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Das Erdbeben in Chile.

Santiago de Chile, 22. Aug. Nach Meldun« gen aus Valparaiso beläuft sich die Zahl der der Katastrophe zum Opfer Gefallenen auf mehrere Tausende. Die Schätzungen schwanken zwischen 2000 und 12 000. Der größte Teil von Valpa­raiso ist völlig zerstört; der übriggebliebene Teil ist als Wohnplatz ganz unbrauchbar. Die Erd­stöße dauern in Zwischenräumen fort.

Santiago de Chile, 22. Aug. Der Schaden in den Ortschaften ist unermeßlich. Fast sämt­liche Wohnplätze an der Küste sind zerstört. Die Orte San Francisco del Monte, San Antonia und Cartagena sind nahezu vernichtet. Die am meisten heimgesuchte Zone umfaßt die Provinzen Valparaiso und Aconcagua. Die Orte Limache, Llai-Llat und Novoviejo sind vollständig vom Erdboden verschwunden. Man schätzt den Ver­lust für ganz Chile auf 10 Millionen Pfund Sterling. Es sind noch immer leichte Erdstöße zu verspüren. Die Feuersbrünste sind erloschen. 60 000 Menschen sind obdachlos. Die Regierung läßt für 30 000 Personen Baracken bauen. Die Eisenbahnlinie von Valparaiso aus bis Li« mache ist wieder hergestellt. Die Kammer be­willigte 4 Millionen Pesos für Hilfeleistungen.-

Newyork, 22. Aug. Nach einer Meldung <#ei Herald" sind in Valparaiso etwa 5000 Perso­nen umgekommen. Die Erdbeben dauern fort. Quillota ist angeblich vollständig in die Erd« versunken. Von zehntausend Bewohnern sollen nur hundert gerettet sein, In Peru erfolgte« mehrere Erdstöße. 1

Paris, 22. Aug. Das Ministerium des Aeußeren hat dem auf seinem Posten in San­tiago de Chile sich befindenden französischen Ee-. sandten sowie dem französischen Generalkonsulate in Valparaiso Summen überwiesen, um den französischen Opfern der Katastrophe unverzüg- lich Beistand leisten zu können. Eine offizielle Bestätigung der Prioatmeldung, daß gestern Morgen Valparaiso von einem neuerlichen sehr heftigen Erdbeben heimgesucht worden sei, hier nicht eingetroffen.

zwanzig Jahre lang wie ein Schlafwandler am Rande eines Abgrundes dahingegangen war. . i

Jetzt auf einmal war er erwacht, und bi«, gähnende Tiefe verschlang ihr Opfer.

Drei stehen da gegen einen, der eine mutz gehen!"

Sein Leben war zu Ende mit dem Angell« blicke, da der Schleier zerriß, der ihm das furcht­bare Bild der Wahrheit so lange verhüllt hattel mit der großen Lüge seines Lebens brach auch die stärkste Stütze seines Lebens und er mit ihri

Mit dem Vater zugleich war er selbst ehrlos geworden, weil er sich unfähig fühlte, gegen jenq beiden feine Hand zu erheben, die grimme Blut«, rache des Orestes an ihnen zu vollstrecken.

Es war doch seine Mutter seine Mutter? _

Der ganze Jammer seines Unglücks erfaßt«! ihn auf einmal mit elementarer Gewalt; de« Kopf in die Hände gestützt, weinte er glühende Tränen um ein verlorenes Leben.---

Langsam war das Boot zum Sinderoder Ufer geglitten in ein Dickicht von Schilf und Schling« pflanzen hinein. .

lieber der Seespitze lag bereits dis erste rot« goldene Sonnenahnung, und die letzten Nebel­dünste zerrannen wie ein zartes, lose verschwe« bendes Seidenzelt, Durchblick für Durchblick ent­schleiernd.

Da plötzlich krachte ein Schuß. ,

Ein geängstigter Entenzug ging schnarre», tn die Höhe, wie ein lang nachhallender Schr« der Entrüstung ob dieser frevelhaften StorunI des heiligen Eottesfriedens kam aus den trau«, menden Waldbuchten der Ufer ein fernverdou- nerndes Echo. ..., ,. -

Und hoch oben in dem unendlichen blaue« Commerhimmel wiegte sich eine Lerche und ju­belte ihr Morgenlied über die erwachende 'SttlÜM jchaft.

i Jil 197

Marburg

Freitag. 24. August 1906.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilaser Allustriri es SsnuiaasMait,

Erscheint wöchentlich sieben mal., Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Umvcrsitäts-Buchdruckerei 41» AllÜIll/

Marburg, Markt 21. Telephon 55. ö

Vierteljährlicher Bezugspreis: btt der Expedition 2 2)11* bet allen Postämtern 2,25 M. (.ejd. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Neueste Telegramme.

t' Paris, 22. Aug. DemEcho de Paris" zu­folge ist zwischen Verna bei Ben Ehasi auf Tri­polis und der Insel Rhodus eine funkentele- igraphische Verbindung eingerichtet worden, dir Ihrerseits funkentelegraphisch mit Konstan­tinopel verbunden werden soll. Das Blatt er- iblickt in dem Umstande, daß eine deutsch-öster­reichische Gesellschaft mit dieser wichtigen Ar­beit betraut wurde, einen neuen Beweis des deutschen Einflußes auf die Pforte.

i London, 21. Aug. Es liegen Nachrichten aus .'Indien vor, woraus hervorgeht, daß dort eine nicht zu unterschätzende Unruhe herrscht. Es ist .nur die Frage, wer beginnen wird: die Inder 'oder die Europäer. In den Fabriken und auf den Plantagen wird unter den Arbeitern von Agenten eine antieuropäische Agitation unter­halten. Misiionare werden bereits mißhandelt und die Regierung gibt nach, was die Forder­ungen noch auffallender macht. Auch hat sich die Negierung die Sympathie der Mohamme­daner durch den Tabahzwischenfall verscherzt.

Newyork, 22. Aug. Auf Kuba fanden meh­rere kleine Treffen mit den Insurgenten statt, die nunmehr auch in der bisher loyal geblie­benen Provinz Mantanzas erschienen sind. Die Regierung glaubt indessen, daß die Situation bester geworden, da Gomez verhaftet und die Banderas umzingelt sind. Sechshundertfünfzig .Personen, darunter mehrere Polizeioffiziere in .Havana sind verhaftet. Die Washingtoner Re- sgierung ist sehr abgeneigt, einzugreifen, beson­ders im Hinblick auf die Kongreßwahlen.

Konstantinopel, 22. Aug. Das Oekumenifche Patriarchat hat beschloffen, ein drittes Memo­randum an die Botschafter der Großmächte zu 'senden. In demselben wird eine eingehende Darstellung der Ereigniste in Anchialo nach den .Erzählungen griechischer Flüchtlinge gegeben und wird gegen diese Untaten protestiert. Die bulgarische Regierung wird der Mitschuld an den Verfolgungen der Griechen angeklagt und es wird um eins tatkräftige Intervention der Signatarmächte des Berliner Vertrages behufs Wiederherstellung des Status quo in Bul­garien ersucht.

Peking, 22. Aug. Die Kaiserin Witwe be- .absichtigt eine Konferenz von hohen Würden- strägern, darunter einigen Vizekönigen, einzu- Berufen, um über die Annahme einer Verfas- ifung zu beraten. Die Kommistare, die vor kur­zem von einer Auslandsreise heimgekehrt sind, ^sprechen sich für einen allmählichen Uebergang Ku einer konstitutionellen Regierung aus; sie halten 10 bis 15 Jahre für notwendig, um das Volk durch Erziehung für das neue Regierungs- system reif zu machen, -

?54 (Nachdruck verboten.)!

Die Kktte.

Roman von Hans Schulze.

slSchluß.)'

-- Georg sprang ins Boot und hob die Mutter, die widerstandslos alles über sich ergehen ließ, zu sich herein auf das Steuerbrett.

Fünf Sekunden danach trieb er mit harten, ruckenden Ruderschlägen in die höher wallenden Nebelwände des Sees hinein.

Und während er sich in der mechanischen Be- wegurig auf und nieder neigte und die Insel mit ihrer phantastisch schwankenden Schilflinie all­mählich mehr und mehr in den grauen Dunst zu- rücksank, überkam ihn plötzlich ein übermächtiges Verlangen, mit dieser stillen Frau, die so ge­brochen und in sich zusammengesunken am Steuer Lauerte, immer weiter in die Strömung hinaus- gutreiben, bis ins Weltenmeer, bis in die blaue Anendlichkeit, bis in ein fernstes Thule, wo es Lein Menschenleid mehr gab, wo Mutter und 'Kind sich nur ganz allein gehörten.

Da stieß das Boot mit hartem Prall an den Dombrowoer Landungssteg; die Zeltleinwand Les Badehäuschens tauchte au-> den wasterge- 'jrankten Dünsten auf.

- Sie waren am Ziel! .....

And von nun an schieden sich ihre Wege für immer!

Groß und zwingend stand dieser Gedanke auf einmal vor ihm, sein Bewußtsein gleichsam mit blendender Mittagshelle durchflutend, während sich die Mutter an dem nassen Geländer unsicher tu der schwankenden Vretterbrücke hinauftastete.

Auch Georg hatte sich von seiner Ruderbank Erhoben und drängte das Boot, sich an eine Trep­penstufe anklammernd, dickt en die Längsseite finrnn

ErzhergersKolomalbilanz".

Der Reichstagsabgeordnete Erzberger hat als Rufer im Streite gegen die Kolonialpolitik der Regierung sich das zweifelhafte Verdienst erworben, die Kolonialfreudigkeit im deutschen Mutterlande herabzustimmen und weite Kreise gegen die Kolonisationsbestrebungen einzuneh­men, gerade zu einer Zeit, in der eine kräftige Kolonialpolitik am ehesten vonnöten wäre. Allerdings hat Herr Erzberger jetzt, nachdem verschiedene grobe Mißstände in der Kolonial­verwaltung zutage getreten sind, einen gewißen Schein des Rechts für sich und die ihm nahe­stehende und gesinnungsverwandte Preße feiert ihn als Herkules, der den kolonialen Augias­stall zu reinigen begonnen habe. Wer jedoch die inneren Beweggründe kennt, die zu dem lang vorbereiteten Feldzuge, der seit Monaten gegen unsere Kolonialpolitik geführt wird, den Anlaß gegeben haben, der verhielt sich von vornherein skeptisch gegenüber dem reklame- haften Auftreten des enthüllungsfrohen Volks­boten aus Schwaben.

Lehrreich für uns in Deutschland ist ein Aufsatz in der in Deutsch-Ostafrika erscheinenden Ilsambara-Post", weil aus ihm hervorgeht, welche Meinung man in der größten und wert­vollsten unserer Kolonien von dem Reichstags­abgeordneten und seinem kolonialfeindlichen Gebühren hegt.Im Schmucke der Dornen­krone" betitelt spöttisch das ostafrikanischs Blatt seinen Artikel, in dem es u. a. heißt:

---Lange haben wir geschwankt, ob es sich lohnt oder nicht lohnt, unsere Leser mit derKolonialbilanz" des Herr Matthias Erz- berger zu beschäftigen. Entscheidend war für uns schließlich der schmerzensreiche Brustton, den unser Freund in seinem Vorworte an­schlägt.

Der Verfaßer dieser Broschüre stand in den Reichstagsdebatten weit mehr im Vor­dergrund, als ihm persönlich lieb war (??); aber er hat als Volksvertreter es als seine Pflicht aufgefatzt, gegen die ihm bekannt ge­wordenen Mißstände in der Kolonialverwal­tung aufzutreten, jedoch nicht nur kritisierend, sondern auch Wege zeigend, die eine bestere Zukunft erhoffen laßen! Trotzdem (!) dürfte seit Bestehen des Reichstags keines seiner Mitglieder in einer solchen persönlich gehäs­sigen Weise von einem Teile der Preße in erster Linie von der sogenannten kolonial- freundlichen angegriffen worden sein. Tut nichts und nutzt nichts! Ich gehe meinen Weg, den mir Pflicht und Gewißen vor­schreibt."

Nachdem dieUsambara-Post", der trotz der afrikanischen Sonne der Humor nicht ausge­gangen ist, sich darüber lustig gemacht hat, weil der Verfasser sich wegen der Angriffe derso-

Eine verzweiflungsvolle Wut war in ihm aufgeflammt. Jetzt ging sie zu dem Manne zu­rück, durch den er sie für alle Zeit verloren hatte.

In diesem Augenblicke sah er in ihr nur wie­der das Weib, das seinem Vater die Treue ge­brochen, und von seiner ganzen grenzenlosen Liebe war nichts in ihm als ein unendliches Wehgefühl, was sie ihm einst gewesen, und wie nun all sein Glaube an sie zunichte geworden war.

So standen sie sich minutenlang gegenüber, indes keiner dem andern ins Antlitz zu blicken wagte.

Ein frischerer Wind hatte sich aufgemacht. ~

Das Touwerk des Steges knarrte leise; da­zwischen gluckste eintönig das Waßer, wenn sich eine stärkere Welle an den bemoosten hölzernen Bohlen und Stützpfeilern brach.

Endlich hob die Mutter das blaße Gesicht, und ihre Lippen flüsterten ein zages, kaum ver­nehmbares:

<:,Komm mit!" . . .. . . ...

Der Laut ihrer Stimme brachte wieder Be­wegung in die reglose Gestalt des Sohnes.

Nein!" stieß er hart hervor.Nein, Mutter! Niemals! Ich kann dir verzeihen, aber ich kann nicht vergeßen, daß es mein Vater ist, der zwi­schen uns steht! Das bedeutet eine Trennung in alle Ewigkeit! Ich bin schon lange zuviel in eurem Kreise! Drei stehen da gegen einen. Der eine muß gehen!" - n». -

Seine Stimme schwankte, er biß die Zähne zusammen in versteinernder Quäl, und doch fühlte er, wie sich seine Augen von neuem lang­sam mit Tränen füllten. .

Mit einem Sprunge stand er plötzlich neben der Mutter am Ende der Landungsbrücke und preßte sie noch einmal, zum letzten Male wie sinnlos in seine Arme. -- .

Weine nicht, Mutter, und vergiß mich nicht wenn ich nickt mehr bin! _ Sieh, es wird

genannten kolonialfreundlichen Preße" (zu der sich übrigens dieOberheßische Zeitung" auch rechnet) resolut die selbstgewundene Dornen­krone aufs teure Haupt drücke, verurteilt sie die tendenziöse Richtung der Erzbergerschen Bro­schüre, die außerdem eine erheiternde Unwissen­heit offenbare. Wir greifen nur einiges heraus. Zu der Bemerkung Erzbergers:

Wir haben somit das seltsame Resultat vor uns, daß das Reich für seine Kolonial­politik in den letzten 20 Jahren über 750 Millionen Mark ausgegeben hat, der Eesamt- handel aber nicht einmal die Summe von 320 Millionen erreicht." (Wenn Herr Erz­berger geschrieben hättein den ersten 20 Jahren", so würde fatalerweise die Bilanz für Ostindien, Java, Brasilien nicht beßer aussehen!)

bemerkt dieUs.-Post":Das heißt Logik! Nehmen wir an, Herr Erzberger hätte bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahre seinen Eltern 12 250 M gekostet, ihnen aber nur 50 Pfg. ein- gebracht die ihm sein Papa in einem ein­zigen Falle von Unart als Strafe vom Taschen­geld abgezogen haben mag, so wäre er­wiesen, daß Herr Erzberger in seinem zwan­zigsten Lebensjahre nicht nur absolut nichts wert gewesen wäre, sondern sogar mit 12 249 und 50 weniger als nichts beim Schicksale zu Buch gestanden hätte.

Daß behauptet wird,Wenn dem Hohen Hause nur ein kleines Bild des Prügelunwesens in «den Kolonien entrollt würde oder der Be­handlung, welche die Eingeborenen zu erfahren haben, wenn sie eine Gefängnisstrafe abzu­büßen haben man würde sich mit Entsetzen von diesem Bilde abwenden müssen",--daß

behauptet wird,die Hauptursache des Auf­standes in Deutsch-Ostafrika ist die Einführung des Arbeitszwanges",--wollen wir nur er­

wähnen, um zu zeigen, wie im Erzbergerschen Buche sich die Unwissenheit anmutig breit­macht."

In dieser Weise geht es weiter. Jede Po­sition derKolonialbilanz" wird auf ihre Un­richtigkeit hin untersucht und mit beißender Feder abgetan. Vor allem schmerzt es den Reichstagsabgeordneten, daß der Reichstag in der Kolonialpolitik so wenig mitzureden habe. Er sagt da:

--Zweifelsohne steht fest (!), daß die Kolonien weit bessere Rechtsformen erhalten, wenn sie im Wege der ordentlichen Gesetz­gebung erfolgen. Die Mitarbeit des Reichs­tages bietet sicherlich (!) wertvolle Ergän­zungen und Verbeßerungen; nichts wird überstürzt (Nein! sicher nicht! D. Red.), und in unsere Kolonialpolitik kommt ein einheit­licher Zug (der Verständnislosigkeit. D. Rd.); Materien, zu denen im Mutterlande monate­lange Arbeiten nötig sind ( ohne daß etwas

mir ja so schwer, fortzugehen von dir von Käthe, von allem, was ich hier so lieb gehabt habe! Als ich vorhin durch den Park schlich und dich so fried­lich im Speisesaal sitzen sah, da glaubte ich, daß alles noch einmal gut werden könnte! Und nun das"--

Mutter!" stöhnte er auf in unnennbarem Weh,Mutter, warum hast du mir das ge­tan!"

Wie ein Trunkener taumelte er wieder die kleine Treppe ins Boot hinab und schob es mit einem wuchtigen Stoß durch das Gewirr der brechenden Rohrstengel in das Dunstgewoge des Sees hinaus.

Dann warf er sich auf die Ruderbank und zog die Ruder ein, nicht achtend, daß ihn die Triebkraft der Strömung immer weiter in die kreisenden Nebelwirbel vom Ufer weg entführte. Was nun?

Ein Gefühl unendlicher Verlaßenheit über­kam ihn plötzlich, als sei er ganz allein auf der Welt, als gebe es außer ihm weder Zeit noch Raum, als sehe er vor sich und hinter sich nichts als ein unendliches Dunkel, in dem er sich in der schrecklichsten Einsamkeit befand zusammen mit feinem hohlen, leeren Ich und der fernen, un­förmlichen Gestalt seines Schicksals.

Ein Gleichnis aus einem Ibsen-Drama, das ihn einst tief ergriffen, fiel ihm auf einmal ein.

Das Leben war da in Parallele gestellt wor­den mit einer nächtlichen Eisenbahnfahrt auf entlegener Strecke: Jetzt hält der Zug auf einet kleinen Station, der verschlafene Reisende schreckt empor Laternenlichter bewegen sich an den Koupeetüren vorbei, Stimmengemurmel bringt undeutlich an sein Ohr dann sinkt er wieder zurück, und weiter geht es in die lastende, schwei­gende Finsternis hinein.

-Vita somnium breve? .

Ja, ein Traum war sein Leben gewesen, ein . Traum von Glück und Liebe, in dem er fünfunb*

Gescheites dabei herauskommt D. Rd.), er ledigt der Gouverneur einfach durch einen Erlaß (Gott fei Dank! Weil er feinen Kram versteht. D. Rd.), der dann allerdings in sehr vielen Fällen gar bald revidiert werden muß.

Wer ist ein solch hartgesottener Sünder, die Erzbergerschen Schmerzen nicht mitzufühle-r? Auf Seite 5991 werden dann alle Verfehlun­gen gewißenhaft aufgezählt und zum Schluß kommen zwei Seiten über das ThemaDeutsche Kolonialpolitik und Mißion". Spanien wird als kolonialpolitisches Ideal hingestellt (nicht etwa England) und eine päpstliche Bulle vom 4. Mai 1495 als Richtschnur empfohlen. 8a- pienti sat! Unter diesen Umständen ist- wirklich Ultimo mit unserer Kolonialbilanz.

8.