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mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: JllustrirteS Gorrvtaa-blatt.

Vierteljährlicher Bezugspreis: brr Der ExpÄiüon 2 Wk., Erscheint wichmtlich sieben mal.

Ttft 44Q bei allen Postämtern 2,25 SU mBestellgeld). Druck und Verlag- Iah.«ug.Koch, UniversitätEuchdruckerei 41. Jllhrg.

HO JnsertionSgebuw^die gespaltene Zelle vorderen Raum 10 Pfg. MittW0iH, 16. MlÜ 1906. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Erstes Blatt.

I- .....

Neueste Telegramme.

Berlin, 14. Mai. Das kaiserliche Eouverne- gient berichtet aus Dar-es-Salaam fol­gendes: Die Kompagnie Schönberg operiert seit pnfang Mai am Nembue-Flutz nördlich von 21- Ivale gegen die Matumbileute. Die Verluste der letzteren in einem kleinen Gefecht betrugen 40 xotö und 30 Gefangene. Die Kompagnie Wun­derlich sichert die Verbindung zwischen Viaunda und Mahenge. Der Fährbetrieb bei Jfakara ist wieder eingerichtet. Die Operationen des Major Johannes im Norden des Bezirks Sonega neh- jnen einen günstigen Verlauf. Der Süden von Sonega erscheint beruhigt.

Mannheim, 15. Mai. Der diesjährige sozial­demokratische Parteitag, der bekanntlich laut Ve- fchlutz des Jenaer Parteitages in Mannheim ab- 'gehalten wird, soll nach demVorwärts" vom 16. bis 22. September stattfinden.

Leipzig, 14. Mai. Eine von 3000 Personen besuchte Versammlung von Privatangestellten aus verschiedenen Teilen Deutschlands sprach sich gegen die Einführung der staatlichen Pensions­versicherung aus und beschloß, das Reichsamt des Innern zu ersuchen, die Denkschrift über die Lage der Privatangestellen zu beschleunigen.

Petersburg, 14. Mai. Der Kommandant des Petersburger Hafens, Kontreadmiral Kusmitsch, der wegen seiner Härte bei den Arbeitern ver­haßt war, wurde heute, als er die Arbeiter von der Bkaiseier abhalten wollte, erschlagen.

Warschau, 14. Mai. Heute Abend wurden in der Marschalkowskastraße der Polizeikommis­sar Konstantinow und drei andere Personen durch eine Bombe getötet. Soldaten gaben eine Salve ab, durch welche acht Personen verwundet wurden.

London, 14. Mai. Von den zu einer Studien­fahrt nach England gereisten Vertretern deutscher Stadtverwaltungen ist heute morgen wieder eine Anzahl aus Köln hier eingetroffen, die sich den gestern angenommenen Herren anschlossen. Nach dem Empfang durch den Begrützungsausschuß fuhren die Mitglieder nach der City, besichtigten die Bibliothek, Gemäldegalerie und das Museum in Guildhall und nahmen in derMercers Hall" den Imbiß ein.

London, 15. Mai. Reuters Bureau meldet aus Konstantinopel unterm 14. Mai: In Beant­wortung einer Mitteilung des britischen Bot­schafters O'Conor, welcher die letzte türkische Rote für in der Form unbefriedigend erklärte, notifizierte die Pforte nunmehr die endgiltige Annahme der britischen Forderungen.

g (Nachdruck verboten.)

Jolküda und Salomen.

Roman von Erich Friesen.

(Fortsetzung.)

Immer wieder versucht sie es, den lähmen­den Eindruck zu verscheuchen, den jene geheim­nisvollen Worte auf sie machten. Vergebens.

Fester und fester prägten sie sich ihrem Ge­dächtnisse ein. . . .

Ich will Ihre Ruhe nicht stören'. Ich will Ihre Ruhe nicht stören!!"

Mit dem Eigenwillen des verwöhnten Glücks­kindes beschließt sie endlich, sich wegen dieser sie quälenden Worte Gewißheit zu verschaffen.

= Sie sucht in ihrem zierlichen Schreibtisch aus dem ungeordneten Haufen Briefe Salomea Bellonis Schreiben heraus, in welchem die junge Frau jene Zeitungsannonce beantwortete, und an dessen Ende Salomeas Adresse angegeben war.

Rasch kritzelt sie auf einen parfümierten Keliotropfarbeneir Bogen ein paar Zeilen und adressiert sie anFrau Salomea Belloni".

Die Antwort trifft umgehend ein.

Ich werde morgen vormittags kommen.

Salomea."

Nichts weiter.

In seltsamer,Spannung wartet die vor­nehme Dame auf den angekündigten Besuch der schlichten Frau. Mit feinem Takt hat Yolanda ein einfaches Wollkleid gewählt und keinen Schmuck angelegt.

Sie will bei dieser Unterredung Salomea den großen Unterschied so wenig wie möglich fühlen lassen, der zwischen der reichen Marche- ftna und der armen Malersfrau besteht.

Mit der den meisten reichen Leuten und na- pientlich den vornehmen Italienerinnen eigenen .Gleichgültigkeit gegen dieZeit erwartet Jolanda 4luch von Salomea Belloni keine große Pünkt- Ilchkeit, _ ..

Das mur, Erbschaftssteuergesetz:

Das neue Erbschaftssteuergesetz ist zwar erst in zweiter Lesung im Reichstage erledigt. Die Mehrheiten, mit denen die Beschlüsse angenom­men und Abänderungsanträge abgelehnt sind, machen es aber zweifellos, daß die dritte Lesung keine Aenderungen bringt. Wir geben im nach­stehenden die am meisten interessierenden Haupt- bestimmungen:

§ 1. Gegenstand der Erbschaftssteuer ist der Erwerb von Todes wegen.

Als Erwerb von Todes wegen gilt, außer demjenigen, was durch Erbfolge, durch Vermächt­nis oder als Pflichtteil erworben wird:

1. ein Erwerb, auf welchen die für Vermächt­nisse geltenden Vorschriften des bürgerlichen Rechtes Anwendung finden, sowie dasjenige, was durch eine nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechtes als Verfügung von Todes wegen zu be­urteilende Schenkung erworben wird;

2. ein Erwerb, welcher infolge der Vollzieh­ung einer durch Verfügung von Todes wegen an- geordneten Auflage oder infolge der Bewirkung einer Leistung, von welcher der Erblasser einen Erwerb von Todes wegen abhängig gemacht hat, oder, sofern der Erwerb der Genehmigung einer Behörde bedarf, infolge der Vollziehung einer Anordnung dieser Behörde erlangt wird.

§ 3. Als Erwerb von Todes wegen sind ferner anzusehen:

1. was durch den Eintritt eines Lehens- oder Fideikommißfalles erworben wird;

2. Bezüge aus Familienstiftungen, sofern sie infolge Todesfalls an den stiftungsmäßig oder gesetzlich dazu Berufenen gelangen, sowie der Er­werb des Vermögens einer solchen Stiftung, so­fern das Vermögen infolge Erlöschens der Stif­tung an den stiftungsmäßig oder gesetzlich dazu Berufenen gelangt;

3. Vermögensvorteile, die auf Grund eines von dem Erblasser geschlossenen Vertrags unter Lebenden von einem Dritten mit dem Tode des Erblassers unmittelbar erworben werden;

4. was als Abfindung für den Verzicht auf einen Erwerb der unter Nr. 1, 2 bezeichneten Art gewahrt wird.

Betrag der Erbschaftssteuer.

§ 12. Die Erbschaftssteuer beträgt:

I. vier vom Hundert:

1. für leibliche Eltern;

2. für voll- und halbbürtige Geschwister sowie für Abkömmlinge ersten Grades von Ge­schwistern;

II. sechs vom Hundert:

1. für Großeltern und entferntere Voreltern;

2. für Schwieger- und Stiefeltern;

3. für Schwieger und Stiefkinder;

Sie ist also noch nicht mit der Toilette fertig, als der Diener morgens gegen zehn Uhr auf silbernem Tablett die unscheinbare Visitenkarte präsentiert.

Inzwischen hat Salomea im kleinen Salon Platz genommen.

Wieder zwitschern. munter die Vögelchen in den vergoldeten Käfigen. Wieder kreischt der Papagei auf seiner Stange seine ohrenzerreißen- den Willkommengrüße.

Nur, daß heute kein Heller Sonnenschein hereinlacht durch weitgeöffnete Fenster.

Dunkles Eewitterwölk hängt am bleiernen Himmel. Große Regentropfen klatschen an die geschlossenen Scheiben.

Welcke Freude würden Rinaldo und Ange­lina an den Vögeln haben!" denkt mit leisem Aufseufzen die arme Mutter, indem ihr Blick an der Wand entlang schleift und an einem lächelnden Mädchenbildnis hängen bleibt. Ge­wiß die junge Marchesina als ganz kleines Kind! Wie rosig das Gesichtchen autz dem Spitzenkleidchen hervorguckt! . . . Ach, Angelina träte noch viel hübscher, wenn sie einmal in solch kostbarer Umhüllung steckte! Wenn"

Die Tür öffnet sich.

Gewiß die Marchesina?

Salomea blickt auf.

Nein nicht die Marchesina.

Zwei Herren treten ein, in leise geführter, erregter Unterhaltung.

Sie scheinen die Fremde nicht zu sehen.

Salomea macht sich durch leichtes Hüsteln bemerkbar, um nicht unfreiwillige Zeugin eines nicht für ihr Ohr bestimmten vertraulichen Ge­sprächs zu Jein.

Die beiden Herren verstummen.

Der ältere, große, etwas gebückt gehende tritt näher auf die dunkle Frauengestalt zu und sagt mit höflicher Verbeugung:

Verzeihen Sie, meine Gnädige! Sie wün­schen gewiß meine Tochter zu sprechen. Jeden­falls wird sie sogleich erscheinen -

4. für Abkömmlinge zweiten Grades von Ge­schwistern;

5. für uneheliche, von dem Vater anerkannte Kinder und deren Abkömmlinge;

6. für an Kindesstatt angenommene Personen und deren Abkömmlinge, soweit sich auf diese die Wirkungen der Annahme an Kin­desstatt erstrecken;

III. acht vom Hundert:

' 1. für Geschwister der Eltern;

2. für Verschwägerte int zweiten Grade der Seitenlinie;

IV. zehn vom Hundert in den übrigen Fällen, soweit es sich nicht um einen Erwerb der im § 14 bezeichneten Art handelt.

Uebersteigt der Wert des Erwerbes den Be­trag von 20 000 -4t, so wird das l?/fache, übersteigt er den Betrag von

30 000 so

50 000 cH, /5 000 c4t,

100 000 <M,

150 000

200 000 -4t,

300 000 -4t,

400 000 c«,

500 000 -4t,

600 000 -4t, 700 000 -4t, 800 000 -4t,

900000 -4t,

1 000 000 -4t,

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der im Abs. 1 bestimmten Sätze erhoben.

Die im Abs. 2 geregelte Steigerung beginnt bei den Steuerpflichtigen der 1. Klasse erst, wenn der Mert des Erwerbes den Betrag von 50 000 Mark übersteigt, mit dem im Abs. 2 für diesen Wert bestimmten Satze.

Uebersteigt der Wert des Erwerbes eine der im Abs. 2 bezeichneten Wertgrenzen, so wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem nach Abs. 2 an­zuwendenden höheren Satze und demjenigen der vorangehenden Wertklasse nut insoweit erhoben, als er aus der Hälfte des die Wertgrenze über­steigenden Betrags des Erwerbes gedeckt werden kann.

Deutsches Reich.

Berlin, 15. Mai.

Seine Majestät der Kaiser besichtigte gestern, wie aus Metz gemeldet wird, auf dem Uebungsfeld Frescaty südlich von Metz das 7. Königs-Jnfanterie-Regiment Nr. 145 eingehend. Darauf wurde eine Gefechtsübung unter Mit­wirkung von Maschinengewehren und Geschützen abgehalten. Bei FortWürttemberg" fand um

Der andere geht achtlos vorbei. Er wür­digt die unscheinbar gekleidete Frau kaum eines Blickes, viel weniger eines Grußes.

Salomea sitzt wie erstarrt da. Ihr ist, als stünde ihr Herz still.

Ihr brennender Blick bohrt sich hinein in das dämmerige Halbdunkel des Zimmers, um die beiden Männergestalten deutlich zu erkennen.

Und wieder hört sie jene freundliche, etwas krankhaft umflorte Stimme:

Komm in die Bibliothek Bernardo! Wir können dort alles weitere besprechen!"

Salomea rührt sich noch immer nicht. Auch nicht, als die beiden längst bas Zimmer ver­lassen haben.

Ihre Brüder! Ihre Brüder!! Großer Gott!!! ...

Wie oft hat sie sich gewünscht, den beiden einmal gegenüber zu stehen, ihnen einen flam­menden Verachtungsblick zuzuschleudern, oder gar empörte, aus tiefstem Herzen hervorquellende Anklageworte!

Und nun?...

Nichts dergleichen. Wie gelähmt fühlt sie sich! Die Kehle wie zugeschnürt! Erschlafft alles Fühlen und Handeln!...

Erbärmliche Schwäche!...

Diese tiefe Erregung zittert noch in ihr nach, als Jolanda bald darauf eintritt .

Mit freundlichen Worten eilt sie auf Sa­lomea Belloni zu.

Doch sie findet kein Entgegenkommen.

Sie wünschten eine Unterredung mit mit? fragt Salomea kalt. Nichts weiter.

Ja, Frau Belloni."

Ich stehe zu Ihrer Verfügung."

Die junge Marchesina nimmt Platz.

Und auch Salomea setzt sich.

Hm beginnt Jolanda ein wenig un­sicher, wie beginnenSie äußerten neulich einige Worte, die mich befremdeten."

Ich wüßte nicht*

12 Uhr ein glänzend verlaufener Vorbeimarsch der Garnisonen Metz, Diedenhofen und Mörchim gen statt. Graf Häseler war stets in der Nähr des Kaisers. Nach dem Frühstück im Offiziers- kasino des Königs-Jnfanterie-Regiments unter« nahm der Kaiser im Automobil eine ausgedehnt« Spazierfahrt auf die Schlachtfelder vom 17./18. August 1870 bis St. Marie aux Chenes, traf am 7 Uhr am Generalkommando von Metz ein, nahm daselbst Wohnung und übernachtete dort auch. Der Kaiser empfing vor der Abendtafel den vom Eroßherzog von Luxemburg entsandten luxem­burgischen Staatsminister Eyschen und den luxemburgischen Major van Dyck. Abends fand beim Kaiser int Generalkommando Diner statt.

Ueber die Entwickelung der Nebenbahn« ähnlichen Kleinbahnen in Preußen ist dem Ab« geordnetenhause eine Denkschrift und eine Nach­weisung der aus dem Fonds zur Förderung des Baues von Kleinbahnen bis 1905 bewilligten und in Aussicht gestellten Staatsbeihilfen zuge­gangen. Es ist die letzte Vorlage, die der ver­storbene Minister von Budde unterzeichnet Hai Die bewilligten Beihilfen betragen 70 234 53Ü Mark, die in Aussicht gestellten 1881591 Mark. Außerdem liegen 23 Anträge auf Gewährung von Staatsbeihilfen in Höhe von 7 616 660 Mk. vor. Nach der Denkschrift geht die Entwickelung der nebenbahnähnlichen Kleinbahnen in Preu­ßen rastlos weiter, die Zahl der Bahnen ist um 5 auf 237, ihre Streckenlängen um 270,07 Kilo« meter gestiegen. Den größten Längenzuwachs hat Pommern, es folgen Ostpreußen, Schleswig- Holstein, Rheinprovinz. Die Streckenlänge aller dieser Bahnen beträgt 7902,07 Kilometer. 220 Bahnen werden durch Dampf, 17 elektrisch be­trieben. Von allen diesen Bahnen betreibt am meisten die Firma Lenz (Berlin), nämlich 35 es folgt dann die preußische Staatseisenbahnver­waltung mit 13.

In Erfurt rechnet man, da die Wahl des nationalliberalen Reichstagsabgeordneten Hage- mann-Erfurt von der Wahlprüfungskommission beanstandet worden ist, und gegenwärtig Be­weiserhebungen stattfinden, in gewissen Kreisen bereits mit der Möglichkeit einer baldigen Neu­wahl zum Reichstag. Die Konfervattoen haben mit dem Bund der Landwirte ein Kompromiß geschlossen, dem sich auch die Antisemiten an- schließen werden, und als gemeinsamen Kandi­daten Professor Dr. Suchsland in Halle aus­ersehen. Die Wählerschaft war in dem Wahl­kreise bisher so stark gespalten wie an wenigen anderen Stellen. 1903 wurden 6687 national­liberale, 5224 konservative, 4313 antisemitische, 1163 Zentrums-, 15 260 sozialdemokratisch« Stimmen abgegeben. In der Stichwahl siegt« Landgerichtsrat Hagemann mit der knappen Mehrheit von 90 Stimmen, 17153 gegen 17 063 sozialdemokratische.

Sie sagten, Sie wollten die Stellung bei meinem Vater nicht annehmen, um meine Ruh« nicht zu stören."

Jawohl. Das sagte ich."

Was meinten Sie damit, Frau Belloni?"

Salomea schweigt kurze Zeit, wie unent­schlossen. Dann erwidert sie hoheitsvoll:

Ich glaube nicht, daß ich Ihnen über meine Worte und Handlungen Rechenschaft schuldig bin, Fräulein Vonmartino!"

Lebhafte Röte steigt in Jolandas Wangen.

Sie haben mich mit jenen Worten beun­ruhigt," erwidert sie erregt,und ich verlange eine Aufklärung!"

Sie verlangen eine Aufklärung?" wie­derholt Salomea, bas Wort scharf betonend, während ihre schwarzen Augen zornig zu funkeln beginnen.

3a!

So entgegne ich Ihnen, daß ich diese Auf­klärung verweigere."

Jolanda hat sich erhoben. Der Stolz der Frau da vor ihr empört sie und erfüllt sie zu­gleich mit Bewunderung. Am liebsten möchte sie ihr ein hochmütigesUnverschämte? Was wa­gen Sie mir, der vornehmen Marchesina gegen­über?" ins Gesicht zu schleudern und bann bas Zimmer verlassen--unb bleibt doch wie ge­

bannt auf derselben Stelle, während ihre Lip­pen fast demütig flüstern:

Wenn ich Sie aber bitte, Frau Belloni? Herzlich und innig bitte? Werden Sie mir auch bann bic gewünschte Aufklärung verweigern?

Langsam wendet Salomea bas Gesicht bet Fragenden zu.

Unb roiebet starren bie beiden Augenpaare einander an tief, forschend, durchdringend, als wollten sie ihre Kräfte messen....

Und merkwürdig je länger die Blicke in­einander ruhen, umso mehr verändert sich ihr Ausdruck.

: < (Fortsetzung folgt.)