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nigin wohnten mit den fremdländischen Ab«
ordnungen der großen Truppenschau auf
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(Nachdruck verboten.)
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klerikalen Klub aus verhöhnt. (K. Z.)
Madrid, 4. Juni. Der König und die
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Felde Earabanchel bei. Eine überaus zahlreiche Zuschauermenge begrüßte den König und die Königin mit jubelnden Zurufen. Infolge der glühenden Sonnenhitze wurde eine Anzahl Sol» baten vom Hitzschlage getroffen.
seiner dortigen Wohnung ergab weitere Be» Ziehungen zur anarchistis, n Literatur, doch keine Hinweise auf Komplizen, die fortdauernd gesucht werden. Die Verhaftungen werden fortgesetzt, da die letzten Veranstaltungen und Festlichkeiten wegen großer Furcht vor anar- chisttschen Anschlägen beeinträchtigt waren.
sollen weitere Drohbriefe eingelaufen sein, wes» wegen die strengsten Absperrungen bei Au», führten des Königspaares in der Stadt erfol gen. — Der Sektionsbefund des Attentäters ce gab ein normales Gehirn.
Madrid, 5. Juni. Die Leiche Matteo Morales wurde seinem aus Sabadell hier eingetroffenen Onkel gezeigt, der die Identität des Toten bestätigte.
Madrid, 5. Juni. Die amtlichen Feste gehen ihrem Ende entgegen. Heute findet noch ein Ausflug der Festgäste nach Aranjuez statt, und abends ist Fackelzug. Morgen reisen die meisten Fürstlichkeiten ab. Das Königspaar begibt sich darauf nach dem La Eranja. Man nimmt daher an, daß die politischen Fragen gegen End« der Woche wieder zur Geltung kommen. Di» Verhaftungen verdächtiger Personen dauern fort. Aus Santander wird gemeldet, daß ein in Torre la Vega erscheinendes klerikales Blatt einen Artikel brachte, wonach man weder gegen den Mordanlchlag auf das Königspaar pro» testieren, noch sich darüber entrüsten könne. Die Menge veranstaltete eine Kundgebung gegen diese schamlose Aeußerung, wurde aber von dem
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Zur Privatbeamten-Versicherung.
Die Bestrebungen zur Ausdehnung der staatlichen Versicherung auf die Privatangestellten haben neuerdings das öffentliche Interesse in erhöhtem Maße auf sich gelenkt. In parlamentarischen Kreisen hat man mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß der große „bürgerliche und staatserhaltende Stand" der in Privatdiensten tätigen Angestellten notwendigerweise in den Kreis der staatlichen Fürsorge einbezogen werden müsse, wenn man nicht Gefahr laufen wolle, daß sich in dieser ausgedehnten Schicht der Bevölkerung eine verbitterte Stimmung einnisten solle, und gerade in jüngster Zeit hat, — cs sei nur an die Leipziger Kundgebung erinnert — die Organisation der Privatangestellten, der Handlungsgehilfen, der Werkmeister, Techniker usw. ein besonders lebhaftes Tempo angenommen.
Auch die Regierung hat wiederholt.an amtlicher Stelle und in halbamtlichen Noten bekundet, daß sie die Idee der Ausdehnung der Invalidenversicherung auf die Privatbcamten zu denen rechnet, die unter den Plänen für den Ausbau des Vsrsicherungsgebäudes die meiste Aussicht haben; und sie ist bekanntlich mit einer Untersuchung dieser Frage beschäftigt. Trotz dieser Sympathiebeweise will diese Sache nicht recht in Fluß kommen, und es mehren sich die Anzeichen, daß man in den beteiligten Kreisen mit einiger Ungeduld auf die Langsamkeit der Entwicklung sieht. Und da verlangt denn die Gerechtigkeit, zuzugeben, daß es sich bei der gewünschten Erweiterung staatlicher Fürsorge um eine Sache handelt, die denn doch sehr reiflicher Prüfung bedarf.
Es steht sicher fest, daß ein großer Teil der Privatangestellten durch die Unsicherheit und die geringe Höhe ihres Einkommens mit besserem Recht ein Eingreifen der staatlichen Fürsorge verlangen kann als viele Arbeiter, die nach dem Wortlaut des jetzt bestehenden Gesetzes versicherungspflichtig, bezw. versicherungsberechtigt sind. Aber die Grenze der Versicherungs-Pflicht muß mit großer Sorgfalt gezogen werden.
Wenn der im Jahre 1904 zusammengetretene Hauptausschuß zur Herbeiführung einer staatlichen Penstons- und Hinterbliebenen-Ver- sicherung in seine Leitsätze ausgenommen hat, daß alle Privatangestellten ohne Unterschied des Gehaltes der Vcrsicherungspflicht unterstehen sollen, so dürfte vielleicht ein solcher Vorschlag eher dazu gedient haben, den Fortschritt der Angelegenheit aufzuhalten, als ihn zu beschleunigen.
Weiter bedarf es reiflicher Erwägung, ob die obligatorische staatliche Versicherung auch
XI.
Paolo Rosso ist gegangen.
In ihrem kleinen Salon sitzt Salomea Bel- loni mit aufgestütztem Kopf, tief nachdenklich, tief beunruhigt.
Rinella, die draußen am Schlüsielloch, zitternd vor Erwartung, horcht und jeden Augenblick hofft, ihre Herrin werde die Tür ausreißen, Rinella ans Herz drücken und rufen: „Du hast uns aus der Armut befreit! Du bist unsere Retterin? Du bist von nun an nicht mehr Kindermädchen, sondern meine erste Kammerzofe mit zwanzig Lire Lohn monatlich!" — Rinellas Gesicht wird immer länger und länger, als
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Deutsches Reich.
Berlin, 6. Juni.
— Seine Majestät der Kaiser empfing gestern (Dienstag) morgen den nach Ostafrika ausreisenden Bischof Spreiter vom Benediktinerorden. Um 4 Uhr 45 Min. trat der Kaiser von Station Wildpark aus die Reise nach Wien an. Für den Aufenthalt in Wien ist der „N. Fr. Pr." zufolge das nachstehende Programm aufgestellt worden: Am 6. Juni morgens trifft Kaiser Wilhelm in Wien ein und fährt direkt nach Schönbrunn. Der Empfang wird auf dem Bahnhofe Penzing stattfinden. Mittags wird Kaiser Wilhelm an dem Familiendiner bei der Erbherzogin Marie Valerie in
auf diejenigen Angestellten auszudehnen ist, die bereits in privaten Anstalten oder in Vereinen oder Verbänden ein Recht auf Bezug einer Pension besitzen. Hier wird häufig eine doppelte Belastung der Angestellten wie auch der Betriebe, die für ihre Angestellten eine Privatversicherung eingerichtet haben, eintreten, welche bei der so schon sehr hohen sozialen Belastung unserer Unternehmer, namentlich unserer Mittelstandsschichten, nicht ohne großes Bedenken ist. Schließlich erhebt sich die Frage, ob die Versicherung auch auf die weiblichen Angestellten und ferner vor allem auf sämtliche kaufmännischen Handlungsgehilfen ausgedehnt werden soll, da diese sich später vielfach selbständig machen, und für die die Anstellung also nur ein Durchgangsstadium bedeutet.
An der Jnvaliditäts- und Altersversicherung sieht man deutlich, daß gegenüber den riesigen Verwaltungskosten die Rente doch nur unbedeutend ist. Auch bei der so heiß herbeigewünsch- ten staatlichen Privatbeamten - Versicherung werden bei hohen Verwaltungskosten die Pensionsbeträge zweifellos hinter den Erwartungen weit zurückbleiben Es ist daher den Verfechtern jener an sich gesunden und guten Idee vor allem zu raten, nicht den Vogen zu straff spannen und durch die Forderungen unmöglicher und gefährlicher Maßregeln das Mögliche und Nützliche zu vereiteln.
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Der Mordanscklag auf das spanische KönWvaar.
Barcelona, 5. Juni. Die Polizei hat festge- stellt, daß Matteo Morales auch der Urheber des vor einem Jahr gegen den König von Spanien und den damaligen Präsidenten Loubet in der Rue de Rohan in Paris verübten Bombenanschlags gewesen ist.
Barcelona, 5. Juni. Außer dem Direktor der Schule, in welcher Matteo Morales früher hier lehrte, wurden auch mehrere Lehrer, die Anarchisten sind und unter dem Verdachte stehen, an dem Attentat vom 31. Mai beteiligt zu sein, festgenommen.
Madrid, 5. Juni. Der Gouverneur von Madrid ist überzeugt, daß Morales allein den Anschlag begangen hat und keine Mitschuldigen besitzt.
Madrid, 5. Juni. Die Leiche Morales wird, nachdem sie heute noch von einem Mitglied der Familie agnosziert wurde, sofort begraben. Einzelne Kleidungsstücke, die Morales vor dem Attentat trug, sind von einem Arbeiter auf der Landstraße bei Madrid gefunden worden. Die Namenszeichen waren entfernt. Die Beschlagnahme der Schriften und Bücher Morales in
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag» Joh. Ang. Koch, UmverfttätS^Suchdruckerch
Marburg, Markt 2L — Telephon 65.
Ein Freudenruf entschlüpft den Lippen des Südafrikaners. Voll Enthusiasmus haut er sich auf beide Schenkel.
„Bravo, Kind! Bravo? Bist ’n Hauptweib! Hab' mich nicht in dir getäuscht. Läßt dir nicht so leicht was vorkohlen! .... Ucbrigens — ich werd' mich der Sache mal annehmen. Wo stecken denn deine säubern Brüder, he? In Venedig?"
„Nein. Hier in Rom."
„Ah! ... Na, da ist die Sache je leicht. — Werd' sie mir langen, die Schurken, die meine Schwester verhungern ließen und jetzt auch deren Tochter darben lassen."
Salomea ist immer bleicher geworden. Sie fühlt, sie hat mehr gesagt, als sie wollte.
„Onkel Paolo," bittet sie, die Hand auf seinen Arm legend, „du mußt mir versprechen, in der Sache keinen Schritt zu tun, ohne meinen Willen."
„Nichts versprech' ich! Gar nichts!" lautet die unwirsche Entgegnung. „Meine Salomea verhungern zu lassen! Diese Schufte! Diese Bösewichter!"
Und Rinella, die, von brennendster Neugierde getrieben, soeben verstohlen den Kopf zur Tür hereinsteckt, sieht, wie der „Märchenprinz" eine Faust macht und sie in der Luft schwinA, als wolle er einen unsichtbaren Feind zermalmen.
Marburg
Donnerstag, 7. Juni 1906.
Neueste Telegramme.
Danzig, 6. Juni. Bei den diesjährigen Schlußmanövern der aktiven Schlachtflotte in Gegenwart des Kaisers wird u. a. eine forcierte 'Fahrt bis Pillau unternommen werden.
Rom, 4. Juni. Gestern fanden in 24 Wahlbezirken die durch die Mandatniederlegung der sozialistischen Abgeordneten notwendig gewordenen Wahlen statt. Von 24 Wahlen liegen 23 Ergebnisse vor. Gewählt wurden 19 Sozialisten und 4 Konstitutionelle. In einem Wahlkreise hat eine Stichwahl stattzufinden. Die Sozialisten verlieren 3 Sitze.
Paris, 5. Juni. Die Abteilungen der Kammer prüften heute über 500 Mandate. Im ganzen werden höchstens 15 Mandate ernstlich beanstandet werden, sodaß die Kammer am Freitag und Samstag bereits ihr definitives Bureau wählen kann. Montag folgt alsdann die große Debatte über das Programm der Regierung und der allgemeinen Politik.
Paris, 6. Juni. Der „Petit Parisien" meldet aus London, daß König Eduard für den Plan einer internationalen Konferenz zur Bekämpfung der Anarchistengefahr eintreten dürste.
Petersburg, 4, Juni. Das Blatt „Ristsch" meldet, der Ministerrat habe sich auf Antrag des Justizministers für Aufhebung der Todesstrafe ausgesprochen.
Petersburg, 4. Juni. Allgemeine Anzeichen sprechen dafür, daß das Elend der russischen Bauern weiter um sich greifen werde. Die Mißernte bedroht dieses Jahr fast alle Gouvernements. — Und die Dumaabgeordneten reden, reden....
London, 5. Juni. Der Vizekönig von Indien meldet: In zahlreichen, von der Hungersnot heimgesuchten Distrikten ist Regen gefallen. Die Eetreidepreise fallen oder halten sich auf der seitherigen Höhe. Die Zahl der Personen, welche Unterstützungen empfangen, beläuft sich p auf 463 000. An vielen Orten herrscht die Eholera.
Brest, 5. Juni. Die Mannschaft des Panzerschiffes „Amiral Aube", das dieser Tage nach Norwegen abgehen soll, veranstaltete heute aus Verdruß darüber, daß ihr seit der Rückkehr des Schiffes kein Urlaub erteilt worden fei, lärmende Kundgebungen gegen den Kommandanten, bei der die Internationale gesungen wurde. Die Rädelsführer wurden in Arrest gesetzt.
Durban, 4. Juni. Oberst Mackenzie hatte gestern bei Nkhandla einen Zusammenstoß mit den Aufständischen. 60 Aufständische und 4 Soldaten sind gefallen, 7 Soldaten wurden verwundet.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
SonutagsbeUaae: StUuftriHeS Sanntaasklatt.
„Wir sind arm, Onkel!"
„Arm? . . Warum?"
„Mein Vater ist tot, Onkel!"
„Das dacht ich mir. Wär beinahe neunzig jetzt. Was hat er mit dem vielen Geld angefangen? Alles verbraucht?"
„O nein, Onkel!"
„Was denn?"
Durchdringend blitzen die scharfen Augen Salomea an.
„Ich habe nichts von seinem Gelbe bekommen, Onkel!"
„Nichts? ... Wer denn?"
„Seine Söhne aus erster Ehe."
„Alles?"
„Alles."
Paolo Rosio schweigt einige Augenblicke. Dann fragt er heftig:
„Hat deine Mutter das Testament gesehen?"
„Ja, Onkel."
„Ist es in deinem Besitz? Kannst du es nur zeigen?"
„Nein, Onkel. Ich selbst habe es nie zu Gesicht bekommen."
Der Südafrikaner stößt einen leisen Pfiff aus.
„Deine Mutter war ein Schaf. Sieht ihr ganz ähnlich: immer gutmütig und leichtgläubig . . . . Aber du —", wieder richtet er seine durchdringenden Augen euf seine Nichte — „aber du bist von onberm Holz. Sage mit offen und ehrlich. Nicht Salomea, glaubst Du an dieses Testament?"
Salomea scheigt, während leichte Röte in ihre bleichen Wangen steigt.
„Glaubst du daran?" wiederholt Paolo Rosio mit erhobener Stimme.
„Frag mich nicht, Onkel!" . - • '
„Glaubst btt daran?!"
Kleine Pause.
Dann sagt Salomea fest und bestimmt:
„Nein, Onkel Paolo. Ich glaube nicht daran."
nichts dergleichen geschieht, als sie sogar einen tiefen, tiefen Seufzer vernimmt, der von allem anderen, als von „großem Glück" spricht. .
Tränen verdunkeln Rinellas runde Kinder« äugen. Sie ist ihrer Herrschaft von Herzen zugetan und der Gedanke, das Glück derselben Der« anlaßt zu haben, hob ihr Selbstbewußtsein, Und nun waren ihre Glücksträume Seifenblasen! Nichts wie Seifenblasen! . . . Ach, wir traurig das Leben doch ist!
Rinella wischt sich mit dem Schürzenzipfel di« Augen aus und schleicht in ihre Küche, gang niedergeschmettert von dem Gefühl der ersten, großen Enttäuschung in ihrem jungen Leben.
Und drinnen im „Salon" sitzt Salomea uni grübelt . . . und grübelt. . .
Nicht das plötzliche Auftauchen des südafri« ramschen Onkels ist es, was sie bewegt, nicht da« Bewußtsein, daß ihre Lage sich bald verbesiern wird — nur an Jolanda denkt sie, an Jolanda, die durch ihr großmütiges Geschenk das Leben ihres Söhnchens gerettet.
Die ganzen drei Wochen daher, die sie mit Rinaldo am Meeresstrand verbracht, da sie von Tag zu Tag beobachten konnte, wie ihr Sichling sich kräftigte, wie die Schatten des Siechtums sich verflüchtigten — während dieser ganzen Zeit war ihre Seele voll tiefster Dankbarkeit für dis Spenderin dieses Glücks.
Und diese Dankbarkeit wuchs und wuchs bis sie fast überquoll in dem Herzen dieser eigenartigen, in sich abgeschlossenen und doch so unendlich warm und tief empfindenden Frau.
Ja, sie fühlte es: sie liebt Jolanda — sie liebt sie von ganzem Herzen. i
Und diesem Wesen, das sie liebt, droht Unheil _ Unheil durch das plötzliche Auftauchen des Onkels aus Südafrika, der in begreiflichem Zorn über die Ungerechttgkeit, welche feinet Schwester widerfahren, Klarheit in die ganze dunkle Sache bringen will...» >
(Fortsetzung folgt.) '
Zolüüda uud Salomea.
Roman von Erich Friesen.
(Fortsetzung.)
' „Sie wollen sie zur Geliebten!" schrie der junge Gondelführer außer sich. „Ich gehe nicht fort von hier. Ich muß meine Schwester schützen!"
„Beruhigen Sie sich, junger Mann!" lautete die ernste, feierliche Entgegnung. „Ich gebe Ihnen mein Wort, daß ich Ihre Schwester heirate — das Ehrenwort eines Marchese Bon- martiiio!“
Und Paolo glaubte dem Wort. Er verließ Italien, ohne seine Schwester noch einmal gesehen zu haben, und verdingte sich aus einem großen Asrikadampfer als Heizer. Drunten in Südafrika machte er sein Glück. Nie wieder hörte er von seiner Schwester. Aber vergeßen hat er sie nicht: sie war der leuchtende Stern in seinen Jugenderinnerungen. Und Salomea noch einmal zu sehen, sich von ihrem Glück überzeugen — das bildete das Ziel all seiner Wünsche . . .
„llnd nun bin ich da, und meine kleine Schwester ist tot!" schließt Paolo, indem er sich mit der umgekehrten Hand eine Träne aus dem Auge wischt.
Auch Salomea ist tief ergriffen. Sie wußte nichts von den Schicksalen des Bruders ihrer geliebten Mutter. Nur einmal hatte diese zu ihrer kleinen Tochter von ihrem einzigen Bruder gesprochen, und zwar so, als sei er tot.
Plötzlich gab der Südafrikaner seinem Körper einen Ruck, als wolle er jede rührselige Anwandlung abwerfen.
„Wie kommt's —“ fragt er ganz unvermittelt —, „daß du in diesem verflixt poveren Haus wohnst, Kind? Und warum siehst du so dünn und vergrämt aus? Ist dein Mann ein Geizhals, daß er das schöne Geld einpökelt?"
Trotz aller wehmütigen Stimmung muß Salomea lächeln. Ihr Earlo — ein Geizhals?
Vierteljährlicher Bezugspreis, bet bei ErpÄition 2 SIL, । jQß bet allen Postämtern 2,25 Ml. ^exct. Bestellgeld).
vtS. Ivv Jnferttonsgebahr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.
Neelamen: die Nei'.e 25 Dia.