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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Sonntagsbeilage: Allußtrirtes S-uutaaMlatt.

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Zweites Blatt

"iC.

(Lass. Allg. Ztg.)

Maschine.

Marktberichte^

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Hessen-Nüjsan und

Cassel, 11. Juni. Tödlich verunglückt ist am vergangenen Sonnabend ein Maschinenhilfs­heizer der Casseler-Naumburger,Bahn. Derselbe war in Naumburg an einer Maschine beschäf­tigt, stürzte jedoch durch einen Fehltritt von der­selben herunter und kam so unglücklich zu Fall, daß er sich eine schwere Gehirnerschütterung zu­zog, an deren Folgen er bald darauf verstorben ist. Der so jäh aus dem Leben Geschiedene war verheiratet und hinterläßt eine Frau und meh­rere Kinder.

Bad Nauheim, 11. Juni. Der Staatssekretär des Reichsmarineamts, Admiral v. Tirpitz ist zum Kuraufenthalt hier eingetroffen.

() Oberscheld, 10. Juni. Dem Gemeinderech­ner Heinrich Schneider wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

Betzdorf, 9. Juni. Am Donnerstag ist an der Brücher Seite, Wallmenroth gegenüber, ein Mädchen von 17 Jahren beim Wäschespülen in der Sieg ertrunken. Ein auf Urlaub befindlicher Soldat ist ihm nachgesprungen und hat die Ver­unglückte ans Ufer gebracht, jedoch waren die an­gestellten Wiederbelebungsversuche vergeblich.

Hachenburg, 9. Juni. Gestern mittag Y>\ Uhr sah man in der Richtung nach Korb eine gewal­tige Rauchwolke aufsteigen. Einen Waldbrand vermutend, rückte die Forstschule unter Führung des aufsichtsführenden Forstaufsehers Wodrich nach der Brandstelle. Es brannte das im Wald gelegene Sägewerk der Firma Gebr. Schürp. Reichliche Nahrung fand das Feuer in dem auf- gestapelten Nadelholz, welches zum großen Teil verarbeitet war. Durch energisches Eingreifen der Feuerwehren Riester, Hachenburg, Korb, Unan und der Forstschule gelang es nach vier Stunden das Feuer auf seinen Herd zu beschräm ken. Der Schaden beträgt einige 1000 Mark. Sämtliche Gebäude sind dem Erdboden gleich. Entstanden ist das Feuer durch Heißlaufen einer

Nun wurde noch ein kurzer Abstecher über die russische Grenze gemacht und dann der Heimweg angetreten. Abends nahm die Ansiedler-Her­berge Solacz bei Posen die ganze Reisegesell­schaft auf. Auf dem Rückwege traf man zwei aus Westfalen stammende Bauernsöhne, welche den Süden der Provinz Posen bereist hatten und über gleich günstige Eindrücke berichteten, wie sie die hessische Reisegesellschaft selbst gewonnen hatte. Man erfuhr hierbei, daß aus Westfalen bis jetzt über tausend Bauernfamilien nach Po­sen ausgewandert sind. Auch die meisten Teil­nehmer der diesmaligen Besichtigungsreise wer­den sich wohl im Osten seßhaft machen. Die nächste Besichtigungsreise wird Dienstag den 3. Juli angetreten. Anmeldungen sind an den Vertrauensmann der Königlichen Ansiedelungs­kommission, Herrn W. Schaumburg, Casiel, Friedensstraße 11, zu richten.

Ph. Roemer, Kirchhain; Eh. Spratts Patent A. G. Rummelsburg: Vertreter PH. Roemer, Kirch Hain.

Die Ausstellung umfaßt 144 Nummern.

ift mehr für die einheimische Bevölkerung be- rechnet. , (Zjeg. Ztg.)

2s*S<nhain, 11- Juni. Durch einen schweren Ungluckssturz mrt seinem Rade ist am Sonntag ein junger Mann von Casiel am Koppenberg lebensgefährlich verletzt worden. Da es nicht möglich war, den Verunglückten in ein Kranken­haus zu bringen, wurde er in das Hotel zum Deutschen Hause überführt, wo ihm sofort ärzt­liche Hilfe zu teil wurde. Leider sind die Ver- letzungen so schwerer Art, daß Schlimmes be- fürchtet werden muß.

Frielendorf, 10. Juni. Vorgestern nachmittag gegen 5 Uhr brach in der Behausung des Land­wirts Burghard Mittendorf auf bis jetzt unauf- geklärte Weise Feuer aus. Stall und Scheune brannten bis auf den Grund nieder.

Bachbinetrei u. Einrahmung v. Bildere

♦♦ Barfüsserstrassc 2i ♦♦ Je SohulZ.

St. Goarshausen, 11. Juni. Der von Bischofs, heim nach Köln fahrende Eüterzug Nr. 6701, welcher fahrplanmäßig in St. Goarshausen nicht halten soll, ist heute Nacht, da der Lokomotiv­führer das auf Halt stehende Einfahrtsignal nicht beachtete, in voller Fahrt auf einen im Bahnhof rangierenden Eüterzug gestoßen. In- folge des furchtbaren Zusammenprallens sind 26 Wagen entgleist und zum großen Teil zertrüm­mert worden. Was nicht durch den Anprall zer­stört wurde, wurde durch Feuer vernichtet, wel­ches vermutlich durch in Brand geratene Chemi­kalien entstanden ist. Ein Bremser ist tot, ein Zugführer, ein Lokomotivführer und ein Brem­ser verletzt.

Gotha, 8. Juni. Hier wurde auf der Chaussee nach Eisenach ein Kind von zwei französischen Automobilisten überfahren. Es erlitt einen Schenkelbruch und Kopfwunden. Die Franzosen hinterlegten eine Kaution von 1000 Franc, und fuhren nach Eisenach weiter.

Gotha, 10. Juni. In Apfelstädt sind nach Genuß von Erbsen, die versehentlich mit Arsenik statt mit Natron gekocht waren, zwei Personen gestorben und fünf erkrankt.

Vierteljährlicher Bezugspreise bet ver Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mr. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

Neclamen: die Zeile 25 Pfg.

Marburg

Mittwoch, 13. Juni 1906.

Marburg und Uu-gesrnd.

(Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß § 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe «Oberhess. Ztg." gestattetl

Marburg, 11. Juni.

* Deutsch-Evangel. Frauenbund. Die 4. Ge­neralversammlung des Deutsch - Evangelischen Frauenbundes ist für die Tage des 47. Juli nach Nürnberg einberufen. In öffentlichen Abendversammlungen werden zeitgemäße Fragen behandelt werden. Die Entwickelung der gewerb­lichen Arbeiterinnenfrage ist als soziales Thema und das Verhältnis von Frauenarbeit zu Frauenwertung als ethisches gewählt. Die Bun­desvorsitzende selbst wird in einer Vormittags­versammlung die Sittlichkeitsfrage besprechen. Außerdem wird die Fürsorge für die Gefangenen und die Reform der Mädchenschulen besprochen werden. Die Berichte der verschiedenen Arbeits­kommissionen geben ein Bild von der Tätigkeit des Bundes.

* Falsche Automobilnummern. In letzter Zeit haben sich die Fälle von widerrechtlicher Be­nutzung der Erkennungsnummern von Selbst­fahrern auffallend gemehrt. Zumeist handelt es sich um Kraftwagen, deren Besitzer oder Führer eine für ein Motorzweirad erteilte Nummer an­gebracht haben und auf diese Weise die Verfolg­ung wegen überschnellen Fahrens von sich abzu­lenken suchen. Der Tatbestand unbefugter Füh­rung der Erkennungsnummern hat sich fast immer unschwer feststellen lassen, indem die zur Führung der Nummern berechtigten Besitzer von Motorzweirädern, um Aufklärung ersucht, er­klären konnten, daß sie entweder die fragliche Strecke zur Zeit nicht befahren oder die betref­fende Erkennungsnummer bereits abgemeldet hatten. Es ist dringend zu wünschen, daß die Polizei- und Gendarmeriebehörden bei ihren Er­mittelungen nach den unbefugter Weise eine Er­kennungsnummer führenden Personen vom Publikum tatkräftig unterstützt werden, damit Anzeige und Bestrafung der Schuldigen erfolgen kann.

* Warnung. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt halbamtlich: Die an die Ver­heerung von San Francisco geknüpfte Erwar­tung von einer regen Bautätigkeit hat vielfach die Meinung hervorgerufen, daß sich dort gegen­wärtig für deutsche Architekten, Ingenieure usw. besonders günstige Aussichten böten. Ein Ken­ner der Verhältnisse schreibt aus San Francisco u. a.: Vom Versuche, sich als selbständiger Archi­tekt in Francisco niederzulassen, ist jedem ent­schieden abzuraten, der nicht durch jahrelange Tätigkeit in den Vereinigten Staaten mit den Verhältnissen, insbesondere der Bauweise, Ge­schmack, aufs genaueste sich vertraut gemacht hat. So groß auch die Nachfrage sein wird, werden doch die hiesigen Architektenfirmen in Verbin­dung mit den größten anderen amerikanischen Firmen im Stande sein, ihr zu genügen. Mangel soll herrschen an tüchtigen Zeichnern und dürften solche, sofern sie der englischen Sprache einiger­maßen mächtig sind, ohne Schwierigkeit An­stellung finden. Auch sie werden bescheiden an­fangen müssen, dürfen jedoch, wenn sie tüchtig sind, auf baldige erhebliche Aufbesserung rechnen können und hoffen mit der Zeit, in eine leitende Stellung aufzurücken. Briefliche Anfragen an Firmen wegen Engagements sind zwecklos. Bei dieser Lage der Sache sind daher die Aussichten für die deutschen Architekten usw. keineswegs als glänzend und kaum besser als in normalen Zei­ten zu bezeichnen. - ..

Geflügel- und Kaninchenzucht- Verein.

Kirchhain, 10. Juni.

(Schluß.)

Klasse Italiener, rebhuhnfarbig.

2. 1,2 Conr. Visosky, Niederwald; 3. 1,2 04 Conr. Hankel, Kirchhain; 1.1,1 0 R F. W. Wick, Marburg.

Klasse Italiener, weiß.

2. 1,1 Heinrich Stausebach, Kirchhain.

Klasse Italiener, gelb.

2. 1,1 C R 05 Walter Roemer, Kirchhain; Eh. I 1,1 Eotth. Peil, Marburg; 3. 1,1 derselbe. Klasse Italiener, gesperbert.

Eh. I 1,1 Louis Menget, Marburg.

Andere nicht genannte Rassen.

1.1,2 Holländer Weißhauben, schwarz, Friedr. Althainz, Langenstein; 3. 1,2 Holländer Weib­hauben, schwarz, derselbe; 2.1,2 Dorking 04 Frei­frau von Stumm, Holzhausen.

Klasse Hamburger.

3. 1,1 Silberlack C R 05 Friedr. Löber, Eroß- seelheim; 1. 1,1 schwarz, E. A. Sommermann, Marburg.

Klasse Cochin und Brahma.

2. 1,2 Cochin rebhf. Heinr. Nau, Niederwald. Klasse Zwerghühner.

L. A. 1,1 Bantam, schwarz C R 04 Walter Roemer, Kirchhain; 2. 1,1 Bantam, schwarz C R 05 derselbe; L. A. 1,1 Seidenzwerghühner, weiß, 05 Heinrich Kraus, Schönbach; 3. 1,1 Bantam, gold-sebright, C R 04 und 05, Conr. Kießelbach, Kirchhain; 1. 1,1 Zwergkämpfer, goldscheckig, Ad. Theiß jun., Gladenbach; 3. 1,1 Zwergkämpfer, rotscheckig, derselbe; Eh. I 1,1 Zwergkämpfer, bir­kenfarbig, derselbe; L. A. 1,1 Zwergkämpfer, braunbrüstig, derselbe.

Abteilung Tauben,

Klasse Koburger und Nürnberger Lerchen.

L. A. 1,1 Koburger, Wilhelm Ruppersberg, Ockershausen; 2. 1,1 Koburger, Louis Menget Marburg; 3.1,1 Koburger CR 06 derselbe; 1.1,1 Koburger C R 06 derselbe.

Klasse Straffer.

1. 1,1 glb 1905, Wilhelm Römer II., Kirch­hain.

Neustadt (M.-W.-B), 10. Jun!. Unsere heutige Kirmeß übte abermals trotz der etwas drohenden Witterung ihre alte Anziehungs­kraft aus. Schon am Vormittag trafen Fuhr­werke in großer Zahl hier ein, vom Mittag ab aber füllte sich das Städtchen und der Festplatz mit Gästen aus Stadt und Land. Wiederum war für Amüsement hinreichend Sorge getragen, sodaß ein jeder Besucher auf seine Kosten kom­men konnte. Die Tanzplätze waren gut besetzt und boten bei der verschiedenen Tracht der Be­sucher ein buntes und sehr belebtes Bild. Die Wirtschaften hatten alle Hände voll zu tun, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu wer­den, entledigten sich aber aller Aufträge mit großer Präzision. Die Budenbesitzer, Karussel rc. machten gute Geschäfte, doch das Getöse der Musik klingt noch lange in den Ohren nach. Morgert findet die Feier ihre Fortsetzung; sie |

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck Md Verlag'Joh. Ang. Koch, Uniderfitätr-Buchbruckerei 41.

Marburg, Markt 21. Telephon 55. '

BesichtMNgsreise hessischer Landwirte nach dem Ansiedlunasgebiet in Posen.

Ebenso wie int Vorjahre hat in den letzten Tagen des Monats Mai eine gemeinschaftliche Besichtigungsreise nach dem Ansiedelungsgebiet im Osten unserer Monarchie stattgefunden. Es waren dieses mal 20 Reiseteilnehmer aus allen Gegenden der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck, welche unter Führung des Vertrauensmannes der Königl. Ansiedelungs­kommission, Herrn W. Schaumburg (Cassel), sich auf Grund eigner Anschauung überzeugen woll­ten von der Güte und Beschaffenheit des Bodens im Osten und dem Stand des Ansiedlungswerkes. Eine faßt gleich große Zahl von Landwirten mußte aus den verschiedensten Gründen auf die Mitreise verzichten und will die Fahrt nach der Heuernte antreten. Der Zufall wollte es, daß die Reisegesellschaft fereits bei der Abfahrt auf dem Bahnhof in Cassel einen Ansiedler kennen lernte. Derselbe stammte aus Waldeck, war seit etwa sechs Jahren in Posen angesiedelt und hatte nun seiner alten Heimat einmal einen Besuch abgestattet. Der Mann, welcher früher in Waldeck in kleinlichen Verhältnissen gelebt hatte, war nun in seiner neuen Heimat Besitzer von über 100 Morgen Land, und erzählte mit viel Behagen von seinem zunehmenden Wohl­stand. Daß er nicht übertrieben hatte, sollten die Reiseteilnehmer am Ziel ihrer Reise be­stätigt finden. Die Fahrt ging zunächst über Halle - Kottbus - Posen - Schneidemühl nach dem Kreise Wirsitz. Der Kreis Wirsitz hat im Gegen­satz zu den übrigen Gegenden der Provinz Posen ein etwas hügeliges Terrain, aber diese Hügel sind gleichmäßiger und nicht entfernt so hoch wie in unserer Provinz. Die Königl. Ansiedelungs- kommission hat im Kreise Wirsitz einige große Güter zur Besiedelung ausgelegt, so zunächst das Stadtgut Wirsitz, welches rings um die zirka 2000 Einwohner zählende, schöne Kreisstadt Wirsitz gelegen ist und in 12 Stellen zur Ver­teilung kommt. Die Reiseteilnehmer nahmen außer dem äußerst günstigen Stand des Roggens und Weizens besonders einen üppigen Wuchs der Wiesen wahr. Von hier ging die Fahrt nach dem benachbarten Schönrode, wo einige größere Stellen von je über 100 Morgen das lebhafte Interesse der Reisegesellschaft erweckten. Meh­rere Herren ließen sich sofort als Bewerber für ,diese Stellen notieren. Nunmehr wurde auf dem nahegelegenen staatlichen Gute Seehof das erste Nachtquartier bezogen. In der Frühe des andern Tages wurde zunächst Seehof besichtigt, und dann die Fahrt nach dem schon vollständig be­siedelten Eichenhagen angetreten. Eichenhagen ist mit etwa 50 Familien aus Brandenburg, Pommern und Mecklenburg besiedelt. Man ge­wann hier den Eindruck eines schön angelegten Dorfes, welches mit feinem schmucken, neuen Gotteshaus getrost in Wettbewerb mit vielen Dörfern in der alten Heimat treten kann. Das Dampfroß führte die Reisegesellschaft dann nach dem Kreise Bromberg, wo das fünf Kilometer von der Stadt Bromberg entfernte Ansiedelungs- Öiit Zolondowo-Falkenburg besichtigt wurde. Auf diesem Gute war etwas leichterer Boden vorhan­den. Ilm der regen Nachfrage nach größeren Pachtstellen entgegenzukommen, waren hier einige Pachtstellen (von je 80 Morgen) geschaf­fen, welche nach einer gewissen Reihe von Jah­ren in das Eigentum des Pächters übergehen können. Am folgenden Tage ging die Fahrt in den Kreis Hohensalza, welcher wegen seines aus­gezeichneten Weizen- und Rübenbodens schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Zur Be­sichtigung gelangte das Ansiedelungsgut Rojewo, welches den deutschen Namen Rhoneck erhalten soll. Zehn Ansiedlerstellen sind bereits von die­sen, Gute vergeben, während noch etwa 40 Stellen zu vergeben sind. Ueber die Güte des Bodens herrscht allseitig die größte Bewunder­ung. Nachdem man in Rojewo übernachtet, wurde am nächsten Tage die Fahrt nach dem dicht an der russischen Grenze liegenden Anfiedler- darfe Ostwehr angetreten. Ostwehr ist fast 'gänzlich mit Heffen besiedelt. Man fühlte das Bedürfnis, den Landsleuten einmal einen Be­such abzuftatten und ihnen die Bruderhand zu drücken. Groß war die Freude der Hessen in Ostwehr, als es hieß, es ist Besuch aus der Hei­mat da. Im Krug zu Ostwehr wurde ein kräf­tiger Imbiß eingenommen, und manches Glas Gerstensaft auf das Wohl der Ansiedler und $eien Gäste geleert. Ein reger Meinungsaus­tausch fesselte die Tafelrunde. Die hauptsächlich aus den Kreisen Hofgeismar, Wolfhagen, Roten­burg und Gersfeld stammenden Ansiedler, welche in der alten Heimat durchweg Kleinbauern wa­ten, die nur wenig Morgen ihr eigen nannten, pnd dort Eigentümer von 100, 150 und 200 Mor­sen Land geworden. Unter 20 Stück Rindvieh Hat wohl keiner im Stalle.

Cassel, 11. Juni. lDiehmarktsbericht) Schlacht­vieh. Es kosten bte 50 kr Schlachtgewicht von Ochse» I. Qualität 77-79 Mk., IL Qualität 74-76 Mk, IH. Qualität 72-73 Mk., Bullen L Dualität 68 bil 70 Mk., H. Qualität 00-00 Mk, Kühe I. Qua ckät 68-70 Mk., n. Qualität 65-67 Mk. III. ßuahtot 62-64 Mk., Schweine I. Qual. 63-64 M!., Il. Qual. 60-62 Mk., 3. Qualität 00-00 Mk., Kalber dasf fr ksr Lebendgewicht 4648 Pf Hammel 75 Pf.' Auftrieb: 2 Ochsen, 5 Bullen, 20 Kühe, 4 Rinder, 64 Schweine, 26 Kälber und 0 Hammel. <

Klasse Brieftauben.

2. 1,1 blau, gehämmert, E. A. Sommermann, Marburg; L. A. 1,1 blau, gehämmert, derselbe. Klaffe Kröpfer.

2. 1,1 Brünner, weiß, Heinrich Pitz I. Nieder­wald; Eh. I 1,1 Brünner, weiß, derselbe; 2. 1,1 Deutsche, weiß, Joh. Althainz, Kirchhain.

Klasse Pfautauben.

1. 1,1 Engl. 04 und 05 Friedr. Althainz, Langenstein; L. A. 1,1 weiß, Heinrich Stausebach, Kirchhain.

Klasse Tümmler.

1. 1,1 Elstertümmler, schwarz, 05 Friedr. Alt­hainz, Langenstein; L. A. 1,1 Elstertümmler, schwarz, Heinr. Pitz I., Niederwald; 3. 1,1 Elster­tümmler, rot, derselbe; L. A. 1,1 Elstertümmler, rot, derselbe; 2.1,1 Elstertümmler, gelb, dänische, derselbe.

Klaffe Farbentauben.

2. 1,1 Starenhälse, Heinr. Thielemaun, Kirch­hain; L. A. 1,1 Mönchstauben: Heinr. Stause­bach, Kirchhain; 1. 1,1 1905 Schwalben, schwarz mit Baud Carl Kraft, Schweinsberg.

Andere nicht genannten Tauben.

3. 1,1 Danziger Hochflieger, weiß, Georg Ph. Estor, Schweinsberg.

Abteilung Eier und Mastgeflügel. ' '

Eh. 1 Dutzend Eier von Minorka, schwärz, Carl Dow«, Kirchhain; Eh. 1 Dutzend Eier von Minorka, schwarz, G. A. Sommermann, Mar­burg.

Abteilung Geräte, Futterproben usw. - Eh. 1 Kollektion Käfige und Geräte, Leonh. Lecher, Kirchhain^ Eh. 1 Kollektion Vogelfutter,