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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain.

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23. Aug. Mehrere Bischöfe, unter Erzbischof von Rouen, würben beim der Kirchenfrage vorstellig; sie Le­der Widerstand gegen die Trennung

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Pak's, 23. Aug. DerAgence Havas" wird aus Washington gemeldet, daß der Aufstand auf Euba am meisten verbreitet ist in den Provin­zen Pinar del Rio und Havanna. Unter den bisher Verhafteten befinden sich die Präsidenten verschiedener Klubs, die Lage scheine sich jetzt zu bessern. Das Gerücht von der Intervention der Vereinigten Staaten bestätigte sich nicht.

Konstantinopel, 23. Aug. Der Gesundheits­zustand des Sultans wird in den offiziellen Be­richten aus dem Jildis fortgesetzt als gut be­zeichnet. Gut informierte Kreise aber wollen be­stimmt wissen, daß zwar eine momentane Besse­rung im allgemeinen Befinden Abdul Hamids eingetreten ist, die eigentliche Krankheit jedoch ihren Fortgang nimmt.

Hongkong, 23. Aug. Ein Trupp verkleideter Piraten ging in Canton an Bord des britischen DampfersNanning", der nach Wutschau ging. Unterwegs erhielten sie in den Häfen Verstär­kungen. Ihre Menge erweckte Verdacht und die Reisenden machten dem Kapitän Mitteilung. Der Kapitän befahl den Piraten, die Hände hochzu­heben und drohte zu schießen, falls Widerstand geleistet würde. Drei Führer wurden verhaftet und dem britischen Konsul in Wutschau über­geben.

! Tokio, 23. Aug. Japan teilte den auswärti­gen Regierungen mit,'daß Dalny vom 1. Sept, an ein Freihafen sein werde.

! Das Erdbeben in Chile.

Ueber das Erdbeben liegen auch heute nur unvollständige, ja, teilweise einander wider­sprechende Nachrichten vor. Die Nachricht, daß die Stadt Quillota, 50 Kilometer von Valpa­raiso, mit allen Einwohnern von der Erde völlig verschlungen worden sei, muß zunächst be­zweifelt werden, ebenso die Nachricht,Juan Fer­nandez, die Robinson-Insel, sei im Meere ver­sunken. Was die Lage des Zentrums des Erd­bebens an der Oberflächn (das Epizentrum) anbelangt, so hält die kaiserliche Haupterd- bebenstation dafür, daß es sich wahrscheinlich in der Nähe von Valparaiso auf dem Meeresboden befand. Nach den Beobachtungen an den In­strumenten des Observatoriums traten die stärksten Ausschläge am 17. August 1 Uhr 46,5 Min. M. E. Z. in Straßburg ein und dauerten bis gegen 3 Uhr. Hiernach würde bei einer Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Erdbeben­wellen von 13 Kilometer in der Stunde, die Hauptkatastrophe in Valparaiso am Donners­tag, den 16. August, abends 7 Uhr 52 Min. ein­getreten fein. Aus den Störungen an den In­strumenten schließt die Straßburger Haupt­station, daß das Erdbeben in Valparaiso nicht ganz so schwer war als dasjenige von San Francisco.

Berlin, 23. Aug. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: In den amtlichen Meldungen von Val­paraiso wird leider bestätigt, daß die Stadt durch das Erdbeben fast vollständig zerstört wurde. Auch das deutsche Generalkonsulat und sein Archiv sind zerstört. Vom Personal wurde niemand verletzt. Uebrigens sind die Deutschen I

Am heutigen Freitag abend reist der Kaiser nach Mainz ab zur Truppenschau, die dort, wie" schon gemeldet, am Samstag stattfindet. i

Von Vertretern ausländischer Taufpaten sind zur Tauffeier des Sohnes des Kronprinzei am 29. August bisher angemeldet für den Kai­ser von Oesterreich Erzherzog Josef, für des Kaiser von Rußland Großfürst Wladimir, für den König von England Prinz Christian zu Schleswig-Holstein und für den König von Ita­lien der Herzog von Genua.

Die Veröffentlichung des Massenstreik» protokolls durch den sozialdemokratischen Par­teivorstand hat bei den Gewerkschaften böses Blut gemacht. Ihre Generalkommission erklärt imCorr.-Blatt", dieser Schritt des Parteivor­standes stelle sich

so außerhalb der Gepflogenheiten der Ar­beiterbewegung und verstößt derart gegen die Grundsätze des Vertrauens, das zwischen den offiziellen Vertretungen der politischen und gewerkschaftlichen Organisationen bestehen muß, daß die Generalkommission hiergegen im Interesse des Gesamtwohles der Arbeiter­bewegung die entschiedenste Verwahrung ein­legen muß. Wie die Leser des Protokolls mittlerweile ersehen haben werden, ist in letz­terem nichts enthalten, was die Gewerk­schaftsvertreter vor den Parteigenossen zu verheimlichen hätten. (?) Es handelt sich für die Generalkommission und die Bezirksvor- stände lediglich um die Frage, ob Verhand­lungen, die wiederholt und zwar noch auch ausdrücklich in dem veröffentlichten Protokoll, teil selbst als vertrauliche bezeichnet sind, gegen den Willen der Beteiligten veröffent- licht werden dürfen. ... Es kann sicherlich nur der Partei zum Schaden gereichen, wen« deren Vertretung den deutschen Gewerkschaf­ten die Achtung versagt, auf die letztere nach ihrer Entwicklung und Bedeutung, wie auch nach ihrer Stellung zur Partei vollen An­spruch haben. Der Parteivorstand hat di« Tragweite seines Vorgehens wohl nicht völlig übersehen, weil das von ihm in Anwendung

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Die Lungenheilstüttenbewegung in Deutschland.

Infolge der zunehmenden Erkenntnis von oer Notwendigkeit eines planmäßigen und energischen Vorgehens gegen die Tuberkulose kam im letzten Jahrzehnt des vorigen Jahr­hunderts eine große Bewegung in Fluß, welche sich zur Aufgabe stellte, Heilstätten für minder­bemittelte Lungenschwindsüchtige zu errichten, nachdem Brehmer und Dettweiler bewiesen hatten, daß diese Volksseuche im Anfangs­stadium durch das von ihnen ausgebildete hygienisch-diätetische Heilverfahren auch in un­serem Klima geheilt werden kann. Uyd es wurde daraufhin unter dem Vorsitz des Fürsten zu Hohenlohe im Jahre 1896 dasDeutsche

Neueste Telegramme.

r Berlin, 23. Aug. Das anläßlich des Erd­bebens in Chile gebildete deutsche Hilfskomitee ^veröffentlicht jetzt einen Aufruf zur Hilfe­leistung für die durch das Erdbeben in Chile Geschädigten. Der Aufruf, unterzeichnet von den bedeutendsten deutschen Jndustriefirmen und Banken ist datiert aus Berlin, Esten und Stettin.

von Heilstätten, in denen jährlich tausende von Kranken völlige Genesung oder teilweise Stär­kung und Kräftigung finden. Die Zahl der im Frühjahr 1906 betriebsfähigen deutschen Volks­heilstätten für Lungenkranke betrug 85! In diesen Anstalten wurden im Jahre 1905 über 35 300 Kranke behandelt. Außerdem gibt es in Deutschland noch 36 Privatheilanstalten#: Lungenkranke. Kinderheilstätten für tuberku­löse Kinder gibt es 14, Heilstätten für erho­lungsbedürftige, skrofulöse und Tuberkulose be­drohte Kinder 59. Ein großes Verdienst um den Kampf gegen die Tuberkulose haben sich die Versicherungsanstalten erworben. Sie haben zahlreiche Heilstätten auf ihre Kosten gebaut und unterhalten sie ständig, sie schicken jährlich viele Tausende von versicherten Kranken dahin und viele Millionen Mark sind von ihnen für solche Zwecke schon ausgegeben worden. Aus den amtlichen Nachrichten des Reichs-Versicher­ungsamts 1905 geht folgendes hervor: Es wurden behandelt in den Jahren 1900 bis 1904 85 864 Personen, wofür ausgegeben wurden: 30 542 346,77 M, von welcher Summe den Ver­sicherungsanstalten durch Krankenkasten, Ge­meinden usw. ersetzt wurden: 5 880 498,74 M. Aber auch die Arbeit und die Leistungen des Zentralkomitees sind ganz hervorragende. Allein im verflossenen Geschäftsjahr 1905 wur­den 208 000 oM, für Beihilfen zur Errichtung von Tuberkuloseanstalten, Heilstätten, Für­sorgestellen, Walderholungsstätten aufgewendet, und zwar: 95 000 M für Heilstätten, 67 000 M für Walderholungsstätten, 40 000 M für Pflegeheime, 60 000 M für Fürsorgestellen. Im Jahre 1905 wurden 7 neue Heilstätten für

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'(Nachdruck Verboten.))

Zwei Frauen.

Roman von E. Borchart.

1. Kapitel.

und Kirche, wie ihn die päpstliche Enzyklika vorschreibt, verhängnisvolle Folgen haben müste.

Die hell erleuchteten Räume der Wohnung des Oberst von Rittberg hatten sich mit einer Anzahl auserlesener Gäste gefüllt.

Noch waren nicht alle Geladenen erschienen, und man bewegte sich in zwangloser Unterhal­tung. Hier und da hatten sich Gruppen gebildet, -und inmitten eines kleinen Kreises, von einer Anzahl Offiziere umgeben, stand eine junge ^Dame, deren Anmut und Schönheit auf den er- : sten Blick festelte, es war Elisabeth von Rittberg, die achtzehnjährige Tochter des Hauses. Sie trug ein weißseidenes Gewand, das nur am Gürtel Mit einigen dunkelroten Rosen geschmückt war, und doch wirkte die ganze Erscheinung trotz dieser Einfachheit geradezu bezaubernd.

Die Aufmerksamkeiten und Huldigungen die man Elisabeth spendete, berührten sie kaum, sie nahm diese mit Gleichmut hin und bewies da­durch, wie unberührt sie noch war von der ange­kränkelten Manieriertheit der großen Gesellschaft. Man sah ihr an, daß sie noch mit wahrer Lust : an diesem Fest teilnahm.

Heute war sie ernster als sonst, erschien sogar ein wenig zerstreut, und ließ ihre Blicke häufig suchend durch den Saal schweifen.

Endlich blieben sie mit sorgenvoller Aufmerk- jamkert an einem jungen, schönen Offizier hän­gen ihrem einzigen Bruder Karl Günther. Sein Antlitz,. das sonst nur Liebenswürdigkeit und Heiterkeit zur Schau trug, erschien heute müde mnd abgespannt, und seine sonst so straffe Hal­tung, sein elastischer Gang zeigten eine Lässigkeit, kann sonst nicht an ihm gewohnt war. Für

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Berlage Joh. Aug. Koch, Umverfitätr-Buchdruckerfi 41,-Yftfir/T. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

die Zahl deiner Verehrer nicht willst du mich 1 Regiment bei diesem eingeführt, war er bald ei« noch dazu?" I beliebter und stets willkommener Cast im Ritt«

Karl Günther, was fehlt dir?" fragte Elisa- I bergschen Hause geworden. Der Oberst schätzte beth, ohne auf seine neckenden Worte zu achten. I besonders hoch und Graf Landegg durfte bei Karl Günther runzelte unmutig die Stirn bei I feinet Gesellschaft fehlen und wurde auch zu Sen dieser Frage und entgegnete: I Teeabenden, die nur im kleinen Kreise stattfan-

Was fällt dir ein, Kind? Was soll mir I den, eingeladen. So war Landegg in kurzer Zeit fehlen? Ich weiß wirklich nicht, wieso du zu die- I fast Hausfreund geworden und sein etwas vcr» ser Frage kommst." Seine Worte klangen ge- I schlostenes Wesen taute im Rittbergschen Hause reizt, aber als er den traurigen Ausdruck in I allmählich auf, er wurde offener und mittete Elisabeths Augen sah, faßte er sich und tief: I samet. Nut von feinet Vergangenheit sprach Verzeih, Liebling, beunruhige dich nicht sei I Graf Landegg nie, ja, der geringste Hinweis froh und vergnügt mir fehlt nichts." I darauf konnte ihm die Stimmung verderben. Er

Damit schritt er auf einen heranschreitenden I wurde dann wortkarg und man merkte ihm an, Offizier zu, und Elisabeth kehrte, ohne beruhigt I daß er sich gewaltsam zwingen mußte, sich zu be- oder überzeugt worden zu sein, in den Saal zu- I herrschen und in der Gesellschaft zu bleiben, rück. I Mit Karl Günther verband den Grafen bald

. ^n demselben Augenblick näherte sich ihr ein I eine warme Zuneigung, wenn auch der Heitere Offizier in bayerischer Uniform und von hoher, I die gelegentlichen Ausschreitungen des jungen stattlicher Gestalt. Er war nicht mehr ganz jung, I Offiziers nicht billigen konnte. Der Tochter des denn er mochte die Mitte der Dreißig schon er- I Hauses brachte der Graf förmliche Ehrerbietung reicht haben, aber er würde einen jüngeren Ein- I entgegen, sein ganzes Wesen war absolut nicht druck gemacht haben, wenn er nicht mit so dufte- I für die gewöhnliche Courmacherei geartet. In ren Blicken und schwermütig in die Welt geschaut I der Gesellschaft gab man sich große Mühe, Graf hätte. Gerade dieser Ausdruck ließ ihn auf den I Landegg zu gefallen, und er wurde bald der Mit­ersten Blick unzugänglich und abweisend erschei- I telpunkt der geheimsten Herzenswünsche der nen, aber nur für einen Augenblick. Wer ihn I jungen Damen, das erwünschte Zielobjekt der naher betrachtete, gewann bald eine andere An- I Mütter heiratsfähiger Töchter.

sicht sein stets überaus formvollendetes und I Der Graf war nicht eigentlich schön, aber, in entgegenkommendes Wesen nahm schnell für ihn I dem edel geschnittenen Gesicht lag nichts Weich- ein. . I jaches. Rur der Mund und das Kinn waren

Graf Landegg dies war der Name des I weich und schön, ebenso die dunklen Augen. Offiziers war von altem bayrischen Adel und I Jedenfalls bot Graf Landeggs ganze Erscheinung der Erbe eines großen Majoratsbesitzes. Seiner I ein Bild edler Männlichkeit, das durch das (5e= hervorragenden Fähigkeiten wegen war er schon I heimnisvolle, das seine Vergangenheit zu um« früher der Gesandtschaft zugeteilt worden und I schweben schien, noch einen besonderen Reiz er« jetzt vor einem halben Jahre in der Eigenschaft I hielt, und keine der jungen Damen seines Ärel« eines Militärattaches nach Berlin gekommen. I [es wäre abgeneigt gewesen, Gräfin Landegg zn Durch einen Freund aus Oberst von Rittbergs | werben, ' (Frist folgt.)

bie jungen Damen, bie für ihn schwärmten, war die Veränderung weniger bemerkbar, als für bie Augen Elisabeths, bie schon seit längerer Zeit biefe Veränberung an bem sonst so lebenslustigen Bruder bemerkt hatte. Oft war er übellaunig und verstimmt vom Dienst nach Hause gekommen, und statt sich mit der Schwester, die er über alles liebte, zu necken, zog er sich in sein Zimmer zurück

Aber nicht nur Karl Günther war nach Eli­sabeths Ansicht verändert, auf dem ganzen Hause lastete seit einiger Zeit ein dumpfer Druck, den zu begreifen, ihr bisher unmöglich gewesen war. Sie fühlte, daß man sie schonte, um ihren Froh­sinn nicht zu zerstören, aber gerade dies Unge­wisse quälte sie. Sie wagte nicht einmal zu for­schen, denn sie hatte eine unklare Ahnung, daß sie, wenn sie fragte, an etwas sehr Schmerzlichem rühren würde. Und doch mußte sie sich immer wieder die Frage vorlegen: Warum ist der gü­tige, liebevolle Vater jetzt so aufbrausend bei der geringsten Gelegenheit warum ist die liebe, schöne Mutter so traurig, und warum besonders ist Karl Günther jetzt immex so mißgestimmt? Und wozu heute dieses Fest! Erschien es nicht wie Hohn, es zu veranstalten, wenn die Familie von Sorgen bedrückt war? Erforderte die Stel­lung des Vaters dies Opfer? ----

Solche Gedanken beschäftigten Elisabeth, wäh­rend sie der in ihrer Umgebung geführten Unter­haltung, den ihr dargebrachten Huldigungen nur ein halbes Ohr lieh. Endlich gelang es ihr, sich frei zu machen und sich ihrem Bruder zu nähern.

Der junge Offizier stand mit düsterem Ge­sichtsausdruck abseits in einer Fensternische und wandte sich fast erschrocken um, als Elisabeth ihn leise anrief. ) ...../,.

»Nun, Schwesterchen, was gibt es?" begann er mU gezwungen scherzhaftem Ton,genügt dir

Heilstätten I Erwachsene eingerichtet: Buch von der Stadt I durch Brand und Plünderung sehr gefährdet.

??"?enkranke gegründet, das jetzt auf eine I Berlin mit 150 Betten, Schielo von der Landes- I Auf Wunsch der Deutschen den der General,

zehnzahrrge Tätigkeit zuruckblickt. Neuerdings Versicherungsanstalt Sachsen mit 126 und konsul an den Geschäftsträger in Santiago ae<

|at sich nun tn manchen Kreisen, auch unter den I Luisenheim von bet Landesversicherungsanstalt langen ließ, ist te, Einvernehmen mft bei

m.e$r bie Ansicht durch- I Baden mit 134 Betten, Hohwald von der Stadt I chilenischen Behörden der Kreuzer Falke" ge«

gefegt, daß Heilstätten nicht das einzig richtige I Leipzig mit 260 Betten, Ramberg vom Verein I beten worden, sich durch Entsendung "von Mann»

S?r^TTUn9 beir ^-"tuberkulöse für Volksheilstätten in der Pfalz mit 60 Betten, schäften an dem Schutze vonLebenundTge£

I man vielmehr sich bemühen Von diesen ist nur bas Luisenheim für Frauen tum. bet Reichsangehörigen in Valparaiso z«

musie solche Vorbeugungsmaßregeln zu treffen, bestimmt. Für Männer unb Frauen sinb neu beteiligen. P .

baß bte Tuberkulose an sich überhaupt einge- errichtet: bas Marienstift bei Neuenkirchen in .

Krankt werbe. Es läßt sich gewiß nicht leug- Oldenburg (36 Männer und 16 Frauen), vom =sa

nen, daß solche präventiven Maßregeln wün- Münsterländischen Volksheilstätten-Verein unb I Deutsches Reich.

schenswert sinb, aber einstweilen sinb sie wohl bie Eleonoren-Heilstätte für 92 Kranke vom I, 9, 9r ..

weift noch ein Wunsch, ein Traum, bem nach- Heilstätten-Verein für das Großherzogtum 1 _ . w . * ** ' ^- August,

zuhangen, den zu verwirklichen schön und er- Hesien Die Arbeit ist also eine überaus 6etne Maiestat der Kaiser horte gestern

strebenswert ist, dessen Erfüllung aber noch in segensreiche gewesen. Zum Zeichen dafür daß "a$ bet Rückkehr von einem mit der Kaiserin

weiter Ferne liegt Und es ist ebensowenig zu das Deutsche Zentralkomitee sich nicht nur mit unternommenen Spazierritte den Vortrag bes,

leugnen, baß bte Heilstättenbewegung, bie von I bet Errichtung von Heilstätten befaßt unb I Stellvertreters des Chefs des Marinekabinetts.; vessi Zentralkomitee tn allererster Linie aus- I glaubt, mit diesen allein die Tuberkulose wirk-

8tot, schon unendlich viel Gutes geleistet hat. I fttm bekämpfen zu können, hat man den Namen

Einmal direkt durch Zuschüsse zur Errichtung geändert und dafür den NamenDeutsches Zen-

t,°" Henstatten und eigene Bauten, dann aber I tralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose"

auch dadurch, daß andere Körperschaften, Kran- I vorgeschlagen. Dadurch gelingt es hoffentlich,

kenkassen, Versicherungsgesellschaften, Magi- I ber guten Sache auch aus den Reihen bisheriger

strate, Privatpersonen angespornt und angeregt I Eegner Anhänger zu werben und zu finden.

wurden, Heilstätten zu bauen. Und so gibt es 1 denn zurzeit in Deutschland eine große Zahl

vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Erpchition 2 2)tL

6et allen Postämtern 2,25 Mk. (epU Bestellgeld). MdtvtttO

Znferttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Ma. w m

Reklamen: die Zeile 25 Pfg. Sonnabend, 25. August 1906.