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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.;

Sonntagsbeilage: Alluktrirtes Sonntaasblatt.

Jts. 96

Vierteljährlicher Bezugspreis, bet btt ExpÄition 2 ML, bet allen Postämtern 2,25 ML ^ejcl. Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile ober oeren Raum 10 Pfg.

Neelamen: die Seile 25 Psa.

Marburg

Donnerstag 26. April 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UntversitätS-Duchdruckerei 41. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon o5.

Zweites Blatt

deutsche Kosonien.

Ostasrika. Der neue Gouverneur ?iaer^Ibrän^^^"berg war in den neun- Ä» °L°° *;äÄe" sich durch seine s e st e u n d e n e t a i s cb - r tung große Verdinste erworben.^ D^ese^seine Haltung imponierte auch den Engländern die dafür ein gewisses Lerständnis haben und' nur über Anzeichen der Schwäche die Achseln zucken. DieLeipz. Reuest. Nachr." erzählen von der damaligen Wirksamkeit des neuen Votschasters folgende hübsche Geschichte:

. ,.Als man in Sangbar darüber verhandelte, )vie man im Juni 1897 das Jubiläum der- tllgin Viktoria feiern sollte, forderten die Eng- tander, alle Häuser sollten englisch flaggen, der deutsche Konsul setzte es jedoch durch, daß jeder Maatsangehörige mit feinen Landesfarben

Deutsche Studenten aus Rußland.

Der Berliner Hilfsausichuß für die notlei­denden Deutschen Rußlands hat bisher etwa 500 000 Mark an Spenden erhalten und hiervon bereits über 400 000 Mark an Unterstützungen verausgabt. 100 000 Mark sind als Reserve­fonds mit einmonatlicher Kündigung zinsbar angelegt, sodaß nur noch 100 000 Mark zur Ver­fügung stehen, welche im Laufe dieses Monats voraussichtlich verausgabt find. Von den er­wähnten 400 000 Mark haben die baltischen Ost­seeprovinzen rund 200 000 Mark erhalten, wäh­rend 50 000 Mark in alle Teile des russischen Reiches an notleidende Deutsche gesandt wurden.

Im Deutschen Reiche wurden 150 000 Mark an Unterstützungen verausgabt, von denen der Hilssausschuß zu Ostrowo, Provinz Posen, allein 100 000 Mark erhielt. Ueber Ostrowo ergießt sich nämlich der Strom der aus Russisch-Polen rückwandernden Deutschen, deren es dort etwa eine halbe Million gibt.

In den Ostseeprovinzen Livland, Kurland, Estland wohnen mit über zwei Millionen Esten und Letten etwa 170 000 Deutsche, davon auf dem Lande nur etwa 35 000. Diese ältesten deutschen Kolonien haben durch die russischen Wirren besonders schwer gelitten. Annähernd 400 Güter sind zerstört worden und damit viele tausend Deutsche, landwirtschaftliche Angestellte mtt ihren Familien brotlos geworden. Auch der deutsche Gewerbetreibende in den baltischen Städten hat mangels Kundschaft seinen Betrieb sait ganzltch einstellen und von seinen Erspar- ntiien leben müssen. Da diese allmählich auf- gezehrt sind, nehmen täglich mehr Familien die v'ife der verschiedenen Notstandskomitee in An- '.p/uch. Em (Mlde dieser schrecklichen Zustände ist noch gar nicht abzusehen.

Um so bewundernswerter ist es, daß die Bal­ten in diesen schweren Zeiten auch die idealen Guter nicht vergesien. Ueberall ist man eifrig bestrebt, deutsche Schulen ins Leben zu rufen, nachdem die veränderte russische Gesetzgebung hrerfur freie Bahn geschaffen hat. Auch für die baltischen Studenten wird nach Kräften gesorgt da die russischen Hochschulen, insbesondere Dor­pat und Riga, vorläufig noch geschlossen bleiben

Unter Aufwendung von etwa 40 000 Mark $as baltische Zentralnotstandskomitee baltische Studenten auf reichsdeutsche Hochschulen, wo sie das größte Entgegenkommen finden. Die Profefforen der Universitäten Königsberg, Greifswald, Berlin haben bereits Stundung der Kollegiengelder auf 6 Jahre ge­wahrt.

Zahlung derselben wird voraussichtlich a.aoch zu begründende Fonds erfolgen, aus dem pa.ere Generationen baltischer Studenten unter, tugt werden sollen. Das preußische Kultusmini- rerium hat in dankenswerter Weise 5000 Mark baltischen Studenten auf den genannten KnVrx n Universitäten beigesteuert und den va Studierenden auf preußischen tech- lassen" $oc^uIcn bie Kollegiengelder völlig er- . Da seitens des preußischen Staates allen in- wige der russischen Wirren nach Deutschland lammenden bedürftigen Deutschen freie Bahn- worden ist, so ist die gesamte preußischen Staates auf mindestens 100 000 Mark zu veranschlagen.

^.ertragenden kommerziellen, so- Ä L Bedeutung, welche die Er-

?es Deutschtums in Rußland für das bat, sollten daher alle deutschen Kretse btnaebend bemüht sein zur Linderung der leiblichen und qchstigen Rot un- Itaoen ^eut,^ert Volksgenossen freudig beizu-

flaggte. Er besorgte in aller Heimlichkeit in Dar es Galant so viel schwarz-weiß-rotes Flag­gentuch, als aufzutreiben war, und am Festtage erlebten die Engländer ein eigenartiges Schau­spiel. Da die hauptsächlichsten Handelshäuser in Sansibar deutsche sind und diese von oben bis unten in schwarz-weiß-rotes Tuch einge­wickelt waren, so präsentierte sich die Strand­linie der englischen Kolonie von der See aus gesehen als ein fast ununterbrochener Streifen von Schwarz-Weiß-Rot. Ein interesianter Epi­log zum Sansibar-Vertrag! Aber die Eng­länder, die viel Sinn für einen grotesken Hu­mor haben, nahmen Freiherrn v. Rechenberg diese eigenartige Huldigung zu ihrem natio­nalen Fest nicht Übel, sie feierten den Jubi­läumstag sehr ausgibig unter der deutschen Flagge, sie wußten aber: der Mann ist auf dem Poste n.

Unter diesen Umständen hat man in Berlin einen außerordentlich guten Griff getan. Hof­fentlich läßt man dem neuen Gouverneur auch die nötige Bewegungsfreiheit, damit er es auf seinem Posten aushält.

Rußland. Im Notstandsgebiete herrscht ein solches Elend, daß es sich nicht mehr verbergen läßt und das öffentliche Jnteresie trotz des Wahl­kampfes und der gespannten Erwartung des Zu­sammentritts der Reichsduma in erhöhtem Maße in Anspruch zu nehmen beginnt. Aus den Gou­vernements Rjasan, Kasan, Charkow, Ssamara, Simbirsk und anderen Orten laufen fortgesetzt Unglücksbotschaften ein. Es fehlt an Brot und an Feuerung, sowie an Futter für die Haustiere. Die Bauern hungern bereits seit Wochen, sie haben weder für sich, noch für ihr Vieh Nahrung übrig. Letzteres fällt vor Entkräftung, soweit es nicht für Schleuderpreise verkauft worden ist. Es ist selbstverständlich, daß unter solchen Um­ständen der Typhus und Skorbut ihre Schreckens­herrschaft bereits angetreten haben und zahl­reiche Opfer fordern. In erster Linie fallen die Kinder den Seuchen zum Opfer. Dann kommen Greise und Greisinnen an die Reihe. Es werden aber auch starke, kräftige Männer von den Krank, heiten ergriffen. Die Not ist allenthalben groß und die Mittel zum Helfen sind sehr gering. In Petersburg hat sich ein Komitee gebildet, das Sammlungen veranstaltet und bereits manche Summen den Notleidenden zugesandt hat. Aber diese Mittel reichen lange nicht aus, namentlich da die Regierung und die Landschaften sich in verhältnismäßig geringem Maße an der Hilfe beteiligen. Was man bisher über die Zustände in den Provinzen gehört hat, läßt die Vermut­ung zu, daß man es mit einem Notstände zu tun hat, der dem Notstände vom Jahre 1892 gleich­kommt. Damals wurde bie jährliche Sterblich­keitsziffer um etwa 600 000 vermehrt. Daskon­stitutionelle" russische Volk und die freisinnigen Parteien des Zarenreiches kümmern sich indes anscheinend ebenso wenig um die Hungernden, wie die Bureaukratie des Absolutismus.

China. Der revidierte englisch-tibe­tanische Vertrag ist in Peking unter­zeichnet worden. Er setzt fest, daß England und Tibet das chinesische Prokterat über Tibet aner­kennen. Großbritannien ist verpflichtet, in die inneren Angelegenheiten Tibets nicht einzu­greifen, außer wenn dies andere Mächte tun. China erklärt sich damit einverstanden, mehrere tibetanische Märkte dem indischen Handel zu öff­nen, Telegraphenlinien in Tibet zu bauen und Großbritannien bei der Erteilung von Eilen­bahnkonzessionen in Tibet zu bevorzugen. Fer­ner willigt China ein, 2 40(1000 Taels Entschä­digung für die Kosten der britischen Expedition nach Lhasia zu zahlen.

Marburg und llinq^eub.

(Nachdruck aller Origmalartikel ist gemäß § 18 deS Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe Obcrhcff. Ztg." gestattet)

vParhurg, 25. April.

* Der kaufmännische Beruf. Der Deutsch­nationale Handln ngsgehilfen-Verband Hamburg versendet durch seine Verwaltung für sozial­politische Angelegenheiten folgende Mitteilung: Es ist in den letzten Tagen eine Nachricht durch bie Presse gegangen, welche bie Eltern unb Be­rater der jungen Leute, die vor dem Eintritt in das Berufsleben stehen, davor warnt, ihre Pjlegebefohlenen den technischen Berufen zuzu- fuhren. Dabei wird empfehlend auf den lauf» ?^nn.Uc$en Beruf verwiesen, weil dort die Ver­hältnisse wesentlich günstiger seien. Im Hand- lungsgehilfenstanbe herrscht ebenfalls ein über­aus druckenbes Ueberangebot von Arbeitskräften.

Veröffentlichung bes Kaiserlichen Statistischen Amtes im Reicharbeitsblatte über bte Stellenvermittlung von 42 kaufmännischen

Verbänben unb Vereinen standen im vierten Vierteljahre von 1905 18 529 angemelbeten Stellen 23 306 Bewerber gegenüber. Am letzten Tage des Vierteljahres waren noch 8963 Bewer­ber vorhanden, bie roeber burch bie Vereine, noch auf anbeiem Wege Stellung gefunden hatten, von ihnen waren 2750, rund ein Drittel stellen­los. Wenn man berücksichtigt, daß bie Stellen­vermittlung bei Verbänbe unb Vereine nur ben kleineren Teil bes kaufmännischen Arbeitsmark­tes umfaßt, unb bas Angebot auf Zeitungsge­suche noch weit größer ist, so läßt sich ermessen, baß bie kaufmännischen Angestellten keineswegs auf Rosen gebettet sind. Es ist besonders zu be­rücksichtigen, daß die Frauenarbeit im Handels­gewerbe mehr und mehr um sich greift, weil die jungen Mädchen durchweg für bedeutend niedri­gere Gehälter arbeiten als die Männer. In manchen Betrieben wird außerdem noch mit einer sehr erheblichen Zahl männlicher Lehr­linge, oft ohne einen einzigen Gehilfen, gear­beitet. Alles in allem kann vor übertriebenen Hoffnungen auf den Kaufmannsstand nur ge­warnt werden."

* Mißstand im Handel mit Gemüsekonserven. Auf einen sehr großen Mißstand, der sich'im Han­del mit Konservengemüse geltend macht, wurde von der Hamburger Detaillistenkammer kürzlich hingewiesen. Der Inhalt bet Blechbosen muß nach ber ganzen Herstellungsmethobe naturge­mäß neben bet eigentlichen Wate auch aus Wasser bestehen, ba alle Gemüse an unb für sich stark wasserhaltig sinb. Nach ben Untersuchungen ber obengenannten Kammer machte bas Gewicht ber Wate allein in günstigsten Fällen 72 Ptoz. bes Gesamt-Nettogewichts aus, so baß bann 28 Ptoz. auf ben Wasserinhalt entfielen. Häufig ober stieg ber Anteil bes Wassers bis auf über 50 Proz. bes Nettogewichts, wobutch natürlich ber Gebrauchswert ber Ware entsprechet hetab- gedrückt wat. Es wäre im Fnteresse ber Konsu­menten wie in bemjenigen des reellen Hanbels, ber heute unter ber nur scheinbar billigen Kon­kurrenz ber allzu stark wasserhaltigen Ware sehr zu leiben hat, dringend wünschenswert, baß hier allgemeingültige Vorschriften barüber erlassen würben, welcher Höchstgehalt von Wasser in sol­chen Gemüsekonserven enthalten sein darf. Frei­lich wirb es eingebender Erhebungen bei den Herstellern solcher Konserven bedürfen, um hier zu einem richtigen Urteil zu kommen.

* Adoptionsschwindler. Das Berliner Po­lizeipräsidium teilt uns mit: Seit einiger Zeit geben bei ber Polizei in Berlin unb ben ver- fchiebensten Orten im Deutschen Reiche Anfragen Veschwerben unb Anzeigen ein über Schwindel mit Adoptionsangeboten aus London. In vie­len Zeitungen, auch Provinz- und Lokalblättern, finden sich häufig Inserate, baß Kinbet mit hoher Abfinbungssumme ober beträchtlichem Pflegegelb zu vergeben seien. Die Angebote sinb nach London zu richten. Wer sich auf ein sol­ches Inserat melbet, bekommt ein gebrücktes ober hektographiertes Schreiben, worin ihm alle mög­lichen Vorteile versprochen werben, unb et, ba­nnt eine Auskunft über seine persönlichen unb moralischen Eigenschaften eingeholt werben könne, um Einsendung eines bestimmten Be­trages, meistens 3 ober 5 Mark, ersucht wirb. Wer bies Gelb abschickt, erfährt nichts mehr in ber Angelegenheit. Es ist ihm auch nicht zu hel­fen: benn eine Strafverfolgung kann, ba bie Tä­ter im Auslande leben, Ausländer sinb und ihre Inserate im Auslände aufgeben, nicht stattsin- ben, unb eine Zivilklage erscheint nicht minder aussichtslos. Bei diesen Inseraten sinb bisher bie Namen Hill, Jones, Parker, Terni, als bie ber Aufgeber bekannt; bas Treiben bietet Leute muß, ba sich so viele bamit befassen, bte durch ihre zahlreichen Inserate große Unkosten haben, recht gewinnbringend sein. Es wird unter allen Umständen denienigen, bie nicht Gelb auf unreelle Weise einbüßen wollen btingenb ge­raten, sich auf solche Zeitungsanzeigen aus Lon­bon nicht einzulassen.

Vermischtes.

Mannheim, 23. April. Der Wirt Peter Hornig im Vorort Neckerau hatte einen schweren Kampf mit einem Bernharbiner zu bestehen, bet ihm zur Dressur übergeben worben war. Das wütenbe Tier riß Hornig bte Kleiber vom Leibe unb zerfleischte ihm ben rechten Ober­schenkel. Ein Schuß, ber bas Tier tötete, be­freite schließlich ben Wirt, der schwerverletzt durch den Sanitätswagen ins Allgemeine Krankenhaus überführt wurde.

Totgau, 23. April. Hebet bas furchtbare BranbunglLck, bas, wie bereits kurz ge- melbet. hier bie katholische Kirche unb Schule eingeäschert unb fünf Menschenleben vernichtet hat, teilt berL.-A." noch folgen­des mit: Mit großer Gewalt loderten plötzlich in fünfter Ftühstunde die Flammen aus den Ge­bäuden hervor; Anstaltsräume, Pfatrwohnung und Kirche wurden in kürzester Frist in feurige Lohe eingehüllt. Für die 31 Personen, bie in den

Wohngebäuden ber Ruhe pflegten, ben Pfatter sechs Diakonissinnen unb 24 Kinbetn, war ei ein entsetzliches Erwachen, als ptasselnbe Flam­men unb etstickenbet Rauch sie aus bem Schlaf emporschreckten. Dem Pfatter, ben Diakonissinen unb 14 Kinbetn gelang es, burch bas untere Er­schoß ben Weg ins Freie zu finben. Acht Kinder holte die Feuerwehr, die sich vom Nachbatgtund' stück her Bahn schuf, unter äußerster Lebensge­fahr aus dem brennenden Hause; sämtlich waten bie Kleinen bewußtlos, aber es gelang bet Kunst bet Aerzte, wenn auch nach einstündigem Mühen, bie Kinder zum fieben zutückzutufen. Sechs müssen allerdings einstweilen noch, ba sie stark unter ben Nachwirkungen ber Rauchvergiftung leiben, im Krankenbause bleiben; bei zweien von ihnen, einem Knaben und einem Mädchen, ist es noch zweifelhaft, ob die Aetmsten die Per- giftung überstehen. Von jenen sechs Dioko ns« sinnen, die schon das Freie erreicht hatten, sollten zwei bas Opfer ihrer Menschenliebe werben. Die beiden, Schwester Christine Kies (mit bem Otbcnsnamen Connexa) aus Outtop unb Schwe­ster Opteta (ihr bürgerlicher Name Klara Etatz- felb aus Viesen) bemerkten, daß zwei ber Pfleg­linge fehlten unb eilten in bas brennenbe Haus zurück. Sie kehrten nicht zurück. Als das Ge­bäude in Trümmer gesunken wat und die Feuerwehr ben Schuttbaufen aufräumte, fand sie bie beiden heldenmütigen jungen Frauen, die eine 24jähtig, die andere 29 Jahre alt, als verkohlte und zerschlagene Leichen. Die eint, Schwester Opteta, hielt die Leiche eines ber ver­mißten Kinbet, bes neunjährigen Moritz Rei­chenbach aus Halle, im Atm; bas anbete ver­mißte Kind, bie zwölfjährige Maria fiobiga aus Potsdam, lag verkohlt daneben. Anderthalb Stunden nach Ausbruch des Feuers stürzte der Kirchturm in sich zusammen. Wie das Feuer entstanden, weiß niemand. Es heißt, schon am Vorabend, am Freitag, sei ein brenzlicher Geruch in den Gebäuden bemerkt worben, aber man glaubte, er rühre vom Schornstein her, unb be­ruhigte sich. Das viele Balkenwerk ber Häuser bot ben Flammen reiche Nahrung.

Wilhelmshaven, 24. April. An bi« auf Schiffen bet ostasiatischen Station unb im Schutzgebiet Kiautschou befindlichen Matinean- gehötigen können Privatpakete zu ben bekann­ten Vetsenbungsvatschtiften kostenlos geschickt werben, wenn sie bet Spebitionsfirma Matthias Rohbe u. Co. in Hamburg bis zum 5. Mai ge­liefert werben.

Bukarest, 24. April. Die deutsch-evang. Mäbchenschule in Bukarest sucht sobald als mög­lich eine Industrie- und kaufmännische Lehrerin. Gehalt 80 bis 100 Mark monatlich und freit Station. 28 Pflichtstunden und einige Auf sichtsstunben im Internat. Freie Reise, nack btei Iahten freie Rückreise. Bewerbunge, tüchtiger, gesunbet unb unbescholtener Lehr träfte sind nur zu richten an bie fiebreroermitt» lungsstelle bes Allg. Deutschen Schulveteins, Berlin W. 62, Lanbgtafenstr. 7.

Vom Büchermarkt

**Lehrmeister im Garten unb Kleintierho f", Verlag Hochmeister u. Thal, Leipzig (Deutsche Postzeitungsliste Nr. 4656), vierteljährlich 1.12 Mk. inkl. Bestellgeld frei ins Haus.

** Die Park- unb Walbanlagen von Bab-Nauheim nebst einigen Aus­flügen in bie Umgebung des Bades von G^- herzoglichen Forstassessor Dr. Weber zu Bad- Nauheim. Eine fleißige Arbeit, welche alles Wissenswerte über das Bad und feine Um­gebung, sowie übet die Ausflüge in ben Taunus unb bie Wettetau in übersichtlicher Zusammen­stellung enthält. Dem Werk ist eine seht sorg­fältig gearbeitete Karte beigegeben, welche so­gar v o n M e t e t z u M e t e t bie Beschaffenheit bet Wege, könne bie Steiaungen angibt, ein Um» staub, welcher namentlich bem Wunsche bei zahlreichen Kurgäste entsprechen dürfte.

Bnchbiaa<rei u, Einrahmung v. Bilder?

♦♦ Barfüssersträsse 2! ♦♦

J. Schulz.

KeschäMicke Mitteilung.

Die hohen Butter- und Fettpreise halte» länger an als man erwarten konnte, unb noch ist keine Aussicht vorhanben, baß Re -uriickoehen werben. Dieser Zustand hat sich bei der Oster- bäcketei wieder in sehr unangenehmer Weise bemerkbar gemacht. Da erscheint es an der Seit auf ein Fett aufmerksam zu machen, das von ber allgemeinen Teuerung nicht berührt wird, weil es kein tierisches Produkt, sondern ein reines Pflanzenfett ist. Wit meinenPalmin", das immer mehr in Ausnahme kommt unb bas wirklich zum kochen, braten unb backen in ganz hervorragender Weise geeignet ist, ______<