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Marburg

Erscheint wöchentlich siebe» mal.

Druck mtb Verlag' Joh. Aug. Koch, Umverfitätr-Duchdruckerei 41.

Marbura. Markt 2L 55.

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marbmg und KirMain.

______ GonutagSb-Uager AlluftrirteS ' * 1,11

Neueste Telegramme.

Z7 Berlin, 13. Aug. Aus Deutsch-Ostafrika ist folgende Meldung eingegangen: Von dem Sui« >tan Schabruma liegen keine neuen Nachrichten vor, die übrigen Rädelsführer Mohmaktiro, Mlomanire, Omari, Kingalla und Magewa sollen sich nordöstlich des Mohest sammeln. Gegen sie geht, den Sassawara aufwärts, Leutnant von ^lumenthal mit einem Zuge der 13. Kompagnie ,vor. Die portugiesische Grenze wird durch Mannschaften der Polizeiabteilung Ssongea be- Lbachtet. Für die Landschaft Matumbi im Nor­den des Bezirks Ssongea, die treu geblieben war itinb dem Major Johannes 200 Mann Hilfs- Irieger zeitweise zur Verfügung gestellt hatte, ist das Kriegsrecht aufgehoben worden. In Jraku schreitet die Beruhigung stetig fort. Ober­leutnant Abel hat den Rückmarsch nach Moschi angetteten, nur die fünfte Kompagnie unter Hauptmann Hirsty verbleibt bis auf weiteres in Jraku. Die fünfzehnte Kompagnie unter Hauptmann Wunderlich ist von Mpapua nach kabora abmarschiert.

Breslau, 11. August. Die diesjährigen schle­sischen Kaisermanöver sollen nach der Absicht des Kaisers so kriegsgemäß als nur irgend möglich gestaltet werden. So sollen z. V. die Aus­schiffungspunkte der mit der Eisenbahn zu be­fördernden Truppenteile des 3. und 5. Armee­korps bis zum letzten Augenblick geheimgehalten werden.

Rio de Janeiro, 11. Aug. Der neue Prä­sident der Republik, Penna, erklärte in einer Unterredung in Santa Catharina, eine deutsche Gefahr existiere für Brasilien nicht; es gebe keine besseren Bürger als die Deutsch-Brasilia­ner. Der Minister für Industrie und öffentliche Arbeiten, Dr. Müller, sei doch als Sohn beut« lcker Eltern ein Muster brasilianischer Vater- lanbsliebe.

Konstantinopel, n. rang. Western war das Befinden des Sultans sehr schlecht, heute war tzs besser. Sein Zustand wird als ernst, aber nicht als kritisch angesehen. Der Sultan ist bei vollem Bewußtsein und erläßt Jrades; er leidet zurzeit an Nierengries oder Nierenstein. Die Bevölkerung ist sichtlich erregt, doch herrscht rn der Stadt vollkommene Ruhe.

Konstantinopel, 12. Aug. (Wiener Korr - Bur ) Die Umgebung des Sultans rst fortgesetzt bemüht, auf Erkundigung von feiten der diplo­matischen Kreise zu versichern, daß das Unwohlsein des Sultans nur infolge einer Erkaltung ent­standen fei; der Zustand habe sich gebessert und sei vollkommen ungefährlich. Auch führe der Sultan die Regierungsgeschäfte weiter. Rach vertraulichen Informationen scheint erne Besse­rung im Befinden des Sultans eingetreten und Lebensgefahr nicht vorhanden zu sein.

(Nachdruck verboten.^

Dir Kette.

Roman von Hans Schulze.

(Fortsetzung.)

Nach kurzem Ueberlegen stieg Georg ab; ein Druck auf die nur angelegten Torflügel ließ diese wert auseinander gehen.

' Er führte das Pferd ein paar Schritte in den Park hinein und band es hier an einen niedrigen Birkenstamm.

Dann drang er auf gut Glück in der Rich­tung des Schlosses, das dann und wann als eine riesige düstere Masse zwischen einzelnen Baum­gruppen auftauchte, weiter in dre Dunkelheit

Erst als er der Parkfront des mächtigen Baues gegenüberstand, aus desien Eckfenster zur Linken ein einziger, schmaler Lichtkegel auf die Rasenrundells des Vorplatzes fiel, vermochte er sich allmählich bester über die Oertlichkeit zu vergewistern.

;; Dort rechts unter den hohen Buchen führte seiner Erinnerung nach der Weg zur Einsiedelei- hinunter.

Mit leisen Schritten schlich Georg dem wohl- " bekannten Pfade längs des Schlosses zu.

Er wußte, daß die Entfernung bis zum See hinab nur wenige hundert Meter betrug, und doch schien sich ihm heute diese kurze Strecke zu Meilenfernen zu dehnen.

Die innere Erregung war so groß, daß er das Orangeriegebäude erst bemerkte, als er dicht davor stand und fast mit dem Kopf gegen einen Mauervorsprung gerannt wäre.

Mit angehaltenem Atem stand er etn paar Augenblicke lauschend, doch nichts regte sich, lern Laut, kein Stimmenklang, nur das leise Schallen «nb Zirpen bet Zikaden ging gleichsam wie das Geräusch der Stille in der schweigenden Som­mernacht.

Die drei nordischen Staaten, politisch von geringer Bedeutung, haben, jeder in seiner Art, gewiste Vorteile und Vorzüge für sich, die ihnen eine günstige wirtschaftliche Ent­wickelung für die Zukunft in Aussicht stellen. In Dänemark erfreut sich die Landwirt­schaft nicht nur besten Gedeihens, sondern auch günstiger Eeschästskonjunkturen. England, das nur ettva den fünften Teil seines Bedarfes an landwirtschaftlichen Erzeugnisten aus eigener Produktion decken kann, ist seit langen Jahr­zehnten ein williger Abnehmer der Produkte der dänischen Viehzucht und Molkereiwirtschaft. In demselben Maße, wie sich in England die Aussichten für eine Wiederbelebung der ehe­mals blühenden heimischen Landwirtschaft »er« schlechöern, bessern sich die Bedingungen, unter denen die dänischen Züchter und Landwirte dorthin exportieren können. In neuester Zeit hat Dänemark seine Ausfuhrbestrebungen auch auf Deutschland auszudehnen gesucht; besonders für dänische Milch hatten sich eine Zeitlang in Deutschland nicht ungünstige Aussichten eröff­net. Indessen wird es voraussichtlich der wie- dererstarkenden, weil besser geschützten deutschen Landwirtschaft gelingen, die Kreise nach Mög­lichkeit zu beschränken, in denen dieser durchaus nicht zu unterschätzende Gegner sich betätigen könnte.

Norwegen, das in wenigen Jahren, wenn es sich nicht inzwischen politisch auf eigene Füße gestellt hätte, die Hundertjahrfeier der skandinavischen Union mit Schweden hätte be­gehen können, wird von Jahr zu Jahr mehr das Ziel des Vergnügungs- und Erholungsreisever­kehrs. Noch vor etwa 20 Jahren alsReise­land" nahezu unbekannt, auch mangels be- Quemet und häufiger Verbindungen vom euro­päischen Festland schwer erreichbar, ist Nor­wegen, dank der außerordentlichen und dauern- Land^6er''Mrrr^ttrllch?NiMtte, Wege, es der Schweiz und Italien an Anzie­hungskraft und Beliebtheit beim Reisepublikum nachzutun. Längst haben sich die Engländer, die Norwegen geradezu überfluten, weil sie dort billiger reisen als in Schottland oder in der Schweiz, an die Gesellschaft anderer Nationen gewöhnen müssen. Franzosen, Amerikaner, vor allem aber Deutsche, die das jährlich sich er­neuernde Beispiel des Kaisers in Scharen her­beiführt, für die je nach Wunsch und Wohl­habenheit durch die Initiative der großen deut­schen Schiffahrtsgesellschaften Dampferverb'n- dungen mit den besuchtesten norwegischen Küstenplätzen und Touristenknotenpunkten ge­schaffen sind, werden in steigendem Grade durch den eigenartigen Zauber des Landes angelockt. Der nordische Reiseverkehr, der ganz augen-

Endlich trat Georg aus dem Schatten des Gartenhauses heraus.

Die weite Blumenterrasse der Ernsiedeler ^^Jm Gefühl der ersten Enttäuschung wollte er anfänglich den Park sofort wieder verlassen und im Sinderoder Dorfwirtshaus den Anbruch des Tages erwarten, um Käthe wenigstens in der Frühe des anderen Morgens noch vor der Fahrt nach dem Bahnhof abzufangen.

Aber schon im nächsten Moment verwarf er diesen Entschluß wieder.

An Schlaf war unter den obwaltenden Um­ständen ja doch nicht zu denken, dazu erschien ihm die Perspektive einer dumpfen Landkrugstube mit dem heißen, himmelhohen Bette wenig ver­lockend.

Da brachte er die Nacht lieber im Freren zu, verträumte die paar Stunden bis zum Morgen­grauen in der Einsamkeit des Parkes, in dem beglückenden Bewußtsein, der Geliebten nahe zu sein.--

Georg ging die ausgetretenen Sternstufen zur Seite der Blumenrabatten hinab und ließ sich auf eine der Bänke dicht am Wasser nieder.

Jetzt erst, als er saß, bemerkte er,, wie voll­ständig erschöpft er eigentlich war; dre Glieder schienen ihm schwer wie Blei, kaum vermochte et die müden Augen offen zu halten.

Eine schwüle, elektrische Spannung btng in der Atmosphäre, es war noch beinahe ebenso warm wie am späten Nachmittag.

Der Redingsee dehnte sich, eine schwarze, un­bewegte Fläche, unter dem mattsilbernen Firma­ment, an dem der Glanz des fast vollen Monoes beinahe sämtliche Sterne ausgelöscht hatte.

Wie ein weißer Schleierflor schwamm das blasse Licht auf der schwarzen Finsternis, die barocken Formen der wunderlich geschnittenen Taxushecken in nebelhafte Luftgebilde aus­lösend. -

scheinlich Norwegen bevorzugt, hat seinen Höhe­punkt noch lange nicht erreicht, ebenso wenig wie die wirtschaftlichen Vorteile, die daraus diesem Lande zufließen.

Schweden endlich geht, wenn nicht alles trügt, einer bedeutenden industriellen Entwick­lung entgegen. Es besitzt nahezu unerschöpfliche Wälder, ein Umstand, der mit jedem Jahrzehnt, je weiter die Holzproduktion in den übrigen europäischen Ländern zurückgeht, mehr ins Ge­wicht fällt. Schon jetzt ist Sundsvaal der be­deutendste europäische Holzausfuhrhafen. In weiser Voraussicht der wachsenden Nachfrage nach schwedischem Holze hat der Staat sehr um­fangreichen Waldbesitz in seine Hand gebracht und außerdem Forstschutzbestimmungen erlassen, die eine unter Umständen schnelle Vernichtung der schwedischen Wälder verhüten sollen. Ein zweiter wesentlicher Faktor, der das Entstehen industrieller Anlagen befördert, ist der Reich­tum an natürlichen Wasserkräften. Bereits ist mit der Nutzbarmachung der Wasserfälle in ver­schiedenen Teilen des Landes ein erfreulicher Anfang gemacht. Dazu gesellt sich ein sehr et« gibiger Erzgrubenbau, dessen Betrieb trotz sei­ner schon jetzt großen Bedeutung anscheinend noch in den ersten Anfängen steht. Kurz, auch Schweden darf mit gutem Grund einer gün­stigen wirtschaftlichen Entwicklung entgegen« sehen.

' Zur Lage in Rußland.

DiePolitische Korrespondenz" schreibt: Auf eine nach St. Petersburg gerichtete An­frage bezüglich der Gerüchte über die Eventuali­tät der Abdankung des Kaisers Nikolaus haben wir von berufener Seite die telegraphische Er­widerung erhalten, es lasse sich kategorisch er­klären, daß nicht das geringste Symptom auf­getaucht ist, welches darauf hindeuten würde, hör Qnr hfo m/iiiiTufifsii eines derartigen inneren Krise zeige überhaupt ffitr ,okHk- LW, durch das man sich an den maßgebenden Stellen gedrängt fühlen könnte, extreme Entschließungen ins Auge zu fassen. Der Verlauf der jüngsten Ereignisse sei vielmehr geeignet, den Mut der­jenigen, die das russische Staatsschiff durch die jetzige Bewegung steuern, zu heben und die Re­gierung arbeite an ihrem Werke mit der ge­kräftigten Zuversicht, auf der vorgezeichneten Bahn zum Ziele zu gelangen."

Petersburg, 12. Aug. Die Agrarunruhen dauern fort und greifen auf weitere Gouverne­ments über. Sie nahmen während der letzten Woche besonders schwere Formen im Gebiet von Poltawa an. Raubanfälle bewaffneter Banden mit häufigem Blutvergießen, die meist von Re­volutionären ausgehen, erfolgen täglich. An-

Es war, als zitterte die ganze Gegend tm bleichen Silberdunst des Mondenscheines.

Georg lehnte sich weit auf seiner Bank zuruck und schloß die Augen.

Die tiefgehende, seelische Erschlaffung loste sich zu traumhaftem Halbschlummer.

Sonnige Bilder standen vor feinet Seele.

Die Digue von Mentone, das blaue Mittel­meer der strahlende Himmel und er selbst mit Käthe inmitten des Zaubers dieser wunderbaren Natur, glücklich im Glück ihrer jungen Liebe, fern von all dem sinnverwirrenden Getriebe der teilten ,3cit

Da schreckte er plötzlich aus seiner Versunken­heit auf, das feine Geräusch knirschenden Sandes hatte sein Ohr getroffen -

Das Herz schlug ihm bis tn den Hals, mit vorgebeugtem Kopfe horchte er in die mondhelle Finsternis der Einsiedelei hinaus, die sich wie ein friedliches, düsteres Gemälde vor ihm breitete. , , ,

Jetzt löste sich aus dem phantasti'chen Dunkel des Laubganges an der anderen Seite des Orangeriebäudes eine hohe, schwarze Gestalt und trat langsam auf die Blumenterrasse hm-

llngefähr in der Mitte des am Wasser hin­ziehenden Kiesweges machte sie nur wenige Meter von Georg Halt, und jetzt sah dieser tn dem gespenstisch-weißen Mondlicht, daß ihm etrt alter Mann in einem langen, talarartigen Jtoae gegenüberstand. _ .

Noch hatte er nicht in das Gesicht des ein­samen Wanderers geblickt, doch ein unbestimm­tes hellseherisches Gefühl sagte ihm daß es Käthes Vater sein mutzte, den er tn ihm vor sich hatte. .

Was trieb den Greis noch zu so nächtlicher Weile in den verlassenen Park? All das was er über die Wunderlichkeiten des Schloßherrn von Sinderode gehört, fiel ihm plötzlich ein, indes er sich unbeweglich int Schatten feines

beteifeits ist die Polizei vielfach mit Erfolg verbrecherischen Vorbereitungen der Revolutto« näre auf die Spur gekommen.

Die Auffindung von Bombenfabriken i» Petersburg und Moskau hat große Beunruhig« ung in Regierungskreisen hervorgerufen. Man befürchtet ein Attentat gegen den Zaren. Der Zar hat infolgedessen auch die Absicht, mit sei. ner Familie 14 Tage nach Krasnoje-Sselo hin­auszuziehen, um den Manövern der Garde bei­zuwohnen, definitiv aufgegeben.

Petersburg, 12. Aug. Der Flügeladjutant des Zaren, Oberst Fürst Trubetzkoi überreicht» im Auftrage des Zaren an jene Soldaten, welche den Aufstand in Kronstadt unterdrückt haben, Medaillen und größere Geldbeträge und' sprach ihnen sodann den Dank des Zaren au», Hierauf besuchte der Oberst die Lazarette, in benen bei dem Aufstand verwundete Soldaten lagen.

Helsiugfors, 11. Aug. Die Sitzungen de» ; Kriegsgerichts zur Aburteilung der Meuteret in Sveaborg begannen gestern. In erster Reihe wird über die acht Haupträdelsfühter abge­urteilt werden. Die in Sveaborg und Ska- touden verhafteten Zivilpersonen sind dem Zi­vilgericht überwiesen worden. Die Untersuchung wurde unter der Leitung des Kommissars Allen geführt. Die Zeugen erklären, datz die Agita­tion in Skatouden von langer Hand vorbereitet war.

Helsiugfors, 12. Aug. Das Kriegsgericht hat gestern die wegen der Meutereien inSoem borg angeklagten Leutnants Emeljanow unX Kochanowsky sowie fünf Soldaten zum Tod« verurteilt. Das Todesurteil ist bereits voll­streckt.

Deutsches Reich.

Berlin, 13. August.

Seine Majestät der Kaiser hörte vor- ta6inetts*unb ünterMiist,i"V^.M'lbelm^öbe. ae« gang. Gestern wohnten der Kaiser und die Kaiserin dem Gottesdienste in der Schloßkapelle bei und machte dann einen längeren Sparet« aanq. Der Kaiser wird nach den neuesten Dis­positionen bereits am 14. d. M. nachmittag mittels Sonderzuges in Cronbetg eintreffel und sich von dort sofort nach Schloß Friedrichs Hof begeben. Am 15. d. M., vormittags 0 Uhl 15 Mm. wird die Ankunft König Nntards e« wartet, der von London über Bstssingen nach Köln kommt.

__Die Kronprinzessin hat am Samstag nm ihrem Kinde die erste Ausfahtt unternommen. Das Publikum begrüßte die Kronprinzessin äußerst lebhaft. Zur Uebernahme beijfoten.

Platzes hielt, in der Hoffnung, daß ihn btt Baron vielleicht gar nicht bemerken, sondern achtlos an ihm vorbeigehen wurde. 1

Da wandte auf einmal der alte Mann den Kovi aerobe nach ber Ecke, tn der Georg sah, und ein voller Blick aus den großen, dunklen Augen umfaßte feine Gestalt.

Zugleich fragte eine trockene Stimme ohne die'Spur eines Anklanges von Furcht »btt sÄÄ -° M*>

SÄÄ£ ' d« Fragenden sofort von seinem Sitze erhoben und war^mit ehrfurchtsvoller Verbeugung auf ih< ^Doch^ie Antwort erstarb ihm auf den ßipj pen iwr dem Ausdruck jähen Entsetzens, mit dem ihm der Baron ins Gesicht starrte.

Leo von Stetten!" murmelte der alte Mann.Leo von Stetten!"

Er hatte doch nicht so leise gesprochen' dich feine Worte dem Ohr seines Gegenübers ve« loren gegangen wären.

Der Laut seiner Stimme, bet Name feines Baiers gaben Georg seine Fassung webet. . Nicht Leo von Stetten, sagte et sich hohe« aufrichtend,steht vor Ihnen, sondern Georg von Stetten, Leos Sohn! 1

Minutenlang verharrte der Baron stumm, in Gedanken versunken, als taste er sich erst langsam in die Vergangenheit jutu«, bauj . zuckte cs auf einmal rote etn Blitz des Erkennens über sein verfallenes Gesicht. »hii*

Ja, Georg von Stetten! versetzte er endlich wie traumverloren und reichte dem J S Manne mit altmodischer Feierlichkeit die S < Seien Sie mit gegrüßt auf meinem ange­stammten Grund und Boden.

Ein langes Schweigen entstand.

(Fortsetzung folgt.).