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x mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. >

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"XKr* qq ba ollen Postämtern 2,25 $tt. vt^tL Bestellgeld). * " ®nttf ttttb Verlag' Job- Aug. Loch, Ilmversitäts-DuchdrucktrU 41. Jahrg

J12. «70 JnsertronSgebühr^die g-siEme deren Raum 10 Pfg. SDMabkNd. 28. ApNl 1906. Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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, für die Monate Mai und Juni auf die

»vberhesslsche Zeitung- nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch­hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern ent« gegengenommen.

Neueste Telegramme.

Magdeburg, 26. April. Unter dem Namen Verband reichstreuer Arbeiter in Magdeburg hat sich ein Verein gebildet, der den Zweck ver­folgt, alle patriotisch gesinnten, den Kaiser und das deutsche Vaterland liebenden Arbeiter zur Pflege und Betätigung ihre patriotischen Ge­sinnung, zum Schutze der Mitglieder gegen den Terrorismus der sozialdemokratischen Organi­sationen sowie zur Förderung der geistigen und wirtschaftlichen Jntereffen seiner Mitglieder zu vereinigen.

Aachen, 27. April. Nach einer Meldung der Köln. Ztg." werden in den nächsten Tagen die preußische und die belgische Regierung eine Ortsbesichtigung von Neutral-Moresnet zum Zwecke seiner Teilung vornehmen lasten.

Rom, 26. April. In dem neuen Justizpalast wurde heute in Gegenwart des Königs und der Königin, des Unterrichtsministers Voselli, des Marineministers Admirals Mirabells, von be­hördlichen Vertretern und Würdenträgern so­wie sehr zahlreichen Kongreßteilnehmern der Internationale Chemiker-Kongreß feierlich er­öffnet. Ein Vertreter des Bürgermeisters be­grüßte die Kongreßteilnehmer im Namen der Stadt Rom und gedachte des dahingeschiedenen Profestors Curie. Sodann sprachen unter leb­haftem Beifall Minister Boselli und Senator Paterno, der Präsident des Kongrestes, im Na­men des ständigen Kongreßausschustes Profestor Witt-Berlin, ferner die Profestoren Moistan für Frankreich, Filden für England, Ostwald (Leip­zig) für Deutschland, Donath für Oesterreich- Ungarn und andere ausländische Delegierte.

Petersburg, 26. April. Telegramme aus den Provinzen berichten, daß die Subskription auf die neue 5proz. rustische Anleihe überall einen glänzenden Erfolg gehabt habe. Die Zeich­nungen in Odesta hätten z. B. mehrere Milli­onen Rubel erreicht.

London, 26. April. Wie das Reuter-Bureau erfährt, besteht die Absicht, die englischen Streitkräfte in Egypten durch etwa 2000 Mann zu vermehren, womit dann die englische Be­satzungsarmee 5000 Mann stark sein würde.

$1 (Nachdruck verboten.)

Att der dänischen Grenze.

' Roman von Dietrich Theben.

(Fortsetzung.)

Daß der Bauer an Ocko Stürs Hochzeit, auf der er doch sicher auch dem Vater und der Schwe­ster des Bräutigams begegnen mußte, teilneh­men wollte, konnte Johanna Dierken nicht nei« stehen. Sie wollte es auch zuerst nicht glauben, obgleich sie während einer der sonntäglichen Ge­sellschaften eine Aeußerung der Braut aufge­fangen hatte, die wie ein Dank auf eine Zusage Behrends geklungen hatte. Die Gewißheit wurde rhr aber ans dem Munde des Bauern selbst, als Hagen eines Tages mit dem Wagen abgeschickt worden war, um eine mit mehreren hundert Mark Nachnahme belastete Kiste nach dem Hoyer- Hofe zu holen.

._ Bauer öffnete das Frachtstück mit aller Sorgfalt selbst betrachtete wohlgefällig die aus Holzwolle und Seidenpapier herausgeschälte Vaie und fragte gutgelaunt auch die Mamsell, ob das Brautpaar sich über das Geschenk wohl freuen wurde.

Wollen Sie auch hin?" fragte sie gepreßt

Natürlich will ich," antwortete er ohne Vor- behalt.

_ Cie schob sich in die Küche und starrte in das Herdfeuer. Eine der Mägde, die hinter ihr mit einer Arbeitsgenossin scherzte und dabei einen Teller zerbrach, fuhr sie böse an und stieß die klirrenden Scherben mit dem Fuße fort, als .hatte sie das Geschenk aus der Stube vor sich.

Am Hochzeitsabende saß sie mit Hagen zu­sammen und haderte bissig, während er sich mühte, ihr auf ihre Ausfälle mit persönlichen Anzüglichkeiten zu begegnen.

IDer Bauer hat 'n Wagen voll Tannen hin- Aebracht, Die hätte sich Frederiksen, wenn er

Die verflossenen Caprivwerträge und die Industrie.

Gerade mit dem Ablauf der Caprivi-Ver­träge am 1. März 1906 ist bei Wilhelm Jßleib, Berlin SW. 48, eine SchriftIndustrie und Handelsverträge" erschienen, die die Einwirk­ung der Verträge auf die Industrie untersucht und zum Verfaster den von den deutschsozialen Antisemiten für den Wahlkreis Mar­burg zum Reichstage aufgestellten Dr. Böhms hat.

War es schon bisher bekannt, daß die Land­wirtschaft außerordentlich schwer unter den Ca­privi-Verträgen zu leiden gehabt hatte, und wurde dies auch von einem großen Teil der In­dustrie zugegeben, so glaubten doch viele Kreise, daß wenigstens die Industrie von den Verträgen erheblichen Nutzen gehabt habe. Dr. Böhme weist nun nach, daß auch dies keineswegs der Fall gewesen wäre, daß vielmehr der Auf­schwung der Industrie seit etwa 1895 wesentlich in den Verhältnisten des heimischen Marktes seine Ursache gehabt hat.

Wären die Handelsverträge so segensreich für die Industrie gewesen, so hätte sich die deutsche industrielle Ausfuhr ganz besonders günstig nach den Vertragsstaaten entwickeln mästen. Das ist aber bei den größten und wichtigsten Industrien, der Eisen- und Textil­industrie, nicht der Fall gewesen, vielmehr ha­ben dieselben ihren relativen Anteil an der Ausfuhr nicht wahren können. Soweit eins Steigerung unserer Ausfuhr nach den Vertrags­staaten eingetreten ist, hatten sie leider zur Ausfuhr solcher Produkte geführt, deren Aus­fuhr in ihrer Folge eine Schädigung der deut­schen Industrie bedeutet. So hat die Ausfuhr an Kohlen, des unentbehrlichsten Rshmatierials unserer Industrie, um 193 pCt. nach den Ver­tragsstaaten zugenommen, während die gesamte Ausfuhr nur um 65 pCt. stieg. Erfreulich zu­nächst ist es auch, wenn unsere Maschinen­fabriken Arbeit haben und sich vergrößern kön­nen, aber bedenklich ist es, wenn dies z. T. da­durch herbeigeführt wird, daß die Vertrags­staaten in steigendem Maße von uns solche Ma­schinen beziehen, die sie zur Begründung neuer Industriezweige gebrauchen, die dann den ent­sprechenden deutschen Industrien Konkurrenz machen und vielen deutschen Arbeitern das Brot wegnehmen. So führte Deutschland nach den Vertragsstaaten 1889 für 28 Mill. Mark Maschinen aus, 1904 für 88 Mill. Mark, das ist eine Steigerung von über 200 pCt. Weit gün­stiger als nach den Vertragsstaaten hat sich un­sere Ausfuhr nach den Nichtvertraqsstaaten, be­sonders nach dem freien Markte Englands, ent­wickelt, ob derselbe aber trotz des Sieges der englischen Freihändler uns bewahrt bleiben wird, ist doch immerhin zweifelhaft. Schließlich

so reich ist, auch selbst holen können. Oder der Stürhofer."

Ja. Und schade, daß sie Dich nicht zur Aus­hilfe gebeten haben."

Wenn ichs angenommen hätte"

Na, vielleicht hätte der Bauer mit 'm Kraft­wort nachgeholfen," erinnerte er sie an ihre Ab­hängigkeit. Hatt'st aber spionieren können."

Das besorgst Du ja jeden Abend. Ob sie nu schon tanzen?"

Wer? Der Dauer und die Stür?"

,Der Bauer wird sich nicht wegwerfen."

»Nee. Du tät'st eher."

Sie hielt an sich.

Ob so 'ne Stropuppe überhaupt tanzen kann?"

Na, bester als Du schon."

Ich möchte sie mit Dir walzen sehen!"

Warum nicht? Hochnäsiger als Du kann sie zu mir auch nicht sein."

Ich? Ich schau mir bloß meine Leute an."

Hast Du mich schon angesehen?"

Immer stellst Du Dich hin! Eibts denn keine anderen?"

Für Dich!«

,Zür mich auch."

Ja, den Bauern. Da kannst Du warten, bis Du schwarz wirst. "

Ich spreche von der Hochzeit; Du kriechst um mich rum. Mußt Du Dich immer im Kreise dreh»? Hast Du den Jochen Kukusch gekannt, den Jäger? Der sagte, so 'ne Wildzeug, daß wechselt immer in dem gleichen Knickloch, bis M einer in den Hinterhalt legt und es tot- schießt. Und dadurch unterscheidet sich der Mensch von der» Viehzeug, daß er nicht dumm ist. Bloß, Du machst es ebenso und kommst immer wieder auf den Fleck, von dem Du eben weggestolpert bist."

Das kannte er: wenn sie zu witzeln anfing, kam er nicht mit, ,

ist aber der Export, worauf auch schon der sehr linksstehende Profestor Sombart hingewiesen hat, für das Gedeihen unserer Industrie nicht die Hauptsache, sondern der heimische Markt, das wird auch durch diese Untersuchung be­stätigt.

Durch zahlreiche Urteile von Handelskam­mern belegt es Dr. V., daß der Aufschwung der neunziger Jahre ganz wesentlich vom heimischen Markte ausgegangen ist. Er beweist dies, so­weit eine Statistik vorhanden war, auch durch die Absatzverhältniste einzelner Industrien.

Schließlich weist er nach, daß in den Jahren des industriellen Niederganges, der 1900 be­gann, der Außenhandel zwar seine Aufgabe, den heimischen Martt zu entlasten, einiger­maßen erfüllt hat, am allerwenigsten aber der Außenhandel nach den Vertragsstaaten. So steigerte sich die Ausfuhr nach den Vertrags­staaten 1900 nur um 4,8 pCt., nach den übrigen Staaten aber um 12,1 pCt., eine Entwicklung, die in den weiteren Krisenjahren einen ähn­lichen Verlauf nimmt. Also auch da zeigt sich kein Segen der Verträge für die Industrie.

Das Eesamtresultat ist demnach etwa so zu formulieren: Die Verträge haben der Land­wirtschaft geschadet, ohne daß für die Industrie ein solcher Nutzen herausgekommen wäre, daß dadurch für die gesamte Volkswirtschaft ein Ge­winn erzielt worden wäre.

Wenn trotzdem in dieser Zeit ein indu­strieller Aufschwung möglich war, so lag das daran, daß die Landwirtschaft in immer stär­kerem Maße sich der intensiveren Wirtschafts­weise zuwendete, mehr Maschinen, mehr Werk­zeuge, mehr Chemikalien brauchte, daß große Eisenbahnbauten vorgenommen wurden, daß in der elektrischen Industrie ein neuer industrieller Zweig entstand.

Aus die Dauer aber ist natürlich der Auf­schwung eines Zweiges unserer Volkswirtschaft unmöglich, wenn der andere sich in fortgesetzter Notlage befindet. Deshalb liegt es auch im Jntereste des Industrie, sich den wichtigsten Faktor des heimischen Marktes, eine kräftige und gesunde Landwirtschaft, zu erhalten.

Das Erdbeben in Kalifornien.

San Francisco ist zum Teil Trümmerhaufen, zum Teil ein großer Bauhof, und Oakland ist auaenblicklich als die Metropole der pacifischen Küste zu betrachten. Man hat dort ein großes Zeltlager aufgeschlagen. In den Zelten befinden sich die Frauen, Kinder und Verletzten. Alle arbeitsfähigen Männer, die San Francisco nicht als Wohnort aufzugeben gedenken, kehren dort­hin zurück, um mit dem Neubau ihrer Wohn­ungen zu beginnen. Die in San Francisco vor­handenen Häuser können etwa 75 000 Menschen aufnehmen. In Oakland fanden 50 000 Flücht­linge freundliche Aufnahme. Weiteren 50 000

Bester dumm als schlecht," sagte er nur tückisch.

Ob der Bauer wohl später kommen wird?" Die Frage paßte ihm.

Kannst nicht selber auch an Kukusch und das Viehzeug denken?" hielt er ihr entgegen.Du drehst Dich immer blök um den! Vielleicht bleibst Du auf, bis er da ist?"

Aber sie blieb nicht auf, und früher , als er gedacht hatte, war auch er in seiner Kammer.

Dumme Pute!" knurrte er mißlaunig.

Am folgenden Nachmittag hatte der Orts- krämer mit allerlei Neuigkeiten von der Hoch­zeit aufzuwarten, als die Mamsell vom Hoyerhof zum Einkäufe zu ihm kam.

Na, daß es hoch hergegangen ist, das können Sie sich wobl vorstellen, Mamsell."

Haben Sie schon was davon gehört?" fragte Johanna Dierksen.

Nu, so Verschiedenes. Zucker?"

Er bediente die gute Kundin eifrig und sprach so zwischenhin.

Sie noch nicht? Na, der Bauer wird ja nicht davon reden. Es soll aber einen Auftritt gegeben haben. Mamsell der Stürhofer soll ganz aus der Haut gewesen sein."

Ja, warum denn?"

Ich weiß es aus guter Quelle, Mamsell," hob der Kaufmann hervor.Wie ein Wilder ist der nach Hause gerast."

Der Stür?«

Grad der. Und das junge Paar ist dann nachgefahren. Festhalten haben sie ihn mästen, sonst hätte er sich an Ihrem Bauern vergriffen."

Mit dem hat er Str.eit gehabt? Ja, wieso denn?" fragte die Mamsell erkünstelt harmlos.

Tcha, warum?" Ein Achselzucken des Aus- und Einpackenden.Ahnen Sie wirklich nichts? Dann überlegen Sie mal: die Tochter von dem, die Karen, hie ist nachher bei den Fred^iksen tzeblieben." - ' '

wurden in improvisietten Lagern untergebracht. 25 000 wurden nach anderen kalifornischen Städten befördert. Die Flüchtigen erhalten Freibilletts zur Fahrt nach irgend einem Puntte der Vereinigten Staaten.

Ein aus San Francisco nach Los Angeles geflüchteter Journalist erzählte dort, daß eine Frau von einem Posten erschaffen wurde, weil ffe dem Verbote des Bürgermeisters zum Trotz da­rauf bestand, in ihrer Wohnung ein Feuer zu machen. Ein Spezereiwarenhändler, der über­triebene Preise verlangte, erhielt von den Sol­daten den Befehl, zu billigeren Preisen zu ver­kaufen. Er verschloß und verbarrikadierte darauf seinen Laden und weigerte sich, überhaupt zu ver­kaufen. Ein Soldat schlug die Tür ein und kam mit dem Händler sowie mit besten Frau und sei­nem Sohne in Streit. Andere Soldaten kamen ihm zu Hilfe und schaffen die ganze Familie nie­der. Männer, die sich im Golden Gate-Park an Frauen vergriffen, wurden ohne jedes Verhör hingerichtet. Eine Zeitung in Washington schil­dert folgenden Vorgang: Zwei Soldaten hörten gellende Hilferufe und fanden ein junges Mäd­chen mit einem Manne ringen. Sie führten den Mann in einen weniger besuchten Teil des Par­kes und zwangen ihn dort, ein flaches Grab zn graben. Als er mit seiner Arbeit fertig war, streckten sie ihn durch einige Schüsse nieder. Sie scharrten etwas Erde auf die Leiche und befestig- ten auf dem Grabe eine warnende Inschrift für andere.

Newyork, 26. April. Trotz der von San Fran­cisco ausgehenden Dementis erlitt die Stadt feit dem letzten Mittwoch noch mehrere neue Erd. erschütternngen, von denen die stärkste, gestern Nachmittag, nicht mehr abgestritten wird. Diese tötete eine Frau, verletzte viele, stürzte die noch stehengebliebenen Mauern um und versetzte die Bevölkerung in eine neue Panik, sodaß sofort der Strom der Flüchtlinoe wieder anfchwoll. Die Banken glauben einen Ausweg gefunden zu ha­ben, indem sie den Depositaren geringe Beträge, höchstens fünfhundert Dollars für jeden, monat­lich auszahlen. Sie verlangen von der Legis- latur besondere Gesetze betreffs Fristverlänger­ung der Wechsel und sonstiger kaufmännischer Papiere.

Die NewyorkerTimes" veröffentlichen ein Interview, in dem es heißt, die San Franciscoer Behörden unterdrückten die Informationen be­treffs der wirklich Getöteten sowie anderer Um­stände. Die Totenzahl beträgt tatsächlich nach Ansicht von Personen, welche die Ruinen durch­forschten. fünftausend.

San Francisco, 26. April. Der Gouverneur erklätte sich damit einverstanden, daß die gesetz­gebende Versammluno von Kalifornien zu einer außerordentlichen Session einberufen wird, um die Ausgabe von Schatzscheinen seitens der Stadtverwaltung zum Zwecke des Wiederauf, Baues der Stadt zu genehmigen. Der Vervfieg- ungskommisfion werden Lehensmittel so reichlich überwiesen, daß es schwer hält, solche, die ver­derben können, zu bewahren. Der Bürgermeister ordnet an, daß die Mitglieder des sogenannten Bürgerschutzkomitees, wo solche betroffen wurden.

Darin sah sie noch nichts Auffälliges.

Nicht?" fragte der mit seinen Ucberraschun- gen haushälterische Krämer.Aber wenn sie die Schuld gehabt hat? Und wenn sie noch da ist? He? Und wenn der Stürhofer sie übsrhaup: nicht wieder haben will? Na, dann? Fällt

Ihnen da immer noch nichts ein?«

Es begann leise in ihr zu dämmern.

Hat die auch was mit Behrend gehabt?" fragte sie beklommen.

Ah, sehen Sie, da kommts! Natürlich hat sie. Manche Weiber sind wie der Vach; da kann man bis auf den Grund nuntersehen. Und ander« wieder sind wie Seifenwaffer; da find bloß die paar Blasen oben durchsichtig. Zu denen gehört die Stür tcha, ja. Die ist Ihrem Bauern spinnefeind gewesen. Nicht? So Hais alle Welt angenommen. Aber das waren bloß die Seifen­blasen oben. Und die find nun geplatzt, Mcn- sell, und nu stehts anders aus aber ganz anderst Feind? Verliebt ist sie! Ganz höllisch oerliebtt Und hals gleich allen gezeigt. Ist mit ihm grav vor sic alle hingetreten. Und der Spektakel von dem Alten! Enterbt hat er fie, verstoßen! Und der Hartschädel >etzt das durch. Aber Achtung vor Ihrem Bauern, Mamsell, alle Achtung! Der will den Mammon gar nicht, der will bloß das Mädchen. Ah, etn Ebremnann ist er doch so handelt so einer Und wenn er auch selbst ge­nug hat sonst heißts doch immer wo Tauben find, da sollen die auch zufliegen... Mal ehrlich^ Mamsell: Sie haben noch nichts gemerkt an Ihrem Bauern? Nichts? Na, da kann er den Mund halten und ich habe natürlich auch nichts verraten. Das schwirtt ja so tum..... Nichts mehr? Na, macht zusammen--. Ein

Täfelchen Stollwerck darf ich doch beilegen. Kom­men Sie bald wieder, Mamsell-

Cie ging, als schleppte fie Ketten an deU Seinen,

Wortketzuna folgt)