Einzelbild herunterladen
 

............. "I............. ..................... ~1W--

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckkai»

S»n«ta«S»eilaaer SHuRrirteä SonnfeWr»#. *

Jil 208

der Dr. des des

Regimentern wurden verhaftet. Sie werden be­schuldigt, die existierende Regierungsform stürzen zu helfen durch Organisationen und Kundgeb­ungen. 100 Soldaten seien zur Empörung auf­gereizt worden durch die Zusammenstellung und Verbreitung verbrecherischer Aufrufe an Solda­ten und Arbeiter. Den Verhafteten droht nach der Rechtsprechung des Militärgerichts die To­desstrafe. , Gestern wurden unter den seit langer Zeit im Streik befindlichen Arbeitern der Werkstätte eine: hiestgen russischen Gesellschaft einige arretiert. Den übrigen drohte der Gou­verneur, falls sie nicht wieder die Arbeit aufneh­men, die Verweisung aus der Stadt an. Dies Vorgehen erfolgte auf die Anschuldigungen des Verwalters der Werkstätten namens Eretchich hin. Daraus beschlossen die Arbeiter, sich zu rächen. Heute wurde Eretchich von zwei Arbei­tern neben seiner Villa in Kleinerfontain durch vier Revolverschüffe ermordet. Die Mörder ent­kamen.

Wie dieT. R." hört, ist Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg als Nachfolger seines Vaters als Statthalter von Elsaß-Lothringen in Aussicht genommen.

lieber die Persönlichkeit des neuen Ko­lonialdirektors berichtet derTag": Es dürfte bisher nicht häufig vorgekommen sein, daß eine Persönlichkeit in den preußischen oder Reichs­dienst an hervorragende Stelle berufen wurde, die vorher weder im parlamentarischen Leben, "och in irgend einem staatlichen Amt gewirkt hat. Mit Bernhard Dernburg, einem Schüler Georg von Siemens, tritt eine noch im frühen Mannesalter stehende Kraft an eine unter den

gegenwärtigen Verhältnissen besonders schwie­rige und verantwortungsvolle Stelle. Der bis­herige Direktor der Bank, für Handel und In­dustrie (Darmstädter Bank) ist am 17. Juli 1865 in Darmstadt als Sohn des Schriftstellers Dr. Friedrich Dernburg, des Feuilletonredak­teurs desBerliner Tageblatt" geboren. Er ist evangelischer Konfession, erwarb sich die geschäft­liche Schulung in den Vereinigten Staaten und trat, nach Europa zurückgekehrt, in die Deutsche Bank ein, wo er zur Leitung der neubegründe- *e.n Treuhand-Gesellschaft berufen wurde. Er wirkte dabei in verschiedenen Schutzkomitees ausländischer Werte und beteiligte sich u. a. hervorragend an der Reorganisation der 9kor- thern^ Pacific, der Oregon und California- Eisenbahn, der Buenos Aires Anleihe, wie auch bei der Cocietä-Eencrale Jmmobilare. Aus i der neueren Zeit ist feine geschickte Sanierungs- tätigkeii im hiesigen Hypothekenbankwesen (Pommernbank, Preußenbank, Grundschuld­bank) in frischer Erinnerung. Dernburg brat j

Deutsche Kolonien.

Wie das Organ der Deutschen Kolonialgesell­schaft erfährt, beabsichtigt die Ostafrikanisch, Eisenbahngesellschaft auf ihrer Eisenbahn Dar Salam-Mrogoro zum 1. Oktober d. I. den Betrieb zu eröffnen und die erste Teil« strecke bis zur Station Pugu (Kilometer 21) dem öffentlichen Verkehr zu übergeben. Auch längs der Bahn in der Nähe Dar es Salams find schon einige gewerbliche Unternehmungen gegründet und bei der Gesellschaft Anträge auf Anschlußgleise gestellt worden. Daß die Bah« schon jetzt einen großen Einfluß aus die örtliche« Verhältnisie ausübt und neues Leben weckt, kann man sowohl daraus, als auch aus dem Unv« stände erkennen, daß wegen Erwerb von Län­dereien, die im Interessengebiet der Bahn li« gen, von mehreren Seiten verhandelt wird.

Vierteljährlicher Bezugspreis; bet der Expchitio« 2 3RL bei allen Postämtern 2,25 W. upi. Bestellgeld).

ZnsertionSgebühr: die gefallene Zeile ---»»er deren Raum 10 Pk» _______Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.

einen Aufruf mit einem Todesurteil gegen den Stadthauptmann Grigorieff und sämtliche Geg­ner des schwarzen Hunderts erlassen haben soll. Von ausständigen Hafenarbeitern wurde heute der Werkführer Ingenieur Erotchin er­mordet, den die Arbeiter beschuldigen, daß er den Ausgleich mit den Unternehmern verhindert habe.

Kattowitz, 3. Sept. In Zombkowice über­fielen 5 Personen im Kontor der Elektrizitäts- Gesellschaft den Kassierer und raubten 7000 Rubel, die zur Löhnung bestimmt waren. In Sosnowice streiken die Angestellten der Mo­nopolläden.

Bank ein, in der er sich rasch eine maßgebende Stellung sicherte. Sein Ausscheiden bedeutet für dieses Institut einen wohl nicht leicht zu ersetze«, den Verlust.

. ~ 3m nichtamtlichen Teil desReichsan-» zeigers" werden die Ergebnisse des Reichshaus-

| hEs für das Rechnungsjahr 1905 veröffentlicht. I Danach ergibt sich für das Rechnungsjahr 1905 I ein Mehrertrag gegen die Voraussetzungen de» Etats von 6 248 000 -K. Wäre für die Zwecke

I des Reichsinvalidenfonds der Vorschuß von I 3 166 000 oK nicht zu leisten gewesen, so würde der Mehrerertrag entsprechend höher gewesen

| «ein. Dieser Mehrertrag von 6248 000 JA. ist I gemäß § 2 des Gesetzes vom 14. Mai 1904, be- I treffend Aenderungen im Finanzwesen des I Reiches, den Bundesstaaten auf die für 1905 er« I hobenen und durch die lleberweisungen nicht ge- | deckten Matrikularbeiträge erstattet worden.

| Zur Einweihung des Kaiser Wilhelm-

| Denkmals in Bonn am 16. Oktober haben der I Kaiser, der Kronprinz und Prinz Ettel-Friedrich I rhr Erscheinen zugesagt. Es wird ein großer I Kommers stattfinden, zu dem alle Fürstlichkei­ten, die in Bonn studiert haben, eingeladen find,

I Der Kaiser wird dem Kommers präsidieren.

Die Erträgnisse der Erbschaftssteuer it Preußen, die jetzt an das Reich übergegangen, sind in den letzten zehn Jahren von 9 046 000 JUL im Jahre 1896 auf 11 670 000 JA im Jahre 1905 gestiegen. Den höchsten Ertrag brachte dies« Steuer im Jahre 1904 mit 12118 000 JA.

I In Sachen Tippelskirch & Co. wurde ge- ! meldet, daß jetzt das Kolonialamt mit den Zah- lungen an die Firma innehält, und daß be­stellte Lieferungen im Betrage von 2 Millionen nicht abgenommen werden. DieT. R." be­zeichnet diese Meldung als unsinnig und un­richtig, da auch nicht der geringste Grund vor­liege, in Auftrag gegebene Lieferungen nicht abzunehmen. Es findet demgemäß nach wie vor eine Abnahme der bestellten Ausrüstungsstücke statt. Ebensowenig kann davon die Rede sein, daß keine Zahlungen mehr geleistet werden« Solche sind nur in einzelnen Fällen verschoben worden, wenn über die Preise Meinungsver­schiedenheiten zwischen dem Kolonialamt und der Firma entstanden, was bei dem Umfang der Lieferung wohl erklärlich ist. Die Beteiligung der Frau v. Podbielski an der Firma Tippels­kirch hat jene, so teilt dieRhein.-Westf. Zig." mit, bereits im Beginn der Anfeindungen gegen die Firma zu lösen versucht. Im Juli d. Z. stellte Frau v. Podbielski den definitiven An­trag, mit ihrem Geschäftsanteil ausscheiden ga dürfen. lieber die Rückzahlung schweben zur- j zeit Verhandlungen bei dem Anwalt der Firma, da der Anteil statutengemäß den anderen Teil­habern zur Verfügung gestellt werden muß, deren Entscheidung noch vorliegt. Jedenfalls wird Frau v. Podbielski schon in nächster Zeih der Firma' nicht mehr angehören.

Nerreste Telegramme.

Kiel, 3. Sept. Heute feuerten die hier wei- ISnden dänisch-schwedischen Geschwader den Ab­schiedssalut, der von den deutschen Schiffen er­widert wurde. Bald nach 4 Uhr machte das schwedische FlaggschiffAoran" von der Boje los ^nd ging, gefolgt von den übrigen schwedischen Kriegsschiffen, durch die Reihen der deutschen Kriegsschiffe in See. Die Mannschaften auf den deutschen Kriegsschiffen nahmen Paradestellung auf Deck ein und begrüßten die scheidenden schwe­dischen Kameraden beim Passieren mit lauten I Hurrarufen. Die Bordkapellen der schwedischen und deutschen Flaggschiffe spielten die National­hymnen. Gleich darauf folgte unter den gleichen Abschredsfeierlichkeiten die dänische Flotte. Die dänischen und schwedischen Kriegsschiffe führten im Eroßtop die deutsche Flagge, während die deutschen Schiffe zuerst die schwedische und dann I die dänische Flagge im Großtop führten. I

Straßburg (Elsaß), 4. Sept. Eine aus acht Personen bestehende Falschmünzerbande, die seit I einiger Zeit gut nachgemachte Zweimarkstücke in größerer Menge in den Verkehr brachte, wurde I hier entdeckt und festgenommen. Der Führer I _bet Gesellschaft ist ein wegen Falschmünzerei be- I reits vorbestrafter Gipser. I

Prag, 4. Sept. Der Streik im böhmischen I Braunkohlengebiet greift jetzt auch auf das I jBiujet Revier über. Die Belegschaft des I Radetzkyschachtes der nordwestböhmischen Kohlen- I 'yewerkschaft ist in den Ausstand getreten. Es gesteht die Befürchtung, daß die Streikenden die Anderen arbeitswilligen Belegschaften terrorisie- ,'Xen werden. I

Odessa, 3. Sept. Mehrere Mitglieder hiesigen Militärorganisation, ein Arzt Levenson, der Adlige Leontiew, die Tochter Obersten Michailova, ein Freiwilliger Dunai-Regiments, drei Unteroffiziere des Is­mail-Regiments und zehn Soldaten von anderen

Paris, 4. Sept. Die heutige erste Plenar­sitzung der Bischofskonferenz ist der Beratung Verstärkter Bürgschaften zur Wahrung des Ge­heimnisses, dann der Debatte über den von der Kommission ausgearbeiteten Text der neuen Kuldigungsadresse an den Papst gewidmet. Die folgenden Sitzungen gelten der Beantwortung von fünf Fragen, welche sich darauf beziehen, wie der Kultus einzurichten sei, und ob man es juif eine gewaltsame Entfernung der dem Sepa- Vationsgesetze widerstrebenden Priester aus den Lestehenden Kirchen ankommen lassen soll.

Madrid, 4. Sept. Aus dem Streikgebiet in Nordspanien berichten Meldungen aus Coruüa, Daß die vom Militär-Proviantamte hergestellte Brotmenge nicht für die Bevölkerung ausreicht. Zn Santander ist die Lage noch immer gespannt, -rägt aber keinen besonders ernstenCharakter. In Dilbao bessert sich die Situation fortwährend, iman vermutet, daß die Arbeit bald wieder auf- -enommen werden wird.

I Petersburg, 3. Sept. Heber Trepiow's Rück- I tritt wird berichtet, daß der Gouverneur beim

Zaren in Ungnade gefallen fein soll. Als Nach- I folger werden genannt Baron Kleigels und I Gouverneur Karangofow.

Petersburg, 4. Sept. Auf Befehl des Zaren sollen die Generale Stössel und Fock, sowie I pfeift Reiß wegen der Uebergabe Port Arthurs I oem obersten Militärgericht übergeben werden. I ,Petersburg, 1. Sept. Ein Agent der poli- I . Ichen Geheimpolizei, welcher vor einigen Tagen sa trunkenem Zustande gegen die Tür der ita­lienischen Botschaft einen Revolver abgefeuerl hatte, wurde auf dem Disziplinarwege nach dem höchsten Strafmaß mit Dienstentlassung und mit 3 Monatcn Gefängnis bestraft

PDer Handwettertag in Nürnberg wurde im Auftrage des Reichsamts des Innern Mrch den Geh. Regierungsrat Spielhagen mit i^iner Ansprache begrüßt, in der er, von der Blütezeit des Handwerks im Mittelalter aus- Sjeljenb, u. a. bemerkte: Man kann zugeben, daß die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse ves Mittelalters der sozialen Stellung des Handwerks günstig waren; ja vielfach nahm das Vandwerk sogar eine privilegierte Stellung ein. Das ist auch wahr, daß der enorme nationale Aufschwung, den das Vaterland genommen hat, dem deutschen Handwerk nicht immer den glei- Hen Anteil gegeben hat, wie seinem. Zwillings- hruder, der Industrie. Es ist unleugbar, daß Mancherlei Uebelstände bestehen, und daß das Handwerk bedrängt wird infolge der modernen Vntwicklung der Technik. Trotzdem möchte ich meinen, daß das heutige Handwerk den Ver­gleich in keiner Weise zu scheuen braucht. Ein Beweis dafür sind in erster Reihe die Leistun­gen, wie sie die großen Ausstellungen gezeigt haben. Mag nun auch heute nicht alles glän­zend fein, so muß man doch zugeben, daß die Lage des Handwerks um vieles besser geworden E', Ueberall da, wo Geschick und Geschmack eine Rolle spielen, hat das Handwerk heute noch ein» Zukunft. Man kann wohl sagen, daß das Hand­werk den Höhepunkt no-h keineswegs überschrit- £n>t. Hm es nun aber einer neuen, schönen Blütezeit entgegenzuführen, bedarf es eiserner Arbeit und verständnisvollen Mitwirken, aller Korporationen, an deren Spitze die Gesetzgebung die Handwerkskammern gestellt hat. In der Diskussion über den ersten Gegenstand der betr. Beschaffung von Maschinen ti*lL®"er^euSen für selbständige Handwerker «rHarte Cbermeifter Figge-Köln:Unser Parole Muß nicht lauten:Fort mit den Maschinen", IndernHer mit den Maschinen!" Die Haupt- wenn wir die Maschinen haben, ,

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Cassel, 4. Sept. Einen tragischen Abschluß fand ein Streit zwischen Vater und Sohn, der sich am Freitag abend in dem Hause Mühlen­gasse 4 zugetragen hat. Dort wohnt der Arbeiter August Kamstieß, ein in den vierziger Jahren stehender Mann, der die eine Schwäche hat, wenig zu arbeiten und dafür recht viel gebranntes Wasser zu verkonsumieren. Gelegentlich eines Streites hieb sein Sohn in der gereizten Stirn«

mung blindlings auf seinen Vater ein und brachte ihm derartige Verletzungen bei, daß Kamstieß senior nach dem Landkrankenhause ge­bracht werden mußte, wo er infolge der erhalt« nen Verletzungen am Sonnabend verstorben ist« J« R-^M i« taMÄl ä!

I ton Egen Arbeiten zugewiesen be- I Kronstadt, 4. Sept. Die Kaiserin-Witw- I Ich habe hier vor allem Staat und mit dem Großfürsten Michael Alerandrowitsck

Gemeinde im Auge. Ich möchte bitten, daß wir ich heute Nachmittag auf der kaiserlichen ZE affe hier den Ruf ertönen lassen: Fort mit den IPolarstern" nach Dänemark abgereist Der Monopolen, die dem deutschen Handwerk zum I Kaiser und die-Kaiserin, sowie Prinz Christof Schaden gereichen!" (Stürmischer, anhaltender von ©rieibenTanV gaben ben

Sir«L-z s. « gleite uni kehrten später auf der kaiserlichen

I Zur Frage der Führung des IttelsBau- I ^achtAlexandria" nach Peterhof zurück, gewerksmeister" und ,Bau"»rister" wurde fol- auru(t~

I genbe Resolution vorgelegt:Der 7. Deutsche I "

I Handwerks- und Eewerbekammertag erachtet I Deutsches Reich.

ben Umfianb, baß bie Führung der TitelBau- Berlin, 5 September,

uudBaugewerksmeister" in ben mei- - Se. Majestät der Kaiser gewährt am

" «unbesftaaten lebermann freige- Dienstag dem Bilbhauer Götz eine Sitzung. Zur

als geeignet, ben Wert bes in einem Frühstückstafel waren noch gelaben bet englische

Bauhandwerk auf Grund des § 133 bei Ee- Kriegsminister Haldane unb Kriegsminister von

werbeordnung erworbenen Meistertitels zu be- I Einem. 9 **

einträchtigen Er beschließt beshalb, bahin zu - Herr v. Podbielski ist Dienstag von Sr r6 Berechtigung zur Führung die- Majestät bem Kaiser empfangen wo?ben und

I ^er ?'lel rn sämtlichen deutschen Bundesstaaten | zwar zusammen mit dem Regierungsbaurat an den Nachweis der Befähigung zur felbstän- Frey und bem Lanbforstmeister Wrodel. in beten bigen Ausführung bet Arbeiten bes Maurer-, Beisein er bem Kaiser über die Wetterführung Zimmmetet- und Steinmetzhandwerkes, sowie bet Döbetitzet Heerstraße Vortrag gehalten hat bet zum leibstandigen Betriebe dieser Gewerbe DemHann. Cour." wird versichert, die Sittia- onst notwendigen Kenntnisse, insbesondere auch tion sei unverändert die alte. König unb Mini- in. bet Buch- und Rechnungsführung, geknüpft sterprästbent ständen nach wie vor auf dem wird. Die Resolution wurde mit großer Mehr- I Standpunkte, daß ein Entlassungsgesuch des hett angenommen.______________________________ I Landwittschastsministers votliege, über das nur

s=s=*- - ' - 'S | vorläufig bis Entscheidung ausgesetzt sei. !

Zur Lage in Rußland.

Odessa, 3. Sept. Hier treten heute bestimmt I empfangen ist, um sich für die Verleihung bet lautende Gerüchte auf, nach denen die Behörden I Brillanten zu bem Kton-motden persönlich zu in bet letzten Nacht eine militärisch-terroristische j bedanken, barf als -in weiterer Enadenbeweis Organisation entdeckt haben sollen, die sich die I und als ein Zeichen der Wertschätzung der her- Vernichtung sämtlicher Vorgesetzten zum Ziele I votragenden Verdienste angesehen werden, bie gesteckt hatte. Es soll ein umfangreicher Schrift- I bet genannte Ministerialdirettor sich um bas I wechsel mit anderen revolutionären Organisa- I Zustandekommen bes Schulunterhaltungsaesetzes I tionen entdeckt worden fein. Wie es heißt, sind I erworben hat. i

14 Offiziere und ein Regimentsarzt verhaftet I Der Kultusminister hat in einem Einzel- I worden, die beschuldigt sind, geheime Soldaten- I falle als grundsätzlichen Bedenken nicht unter- I Versammlungen im Jntendanturgebäude geleitet I liegend bezeichnet, ausnahmsweise Schülern der I ju haben. Nach anderen Gerüchten ist hier ein I Obersekunda nach anderthalbjährigem Besuche I neues fliegendes schwarzes Hundert, genannt die | dieser Klasse die Reife für die Unterprima zuzu- | Weiße^Earde, gegründet worden, welches sogar | erkennen, sofern sie des Nachweises der Prima- I reife für ben Eintritt in einen Beruf bedürfen. I Heber den Rücktritt des Erbprinzen zu I

Hohenlohe von der Leitung der Kolonialab- I teUung teilt derTag" noch mit: Prinz Hohen- | lohe habe bem Reichskanzler' in ber Unter- I rebung, bie er mit ihm hatte, erklärt, bie ent- I standenen Schwierigkeiten, bie er bei Antritt bes I Amtes nicht voraussehen konnte, hätten sich für I ihn als unüberwindlich herausgestellt, nament- | lich, da ihm bie kaufmännisch-technischen Ersah- | rungen zur Schaffung eines geordneten Bettie- I bes fehlten unb er auch infolge ber jüngsten Vor- I gänge im Kolonialamt bei ben ihm unterge- I orbneten Beamten nicht genügenbe Unter- I stützung gefunden habe. Der Reichskanzler habe I darauf dem Kaiser Kenntnis von ber Sachlage I gegeben, worauf ber mitgeteilte Personalwechsel I beschlossen wurde. I

Marburg Erscheint wöchentlich sieben mal. '

Domerstag. 6, September 1906. M a4113«hrg.