Baruch Strauß, Bankgeschäft.
Marburg Teleph. 29.
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u. b. 1915 103*/, , . 1906 96«/, , , 1914 102'/« , , 1913 96'/. , , 1914 101’/,
’ Verantwortlich für die Redaktion: .
v>. DoerkeZ.Boppard in Marburg."
Briefkasten der Re-aktion.
St., Weidenhausen. Wir bedauern, Ihnen nicht beipflichten zu können. Die Mehrzahl der Marburger wird froh gewesen sein, einmal einen großen und leistungsfähigen Cirkus hier, zu haben, an dessen Darbietungen man sich et« freuen konnte. Den Lärm auf dem Juxplatz und die Musikkapelle müssen die Umwohner im In« tereffe des Ganzen eben mit in den Kauf nehmen. Der Juxplatz ist für diese Veranstaltungen da. Dagegen hilft kein „Eingesandt". t
magendarmkranke
3*/i°/o Deutsche Reichsanleihe . . .
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S1/,0/« Preußische raus. Staatsanleihe
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3*/,°fo Bayer. Staatsanleihe . . . v
Wetterdieuft der La«dwirtfch«ftsfch»le z« Weilburg a. - Lahn.
Voraussichtliche Witterung für
Dienstag, 29. Mai 1906: -!
Schwache südliche Winde und ziemlich trübe- \ Wetter bei etwas steigender Temperatur, stellen» ° weise Gewitter bringend.
berg. Gleichen. Lohne (Kreis Fritzlar), Großenlüder, Almcnoorf (Kreis Fulda), Niederdorfelden, Langenselbold, Dörnigheim (Landkreis Hanau), Liebenau, Grebenstein, Westuffeln, Veckerhagen, FLrstcnwald (Kreis Hofgeismar), Felsberg, Helmshausen, Empfershausen (Kreis Melsungen), Obergude (Kreis Rotenburg), Volkmarsen, Rittergut Hohenborn (Kreis Wolfhagen). Eeflügelcholera: Höchst (Kreis Gelnhausen). Influenza der Pferde (Vrustseuche): Eassel (Stadtkreis Gaffel), Niederkaufungen, Niederzwehren, Wolfsanger, Mönchehof, Helfa (Landkreis Cassel), Fritzlar (Kreis Fritzlar), Basdorf (Kreis Frankenberg), Grifte (Kreis Melsungen), Bebra (Kreis Rotenburg), Dodenhausen (Kreis Wolfhaaen).
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Hochschulnachrichten.
Gießen: Die Zahl der in diesem Sommer immatrikulierten Studenten beträgt 1107, um 15 mehr als die bisherige Höchstziffer 1092, die im Sommer 1903 erzielt wurde.
Berlin: In der philosophischen Fakultät führte stch Dr. E. Caspar mit einer Probevorlesung über das Thema: „Bernhard von Clairvaux als Politiker" als Privatdozent für Geschichte ein.
Dresden: Hier erfolgte im Beisein von 180 Aerzten die Begründung einer Gesellschaft für innere Medizin im Königreich Sachsen.
Letzte Nachrichten.
I . Bernau, 27. Mai. Heute Vormittag fand m Gegenwart der Kaiserin, des Prinzen Eitel Friedrich, der Spitzen der staatlichen, städtischen und kirchlichen Behörden sowie zahlreicher Gäste die feierliche Einweihung des von dem Kaiser gestifteten Betsaales in der bei Rüdnitz gelegenen Arbeiterkolonie Hoffnungstal statt. Während der kirchlichen Feier, bei der der Eeneral-
I superintendcnt Köhler die Weihe vollzog, rich- I tete der Gründer der Kolonie, Pastor v. Bodel- schwingh eine herzliche Ansprache an die Versammlung, in der er allen Förderern der Kolonie Dank sagte.
Essen (Ruhr), 27. Mai. Der Oberbürgermeister Zweigert ist heute früh nach längerem Leiden gestorben.
Wien, 26. Mai. Die Erkrankung Kaiser Franz Josefs soll ein leichter Schlaganfall gewesen sein. Im Sattel wurde er bei der Parade in Ofenpest ohnmächtig.
Brüssel, 27. Mai. Die Ersatzwahlen für die ausscheidende Hälfte der Kammermitglieder sind heute in aller Ruhe vor sich gegangen. Soweit sich bisher die Ergebnisse erkennen lassen, wird die Regierung die Mehrheit behalten.
Petersburg. 27. Mai. Der ehemalige Prokurator Pobjedonoszew erhielt von den Revolutionären die Verständigung, daß er von ihnen zum Tode verurteilt sei. Infolgedessen wird die Wohnung Pobjedonoszews von der Polizei aufs schärfste bewacht.
Petersburg, 27. Mat. Vor dem Gebäude de» Verbandes des russische» Volkes, eines pa-
8 3%%L.9®e,£“,9* Bei der I Deimhausen, Overvellmar (Landkreis Cassel)
^IßEbung von Frieda, Wanfried, Völkershausen (Kreis Esch- E? ÄffiS ÄS . -SW='" JWcnMÜ,
pnö zurzeit folgende Ortschaften verseucht: Tollwut: Aue, Niederünzebach (Kreis Esch- wege). Schweineseuche (Schweinepest): Cassel (Stadtkreis Cassel), Vollmarshausen,
Kurt MM.
Wir verlieren in ihm einen fleißigen und treuen Arbeiter. (4712
Betriebsverwaltung
der Marburger Kreisbahn.
Infolge eines Unfalles im Dienst der. schred am Sonnabend den 26. Mai der hiesige
Stationsarbeiter
Geschäftliche Mitteilung.
Das Neueste aus aller Welt auf Ansichts-/ Postkarten bietet die Papierhandlung Alberts Kühn in Marburg, Wettergasse. Von den hieki bereits besprochenen Karten bringt eine neue1 Serie die letzten Ereignisse in interessanten - Darstellungen. <>
einem aus dem Bankhaus Herrn. Wertheim j Maden Besse hier, dem hiesigen Vorschußverein und vem | Bei
Bankhaus S. I. Wertheim jun. aus Cassel be- 1 beTa K,le,<hptt stehenden Konsortium das Höchstgebot abgegeben. Voraussichtlich wird auch der Zuschlag so erteilt. .
$ Dreihause«, 27. Mai. Auch hier hat stch ein Kriegerverein gebildet, dem bis jetzt 24 Mitglieder angehören. Zum Vorsitzenden wurde Waldschütz Grau, zum Schriftführer Stationsvorsteher Schröder und zum Kassenführer Gotth. Mink gewählt.
G-Tresa, 26. Mai. Gestern weilte eine Kommission höherer Justizbeamten aus Berlin, Cassel und Marburg in Angelegenheit des hier zu erbauenden neuen Gerichtsgebäudes in unserer Stadt. In Begleitung hiesiger Gerichtsund Magistratsbeamten besichtigten die Herren die seitherigen Eerichtsräume, das Gefängnis und einen für das neue Gerichtsgebüude in Betracht kommenden Bauplatz.
t G. Turnerftches Gestern fand im Turner- Harten die 4. Bezirksvorturnerstunde des 1. Be- «rts des Gaues Hessen statt. Zu derselben hatten Verrrsrei rgtsandt:^ Amöneburg, Bieden- £®Pf, Frankenberg, Kirchhain, Harbach, Mar- x-rg A. T.-V., T.-G., T.-V., Neustadt, Ockers- Eausen, Treysa und Wetter. Nachdem der vor- k^Ichriebene Turnstoff durchgeturnt war, sand lue Wahl der beiden Vezirksturnwarte statt, pewahlt wurde als 1. Bezirksturnwart Fischer- Hilarburg und als 2. Günther-Marburg.
« § Unfall. Am Sonnabend verunglückten beim mvladen von Holz auf einem Zimmerplatz zwei k'^merleute aus Beltershausen. Sie mußten ?«ch Hause gefahren werden und ärztliche Hülfe ^Alich^ $ie 33exlc|un0crt lallen
| Vermischtes.
Königsberg i. P., 27. Mai. Aus Anlaß der Verhaftung eines Arbeiters, die gestern Abend auf dem Sackheim vorgenommen wurde, entstand ein Tumult. Es wurde der Versuch gemacht, den Verhafteten zu befreien. Allmäh- uck) sammelte sich eine etwa iausendköpsige Menge an, die johlte und pfiff. Die Schutzleute, welche Verstärkung requiriert hatten, wurden vom Pöbel mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen,' mehrere Schutzleute er- lrtten leichte Verletzungen. Die Schutzleute zogen blank und verhafteten etwa 14 Personen zum Zwecke der Feststellung ihrer Namen,' zwei Persone wurden in Haft behalten. Gegen 10 Uhr zerstreute sich die Menge.
D r e s d e n , 27. Mai. Der angeblich geisteskranke Lederarbeiter Max Dittrich hat nach seiner Ueberführung aus der Irrenanstalt Herz- berge nach Dresden dort ein überraschendes Ee- standnis abgelegt. Anfang Mai bezichtigte er stch der Täterschaft an zehn Morden, darunter der an den Frauen Eraßnick und Schurm bei Zeuthen. Am letzten Mittwoch zog er jedoch das Geständnis zurück. Nun ist aber durch Zu- fammenarbeiten der Dresdener und Berliner Behörden so viel Belastungsmaterial herbeiqe- schafft worden, daß Dittrich der beiden genannten sowie zweier in Sachsen verübten Morde nahezu überführt erscheint.
K o n st a n t i n o p e l, 25. Mai. Der Sultan empflng heute Prof. v. Bergmann in Audienz Die Operation an der Prinzessin Refie Sultana i wurde noch nicht ausgeführt, da selbst in derartigen Fallen die unglaublichsten Intrigen hier mrtspielen. Professor Bergmann wird, falls der Sultan bis Montag ein Jrade zur Operation nicht erteilen sollte, nach Berlin zuruckkehren.
I * Eerichtsperfanalie«. In die Liste bet I Rechtsanwälte wurde Eerichtrassessor Dr. Külz I bei dem hiesigen Amtsgericht und Landgericht I eingetragen.
I § Militärisches. Vizefeldwebel Schmidt vom I Jagerbataillon wurde zum Leutnant der Re- I fern befördert. Dem Leutnant der Landwehr I 1. Aufgebots, Plitt, wurde das Abschiedsgesuch I bewilligt.
I 8 Zum Konkurs Schramm. Heute früh fand I im Amtsgericht ein Termin zwecks Verkaufs der I ?em ilniv.-Buchhändler Schramm gehörigen I sag. „Wolfsburg" und des neuen Geschäftshauses I in der Marktgasse statt. Es waren hierzu eine I große Anzahl Interessenten, auch von aus- I und viele Zuschauer erschienen. Bei der I Wolfsburg blieb ein Herr Griens aus Biebrich I mit 44100 Höchstbietender. Die angemeldeten I Hypotheken betrugen ntürlich erheblich mehr, I ebenso wie auch bei dem Geschäftshaus, auf das I rin Gebot von 220 000 M abgegeben wurde.
I Höchstbietender blieb Rechtsanwalt und
I Notar Krefft aus Büdingen mit 223 000 X I § Befitzwechsel. Das Hormannsche Haus in
I der Viegenstraße ging dem Vernehmen nach I durch Kauf in den Besitz des Gastwirts Dietrich I über.
| . • Alters«. Juvaliücu. «. Kranke «reute«. Für I den Kreis Marburg (ßanb) stellen sich die Ergebnisse der I Bewilligung von Alters-, Invaliden, und Krankenrenten I in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende März 1906 I wie folgt: Die eingegangenen Anträge auf Altersrente I cetrH9-ett WO- Davon find erledigt durch Renten» I bewilligung 178, durch Ablehnung 89, durch Tod der I Antragsteller rc. 11. Der Eesamt-Jahreßbetrag der be» I willigten Renten belief sich auf 21660.00 Mk. Von den I Rentenempfängern sind bezw. waren beschäftigt in der I Landwirtschaft 127, in der Industrie 15, im Handel und I Verkehr 1, durch Lohnarbeit wechselnder Art 10, im I 13 und im Gefindedienst 6. Nach Abgang
I durch Tod rc. bleiben noch zu zahlen 53 Posten im Be» I trage bon 6773.40 Mk. Die eingegangenen Anträge I auf Invalidenrente betrugen 721. Davon sind erledigt I Nentenbewilligung 540, durch Ablehnung 135, I durch Tod der Antragsteller ec. 43. Der Gesamtbetrag I met bewilligten Renten belief sich auf 75298.20 Mk.
I Von denRentenempfänaern find bezw. waren beschäftigt I in der Landwirtschaft 288, in der Industrie 129, im I Handel und Verkehr 8, durch Lohnarbeit wechselnder I im Staatsdienst 84, im Gesinde»
dienst 37. Nach Abgang durch Tod rc. bleiben noch zu zahlen 291 Posten im Betrage von 40648.00 Mark. Die emgegangenen Anträge auf Krankenrenten
I ^trugen 45. Davon sind erledigt durch Renten» bewllllguna 4o. Der Gesamt-Jahresbetrag der be» willigten Renten belief sich auf 6819.00 Mk. Von den Rentenempfängern sind bezw. waren beschäftigt: rn der Landwirtschaft 16, in der Industrie 14, durch So6nartcit wechselnder Art 5, im Staatsdienst 1, im Gefindedienst 7 Nach Abgang durch Tod bleiben noch I rahlen 24 Posten im Betrage von 8579.00 MarL I Der Gesamt»Jahresbetrog der bewilligten Rcn»n I betrug überhaupt 103 777.20 Mk. — Von der Landes» | । Versicherungsanstalt Hessen-Nassau, deren Bezirk die I ! ReglerungLLezirks Cassel und Wiesbaden, sowie das ft1«» Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar 189i Überhaupt bewilligt: 9359 Altersrenten im Be» I sammt-Jahresbetrage von 1296 935.00 Mk., 30888 Jii» I ÄÄ» inUÄamt,' Jahresbetrage von a c „r Wk., 2289 Krankenrenten rm Gesamt- I Jahresbetrage von 363277.40 Mk., im Ganzen 42536 I «Gesamt » Jahresbetrage von I ? ^^^00 Mk. Hiervon sind nach Berücksichtigung I der durch Tod ,c. erfolgten Abgänge Ende Mär, 1906 | 8“ zahlen 2835 Altersrenten im Gesamt» I
Jahresbetrage von 424479.30 Mk.. 16836 Invaliden» I renten im Gesamt-Jabresbetrage von 2509695.80 Mk, I 'm Gesamt»Jahresbetrage von | 00 Mk., im Ganzen 20666 Renten mit einem I gesamt - Jahresoetrage von 3093505.70 Mk. Der I <4e zu leistende Zuschuß beträgt 1033 300 Mk. I
H1" Ende März 1906 aus Mitteln der I k» ?.m^brstck)erunasanstalt Hessen-Rassau an Renten I »u zahlen mhrlrch 2 0 060205.70 Mk. I
* Turchschnittsprrisr für Haftr, He« und Etrah. Das Amtsblatt der königlichen Regierung I bnngt folgende Nachweisung der für die Lieser- I ungsverbände des Regierungsbezirks Cassel fest- gestellten Durchschnittspreise der höchsten Tages- I ^tse für Hafer, Heu und Stroh mit einem | Ausschlag von fünf vom Hundert, welche für I Vergütung der im Monat Mai 1906 verab- I ret(9^en Fourage maßgebend sind. I
lannt ist, am nächsten Donnerstag ebenfalls ver- Mtttett «erden. Im Abschiedsfouper sekundieren Frl. Rosner die Herren Lüttjohann und «oll.
- * Zirkus Angelo. Am Samtag Abend füllte eine große Zuhörerschaft das geräumige, gut eingerichtete Zelt des Zirkus, um der ersten Vorstellung beizuwohnen. Direttor Letsche- Angelo eröffnete die große Reihe der ausge- Wähltcn Programmnummern mit der Vorführung zweier Schimmel-Wallachen und eines Rapp-Wallachs, deren Dressur gebührende Bewunderung und Anerkennung fand. Später führte der Direktor noch 8 ungarische Füchse vor, die mit eleganter Sicherheit alle Grade der Dressur durchliefen und ihrem Herrn mehrfachen stürmischen Beifall für die wirklich tadelfasen und überraschenden Leistungen einbrachten. Erne Dacapo-Nummer von 6 Pferden schloß sich an, die gleichfalls sich als tüchtig dressierte Tiere erwiesen. Ueberhaupt ist das Pferdematerral, «mch was die übrigen equestrischen Darbietungen «ngeht, hervorragend gut und wohlgepflegt. Als geschickte Ohnesattel-Reiterin trat Frl. Werner g«f, und mit dem englischen Hengst „Wupper- thal" führte Herr Behrens alle Gangarten der hohen Schule vor, die sich durch besondere Eleganz auszeichneten. Als kühner Caltomortale- Reirer fesselte Herr James die Aufmerksamkeit des Publikums, während Frl. Mabel O'Brien stch als graziöse Panneau-Reiterin erwies. Allen wurde lebhafter Beifall zu teil. Seh» interessant waren die akrobatischen Jockey-Kunststücke her Gebrüder Powell, deren Schwierigkeit volle Anerkennung fand. Auch die übrigen Darbie- jfangen standen auf der gleichen Höhe. Wir erwähnen die Brüder Fernandez mit ihren fliegenden Hüten, die komische musikalische Nummer kchernika und Priska, die Vorführungen am Peck und die Parodie von Jack und Tommy. Die Elowns auch „Auguste" amüsierten nicht nur die Jugend, sondern auch die Erwachsenen, besonders der hochkomische Little Alfred und Nournon tznd Eugen, die sich nebenbei als ganz vorzügliche Akrobaten bewährten. Eine interessante Gruppen bilden die drei Schwestern Anderson, hie „drei Tiger-Grazien" wegen ihrer Hautfarbe genannt. Ihre akrobatischen Leistungen verraten eine erstaunliche Kraft und Sicherheit. — Die Zuschauer waren von den durchweg guten Leistungen aller Künstler sichtlich befriedigt und kargten nicht mit Beifall. Die Vorstellungen M gestrigen Sonntag Nachmittag und Abend waren ebenfalls sehr stark besucht. Auf die Abschiedsvorstellung heute Abend fei empfehlend hingewiesen.
* Verein Frauenbildung — Frauenstudium. Auf der Generalversammlung der sämtlichen Vereine Deutschlands, die am Freitag und Samstag, wie schon gemeldet, in Freiburg i. B. stattfand, hielt am Samstag den ersten der vorgesehenen öffentlichen Vorträge von großer Zuhörerschaft Frl. Westerkamp aus Marburg über das Thema: Warum brauchen wir weibliche Juristen? Die Vorsitzende, Frau Steinmann, pickte dem Vortrag die Bemerkung voraus, der hierein werde bei der Badischen Regierung um Zulassung der Frauen zu den juristischenStaats- xrüfungen behufs Ausübung der Anwaltspraxis petitionieren. Frl. Westerkamp verlangte in ihrem Vortrag bessere Rechtskenntnis aller Frauen zum Schutze ihrer wichtigsten Interessen. Tie Frau müsse auch auf diesem Gebiet dem Mann eine geschulte Mitarbeiterin werden. Das Recht der Frau werde noch zu viel unter »er Gewalt des Mannes gebeugt, wie denn auch In Erziehungsfragen, trotzdem die Mutter den Kindern näherstehe, der Vater zu oft entscheide. Zn der strafrechtlichen Behandlung jugendlicher Verbrecher habe die Frau viel zu wenig Ein- kluß. Besonders Verbrecherinnen würden stch einem weiblichen Anwalt viel freier zu erkennen geben, es es ihnen heute möglich sei. Dem Mann erschwere die andere seelischeVeranlagung das rechte Verständnis. Wie früher die Notwendigkeit weiblicher Aerzte, werde auch jetzt bas Bedürfnis nach weiblicher Verteidigung ge- Whlt. Der Frau müsse für das Studium der Rechtswissenschaft freie Bahn- geschaffen werden, damit sie die Arbeit des Mannes ergänze. — In der Besprechung des Vortrages erklärte Prof. Dr. v. Calker, die Kommission für Revision der Strafrechtspflege beschäftigte sich mit Milderung her Härten. Die Vervollkommung des Rechts werde auf beiden Seiten, von Mann und Weib I »rstrebt. 1
l * Konzert. Man schreibt uns: Der Männer- Hefangverein „Liederkranz" veranstaltet am n^a«®’<ben 10. Juni d. I., im Museumsgarten ein Vokal- und Jnstrumentalkonzert. Wer das «orwartsstreben des Vereins in den letzten Jahren beobachtet hat, wird diesem llnterneh- •?Xn^G^ltere»e entgegensehen, zumal da «eben beliebten Komposttionen der Neuzeit auch .eine Reihe von Volks- und volkstümlichen Chor- gefangen gefierten werden sollen. Mitwirken der Jügerkapelle Herr Kammer- Musiker Kümmel aus Darmstadt ein in Mar- bürg bekannter Künstler, der als Pistonvirtuose stch großer Beliebtheit erfreut. Es darf darum wohl erwartet werden, daß die Veranstaltung ore notlgeAnziehungskraft auf das kunstliebende Marburger Publikum ausüben wird. Das Lusfuhrllche Programm wird demnächst im Jn- Setfien^i "^berhess. Zeitung" veröffenlicht
Gotischen Verein», auf dem tfngfiföen PrL spekt, wo schon seit einigen Tagen kleine Rett bereien stattfanden, kam es gestern Nachmittag 3 Uhr zu einem blutigen Zusammenstoß. AU Arbeiter hier eine Protestkundgebung gegen Mä sen Verein veranstalteten, wurde Militär auÄ geboten. Sechs Arbeiter wurden erschossen. Du Straße wurde sofort gesperrt. Ä
Petersburg, 26. Mai. Die Petersburger Te^ legraphenagentur ist in der Lage, aus gut mu terrichteter Quelle mitteilen zu können, daß diq Gerüchte von der Auflösung der Duma vollstSn^ dig unbegründet sind. Die Duma wird dick Mitte Juni tagen und dann in die Ferien gehen.. Die Entlassung der Minister hängt aus-( schließlich von der freien Entscheidung des Kai-j Jets ab. ,
Sewastopol, 27. Mai. Bei einer Truppen-i schau, die heute aus Anlaß des Jahrestages des Krönung des Kaisers und der Kaiserin abgehatt ten wurde, wurden mehrere Bomben geschleu4 fiert. Drei Personen wurden getötet und seh< viele verwundet. Zwei von den BombenwerferU wurden verhaftet. ?
Tiflis, 26. Mai. Gegen den hiesigen Ee« neralgouverneur, der mit dem Polizeimeister! in einem Wagen fuhr, wurde heute ein Bombenanschlag verübt. Der Eeneralgouverneur und der Polizeimeister blieben jedoch unverletzt, während ein Kosak getötet wurde.
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Hanau
9 71
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Landkreis Hanau
dgl.
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Kreis Gelnhausen
dgl.
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Hersfeld
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• Rotenburg
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Rinteln
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Schmalkld.
9 7111
4 20
3 115
' * Biehsenchen.
Im Regierungsbezirk Cassel