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mit dem KretsvLatt für die Kreise Marburg und Kirchkain

Sormtagsbsilager IkuttrLrtes GsrmLaasb?«M

M 163

Drittes Blatt

Bänden

linier

Vom Deutschen Ostmarken-Verein.

. Aus Kreisen, die dem Ostmarkenverein nahe stehen, schreibt man uns: Schon bald nach Grün­dung des Deutschen Ostmarkenvereins macht sich -as Bedürfnis geltend, unsere Deutschen in den Ostmarken durch gute deutsche Bücher zu unter­stützen. Jedoch war der Verein durch anderwei­tige Verpflichtungen derartig in Anspruch ge- nontmen, daß er dazu keine Mittel übrig hatte. Er erließ deshalb in der Weihnachtsnummer seines OrgansOstmark" 1897 eine öffentliche Aufforderung, Jugend- und Volksliteratm in Büchern wie Zeitschriften zu diesem Zwecke zu sammeln. Dieser Wunsch fand allseitige freu­dige Zustimmung und es waren schon im Januar 1898 soviel Bücher eingegangen, daß mit dem Verteilen derselben begonnen werden konnte.

gelegt werden, diese Bestrebungen durch Spenden zu unterstützen. Aber auch Geldspenden zum Einbinden der ungebundenen Bücher und Zeit­schriften sind sehr erwünscht, da dem Ausschuß keine Mittel zur Verfügung stehen und die Orte, welche Bücher erhalten, in den meisten Fällen ebenfalls keine Opfer bringen können.

dender Arbeiter auf der verhältnismäßig kurzen Strecke Halle-Berlin in Wittenberg aussteigen und einen Zug überspringen mußte, da ihm von dem unaufhörlichen Tabacksqualm übel geworden war. Die Kosten für die Einrichtung besonderer Nichtraucher-Abteile würden nicht nennenswert sein. In Zügen mit zwei oder mehr Wagen 4. Klaffe wird einfach einer davon am besten der das Frauenabteil enthaltende als Nicht- raucher-Wagen bezeichnet. Bei den wenigen Zü­gen mit nur einem Wagen 4. Klaffe wäre die Anbringung einer Zwischenwand erforderlich. Die Kosten dafür können bei den hohen Eisen- bahnüberschüssen nicht ins Gewicht fallen, und wenn sie auch erheblicher wären, als sie in Wirk­lichkeit sind, dürfte das aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit trotzdem kein Hindernis bilden, da es sich um eine Einrichtung handelt, .die für die andern Klaffen schon seit langem selbstverständ­lich ist. Natürlich müßten die Beamten auch auf strenge Durchführung der Bestimmung dringen, was sich am leichtesten dadurch erzielen läßt, daß ein Schaffner in dem Nichtrancher-Abteil Platz nimmt. Die Verhältnisse der 4. Klasse sind schon an und für sich ungünstig, und zwar erstens we­gen des unlogischen Zustandes, daß die eine Hälfte der Passagiere sitzen kann, während die andere Hälfte für den gleichen Fahrpreis, stehen muß, und zweitens wegen der fast chronischen Ueberfüllung. Dabei herrscht auch bei Zug­führern, Bahnhofsvorständen und Direktionen große Verschiedenheit und Unklarheit in der Frage, ob bei Bemessung der zulässigen Perso- nenzahl die großen Körbe, Koffer, Säcke usw., deren jeder häufig mehr Platz einnimmt als eine Person, mit in Berechnung gezogen werden dür­fen oder nicht. Bekanntlich ist es den Passagieren 4. Klasse mit Recht erlaubt, derartige größere Gepäckstücke . mit in den Wagen zu nehmen. Dann ist es jedoch höchst unlogisch, wenn bei viel­leicht 20 solchen großen Gepäckstücken, die für mehr als 20 Passagiere den Raum wegnehmen, ein Beamter trotzdem noch den Wagen mit der zulässigen Höchstzahl von vielleicht 40 Personen und noch darüber besetzen läßt. Die Passagiere sind dann derartig zusammengepfercht, daß die Zustände in einem solchen Wagen, noch ver- I schlimmert durch den Tabaksqualm, Menschen- unwürdig sind und es für den Aussteigenden oft I geradezu ein Kunststück ist, sich bei einer Minute I Aufenthalt aus dem Chaos herauszulösen und I rechtzeitig die Tür zu erreichen. Es gibt also in I den 4. Klassewagen recht vieles zu bessern. |

einem Abteil vierter Klasse sitzen oft 30 bis 40 Menschen zusammen, von denen ein großer Teil StcjQrteti und Tabak schlechtester Soriä raucht, oft mit einer Ausdauer, die in dem beengten, nur wenige Kubikmeter fassenden Raum wenig angebracht ist. Dazu kommen die Ausdünstun­gen der Menschen und Marktkörbe. Sogar die diensttuenden Schaffner entziehen sich diesem Lungengist nach Möglichkeit und halten sich, selbst bei schlechtem Wetter, oft lieber auf der Plattform als in dem Wagen auf. Für Kinder und Kranke, wenn auch nur mit leichtem Husten behaftete, ist die Fahrt in einem solchen Wagen geradezu eine Folter,' und das im Staatsbetrieb. Der Schreiber dieser Zeilen kennt einen Fall, wo ein sicher nicht sehr verwöhnter, aber etwas lei-

Eingegangene Bücher und Schriften. I (Eine eingehendere Besprechung bleibt unserrnl'.

Ermessen Vorbehalten. Rücksendung unve«' langter Eingänge findet nicht statt.)

** VonDer Mensch und die Erde", dem neuen illustrierten populärwissenschaftlichen! Prachtwerke, das Hans Kraemer im Deutschen! Verlagshause Vong u. Co., Berlin W. 57 (Preis! der Lieferung 60 -j) herausgiebt, liegt nun« I mehr bereits die 2. Lieferung vor. Mehr noch als die erste Lieferung läßt diese zweite ein Ur-, teil über die textliche Behandlung des Dar«' stellungsstoffes zu. Julius Hart, der feinsinnige Kritiker und glänzende Stilist, setzt seine Ab­handlung überTierkultus und Tierfabel" fort, aber er reiht nicht nur einfach Kuriosa «nein- der, sondern er entrollt an der Hand der moder­nen wissenschaftlichen Forschung vor uns ein umfassendes Bild der Weltanschauung bei den Naturvölkern, das für den modernen Leser um so fesselnder ist, als es die scheinbar verloren gegangenen Zusammenhänge mit der heutigen, geläuterten Weltanschauung wiederherstellt und/ so jedem Denkenden eine Fülle von Anregung- bietet.

** Der Sport und die Frauen. Es gehört zn' den erfreulichsten Errungenschaften unserer Zeit,: daß sich der Sport die weibliche Welt erobert! hat. Gesteigertes Wohlbehagen, bessere Nervens und ein gesünderer Nachwuchs sind dis schon1 wahrnehmbaren Folgen. Es ist deshalb sehr, dankenswert, daß ein so verbreitetes Blatt tote: dieSBien et Mode" dem Sport eine eigene' Rubrik widmet, deren Leitung der bekannte» Schriftsteller und Sportmann Herr Balduin < Groller übernommen hat. Der AufsatzZur; Einführung" in Heft 20 sowie derSport-Briefs kästen" zeigen, welche vortreffliche Wahl die Re­haktion derWiener Mode" getroffen hat.! Selbstverständlich geht damit Hand in Hand : eine sorgfältige Pflege der Sporttoiletten in^ Modeteil derWiener Mode".

Warburg Sonntag, 15. Juli 1906.

Vermischtes.

Der Herr Konseroendirektor. Als verbürgt, wird derTgl. Rdsch." folgende Geschichte er­zählt: Dem Kaiser wurde bei seiner letzten An-. Wesenheit in Lothringen in einem kleinen Städt­chen das ganze Stadtverordnetenkollegium vor-! gestellt. Als die Reihe an einen behäbigen, Schlächtermeister kam, wußte der Bürgermeister! nicht, als was er den ehrsamen Mann bezeichnen sollte, und endlich druckste er dann unter ver-' dächtigem Grinsen der Versammelten hervor: HerrKonservendirektor" Nn., Majestät!" Doch der Kaiser brach in ein schallendes Gelächter aus und rief:Wurscht, wurscht, kann mir schon alles denken!"

Zustimmung. Logiswirtin:Denken Sie Herr Doktor, diese Nacht träumte mir, Sie hätten die ganze Mietsschuld mir auf einem Brett ge­zahlt!" Student:Co? Na, dann sind S' so- gut und geben S' mir die Quittung."

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet ver Expedition 2 bet allen Postämtern 2,25 Ml. Kejcl. Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Neclamen: die Zeile 25 Pfg.

Umschau.

Beruf und Militärtauglichkeit.

Neuerdings hat Prof. Brentano in der BarthschenNation" sich wieder einmal über die Untauglichkeit der Tauglichkeitsziffer" ausge­lassen. Wie er sich im Jahre 1897 zu der irrigen Ansicht bekannte, die Mehrzahl der deutschen Re­kruten entstamme nicht mehr der Landwirtschaft Prof. Gering mußte ihm damals eine Mes- fung mit dreifach falschen Maßstäben vorwerfen, die zum Gegenteil desjenigen Ergebnisses führe, das er bei Anwendung der richtigen Maßstäbe hatte ftn^-n müssen kommt er jetzt bei seiner mangelhaften Beherrschung des Stoffes zu dem mcht minder irrigen Schluffe, daß auch bei Be- rücksichttgung der direkten Erhebungen über die Eltern der Gestellungspflichttgen nur ungefähr ein Drittel der im Heer und Marine Eingestell- ttn der Landwirtschaft zuzurechnen sei. Ernstere Beachtung verdienen die Betrachtungen, die Dr, med. C. Röse im neuesten Heft derPolitisch. Anthropologischen Revue" über Beruf und Mili­tärtauglichkeit unter gewissenhafter Verwendung der amtlichen Statistik wie unmtttelbar aus sei­nen reichen brieflichen Erfahrungen heraus ver­öffentlicht.

Buchbinderei n. Einrahmung ?. Bildern i

♦♦ Barfüsserstrasse 21 ♦♦

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Äöse kommt zu folgendem Ergebnis: Die Freiluftgewerbe (Elbschiffer, Landwirtschaft und Baugewerbe) find am tauglichsten, die Stuben- I lustgewerbe (Kopfarbeiter, feineres Handwerk, Kellner) am untauglichsten. Das gröbere £anb« der Regel in größeren, luftigen Werkstätten betrieben wird und vielseitige kör­perliche Tätigkeit erfordert, steht den Freiluft- gewerben sehr nahe. Zutreffend sind auch Dr. Roses Bemerkungen über die Notwendigkeit der stetigen Erneuerung der großstädtischen Bevöl­kerung durch Zufluß frischen Blutes vom platten Lande:Kinderarmut, Stubenluft, Alkohol und kalkarme Nahrung, das sind die 4 Haupttoten» gröber der großstädtischen Bevölkerung. Unzäh­lige Millionen haben die deutschen Stadtverwal­tungen schon ausgegeben, und sie werden in Zu­kunft noch wettere Unsummen opfern müssen, um die hygienischen Verhältnisse so günsttg wie nur irgend möglich zu gestalten. Und wenn man es erreichen kann, daß die durchschnittliche Lebens­dauer der großstädtischen Familien auch nur um etn halbes Menschenalter verlängert wird, dann waren diese ungeheuren Summen nicht umsonst geopfert worden. Mehr aber können wir nicht erreichen. Je größer die Städte werden, um so mebi sind sie auf den immer währenden Zustrom frischer, unverbrauchter Kräfte vom Lande an­gewiesen ... Hat man auch neuerdings vielfach von der Dezentralisation der Industrie gespro­chen so wird doch trotz aller entgegengesetzten Be­strebungen das Hauptgewicht der deutschen Jn- dustrie auch in Zukunft in den Städten liegen. I W ^e Erhaltung eines gesunden I kräftigen Bauernstandes geradezu eine Lebens- I

Richtraucher-Abteile 4. Klaffe.

In einer Zuschrift an dieFrkf. Ztg." lesen wir In den siebziger Jahren des vorigen Jahr­hunderts sahen sich die Eisenbahnverwaltungen veranlaßt, dem Drängen des Publikums nach- geoend, Nichtraucher-Abteile einzurichten, merk­würdigerweise aber nur für die 1., 2. und 3. Wagenklasie, während solche für die 4. Klaffe trotz vieler Petitionen bis heute noch nicht eri- iiS . v V --------,

stieren. Gerade in dieser Klasse sind Re aber I dort gewesen, so hört man, nein, da

... - - ' ' 1 bin ,ch noch nicht gewesen. So wandere man

öaljer auch in diesen Sommertagen recht viel in die Umgegend der trauten Heimat, mache Tages­wanderungen. Wir erinnern hier nut an die Wonen Gegenden des Ebsdorfer Grundes, der Rabenau, der Gladenbacher, Biedenköpfer und ^rankenberger Gegend, des reizenden Jttertales usw. Wer gar nicht weit gehen will, besuche die unsere Stadt umgebenden Wälder und Aus- flugsorte und er wird volle Befriedigung finden. Solche Wanderungen haben viel für sich, denn abends kommt man wieder in sein trautes Heim, findet alle Bequemlichkeiten und Gewohnheiten, kann gleich von den Erlebnissen zu Hause erzäh­len, hat den nächsten Tag volle Muße, sich von den Strapazen zu erholen und sich für die Wan­derung des folgenden Tages zu stärken und wie­der dafür alles gut vorzubereiten. So wird die Ferienzeitwirklich nutzbringend ausgenutzt,- An-

Als Zentralstelle übernahm die Ortsgruppe Ber­lin sowohl das Einsammeln und Ordnen, wie das Zusammenstellen und Verteilen der Bücher. Sie bildete aus Mitgliedern ihres Vorstandes einenAusschuß für die Volksbüchereien in den Ostmarken". Er erhält vom Hauptvorstande jährlich 2000 M, mit denen er die Kosten für Einbinden, Verpackungsmaterial, Transporte usw. zu bestreiten hat. Dieser Ausschuß leitete auch die ferneren Versammlungen und setzte sich mit den Buchhandlungen und Verlegern des ganzen deutschen Reiches in Verbindung, welche bei ihre» oft erprobten Opferfreudigkeit reiche Spenden dorbrachten, obwohl gleichzeitig die Sammlungen für die Kaiser Wilhelm-Biblio­thek in Posen begonnen hatten. In Berlin wurde die Werbetätigkeit mit besonderem Er­folge bei den Umzugsterminen geübt. Die bei diesen Gelegenheiten von den Berliner Zeitun­gen immer bereitwilligst im redaktionellen Tett gedruckten Aufforderungen brachten dem Aus­schüsse regelmäßig 56000 Bände ein. Weiter­hin wurden auch die Ortsgruppen im Reiche mit bestem Erfolge zu ähnlichen Sammlungen auf« gefordert. Es würde zu weit führen, auch nur diejenigen unter ihnen anzuführen, die sich durch wiederholte reiche Sammlungen hervortaten. Erwähnt sei, daß der Ausschuß auch von vielen Vereinen (unter anderen von den Vereinen Deutscher Studenten in Berlin, Dresden, Greifs­wald und Leipzig) zahlreiche Sendungen erhielt, i

Der Ausschuß hatte sich die Aufgabe gestellt, Stadt und Land im Osten gleichmäßig mit einem engmaschigen Netze von Volksbibliotheken zu überziehen. Bei der Durchführung dieses Planes wurde er bereitwillig von den Ortsgruppen und Vertrauensmännern in den Ostmarken unter­stützt. Vor allem errichtete er an einzelnen ^.rten Zentralstellen, von denen die umliegenden Orte mit Lesematerial versorgt wurden, das dann in bestimmten Terminen umgetauscht wurde, so in Berent, Birnbaum, Bromberg für I 17 Kriegervereine des Netze-Distrikts, Chott- schow, Czerwinsk, Deutsch-Eylau, Deutsch-Krone Drrschau, Enesen für 20 Schulen, Eraudenz Ja-' I rotschin, Kempen, Klein-Glinno, Klemzig, Kosch- min, Krojanke, Lissa, Marwalde, Montwy Mo- I sch'ko, Neustadt Ostpr., Radusch, Schroda Stras« I bürg, Schwstz, Tarnowke, llsch. I . ______________av,vv w

_ ~e,n Umfang und das stettge Anwachsen der I bedingung der deutschen Industrie.' Vottsbibfiotheken des Ostmarkenvereins veran­schaulichen folgende Zahlen. Ihr Bestand be­lief sich im Jahre

Unzählige Berichte geben Zeugnis davon, «eichen Gegen diese Bücher den Deutschen in den vstmarken bringen. Es kann daher allen Deut- fhen im Reiche nicht dringend genug ans Herz

Marburss llttd Umgegend.

(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe »Oberheff. Ztg.' gestattet)

Mardiirg, 14. Juli.

§ Ein Schwiilmer Fest. Wer sich für die Sitten und Gebräuche der Bewohner des Schwalmtales und für den dortigen herrlichen Trachtenreichtum interessiert, hat morgen Ge­legenheit, sich dieses Alles zu betrachten. In Ziegenhain, der Hauptstadt des Schwälmer Lan­des, findet nämlich morgen und übermorgen das 20. Gängeifeft des Schwalmtal-Sänger- bundes statt. Der Festzug beginnt um 2 Uhr.

Hessen-Nassau und Nachbars

Fritzlar, 13. Juli. Der erste Hauptgewinn der Fritzlarer Pferde-Lotterie fiel Herrn Daniel Mannheimer hier zu. Der zweite und dritte sowie 4 andere Hauptgewinne fielen nach Gaffel- woselbst allein 2600 Lose abgesetzt worden! waren.

Schmalkalden, 13. Juli. An c Jetti Rehbock, den der Bäckermeister Hrfiii.rnn in dem Springstiller Revier erlegte, machte er fol«! gende interessante Feststellung. Der Bock, eilt- starker Spießer mit schön geperlten Stangen, hatte in dem einen Lauscher (Ohr) ein anschei­nend aus versilbertem Weißblech in Form eines Druckknopfes hergestelltes Zeichen mit folgenden Aufzeichnungen AD W 19 8 05 und Haupner, Berlin NW.

Alsfeld, 13. Juli. Die Walpurgiskirchs hier« selbst soll jetzt repariert werden. Der älteste Teil derselben stammt aus dem Jähre 1250. Die Wiederherstellung von Schiff und Chor werden auf 125 000 Mark veranschlagt.

* In der Ferienzeit. Nicht allen unseren Lesern und Leserinnen ist es vergönnt, die schö­nen Ferientage fernab vom heimischen Herde verbringen zu können. Gar mancher und gar manche murren, daß sie zu Hause bleiben müssen. Doch zu unrecht, denn auch unsere nähere und weitere Umgebung bietet so herrliche Fleckchen zur Erholung und Erquickung, daß es keinem letb zu sein braucht, zu Hause geblieben zu fein, menner nur diese Fleckchen aufsucht, sich genauer als btsher mit den Schönheiten unserer Um­gegend vertraut macht. Wenn man fragt, kennt rhr eure eigene Heimat im Umkreise von einigen Stunden, so bekommt man nut zu häufig eine verneinende Antwort, und fragt man, seid ihr

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlage Z-h. Ang. Koch, UmvcrfitätS-BuchdruckerÄ 41, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

ftrengung und Ruhe halten das Gleichgewicht- kein Ueberhasten, keine Ueberanstrengungeni kerne großen GelbausgaBen; und das ist au« etwas wert, die gute Stimmung zu erholtem darüber zu trösten, daß man es nicht anderen gleich machen konnte. Der größte Vorzug soll cher Ferienwanderungen aber ist der, daß man feine Heimat wirklich kennen lernt. Man wirt! dann auch finden, daß sie uns einen eben solches Genug bereitet, wie die fremde Ferne, daß M ebenso stärkend und erfrischend wirtt, wie diese,

u. da der Landesausschuß des Deutschen Ost­markenvereins in Schlesien die Gründung von Vottsbucyereien in dieser Provinz von Breslau aus selbständig und tatkräftig in die Hand ge- nommen hat. Alle übrigen Bibliotheken befin­den sich in Posen, Westpreußen, Ostpreußen, Hin- terpommern und Neumark. Nur eine kleine 6e= Jtnbet sich in Westfalen, in dem von Polen be­wohnten Bergntauns-Revier, wo die Deutschen wne deutsche Volksbibliothek dringend erbeten patten.

1898

auf

53 Bibliotheken

mit

16 028

1899

,,

103

35 259

1900

ff

193

48 491

1901

M

290

70 945

1902

ff

438

93 351

1903

ff

500

112 711

1904

ff

590

135 855

1905

n

603

ff

153 317