mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntaasbeilaae: AUttstrirtes OormtaaSblatt.
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Ein neuer KolonialdirekLor.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Erbprinz Hohenlohe-Langenburg erbat die Enthebung von der Leitung der Kolonialabteilung. Der Direktor der Darmstädter Bank Bernhard Dernburg ist für die Leitung der Kolonialabteilung in Aussicht genommen. — Die Lösung der Krisis bezüglich der Leitung der Kolonialabteilung ist über Erwarten schnell zum Austrag gekommen. Denn eine Krisis bestand, auch was die Leitung des Amtes anlangte; das war ohne weiteres klar, wenn man die Entwickelung der Dinge beobachtete. Erbprinz Hohenlohe war in diesen für unsere Kolonialverwaltung überaus kritischen Zeitläuften völlig in den Hintergrund getreten, gedrängt, wie hie und da behauptet wurde; man hörte von ihm nur, daß er sich im Urlaub befände. Es war klar, daß er nach dieser Episode der äußeren Untätigkeit in schwieriger Lage nicht frohgemut nach Ablauf des Urlaubs die Geschäfte weiterführen würde. Die Episode Hohenlohe war ungewöhnlich kurz. Die Ablehnung des Staatssekretariats hat die jetzige Wendung wohl eingeleitet; aber man erinnert sich, daß seinerzeit nach guten Quellen zum Ruhme des Erbprinzen verkündet wurde, er werde auch als Direktor die Kolonialverwaltung weiterleiten. Dann aber häuften sich die „Enthüllungen", und wenn man auch noch so viel von ihnen auf Rechnung von llebertrcibungen setzt, es blieb genug, um das Urteil zu rechtfertigen, daß man es hier mit einer Niederlage unserer Kolonialbureau- kr-ttie zu tun habe, die nur auf Grund langjähriger Mißgriffe denkbar war. Erbprinz Hohenlohe hat sich in seiner kurzen Amtsführung vielfache Anerkennung erworben; der Mut, mit dem er dem Rufe des Kaisers auf ein ihm fernliegendes Gebiet folgte, erntete ebenso viel Lob wie sein zurückhaltendes und sachliches Auftreten. Um so mehr wird bedauert, daß er nach so kurzer Zeit Schiffbruch leiden mußte. Mußte; denn wer die Verhältnisse unserer Kolonialverwaltung einigermaßen kannte, wußte wohl, daß, um sich auf diesem ungewöhnlich schwierigen Posten zu behaupten, eine sympathische Persönlichkeit von weltmännischer Gewandtheit nicht genügte.
gegen eine Vergewaltigungspolitik ausgesprochen hat. Da aber bei der außergewöhnlichen Lage der Dinge in Rußland keine Gewähr dafür vorhanden ist, daß die vom Zaren vorgemerkten Reformprojekte in gewünschtem Sinne und bald durchgeführt werden konnten, so soll die Politik der festen Hand fortgesetzt werden, ohne jedoch zu Repressivmaßnahmen zu greifen; mit der allmählichen Wiederkehr der Ruhe sollen dann auch die jetzt geltenden Ausnahmebestimmungen entsprechend abgeschwächt oder gänzlich aufgehoben werden. Damit man sich aber von den aufrichtigen Bestrebungen der jetzigen russischen Regierung überzeugt, wird letztere mehrere Kundgebungen erlassen, darunter auch einen Appell an die russische Bevölkerung, die Regierung in ihrer schaffenden Tätigkeit zu unterstützen.
Petersburg, 3. Sept. Der Kutscher einer Mietdroschke, die der Kurier des Ministerkonseils benutzte, um verschiedene wichtige Schriftstücke den einzelnen Ministern zuzustellen, ne.- schwand plötzlich mit dem Koffer des Kurier», worin noch zwei Portefeuilles mit Dokumenten enthalten waren. Trotzdem der Kurier sich die Nummer der Droschke gemerkt hat, ist der Kutscher unauffindbar. Er ist ein junger Bauer aus dem Gouvernement Nowgorod; die Detektivvoli- zei vermutet aber, daß unter dem Paß dieses Bauern sich eine andere Persönlichkeit verborgen habe.
Warschau, 3. Sept. Beim Verlaßen fernes Hauses wurde der General Tjumentkow von Revolutionären überfallen und durch Revolver- schüsse tätlich verwundet.
Warschau, 3. Sept. Gestern kam es in Zyrardow gelegentlich des Begräbnisses eines vom Militär erschossenen Arbeiters zu Ruhestörungen. Das Militär gab eine Salve ab. durch die 6 Personen getötet und ungefähr 2d verletzt wurden. .
Petersburg, 3. Sept. Trepow hat nun wirklich seit Amt niedergelegt. Das abgeschlossen« Leben ohne jede Bewegung, das er während der letzten 18 Monate führen mußte, und der notgedrungene Verzicht auf körperliche Hebungen im Freien, die für die kräftige Natur des Generals Lebensbedingung sind, haben seine Gesundheit ernstlich geschädigt und in letzter Zeit ein häufigeres Wiederauftreten von Brustschmerzen bei ihm verursacht. Die Aerzte erklärten ihm, bei Beibehaltung seines Amtes habe er keine Aussicht auf Wiederherstellung und verordneten ihm einen langen Erholungsaufenthab' im Auslande.
Reval, 3. Sept. Die Schule mit deutsche» Unterrichtssprache in Wyschgorod, die 14 Iah« geschlossen war, wird wieder eröffnet werden.
Tiflis, 3. Sept. Ueber die Bezirke Telar, Signach, Tioniety in der Provinz Tiflis ist der Kriegszustand verhängt worden.
Hier trennen sich unsere Wege. Lebe wohl, Elisabeth!"
„Nora, jetzt schon?" klagte Elisabeth — Tranen traten in ihre Augen und sie hielt die Hand
Zur Lage in Rußland.
Der für Freitag, 31. August in Neu-Peterhos angesetzte Kronrat wurde den jetzigen Verhältnissen entsprechend unter Beobachtung der strengsten Vorsichtsmaßnahmen, nach außen wie nach innen hin, abgehalten. Bei der Ankunft der Minister und Würdenträger trat zu Wasser wie zu Lande der „volle Sicherheitsdienst" in Aktion, d. h. es waren dieselben Vorkehrungen getroffen, die jetzt für die Fahrten des Zaren vorgeschrieben sind. Der Zar eröffnete die Konferenz mit einer kurzen Ansprache. Sehr bald konnte man den Eindruck gewinnen, daß die Anhänger der Repressivmaßnahmen , keine genügende Unterstützung bei der Majorität finden, zumal da sich der Ministerrat fast einstimmig
„Ja, vollkommen," flüsterte sie tonlos.
„Und hast du es nie bemerkt, wie er dich stets auszeichnete, wie seine Augen nur dich suchten?"
„Ich sah alle diese Aufmerksamkeiten als ein Zeichen seiner Freundschaft für dich an."
„O du Närrchen! Du hast nie vermutet, daß ein Mann wie Graf Landegg sich um dich bewerben würde?"
Der Oberst lachte.
Elisabeth holte tief Atem.
„Nein, Papa, ich habe es nicht vermutet.- 1
Da zog er sie zärtlich in seine Arme und sah ihr in das erglühte Gesicht. >
„Mein bescheidener, schöner Liebling? Es rfl so viel Liebenswertes an dir, daß ich den Grafen und seinen Wunsch, dich zu besitzen, wohl begreife. Wirst du ihn erhören?"
„Väterchen," ihre Stimme hatte etwas Flehendes, „laß mich noch bei euch bleiben, ich fühle mich so wohl im Vaterhause."
Der Oberst sah sie befremdet und enttäuscht an.
„Soll das ein Nein sein, Elisabeth? Gras Landegg ist nicht der Mann, der mit sich spielen ließe."
„Väterchen!" rief Elisabeth entsetzt aus.
„Sei ruhig, Kind--ich denke von meiner
Tochter nicht, daß sie ein beabsichtigtes oder gar leichtfertiges Spiel mit irgend einem Manne triebe, aber Graf Landegg mutz doch annehmen --“
„Hat er dir gesagt, datz ich ihm Hoffnungen gemacht, ihm irgendwie Anlaß gegeben hatte seiner Werbung?" warf Elisabeth erregt ern.
„Nein, das hat er nicht gesagt. Als Man» von Ehre kam er zuerst zu mir mit seiner Anfrage, aber er teilte mir mit, daß du gestern ihm gegenüber so verwirrt gewesen wärest, und das glaubte er zu seinen Gunsten deuten zu dürfen,"
lForfsetzung folgt.)
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veranstalteten Hie Soldaten des Regiments eine Kundgebung und sangen die Internationale. Einige Offiziere, welche die Leute beruhigen wollten, wurden mißhandelt.
Paris, 3. Sept. Die „Humanitck" veröffentlicht einen Aufruf Maxim Gorkis, in welchem die französischen Arbeiter aufgefordert werden, die russischen Revolutionäre durch Geldsendungen zu unterstützen.
Bernhard Dernburg, des Erbprinzen Nachfolger, gilt als ein hervorragender Finanzmann, dessen Name schon öfter genannt ist; er wurde von der Börse häufig als der „kommende Mann" bezeichnet, von dem große Dinge erwartet wurden, und Beträchtliches hat er auf seinem Gebiete geleistet. Es wurden eine Anzahl stattlicher Reorganisationen und Sanierungen auf finanziellem Gebiet von ihm gerühmt.
Aber es kann fraglich sein, ob die dabei gemachten Erfahrungen zur Sanierung der Kolonialverwaltung und unserer Kolonialpoliti? ausreichend sind. Es fehlte die Erfahrung auf kaufmännischem und finanziellem Gebiet in unserer Kolonialverwaltung, und man will diesen llebelstand durch Berufung eines Finanzmannes beseitigen. Doch die Möglichkeit, auch sonst durchzugreifen und sich unabhängig von seinen Räten zu machen, scheint für einen Neuling auf kolonialpolitischem Gebiete doch mindestens außerordentlich schwierig.
Der Direktionswechsel im Kolonialamte erregt in der Berliner Bankwelt großes Aufsehen. Ist es doch dieses Mal eine mitten im Eeschäfts- lebcn stehende Persönlichkeit, die dazu aus- ersehen ist, in Zukunft die Zügel der Kolonialpolitik zu führen. Schon zu Lebzeiten Georg von Siemens' war in Regierungskreisen die Frage erörtert worden, diesen genialen Bankdirektor für das preußische Finanz- und das deutsche Kolonialwesen zu gewinnen. Allein diese Versuche scheiterten immer wieder. Dernburg steht erst im 41. Lebensjahre; er ist ein Sohn des Schriftstellers Friedrich Dernburg und am 16. Juli 1865 zu Darmstadt geboren. Dernburg ist in der deutschen Bankwelt als ein ungemein tatkräftiger Bankleiter bekannt und hat schon zahlreiche Proben seines Tatendranges, einer ungewöhnlichen Schaffenskraft und einer überaus glücklichen Hand in Organisationsfragen gegeben.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlage Joh. Ang. Koch, UniversttStS-Buchdruckerel 41. SfabTQ Marburg, Markt 21. — Telephon 55. M
Marburg
Mittwoch, 5. September 1906
vögelchen."
„Auf Wiedersehen, Nora!"
Fast schluchzend hatte sie Leonore war schon mehrere Noch einmal wandte sie sich um und winkte Elisabeth mit der Hand einen Abschiedsgruß zu. Dann verschwand sie in einem der Seitenwege.
der Freundin fest umspannt. „Einmal muß es doch sein, schnelles Ende. Gott schütze
bei betrachtete er sie prüfend. „Was soll das, Maus? Doch nicht--etwa Liebesgram?"
Er drohte ihr scherzend mit dem Finger, aber Elisabeth lachte hell auf.
„Ich und Liebesgram---zwei unver
einbare Dinge, Väterchen."
„Na, Mädelchen, hat keiner das kleine Herz geraubt, auch nicht gestern?"
„Keiner, wirklich keiner," beteuerte sie lebhaft.
Der Oberst zog unmerklich die Augenbrauen in die Höhe, dann lachte er schelmisch:
„Maus---wenn ich dir nun aber etwas
verrate: daß ein gewisser jemand dich in sein Herz geschlossen hat, daß du ihm über alles lieb und teuer bist?"
„Ach, Väterchen, du scherzest, wer könnte das wohl wieder sein?"
„Wieder?---du hast recht, Kind--
es ist schon der dritte. Aber diesmal ist es einer dem ich mein Kind am liebsten anvertrauen möchte, den ich achte wie keinen anderen."
Eine jähe Ahnung durchzuckte Elisabeth.
„Wer ist es?" fragte sie mit seltsamer Hast und veränderter Stimme.
„Wie neugierig die Maus ist! Sollte sie selbst das nicht besser wissen?"
„Nein, ich weiß nichts!" stotterte sie angstvoll.
„Kleiner Schelm? Nun, so will ich es dir sagen: Graf Landegg hat soeben hei mir um deine Hand angehalten." , '
„Papa!"
Gin Schrei entrang sich Elisabeths Brust. Sie fühlte, wie sie erblaßte, wie ihre Hände zitterten. Also das war die Lösung, darum sein verändertes Wesen, sein heißer Blick, der sie gestern so beängstigt und verwirrt hatte! Warum mußte er es gerade sein, er, bett sie am wenigsten kränken und verletzen mochte? —
„Nun?" fragte der Oberst. ,,D» stehst da wie aus den Wolken gefallen. Kommt dir die- fer Antrag wirklich so unerwartet?^ '
Neueste Telegramme.
Berlin, 3. Sept. Die Generalversammlung Eet Deutschen Mittelstandsvereinigung soll im Monat September in Berlin zusammentreten. Aus der Tagesordnung sind folgende Punkte bervorzuheben: Einheitliche Sonntagsruhe, Einwägung von Schulden, Befähigungsnachweis, Sicherung der Bauforderung und Verschiedenes. Gleichzeitig wird auch über die Frage der Be- chickung des Mittelstandskongresses in Wien »erhandelt werden. Die Ortsgruppen der Mit- elstandsvereinigung sind durch Delegierte ver- reten. Auf je 100 Mitglieder fällt eine stimme. — Der christlich-soziale Parteitag wird
stm 30. September und 1. Oktober in Weimar jtbgehalten werden.
'? Zürich, 3. Sept. Wie die Berner Zeitung Bund mitteilt, ist die Frauensperson, die am Samstag in Interlaken im Hotel Jungfrau am Mittagtisch ohne jeden Grund den französischen Mnanzmann Müller aus Paris erschoß, russischer Herkunft. Die Verbrecherin soll Mitglied jiner revolutionären Verbindung sein.
>■ Interlaken, 3. Sept. Ueber das Attentat im Hotel Jungfrau wird noch berichtet: Bei der Mörderin fand man die Zeitung „Tribüne Rutz" mit dem Bilde Durnowos. Offenbar suchte die Mörderin fand man die Zeitung „TribuneRusse" »es Ministers zu identifizieren, da nunmehr fe^tgestellt worden ist, daß Durnowo tatsächlich in Interlaken weilte und vom 19. August bis hör wenigen Tagen im Hotel Viktoria, das an das Hotel Jungfrau anstötzt, gewohnt hat. Die Mörderin war heute noch fest davon üb-- ft, Durnowo getötet zu haben. Nachdem u . der
Wahre Sachverhalt dargestellt war, äußerte sie, hs tue ihr leid, einen Unschuldigen getötet zu haben; aber in so schrecklichen Zeiten, wie die gegenwärtigen, komme es auf einen Menschen mehr oder weniger nicht an. (!!) Ihr richtiger > ^kame und ihre Herkunft konnte noch nicht ermittelt werden.
jZ Paris, 3. Sept. Die aus 18 Mitgliedern bestehende ständige Abordnung des französischen Episkopats hielt gestern ihre erste Sitzung ab, tim das Programm der morgen beginnenden Vollversammlung der französischen Bischöfe vorzubereiten und besprach hierbei, wie mehrere Blätter wissen wollen, die durch die Enzyklika -es Papstes und das Rundschreiben des Unter» hichtsministers Briand geschaffene Lage. Heut« finden noch zwei weitere Sitzungen der Bischofs- Übordnung statt.
ii Paris, 3. Sept. Im Feldlager von Fous- fetet erschoß sich ein Reservist des 59. Infanterieregiments namens Loubet, angeblich, weil der Stabsarzt sich geweigert hatte, ihn als krank zu Erklären. Als der Selbstmord bekannt wurde,
Von heißem Abschiedsschmerz erfüllt setzte Elisabeth allein ihren Weg fort.
4. Kapitel.
Elisabeth war kaum zu Hause angelangt und hatte ihre Sachen abgelegt, als es an die Tür ihres Zimmers klopfte. Sie öffnete und sah den Burschen davorstehen.
„Der Herr Oberst lassen das gnädige Fräulein bitten, sich sogleich auf sein Zimmer zu bemühen."
Das junge Mädchen erschrak heftig — was hatte sich in ihrer Abwesenheit ereignet??
Mit Bangen eilte sie, des Vaters Ruf zu folgen und trat gleich darauf über die Schwelle feines Zimmers.
Wie erstaunte sie, als sie den Vater ruhig und freundlich auf sich zukommen sah.
„Guten Morgen, Väterchen."
„Guten Morgen, Maus? Ist es jetzt die Zeit, guten Morgen zu sagen?" fragte der Oberst neckend, indem er seine Tochter an sich hekänzog und herzlich küßte.
„Väterchen, du schliefst noch, als ich fottging."
Eine Wolke beschattete sekundenlang des Obersten Stirn.
„Allerdings, ich hatte eine schlechte Nacht und holte das Versäumte nach, doch du, hast du auch schlecht geschlafen? Du siehst blaß aus," jinj» dg--
Lierteljährlicher Bezugspreis- bet bet ExpHition 2 Mt, 9ft7 bet allen Postämtern 2,25 Ml. ;ejtl. Bestellgeld).
ZnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.
Neclamen: die Zeile 25 Pfg.
Zwei Frauen
Roman von C. Borchart.
lFortsehung.)
„Nora, was fehlt dir?" fragte Elisaveth en Lchrocken und setzte sich neben die Freundin.
" Diese hatte sich schon wieder gefaßt.
„Ein Schwindelanfall, es geht schon vorüber, sorge dich nicht um mich."
\ In bei Tat kam wieder etwas Farbe in ihre Wangen and ihre Augen belebten sich.
„Ich werde dich nach Hause begleiten," sagte Elisabeth.
, „Das ist nicht nötig, liebes Kind. Ich fühle Mich wieder ganz wohl, überdies ist es bald ein Ähr, und du wirst zu Hause erwartet werden. Ach werde noch eine Weile ruhig hier sitzen bleiben, beunruhige dich nicht weiter und gehe allein Keim."
u „Laß mich bei dir bleiben, Nora, ich habe poch reichlich Zeit und... es ist das letzte Mal Jüt lange."
*; Eleonore seufzte: „Ja, für lange. Sage, Lieb- grg, ritt nicht eben ein bayrischer Offizier vor- i, der dich grüßte?"
„Ja, Nora."
1 Vermutlich ein guter Bekannter."
„Er verkehrt in unserem Hause, es war Graf Kandegg.--Siehst du, Nora, dir ist noch im-
mer nicht gut, du zitterst noch immer."
£ „Nein, Elisabeth, du irrst dich; ich werde es Kir beweisen."
!„ Damit sprang sie auf, zog Elisabeths Arm »urch den ihren und ging mit ihr, kräftig aus- chreitend, die Allee hinunter. „Glaubst du mir tun?"
ii Das junge Mädchen war beruhigt und bald waren sie wieder in ein anregendes Gespräch Sertiest.
> In der Nähe der Siegesallee blieb Lesoore LMich Men.