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" »rcelau, 18. Mai. Hebei eine neue Grenz­verletzung wird derSchlesischen Volkszeitung" aus Bogutschütz gemeldet: Der Agent Hanke aus Myslowitz warb einen Trupp Arbeiter in Po­len. Gestern passierten 24 Mann davon uner­laubt die Grenze zwischen Milowiee und Eiche­nau. Trotzdem sie schon auf preußischer Seite waren, gab ein Kosak einen Schuß ab, der einen 18jährigen Burschen in den linken Fuß traf.

Homburg v. d. H., 18. Mai. Die Kaiserin ist um 5 Uhr 45 Minuten mittelst Sonderzuges nach Gießen abgereist. Zum Abschied auf dem Bahn­hose waren befohlen der Oberbürgermeister Marx, Geh. Baurat Professor Jaeobi und Kur­direktor Frhr. v. Maltzan.

London, 18. Mai. Das Repräsentantenhaus in Washington nahm gestern, wie derMorning Post" telegraphiert wird, die Flottenvorlage ge­mäß den Anträgen des Ausschusses an.

Rewyork, 18. Mai. DieAssociated Preß" erfährt aus einer der venezolanischen Regierung nahestehenden Quelle, Präsident Castro werde am 23. Mai die Regierung wieder übernehmen und es werde eine umfaßende allgemeine Am­nestie für politische Gefangene ergehen.

San Sterne, 17. Mai. Unter der tatkräf­tigen Mitwirkung des hiesigen deutschen Pfarrers Schrader ist es endlich gelungen, eine deutsche (schweizerische) Schule ins Leben zu rufen, welche alljährlich am 15. Oktober ihre Tätigkeit beginnen wird. Hierdurch ist nicht nur für die hier ansässigen Deutschen und Schweizer eine Kalamität aus dem Wege ge­räumt, sondern es wird diese Nachricht gewiß auch von den zahlreichen deutschen Familien, die hier in den Hotels, Villen und Privatwohn­ungen überwintern, mit Freude vernommen werden.

Der reiche Rexikaner. Aus Mainz wird ge­schrieben: Im Sommer vorigen Jahres lernte die Tochter eines hiesigen wohlhabenden Kauf­mannes auf einem der Rheindampfer einen steinreichen Mexikaner" kennen. Gegen den Herbst fand alsdann die Verlobung des Paares statt und von nun ab erhielt die Braut die wertvollsten Geschenke an Brillanten und son­stigem Schmuck. Aus der auf dieses Jahr festge­setzten Trauung wurde indes nichts, denn der angebliche Mexikaner verschwand plötzlich auf Nimmerwiedersehen; er hatte sich als ein steck­brieflich verfolgter gefährlicher Hochstabler ent­puppt; die wertvollen Schmucksachen, die er sei­nerBraut" zum Geschenk gemacht hatte, waren sämtlich gestohlen.

Eine lustige Polizeigeschichte erzählt der Eclair" anläßlich der Meldung, daß eine an­geblich ermordete Dame in Montreuil nach der etwas verspäteten, genauen Untersuchung sich selbst das Leben genommen und der Untersuch­ungsrichter die Verfolgung der Verdächtigen aufgehoben habe. Ein bekannter Polizeibeamter begrüßte die Mitteilung, daß eine scheinbare Er­mordete sich in Wirklichkeit selbst getötet habe, mit dem Ausruf:Das war höchste Zeit! Wir waren im Begriff, den Mörder zu fassen?"

Im Koupee.Sagen Sie mal, mein Herr, Sie kommen mir nämlich so bekannt vor, sind Sie nicht aus Meißen?"Ree, ich bin aus Pirna."Ach, das trifft sich aber merkwürdig ich bin Sie nämlich auch nicht aus Meißen."

Ein probates Mittel. A.:Wenn ich nur ein Mittel wüßte, daß mein Ofen nicht mehr raucht!" B.:Gib ihm eine von den Zigarren, die Du mir letzten Sonntag anbotst, dann gewöhnt er sich gewiß das Rauchen ab!"

Gelungene Antwort. Hausfrau (in der Küche einen Soldaten findend):Anna, was ist denn das?" Köchin:Ein Prüfstein Ihres Patrio­tismus, Madame!"

Neueste TeleWnMte.

Berlin, 18. Mai. Wie nunmehr amtlich bestätigt wird, hat sich Morenga mit 7 Mann der Kappolizei gestellt und soll nach UpingÄn gebracht werden. Die aus den kleinen Karasbergcn ausgebrochene Hottentot­tenbande hat sich, wie zu erwarten stand, in süd­licher Richtung nach der unwegsamen Gegend des großen Fischflusses gezogen. Die von allen Sei­ten folgenden Truppen stellten fest, daß am 10. Mai Johannes Christian Morris und ein dritter Führer namens Vielding bei Rosenbusch am gro­ßen Fischslusse vereinigt waren.

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Mittwoch, 23. Mai: Mamsell- Nitouche.

Freitag, 25. Mai: Die beiden Leonoren.

GroßherzoglicheS Kurtheater Bad Nauheim.

Sonntag, 20. Mai: Der Ring der Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold.

Montag, 21. Mai: Der Ring der Nibelungen.

Erster Tag: Die Walküre.

Dienstag, 22. Mai: Renaissance.

Mittwoch, 23. Mai: Die Journalisten.

Donnerstag, 24. Mai: Der Ring der Nibelungen.

Zweiter Tag: Siegfried.

Freitaa, 25. Mai: Der Registrator auf Retzen.

Sonabeud, 26. Mai: König Oedipus.

Sonntag, 27. Mai: Der Ring der Nibelungen.

Dritter Tag: Götterdämmerung.

Montag, 28. Mai: Der Bettelstud^nt.

Nepertoir.Entwurf der grankfurter S t a d t t h e a t e r.'

Schauspielhaus.

Samstag, 19. Mai:Wallensteins Lager." Hierauf "Die Piccolomini."

Sonntag, 20. Mai, 3 Uhr: Frankfurter Dralekt- stücke:Der alte Bürgerkapitain,"Der rote Schornsteinfeger,"Dodgeschosse," Abends 7 Uhr:Der Verschwender,"

Montag, 21. Mai:Unbestimmt."

Deinstag, 22. Mai:Wallensteins Tod.' Opernhaus.

Samstag, 19. Mai:Die Fischer von St. Jean."

Sonntag, 20. Mai:Flauto solo. Hierauf Der Postillon von Lonjumeau."

Montag, 21. Mai:Das Rheingold.

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Berlin 18. Mai. Eine neuerdings vom Kultusminister an die Oberpräfidenten gerichtete Verfügung trifft die Bestimmung, daß dem Kai er über alle irgendwie bedeutenden Funde geschichtlicher oder vorgeschichtlicher Altertümer innerhalb des Amtsbezirks jedesmal unverzüg­lich direkt Bericht zu erstatten ist, geeignetenfalls auf telegraphischem Wege. Abschrift des Be­richts ist dem Minister einzureiche:?.

Salzburg, 17. Mai. Eine neue Ballon- kisenbahn ist, wie derFrkf. Ztg." berichtet wird, von ihrem Erfinder, einem österreichischen Ingenieur namens Balderauer aus Salzburg in den Bergen der Umgebung von Salzburg versucht worden. Sie besteht aus einem großen Fesselballon, der an einer einzigen Stahlschiene befestigt ist. Die Schiene ihrerseits ist fest an der Flanke eines steilen Berges angebracht, dessen abschüssige Gehänge von keiner anderen Art der Eisenbahn überwunden werden könnte ohne die Benutzung einer großen Reihe von Schleifen und Tunneln. Der Ballon wird etwa _ 10 Meter über der Schiene in der Luft schwebend erhalten und ist mit dieser durch ein steifes Drahtkabel verbunden. Der Führer kann dann nach Belieben den Ballon an der Seite des Ber­ges auf- und abgleiten lasten. Für den Auf­stieg wird die Triebkraft durch Wasterstoffgas geliefert, für den Abstieg der Druck durch Master bewirkt, das an der oberen Endstation in einen großen Behälter gefüllt wird und als Ballast dient. Unter dem Ballon befindet sich eine kreis­förmige Gondel mit Platz für zehn Fahrgäste. Das Drahtkabel geht von dem Ballon aus durch den Boden der Gondel hindurch zu einem Ee- schwindigkeitsregulator, der von dem Ballon­führer unter Kontrolle gehalten wird. Der Er­finder rechnet darauf, daß die Ballon-Eisenbahn in Zukunft die Drahtseilbahn verdrängen werde.

Reichenberg (Böhmen), 17. Mai. Die deutsch-böhmische Ausstellung ist heute durch ihren Protektor, den Erzherzog Ferdinand Karl, feierlich eröffnet worden. Der Bürgermeister Bauer hielt eine Ansprache und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und das Kaiserliche SSaus. Erzherzog Ferdinand Karl erwiderte, die Rei- chenbergcr Ausstellung solle eine Darstellung der hohen Entwickelung geben, die aussa-neßlich durch die Kräfte Deutsch-Böhmens auf dem Ge­biete der Industrie, des Gewerbes, der Land­wirtschaft und der Kunst erreicht worden sei.

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der für das Sommersemester 1906 an hiesige? I Universität neuimmatrikulierten refp. inskri« l

*,ann ^oieph Krämer aus Gelsenkirchen Kramer tat Siege errungen, den ersten Preis

ktt Fünfkampf, den zweiten im Sechskampf und u einen G unpenpreis im Riegenturnen und Lauriehen. Wie ein Sieger wurde er auch in Gelsenkirchen empfangen. Taufende umstanden fren Bahnhof, als er eintraf, und der Manner- a sttngvereinGlückauf" begrüßte ihn mrt einem musikalischen Hoch. Die Turnvereme geleiteten Krämer und feine Frau im Triumph in das Bereinsheim. Der Vertreter des Oberburger- mestters hob in einer Ansprache hervor, daß der Bergmann Krämer, der tagtäglich tm Schweiße seines Angesichts in der Grube arbeite^ Großes geleistet und dem deutschen Namen im Auslande Ehre gemacht habe.

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Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. Doerkes-Boppard in Marbnra.

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