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und Kirchhain.
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Reclamen: die Heile 25 Psa.
Marburg
Sonntag. 25. Februar 1906.
BBS——
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck Md Verlag' Joh. leg. Koch, UmversttStS-Buchdrucke«! 41. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon ob.
Erstes Blatt.
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Die Duelllofigkelt in der Praxis.
Nachdem kürzlich die Anti-Duell-Liga in unserer Zeitung zu Wort gekommen ist, geben wir nachstehend einen in der „Deutschen Tagesztg." erschienenen Artikel wieder, der zu der viel erörterten Duellfrage einen anderen Standpunkt einnimrnt.
Wenn ich könnte, wie sth wollte. — Ich will nicht alles aufzählen, was ich da tun und anordnen würde. Aber eines verfügte ich sicher. Jeder unzufriedene Germane würde für längere Zeit in die Fremde geschickt. Nicht zu einer Studien- und Vergnügungsreise für ein paar kurze Wochen, in denen er nicht auf den Gnmd der Dinge sehen kann. Für länger, viel länger. Wieviel gutes, das er bis dahin in der Heimat nicht erkannte würde er schätzen lernen, und wie manches gute würde er aus der Fremde mit zurückbringen. Beides sind Vorteile, aber der größere wäre doch der erstgenannte. Man bewundert so vieles aus der Ferne und in der Ferne, was bei näherer Be- trachtung gar nicht bnwunderswert ist. Man bekämpft zu Haus so manches, weil man seine Schattenseiten sieht, aber nicht die noch größeren des gegenteiligen Zustandes. Unter diesem Gesichtswinkel würde ich auch die Anti-Duell-Liga St langjährigem Aufenthalt nach England und nrerika kommandieren.
Ich bin weder mordlustig noch blutdürstig. Ich erkenne nur an, daß sich eine gewisse Atmo- fphäre im geselligen Verkehr nur aufrecht erhalten läßt, wenn die Verstöße dagegen geahndet werden, weil sonst die dagegen Verstoßenden nicht tn den notwendigen Schranken zu halten sind. Die, welche die Notwendigkeit eines Korrektivs leugnen, würden sehen, daß auch die Länder, die das Duell mit der Waffe abgeschafft haben, die Notwendigkeit der Abhilfe erkennen, durch die Mittel aber ganz bedeutend an ihrem Verkehrston, und sogar an den Ehrb^riffen gelitten haben, weil die Ersatzmittel verrohend und auf die Ehrbegriffe verwüstend wirken. Mess bewirken genau das Gegenteil von dem, was sie sollen. An die Stelle der Waffe und der Ehren- gerichte tritt der Priigel und die Faust, geregelt und ungeregelt, und in merika häufig der Re-
67 Hochdruck verboten.)
Die Brücke.
Roman von Willy Scharia«.
(Sortierung.)
-„Was?. In Friedenau bei Deinem Mann?" „Nun ja, das ist doch nicht wunderbar. Er kann doch verlangen, daß jemand für ihn sorgt." „Und Du Hanns? — Die Sache ist äußerst merkwürdig."
Egon versuchte in den Zügen der Schwester Zu lesen, er konnte aber in der Dunkelheit nur schwach die Umriffe ihres Gesichts entdecken. So sah er nicht, daß sie rot und blaß wurde, und nur mühsam sich beherrschte.
„Wäre ich dort, könnte ich mich meinen Ar- betten nicht so widmen, und — Du hast doch bemerkt, wie nötig es ist, daß hier stn'and noch dein Rechten sieht. Wenn die Herr,chaft nicht da fft. — Uebrigens war der Mensch schon seit Wochen auffässig."
Egon sann nach. Unbedingt einwandsfrei erschienen ihm die Angaben der Schwester nicht, aber er konnte doch nicht bemerken, daß das Der- haltnis zwischen ihrem Manne und ihr kein gutes Ware. — Wenn ich so eine Frau hätte wie Hanns, Ware ich nicht dumm genug, sie auch nur einen Tag fortzulassen, dachte er. Aber die Menschen sind ja so verschieden.
. »Wie kommst Du auf Marga?" fragte Hanns, mdem sie des Bruders Arm nahm und ihn zur Vrunnenpromenade zurückführte.
Egon schwieg. Er tvollte Hanns nicht der- raten, wie sehr ihn die kleine Blondine immer .noch interessierte, und sagte ernst nach einer Pause ganz gleichgültig:
, .-Herrgott, sie ist doch ein ganz hübsche Mädel wtc so eme Art von Schwägerin. Deshalb." . wird es Dich interessieren, daß Marga Al Jahresfrist heiraten wird."
volver. Die Duellgögner sagen uns, daß sie auch das nicht wollen. Der Beleidigte soll sich an die Gerichts wenden. Und in den duelllosen Län- dern, England und Amerika, haben wir infolgedessen die Prozesse wegen der geschädigten Fa- milienehre. Dem in seiner Familienehre Geschädigten wird eine Summe Geldes zugesprochen. Die Ehre wird zu etwas Käuflichem, Bezahlbaren gemacht. Gerade das, was die Frau erst zur völlig Gesunkenen stempelt, ihr alle Ehre nimmt, die Käuflichkeit ihrer Liebe, das wird dem Monn zur Befriedigung feiner verletzten Ehre geboten, das soll sie ihm wieder Herstellen.
Es ist kein Wunder, daß das vielen nicht genügt. Das Duell und die Herausforderung zum Duell ist mit langjährigen Zuchthausstrafen und dem Verlust des Rechtes zum Bekleiden von Aemtern bedroht. Die Folge ist, daß man nicht fordert, sondern schießt, wo man des Gegners Habhast wird. Man ist dann ziemlich sicher, von einer teilnehmenden Geschworenenbank steige- sprachen zu werden. Uni) schießt der Sünder den Beleidigten nieder, so kommt er ebenfalls frei, denn er hat in berechtigter Notwehr gehandelt. Bei diesem System gehen mehr Menschenleben verloren, als unter dem Duell-Kodex Deutschlands, und mindestens ebenso oft bst des gekränkten Teiles, wie das beim Duell vorkommt. In England mag das bei der strengeren Justiz anders sein. Dafür sind dort die demorälisieren. den Schadenersatzklagen noch bäuffger.
Aber nicht alle Duelle erfolgen wegen Eheirrungen. Viele wegen wörtlicher oder anderer Beleidigungen. Was hat man dafür in Amerika? Tie Vorgänge in unseren Offizierskorps, wie in den Kadetten schulen von West-Point und Annapolis geben darauf die Antwort. Faustkämpfe, die nach alleit Regeln der Klopffechterzunft aus- gekämpft werden, und mehr wie einen der jungen Leute lebenslang zum Krüppel gemacht, ober unter den Rasen gebracht haben. Der Knüppel wird entlassen. Der Korpsgeist schließt ihm in den meisten Fällen den Mund, und wenn der Tod nicht ganz unmittelbar infolge der Schlägerei eintritt, tote vor kurzem der des Midshipman Brauch, der am Tage nach einem derartigen Vorgang infolge von Bluterguß in das Gehirn starb, so erfährt man von der eigentlichen Ursache nichts. Diese Untaten greifen über in das spätere Leben im Offizierskorps, und die englischen wie amerikanischen eingeweihten Kreise wissen immer ab und zu von diesen Prügeleien zur Maß- regelung unbeliebter Kameraden und Vorgesetzter zu erzählen. In besonders eklatanten Fällen kommen sie auch an die Oeffentlichkest. Und diese Prügeleien, wo sie nach einer Herausforderung stattstnden, also ganz den Charakter des Duells tragen, , nur daß an die Stelle der Waffe die Faust tritt, und die brutale Kraft die Wahrschein, lichkett des Sieges hat, wird von der öffentlichen Meinung ganz allgemein äl8 ein gewaltiger Fortschritt, und dem regellosen Prügeln und Schießen vorzuziehen, beurteilt, das auch, selbst in diesen Kreisen, nicht ausgeschlossen ist.
Vergleichen wir die Zustände an unseren sonstigen Hochschulen, die gar keine Abwehrregeln
Sie fühlte, wie der Bruder zusammenzuckte, und ließ den Arm los.
„Hör' einmal, Egon, von dem, was zwischen Euch geschehen, weiß ich nichts, ich kann nur mutmaßen. Was ich aber annehme, spricht nicht zu Deinen Gunsten. Marga kommt in zwei Wochen voraussichtlich wieder hierher. Solltest Du die Absicht haben, mich zu besuchen, ist eine Anfrage erforderlich, ob Du kommen dorfft. Ich will nicht, daß mein blonder Liebling noch einmal schweres durchmachen muß."
„Sie hätte nicht arm sein dürfen tote eine Kirchenmaus — cs wäre bestimmt alles besser für uns gekommen", erwiderte er halblaut.
„Lieber Egon," sagte die Schwester mit eigen- tümlich bewegter Stimme, „wir müssen uns das Glück verdienen, erkämpfen, erobern. Du aber hast es auf eine andere Weise erlangen wollen."
„Und nun kann ich aus fressen, was ich mir eingebrockt habe: komm, wir wollen ins Haus gehen. Du mußt mir noch von Deinen Arbeiten erzählen. Oder meinst Du, das interessiert mich gar nicht? Meine Liebe, ich habe in der Ehe denken gelernt."
Sie gingen dem Hause zu.
Plötzlich blieb Egon stehen — tote angewurzelt — und packte die Schwester am Arm.
„Stehl" flüsterte er tonlos. „Warte!"
Lautlos schlich er dem großen Nußbaum. zu, dessen tiefer Schatten alles verbarg, — auch ihn. Etwa fünfzehn Schritte von ihm entfernt leuchtete tote ein Gespenst die weihe Giebelwand der auf dieser Seite den Hof und gleichzeitig das Grundstück abschließenden Wagenremise. Jemand schleppte geräuschlos eine Leiter zu der Giebel- Wand, lehnte sie an dieselbe und stieg hinauf. Dann öffnete er die im Dach befindliche Boden- litte.
Ein starker Duft von frischem Heu strömte aus der geöffneten ßufe; vor einer Woche erst war das ganze Heu, toeldjeS der große Obstgarten
fennen, mit denen in Annapolis und West-Point, so spnngt der Vorteil des Systems gegenüber der Systemlosigkeit in die Augen. Vor ein oder zwei Jahren wurden in Chicago „Füchse" einer der dorttgen Hochschulen, von älteren Studieren- den eingefangen, an das Seeufer geschleppt, dort in falter Winternacht mit schwarzer Farbe an. gestrichen, und ihrer Kleider beraubt zuriickge- laffen. Bei den Festessen der verschiedenen Jahr, gänge unserer Hochschulen gibt es stets Kämpfe. Der eine Jahrgang sucht die Mitglieder des anderen abzufangen und zu entführen, um sie als Gefangene, auf Stühle gebunden, seinem eigenen Festmahle als Zuschauer beiwohnen zu lasten. In Ohio wurde im vorigen Herbst ein Student, dessen Mut man prüfen wollte, auf die Bahn- schienen gebunden, und von einem nichtfahr- Planmäßigen Zuge überfahren. Ein Student derselben Hochschule, von dem angenommen wurde, er werde die Täter nennen, wurde in seinem Zimmer im Schlaf überfallen. Am anderen Tage sand man ihn bewußtlos. An seine Klei, der war die Drohung geheftet, falls diese War- nung nicht genüge, komme mehr.
Gegen das alles gibt es keine Hilfe, als die Faust, den Knüppel, oder den Mord, oder das Gericht, gegen dessen Anrufen der Korpsgeist auf den Hochschulen sich wehrt, und dessen Urtefl in Ehefällen die vorher gezeichnete Wirkung hat. So" daß alles in allem bi« Folge der Duelllosigkeit in Amerika die ist, daß es alle Nachtelle des Duells, ohne seine heilsame Wirkung, genießt.
Bis auf die Häufigkeit des Mordes, die ein besseres Justizsystem ht England verhindert, hat man dort dieselben charakteristischen Erscheinungen. Und das sollte doch denen zu denken geben, die das henttge mit so außerordentlich sorgfältigen Schranken umgebene deutsche Duell- system gänzlich abgeschafst sehen wollen.
W. v. Nostitz-Louisville, Kentucky (U. S. A.)
MlbmWonswesen
Scftimmiingnt über die Vergebung von Lieferungen und Leistungen sind vom preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten erlassen und werden im Reichsanzeiger veröffentlicht. Sie er- -"stillen eine Reihe von Forderungen, die seit langem von den Vertretern des Handwerks erhoben toorben sind. So wird bestimmt, daß Lieferungen öffentlich auszuschreiben sind und hiervon nur bann abgewichen werden darf, wenn es sich um Lieferungen und Leistungen handelt, die nach ihrer Eigenart nur ein beschränkter Kreis von Unternehmern in geeigneter Weise ausführt, ober bezüglich deren in einer öffentlichen Ausschreibung ein annehmbares Ergebnis nicht erzielt worden ist, ober um solche Lieferungen und Leistungen, deren überschläglicher Gesamtwert den Bettag von 5000 Mark nicht übersteigt, so- fern besondere Gründe für die Ausschreibung zu engerer Bewerbung vorhanden find. In diesem Fsille sind in der Regel mindestens drei und höchstens sechs Bewerber, bei deren Auswahl nach Möglichkeit zu wechseln ist, zur Abgabe von An
lieferte, hier untergebracht worden. Jetzt saß der Mensch dort oben in der Luke und hantierte mit irgend etwas, was Egon nicht zu erkennen vermochte. Dann flammte ein Streichholz auf, um sofort wieder zu verlöschen.
Mtt wenigen Sätzen war Egon an der Leiter und stürzte sie um. Laut rief er:
, „Bitte, Hanns, laufe einmal hinein und hole mir den Revolver aus Papas Zimmer: er liegt auf dem Tisch rechts. Ich werde mir den angenehmen Burschen ba oben heruntervutzen. Oder Sie kommen freiwillig herunter, Gärtner, sonst schieße ich Ihnen die Knochen im Leibe einzeln kaput!"
Er nannte den Gärtner auf gut Glück und fab gleich darauf, er hatte sich in seiner Voraus, satzung nicht getäuscht.
Der ba oben kannte den Leutnant von Lingen als einen eben so guten Schützen wie rücküchts- losen Mann und zog es vor, zu erklären, er tooöe fieber herunterkommen, als sich zur Scheibe machen.
Egon stellte die Lester wieder hoch, der Gärt, ner kam herunter. Fast schien es, als wollte er sich auf den Offizier stürzen, er blieb aber zögernd stehen. Und dann war es zu spät. Frau Oerie! kam vom Hause her.
„Also Sie sind es wirklich?" rief Egon. „9hm, Sie sind ja ein recht freundlicher Mensch. Brand» Stiftung, auch noch so hübsch versucht, bringt immer ein Paar Jährchen ein. Gib einmal die Knall- buchse her, Hanns. So! Nun werden Sie die Güte haben, mir zur Polizei zu folgen, und riskieren Sie nicht etwa, abschieben zu wollen, — sonst —"
Hanns aber legte sich rasch ins Mittel.
„Wie kommen Sie nur dazu, ein solches Der. brechen begehen zu wollen? Haben Sie es schlecht bei mir gehabt?"
Der Mann schwieg bertiffen-
geboten aufzufordern. Unter Ausschluß jede« Ausschreibung kann die Vergebung erfolgen: 1» bei Gegenständen, deren Überschläglicher Wert den Betrag von 3000 Mark nicht übersteigt; 2. bei Dringlichkeit beS Bedarfs; 3. bei Leistungen und Lieferungen, deren Ausführung besonder» Kunstferttgkett erfordert ober unter Patent- obee Musterschutz steht; 4. bei Nachbestellung zur Ergänzung des für einen bestimmten Zweck ausgeschriebenen Gesamtbedarfs, sofern fein höher« Preis vereinbart wird als für die Haupt-Liefv- rung oder -Leistung. Bei ber Auswahl bet Un. temebmer ist nach Möglichkeit zu wechseln, auch sind dabei die ortsangesessenen Gewerbetreibenden vorzugsweise zu berücksichtigen. Des weite» ren regelt der Erlaß sehr eingehend das Vev- fahren bei Ausschreibungen, Betoerbungs- und Zuschlagssrist, Zuschlagserieilung u. a. m. Letz» teres Kapitel ist besonders wichtig, weil es te bestimmter Form mit dem Grundsatz bricht, unter allen Umständen der billigsten Offerte de« Zuschlag zu erteilen. ES heißt ba: 1. Die niedrigste Geldforderung als solche darf für die Entscheid bung über den Zuschlag keineswegs ben Ausschlag geben. 2. Der Zuschlag darf nur auf ein in jeder Beziehung annehmbares, die tüchtig« und rechtzeitige Ausführung ber betreffenben Lieferung ober Leistung gewährleistendes Gebot erteilt werden. 3. Es sind nur solche Bewerber zu berücksichtigen, welche für die bedingungsmäßige Ausführung sowie für die Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Handwerkern und Arbeitern die erforderliche Sicherheit bieten. Bewerber, von denen der ausschreibenden Behörde bekannt ist, baß sie ihren Beitragspflichten bei bet Kranken-, Unfall- unb Invalidenversicherung nickt nachzukommen pflegen, sind ausgeschlossen. 4. In geeigneten Fällen sind bie zuständigen Interessenten - Vertretungen (Handwerks-, Handels- ober Landwirtschaftskam- mem) um Auskunft über bie Leistungsfähigkeit nicht hinreichend bekannter Unternehmer zu ersuchen. 5. Ausgeschlossen von der Berucksichttgung find solche Angebote: a) die den der Ausschrei, bung zugrunde gelegten Bedingungen oder Proben nicht entsprechen; b) bie nach den von be« Bewerbern eingereichten Proben für den vorliegenden Zweck nicht geeignet sind; c) die eine in offenbarem Mißverhältnis zu der Lieferung ober Leistung stehende Preisforderung enthalten, sodaß nach dem geforderten Preise an unb für sich eine tüchtige Ausführung nickst erwartet wer- ben kann. 6. Nur ausnahmsweise darf in de» letzteren Falle (zu c) ber Zuschlag erteilt werden, sofern der Bewerber als zuverlässig unb leistungsfähig bekannt ist und ausreichende Gründe für die Abgabe des ausnahmsweise niedrigen @® botes bei gebracht sind, ober auf Befragen beige« bracht werden.
Ausland.
Frankreich. Auch ber französische Außenhandel zeigte im Januar eine ausnehmend günstige Entwicklung. Die Einfuhr übertraf bei 447,1 Mill. Francs Gesamtwert die vorjährige
„Sperren Sie ben Mund auf, wenn Sie gefragt werden," fuhr ihn Leutnant von Lingen an.
„Weshalb haben Sie^mich heute weggejagt?" knurrte ber entlassene Gärtner.
„Also hundsgemeine Rache für etwas, was man sich selbst einbrockt."
„Bitte, laß mich einmal allein verhandeln." warf bie Schwester ein. „Mir ist, als sagten Sie einmal früher. Sie wollten nach Ihrer Heimat zurück, — Posen glaube ich."
„Wollte ich auch, aber Sie werden mit jetzt einen Strich durch die Rechnung machen."
„Ich werde Sie nicht zur Anzeige bringen, wenn Sie sich sogleich auf bie Reise machen, mit dem nächsten Zug. Verstanden!"
„Aber Hanns," rief Egon entrüstet.
„Laß mich," sagte sie. „Wenn Sie aber morgen noch hier in Wilhelmsburg oder in der Näh« sind, oder ich überhaupt noch einmal von Ihne« höre, melde ich da3 geplante Verbrechen, und gan| leicht bürste die Strafe nicht fein."
„Weiß ich."
„Mutmaßlich ziehen Sie die Freiheit dem Gefängnis vor."
„Ja," sagte der Gärtner, indem er sich s<h« umblickte. Im nächsten Augenblick lief er zu bem niedrigen Zaun, welcher an dieser Stelle die Besitzung von dem Garton das Rittmeisters vom Schulz trennte, und sprang hinüber.
„Hall!" rief Ego». „Sie können wenigstonD bie Bodenluke zumachen und bie Leiter forttraga^ ehe Sie verduften."
„Für Sie nicht, Herr Leutnant, aber — fBe Ihre Schwester will ich'S tun."
Er kam zurück, ftteg hinauf, schloß bie Bode» luke, kam wieder hinunter und trug die Leitet an ihren Platz. Dann ging er ohne eht ®od durch den Schulzschen Garten davon. I
(Fortsetzung folgt.) 1