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Neueste Telegramme
und Betrachtungen.
lNachdruck verboten.).
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Aber nicht allein das. Beates stete Gegenwart, ihr, wenn auch unabsichtliches Dazwifchen-
zwischen ihm und seinem Glück? Würde er ohne sie Elisabeths Herz schon gewonnen haben?
Welche marternden, sich immer wiederholenden Fragen! Er hatte sie stets zurückgedrängt als unedel und ungerecht. Die eigene Schwester ein Hindernis zu seinem Glück? Undenkbar?
Karl Peters, der verdienstvolle Bahnbrecher der deutschen Kolonialpolitik, hat bekannt
es ist die einzige Methode, Deutsch-Ostaftika zu einem wertvollen Besitz unserer Nation » machen.
Aus dem ganzen Buche spricht ein Mann von vaterlandsliebendem Geiste, den die Nieder« lagen und Enttäuschungen seines Lebens nicht zum „Nörgler" und „Schwarzseher" gemacht haben. Dafür ist die Anerkennung um so gröber, die dieser Arbeit zukommt, in der Peters sechs Jahre seines Kampfes für die deutsch« Flagge auf dem afrikanischem Boden geschildert hat. Mögen die Erinnerungen und Betrachtungen von recht vielen Deutschen gelesen und -----beherzigt werden. Die Vergangenheit ist die beste Lehrmeisterin für die Zukunst.
—s.
Zwei Frauen.
Roman von C. Borchart.
l Fortsetzung.?
Elisabeth junges Herz bebt und zittert, fie kommt sich einsam und verlassen vor. Heiß steigt es ihr in die Augen, und eine verräterische Träne tropft auf ihre zarte Hand.
Elisabeth!»
Beate hatte bereits den Saal verlassen, um Noch einige Bestimmungen für die Abendtafel zu treffen. Elisabeth bemerkt erst jetzt, daß fie mit Herbert allein ist und daß er neben ihr steht. Da schluchzt sie auf.
Zur Lage in Rußland.
Petersburg, 25. Sept. Gestern abend drangen einige anständig gekleidete junge Leute in die Wohnung eines Hausverwalters, schlossen die Anwesenden in ein Zimmer ein und erklärten, daß vor der Tür dieses Zimmers eine Bombe niedergelegt sei. Dann raubten fie Wertsachen, Pfandbriefe und Wechsel im Betrage von 200 000 Rubel. Die Räuber entkamen. In der Jntendanturniederlage wurde ein Diebstahl von einer Million Arschin Leinwand im Werte von 80 000 Rubel entdeckt.
Petersburg, 25. Sept. Der unbekannt gebliebene Mann, der sich für einen Bauern Wast- liew ausgegeben und der am 15. Juli im Peter- hofer Park den General Koslow tötete, den et für den General Trepow hielt, wurde zum Tod« durch den Strang verurteilt.
Helfingsors, 25. Sept. Das Kriegsgericht in Sveaborg fällte heute das Urteil über die Meuterei in der Maschinenkompagnie in Sveaborg. Bon 174 Angeklagten wurden 4 zum Tode durch Erschießen verurteilt.
Baku, 25. Sept. Heute abend wurde aus. mehreren Wirtshäusern auf Polizeibeamte geschaffen. Polizeipatrouillen erwiderten das Feuer und gaben eine halbe Stunde lang aus die Wirtshäuser, aus denen geschaffen worden war, Salven ab. Eine Person wurde getötet und mehrere verwundet. Den Personen, welch« auf die Polizei geschaffen hatten, gelang es, jt entkommen.
Odessa, 25. Sept. Im Bezirk Krinliary in der Nähe von Kischinew haben die Bauern in sämtlichen Dörfern auf die Weigerung der Gutsbesitzer hin, ihnen Land zu verpachten, durch An- zünden von Strohschobern einen gewaltigen Brand verursacht, der sich infolge der gewaltsamen Verhinderung der Löschungsversuche seitens der Bauern über den ganzen Distrikt verbreitete. Die Bauern haben die Gutsbesitzer verjagt und sich bewaffnet, um den anrückenden Truppen Widerstand zu leisten.
will: der Zanzibar - Vettrag war kolonial- polittsch das Verdammungsurteil für Deutsch-Ostafrika.
Deutschland erhielt dafür das Felseneiland von Helgoland, welches den Mündungen der Weser und Elbe vorgelagert ist. Dies ist eine wesentlich militärische Erwerbung, welche 1890 wenig praktischen Wert zu haben schien, da niemand zu jener Zeit an einen deutsch-englischen Krieg dachte. Inzwischen hat die Welt ein anderes Aussehen gewonnen, und damit muß sie auch die Beutteilung des viel gescholtenen Zanzibarvertrages ändern. Denn für den Fall eines Krieges zwischen Großbritannien und unserem Vaterland würde Helgoland in englischen Händen allerdings eine drohende Gefahr für unsere Nordseeküsten bilden. Es wäre der feste Puntt, von dem aus eine effekttve Blockierung der Jahde-, Weser- und Elbemündung vorgenommen werden könnte, und welcher demnach möglicherweise das Zünglein an der Wage bildet, welche über Sieg oder Niederlage entscher- det. Da in einem solchen Kriege aber der Besitz nicht nur all unserer überseeischen Gebiete, sondern auch das Schicksal unseres Welthandels auf dem Spiele steht, so läßt sich heute in der Tat die Frage noch einmal ernstlich erwägen, ob wirklich Zanzibar, Witu und Uganda ein zu hoher Preis für die Besitzergreifung einer unter Umständen so gefährlichen feindlichen Stellung gewesen ist. Dies werden Marinesachverständige zu entscheiden haben. Wenn ihre Entscheidung in dem Sinne ausfällt, daß der Preis nicht zu hoch war, würde ich mich mit dem Trost bescheiden, daß Jahre voll Mühen, Schmerzen und Gefahren wenigstens meinem Volke dazu verhalfen haben, in Europa seine Defensivstellung zur See zu verstärken.
Das Deutsch-Ostafrika von heute ist sicherlich nicht das, welches mir 1885 oder 1889 vorschwebte. Es ist kein glänzendes Kolonialreich, über welchem unsere Flagge am Westgestade des Indischen Ozeans weht. Aber auch das, was uns aus den Träumen einer hochgehenden Phantasie zur Wirklichkeit geworden ist, bietet ein weites Arbeitsfeld für unser Volk, wenn dieses lernen kann, es wirtschaftlich zu erschließen. Dazu gibt es nur den einen Weg einer nüchternen und sparsamen Bearbeitung: Bebauung des Landes, soweit solches imstande ist, Erträge gewinnbringend zu liefern, und Aufsuchung der etwaigen Mineralschätze unter der Erde? Zu beiden aber ein auf modernen Grundlagen beruhendes Verkehrswesen; und die Organisierung der heutigen Arbeitskraft der Kolonie nach preußischen Gesichtspunkten. Dies ist der Weg, um natürliche Kaufkraft im Lande zu schaffen, aus welcher der deutsche Handel und unsere Industrie Vorteil zu ziehen vermögen;
Zauber, der ihn eben noch umfangen hatte. Elisabeth wandte sich kühl ab, sie sprach von Alltagsdingen, wäyrend er sich vor Sehnsucht verzehrte . Wie eine Königin, so stolz und an- mutsvoll schritt sie darauf an seiner Seite hinunter in den Eßsaal, und er mußte all seine heiße Liebe wieder verschließen in seines Herzens tiefinnersten Schrein.
Während des Mahles suchte jeder dem anderen sein Inneres zu verbergen, jeder wollte den anderen hinwegtäuschen über die Leere und Qual seines Herzens. Und so kam man darüber hin in anscheinend guter Stimmung. Elisabeth hatte sogar die Kraft, ruhig zuzuhören, als Herbert nachher den Brief der Eltern, der an beide Gatten gerichtet war, vorlas. Und dann trennten sie sich. Sie dankte ihm noch einmal für seine Güte und verriet mit keinem Ton, mit keiner Miene, wie furchtbar schwer es ihr wurde, die reichen Geschenke von ihm annehmen zu müffen. Er küßte ihr wie immer die Hand und hielt fie darauf noch eine Sekunde fest. Sie mettte es nicht oder wollte es nicht merken. Schnell verabschiedete sie sich noch von Beate und ging hinauf in ihr Zimmer. Hier brach ihre bis dahin mühsam bewahrte Selbstbeherrschung zusammen. Sie weinte und schluchzte, und erst die Vorstellung, daß er es ihr morgen ansehen könnte, ließ sie die Tränen trocknen und unterdrücken. Aber fie fand keinen Schlaf bis tief in die Nacht hinein und ruhte deshalb am nächsten Morgen länger als gewöhnlich . Als sie sich aber erhoben und sich im Bade erfrischt hatte, war sie wieder mutig und freute sich sogar auf den Nachmittag, wo sie und Herbert zu Boyncburgs geladen waren und malte sich die Freude des kleinen Werner aus über alle die Herrlichkeiten, die man ihm aufgebaut hatte. Und sie selbst brachte ihm heute den lange versprochenen Pferdestall mit den Pferdchen von echtem Fell und den selbstgearbeiteten Schabracken.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain. *
Souutagsbeilage: Mustrirtes TouutaaEM, *
12. Kapitel.
Der heißersehnte Frühling ist endlich da. Die Bäume und Sträucher stehen in vollem Blätterschmuck, die Blumen blühen, die Vögel singen, und lachender, goldener Sonnenschein erfüllt di« Welt.
Elisabeth sitzt jetzt viel auf ihrem Dornröschen- balkon. Sie berauscht sich an der Aussicht, di« sie von hier genießt, wie am ersten Tage ihres Hierseins. Wenn sie nach den Bergen blicktt wenn die Firnen im Abendsonnenglanze rötlich glänzen oder die heißen Mittagstrahlen den Schnee glitzern laffen, immer empfindet sie die gleiche Andacht beim Betrachten dieses gewaltigen erhebenden Bildes. Darüber versinkt ihr die Alltäglichkeit, ihre Seele schwingt sich zu reinen Höhen, sie empfindet keine Sorge, kein Unbefriedigtsein mehr. Nur eine Sehnsucht wird wach, die so lange unterdrückt wurde, die sich aber nun nicht länger bannen läßt, die ihr das Herz zu sprengen droht: die Sehnsucht nach der göttlichen Musik.
Die Trauer um den Vater ihres Gatten oder vielmehr noch eine seltsame Furcht und Scheu vor einer Wiederholung jener Szene mit Herbert in ihrer Brautzeit hat sie bisher davon abgehalten, zu singen. Aber heimlich hat fie doch gehofft er würde sie dazu auffordern. Er hat es ebensowenig getan wie in der Brautzeit, und sie ist zu stolz gewesen, es ohne, vielleicht gegen seinen Willen zu tun. Es hat sie gekränkt und verletzt, denn sie hat vor ihrer Verlobung mit ihm oft sein hohes Kunstverständnis von anderen rühmen hören. .
Welchen Grund feine Abneigung gegen ihtm' Gesang haben kann, ist ihr ein Rätsel. Mit, feiner ersten Ehe hängt es zusammen, se'.ne Bemerkung damals hat es ihr gezeigt, aber vermag er denn noch immer nicht, sich von jenen trüben Erinnerungen loszureißen?
(Fortsetzung folgt.)
Liebe gehabt hätte, die er fu. i, wie viele Wege und Mittel hätten I sich dann finden laffen zum Alleinsein, aber I Elisabeth wich ihm förmlich aus. Heute endlich I fügte es ein Zufall, er hielt sie im Arm, er küßte | sie auf die Stirn, ohne daß sie wie sonst scheu i zurückbebte, er sah in ihren Augen eine ungewohnte Wärme aufleuchten — es ist ja vielleicht nur der Ausdruck des Dankes gewesen, aber es ^at ihn berauscht und beglückt, er hätte die Se- unde zu Stunden ausdehnen mögen. Da — trat Beate herein, und mit ihr schwand der
Sie tritt von ihrem Gemahl zurück, und in ihrem Wesen drückt sich wieder die alte Zurückhaltung, der alte Stolz aus.
Warm war es in des Grafen Brust aufgc stiegen, er glaubte, einen Blick in den Himmel n detan zu haben, und nun war wieder alles Hof- i b gen versunken. Und wodurch? Durch Beates I ti Dazwischentreten. Stand die Schwester wirklich * tr
treten, wie eben jetzt, rote stand es zwischen ihm
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Der ehemalige Reichskommissar Dr. I wörtlich fort:
Karl Peters hat unter dem Titel »Di« I Genau dieselbe Rückwirkung hat die Ver- Eründung von Deutsch-Ostafrika, Kolonial- I gebung Ugandas und seiner Nebenländer auf politische Etinn rungen und Betrachtungen" I die wirtschaftliche Gestaltung Ostafrikas gehabt. '(Verlag von E. A. Schroetschke u. Sohn, Berlin) I Uganda war handelspolitisch das wichtigste ein Buch erscheinen lassen, das nicht nur für den I Stück unseres Hinterlandes, und es gehört zu Kolonialpolitiker und Historiker eine Quelle I den besiedelungsfähigsten Gebieten des Erdteils. iDertooHen Materials bildet, sondern auch jedem I Indem Deutschland es dem britischen Konkur- Kolonialfreunde zur Beurteilung unserer ko- I reuten überließ, schnitt es gewissermaßen den konialen Derhältniffe von besonderem Vorteil I zweiten großen Flügel von seiner Jntereffen- fein dürste. I sphäre. Man mag die Sache erwägen, wie man
Berlin, 26. Sept. Reichskanzler Fürst Bü- I lich „ infolge verhältnismäßig unwichtig.r low wird voraussichtlich bis Ende Oktober in I Vorfälle schwere Anschuldigungen und An Homburg bleiben. I griffe über sich ergehen laffen müffen, und auch
Berlin, 26. Sept. Wie der „Ostafiat. Lloyd" I nod> heute gehört er mit zu den bestgehaßten hört, wird demnächst eine neue Regelung des I Mannern der kolonialfeindlichen Demokratie in Eouvernementsrats von Kiautschou erfolgen. I Deutschland. So unklar diese sonst ist, das Der Gouverneur Konteradmiral Truppe! dürfte I fassen des politischen Gegners versteht sie dafür die Unterlage von Berlin mitbringen. I immer. Mit großem Bedauern sehen daher Im Schutzgebiet hofft man, daß sie die Erfüllung to°n lange alle, die Karl Peters Verdienste um der früher gemachten Zusage bringen wird, daß bte Entwicklung unserer Kolonialmacht kennen die Vertreter der Zivilgemeinde in stärkerem und würdigen, daß seine Erfahrung und Tat- Maße als bisher an der Verwaltung der Ge- kraft für Deutschland unbenutzt bleiben. Und zmeinde beteiligt werden. I dieses Bedauern wird jetzt verstärkt durch das
Hamburg, 25. Sept. Der Postdampfer „Ger- ?uch, in dem Peters die Erwerbung und Grün- trud Wörmann« ist heute Nachmittag um 5 Uhr ^.ng «on Deutfch-Ostastika, unserer größten und Mit 600 in die Heimat zurückkehrenden Krie- reichsten Kolonie schrldert, die wir unbestrett- Dern an Bord, von Swakopmund kommend, in I "ur ^nem Wirken verdanken. Er war die Cuxhaven eingetroffen. Die Truppen werden I Abende Kraft und seiner durchgreifenden daselbst zum ersten Mal bis zu ihrer Entlastung I Rücksichtslosigkeit gelang es, die ostafrikanische tn den großen Schuppen der Hamburg-Amerika- I ^uste für Deutschland zu sichern.
Linie untergebracht. I Eine Persönlichkeit rote Karl Peters, dessen
Stuttgart, 25. Sept. Herzog Albrecht von Erinnerung an die Ereignisse naturgemäß frisch Württemberg, der neue Kommandierende des tst, konnte selbstverständlich nur subjektive Bell. Armeekorps, hat sich heute zur Meldung bei trachtungen geben, die aber nirgends das Maß
hem Kaiser nach Berlin begeben. überschreiten und vor allem den guten Glauben
P-°-. 26. E-pt. DI- tsch-chilch-» älrMt«.
tollet Böhmen« melden übeteinflimmenö Öen SJfeJS? b?
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Dezember dieses Jahres. An der Konferenz sol- ™ len alle Verbände Europas teilnehmen und eine gemeinsame Lohnbewegung für kommenden ^r Plane des Mhnen^Pronleis’ Winter besprechen. Als Ort der Tagung komme L“®n 2
Teplitz oder Dortmund in Betracht. StmS,«?
m _ , _ ' , „ I Wigmanns, von den Erfolgen und spateren
Melbourne, 2^ Sept. Das Bundesrepra- I Hemmungen bis zu dem Zanzibar-Ver- fentantenhaus beschloß mit 17 gegen 16 Stirn, trag vom L Juli 1890, der die ganzen Be- Jnen eine Vorzugsbehandlung nur solchen eng- mühungen des Mannes mit einem Schlage zu lischen Waren zuteil werden zu laffen, die auf nid)te machte. Die Landschaften nördlich vom englischen Schiffen mit weißer Bemannung nach Viktoriasee, ferner Wituland und Zanzibar ?eJ:.be"k Regierung I gingen Deutschland verloren, ein großes sehr Jtttte diesen Beschluß bekämpft. | wertvolles und aussichtsreiches Kolonialgebiet.
Peters sagt in seinem Buch mit Recht, es sei vom kolonialpolitischen Standpunfte ein nicht mehr gut zumachenderFehler gewesen und das ostafrikanische Schutzgebiet sei dadurch ein für allemal verkrüppelt. Er fährt dann
„Herbert, du wolltest--du--du?" „v.v„,_______ p„lw VM 0__IWVI. ..
Sie hat sich emporgerichtet und sieht ihn an: und Elisabeth! Ja,'wenn die letztere diese! ihre Blicke tauchten ineinander. Da öffnet sich I leidenschaftliche DM ----
die Tür und Beate tritt über die Schwelle. I sie empfand, ro?
Eisig überläuft es Elisabeth, und alles Warme in ihr wird ertötet.
vierteljährlicher Bezugspreis: der der Expedition 2 ML, tm.**»^***^*"
MH 6et °llen Postämtern 2,25 M. (eyL Bestellgeld). Erscheint wöchentlich sieben mal.
•/IX Insertlonsgebühr: di- gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pst. cyi rnn» Druck Md Verlage Joh. Aug. Koch, UmverfitätS-Buchdruckerei 41,
Reklamen: die Zeile 25 Pfg. D0MlersMg, 27. ölptCttlDet 1906. Marburg, Markt 21. — Telephon 55. *
Und doch--Sie hatte sich schon einmal zwi
schen ihn und sein erstes Weib gestellt. Hatte sie ihn damals nicht aufgereizt und argwöhnisch gemacht? Und er hatte ihr Glauben geschenkt in seiner blinden Eifersucht; die Schwester stand zu hoch in seinem Herzen. Sein Weib verdammte er darum. — Wie, wenn sie nicht schuldig gewesen wäre und nut — Beate.--Nein, fort
mit solchen Gedanken! Aber konnte Elisabeth re; .;,j( n. - t... g.,,,. e._= i sich an seiner Seite glücklich fühlen, wenn eine
r. ?! 3tCcLFenön ,3,^ Kopf ruht I anbete ihre Rechte schmälerte? Und durfte et
Schulter. Er beugt sich herab und be- I Beate von feinet Schwelle treiben, aus dem äum ersten Male wieder fett langer Zeit I Schlöffe, wohin das Testament des Vaters fie ge- ihre Sttrn mit fernen Lippen Sie bebt nicht I hatte für Lebenszeit? — Welcher Zwiespalt |pirud, feine lerse tröstenden Worte fallen wie I |n seiner Seele! Dem Weibe, dem heißgeliemen, „ I die rechte Stellung verschaffen und die eigene Elsbeth, wenn das Mano- I Schwester dabei nicht zurücksetzen und beleidigen! v" v^ber rst- dann sollen fie uns besuchen, Was konnte er tun, um beiden zu gleicher Zeit
derne Eltern und dem Bruder; rch--ich brockt »u werden? M
wollte dir schon zu Weihnachten diese Freude 1 8<W 3“ n,emn- machen--aber meine Bitte wurde abge
schlagen.