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PE'SK'ÄÄ'jS Anderem Gesckmack zeugten, so sei doch ohne Zweifel ^durch ewe Besserung in der Hinsicht erzielt worden, Lasi nuin nicht wie früher allerwarts durch den un- sZn'u Anblick der meist in Fetzen herumhangenden Papwre beleidigt werde. Es wurde deshalb zu bedau­ern sein, wenn der Unternehmer sich durch die fort- aesetztcn Beschädigungen der Säulen und Tafeln und ^en ihm dadurch verursachten Schaden veranlaßt sehe, von dem Vertrag zurückzutrcten, und dadurch der frühere die Stadt in weit höherem Maße verunzierende Rustand wieder hergestellt tocrdc, besonders nachdem die bessere Gestaltung der Säulen durch Aufsehen auf einen Sockel zu erwarten stehe.

In hohem Grade mißbilligend wurde sich darüber ausgesprochen, daß der vom Götzenhain am Berghang nach der Marbach führende Fußweg durch den Bau eines Hauses auf einer Strecke total verfahren und unpassierbar gemacht sei und cs von dem Betreffenden nicht einmal für nötig befunden wurde, den Weg wieder gangbar hcrzustellen.

Bei der nun folgenden Ergänzungswayl zum Aus­schüsse wurden die ausscheidcndcn Herren wieder- und Dr. Schcllenbcrg und Landesbauinspektor Schmohl neu hinzugewählt, ebenso wurde der Vorstand, bestehend aus den Herren Binder, Geßner, Braun, Spörhnse und Schneider wiedergewählt. Nach­dem noch durck, den Geh. Archivrat Kann ecke der Tätigkeit des Vorsitzenden mit Dank gedacht war, wurde gegen 11 Uhr die Versammlung geschlossen.

Heffen-Nllssan mit) Nachbar-Mete.

Cassel, 16. März. Im Amtsblatt wird nun­mehr bekannt gegeben, daß Konsistorium und Negierung mit Genehmigung des Kultusministers bestimmt haben: „Die evangelisch-lutherische Ge­meinde erstreckt sich voni 1. April 1899 ab auch über den Bezirk der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Caifel-Wehlheiden." Diese Be­stimmung, wie wir s. Zt. mitteilten,, das Ergeb­nis der Verhandlungen, die vor einigen Wochen unter dem Vorsitz zweier Ministerialräte zwischen den beteiligten Gemeinden slattgestindeu haben.

Göttingen, 15. Marz. Einem „großartigen" Schwindcliinternehnien, wie sich ähnliche auch in andereen Städten auftun, hat die hiesig« Polizei durch die Verhaftung der beiden „Direk­toren" des hiesigen Wach- und SchließinMuts ein Ende bereitet. Fast völlig mittellos kamen die beiden Verhafteten Kühn und Kühlewindt vor .-einigen Wochen hierher und gründeten das ge­nannte Institut, ließen sich teure Uniformen an­fertigen, deren Lieferanten .natürlich nie einen Pfennig bekommen werden, und stellten eine ganze Anzahl Wachmannschaften gegen verhält­nismäßig hohe Kautionen an. Der spiritus rector des Unternehmens war Kühn, ein wegen Betrugs vielfach bestrafter Drusch, während Kühlewindt, der in Holzminden Frau und vier Kinder fitzen hat, nur der Geschobene war. Die Hauptschuld der Verhafteten wird darin erblickt, daß sie die Kautionen sämtlicher Angestellten unterschlagen haben, abgesehen davon, daß eine

;-anze Menge hiesiger Geschäftsleute durch eine aum glaubliche Kreditbewilligung den „ beiden Schwindlern zum Opfer gefallen ist. Für . den Hauptschuldigen Kühne, der, wie gemeldet, bei sei­ner polizeilichen Vernehmung einen Selbstmord« versuch unternahm, sollen sich auch auswärttge Behörden interessieren.

Hochschulnachrichten.

• Darmstadt: Bei der Etatsbcratung in der zweiten hessischen Kammer gab bei dem Kapitel Hochschulen Ministerpräsid. Braun gestern folgende Erklärung ab:

Die Regierung steht mit dem Senat der Techni­schen Hochschule wie auch mit den Regierungen der­jenigen Bundesstaaten, welche Hochschulen unterhalten, auf dem Standpunkt, daß konfessionelle Verbindungen innerhalb der Studentenschaft unerwünscht sind, daß es aber an jedem rechtlichen Grunde für die von ge- wiffer Seite angestrebte Aufhebung der konfessionellen Verbindungen fehlt, und daß deshalb eine Vertretung der gesamten Studentenschaft keinesfalls unter Aus­schluß einzelner oder ganzer Kreise, insbesondere der konfessionellen Verbindungen, denkbar und , an der Technischen Hochschule in Darmstadt zulässig ist. Das Bestreben, die konfessionellen Verbindungen von der gesamten Vertretung der Studentenschaft auszu- schließcn, ist durch einen vor wenigen Tagen gefaßten Beschluß der Studentenschaft zunächst aufgegeben wor­den, indem der unter Ausschluß der konfessionellen Verbindungen gebildete provisorische Ausschuß aufgelöst und der nach den Satzungen unserer Hochschule statt­hafte Ausschuß wiederhergestellt ist, in dem auch die konfessionellen Verbindungen vertreten sind. Es kann deshalb festgestellt werden, daß zurzeit „Hochschulkon­flikt in unserem Lande nicht besteht."

Neueste Telegramme.

Berlin, 17.März. Die Steuerkommission des Reichstags nahm gestern die Braustcuer-Vorlage in zweiter Lesung an und zwar die Staffelung mit 16 gegen 12 Stimmen in Form eines Kompromißantra­ges, der mit einer Steuer von 4 Mark Bei250 Dop­pelzentnern Malz anfängt, von rund 7000 Doppel­zentnern dieselbe auf 9 Mark erhöht und darüber hinaus auf 10 Mark. Paragraph 5a betreffend die Uebergangsabgabe wurde gestrichen, nachdem der Schatzsckrctär eine Nachprüfung der Uebergangsab- gabesätze und ihre genaue Regelung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen in Aussicht gestellt hatte.

Hamburg, 16. März. Die abgelösten Mannschaf­ten der ostasiatischen Besatzungsbrigade sind gestern Abend mit dem Lloyddampfcr „Roon" eingetroffen.

Paris, 16. März. In der St. Paulsturnhallc fand unter dem Vorsitz von Francois Coppce eine von 6000 Personen besuchte Versammlung statt, in wel­cher nach heftigen Reden gegen das Ministerium die Gründung einer „Liga des katholischen.Widerstandes" beschlossen wurde.

Paris, 17. März. Im gestrigen Ministerat er­stattete der Minister des Aeußcrn Bourgeois Bericht über den Stand der Verhandlungen der Konferenz von Algeciras. Nach Acußerungcn, die der Minister nach Schluß des Ministerrats machte, geht hervor, das; die Situation sehr schwierig ist. daß aber die Hoff­nung auf ein Einvernehmen nicht aufgegeben wird.

Paris, 16. März. Der Minister des Innern machte bekannt, daß der Geistliche in 'der kleinen Ge­meinde von St. Etiennc-Mainmort an der Spitze einer Bauernschaar die öffentliche Gcmcindeschulc dort im Sturm genommen und geplündert hat.

Petersburg, 16. März. Die in öek Ange­legenheit der Kapitulation von Port Arthur ein­gesetzte Untersuchungskommission kam auf Grund zahlreicher Zeugenaussagen zu der Ueberzeuguug, daß die UÄergabe der Festung verfrüht und keineswegs durch äußerste Notwendigkeit bedingt war. Außerdem wurde festgestellt, daß , die Be­richte des Generals Stössel nicht der Wirklichkeit entsprachen, da im Augenblick der Kapitulation die Zahl der kampffähigen Verteidiger weit größer war, als sie von Stössel angegeben wurde. Fer« ner wurde nachgewiesen, daß die Nahrungsmittel- Vorräte bestimmt noch für einen Monat ausge­reicht hätten. Infolgedessen beschloß die Kom­mission, den General Stössel dem Gericht zu über­liefern. -Linewitsch besteht ebenfalls auf gericht­licher Verfolgung Stössels.

Tokio, 16. März. „Daily Telegraph" meldet, der Kaiser von Rußland, der wünsche, die freundschaft­lichen Beziehungen zwischen Japan und Rußland zu stärken, beschloß, einen Großfürsten mit einem Stab von Generalen, Admiralen und hohcnBcamten nach Japan zu entsenden, ebenso wolle Japan einen kaiser­lichen Prinzen mit Gefolge nach Rußland schicken. — Die Kaiserinwitwc von China spendete 100 000 Täcks für die von der Hungersnot betroffenen Japaner.

Einyegangene Bücher und Schriften. (Eine eventuelle eingehendere Besprechung bleibt Vorbehalten. Rücksendung unverlangter Ein« gänge findet nicht statt.)

• • Die Deutsche Jahrhundertaus- stellung in Berlin findet eine eingehende Wür­digung in der bekannten Münchener Kunstzeitschrift „Die Kunst" (Verlag Bruckmann, vierteljährlich 6 Mark).

G. Höfer: Die Reformschule und ihre Bedeutung für Ems. Verlag von Sommer, Bad Ems 1906.

Die anliegende Broschüre gibt im wesentlichen einen Vortrag wieder, den der Verfasser im Februar in der „Literarischen Vereinigung" zu Ems gehalten hat. Wie die „Obcrh.'Ztg." gelegentlich schon mitteifte, geht auch die Badestadt mit dem Plan um, ihre Realschule durch Angliederung eines Reform-RealghmnasiumS zu erweitern und der Verfaffcr, welcher zum 1. April das Amt des Direktors der Anstalt antritt, erörtert nun in klaren und allgemein verständlichen Ausfüh­rungen die Vorzüge dieser modernen Schule. Im Anhang ist ein Ueberblick über die Berechtigungen der höheren Lehranstalten gegeben. Vielleicht würde es sich empfehlen, daß der in der letzten Stadtverardneten- sitzung erwähnte Bericht des Herrn Oberrealschul­direktors Dr. Knabe über dieselbe Lage, in gleicher Weise durch Drucklegung der Kenntnisnahme weiterer Kreise, insbesondere der Schülerväter, zugänglich ge­macht würde.

“ Die Mode, ins Mädchcngymnasium zu gehen. Das lobenswerte Streben der -heutigen Generation, auch der weiblichen Jugend den Weg zu den wissen­schaftlichen Berufen zu öffnen, droht in einen Sport auszuartcn. Viele Eltern suchen ihren Ehrgeiz darin, ihre Tochter um jeden Preis ins Gymnasium zu sen­den, ohne Rücksicht darauf, ob die Betreffenden geistig genügend veranlagt und kräftig genug sind, die Stra­pazen auszuhalten. Gegen solche Verkennung der wahren Bestimmung unserer Mädchengymnasien kämpft in einem sehr beherzigenswerten Aufsatz ein Dr. A. B. in Heft 23 der Wochenschrift ..DiesBlattgehort der Hausfrau" und kommt damit gerade jetzt vor dem Schulbeginn zur rechten Zeit. „Dies Blatt ge­

hört der Hausfrau" erscheint im Verlage von Allsten» u. Co., Berlin SW. 68, und kostet wöchentlich 15 Psg. Der Verlag sendet auf Wunsch Probennmmernl kostenlos.

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nur „Kathreiners Malzkaffee" zum Frühstück trinken und nichts anderes. Denn nach dem Auöspruche der größten Autoritäten, nach dem Urteile der Aerzte und nach der Er­fahrung, die ich an mir selber

. gemacht habe, ist Kathreiners Malzkaffee das beste und an­genehmste tägliche Getränk, jedenfalls aber der vollkom­menste aller Malzkaffees, Ge» treidekaffees re., die er sämtlich durch seinen würzigen, kaffee- ähnlichen Wohlgeschmack über­trifft." — So spricht Einer, der über das tägliche Getränk mit sich ins Reine gekommen ist.

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