Einzelbild herunterladen
 

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

SonntagsbeUaae: Jlluktrkt-s J *

Drittes Blatt.

f f

einer Betätigung des Mitteleuropäischen Wirt- schastsvereins in Ungarn im Dienste der gemein- samenSache noch nicht die Rede sein konnte. Die gespannten Verhältnisse in Transleithanien haben auf Cisleithanien u. a. insofern ungün­stig zurückgewirkt, als die Ratifikation der be­reits geschlossenen Handelsverträge längere Zeit in Frage gestellt war, der Abschluß neuer Ver­träge hintangehalten wurde, und außerdem die Frage der Regelung des wirtschaftspolitischen Verhältnisses zwischen den beiden Reichshälften, die Frage:Zollbündnis oder Zolltrennung?" einen lähmenden Einfluß ausübte. Der unga­rische Konflikt ist nunmehr beigelegt und die Bahn für eine internationale Betätigung der Vereine somit frei geworden.

Es steht zu hoffen, daß demnächst Vertreter der drei Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine in Deutschland, Oesterreich und Ungarn zu einer Beratung über verschiedene Angelegenheiten zum ersten Mal zusammentreten werden. Ein Meinungsaustausch hierüber ist zwischen den Geschäftsstellen bereits in die Wege geleitet."

Wir waren seitdem in der Lage, die Mittei­lung zu bringen, daß die hier angekündigte erste Konferenz der internationalen Komitees der drei Wirtschaftsvereine am 26. und 27. Oktober in Wien stattfinden wird.

Erscheint wöchentlich geben mal.

Druck und Verlag: Iah. Aug. Koch, UnivcrfttätS-Buchdruckerei 41, Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Geschäftliche Mitteilung.

Als Gradmesser für den Kulturzustand eine« Volkes wird häufig dessen Verbrauch an Seife angesehen. Mit größerem Fug und Recht aber konnte man die Pflege der Haut überhaupt als einen solchen Gradmesser ansehen, da diese Pfleg« für die Gesundheit des menschlichen Organismus unerläßlich ist. Zur Pflege der Haut wird von allen Aerzten angelegentlichst empfohlen, int Haushalt eine Fettsalbe vorrätig zu halten; alle früher zu diesem Zweck verwandten Mittel find jetzt weit überholt und ersetzt durch das Lanolin", welches dem natürlichen Hautfett analog ist und deshalb zur Pflege der Haut, so» wie als Schönheitsmittel im Vordergründe steht. DasLanolin" findet sich in Form von Lanolin-Toilette-Eream-Lanolin" Marke Pfcil- ring der Lanolinfabrik Martinikenfelde in allen Apotheken und Drogenhandlungen und wird auch zur Anwendung in der Kinderstube auf das an­gelegentlichste empfohlen. Beim Einkauf des Creams achte man darauf, daß jede Dose die »SchutzmarkePfeilring" trage, da nur dadurch eine Garantie für die Echtheit geboten wird. _ j

Eingegcmkene Bücher und Schriften. ((Eine eingehender- Besprechung bleib: unser e.! Ermessen vorbehalten. Rücksendung unver­langter Eingänge findet nicht statt.)

**Die Kun st." Monatshefte für frei, und angewandte Kunst. (München, Bruck- mann.) Das eben erschienene August-Heft wird durch einen Artikel über Meister Gotthardt Kuehl von Mai Morold eingeleitet. Zahlreiche Abbildungen begleiten den Aufsatz und geben ein rechtes Bild von dem umfangreichen Schaffen des Meisters, insbesondere der brillante Vier­farbendruck zeigt seine koloristische Kunst. Fritz von Ostini lieferte einen famosen Aufsatz über die gegenwärtige Ausstellung derScholle" im Münchener Elaspalast, der manches warme Wort der Anerkennung und der Aufmunterung an die jungen Künstler richtet. Eine Reihe Bilder, teils mit Tondruck, lassen ihre Bestre­bungen erkennen. Mit dem zweiten Teil des Artikels über die Dritte Deutsche Kunstgewerbe- Ausstellung in Dresden wird das Gebiet der angewandten Kunst betreten. Man sieht Re­produktionen nach Arbeiten Fritz Schumachers (protestantische Kirche), Details vom Sächsischen Haus von Wilh. Kreis, von verschiedenen an«' deren Künstlern einzelne Interieurs, ferner noch Friedhofsanlagen, zeugend von dem hohen Können und glücklichen Geschmack ihrer Schöpfer. Alles in allem ist dieses Heft mit seinen 114 Abbildungen zum neuen ein hervorragender Be­weis von der Führerschaft derKunst" auf ihrem Gebiete, die sie trotz anderen Organen sich nicht streitig machen läßt.

Kutscher Wäsche abholte. Ein Dieb fuhr mit dem ganzen Gespann davon, ohne zu ahnen, daß in einem der Körbe auf dem Wagendeck eia Knabe schlief. Dieser erwachte am Kottbuser Ufer, sah, daß ein fremder Mann kutschiert^ und erfaßte die Situation in seinem Anne« Durch sein Geschrei wurden die Straßenpassan ten aufmerksam; der Dieb entfloh, der Wager aber wurde dem Polizeirevier zugeführt, von w« ihn und den Jungen die Besitzerin abholte.

Elberfeld, 10. Aug. Scharfe Urteile über die Elberfelder Kriminalpolizei fällte bei der Etatsberatung in der Stcü>tverordnetenver« sammlung Rechtsanwalt Dr. Graf. Die Ser­geanten der Kriminalabteilung stellten Straf­antrag. Die hiesige Strafkammer hat aber den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, da Dr. Graf bei feine Angriffen auf die Polizei in Wahrung be­rechtigter Interessen gehandelt habe, und eine Absicht der Beleidigung nicht als vorliegend er­achtet werden könne. Die von der Staatsan­waltschaft gegen diesen Beschluß eingelegte Be­schwerde wurde vom Oberlandesgericht in Köln verworfen. (Sehr richtig?)

Bruchsal, 9. Aug. Mit dem Bierzipfel seiner hvchpreislichen VerbindungBadenia" auf dem Priesterrock trat der Religionslehrer M. vor die Primaner des Bruchsaler Gymna­siums und richtete, nach derBad. Landesztg.", folgende erhebende Ansprache an die Abitu­rienten:Sie sollen in wenig Wochen zur Uni- versität entlassen werden. Ich gebe Ihnen den guten Rat, werden Sie nur in einer katholischen Korporation aktiv, z. B. in meiner Straßburg« Badenia", oder in Freiburg bei der Hercynia' oderHohenstaufia" oder in Heidelberg bei der Arminen"! Zwingen kann Sie ja nicht, abei das verspreche ich Ihnen, von dem Tage an, an dem Sie bei einer solchen Verbindung aktiv werden, sind wir Duzfreunde." Wenn ein alter Korpsstudent oder Burschenschafter ähnlicher wagen würde?

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß § 18 der Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oberhess. Ztg." gestattetl

Marburg, 11. Augusts

* Hessischer und Nassauischer Theologischer Ferienkursus. Vor zwei Jahren haben sich eine größere Zahl Geistlicher und Religionslehrer aus dem Großherzogtum Hessen und den preu­ßischen Konfistorialbezirken Cassel, Nassau und Frankfurt mit den Dozenten der theologischen Fakultäten zu Gießen und Marburg zur Ver­anstaltung regelmäßiger Ferienkurse für die Geistlichen und Religionslehrer der beteiligten Kirchengebiete vereinigt. Der erste Kursus wurde im Oktober 1904 in Frankfurt a. M. ge­halten. Die überraschend starke Beteiligung von Geistlichen bewies, daß der Plan warmen Beifall gefunden hatte. Die Professoren Achelis aus Marburg, Drews und Holtzmann aus Gie­ßen boten in drei vier- bis fünfstündigen Vor­tragszyklen reichsten Stoff zur Belehrung. An­geregte Diskussionen unter der ausgezeichneten Leitung des Konsistorialrats Eibach in Dotz­heim (Bez. Wiesbaden), bei denen die verschie­densten sologischen Richtungen friedlich und harmoi. mit einander rangen, sorgten für Vertiefung des Gebotenen. Eine frohe brüder­liche Stimmung erfüllte alle Teilnehmer von Anfang bis zu Ende. In diesem Jahre soll nun der zweite Ferienkursus, und zwar wie schon in Frankfurt verabredet worden, in Marburg stattfinden. Er wird beginnen am 8. Oktober mittags und bis zum 10. Oktober nachmittags dauern. Drei der Marburger Professoren wa­ren freundlich bereit, auf Bitten des Verwal­tungsausschusses ihre Kräfte zur Verfügung zu stellen. Professor D. W. Herrmann wird vor­tragen überDie Aufgabe der evangelischen Dogmatik in der Gegenwart (an Beispielen er­läutert)," Professor D. A. Jülicher überReue Linien in der Kritik der Ueberlieserung der evangelischen Geschichte (Wrede, Wellhausen, Harnack)"; Professor D. I. Weiß überDie Entstehung der neutcstamentlichen Chrlstoloz'.e int Lichte der neuen religionsgeschichtlichen For­schung". Auch diesmal wird wieder besonderer Wert auf die Möglichkeit eingehender Diskus­sion gelegt werden. Nach der wissenschaftlichen Arbeit wird eine Führung durch die Elisabeth- kirche unter Leitung von Prof. D. I. Bauer den Kursus beschließen, soweit seine Teilnehmer nicht noch Neigung zu einem gemeinsamen Aus­fluge haben. Der genaue Stundenplan wird später veröffentlicht werden. Der Teilnehmer­preis beträgt 5 X Wegen Unterkunft wolle man sich an Pfr. Wippermann in Marburg, Ockershäuser Allee 36, wenden, alle sonstigen Anfragen und Anmeldungen zur Teilnahme aber an Pfarrer Foerster in Frankfurt a. M., Trutz 27, richten.

* Pferdestrohhüte. Aus Berlin kommt eine Meldung, die von allgemeinem Interesse ist. Durch Hitzschlag sind in den letzten heißen Tagen viele Pferde eingegange». Dabei darf nicht un­berücksichtigt bleiben, daß der Pferdestrohhut sich wiederum als vortreffliches Vorbeugungsmittel bewährt hat. Unter den getöteten Tieren be­findet sich keines, das eine Kopfbedeckung als Schutz gegen die Sonnenstrahlen getragen hat. Die großen Firmen, die feit Jahren Pferdeftrohr

Marburg

Sonntag. 12. August 1906

Vermischtes.

Berlin, 9. Aug.Ich lasse mich nicht stehlen!" schrie gestern nachmittag aus Lei­beskräften ein Sjähriger Knabe, der auf einem Wäschewagen in einem Korbe lag. Der Wagen hatte vor einem Hause gestanden, während bet

Der Mitteleuropäische Wirtschafts­verein in Deutschland

jrersendet soeben seinen Geschäftsbericht für 4905/06. Demselben ist zu entnehmen, daß er pährend des letzten Jahres einen Mitglieder- )uwachs um über 100 zu verzeichnen hatte, und ßm besonderen die Zahl der korporativen Mit­glieder von 30 auf 40 gestiegen ist. Auch die Mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine in Un­garn (gegründet im Dezember 1904) und in Oesterreich (gegründet int April 1905) ent­wickeln sich in gedeihlicher Weise. In das Di- iektorium sind im März 1906 eingetreten der Vorsitzende des Zentralverbandes deutscher Jn- ustrieller, Herrenhausmitglied Richard Vope- |tU5, und der Vorsitzende des Vereins Berliner ^Exportfirmen Hermann Hecht.

Die Arbeiten des Vereins bewegten sich zu- »lächst auf dem Gebiete der Neuregelung unserer Handelsbeziehungen mit den drei großen ame- jrikanischen Wirtschaftsgebieten, d. h. den Ver­einigten Staaten, Argentinien und Kanada, hierüber wurden auf Grund von umfassenden XEnqueten drei große Denkschriften ausgearbeitet iunft der Reichsregierung zur Verfügung gestellt. Mit Bezug auf die Neuregelung unserer Han- helsbeziehungen zu Argentinien gibt der Ee- 5chäftsbericht unter anderem folgende Dar- tellung:

j In den letzten Jahren ist dieses Land ein bedeutender Faktor für Deutschlands Handel ge- jworden. Unsere Ausfuhr dorthin wertete int Durchschnitt der Jahre 1891/1904 : 31,5 Mill. Mark, 1901/04 hingegen 68,8 Mill. Mark. Wir gezogen aus Argentinien in den entsprechenden ^Zeiträumen durchschnittlich für 94,4 und 252,4 Mill. Mk. Waren. Unsere Verschiffungen haben sich also um 118 pCt., unsere Bezüge um 137 pCt. gesteigert. Jrn Jahre 1891 stammten 2,5 pCt., ,4m Jahre 1904 4,9 pCt. unserer Einfuhr aus ,Argentinien. Von unserer Ausfuhr wanderten fim Jahre 1891 0,6 pCt. und 1904 1,9 pCt. dorthin.

/ Man sieht aus diesen Ziffern, welche Bedeu­tung unser Handel mit Argentinien int Laufe her letzten 12 Jahre gewonnen hat.

> Mit diesem amerikanischen Freistaat nun verbindet uns ein noch vom Zollverein her übernommener Vertrag vom Jahre 1855, der guf Grund seiner Auslegung als unbedingter Meistbegünstigungsvertrag den Argentiniern alle Vorteile verschaffte, welche wir den Agrar- staaten int Wege der Verträge von 1891/94 ge­währt haben, ohne daß uns Argentinien auch nur einen Centavos Zoll nachzulassen brauchte. Sein Weizen und Mais kamen zu den Konven- Sonalsätzen nach Deutschland herein, nur aber urde bei der Einfuhr nach Argentinien kein oll ermäßigt. Was der Mitgenuß der Ver- itragssätze für Argentinien bedeutet, kann man 'ttm besten daraus ermessen, daß Deutschland aus Argentinien Weizen und Mais bezogen hat int Jahre 6893 für 20,3 Mill. Mk., int Jahre 1900 für 73,9 Mill. Mk., 1904 für 110,4 Mill. Mk., daß also die Eeinsuhr binnen 11 Jahren sich mehr als verfünffacht hat.

Im Hinblick auf diese Tatsachen, ferner auf die immer mehr sich bessernden Finanzen Argen­tiniens, welche fiskalische Bedenken gegen eine Einräumung von Zollnachlässen nicht mehr die frühere Bedeutung gewinnen lassen, dann mit Rücksicht auf den Umstand, daß Argentinien schon im Jahre 1898 bereit war, mit der Union ein (von dieser freilich nicht ratifiziertes) Tarif­abkommen zu schließen, welches für eine Reihe von Artikeln eine Minderung der Zölle und was vielfach noch wichtiger eine Regelung der Einheitswerte (Aforos) vorsah, endlich auf Grund einer ganzen Reihe von anderen Mo- vlenten glauben wir, daß auch Deutschland an die Stelle seines Meistbegünstigungsvertrages mit Argentinien eine Tarifabmachung setzen könnte und sollte.

! Heftet die wirtschaftspolitische Konstellation, mit welcher der Verein in Oesterreich-Ungarn zu rechnen hatte, läßt sich der Geschäftsbericht wie folgt vernehmen:

iLeider waren wie im Vorjahre so auch während des Zeitraumes, über den wir hier zu berichten haben, die innerpolitischen Verhält­nisse im nachbarlichen Donaureiche nichts we­niger als ruhige und geklärte. Der Verfassungs- .konflikt in Ungarn hat die Aufmerksamkeit aller am öffentlichen Leben beteiligten Kreise dieses jLandes derart in Anspruch genommen, daß von

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Frankfurt, 10. Aug. Hinter dem Haupt- bahnhof geriet heute Nachmittag ein 32jähriger Rangierer, namens Johann Knot, beim Ran­gieren so unglücklich zwischen zwei Wagen, daß ihm beide Beine abgefahren und zermalmt, und der Unterleib zerrissen wurde. Der Unglückliche ist bei der Einlieferung in das Krankenhaus gestorben.

Hanau, 10. Aug. Vorgestern Abend ertrank in Bürgel ein lljähriger Junge namens Bickart im Main. Derselbe wollte seinen Hund baden, fiel mit ihm ins Wasser und konnte sich nicht mehr retten.

Gelnhausen, 9. Aug. Gestern verstarb in Wiesbaden Rentmeister Major Stiehl.

Waldkappel, 10. Aug. Beim Eisenbahnüber­gang Harmuthsachsen wurde gestern Abend vom %10 Uhr-Zuge eine Herde Schafe überfahren. Es blieben 13 Stück auf der Stelle tot und mehrere wurden schwer verletzt.

Eisenach, 10. August. Der General der In­fanterie z. D. Freiherr v. Funck, zuletzt General- Inspekteur des Militär-Erziehungs- und Bil­dungswesens, ist gestern hier gestorben.

Mainz, 10. Aug. Das Schöffengericht zu Nieder-Olm verurteilte sechs Frauen aus der Gemeinde Undenheim wegen Milchfälschung zu 200 Mark Geldstrafe.

Halle a. S., 10. Aug. Ein neues Schimpf­wort stellte gestern die hiesige Strafkammer fest. Drei Stukkateure hatten sich zu verantworten, weil sie einen Kollegen wiederholtNicht­raucher" genannt hatten. Die Vernehmung er­gab, daß unter den organisierten Arbeitern es neuerdings üblich geworden ist, an Stelle des unzulässigen WortesStreikbrecher" die Ar­beitswilligen zart mitNichtraucher" zu be­zeichnen. Das Gericht war der Ansicht, daß in diesem bestimmten Zusammenhänge das Wort Nichtraucher" allerdings eine Beleidigung dar­stelle und erkannte auf Geldstrafen von 10, 20 und 30 Mark.

hüte und Pferdekappen vom Deutschen Tierschutz­verein bezogen haben, erklären einstimmig, daß Verluste infolge Hitzschlag, auch in den heißesten lagen ausgeschlossen sind. Berlin ist in neuerer Seit der Haupterzeugungsort für Strohhüte geworden. Eine Firma in der Großen Präsi­dentenstraße macht hierin große Umsätze und versendet viele Hüte in die Provinz, wo der Pferdestrohhut nach Berliner Muster mehr und mehr in Aufnahme kommt.

* Durchschnittspreise siir Hnser, He» und Stroh. Das Amtsblatt der königlichen Regierung bringt folgende Nachweisung der für die Liefer­ungsverbände des Regierungsbezirks Cassel fest- gestellten Durchschnittspreise der höchsten Tages­preise für Hafer, Heu und Stroh mit einem Aufschlag von fünf vom Hundert, welche für Vergütung der im Monat Juli 1906 verab­reichten Fourage maßgebend find.

Vierteljährlicher Bezugspreis: ba der Expedition 2 Mk TM* 40*7 bet allen Postämtern 2,25 Mk, t,qcL Bestellgeld).

AO» Jnserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, ______ Rcclamen: die Zeile 25 Pfg.

Bezeichnung des Lieferungs»

Haupt-

Durchschnittspreis pro Gentner

Verbandes.

marktort.

Hafer

Hm

Stroh

4

Stadtkreis Cassel

Cassel

9

71

3

47

3

15

Landkreis Cassel

dal.

9

71

3

47

3

15

Kreis Eschwege

Eschwege

9

31

2

10

2

63

, Witzenhaus.

dgl.

9

31

2

10

2

63

Fritzlar

Fmtzlar

9

19

4

20

3

15

, Homberg

dgl.

9

19

4

20

3

15

Ziegenhain

dgl.

9

19

4

20

3

15

, Fulda

Fulda

9

45

3

94

3

41

, Hünfeld

dgl.

9

45

3

94

3

41

Gersfeld

dgl.

9

45

3

94

3

41

Schlüchtern

dgl.

9

45

3

94

3

41

Stadtkrs. Hanau

Hanau

9

98

4

73

3

68

Landkreis Hanau

dgl.

9

98

4

73

3

68

Kreis Gelnhausen

dgl.

9

98

4

73

3

68

, Hersfeld

Hersfeld

9

45

4

20

3

94

, Hofgeismar

Hofgeismar

9

35

2

63

2

75

, Wolfhagen

dgl.

9

35

2

63

2

75

Marburg

Marburg

10

50

3

68

3

15

, Kirchhain

dgl.

10

50

3

68

3

15

, Frankenbg.

dgl.

10

50

3

68

3

15

, Rotenburg

Rotenburg

9

19

3

94

3

15

, Melsungen

dgl.

9

19

3

94

3

15

, Rinteln

Rinteln

9

98

3

68

3

15

, Schmalkld.

Schmalkld.

9

45

3

68|

2

63