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(Nachdruck verboten.)

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Oberst von Deimling habe den Weiterbau der Eisenbahn Lüderitzbucht-Kubub bis Keetmans- Hoop auf eigene Faust angeordnet. Es ist rich» tig, daß v. Deimling wiederholt bei dem Ober» kommando der Schutztruppen und bei dem ©e- neralstabe beantragte, die Eisenbahn Lüderitz- bucht-Kubub sofort nach Erreichung von Kubuk als Feldbahn bis Keetmanshoop weiterzubauen, da er den schleunigen Bau der Strecke Kubub- Keetmanshoop im militärischen Interesse zur Sicherung des Nachschubs für unbedingt not» wendig erachtet. Zugleich hat v. Deimling um die Entsendung des erforderlichen Materials ge- beten. Auf diese Anträge wurde dem Oberstet» durch den Eeneralstab in Uebereinstimmung mit dem Reichskanzler telegraphisch eröffnet, daß Material für den Weiterbau der Bghn über Kubub hinaus ohne Bewilligung der Mittel durch den Bundesrat und den Reichstag nicht zur Verfügung gestellt werden kann.

von Plänkeleien, zwischen Polizei und Landgen­darmen einerseits und Insurgenten anderer­seits.

Auf Seiten der Polizei wurden der Polizeioffi­zier und ein Schutzmann leicht verwundet, aus der Menge eine Frau und zwei Männer leicht, einer schwer verletzt.

Tula, 1. Sept. Der Präsident des Tulaer Bezirksgerichts, Remezoff, wurde in seiner Villa durch acht Revolverschüsse ermordet,' die Täter entkamen.

Zwei Frauen.

Roman von E. Borchart.,

- . _ (Fortsetzung.)

J Sie hatte das junge Mädchen bei diesen Wor­bten an sich gezogen, und seine Hand ergriffen. Da beugte sich Elisabeth, von einem plötzlichen Einfall getrieben, herab und küßte die feine, weiße Hand der Künstlerin.

fO, nicht so!" rief Leonore, indem sie ihr die Hand entzog,laß uns mit einem anderen Kuß unseren Freundschaftsbund besiegeln, Elisabeth! Renne mich Nora und du, wie ich dich schon so lange nur Elisabeth nenne."

rNora!" rief Elisabeth erfreut und erwiderte den herzlichen Kuß Leonores.

l Die beiden Frauen hielten sich umschlungen, und als sie sich wieder aufrichteten, da hatten sie beide Tränen in den Augen. Sie dachten wohl daran, daß sie heute zum letzten Male für lange Zeit zusammen waren und sich ihrer Liebe und Freundschaft freuen konnten.

Nora faßte sich zuerst und fing an, weiter zu erzählen.

tIch studierte in Paris bei der Mardot, aber ich brauchte kaum ein Jahr dazu. War ich doch beinahe schon mit meiner Ausbildung fertig, ehe ich zu ihr kam, ja, ehe ich überhaupt daran ge­dacht hatte, den Gesang zu meinem Beruf zu wachen. Ein großer Meister war es, der mich in seine göttliche Kunst eingeweiht hatte."

Wer war es, und wo lebt dieser Meister jetzt?" fragte Elisabeth.

Ich weiß nicht, wo er jetzt lebt, und ob er überhaupt noch lebt, auch nach seinem Namen forsche nicht!" kam es wie ersticktes Schluchzen über Noras Lippen.Er war einst ein Stern am Himmel der Kunst, leuchtender und größer, als je einer er hat nur zu schnell untergehen Müssen."

\ .Elisabeth sah betroffen in das Gesicht der

Nein, das glaube ich nicht," rief Elisabeth fest, aber eine gewiffe Bestürzung über das eben Gehörte lag doch in ihren Augen.

Du liebes Mädchen, was weißt du von den Leidenschaften, die eine Menschenbrust durch­wühlen? Mögest du sie nie kennen lernen. Du wirst ganz in der Kunst aufgehen, und wenn Deines Vaters Widerstand besiegt ist, wirst du dich frei aufschwingen zu der Höhe, falls dein Herz frei ist. Elisabeth, vertraue es mir in die­ser Abschiedsstunde an: Bindet dich kein Ver­sprechen, kein Empfinden an ein anderes Herz?"

Mich bindet nichts, als die Liebe zu dir und den meinigen," erwiderte Elisabeth, seltsam be­wegt von dieser plötzlichen Frage, deren Zusam­menhang mit dem Vorangegangenen sie nicht recht verstand.

Dann ist es gut. Vergiß, was ich Törichtes zu dir gesprochen habe, und laß uns anfangen zu singen, damit wir beide die trüben Gedanken verscheuchen. Ich möchte den süßen Klang deiner Stimme in meinem Ohr festhalten und mit mir nehmen. Wer weiß, ob und wie ich wieder- kchre."

Nora!" rief Elisabeth bestürzt.Du wirst doch nicht für immer gehen?"

Wer kann seine Zukunst vorausbestimmen? Kennen nicht Stürze kommen und mich in die Tiefe schleudern? Doch sei ruhig, mein liebes Kind, so viel an mir liegt, sehen wir uns hier wieder, und nun laß uns anfangen."

Sie hatte sich bei diesen Worten vor dem Fenster niedergelassen und spielte einige per­lende Läufe zur Einleitung. Dann sang Elisa­beth trotz der halbdurchwachten Nacht leicht und frisch wie eine Nachtigall. Bis in die höchsten Höhen stieg ihr glänzender Sopran, wie Flöten­töne weich und melodisch.

Leonore Steins Zuge klärten sich mehr und mehr auf. Zum Schluß erhob sie sich und nahm .Elisabeths Hände in die ihrigen.

Du wirst eine große Künstlerin werden, Elisabeth. Verliere nur den Mut und die ©e-

Dentsche Kolonien.

Südwestafrika. DieNorddeutsche Allgem. Zeitung" schreibt: Durch die Preffe geht die Nachricht, der Kommandeur der Schutztruppe

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Deutsches Reich.

Berlin, 2. Sept.

Se. Majestät der Kaiser empfing heute Mittag in Abschiedsaudienz den bisherigen spanischen Botschafter Ruata y Sichar, der vor­her von der Kaiserin empfangen worden war.

Das Kronprinzenpaar reist morgen nach Tegernsee ab. Während die Kronprinzessin, die dem Kaisermanöver nicht beiwohnt, dort einen längeren Aufenthalt nimmt, trifft der Kron­prinz am 6. d. M. im Gelände des Kaiser- manövers ein. Der kleine Prinz Wilhelm ver­bleibt in Potsdam.

Der Finanzminister und der Minister des Innern haben folgende die Veranlagung der Grund- und Eebäudesteuern in den Gemeinden betreffende Verfügung erlaffen: Durch das zur Deklarierung des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 ergangene Gesetz vom 24. Juli d. I. haben u. a. die §§ 20, 27 des Kom­munalabgabengesetzes eine authentische Deklara­tion dahin erhalten, daß sie einer Abstufung der Steuersätze nicht entgegenstehen, daß es insbe­sondere zulässig ist, einzelne Grundstücksarten oder Besitzgruppen mit verschiedenen Sätzen oder nach verschiedenen Normen zu den Steuern vom Grundbesitze heranzuziehen. Damit sind alle Bedenken beseitigt, die bisher im Falle der Er­hebung einer besonderen Eemeindegrundsteuer gegen die Anwendung verschiedener Normen oder Sätze für bebaute, unbebaute, landwirt­schaftlich oder gärtnerisch genutzte Grundstücke usw. sowie gegen eine Begünstigung der Ge­bäude gemeinnütziger Baugenossenschaften, Ar­beiterwohnhäuser usw. erhoben werden konn­ten. Infolge der durch das Gesetz ausgesproche­nen authentischen Deklaration der einschlägigen Paragraphen des Kommunalabgabengesetzes er­fahren alle diejenigen Steuerordnungen, die verschiedene Normen oder Sätze für einzelne Grundstücksarten oder Besitzgruppen vorsehen, eine auf die Vergangenheit zurückwirkende Rechtfertigung.

Freundin, das von Schmerz zuckte, dann streifte ihr Blick zufällig den Schreibtisch, auf dem noch immer die Photographie stand. Wie eine Er­leuchtung kam es über sie. War jener schöne Mann der Meister, von dem Nora gesprochen hatte, und der ihrem Herzen nahe zu stehen schien?

Leonore war es ganz entfallen, daß sie das Bild auf ihrem Schreibtisch hatte offen liegen lassen, auch bemerkte sie Elisabeths Blicke dahin nicht, sie war in dumpfes Brüten versunken.

Nora," sagte Elisabeth, in der Absicht, die Freundin von den trüben Gedanken abzulenken, du stiegst dann schnell auf zu Ruhm und Ehre, nicht wahr?"

Die Künstlerin faßte sich.

Ja, Kind, verhältnismäßig schnell, aber erst hier in Berlin fand ich den rechten Wirkungs­kreis, wie ich ihn mir stets gewünscht hatte."

Siehst du, Nora, du darfst für die Kunst leben und wirken, und mir sucht man das Leben einer Künstlerin in den schwärzesten Farben zu malen, man spricht von Dornen und Steinen", fiel Elisabeth erregt ein.

Leider haben diejenigen nur zu recht, die dir das sagen, mein Liebling, viele Opfer, viel Demütigung erfordert der Beruf einer Künst­lerin, und wenn wir recht zusehen, dann findet sic mehr Dornen als Rosen. Doch, das soll dich nicht abschrecken. Freilich, du bist noch so jung und rein, so voller Ideale, du wirst mehr Ent­täuschungen ausgesetzt sein, als ich es war, da ich schon vorher trübe Erfahrungen gemacht und bitteres Leid gekostet hatte. Ich suchte meine Zuflucht in der Kunst, und sie wurde mir eine Trösterin, durch sie fand ich den ersehnten Frie­den wieder. Aber, ob ich glücklich bin? Das Glück ruht zumeist in der eigenen Brust, und ich kann nicht glücklich werden, so lange die Qualen der Reue mich foltern. Du sichst mich so er­schreckt an, Elisabeth was wirst du sagen, wenn ich dir mitteilte, daß ich zwei Menschen um ihr fiefcjisalwg heix^?"

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, Universitäts-Buchdrucker« 41. Iabra Marburg, Markt 21. - Telephon 55. M H

Marburg

Dienstag, 4. September 1906

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

SonntaasbeUaaer Allustrirtes Sonntaasölatt.

Neueste Telegramme.

Berlin, 1. Sept. Zum Bischof von Regens­burg wurde, wie dieT. R." erfährt, der bis­herige Bischof von Eichstädt D. von Mergel, zum Bischof von Eichstädt der Regensburger Meihbischof Freiherr von Ow ernannt.

Kiel, 1. Sept. Heute Mittag erschienen die Befehlshaber der hier anwesenden dänischen und schwedischen Geschwader zum Empfange bei dem Prinzen Heinrich von Preußen im Königlichen Schlöffe. Hierauf fand für die dänischen Offi­ziere bei dem Chef des ersten Geschwaders Vize­admiral Grafen Vaudissin auf dem Linienschiffe Wittelsbach", für die schwedischen Offiziere bei dem Chef des zweiten Geschwaders Vizeadmiral Fischel auf dem LinienschiffePreußen" ein Frühstück statt. Heute Abend 7\y2 Uhr findet bei dem Chef der Ostseestation Prinzen Heinrich von Preußen im Königlichen Schloß ein Fest­esten für die Flottenadmirale und die Komman­danten statt. Für die Mannschaften wurden heute Abend in zwei größeren Etabliffements Festlichkeiten veranstaltet, an denen auch eine Anzahl Mannschaften der deutschen Kriegsschiffe teilnahmen.

Stuttgart, 1. Sept. In militärischen Krei­sen verlautet, daß der kommandierende General des württembergischen 13. Armeekorps, General der Infanterie Konrad von Hugo in naher Zeit sein Abschiedsgesuch einzureichen gedenke. Als sein Nachfolger dürfte in erster Linie der Herzog Albrecht von Württemberg in Frage kommen, der gegenwärtig die erste württembergische Di­vision Nr. 26 befehligt.

Madrid, 1. Sept. Die Madrider Presse macht die Behörden darauf aufmerksam, daß die Aus­wanderungsbewegung nach Südamerika einen außergewöhnlichen Umfang annimmt. Die Behörden sind der Ansicht, daß der Bergarbei­terstreik bald beendigt sein werde. In Coruna liefert das Militärproviantamt während des Bäckerstreiks Vro't.

Havanna, 1. Sept. Die Lage ist bedenklicher als je feit dem Ausbruche des Aufstandes. Es ist ein allerdings in der Presse nicht veröffent­lichter Bericht über eine in der Provinz San­tiago ausgebrochene Empörung im Umlaufe, der zu der ernstesten Besorgnis Anlaß gibt. Der amerikanische Geschäftsträger tat Schritte, um von der kubanischen Regierung eine Bestätigung dieser Meldung zu erlangen. Er erhielt die Auskunft, der Bericht sei völlig unwahr. Spä­ter wurde jedoch die Nachricht aus privater Quelle bestätigt. Nach hier herrschender An­sicht ist der Aufstand in dem östlichen Teile von Cuba ein sehr schwerer Schlag für die Regierung des Präsidenten Palma. Cardenas, das bisher ruhig war, ist Berichten zufolge der Schauplatz

Zur Lage in Rußland.

Die in der ausländischen Presse ver­breitete Nachricht, Minister Stolypin werde demnächst dieses Amtes enthoben werden, beruht auf Erfindung. Die Stellung Stoly­pins ist vielmehr durchaus fest, da ihm der Zar das größte Vertrauen entgegen­bringt. Keines der vorgeschlagenen Projekte und keine Ansicht Stolypins haben bisher dis Mißbilligung des Zaren gefunden, im Gegen­teil, der Zar überläßt ihm außergewöhnftch freie Aktion. Unmittelbar nach dem furchtbaren Attentat sandte der Zar Stolypin ein außer­ordentlich huldvolles und herzliches Hand­schreiben. Er sprach darin die feste Hoffnung aus, daß den Premierminister der Schmerz, den er durch die Verwundung seiner Kinder erlitten, keineswegs veranlassen werde, seine hohe-ver­antwortliche Aufgabe unbeendet zu lassen. Er, der Zar, hoffe vielmehr, ihn weiter so energisch auf seinem Posten zu sehen. Stolypin hat zugunsten der von der Mißernte betroffenen Bevölkerung auf sein Ge­halt als Premierminister verzichtet; er bezieht nur das Einkommen eines Ministers des Innern. Alle liberalen Reformen des Ma ci- festes vom 17. Oktober sollen bedingungslos durchgeführt werden. Stolypin arbeitet energisch neue Projekte aus, die der Duma bei ihrem neuen Zusammentritt vorgelegt werden sollen. Ebenso sind alle übrigen Minister beauftragt, die Pläne ihrer entsprechenden Ressorts schleu­nigst vorzubereiten und sie ebenfalls für die Be­gutachtung der Duma bereit zu halten. Der Zustand der verwundeten Tochter Stolypins bessert sich zusehends, so daß sie voraussichtlich in der nächsten Woche aus der Klinik Kalmeyer ins Elternhaus zurückkehren wird.

Petersburg, 1. Sept. In vergangener Nacht verschied einer der Direktoren und Organisato­ren der Petersburger Telegraphen-Agentur, und zwar der Vertreter des Ministeriums des In­nern bei der Agentur und ehemalige Chef der Oberpreffeverwaltung, Fürst Schachowskoi, der bei der Vombenexplofion in der Villa Stolypin verwundet worden war.

Erodno, 2. Sept. Gestern Abend wurde auf Polizisten, die auf dem Eymnasiumsplatze stan­den, von einem Mann eine Bombe geworfen, wodurch 5 Personen verwundet wurden. Als der Gehilfe eines Polizeioffiziers auf den da­voneilenden Uebeltäter feuerte, wurden aus der angesammelten Volksmenge Revolverschüsse ab­gegeben. Die Polizisten erwiderten das Feuer.

Ausland.

Frankreich. Der Kultusminister hatte zwar in mehreren Interviews seine Stellungnahme zur Enzyklika dem Papste gegenüber unzweideu­tig erläutert. Aber ein offizieller Regierungs­akt lag damit nicht vor. Um jedoch die am 4. Dezember stattfindende Bischofsversammlung nicht im unklaren zu lassen, hat die Regierung jetzt ihre Absichten auch in amtlicher Weise zu erkennen gegeben. Vor einigen Tagen schon forderte der Ministerpräsident die Präfektur auf, alle Geistlichen gerichtlich zu verfolgen, welche die Enzyklika von der Kanzel herab ve» kündigt haben, da dieses als eine vom Trenn.- ungsgesetz verbotene Agitation anzusehen se' Damit war deutlich gesagt, daß die Regierung die vom Papste angedrohte Kampfpolitik scharf zurückweist. Nun erließ der Kultusminister ein Rundschreiben an die Präfekten, das seine Ab­sicht, noch schärfer vorzugehen, beweist. Das Rundschreiben beschäftigt sich sehr ausführlich mit den Formalitäten, die bei der Zuweisung der Kirchengüter an die Kultusvereine zu be­folgen sind. Seine Bedeutung liegt jedoch vor allem darin, daß es den Versuch, auf Umwegen den Kultusdienst zu organisieren oder in den Besitz der Kirchengüter zu gelangen, unmöglich macht. Als Kultusvereine können nämlich nu» jene Vereine angesehen werden, die ausschließ­lich den Kultusdienst zum Zweck haben und de» Vorschriften des Trennungsgesetzes entsprechen. Alle übrigen Vereinigungen, die nur auf ©tu?» des allgemeinen Rechts bestehen, oder versuche wollten, auf offene oder versteckte Weise d-r Kultusdienst einzurichten, müssen gerichtlich ve-> folgt werden. Das ist die direkte Antwort anl die päpstliche Enzyklika, welche empfohlen hatt^ duld nicht. Kehre ich von Amerika zurück, rA werde ich alles aufbieten, deinen Vater umz"- stimmen. Bis dahin studiere fleißig weiter nach meinen Angaben. Und nun komm, ich habe mti vorqenommen, dich ein Stück durch den Tiergar­ten Heimzubegleiten, damit wtr uns den Ab­schied leichter machen."

Draußen lag noch die Starrhert des Winters, über der Natur, aber die Sträucher zeigten schon kleine Knospen, die nur auf den einen warmen belebenden Hauch warteten, um aufzusprrngen und sich zu herrlichster Blätterpracht zu ent- faIt<<5ie5, Elisabeth, die Natur verjüngt sich wieder Wollen wir das als emZeichen neh­men, daß auch uns wieder ein Frühling blühen wird, der uns die Erfüllung unserer Wunsche und Träume bringt?"

3a, das wollen wtr!" erwiderte Eli,abeth.

Jetzt bogen die Damen in die Charlotten­burger Chaussee ein. Ein Reiter kam ihnen ent- aeaen in bayrischer Uniform, und Elisabeth er> kannte schon von weitem den Grafen Landegg 3br Herz klopfte. Alles, was sie seit gestern gedacht und empfunden hatte, wurde wieder lr- 6elt9iun war er ganz nahe. Elisabeth war b verwirrt, daß sie es nicht gewahrte, wte ©M Landegg beim Anblick der betden Damen einen Augenblick stutzte und die Zugel sEs Pferd« anzoq Sie bemerkte auch ntcht, daß ihre B Mterin sich blitzschnell zur anderen Settt wandte, als suche sie dort.etwas Verlorenem Heiß errötend und sehrverwtrr erwiderte Llt- sabeth seinen ehrerbtetlgen ©ruß «nv 9

8*, schwankend einer nahen Bank zuwanken und sich darauf niederlassen fah. -

(Fortsetzung folgt.)

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