Einzelbild herunterladen
 

mit

Jii 181

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der ExkÄitioa 2 ML, bet allen Postämtern 2,25 Mk. (tyL Bestellgeld).

InsertronSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Reclamen: die Zeile 25 Pfg.

Mn

i «nd Kirchhain.

Marburg

Sonntag, S. August 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag: Joh. Rüg. Koch, UniverfitätS^Suchdruckerei Marburg, Mar» 21. Telephon 55.

41. Jabrg.

Zweites Blatt.

Neueste Telegramme.

Leipzig, 4. Aug. Die Vertretung der konser­vativen Partei im 10. sächsischen Reichstags­wahlkreise sprach sich einstimmig für die natio­nalliberale Kandidatur Haffe aus, um von vornherein eine geschloffene Bekämpfung der Sozialdemokratie zu ermöglichen.

11 Kiel, 4. Aug. Das neue LinienschiffDeutsch­land" unter dem Kommando des Kapitäns zur See Becker wurde gestern vormittag auf der Kaiser!. Werft mit Flaggenparade in Dienst gestellt.

Marseille, 3. Aug. Admiral Fournier sagte in einer nach Abschluß der großen Flottenmanö­ver gehaltenen Rede, daß die Ergebniffe der Manöver, was die Sicherheit der französischen Küstenplätze angehe, befriedigend seien, da sie alle Gewähr dafür leisteten, daß Frankreich wenn es wolle, in der Lage sein könne, binnen kurzem siegreich einen jeden noch so bedrohlichen Angriff zur See zurückzuschlagen. Der Admiral hob die große Bedeutung der Unterseeboote und Torpedoboote hervor, die imstande seien, mit Erfolg die Angriffe großer Schiffe zu vereiteln. I1 London, 4. Aug. Die Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Eduard wird auf Schloß Friedrichshof bei Cronberg erfolgen. König Eduard trifft am 15. August, vormittags 9y2 Uhr, auf Bahnhof Cronberg ein und wird bis zum 16. August mittags East auf Schloß Fried- richshof fein. Kaiser Wilhelm wird seinen Oheim bei dessen Ankunft auf dem Bahnhofe empfangen.

Die vatikanische Politik.

7 In den vatikanischen Kreisen regt sich, wie in einem derR. Pr. Z." zur Verfügung ge­stellten Privatbriefe aus Rom intereffant ge­schrieben wird, eine starke Strömung, der es um eins neue Orientierung der päpstlichen Politik zu tun ist. Als Grund wird geltend gemacht, daß die alte Methode, nach der sich das Papst- tunr auf irgend eine Großmacht oder mehrere Großmächte stützen müsse, sich in den Wirren der Neuzeit nicht mehr bewähre. Ganz eklatant sei das in Bezug auf Frankreich hervorgetreten, Früher habe man mit Fug und Recht von den >,gesta Dei per Francos" sprechen können, jetzt über sei die älteste Tochter der Kirche einiger­maßen verwildert, und auf absehbare Zeit

Aus unruhigen Seiten

Von 8. Müller.

(Fortsetzung.)

Großen Einfluß auf die politische Stimmung Üer hiesigen Einwohnerschaft ist insbesondere einem in der damaligen Zeit gegründeten Ver­ein, der unter dem NamenBürgerverein" ge­stifteten Gesellschaft beizumessen, welche mehrere Hundert Mitglieder zählte. Ihr Zweck war zwar nur gesellige Unterhaltung, sie erhielt je­doch durch die darin häufig gehörten exzentri­schen Reden einiger Wortführer zugleich eine politische Färbung. Auch suchte man in dieser Gesellschaft Teilnehmer für den Preßverein zu gewinnen. Der Bürgerverein glaubte sich be­rufen, sich in die öffentlichen Angelegenheiten des Staates einzumischen und durch Adressen an die Ständeversammlung auf deren Tätigkeit einzuwirken.

Der Apotheker Döring, damals Hauptmann der 1. Kompagnie der Bürgergarde, nahm hier­an vorzüglichen Anteil. Dieser stand an der Spitze eines Ausschuffes hiesiger Bürger, welcher im_März 1832 eine an die Bewohner beider Hessen gerichtete Aufforderung zu Beiträgen er­gehen ließ, um dem Landtagsdeputierten Jor­dan zur Anerkennung seiner Verdienste um die Begründung der kurhessischenVerfassungsurkunde ein Denkmal der Dankbarkeit zu setzen. Der Ertrag der zu diesem Zwecke veranstalteten Sammlung erhielt späterhin infolge Magiftrats- beschluß eine andere Bestimmung. Er wurde dem Professor Jordan und seiner Familie überaeben.

Nicht ohne Einfluß auf die politische Stim­mung der Marburger waren die häufig ge­feierten öffentlichen Feste, unter denen beson­ders das gemeinschaftlich von Marburg und Gießen, veranstaltete und am 19. Februar 1832 in Gießen gefeierte zu erwähnen ist. Es war das Fest der Eintracht der beiden Bruderstämme. Am 2. Juli 1832 wurde auf dem Wollenberg »ei Wetter ein solches Fest gefeiert.

t Döring hatte seine Stellung als Hauptmann

könne der Papst sich nicht mehr auf sie verlassen, Wissende sind der Ansicht, selbst wenn Kardinal Rampolla wieder einmal Staatssekretär, oder wenn er sogar Papst werden sollte, werde er den Irrtum seiner früheren franzosenfreundlichen Politik nicht mehr wiederholen. Er habe jeg, liche Hoffnung auf Frankreich aufgegeben und führe zur Rechtfertigung seiner früheren Hal­tung an, daß eg seine Pflicht gewesen sei, das Mögliche in Güte zu versuchen und so lange noch gute Beziehungen aufrecht zu erhalten, als es einigermaßen angängig war. Wie auch Pius X. sich in Hinsicht auf das Trennungsgefetz entscheiden mag, es ist ganz gewiß, daß die alte Freundschaft zwischen Frankreich und Rom nicht wiederkehren und die Republik eher als Gegner behandelt werden wird.

Man weist vielfach darauf hin, daß auch Papst Pius IX. kein Freund des Diplomatisie- rens gewesen sei. Mehr als einmal hat er als seine Devise die Hoffnung aufGott und das katholische Volk" bezeichnet. Einflußreiche Kar- dinäle und Prälaten raten, auf diesem Grunde weiter zu bauen. Die römische Kurie solle sich auf die katholischen Parteien in den verschie­denen Ländern stützen und im übrigen die Re­gierungen so behandeln wie sie dem Papste ge­genübertreten, wenn freundlich, dann auch wie­der freundlich, und wenn kühl, ebenfalls kühl.

Die Freunde der diplomatischen Kunst wen­den gegen diese Haltung ein, sie sei ein Verzicht auf alle Politik und angesichts der Beziehungen zwischen den verschiedenen Kabinetten und Län­dern kaum empfehlenswert. Es könne mitunter großen Vorteil haben, wenn der Papst von ihm wohlgeneigten Regierungen unterstützt werde, und beispielsweise würde es nicht klug sein, eine solche Reserve und Uninteressiertheit gegen Oesterreich-Ungarn einzunehmen, das dem Papste schon oft geholfen habe. Auch andere Regierungen zeigten sich entgegenkommend, bei­spielsweise die amerikanische und die deutsche, obschon sie in Rücksicht auf die protestantische Konfession ihrer Länder die Interessen der ka­tholischen Kirche nicht wahrnehmen könnten. Die vatikanische Politik tue deshalb gut daran, sich einige Freunde zu erhalten.

Diese Einwürfe haben viel für sich, aber ihre Gegner lassen sich dadurch nicht beirren. Das Wohlwollen Oesterreich-Ungarns, sagen sie, sei gewiß nicht zu unterschätzen, komme aber eigent­lich nur für dieses Land in Betracht, da die habsburgische Doppelmonarchie sich von der eigentlichen Weltpolitik fernhalte. Wenn es sich aber nicht um eine Macht handele, die in der Weltpolitik eine maßgebende Rolle spiele, könnte die Unterstützung des Papsttums durch

der Bürgergarde und stellvertretender Va- taillonskommandeur, seinen Eifer für das Vürgergardewesen und für politische Ange­legenheiten, sowie das Freundschaftsverhältnis zu dem in seinem Hause wohnenden Professor Jordan dazu benutzt, um sich ein großes Ansehen zu verschaffen das er freilich bei seinem Lebens­wandel nur kurze Zeit zu behaupten vermochte. Döring wirkte eifrig für die Sache der Revolu­tion und begann eifrig Marburger zu diesem Zwecke zu bearbeiten. Sein gastfreies Haus war in jener Zeit der Sammelplatz der Miß­vergnügten, es war, wie einer der später Än- Öten sagte: wie ein Bureau, wo man be- g Gesellschaft antraf und die in Deutsch­land erscheinenden Zeitungen und Oppositions­blätter stets aufgelegt fanv. Vormittags beim Frühstück und nachmittags beim Kaffee wurden die politischen Tagesbegebenheiten besprochen, stets in dem von Döring angestürten Tone der Unzufriedenheit und des Tadels gegen die Re­gierungen, wozu aus den Zeitungen der Stoff entnommen wurde. Politik war das beständige Thema der Unterhaltung und mit der größten Ungebundenheit wurde die Regierung als die Bedrückerin des Volkes durch Eewaltmaßregeln angeklagt. Der Zustand Deutschlands wurde als unerträglich geschildert und auf die Not­wendigkeit einer Äenderung hingewiesen.

Zu den Besuchern des Döringschen Hauses, die sich am meisten dort täglich einzufinden pflegten, gehörten die spater Angeklagten: Dr. Scheffer, Bürgermeister in Kirchhain,' Dr. Eichel­berg, Universitäts-Zeichenlehrer Dr. Hach, Dr. med. Heß, Professor Lips, Kalkulator Wagner, der 1833 nach Hanau versetzt wurde, Buchhänd­ler Ehr. Garthe und Stud. von Breitenbach. Aus dem Bürgerstande sah man die Mitange­klagten Schuhmacher Bamberger, Hutmacher Kolbe, Schreiner Stetefeld, Tuchmacher Johannes Häring, Schreiner Weber, Lohgerber Eeidt, Drechsler Hoffmann und noch manchen Anderen in der Schwanapotheke ein- und ausgehen.

Bei geheimen Versammlungen, wenn solche in seinem Hause stattfanden, wußte Döring den Polizeidirektor geschsttt zu täuschen, indem er

diese für die internationalen Beziehungen nicht ausschlaggebend sein. Die beste vatikanische Politik" bestehe also in dem Fernhalten von der ganzen Politik.

Man sagt, daß auch der Papst selbst mehr einer möglichsten politischen Abstinenz geneigt sei, da er doch von jeher sein Augenmerk fast nur auf seelsorgerische und kirchliche Aufgaben ge­richtet und von diplomatischerMenschenwets- heit" wenig erhofft habe. Sein Vorgänger war so zu sagen Berufsdiplomat und hatte auch ein großes Interesse für Ausübung diplomatischer Kunst. Daß ein Papst genötigt ist, sich mit diplomatischen Problemen zu beschäftigen, ist selbstverständlich. Aber Pius X. betrachtet das mehr als ein notwendiges Uebel, und besonders sind ihm alle diplomatischen Intrigen gründlich verhaßt.

Ich skizziere die Lage, indem ich nochmals betone, daß es sich um zwei verschiedene Strö­mungen handelt. Im Vatikan dauert es immer lange, ehe man sich in solchen Fällen für die eine oder andere Richtung entscheidet, doch ist es offenkundig, daß die Propaganda derUnpoli­tischen" auf die Haltung der Kurie schon abge- färbt hat. Man ist bedeutend neutraler und reservierter geworden, als es unter Leo XIII. der Fall war, der seine Hand immerfort in den verschiedensten politischen Fragen hatte.

Deutsches Reich.

Berlin, 4. August.

Seine Majestät der Kaiser arbeitete ge­stern vormittag, wie aus Swinemünde gemeldet wird, allein. Nachmittags unternahmen der Kaiser und die Kaiserin an Bord derIduna" eine längere Segelfahrt. Der Kaiser hat an die Besatzungen derHamburg" und der Be­gleitschiffe eine Reihe von Orden und Auszeich­nungen verliehen, ebenso eine Reihe von Orden, Auszeichnungen und Geschenken an das Per­sonal der Hamburg-Amerika-Linie.

In denSozialistischen Monatsheften" kommt Richard Kalwer aus Anlaß der Redak­teurreise nach England in folgender Weise auf das deutsch-englische Verhältnis zu sprechen:

Eine abfällige Kritik dieser Reise wäre durchaus unangebracht. Aber zu hoch darf man den politischen Wert dieser Englandfahrt auch nicht einschätzen. Denn an der Tatsache, daß wir auf dem Weltmarkt ernstliche Rivalen Englands sind, und daß daraus Reibungen und Konflikte hervorgehen müssen, läßt sich eben durch schöne Worte nichts ändern. Etwas anderes ist es, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um für solche Konflikte und Reibungen immer eine-

ihm im Geheimen mitteilte, er möge achtpaffen lassen, heute Abend würde eine geheime Ver­sammlung abgehalten bei diesem oder jenem und so lenkte er allen Verdacht von der richtigen Stelle ab. ,

Die auswärtigen Revolutionäre suchten die Bekanntschaft Dörings, er hatte Verbindungen bis nach Paris. Den polnischen Major, der in Frankfurt bei dem Attentat am 3. April 1833 beteiligt war und bei dem Sturm auf die Kon- stoLler-Wache das Kommando führte, Micha- lowsky, hatte er fünf Monate in einem Zimmer von seinem Hinterhause versteckt gehalten.

Im Jahre 1834 wurde dem Apotheker Döring der Boden zu heiß unter seinen Füßen, er ver­kaufte die Schwanapotheke und zog nach Laasphe.

Im folgenden Jahre geriet er dort in Unter­suchung wegen Tötung des Bauern Roßbach, und wurde durch Erkenntnis des Oberlandesge­richts zu Arnsberg am 30. September 1836 zu einer sechsjährigen Festungsstrafe verurteilt. Noch während er wegen dieses Verbrechens sich in Untersuchung befand, wurde wegen seiner Beteiligung an hochverräterischen Unterehmun- gen ein Kriminalverfahren gegen ihn einge­leitet, in dessen Folge er auf Grund der gegen ihn erhobenen Indizien durch Urteil des Kam­mergerichts in Berlin vom 15. Dezember 1838 wegen Hochverrats zu 15jähriger Festungsstrafe verurteilt wurde. Er legte gegen dieses Er­kenntnis Berufung ein. Infolge neuer gegen ihn erhobener Indizien aber wurde vor Er­ledigung des Rechtsmittels das Untersuchungs­verfahren wieder ausgenommen. Döring er­klärte nämlich, daß er im Stande sei, über die revolutionären Umtriebe der damaligen Zeit Eröffnungen von der größten Wichtigkeit zu machen und unter der Voraussetzung, daß ihm die Gnade seines Landesherrn zu Teil würde, wolle er alles, was ihm bekannt sei, enthüllen. Auf dieses Ansuchen wurde Döring infolge eines landesherrlichen Befehls eröffnet, daß, wenn er alles, was er über die Leiter des revo­lutionären Treibens in Deutschland und über diese Umtriebe selbst wisse und kennen gelernt

sung oder einen Ausweg zu finden, der eine» kriegerischen Zusammenstoß unmöglich macht. Dies wird aber am besten dadurch erreicht, datz keines der beiden Länder das Risiko eines Krie­ges auf sich zu nehmen wagt. Denn die ent- feinte Möglichkeit, zu unterliegen, birgt für jede Regierung der beiden Länder solche Gefahren in sich, daß sie nur dann losschlagen würden, wenn sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf einen Erfolg ihrer Waffen rechnen könnten.

Wir möchten daraus zweierlei hervorheben, Einmal, daß der sozialistische Autor die Notwen­digkeit von deutsch-englischen Konflikten an. erkennt, die doch sonst von seiner Partei geleug­net zu werden pflegt. Und zum andern, daß Kalwer als das beste Mittel, einen Krieg zwi­schen uns und England zu vermeiden, eine Lag» ansieht, in der keine der beiden Mächte di« hohe Wahrscheinlichkeit" eines endgültigen Waffenerfolges besitzt. Die Folge ist klar: wenn dem so ist, so müssen wir England die jetzig« hohe Wahrscheinlichkeit, uns zu besiegen, dadurch benehmen, daß wir unsere Flotte stark genug machen, den Ausgang eines deutsch-englischen Seekrieges in Frage zu stellen. Es ist freilich eine der bekannten Ironien des Schicksals, daß von sozialdemokratischer Seite hier indirekt für die Vermehrung der deutschen Flotte gesprochen wird. Diese logische Folgerung iperden sich die Sozialdemokraten allerdings nicht zu eigen machen.

< Nach dem Fürsorgeerziehungsgesetz kann ein Minderjähriger, welcher das achtzehnte Le­bensjahr noch nicht vollendet hat, der Fürsorge­erziehung überwiesen werden, wenn die Voraus­setzungen des § 1666 oder des § 1838 des Bür­gerlichen Gesetzbuches vorliegen und die Für­sorgeerziehung erforderlich ist, um die Verwahr­losung des Minderjährigen zu verhüten. In den Ansführungsbestimmnngen zu dem Gesetz« ist darauf hingewiesen, daß diese Vorschrift auch diejenigen Fälle umfasse, in denen Eltern di« ihnen gebotene Gelegenheit zur Pflege und zum Unterrichte ihrer nicht vollsinnigen Kinder hart­näckig zurückweisen. Neue Ermittelungen ha­ben ergeben, daß die Zahl der bisher nicht in Anstalten untergebrachten taubstummen und blinden Kinder immer noch erheblich ist. Nun hat zwar das Fürsorgeverfahren in vielen Fäl­len nicht durchgeführt werden können, weil di» gesetzlichen Voraussetzungen der Fürsorgeerzie­hung von den Gerichten nicht in allen Teilen als tatsächlich erwiesen angesehen werden konn­ten. Es ist jedoch in neueren Entscheidungen des Kammerqerichts zutreffend ausgefuhrt wor­den, daß der Widerstand des gesetzlichen Vertre-

habe, ohne Rückhalt anzeige, ihm eine völlig« Begnadigung zugesichert werde. Er trat nun mit Eröffnungen und Geständnissen hervor, in deren Folge seine früheren Marburger Freunde t« eine Untersuchung verwickelt wurden, die lang« Jahre dauerte und in der Jordan eine Haupt­rolle spielte. . . -

Es waren im Jahre 1838 angeklagt und anl 14. Juli 1843 vom kurfürstlichen Obergericht Kriminal-Senat verurteilt worden wegen Bei­hilfe zum Hochverrat und versuchten Hochver« rats usw^ 5Bür($eimei?tct Dr. S- Scheffer vock Kirchhain zu einer zehnjährigen Festungsstraf« und Amtsentsetzung. .

2. Dr. med. L. Eichelberg zu einet am iz. September 1837 verhängten Festungsstrafe und einer weiteren von ein unb einhalb Jahren.

3 Der Professeor Dr. S. Jordan zu eine« fünfjährigen Festungsstrafe und Dlenstent- setzung^berhard DOn Breidenbach zu einer Zusatz­strafe zu der früher gegen ihn erkannten ein« weitere von ein und einhalb Jahren Festung.

5. Der Univerfitätszeichenlehrer Dr Hach Uk einer zweijährigen Festungsstrafe und Di .st« ent^Der Hutmacher G. Kolbe zu zwei Jahre«!

$e^7Uni>et Schuhmacher Bamberger, 8. der Re- gierunosprobator Wagner, 9. der Buchhändler Ehr. Garthe, 10. der Tuchmacher Hering 11. bet Schreiner L. Stetefeld und 12. der Rektor Chr« Möhl zu Wetter wurden von der Instanz ent­bunden. , - X.

13. Der Fruchthändler K. Krocket zu Hach" botn wurde zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt.

14. Der Metzger Wilhelm Brauet und 15. bet Kaufmann Justus Heinrich Maierus wurden ^^Nachben Aussagen Dörings sollte MajeruN das Pulver zu einer ausbrechenden Revolution liefern. Döring als Kronzeuge wurde fehlt Strafe auf dem Gnadenwege erlassen.

(Fottsetzung folgt.^