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Erscheint wöchentlich sieben tttu.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UmvcrsttätS-Buchdruckerei 41. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Mittwoch 4. April 1906.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage: Allustrirtes Ssnntaasblatt.

Vierteljährlicher Bezugspreis, bet ott Expchitwn 2 2JIL, « » WQ btt allen Postämtern 2,25 M. vejcl. Bestellgeld).

" Jnserttonsgcbiihr: die gespaltene Zelle over ocren Raum 10 Pfg.

Neclamen: die Zeile 25 Pso.

Erstes Blatt.

Neueke Telearamnie.

Berlin, 3. April. Der Kaiser hat, nachdem die Einigung auf der Marokkokonferenz erreicht war, an Radowitz und Tattenbach Telegramme geschickt, die seine Anerkennung aussprechen.

Berlin, 3. April. DerStaatsanzeiger" ver­öffentlicht das Gesetz betreffend die Feststellung des preußischen Staatshaushaltsetats für 1906 vom 31. März.

Berlin, 3. April. Auf dem Weltpostkongreß, der am 7. April in Rom tagen wird, ist Deutsch­land durch den Staatssekretär des Reichspost­amtes Kraetke, den Kaiser!. Geh. Ober-Postrat und vortragenden Rat im Reichspostamt Knof und den Direktor im Reichspostamt Eieseke ver­treten. Von den Beratungsgegenständen sind die Herabsetzung und Vereinfachung bei der Be­rechnung der Vergütung im Transitverkehr, so­wie die sehr wichtige Frage der Stimmvertei­lung im Weltpostverein von beachtenswerterster Bedeutung. Deutschland, England und die Ver­einigten Staaten werden eine Stimmenzahler­höhung beantragen.

Posen, 3. April. Zu Mitgliedern der Schul­deputation wurden kürzlich in Enesen zwei Polen gegen die Deutschkatholiken gewählt. Die Regierung hat die Wahl nicht bestätigt. Die Neuwahl erfolgt demnächst.

Paris, 2. April. Auf der Deutschen Bot­schaft fand ein intimes Diner statt, an dem der frühere Präsident Loubet, seine Gemahlin, seine Tochter Madame de St. Prix, und sein Sohn, der Rat des Rechnungshofes Paul Loubet, fer­ner General Dubois, General Faure-Diguet, sowie der Chefs des Protokolls und andere teil­nahmen.

Paris, 2. April. DerPetit Parisien" ver­öffentlicht ein Londoner Telegramm, wonach Italien die Absicht haben soll, gleich nach der Erledigung der Marokkofrage die Frage über Tripolis aufzurollen, um von Europa seine Rechte auf dieses Land anerkennen zu lasten. Von Frankreich und England habe Italien keine Schwierigkeiten zu befürchten, nur glaube man, das; cs seitens Oesterreichs und Deutschlands Widerstand finden werde.

Belgrad, 2. April. Die in Wien verbreitete Nachricht, daß der König dem Throne zu ent­sagen plane, entbehrt, wie von zuständiger Seite gemeldet wird, jeder Grundlage und ist eine tendenziöse Erfindung.

Rewyork, 2. April. Nach einer Meldung derWorld" finanzieren Newyorker Kaufleute eine neue Revolution gegen Castro.

13 _ (Nachdruck verboten.)

. An der dänischen Grenze.

Nomau von Dietrich Theben.

(Fortsetzung.) -

Mit Dir ist nicht zu reden ich sage bald gar nichts inehr."

Das wäre vielleicht nicht unklug, Schwester­chen", dämpfte er.Du hast auch kein rechtes Glück damit, denn Scheuklappen laß ich mir nun doch mal nicht Vorreden. And wenn ich den Behrend treffe das kann ich Dir verraten: ich werde ihn mir anschauen, wie er ist, und nicht, wie Du ihn Dir und mir vorgestellt hast. Ob der Vater in der Stube ist?" Ja Sie stutzte und r' *rte ihn forschend an.

Was willst D- r dem?"

Ehrlich Wort, mein Deern."

Was willst Du damit sagen?"

'Du kannst Zeuge sein. Komm mit!"

1 Das tat sie widerstrebend.

Sven Stür saß an seinem alten Schreibzylin- der mit Revolverschluß und las in einem Pa­pier, das eine Versicherungspolize zu sein schien.

Störe ich Dich, Vater?" fragte Ocko.

Nein. Ist was?"

In der Wirtschaft nicht. Vater, ich möchte zu Jürs Tofohr hiniibergehen."

Der Alte drehte sich ihm voll zu und fragte erstaunt:Hältst Du so unsere Abmachung? Ha­ben wir nicht vereinbart, daß Du Deine Freiheit Haben sollst wie ich? Was fragst Du mich?"

Vater, was hast Du gegen Fürs?"

Der Bauer fuhr ungeduldig auf.

Was? Hältst mich wohl gar für ein Klatsch­weib, das Dich graulich machen soll? Wenn

Der Kaiser in Krefeld.

Düsseldorf, 2. April. Heute vormittag um 8.30 Uhr schied das 2. Westfälische Husaren- Regiment Nr. 11 aus seiner bisherigen Garni­son. Der Beigeordnete Dr. Zahn übermittelte namens der Stadt dem scheidenden Regiment einen in herzlichen Worten gehaltenen Ab­schiedsgruß. Dann setzte sich das Regiment in der Richtung nach Krefeld in Bewegung, ge­folgt von Hunderten von Wagen, Automobilen und Radfahrern.

Krefeld, 2. April. Seit dem frühen Morgen durchziehen bei herrlichem Wetter zahlreiche, ans der Umgebung eingctroffene Vereine mit Musik die Straßen. Während des Vormittags trafen aus verschiedenen Richtungen Extrazüge mit Kriegervcreincn und anderen Vereinen ein. Dir auswärtigen und hiesigen Vereine, sowie mehrere tausend hiesige und auswärtige Schul­kinder bildeten Spalier. Punkt 12.30 Uhr kün­dete Kanonendonner die Ankunft des kaiser­lichen Sonderzuges an. Der Kaiser in der Uni­form des Leibgarde-Hufaren-Regiments ent­stieg dem Wagen mit dem Gefolge. Nachdem der Kaiser zu Pferde gestiegen war, galoppierte er zu dem auf einer Wiese aufgestellten Husaren- Regiment Nr. 11, besten erste Eskadron Parade­uniform angelegt hatte, während die übrigen Eskadrons feldmarschmäßig ausgerüstet waren. Der Kaiser ritt die Front ab und setzte sich, ge­folgt von einem Leibgendarm mit der Kaiser­standarte, an die Spitze des Regiments, um es über die 5 Kilometer lange Feststraße durch die llerdinger- und Rheinstraße in die Stadt ein­zuführen. Der Oberpräsident der Nheinprovinz, Frhr. v. Schorlemer-Lieser begrüßte den Kaiser, worauf die Tochter des Oberbürgermeisters Oehler ein Willkommengedicht sprach und dem Kaiser einen Blumenstrauß überreichte. Der Kaiser reichte der jungen Dame die Hand und dankte ihr mit freundlichen Worten. Hierauf hielt Oberbürgermeister Oehler, dem der Kaiser die Anlegung der goldenen Amtskette gestattet halte, eine Begrüßungsansprache, brachte den freudigen Dank der Bevölkerung zum Ausdruck, hieß das Regiment willkommen, und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser.

Der Kaiser reichte hierauf dem Oberbürger­meister die Hand und dankte ihm mit huldvollen Worten. Anter den begeisterten Zurufen der Bevölkerung ritt der Kaiser sodann an der Spitze des Regiments die Feststraße entlang zum Friedrichsplatz, und von dort aus ging der Zug des Regiments unter Elockengeläute und den sich immer erneuernden Hochrufen einer überaus zahlreichen Volksmenge zu den neuen Kasernements, vor denen der Kaiser den Pa­rademarsch des Regiments abnahm. Auf dem großen Kasernenhofe hatten sich die bei den

ich was hätte gegen ihn würde ich es mit ihm selber ausmachen. Zum Schwarzmachen bin ich mir zu gut. Das schreibe Dir hinter die Ohren, die doch trocken waren, als Du ankamst."

Er glättete das unter feinen Fingern knit­ternde Papier, holte aus einem Fach des Zylin­ders einen Beutel mit Geld und sagte ruhig:

Unsere Brandversicherung ist abgelaufen in ein paar Tagen. Da kannst Du Jürs gleich die Prämie mitnchmen."

Die Agentur hatte Jürs auch vom Vater ge­erbt.

Der Stürhofer zählte den Betrag in Silber­stücken ab und schob ihn dem Sohne hin.So, und nun laß mich in Ruh!"

Karen verließ mit geröteten Wangen das Zimmer und suchte dem Bruder auszuweichen. Bei einem Gang über den Vorflur stellte er sie doch.

Na, Schwesterchen, hat das Klatschfräu- lein gesestcn?" raunte er liebenswürdig.

Sie begann in einer Truhe zu kramen und gab keine Antwort, hörte aber noch, ehe die Tür zu Ockos Stube klappte, ein Lachen und ärgerte sich. Ueber den Bruder, über sich selbst. Sie be­griff nicht, daß der Vater den Besuch nicht ver­bot, daß er gar noch Veranlastung dazu gab. Und die Erkenntnis peinigte ihren Stolz, daß der Vater, ohne es zu wisten, sie gedemütigt hatte. Was er schroff als unter feiner Würde von fi, sigcwicsen hatte, dazu hatte sie sich ge­rade vorher hergegeben. Das wurmte.

Beim Mittagsmahls, das Sonntags getrennt vom Leutetisch eingenommen wurde, schwieg sie. Ocko war um so gesprächiger und lachte sie oft unverhohlen foppend an. Sie sah cs wohl nicht.

Rettungsarbeiten in Courrieres tätig gewese­nen Bergleute aufgestellt, über deren Auszeich­nung an anderer Stelle berichtet ist.

Der Kaiser begrüßte hierauf einen mit seinen fünf Söhnen erschienenen Vater, die sämtlich während ihrer Militärzeit Gefreite geworden sind.

Inzwischen hatte das Regiment Aufstellung genommen. Der Oberbürgermeister Oehler übergab das Kascrnement dem Regiment mit einer Ansprache. Der Kommandeur Oberstleut­nant v. Storch, sagte, indem er versicherte, daß das Regiment auf das Höchste erfreut sei über das prächtige Kascrnement, es werde sich be­mühen, ein gutes Verhältnis zur Stadt Krefeld herbeizuführcn, damit die Stadt und das Regi­ment gemeinsam arbeiten möchten zum Wohle des Vaterlandes.

Der Kaiser richtete hieraus gleichfalls einige Worte an das Regiment, worauf der Komman­deur ein Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Die Kapelle intonierte die Nationalhymne. Es fand eine eingehende Besichtigung der Kasernements durch den Kaiser statt, wobei auch die Erbauer Knoch und Kallmeyer zugegen waren. Der Kaiser begab sich sodann in das Offizierskasino. Im Kasino empfing der Kaiser die niederlän­dische Gesandtschaft, bestehend aus dem Staats­minister Generalleutnant Bergansius, dem Ge­neralmajor Smeding und dem Kommandeur des Husarenregiments in Viels Westenberg. Wäh­rend der Tafel saß der Kaiser zwischen dem Ge­neralleutnant Bergansius und Oberstleutnant v. Storch. Dieser toastete auf den Kaiser, der in einer zweiten Tischrede antwortete und ein Hurra auf die Königin der Niederlande aus­brachte.

Bei herrlichem Wetter begab sich der Kaiser nachmittags 5 Ahr vom Offizierskasino in das Stodttbeater. Der Kaiser-Wilhelm-Bund, die Vereinigung der Gesangvereine Krefelds, trug zwei Lieder vor. Sodann wurde Mosers Lust­spielDas Stiftungsfest" gegeben. Später hielt der Kaiser Cercle. Gegen 7.30 Ahr erfolgte die Abfahrt nach dem Bahnhöfe, die sich zu einer ungewöhnlich begeisterten und herzlichen Hul­digung gestaltete. Die Kirchen, öffentlichen und privaten Gebäude waren prächtig illuminiert. Der Kaiser sprach sich wiederholt äußerst erfreut und entzückt über seinen Aufenthalt aus.

Tas Ergebnis der Konferenz in Aineciros

DieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht einen Artikel betiteltZum Abschluß der Marokko- Konferenz". Der Artikel bespricht eingehend die Vorgeschichte der Marokko-Konferenz anfangend mit den nach dem Krimkriege aufgetretenen durch Palmerston vereitelten Bestrebungen

aber sie fühlte es, und sein Triumph verdarb ihr vollends den Appetit.

Als er bald nach Tisch mit einem neckend in die Küche gerufenenAdieu, Schwester!" das Haus verließ, atmete sie auf, und nahm sich vor, in Zukunft vorsichtiger zu sein.

Ocko schritt durch den Schnee, der Weg und Felder und auch die Dächer mit blendender Weiße überzogen hatte. Dunkel stach das Mauer­werk auf den Gehöften dagegen ab, und schwarz schimmerten in der Landschaft das Netzwerk der noch offenen, eislosen Gräben. Die dichte Flockendecke hatte sich wohl ein paar Zentimeter aufgehäuft: aber sie war feucht und versprach keine lange Dauer. Und ein Feuchtigkeitsgehalt war auch in der Luft, der darauf hindeutete, daß die Frosttemperatur der letzten Tage bald wieder weichen und der graue, wolkenoerhängte Himmel wechselnd mit Regen einsetzen würde.

Eine Springstange hatte Ocko nicht mitgenom­men. . Er hätte dabei wohl den Bogen, der den Fahrweg vom Jebsenschen Kruge an beschrieb, abschneiden können: aber der Nachmittag war ja lang, aus dem Schneeteppich ging es sich weich und angenehm, und so lag ihm nichts daran, ob er ein paar hunderte Schritte mehr oder weniger zurücklegte.

Ein paar Bekannte begegneten ihm, und er wechsette Gruß und Handschlag mit ihnen. Aber mit mehr Interesse als diesen folgte er einem Fremden, der ihn eben hinter Jebsens Gehöft überholte, freundlich grüßend den braunen Schlapphut zog und dann wie er den Weg nach dem Tofohrschen Anwesen nahm. Die hochge­wachsene, kräftige Gestalt siel ihm auf: aber er konnte sie aus seinem Gedächtnisse weder in der näheren noch weiteren Umgebung unterbringen,

Frankreichs, in Marokko festen Fuß zu fassen. Er erinnerte daran, daß dasselbe unter Ignorierung der deutschen Interessen diesen Plan zu verwirk lichen strebte und dadurch den Einspruch Deutsch­lands hervorrief, der sich nicht gegen die englisch­französische Verständigung, sondern gegen die Art richtete, wie Frankreich an die Verwirklich­ung dieses Planes ging. Im Frühjahr 1905, so fährt der Artikel fort, hatte sich eine Konstella­tion herausgebildet, die ernster war, als in der Oeffentlichkeit bekannt war. Der Rücktritt Del« casses eröffnete dann die Möglichkeit eines Aus­gleiches.

Jedes fachliche Urteil über die Ergebnisse der Konferenz für Deutschland muß den Vergleich zwischen dem Ausgangspunkt und dem vorläufi­gen Abschluß zu Grunde legen. Dieser Vergleich bietet, sofern man unserer Politik nicht geflissent­lich Absichten unterstellt, die von Anfang an kon­sequent zurückgewiesen wurden, kein Mißverhält­nis zwischen dem Gewollten und dem Erreichten. Getreu ihren von Anfang an dargelegten Zielen hat die deutsche Diplomatie keine Einzelheiten um ihrer selbst willen verlangt, sondern bei jeder Forderung lediglich Wahrung des Prinzips und ausreichende internationale Garantien für die Sicherung der Bewegungsfreiheit aller beteilig­ten Nationen in Marokko zu schaffen, im Äugt behalten. Im Vertrauen, daß dieses Bestreben die Anerkennung der Mächte finden werde, ging Deutschland auf die Konferenz, obwohl bekannt war, daß Frankreich Verabredungen mit drei Mächten nach Algeciras mitbrachte. Gesiegt hat in Algeciras weder Deutschland noch Frankreich, sondern das internationale Prinzip, das mit Be­zug auf Marokko durch die Konferenz erneute und feierliche Bestätigung erhalten hat. Dis Verfechtung dieses Prinzips hatte die deutsche Politik auf ihre Fahne geschrieben, nicht aus theoretischer Rechthaberei, sondern weil die Auf­rechterhaltung eines internationalen Regimes in Marokko sich für die Entwickelung der eigenen Interessen Deutschlands auf kommerziellem und ökonomischem Gebiet als günstig bewährt. Die Konferenz einigte sich auf klare feste Bürgschaf­ten für eine ungehinderte Betätigung deutschen Unternehmungsgeistes im scherifischen Reiche, wie sie durch eine Sonderabmachung mit Frank­reich nicht zu erzielen gewesen wäre. Marokko bleibt ein freies Feld für den wirtschaftlichen Wettbewerb aller Nationen. Ferner erkennen wir an, daß Frankreich hierbei loyal mitwirkte und es damit Deutschland wie allen neutralen Signatarmächten erleichterte, den besonderen Interessen Frankreichs und Spaniens in der in­neren Ordnung des scherifischen Reiches gerecht zu werden. Wir hoffen aufrichtig, daß die Be­unruhigung, die ohne Verschulden Deutschlands entstanden war und längere Zeit auf die inter­nationale Lage störend einrontte, nunmehr all­gemeinem Vertrauen und Zuversicht in gesegne­ter Friedensarbeit weichen wird.

Deutsche Sieirfi.

Berlin, 3. April.

Seine Majestät der Kaiser hörte auf der Fahrt von Wernigerode nach Krefeld de»

und fragte sich unwillkürlich, ob er da nicht etwa den neuen Besitzer des Hoycrhofes vor sich habe. Er war noch nicht weiter vom Stürhofe wegge­kommen als einmal Sonntags in die Kirche, und da war ihm ein Unbekannter nicht ausgefallen, und sicher nicht der vor ihm Schreitende. Ge­spannt verfolgte er ihn mit dem Blicke, und nahm seine lose Vermutung nahezu als Gewiß­heit, als er den Fremden richtig auf das Tofohr- sche Gehöft einbicgen und auch noch einmal nach ihm selbst zurückschauen sah.

Und dann verkehrte er ja auch mit dem," hatte die Schwester gesagt.

Er wars zufrieden, wenn der Zufall auch gleich die Bekanntschaft m-rwittcln wollte.

Jürs Tofohr stand schon in der Stubcntür, als Ocko das Haus betrat, ir-fterte prüfend und grüßte mit offener Herzlichkeit.

Das ist recht, Ocko, daß Du Dich auch mal bei uns sehen läßt," sagte auch die rasch herbei­gekommene junge Hausfrau.Und grad zum Kaffee zurecht. Ja, da fei uns willkommen."

Das heimelte ihn an, und er fühlte sich so­gleich zu Hause.

In der guten Stube stand auch der Fremde.

Kennst den schon, Ocko? Unser Nachbar Martin Behrend. Den Namen hast wohl schon gehört?"

Darauf antwortete er bejahend, schlug frei in die ihm dargebotene Rechte des Hoyerhofers ein und sagte sich gleich und ohne Einschränkung, daß der Mann nach seinem Acußeren ihm gefiel. Und den damit sich deckenden Eindruck hatte Behrend schon in der ersten Minute auch von ihm.

(Fortsetzung folgt.)