mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sorrntaasblatt.
Jto 151
Vierteljährlicher Bezugspreis; btt der ExPÄitiou 2 ML, bet allen Postämtern 2,25 Mk. (t$cl. Bestellgeld).
ZnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder derm Raum 10 Pfg.
Neclamen: die Zeile 25 Pfg.
Marburg
Sonntag. 1. In» 1906.
Erscheint wöchentlich siebe« mal.
Druck tmb Verlag' Joh. Aug. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerei 41. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon »5.
Zweites Blatt.
Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
Umschau.
Ausdehnung des UufallfSrforge- | gesetzes aus Schutzleute.
r Diese Angelegenheit beschäftigt, wie wir schon zu Beginn der Woche in einem Berliner Telegramm gemeldet haben, zur Zeit wieder einmal das Reichsamt des Innern und das preußische Ministerium des Innern, nachdem man diese Frage schon 14 Jahre beraten hat. Die Verhandlungen sind jetzt so weit gefördert, daß die abschließenden kommissarischen Beratungen eingeleitet sind. Man ging von der Mei- jtung aus, daß den Schutzleuten, von denen man verlange, daß sie jeden Augenblick bereit sein Müßten, Leib und Leben zum Schutze ihrer Mitbürger einzusetzen, auch diejenige volle Fürsorge gebühre, welche nach dem Reichsgesetz vom 15. März 1886 den in reichsgesetzlicher Unfallversicherung unterliegenden Betrieben beschäftigten Reichs- und unmittelbaren Staatsbeamten bei Dienstuntauglichkeit infolge von im Dienste erlittenen Unfällen zuteil wird. Etwas Positives war bisher noch nicht erzielt worden. Jetzt soll mit etwas mehr Dampf vorgegangen werden. Die Breslauer Krawalle, der Fall Hennig in Berlin und Stettin scheinen den Anstoß hierzu gegeben zu haben. Es mag zugegeben werden, daß die Materie schwierig zu lösen ist. Wenn mau wirklich allen denjenigen, die bei einem persönlichen Eingreifen im Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung einen Unfall erleiden, eine angemessene Fürsorge sichern will, so darf man sich dabei nicht auf den Kreis der staatlichen Schutzleute und sonstigen Exekutivbeamten beschranken, sondern wird zum mindesten auch die kommunalen Exekutiobeamten sfPolizeisergeanten, Nachtwächter). einbeziehe l müssen. Hier beginnt aber schon die Schwierigkeit mit der Frage, wem man die Aufbringung der Kosten der Fürsorge auferlegen soll. Den Kommunalverbänden, die den betreffenden Be- amten angestellt haben, kann jedenfalls eine solche Last nicht ohne weiteres auferlegt werden, da dies — insbesondere bei kleinen ländlichen Verbänden — häufig ihre Leistungsfähigkeit erheblich übersteigen würde. Hat man diesen Verbänden in Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit doch nicht einmal die Pflicht zur penfionsfähigen Anstellung ihrer Beamten auferlegen können. Es müßte also eventuell an die Schaffung grö-
Marburger Ferienkurse.
Die diesjährigen Ferienkurse für Lehrer und Lehrerinnen mit Vorlesungen und Uebungen in deutscher, französischer und englischer Sprache finden in der Zeit vom 8. bis 28. Juli sowie vom 5. bis 25. August statt. Die Begrüssung der Teilnehmer erfolgt am 8. Juli bezw. am 5. August, abends 8 Uhr, im Saale der Restauration Seebode, Reitgasse.
A. Vorlesungen und Uebungen vom 8. bis 38. Juli.
1. in deutscher Sprache:
Deutsche Phonetik mit praktischen Uebungen (5 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. Gundlach. (Textbuch: Victor, Lesebuch in Lautschrift I.)
Methodik des neusprachlichen Unterrichts (4 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. Gundladi.yt Die Behandlung der Klassiker in der Prima: Goethes Iphigenie (3 Stunden). Dozent: Herr Ober, realscbuldirektor Dr. /(nabe.
Zur Geschichte der neuhochdeutschen Schriftsprache (6 Stunden).
* Uebersicht: Sprachspaltung und Sprachreinigung. Die germanische Laut- und Akzentverschiebung.
Dialektspaltungen in Deutschland. Charakter des Alt- und Mittelhochdeutschen. Das Verhältnis der alten Schriftsprachen zu den Mundarten.
Entwickelung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Entstehung neuhochdeutscher Laut- und Flexionseigenheiten. Die Sprache der Kanzleien. Luthers Einfluss. Das 17. Jahrhundert. Gottsched und die Schweizer. Einigung der Schriftsprache durch die Klassiker des 18. Jahrhunderts.
Die deutsche Schreibweise. Antiqua und ,gotische“ Schrift. Entwickelung der Rechtschreibung. Ihre Mängel. Einigung der deutschen Orthographie. Die neueren und neuesten Vorschriften.
Die Aussprache. Der Streit um das Musterdeutsch. Die neueste Regulierung des Bühnendeutsch und ihre Bedeutung für die Aussprache der Gebildeten.
Fremde Einflüsse. Das Fremdwort als Denkmal römischer und französischer Kulturübertragung in alt- und mittelhochdeutscher Zeit. Renaissance und Neuzeit. Der Kampf gegen die Fremdwörter und der allgemeine deutsche Sprachverein. Dozent: Herr Prof. Dr. Vogt.
NB. (Leitfaden: Behaghel, Die deutsche Sprache, 3-60 M.)
ßersr Verficherungsverbände zur gemeinsamen Tragung des Risikos gedacht werden, die sich allerdings in das Gefüge unserer kommunalen Gliederung nur schwer einrangieren lasten werden. Noch schwieriger wird die Frage, wenn man auch alle diejenigen Personen in die Fürsorge einbeziehen will, die, ohne staatliche oder kommunale Beamte zu sein, bei einer im öffentlichen Interests entfalteten Tätigkeit — Jagd auf Diebe und Verbrecher, Aufhalten durchgehender Pferde — einen Unfall erleiden, z. B. die Mitglieder der freiw. Feuerwehr (auch bei Ausübung des Feuerlöschdienstes) oder Personen welche die Polizeibeamten in den angeführten Fällen unterstützen. Auch hier würden eventuell größere Verbände in Frage kommen, die zur Verteilung des Risikos zu bilden wären.
Die Tätigkeit der allgemeinen Arbeitsnachweise st ekle« in Preußen.
Das „Ministerialblatt der Handels- und Gewerbeverwaltung" veröffentlicht eine Uebersicht über die in Preußen vorhandenen kommunalen oder mit kommunaler Unterstützung betriebenen allgemeinen Arbeitsnachweisestellen nach dem Stande vom 1. Januar 1906. Hiernach hat sich die Tätigkeit dieser Nachweisestellen im Jahre 1905 weiter in erfreulicher Weise entwickelt. Es wurden nämlich Stellen:
angeboten gesucht vermittelt im Jahre 1902 294 418 500 382 208 700
„ „ 1903 380 505 559 700 272 262
„ „ 1904 457 527 602 545 322 854
„ „ 1905 571 067 698 182 393 633
Demgemäß hat sich die Zahl der Vermittlungen, die in den Jahren 1897: 104 307, 1898: 122 120, 1899: 160 643, 1900: 185 681 und 1901: 189 215 Stellen betrug, in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Mehr als 10 000 Stellen haben im abgelaufenen Jahre vermittelt die 8 Arbeitsnachweise in Berlin (90 058), Frankfurt a. M. (34 050), Köln (28 841), Düsseldorf (19 556), Breslau (12 960), Posen (10 968), Schöneberg (10 820) und Cassel (10 486), mehr als 5000 bis 10 000 Stellen die 12 Arbeitsnachweise in Kiel (9370), Erfurt (9179), Magdeburg (8944), Barmen (8075), Charlottenburg (7663), Dortmund (7205), Wiesbaden (6993), Hannover (5970), Bielefeld (5759), Esten (5472), Aachen (5038) und Flensburg (5023). Die Zahl der bestehenden Arbeitsnachweisestellen ist im letzten Jahre gleichfalls, und zwar von 276 am 1. Januar 1905 auf 288 am 1. Januar 1906, gewachsen. Während einige kleinere Nachweisestellen eingegangen sind, wurden u. a. in Hannover, Cleve, Emmerich, Schwelm, Paderborn, Greifswald und Lüneburg Arbeitsnachweisestellen neu begründet. In Danzig und Osnabrück sind die bisher bureaukratisch verwalteten städtischen Ar-
Geschichte der deutschen Novelle im 19. Jahrhundert (7 Stunden). H. v. Kleist, E. T. H. Hoffmann. Tieck, Eichendorff. Mörike. Hebbel, Holm. Stifter. Die Dorfgeschichte (Auerbach, Anzengruber). Keller. J. O. Ludwig. Riehl, Meyer, Storm, Heyse. Dozent: Herr Professor Dr. Collin, Giessen.
Die Vortragskunst mit praktischen Uebungen (5 Stunden). Dozent: Frau von BlanAensee.
Die Aesthetik des Kunstgewerbes (5 Stunden). Dozent: Herr Direktor Dr. Seehaussen.
Die Psychologie des Kindes (4 Stunden). Dozent: Herr Privatdozent Dr. Ach.
Die Physiologie des Menschen (5 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. SAenA.
Die Physiologie der Stimme und Sprachbildung (4 Stunden). Dozent: Derselbe.
Der römische Staat und die alte Kirche bis Constantin (6 [Stunden). Dozent: Herr Privatdozent Lic. Knopf.
Das moderne Griechenland (3—4 Stunden). Dozent: Herr Prof. Dr. Thumb.
Uebungen in mündlicher Unterhaltung (öAbende).
2. in französischer Sprache:
Le theätre et la societe en France. —Le theätre considerö comme organisme social. — Elements qui le constituent: les poetes, les acteurs, le public. — Formation de ces divers elements leur recrütement, leurs variations. — Le Drame — drame d’imagination et drame d’observation. — Comment le drame d’observation trace le portait de la so- cietö et dans quelle mesure l’image est fidele ä la realit6. — La societe fran<?aise d’apres le theätre: lo sous la regence; 2° sous la revolution; 3° sous le second empire; 4° dans la periode immediate- ment contemporain. (10 Conferences.) Professeur: Mons. Belouin, professeur ä l’universite de Caen.
1. Le siöcle classique d’apres les Lettres et les Memoires. Lettres: Bussy-Rabutin, Saint-Evremont, Madame de Sevigne, Madame de Maintenon. — Memoires: Cardinal de Retz, Mme. de la Fayette, Dangeau, Saint-Simon. (4 Conferences.) Professeur: Mons. E. Scharff, Docteur en Philologie classique et en Philologie romane, Lecteur de Langue fran^aise ä l’Universite de Marburg.
II. Pages choisies des grands ecrivains Classi ques (Pascal, Mme. de Sevigne, Boileau, La Bruyere, Bossuet, Saint-Simon) (6 le^ons). Professeur: Mons. E. Scharff etc.
beitsnachwsisestsllen in solche mit kollegialer Verwaltung umgewandelt worden. Für eine Reihe weiterer Gemeinden ist die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises in Aussicht genommen. Von den am 1. Januar ds. Js. nachgewiesenen 288 Nachweisestellen sind 198 kommunale Arbeitsnachweise; die übrigen 90 Nachweisestellen werden mit kommunaler Unterstützung betrieben. Unter Beteiligung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurden 62 Arbeitsnachweise- stellen verwaltet.
Heer und Flotte.
. V Aus dem neuen Exerzier-Reglement für die Infanterie seien einige Bestimmungen mitgeteilt, die wir der Zeitschrift „Allzeit bereit" (Verlag von R. Mischkowsky, Breslau) entnehmen:
„Die Infanterie ist die Hauptwaffe. Im Verein mit der Artillerie kämpft sie durch ihr Feuer den Gegner nieder. Sie allein bricht seinen letzten Widerstand. Sie trägt die Hauptlast des Kampfes und bringt die größten Opfer. Dafür winkt ihr auch der höchste Ruhm." In diesen ausdrucksvollen Worten wird ihr auch heute noch die Siegespalme unbestritten zuerkannt. Aber ein ebenfalls in der Einleitung ausgesprochener Grundsatz handelt davon, daß sämtliche Führer dahin zu erziehen seien, bei jeder Gelegenheit die Kräfte der Truppe zu schonen. Der Soldat muß große Anstrengungen und große Entbehrungen gleichzeitig ertragen lernen. Um so mehr gilt es als Pflicht jedes Führers, keine unnötige Anstrengung von seiner Truppe zu fordern, denn „Kräftevergeudung verringert die Siegesaussicht: jeder unnütze Schritt ist eine Versündigung am Erfolge".
Weiter heißt es: „Die Einübung bestimmter Gefechtsbilder ist verboten." Dadurch wird mit den vielfach bestehenden, an den Exerzierplätzen hängenden Gewohnheiten, ein gewistes „Schema" für das Gefecht aufzustellen, gründlich aufgeräumt. Findet bei der Uebung zugleich eine Besichtigung statt, bei der ein Vorgesetzter die Aufgabe zu stellen hat, dann ist unter Annahme einer einfachen Kriegslage die taktische Durchbildung der Truppe, besonders der Führer, zu prüfen und darauf zu sehen, daß das Feuer ' von den Unterführern sachgemäß und richtig geleitet, bei ungeleitetem Feuer aber von den Schützen verständnisvoll gehandelt wird. Bei Nachtübungen in kleineren und größeren Verbänden ist nicht so sehr die Durchführung von Gefechten anzustreben als wie das in Ordnung und Stille sichere Erreichen bestimmter Eelände- punkte auch ohne Wege.
Der Gebrauch des Schanzzeuges soll bis zur Vataillonsbesichtigung erlernt sein. DasSchanz-
Phonetique franfaise: Appareils de phonetique employes dans l’enseignement des Langues vivantes. Etüde de prononciation fran<?aise. Chaque Conference sera completee par des exercices pratiques (4 Conferences). Professeur: Mons. Gitilio Panconcelh- Calzia, Docteur de l’Universife de Paris (Lettres).
Conversation (6 Conferences).
3. in englischer Sprache:
William Morris (3 Lectures). Lecturer: Professor R. W. Chambers, University College, London.
English Literature in the 16‘h Century: Sir Tliomas More, Cavendish, Tyndale Coverdale, Sidney, Spenser, Marlowe (9 Lectures). Lecturer: Professor R. W. Chambers, M. A.
English Phonetics (6 Lectures)- Lecturer: Mr. H. Smith, M. A., Lecturer at the University of Marburg.
ReadingExercises, Composition etc.(6Lessons). Lecturer: Mr. H. Smith, M. A.
Conversation (6 Meetings).
B. Vorlesungen und Uebungen vom 5. bis 25. Au-ust
1. in deutscher Sprache:
Deutsche Phonetik mit praktischen Uebungen (6 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. Victor.
Die direkte Methode im neusprachlichen Unterricht (6 Stunden). Dozent: Herr Direktor Dr. Walter, Frankfurt.
Aus dem Leben der Sprache (7 Stunden). 1. Begriff und Methode der Sprachforschung. 2. Laut und Lautwandel. 3. Die Flexion und ihre Wandlungen. 4. Wortbildung. 5. Bedeutungswandel. 6. Die geschichtliche und kulturgeschichtliche Bedeutung des Wortes. Das Lehnwort. 7. Die Fügung der Wörter zum Satz. Dozent: Herr Professor Dr. Thumb.
Die Behandlung der Klassiker in der Sekunda: Schillers Wilhelm Teil (3 Stunden). Dozent: Herr Oberrealschuldirektor Dr. Knabe.
SchwabensDichterim 19. Jahrhundert: Hölderlin, Uhland, Kemer, Hauff, Schwab, Mörike, Herrn. Kurz (7 Stunden). Dozent: Herr Privatdozent Dr. Mayne.
Die Vortragskunst mit praktischen Uebungen (5 Stunden). Dozent: Frau von Blankensee.
Die Blütezeit der deutschen Kunst (5 Stunden). Dozent: Herr Direktor Dr. Seehaussen.
Die Physiologie der Stimme und Sprachbildung (4 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. Sehend:.
zeug selbst bleibt aber immer nur ein Mittel der Verteidigung. Unserem Heere liegt das angriffsweise Vorgehen zu sehr im Blute, und in dem neuen Reglement heißt es ausdrücklich, daß die Infanterie „den ihr innewohnenden Trieb zum angriffsweisen Vorgehen pflegen" muß: „ihre Handlungen muffen von dem einen Gedanken beherrscht sein: Vorwärts auf den Feind, koste es, was es wolle!"
Hebet die Führer sagt das neue Reglement: „Der Offizier ist das Vorbild seiner Leute: sein Beispiel reißt sie mit vorwärts.... Seinen Leuten soll er ein treuer Helfer sein, der mit ihnen Freude, Leid und Entbehrungen teilt und so ihr unbedingtes Vertrauen erwirbt..." Vom Unteroffizier heißt es, daß er den Offizier unterstützen und nötigenfalls ersetzen müsse, auf seiner Zuverläffigkeit und Pflichttreue beruhe der innere Zusammenhalt der Truppe.
Als neues „wesentliches Mittel, uVc :1 stungsfähigkeit zu erhöhen," wird das des Gepäcks angeführt. Jeder selbständige Führer oder im Verbände mit anderen Truppen jeder Führer vom Regimentskommandeur aufwärts ist berechtigt, das anzuordnen. Es bleiben aber Mantel, Kochgeschirr, Schanzzeug, Brotbeutel und Feldflasche am Mann, und Mu- nitton und eiserne Portionen müffen aus dem Tornister genommen und mitgeführt werden.
Verantwortungsfreudigkeit ist das bedeutungsvolle Wort des neuen Exerzier-Reglements. Verantwortnngsfreudigkeit bleibt die vornehmste Führereigenschaft." Gewiß nicht ohne Absicht ist das Wort Verantwortungssreu- digkeit, nicht etwa Verantwortungsgefühl gewählt worden. Ebenso erfreulich ist der Gedanke unerschütterlicher Offensive, der in dem neuen Exerzier-Reglement aufs nachdrücklichst« vertreten wird und der in dem durch Kriegslage und Gelände begründeten Angriffsverfahren eine Erklärung findet, die geeignet ist, den in den letzten Zeiten eingetretenen Zweifeln ei» Ende zu machen.
Juristische Rundschau.
A Ein interessanter Haftpslichtprozeß gelangte kürzlich zur Entscheidung: Als eine Frau Hörde aus Düffeldorf am 16. April 1904 die Krefelder Straßenbahn benutzte und den Schaffner zum Halten veranlaßt hatte, um an der nächsten Haltestelle aussteigen zu können, hielt der in voller Fahrt befindliche Wagen nach dem Haltesignal ganz plötzlich an. Infolge des plötzlichen starken Ruckes wurde die Frau, die schon aufgestanden und vorgetreten war, wieder in den Wagen zurückgeschleudert und erlitt dabei erhebliche Verletzungen, auf gründ deren sie gegen die Straßenbahn auf Schadloshaltung tn
Zur Physiologie des Lesens und Schreibens (3—4 Stunden). Dozent: Herr Professor Dr. Kirs<^~ mann, Toronto, Canada. , v ..
Einführung in die deutsche Landes- und Volkskunde (7 Stunden). Dozent: Herr Oberlehrer Dr.
Uebungen in mündlicher Unterhaltung (6 Abende).
2. in französischer Sprache.
La Poesie fran<?aise depuis la mort de Victor Hugo. 1. Etat general de la poesie franfaise apres Hugo. En quoi les Pamassiens se sont opposes aux romantiques. Souci de vörite objective et culte de la forme. — L’influence de Gautier de Vigny et de Baudelain. 2. Leconte de Lisle et la poesie impersonnelle et plastique. 3. Suil y Prudhomtne et la poösie psychologique et philosophique. 4. Coppee; la poesie des gens et des choses vulgaires. 5. Heredia; le ddcor historique et exotique; perfectioa de la technique. 6. La reaction symboliste. Tenta- tive pour substituer la Suggestion ä 1 expression. Transformation de la mStnque. 7. Verlaine et le mysticisme. 8. Henri de Regnier; retour partid vers la tradition. 9. Un reveil romantique; Rostand et la reintegration du lyrisme dans le drame. 1U. Les poetes d’aujourd’hui. Fusion ou fin des ecoles. Conclusion. (10 Conferences.) Professeur. Mons. Barbean, docteur-es-lettres, Professeur ä 1 Umversitc
I. Ibes^grands ecrivains du XVIII« siecle: Lesage, Montesquieu, Diderot, Bernardm de Saint Pierre (4 Conferences).
II. Pages choisis de quelques ecrivains d’aujourd’hui. 1. Paul et VwtorMarguenti^ 2. Rene Bazin. 3. J. H. Rosny. 4. Paul Hervieau. 5. Octave Mirbeau. 6. Rene Maizeroy. ^ Conferences.) Professeur: Mons. E Scharff; Docteur en Philologie classique et en Philologie romane etc. Phonetique francaise: Appareils de, phonetique emphoyesdansl’enseignement desLang
Etüde de prononciation francaise. Odaque Conference epra cnmnletee Dar des exercices pratiques. (c Conferences.) Professeur: Mons. Giulio
Calzia, Docteur de l’Umversite de Pans (Lettres). Conversation (6 Conferences).
3. in englischer Sprache.
English Romance literature of the 19"- Century (12 Lectures). L Engi. Romanticism, —.