein Ofenrost und verletzte damit seine» Gegner, schwer.

Amönau, 25. Sept. Hier ist eine leie« graphenstation mit Unfallmeldedienst und öffent­licher Fernsprechstelle in Wirksamkeit getreten« X Kirchhai«, 26. Sept. In Ergänzung der Notiz über den Junker-Hansen-Turm in Neu­stadt wird uns mitgeteilt,daß der Auftrag, für Seine Majestät den Kaiser und König Photo­graphien des Junger-Hansen-Turmes in Neu­stadt anzufertigen, dem Photographen Hüttel in Kirchhain seitens des dortigen Landratsamtes erteilt worden ist. Diesen Anfertigungen wurde eine seitens des Photographen Spohr in Neu­stadt schon vor erteiltem Auftrag gelieferte Pho­tographie des genannten Turmes beigefügt.

4« Burgholz, 25. Sept. Dem Holzhauermeister Heinrich Heeb wurde das allgemeine Ehren« zttchen verliehen.

Himmelsberg, 25. Sept. Das allgemeine Ehrenzeichen ist dem Holzhauermeister Augustin Weitzel hier verliehen worden.

H. Biedenkopf, 25. Sept. Der, wie vor eini­ger Zeit in beiOberh. Ztg." gemeldet worben ist, als Privatbozent an der Universität Mar­burg zugelassene Assistenzarzt an der rnedizini- schen Klinik Dr. meb. Hans Vogt, ist ein Sohn unserer Stadt, wo er 1874 geboren wurde. Dr, Vogt war vorher Assistent an bet medizinischen Klinik in Straßburg und an bet inneren Ab­teilung bes Lanbktankenhauses in Cassel.

Vermischtes. -

Vom Schwatzwald, 24. flept. gugeftorener Brunnen am 13. September iffebei uns eine Seltenheit. Der Unternehmer an dem Neubau zu Schonachbach hatte eine Wasserzu» führung zum Mörtelanmachen von dem Fabrik« kanal aus angelegt und in der Nacht vom 12, auf 13. d. M. ist diese Leitung zugefroren. Erst gegen 10 Uhr vormittags war die Leitung auf­getaut und das Wasser lief wieder. So geschehen im wetterlaunischen Jahre 1906.

Trier, 25. Sept. Die kirchliche Feier des Bischofsfestes in dem überfüllten Dom war eine prunkvolle religiöse Kundgebung. Elf Bischöfe wurden in feierlicher Prozession vom Bischofs- palais nach dem Dom und zurückbegleitet. Nach dem Gottesdienst erfolgte die Eratulationscour im Bischofspalais, wobei das Stadtverordneten­kollegium von Trier eine Jubiläumsgabe von 10 000 Mark als Korum-Stiftung zum Schutze verwahrloster Kinder überreichte. Abgeordneter Röten überbrachte die Glückwünsche der beiden Zentrumsfraktionen.

Breslau, 26. Sept. Das Urteil ilt dem Krawallprozeß lautet: Sieben An» geklagte wurden freigesprochen, darunter Frau Feist. Die Hebamme Haase erhielt 15 Mark: Geldstrafe. Leuschnet und Schneider erhielten sechs Jahre und fünf Monate, alle anderen An­geklagten Gefängnisstrafen, die bis zu drei Ta­gen herabgehen.

D a n z i g, 25. Sept. Der katholische Cha- ritasverband für Deutschland, bet; 3555 Mitglieder zählt, trat unter dem Ehren­vorsitz des Bischofs Dr. Rosentreter zum 11. Ver- - bandstag zusammen. Sechzehn deutsche Kirchen- $ fürsten sandten Glückwunschschreiben. An den Kaiser und den Papst wurden Telegramme mit dem Gelöbnis innigster Liebe und unwandel­barer Treue gesandt.

Augsburg, 25. Sept. Die Hauptver­sammlung des Eustav-Adolf-Dek« eins wurde heute Nachmittag durch eine feier­liche Begrüßung seitens der kirchlichen und städtischen Behörden im Goldenen Saale des Rathauses eröffnet. Mit besonders herzlichen Worten begrüßte der erste Bürgermeister Hof- rot Wolfram die Versammlung, wenn auch zu- nächst im Namen der evangelischen Bevölkerung der Stadt, so doch mit der Gewißheit, daß auch ihre katholischen Bewohnet dem Verein, der eine Ftiedensarbeit treibe, ein herzliches Willkom- men entböten. Der Vorsitzende des deutschen evangelischen Kirchenausschusses und der Prä­sident des evangelischen Oberkirchenrates zu Berlin richteten die Grüße dieser Behörden mit warmen Worten aus. v. Schneider, der Präsi­dent des bayerischen Landeskonfistottums, über­brachte die Grüße der vrotestantischen Kirche Bayerns. In glänzender Rede erwiderte der Vorsitzende Geh. Kirchenrat D. Pank auf sämt­liche Begrüßungen mit einem Rückblick auf die große Geschichte Augsburgs, insbesondere auf das hier abgelegte Bekenntnis und auf den hier abgeschlossenen Reliqionsfrieden.

L ö t r a ch, 25. Sept. Den jüngsten Bürger­meister dürste Lörrach haben in der Person des am Montag gewählten Assessors Dr. Eugel- meier; er ist 27 Jahre alt, also ein Jahr über sein Wählbarkeitsalter. Der Bügermeister be­zieht 6000 cM. Anfangsgehalt und 1000 M Woh­nungsgeld. Nach drei Jahren bekommt et 7000 J( und nach weiteren zwei Jahren tww M.

Dresden, 25. Sept. Die Fahrkartensteuer ergab auf den sächsischen Staatsbahnen im August 144 000 M Einnahmen, erhebttch weni­ger, als veranschlagt worden ist.

S t u 11 g a r t, 25. Sept. Gestern ist infolge vorzeitiger Entblockung der Strecke im Tunnel zwischen Stuttgart und Feuerbach ein Personen­zug auf einen vorausfahrenden Leerwagenzug aufgefahren. Vom Personenzug wurden der Lokomotivführer, der Zugführer und ein Bahn­postbeamter verletzt, von den Reisenden Nie­mand. .

Stuttgart, 25. Sept. DerStaatsan­zeiger" teilt amtlich mit, daß vom 1. Oktober ab in den Personen-, Gemischten- und Lokalzügen der wütttembergischen Staatsbahnen die viert« Wagenklasse geführt wird. Der Fahrpreis trägt zwei Pfennig für den Kilometer.

Toulouse, 25. Sept. Die Polizei verhaf« tete eine etwa 22jährige Russin, die vorgab si« habe eine von ihr angeblich in Biarritz und iN den Pyrenäen verfolgte russische Persönlichkeit! mit einer Bombe töten wollen und sich schließ« lich dieser Bombe entledigt. Die VerhastetS. weigert sich, der Polizei ihren Namen anzugeben«

N e w y o r k, 25. Sept. Auf dem Postamt ifl Mladeychir entdeckte man eine HöllenmaW«^