Erstes Blatt
(Nachdruck verboten.)'
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ich
dard" teilt mit: Der Kriegsminister habe sich entschlossen, die Infanterie um 10000 Mann und die Artillerie um 48 Batterien zu verringern. Die irreguläre Artillerie soll dagegen verstärkt werden.
Sydney, 11. Juni. Der Premierminister von Neuseeland Seddon ist gestern an Bord des Dampfers, mit dem er von Australien nach Neuseeland zurückkehren wollte, gestorben.
Guatemala, 10. Juni. Aus San Salvador sind Aufständische in das Gebiet von Guatemala eingebrochen. Die Regierungstruppen haben die Aufständischen zurückgeworfen. Die Regierung von Guatemala hat wegen dieser Vorfälle die Beziehungen zu San Salvador abgebrochen.
durch unverantwortliche Kreise unternommenen Versuche, durch künstlich hervorgerufene Dissonnanzen dieses gute Einvernehmen zu stören und Unfrieden zu stiften, scheitern sowohl an den beiderseitigen redlichen Bemühungen, die ab und zu zum Vorschein kommenden Verstimmungen baldigst aus der Welt zu schaffen, als auch an der korrekten Haltung der italienischen Regierung, die stets bestrebt ist, ihre bundestreuen Gesinnungen loyal zu betätigen. Diesem festgefügten Unterbau gliedert sich wirkungsvoll die Verständigung mit Rußland über die Behandlung der nächsten den Orient betreffenden Fragen an, eine Verständigung, die bereits viele gute Früchte getragen hat und die nach den gesammelten Erfahrungen auch in Zukunft.den allgemeinen Friedensinteressen erhebliche Dienste zu leisten verspricht. Der Minister führte weiter aus, die auf Grund dieses Uebereinkommens eingeleitete Reformaktion in der Türkei lasse erhoffen, daß sie trotz vielfacher Schwierigkeiten und trotz der tendenziösen Bemühungen mißgünstiger Kritiker, welche dieselbe als eine aussichtslose Arbeit hinstellen möchten, einem greifbaren Erfolge zugeführt werden kann. Der Minister weist auf die Zurückweisung der Forderung der Mächte auf Einsetzung einer internationalen Finanzkommission hin und hebt hervor, daß aus den Fortschritten, die dieses Institut schon heute aufweise, die Hoffnung gerechtfertigt sei, daß es bald gelingen werde, auf diesem wichtigen Gebiete normale Zustände zu schaffen. Ueberhaupt sei der Stand der Reformarbeit kein unbefriedigender trotz dem passiven Widerstande der Türkei gegen jede Neuerung und der Machenschaften aufrührerischer Kreise, namentlich des Bandenunwesens. In letzter Zeit sei auch hierin eine Besserung eingetreten, da die Pforte die Vernichtung der Banden betreibe und die einheimische Bevölkerung selbst des Kampfes müde sei und sich dem revolutionären Komitee zu entziehen suche. Zur radikalen Beseitigung der bedenklichen Erscheinungen bedürfe es aber der loyalen Mitwirkung der Nachbarländer, an dis er bereits wiederholt herangetreten sei, um ihnen den vollen Ernst der Lage und das Bewußtsein der eigenen schweren Verantwortung beizubringen.
Oesterreichs auswärtige Politik.
In der am gestrigen Montag abgehaltenen Sitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten der ungarischen Delegation verbreitete sich der Minister des Aeußeren Graf Eo- luchowski in einem Expose über die auswärtige Politik der österreich-ungarischen Monarchie, aus dem wir folgende beachtenswerte Stellen herausgreifen:
Die an den Tag getretenen Erscheinungen haben den politischen Horizont wiederholt verdüstert und wenn nichtsdestoweniger die Monarchie mit ruhiger Zuversicht in die Zukunft blicken durfte, so ist es einerseits der beständigen, emsigen Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu allen auswärtigen Staaten, andererseits dem Vertrauen zuzuschreiben, das ihre offene, loyale, von aufrichtiger Friedensliebe getragene Politik überall einzuflößen vermochte. Durch engen Zusammenschluß mit unseren Verbündeten, gestützt auf das zu einer erfreulichen Intimität sich verdichtende Verhältnis zu Rußland, und im vollen Genuß der sympathischen Gesinnungen aller übrigen Mächte konnten wir unentwegt die Ziele unserer Politik verfolgen. Im Zeichen der vertrauensvollen Uebereinstimmung bewegen sich ebenso wie je zuvor unsere Beziehungen zum Deutschen Reiche. Fest und unerschüttert bilden sie den Angelpunkt jenes politischen Systems, das sich bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert bewährte, und dessen Fortbestand nicht allein in unserem gegenseitigen Interesse liegt, sondern auch für den ganzen europäi- 'schen Kontinent eine eminente Friedensbürgschaft darstellt. Diese Grundlage unversehrt zu erhalten, ist der Gegenstand steter Fürsorge beider Kabinette. Richt minder befriedigend ist das Verhältnis zu unserem italienischen Alliierten. Die
Deutsches Resch.
Berlin, 12. Juni.
— Seine Majestät der Kaiser begab sich gestern, Montag, morgens 9 Uhr 40 Minuten im Automobil vom Neuen Palais nach Berlin und besichtigte im König!. Schloß Modelle für die neue preußische Gesandtschaft in München. Ferner empfing er Prof. Breuer. Hierauf hörte er den Vortrag des Ministers von Bethmann-
Neueste Telegramme.
Berlin, 12. Juni. Das Herrenhaus beginnt am 15. d. M. die Generaldebatte über das Volksschulgesetz.
Berlin, 12. Juni. Nach einem Telegramme des kaiserlichen Gouvernements von Deutsch-Ostafrika vom 11. Juni flüchteten sich die Wangoni- Rebellen auf das portugiesische Gebiet südlich des Rowuma. Ein Zug der in Lindi stationierten Kompagnie sichert die Grenze. Die Unterwerfung der Aufständischen im Mahenge-Bezirke schreitet fort. Die Hauptführer Kingame und Schindano stellten sich freiwillig, andere folgen.
Stuttgart, 12. Juni. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht die Pensionierung des Kriegs- ministers v. Schnürten unter Stellung a la suite des Infanterie-Regiments König Wilhelm I. Nr. 124, ferner die Ernennung des bisherigen Kommandanten von Stuttgart, Generalleutnant von Marchtaler, zum Kriegsminister, sowie des Generalmajors von Berger zum Kommandanten von Stuttgart.
Cuxhaven, 11. Juni. Bei der Anwesenheit des Staatssekretärs des Reichsmarineamts von Tirpitz in den letzten Tagen wurde beschlossen, die hiesige 4. Matrosenartillerieabteilung um eine Kompagnie zu verstärken, das im Herbst frontdienstfähige erste moderne Minenschiff mit 200 Mann Besatzung hier zu stationieren und die Marinetelegraphenschule endgiltig von Lehe hierher zu verlegen.
Lyon, 11. Juni. Der Erzbischof von Avignon fordert seine Diözesanen in einem Aufrufe auf, ihm mildtätige Spenden für seinen Klerus, insbesondere für die alten und kränklichen Priester zu übermitteln. Gleichzeitig erklärte er in dem Aufruf, daß er, sobald die Weisungen des Papstes eingetroffen sein würden, eine aus Priestern und Laien bestehende große Vereinigung gründen wolle, die durch Sammlungen und Beiträge die Hilfsmittel ausbringen sollen, um die Geistlichen seiner Diözese vor Not zu schützen.
Warschau, 11. Juni. In Bjelostok wurde der Polizeimeister auf der Straße erschossen. In Siedlec wurde der Bürgermeister und der Vorsteher der Kanzlei des Gouverneurs lebensgefähr- vc'rwundet. In beiden Fällen ist der Täter entkommen.
London, 12. Juni. Dem „Daily Telegraph" zufolge beabsichtigt die englische Regierung, von dem Bau eines in dem diesjährigen Flottenpro- grammc vorgesehenen Panzers vom Dreadnought-Typus Abstand zu nehmen. — Der „Stan-
Marburg
Mittwoch, 13. Juni 1906
Da wendet er nochmals den Kopf.
„Jolanda! . . . Ein Wort und bleibe!"
Sie schweigt.
aufgeben. Mir liegt nichts daran, wenn ich nur dich habe!"
Seine treuen Augen blicken voll solch inniger Zärtlichkeit in die ihren — sie bedarf ihrer ganzen Energie, um fest zu bleiben.
Einen Augenblick schießt ihr der Gedanke durchs Hirn:
„Wie, wenn ich ihm alles sagte? Ihn zum Mitwisser der Schuld meines Vaters machte? Ihm mitteilte, was uns trennt?"
Doch nein — lieber dulden, leiden, als den Vater anklagen! Vittorio würde in seinem Gerechtigkeitsgefühl sofort die nötigen Schritte tun, um den Benachteiligten zu ihrem Rechte zu verhelfen.
Und müßte er es nicht sogar tun? Nicht nur als gerecht und ehrlich denkender Mensch, sondern auch in seiner Eigenschaft als — Staatsanwalt?
Jolanda erschauert. Wieder sieht sie das weiße Haupt des Vaters vor sich, niedergebeugt von der daran lastenden Schmach. Und sie glaubt, seine zitternde Stimme zu vernehmen: „Warum habt ihr mich nickt ruhig sterben lassen? Es dauert ja nicht meyr lange!"
Nein! Nein!! Nein!!!
Sie rafft sich auf, und das Bestreben, ihre weichen Gefühle zu bemeistern, ihre ganze Lieb«, die sie wie mit elementarer Gewalt zu dem Manne da vor ihr hinzieht, einzudämmen, läßt sie auf einmal hart und kalt erscheinen, läßt ihr Antlitz gleichsam erstarren.
Vittorio sieht mit Schmerz den jähen Wechsel ihres Eefichtsausdrucks.
Sein Stolz erwacht.
Er nimmt seinen Hut und wendet sich zum Gehen.
Sie läßt ihn ruhig gewähren. Kein Wort, kein Blick hält ihn zurück.
„Jolanda!" ruft er abermals, doch jetzt betroffen, fast entsetzt.
„Vittorio, hör' mich an!" sagt sie langsam, und ihre Stimme klingt seltsam rauh und hart. „Unsere Hochzeit kann morgen nicht stattfinden!"
„Jolanda!!!"
Er tritt einige Schritte zurück, als könne er das soeben gehörte nicht fassen.
„Unsere Hochzeit kann morgen nicht stattfinden!" wiederholt sie im Tone einer auswendig gelernten Lektion. „Wir müssen auseinandergehen!"
„Jolanda! Du redest irr!" fährt er auf. „Wir — auseinandergehen?"
Trüb lächelnd nickt sie.
„Ja, Geliebter. Es ist aus, unser erträumtes Glück!"
Er lacht kurz auf. Und bei diesem seltsam rauhen Lachen ist ihr, als ob eine Saite in ihrem Herzen springe. Leise schluchzt sie auf.
Im Augenblick ist er wieder bei ihr.
„Mein Lieb, du bist krank! Ganz gewiß, du weißt nicht, was du redest. Eilt unser Per- lobungsschwur vor Gott nicht ebensoviel, als wären wir schon Mann und Weib? Sind unsere Seelen nicht bereits vereint?"
Und wieder nickt sie, doch diesmal voller Wehmut.
„Ja, Vittorio. Unsere Seelen sind vereint und —" sie stockt — „und werden es vielleicht auch bleiben!"
„Nun also!"
„Und doch müssen wir uns trennen."
Jetzt merkt er doch, daß mehr als eine momentane kranhafte Stimmung aus Jolanda spricht.
Auch sein Gesicht verfinstert sich.
"Der Grund?" fragt er kurz.
„Mein — mein Vater ist ein — ein--
todkranker Mann, Vittorio. Ich weiß es erst sert heute. Kannst du wollen, daß ich meinen Vater in seinen letzten Lebenslagen verlasse?"
„Aber er bleibt ja bei uns, Jolanda! Wenn du willst, können wir sogar die Hochzeitsreise
„Hast du auch bedacht, was dieser Bruch bedeutet?" fährt er eindringlicher fort. „Was werden die Leute sagen? Alles ist bereit... die Hochzeitsfestlichkeit morgen —"
Sie zuckt die Achseln.
„Du kränkst auch deinen Vater, Jolanda — aus einer unbegreiflichen Laune... du gibst den hochgeachteten Namen „Bonmattino" dem Gespött der Leute preis!"
Ein müdes Lächeln umzuckt für einen Augenblick Jolandas bleiche Lippen. Dann wehrt st« müde ab.
„Jolanda? Ist dies ein Bruch für immer?"
Sie nickt, ohne sich zu rühren.
Ach, was er für eine Herzenskälte, für «ine unverantwortliche Schrulle eines überspannten Mädchenkopfes hält — es ist der größste, ttefste Schmerz!
Jolanda verniag nicht zu reden. Die übermäßige Anstrengung, stark zu bleiben, hat momentan all ihre Glieder gelähmt.
„So leb wohl!"
Auch seine Sttmme klingt hart und kalt. Mit festen Schritten geht er nach der Tür, ohne sich noch einmal umzublicken.
Er sieht nicht, wie sie die Arme nach ihm ausftreckt, als wolle sie das schwindende Glück sesthalten — fest, fest; sieht nicht den todes- rraurigen, leeren Blick, der verzweifelt seine» Schritten folgt. . . .
Er ist gegangen.
Laut aufschluchzend sintt Jolanda auf die Ottomane. Der starre Schmerz löst sich in heiße» Tränen.
So liegt sie da, still in sich hineinweinend — lange--lange---
Und drunten im Empfangssalon breite» diensteifrige Zofenhände den Reichtum an kostbaren Hochzeitsgeschenken aus. . . .
Der duftige Orangenblütenkranz, der morgen das Haupt der jungen Braut schmücken soll, ist soeben angekommen.
(Fortsetzung folgt.)
Hollweg und hatte eine Besprechung mit de« Staatssekretär von Tschirschky. Zur Frühstücks- täfel im Konrglichen Schloß war Prinz Friedrich Hernrrck nach seiner Rückkehr aus Spanien geladen, dessen Meldung als Oberst der Monarch entgegennahm. Rach dem Frühstück besuchte der Kaiser die Große Kunstausstellung inBegleituna des Wirkt. Geheimrats Dr. v. Lucanus und kehrte dann nach dem Neuen Palais zurück. Abends nahm der Kaiser an einem Diner in der Offizier-Speiseanstat des Regiments Eardedu- korps teil, zu dem sich die Offiziere des genannten und des Leib-Eardehusaren-Regiments versammelt hatten.
— Das Staatsminifterium trat gestern zu einer Sitzung zusammen.
— Die durch die Erößensteigerung der Schlachtschiffe bedingte Erweiterung des Nord- ostseekanals, die sich ursprünglich nur auf di« Schleusenwerke und Ausweichen erstrecken sollte, wird nach einem verbesserten Plan zu einer Verbreiterung des Kanals in seiner ganzen Ausdehnung führen. Es verlautet nach dem „B. T.", daß die Kanalsohle um 18 Meter auf 40 Meter und der Wasserspiegel um 40 auf 107 Meter verbreitert werden soll. Angeblich er- fordert der Erweiterungsbau 200 Millionen Mark. Man hofft, daß der Erweiterungsbau für den Handelsverkehr wesentliche Verbesserungen bringt, indem Hafenanlagen innerhalb der Kanalschleuse erbaut werden und die Bahn- linie Kiel-Holtenau zur Ausführung gelangt. Viel erörtert wird gleichzeitig der Bau einer dritten Hochbrücke über den Kanal bei Rendsburg. Auch sollen die auf der Kanalstrecke vorhandenen Kurven verschwinden.
— Die sozialdemokratische Zentral-Kriegskaffe kann für den Monat Mai wiederum über Beträge von rund 47 000 JA quittieren. 17 000 M davon lieferte die Vorwärts-Buchhandlung, 15 000 M Groß-Berlin a conto seiner acht Reichstagswahlkreise, 6000 Jl der dritte Hamburger Wahlkreis, 3000 JA der 13. sächsische Wahlkreis, 2000 JA das Eroßherzogtum Hessen, je 1000 JA. die sozialdemokratischen Vereine de» 6. und 8. schleswig-holsteinischen Wahlkreises, der 4. sächsische Wahlkreis usw. Interessant und lehrreich genug für andere Parteien ist es nun. wie diese Beiträge — abgesehen von den blühenden geschäftlichen Unternehmungen der sozialdemokratischen Zentralorganisation — erhoben werden und der Zentralkasse zufließen. Aus den Quittungen ist ersichtlich, daß der größte Teil der Lokalorganisationen mindestens 20 Prozent der einzelnen Einnahmen an den Wahlfonds der Zentralkasse fließen läßt. Neben den monatlichen regelmäßigen Beiträgen einzelner, sehr begüterter „Genossen" ttägt aber jeder organisierte Genosse sein Scherflein sowohl für die Lokalorganisation wie für die Zentralkafle bei; diese obligatorischen Parteibetröge überwacht ein genau geregeltes Einziehungssystem und eine scharfe Kontrolle. Nicht minder ergiebig aber
Jolüvda und Salomea.
«... Roman von Erich Friesen.
(Fortsetzung.)
Wenige Minuten später steht.Jolanda ihrem Bräutigain gegenüber. Der alte Marchese hat kurz nach ihrem Eintritt mit befriedigtem Lächeln das Zimmer verlassen.
Vittorio und Jolanda sind allein.
Mit einem Freudenruf zieht der junge Bräutigam sein Bräutchen an sich.
„Mein Liebling! Du, meine teuerste Jolanda! Morgen, morgen meine — Gattin!"
Jolanda erschauert. Noch nie vorher empfand sie wie heute, wie sicher sie sich im Schutz dieses starken Armes fühlt, noch nie vorher, wie beseligend es ist, den Kopf ausruhend an diese breiet Brust zu schmiegen. . . .
Sie schweigt.
Er hebt ihren Kopf zu sich empor und blickt ihr in die Augen.
Und — trotzdem die Erregung ihren Wangen erhöhte Farbe verleiht — die Augen der Liebe sehen scharf.
„Dich quält etwas, mein Lieb!" forscht er liebevoll. „Was ist es? Du mußt es mir sagen. Sieh, morgen sind wir Mann und Frau. Da darfst Du ohnehin kein Geheimnis mehr vor mir haben; da oefitze ich ein Recht an alle deine Gedanken!"
Jolanda schweigt noch immer. Aber langsam lösen sich ihre Arme von seinem Nacken.
„Jolanda! Sprich, was hast du?"
Sie schüttelt den Kopf. Heiß steigt es ihr iy £i« Augen. Mit müdem, schleppendem Schritt geht sie fort von ihm, zum Fenster.
Er blickt befremdet zu ihr hinüber.
Dann geht er auch zum Fenster, ihr nach.
• „Jolanda!"
Da wendet sie plötzlich den Kopf.
Gr'blickt in ein totenvleiches. aber fest entschlossenes Gesicht.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Äug. Koch, Universitäts-Buchdruckerei 41.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbaiu.
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