mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbain
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dem
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gesattelt und dem Voten die größte Eile auf bi*
(Nachdruck verboten.)'
Seele gebunden.
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allen übrigen kolonialpolitisch tätigen Nationen keineswegs zu 'den Seltenheiten oder. Unerhörtheiten gehört haben. Es wurde über»
aber nach gemeinsamen Interessen und nach Abwesenheit widersprechender Interessen freundlichen Einverständnis miteinander zu ben. Dieses Einverständnis zu suchen, bin seit Jahr und Tag beschäftigt." •
auch die Kolonialskandale, an denen wir jetzt laborieren, nur zu sehr geeignet, erklecklicher Vorschub zu leisten. Man beachte wohl, daz Vorgänge, wie sie in betreff Jeskos v. Putt» kamer, des Gouverneurs Horn, der Herren Fischer, Tippelskirch und Genossen an die
Wenn man jenseits des Kanals dieses Einverständnis ehrlich will, kann es dazu kommen.
der im le- ich
— lieber den Kolonialskandal schreibt .Berliner Tageblatt":
„Solcher Verringerung des Prestige
■\ Minutenlang stand Georg unschlüssig.
! Wie kam er am schnellsten heim?
Der Weg durch den Wald betrug bis Dom- chrowo über eine Stunde, auch beim schnellsten Mitt vermochte er diese Zeitdauer mit seinem ermüdeten Pferde höchstens um eine Viertelstunde jherabzudrücken.
• Wenn er jedoch zu Wasser hinübergelangen konnte — an der Försterei mußte Käthes Boot liegen — vielleicht waren in ir'gend einem .Schuppen ein paar'Ruder aufzutreiben.--
! Im Laufschritt eilte Georg durch die mondhellen Parkwege zum Forsthause hinab. Fünf Minuten später trieb er in Käthes „Nixe" über den See nach Dombrowo hinüber.--
Wo ein Wille, da ein Weg. Und wenn diesem Wille den König auf den Weg nach Schloß Fried« richshof geführt hat, soll es uns freuen. —s.
Glocke gehängt wurden, in
Die Kette.
Roman von Hans Schulze.
'lFortsthung.)
7.. Hebet dem See lag noch das weißgrüne 'Licht des Mondes, den ganzen Himmel erhellend, doch fern am Horizont ballten sich bereits -schwarzdunkle Wolkenmassen in fahlen Geschieden unheildrohend zusammen.
Die beklemmende Schwüle der Luft hatte sich bis zu jener beängstigenden Unruhe gesteigert, wie sie dem Ausbruch eines Gewitters voranzu- dehen pflegt.--
ift und daß des Königs Privatsekretär die Meldungen von einem späteren Zusammentreffen beider Herrscher mit einer ungezogenen Redewendung dementierte („der König denke gar nicht daran, eine Begegnung mit dem Deutschen Kaiser zu haben"). Wir wollen erst abwarten, wie sich die englische Politik nach Algeciras und allen übrigen Ereignissen, bei denen sie sich deutschfeindlich gezeigt hat, für die Zukunft verhalten wird, ehe wir den jetzigen Umschwung als eine wirkliche Gesinnungsänderung zum Besseren hin zu betrachten geneigt sind.
Diese besonnene politische Zurückhaltung verhindert jedoch nicht, König Eduard, der heute in nächster Nähe weilt, das ihm als dem Gaste unseres Kaisers gebührende achtungsvolle Willkommen zu entbieten. Der englische König hat es verstanden, sich seit seiner Thronbesteigung als Politiker von Geschicklichkeit und Energie zu zeigen. Sein Einfluß auf den Gang der englischen und europäischen Politik ist nicht zu unterschätzen, um so mehr da er die Eigenschaft besitzt, nicht durch Aufsehen erregende Kundgebungen zu wirken und auch die Imponderabilien im politischen Volksleben zu beachten. Die feindliche Stimmung in England gegen Deutschland hat seit den Besuchen der deutschen Oberbürgermeister und Redakteure abgenommen, nicht als Folge jener Besuche, sondern jene Kundgebungen wurden erst durch die veränderten Umstände möglich. König Eduard hat seinen Einfluß in diesem Sinne geltend gemacht und die vernünftigeren Kreise der Nation wollen ihm anscheinend darin folgen.
In einem Artikel über König Eduard und Kaiser Wilhelm erklärt der „Standard", es sei für die Engländer unvernünftig, an dem maritimen Ehrgeiz des Kaisers und seiner Minister Anstoß zu nehmen. „Wir sind stolz darauf, verständige und gutmütige Völker zu sein, und wir wollen damit warten, uns zu streiten, bis wir etwas haben, um das wir streiten." Von dieser Erkenntnis bis zu wirklicher Freundschaft ist aber ein noch sehr weiter Weg. Erst muß in England die „Teutophobie" schwinden und die Ueberzeugung Platz greifen, daß Deutschland Großbritannien gleichberechtigt ist. Fürst Bis- i.iarck erklärte am 16. März 1885 im Reichstage: „Wir: England und Deutschland, haben, auch wenn nicht ausschließlich aufeinander angewiesen, doch den Beruf nach Stammesverwandischaft, nach historischen Traditionen, vor allen Dingen
Erscheint wöchentlich siebe» mal.
Druck Md Verlag: Joh. Aug. Koch, UmvcrsitätS-Vuchdruckmi
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Deutsches Reich.
Berlin, 15. August.
— Seine Majestät der Kaiser unternahm gestern Morgen in Begleitung der Kaiserin einen Spazierritt. Später hörte der Kaiser die Vorträge des Staatssekretärs des Auswärtigen und des Chefs des Militärkabinetts. Der Herausgeber der deutschen „New-Potter Staats» zeitung", Ridder, der vorgestern bereits zui kaiserlichen Frühstückstafel zugezogen wurde, ist gestern nochmals vom Kaiser empfangen worden. Er hatte mit dem Kaiser eine längere Unier- redung über die amerikanischen Verhältnisse, in der der Kaiser seine lebhaftesten Sympathien für die Vereinigten Staaten und den Präsidenten Roosevelt zum Ausdruck brachte. Üm 12^’ Uhr mittags reiste der Kaiser im Sonderzutz nach Homburg v. d. H. ab. Nach der Ankunft ii Homburg bestieg der Kaiser mit Gefolge Auto» mobile, um sich nach der Saalburg zu begeben, wo um 4 Uhr 20 Minuten die Ankunft erfolgte. Unter Führung des Geh. Baurates Prof. Dr. Jacobi besichtigte der Kaiser zunächst das Mithräum und hierauf das neuerbaute Prä- torium sowie einen Neubau im römischen Stile nach Art der Cannabe, welcher einem Saalburg- würter zur Wohnung dienen soll. Im PrL torium nahm der Kaiser die von Konsul Messen- Köln geschenkten römischen Gläser sowie die in seinem Auftrage vom Maler Nebel angefea tigten Aquarelle zu Saalburgpostkarten in Augenschein. Um 5 Uhr 50 Minuten fuhr der Kaiser unter den Zurufen der zahlreichen Saalburgbesucher im Automobil nach Schloß Fried- richshof weiter. Um 6y2 Uhr traf der Kaiser dort ein. Im Schloßpark wurde et von dem
Die Begegnung Kaiser Wilhelms mit König Eduard.
Am heutigen Mittwoch witd König Eduatd auf feinet Reise nach Marienbad im Schlosse Ftiedtichshof füt einen Tag Aufenthalt nehmen, I um mit Kaiset Wilhelm zusammen zu treffen. Man spottet oft darüber, daß in der Diplomatensprache auf die genaue Abtönung der Worte Wert gelegt wird, um die verschiedenen Grade der ihnen innewohnenden Bedeutung auszudrücken. In diesem Falle würde man es zu Unrecht tun, denn die Begegnung Kaiser Wilhelms mit König Eduard ist in der Tat nut ein Zu- sammentteffen auf bet Reise, kein Besuch, ben der britische Monarch dem deutschen abstattet Ein Besuch hätte in Berlin oder wenigstens auf Schloß Wilhelmshöhe gemacht werden müssen.
Daß dem nicht so ist, charakterisiert von vornherein die Bedeutung der Begegnung beider Herrscher, die nicht überschätzt werden darf. Von den englischen Blättern geben die „Times" am ehrlichsten — ausnahmsweise — dieser Meinung Ausdruck, indem sie schreiben, der Besuch in Friedrichshof biete wenig Material für politische Spekulation und die Zusammenkunft sei lediglich ein Akt der Höflichkeit. Diese nüchterne Abschätzung ist besser als unwahre Eefühlsergüsie, von denen sich erfreulicherweise die Mehrzahl der deutschen Zeitungen durchaus ferngehallen hat. Das Zusammentreffen bei beiden Monarchen ist vorderhand nur ein Zeichen dafür, daß der Gradmesser für die Wärme des deutsch-englischen Verhältnisses sich nicht mehr auf dem Nullpunkt befindet und somit die Möglichkeit des Steigens eher gegeben ist.
Zweifellos hat sich in der englischen Stimmung gegenüber Deutschland ein Umschwung vollzogen und das getrübte politische Verhältnis — das persönliche entzieht sich der Begutachtung und Besprechung — scheint wieder soweit geklärt, daß man die während des letzten Jahres nur korrekten Beziehungen zum mindesten als höflich-freundliche bezeichnen kann. Es wäre jedoch harmloser Optimismus wollte man in der jetzigen Annäherung Englands an Deutschland mehr sehen als eine vom bloßen Nützlichkeitsstandpunkte diktierte Politik unserer Vettern jenseits des Kanals, dis seit einiger Zeit zu der Erkenntnis gekommen sind, daß ein besseres Verhältnis zu Deutschland für sie doch das Vorteilhaftere fei. Für Deutschland liegt aber kein Anlaß vor, sich nun mit ungestümer Zärtlichkeit dem wieder gut fein wollenden England in die Arme zu werfen. Wir haben noch nicht vergessen, daß im August vorigen Jahres König Eduard ebenfalls auf bei Fahit nach Marienbad feinem kaiserlichen Neffen in auffälliger Weise ausgewichen
Prinzenpaar Friedrich Kail von Hessen und dem Kronprinzenpaat von Griechenland begrüßt. Um 8 Uhr fand im Schloß Tafel statt, zu der etwa 30 Personen geladen waren. Der Kaiser blieb während der Nacht int Schloß und fährt Morgen früh über Schönberg zum Empfang des Königs von England nach Bahnhof.
I War darum nicht der Preis, den Georg und I Käthe heute für sie zahlten, ein viel zu hoher, I verletzte sie nicht vielleicht eine heilige Pflicht, I daß sie in dieser Frage, die über die Zukunft der I Kinder entschied, nicht die Kraft zu einem Ge- I ständnis fand, das auch ihr zugleich endlich den I ersehnten Seelenfrieden wiedergab; sollte doch I vielleicht der eifernde Pietist in Sinderode recht I behalten, .daß sie nur durch ein Bekenntnis ihrer I Sünde zur Sühne dieser Sünde durchdringen I konnte? —
1 Gegen vier Uhr nachmittags zog Ruth sich 1 in ihr Boudoir zurück, um sich auf ihrer Chaise- I longue ein paar kurze Minuten der Ruhe vor I dem Ansturm der quälenden Gedanken zu er- j kämpfen.
I Doch vergebens mühte sie sich um den sorgen- I lösenden Schlummer: es wat nut ein fiebriger I Halbschlaf, in dem sich die wirten Bilder ihres I aufgeregten Hirns zu beängstigenden Visionen
I formten.
I Dazu lastete die Hitze auf ihr wie ein Alp, I wie ein Wesen, das sie glaubte fühlen und fassen I zu können.
I Endlich gegen Abend kam sie matter und I schlaffer als zuvor wieder nach den Vorder- I zimmern.
Dann kam sie wieder ins Schloß zurück und begab sich nach dem Speifefaal.
Sie wollte sich um jeden Preis wieder in dic Gewalt bekommen, sich wenigstens vor den Leuten, aus bereit stummen Mienen sie in ihrem krankhaften Mißtrauen bereits stumme Fragen, höhnische Schabenfteube hetauszulesen glaubte zu äußerlicher Ruhe zwingen.
Die elektrische Spannung bet Atmosphäre wirkte allmählich auf ihr überreiztes Nervensystem in einem namenlosen Grauen vor etwa- Wesenlosem, Unentrinnbarem, bas sie wie mit riesigen Fangatmen zu umklammern drohte.
Die innerliche Erregung wat so groß, daß fit beim Abendessen kaum Messer und Gabel und später, nachdem der Eßtisch abgeräumt wordeo wat, ihre Näharbeit zu halten vermochte.
In qualvoller Langsamkeit schlich die Zett dahin, es schien ihr eine endlose Ewigkeit, 6ir sich Herta gegen zehn Uhr schließlich erhob uni? mit einem leisen „Eutenacht" auf ihr Zimmel zutückzog. _ 1
Zehn Uhr — und noch immer keine Nachricht, kein Lebenszeichen von Georg?
In planloser Unruhe ging sie nochmals durch das ganze Haus, in dem instinktiven Gefühl, dem unerträglichen seelischen Ueberdruck die körperliche Bewegung gleichsam, als Ventil bienen zu lassen. 1
Dann setzte sie sich wieber an ben großen Mitteltisch bes Speisesaals unb versuchte von neuem zu arbeiten. ,
Doch bald ruhten ihre Hände wieder untätig im Schoße; sie war heute unfähig zur einfachsten Eedankenkonzentration, ehe sie nicht Georg gesehen und gesprochen, ehe sie nicht wußte, welchen Ausgang feine Begegnung mit Käthe genommen hatte.--—
(Fortsetzung folgt.),
verhängnisvolle Wort bet Trennung gesprochen worden, wußte Georg, wie sich sein Geschick gewandelt hatte.
Die Gräfin stützte den linken Arm auf das Fensterbrett und barg das Gesicht in beiden Händen.
Vom Park her dufteten die Tannen betäubend stark herauf: auf den verlassenen Lichtungen brütete die zitternde Schwüle des heißen Eommerabends: wie etwas Drohendes, Dämonisches lag es in der unbewegten Luft.
Allmählich wirkte die dumpfe verschwommene Stille wie hypnotisierend auf die sinnende Frau.
Als sie jetzt beim Klange einer Uhr erschrocken auf fuhr: zählte sie acht Schläge; die Erschöpfung war doch so übermannend gewesen, daß sie sogar geschlafen hatte.
Und der Gatte noch immer nicht zurück?
Sie erhob sich hastig und drückte auf ben Knopf bet elektrischen Klingel.
Aber auch der Diener hatte den Gutsherrn nirgends im Hause gesehen und kam erst nach längeren Erkundigungen auf dem Hose mit der Nachricht, der Herr Graf fei gleich nach der Heimkehr vom Vorwerk nach kurzer Verhandlung mit dem Oberinspektor zum Herrn Baron von Knaufs nach Raulehnen weitergefahren.
Eine furchtbare Angst überfiel die Einsame plötzlich: Der Gatte nicht daheim — wenn Georg jetzt unvermutet nach Hause zurückkam und sie ihm vielleicht allein gegenübertreten müßte! —
Mit raschem Entschluß setzte sich Ruth an ihren Schreibtisch und charatterisiette dem Gatten in ein paar hastigen Zeilen den gegenwärtigen Stand der Dinge zugleich mit der flehentlichen Bitte, ungesäumt heimzukehren und, wenn irgend möglich, auch Onkel Knauff als Schutz und Beistand mitzubringen.
Sie trug den Brief selbst nach dem Stalle hiiickb; das eigene Reitpferd des Grafen wurde
Neueste Telegramme.
Kronberg, 15. Aug. König Eduard trifft, »eueren Bestimmungen zufolge, 8 Uhr 30 Min. bormittags hier ein. Der Empfang erfolgt in dem kleinen Fürstenpavillon. Von hier aug geht die Fahrt per Wagen oder Automobil durch die Hauptstraße unb Hainstraße zum Schloß Friebrichshof. Außer Frankfurter Kriminalisten sinb auch zwei englische Kriminalisten für ben .Sicherheitsdienst eingetroffen.
Zürich, 14. Aug. Die Regierung hat den Redakteur Hauth vom sozialdemokratischen „Volks- Brecht" ausgewiesen. Ebenso sind wegen der Ctreikunruhen 14 Italiener, 12 Deutsche und drei Oesterreicher ausgewiesen worden.
t‘ Rom, 14. Aug. Der „Osservatore Romano" veröffentlicht eine Note, wonach der Papst sich gegen die Bildung von Kultusgenossenschaften in Frankreich entschieden hat.
Belgrad, 14. Aug. Um Blutrache für zwei ermordete Albanesen zu nehmen, versammelte sich eine starke albanesische Bande unter Führung des Jusbaschi Schukri unb überfiel bie serbischen Grenzblockhäuser Mutivode, Lisica, Gubowce unb Brajina, bie Bande wurde aber mit starken Verlusten zurückgeschlagen.
■ Petersburg, 14. Aug. Der Finanzminister erklärte, bei Verkehrsminister habe ihm 11 Millionen Rubel aus dem biesjährigen Etat, da ihre Verausgabung aufschiebbar sei, zur Ver- fügung gestellt: 4 Millionen davon werden für die von Hungersnot heimgesuchten Distrikte, 6 für außeretatsmäßige Eisenbahnbauten verwandt.
> Rio de Janeiro, 14. Aug. Der Panamerikanische Kongreß faßte eine Resolution, in der festgesetzt wird, daß naturalisierte Staatsangehörige, die in ihre Heimat zurückkehren und dort 'länger als zwei Jahre sich aufhalten, ihrer durch die Naturalisation in dem Aufnahmestaate er- Worbenen Rechte verlustig gehen; endlich wurde -noch ein Beschluß gefaßt, der die Geltungsdauer -es über Geldforderungen zwischen den ameri- .kanischen Republiken bestehenden Vertrages verlängert.
!#■ Konstantinopel, 14. Aug. Griechische Bonden ,’freiben noch immer ihr Unwesen. In der letzten Macht brannte eine aus etwa 30 Köpfen bestehende griechische Bande auf dem Meierhof Ja- vorjan bei Salonik acht Gebäude nieder und entführte zwei Bulgaren und einen Kutzowalachen. In der gleichen Nacht brannte eine aus etwa 60 Köpfen bestehende Bande in dem 20 Kilometer Von Javorjan entfernten Kutzowallachendorfe Batapin mehrere Häuser nieder. Sechs Personen wurden getötet und vier verwundet. Einige Mitglieder der Bande trugen türkische Militär- uniformen.
Vierteljährlicher Bezugspreis: bet oer Expwition 2 Mk,
JK 190 bet allen Postämtern 2,25 Mk. (e$cL Bestellgeld). äyid*
*/,Ä JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, iß
Reclamen: die Zeile 25 Pfg. DONNerStag, 16. AlMst 1906.
Als sie den Speisesaal durchschritt, fiel ihr _ plötzlich ein, daß sie ja dem Gatten von Käthes , I Entschluß der Entsagung noch immer kein Wort
17. Kapitel. I mitgeteilt hatte. -
-. diuth hatte ben ganzen Tag in I Sie ging sogleich nach seinem Arbeitszimmer fieberhafter Unruhe verbracht. I hinüber, traf ihn jedoch dort nicht an; von
• Heute sollte bie Entscheidung fallen, heute I einem Diener erfuhr sie,'der Herr Graf fei noch die Trennung Georgs und Käthes vonstatten 1 auf dem Felde, habe aber den Oberinspektor auf gehen, ihr eine weitere kurze Gnadenfrist ge- I sieben Uhr zu einer Konferenz befohlen, müsse schaffen werden. j also in spätestens einer Viertelstunde zur Stelle
■ Eine Gnadenfrist, das war das richtige Wort; I fein.
penn fie war überzeugt, daß, wenn auch diesmal I Ruth dankte mit einem stummen Kopfnicken kwch das Geheimnis rn dem kleinen Kreise der I und setzte sich bann an eins bet auf ben Park Wissenden bewahrt blieb, es eine tückische I hinausgehenden Fenster. -
Fügung des Schicksals doch früher oder später I Um sechs Uhr hatten sich die beiden getrof-' »ns Tageslicht bringen wurde. ' I fen, seit einer Stunde vielleicht schon war bas