Erstes Blatt
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(Nachdruck verboten.)
den
unter den Lebenden, aber der Mohamed Mbaruk, gleichfalls ein der Kiswere und Kilwa Kifiwani treibt noch ungestört sein Wesen. Umständen hat die Entdeckung ein
So hier Er
Die Anti-Duell-Liga.
Bei dem unbestreitbaren Interesse, das die Duellfrage gegenwärtig in weiten Kreisen findet, geben wir einer Mitteilung über die Anti-Duell- Liga Raum, die uns von beteiligter Seite zugeht, ohne jedoch uns in allen Punkten mit den Ansichten der Liga einverstanden zu erklären. Man schreibt uns:
Die Anti-Duell-Liga ist eine Vereinigung aller derjenigen, die in dem Duell einen Verstoß gegen Vernunft, Moral und Gesetz sehen und bestrebt sind, auf Abschaffung dieser Unsitte hinzuwirken. Hier sei bemerkt, daß das Duell keineswegs eine alte deutsche Sitte ist, sondern aus Portugal über Frankreich zu uns gekommen, somst das Nach- ahnien einer romanischen Unsitte ist. Die Anti- Duell-Liga will nicht demonstrieren, sondern Null praktische Erfolgs erzielen; deshalb steht die Liga nicht auf dem Boden irgend einer Partei, sondern sie wendet sich au alle gebildeten Männer, die in dem heutigen Duellwesen ein Unglück erkennen und zu dessen Beseitigung beitragen wollen. Die Liga geht davon aus, daß durch die gegenwärtige Gesetzgebung die äußere Ehre nicht genügend geschützt ist!
Schon das Verhandeln vor dem Schöffengericht, , angesichts eines schaulustigen Publikums, wird in vielen Fällen den Beteiligten derart zu- wider sein, daß sie sich zu einem solchen Verfahren nicht entschließen; auch sind die verhängten Stra
I . „Weißt Du nicht? — Ja so. — Sie schreibt I einen ausgezeichneten Stil. Kurz, prägnant, I witzig, trifft den Nagel auf den Kopf."
I , „Sie schreibt für Dich?" fragte Derlei noch I einmal nnd über sein Gesicht zuckte es wie Wei- I terleuchten. Dann glättete sich sein Gesicht und I er sagte spöttisch: „Wozu nicht die Galanterie I gegen eine hübsche Frau einen Redakteur bringen I kann — ivenn er Junggeselle ist. Du wirst mir I die Kundschaft verderben, mein Sohn."
I „Laß das meine Sache sein, Dertel," meinte I der andere belustigt. „Ich bin in erster Linie I gegen mein Blatt galant. Kannst ja nachher den I Artikel lesen. Wäre ich ein Ehemann, hätte ich I ihn vielleicht nicht gebracht, vielleicht. Aber auS I anderen Gründen, als Du mir unterschiebst! Tie I Ehemänner im allgemeinen pflegen ja über eine | Charakterstärkung der Frauen nicht zu lachen." I Roden hatte noch einen zweiten, schärferen I Pfeil auf dem Bogen. Aber jchon der erste saß, I so ließ er ihn für spätere Zeit in den Köcher ju- I rückgleiten.
I Er schützte viel Arbeit vor, bat, ihn der Frau I Doktor zu empfehlen und ihr fein Bedauern aus- I sprechen zu wollen, daß er sie nicht getroffen hätte, I und ging.
I Er ^trachtete es als eine günstige Fügung I des Schicksals, daß er •Derlei selbst die Arbeit I seiner Frau in die Hand drücken durste. Was I machte der Mensch für ein Gesicht. Die Fackel I hatte gezündet.
I Richt viel später kam Frau Dertel von ihrem I einsamen Spaziergange zurück und war über. I raicht, den Gatten in ihrem Salon anzutreffen. I Er ging unruhig auf dem großen Teppich hin i und her; stets ein Zeichen von Erregung oder vorhergegangenem Aerger.
Auf dem grünen Tisch lag eine Nummer der Utopien in dem bekannten hellgrünen Umschlag mit dem brennend roten Aufdruck.
Dertel erwiderte die Begrüßung seiner Frau zwar höflich, aber sehr kurz, und ncchin das Heft
Mr wüns-chen nichrs mehr, als daß diese Entwicklung eintrete und befürworten deshalb eifrig eine volkstümliche Politik in Masuren. Nur fügen wir hinzu: Trotzdem müssen ivir die Augen offen halten. Nicht gegenüber den Masuren, die zufrieden sind und zudem uns durch das pro. testantische Bekenntnis, dem sie seit 1525 zugetan sind, nahestehew Wohl aber gegenüber groß- polnischer Agitatton. Auch von Dberschlesien hätte vor einigen Dezennien niemand gedacht, daß es einst „die Brücke zwilchen Posen und Galizien" bilden würde. -Heute sind die , Wasserpolacken" in dem Maße Anhänger des Allpoleiüums geworden, daß sie dem Zentrum eine empfindliche Niederlage nach der arideren bereiten. In Dst- preußeu liegen auch nach unserer Ueberzeugung die Dinge anders und glücklicherweise besser als in Dberschlesien. 9tur eine Polnische Zeitung hat sich bisher im Ermland gehalten und die neueste radikalpolnische Gründung der „Kurver Ma- zurski" in Osterode fristet kaum ein Schattendasein, auch die Erwerbung von Grundstücken in Osterode, Nikolaiken usw. hat noch feinen bedrohlichen Umfang angenommen. Immerhin sind, wie man sieht, die Polen unverdrossen am Werk, die sich vollziehende Eindeutschung der Masuren nach Möglichkeit aufzuhalten. Um ihnen zu wehren, wird cs von unserer Seite in erster Linie darauf ankommen, die Sympathien der masurischen Bevölkerung dauerud sestzu- halten.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Univeffitätr-Buchdruckerci 41. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon a5.
Europäer käme, statt der Kugeln, ursprünglich arabischen Ursprungs ist! In dem Buche des Mr. R. N. Lyne: „Zanzibar in Contemporary times', welches zu Anfang 1905 erschienen ist, aUo noch ehe man an einen ostafrikanischen Ausstand dachte, liest man nämlich auf Seit«. 201 bei der Schilderung der Vertreibung deS Seyid Chalid:
„Die Araber ahnten nicht, was ihnen be* Vorstand, denn sie rechneten nicht im geringsten damit, daß ihnen die Häuser über den Köpstn zusammengeschossen weiden könnten. Ihre Medizinmänner hotten ausaelprenat, daß die
„Tat er, traf Dich nur nicht zu Haus, hatte ich dafür das Vergnügen, das Ding für Dich in Empfang nehmen zu dürfen, laßt sich empfehlen."
„Danke! Bitte, gib her!"
„Einen Augenblick noch. Ich las soeben Artikel."
von dem Tisch. Ec trat damit bart an Hanns heran.
„Hier ist ein Artikel von Dir abgedruckt," sagte er mit ganz eigentümlichem Ausdruck in der Stimme.
„Ah," rief sie erfreut. „Das ist mir sehr lieb. Roden schrieb mir, er wollte mir die Nummer selbst bringen."
Marburg
Sonntag, 18. Februar 1906
fei meistens Geldstrafen (sogar in dem Falle Feldhaus), die in keiner Weise geeignet sind, dem Verletzten Ehrgefühl eine genügende Satisfaktion zu geben. Das hohe Gut der Ehre ist weder formell noch materiell genügend geschützt. Daher der traurige Notbehelf des Duells. Die Sinti- Duell-Liga erkennt es an, daß dieser bedauerliche Zustand in der Tat besteht; deshalb hält die Liga es für denkbar, daß jemand im Prinzip durchaus ein Feind des Duells ist und demnach gegebenen Falles sich demselben nicht entzieht.
Die Liga verlangt deshalb nicht, daß ihre Mtglieder sich verpflichten, sich nicht zu duellie. rett, obwohl man es als selbstverständlich ansehen würde, daß ein Mtglied, welches sich duelliert, aus der Liga auszuscheiden wünscht. Die Liga zieht auch nicht die studentischen Mensuren in den Kreis ihres Wirkens; sie beschäftigt sich ausschließ, sich mit dem auf die Tötung des Gegners gerichteten Duell, insbesondere mit dem Pistolon- Duell. Um diesem Unwesen entgegenzuwirken, erstrebt die Liga eine Aenderung der Gesetzgebung, insbesondere dahin, daß die privilegierte strafrechtliche Stellung des Duells fortfallen, da- gegen aber zum Schutze der Ehre geeignete Bestimmungen zum Gesetz erhoben werden; auch soll durch Ehrengerichte von Standesgenossen die Möglichkeit geschaffen werden, eine entsprechende Genugtuung auch für diejenigen Kreise zu erreichen. weiche dafür bis jetzt nur das traurige Mittel des Duells kennen. Die Liga behauptet nicht, daß die bis jetzt von ihr vorgeschlagenen Mittel und Wege für die Erreichung des b^eich- neten Zieles die einzig richtigen seien; jeder ver- ständige Rat wird hoch willkommen sein. Aber wie soll ein solcher Rat gefunden werden, wenn ein jeder die Hände in den Schoß legt und ruhig abwartet, ob nicht von selbst sich die jetzigen Ver- hältnisse ändern? Von selbst geschieht das eben nicht. Deshalb ist es notwendig, daß alle Duell- gegner der Anti-Duell-Liaa beitreten, damit durch die gemeinsame Arbeit vieler Tausende erreicht wird, was der Einzelne nicht erreichen kann. Die Antt-Duell-Liga besteht erst seit wenigen Jahren; sie hat mft vielen unbegründeten — fast stets auf Unkenntnis beruhenden — Vorurteilen zu kämpfen. Trotzdem gewinnt sie von Tag zu Tag an Bedeutung. In Spanien z. B. sind im Laufe der letzten Jahre sowohl der jetzige Ministerpräsident als seine beiden Vorgänger (Konservative und Liberale) sowie viele aktive hohe Dfftziere der Liga beigetreten. In Desterreich war früher den Inaktiven, den Reserve- und Landwehrofftzieren, der Beitritt zu der Liga verboten; nachdem aber der Kriegsminister über das Ziel nnd die Statuten dec Liga genauer unter- richtet worden war, hat er durch besonderen amtlichen Erlaß erfrört, daß den genannten Offizieren der Beitritt zu der Liga frei stehe. In Jta- lien gewinnt die Liga mit jedem Tage Mitglieder in den angesehensten Kreisen; insbesondere, was überaus wichttg ist, unter hochstehenden Offizieren. In England, Schveden, Dänemark ist, tote bekannt, das Duell schon seit Menschen, gedenken ganz verschwunden.
Deutsche. Kblorlieu.
Ostafrikll. lieber die Ursachen des ost» afrikanischen Ausstandes schreibt die „Deutsch» Ostafrikanische Ztg.": Trotzdem der Ausstand im Süden unseres Schutzgebietes vielfach auch gegen die Inder und Araber gerichtet erscheint, so haben doch beide Völkerschaften einen größeren Anteil an seinem Ausbruch, als man anfang» glauben möchte. Jetzt hat aber bereits de» Verhalten einer Anzahl der angesehensten Inder, Araber und Küstenleute von Kilwa, die teil» Pulverschmuggel getrieben, teils sonst mit den Ausständiscken konspiriert haben, manchem die Augen geöffnet, der sonst für die „absolute Un« gefährlichkeit" der Inder und Araber eintrat. Da« arabische Element spielt im Süden de» Kilwabezirkes eine geradezu führende Rolle. Man sieht daraus, daß das Beispiel de8 Hasan * bin Omar dort noch keineswegs vergeffen ift Zwar ist einer der dortigen Unterführer, der Halbaraber Hafan bin Bufchir, gefangen genommen worden und weilt jetzt auch nicht mehr
Hanns nickte nur, stellte aber keine Frage. Da§ ärgerte ihn und er stieß ziemlich barsch heraus:
„Du fragst garnicht, was ich dazu sage!"
.. ."Nein, das tue ich nicht," entgegnete sie äußerlich vollkommen ruhig, denn sie fühlte, daß sie jetzt ihrer ganzen Selbstbeherrschung benötigen toerbe. Sofort war ihr klar, worauf et hinaus, wollte.
„Vielleicht aber gestattet Tu, daß ich trotzdem metne Ansicht sage. Stilistisch mag die Sache ja ganz nett, spitzfindig ist sie jedenfalls, aber gedruckt durste sie nicht werden."
„Weshalb nicht?"
„Erstens, weil sie ein Thema erschöpfen will."
„Will sie nicht."
Oder wenigstens erschöpfend behandeln mochte, toeld)e§ im allgemeinen ganz außerhalb der Sphäre einer Frau liegt. Schon wenn ein Mann sich daran toagt, zeugt dies Unternehmen von Mut, einer Frau darf man es mit Recht für Uebermut auslegen und sie der Effekthascherei bezichftgen."
„Willst sagen, eine Frau ist für so etwas zu 'dumm."
Die Stimme von Frau HannS vibrierte bei Men Worten. Sie trat zu ihrem Mann und
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain
Sonntagsbeilage; ZAustrirtes Sonniagsblatt.
Hauptführer Halbaraber, ?, -ört hat. Unter diesen
ganz besonderes Jntereffe, daß die waji-wnji-Lehre, b. h. da8 Vorgeben der Zauberer, daß auf ihren Zauber hin nur Waffer aus den Gewehren bei
Ottmarken.
Don Fortschritten des Deutschtums in den Ost. marken kann man leider nur in seltenen Fällen reden. Um so lieber aber benutzen ivir die Gelegenheit auf ein Gebiet hinzuiveisen, wo sich still und unvermerkt, ja fast ohne Anteilnahme unserer öffentlichen Meinung und vor allem ohne Aufwendung nationaler Schutzarbeit oder Propaganda von unserer Sette im Laufe des letzten Menschenalters ein erfreuliches VoffchreitLN des Deutschtums vollzogen hat und noch vollzstcht, — auf das masurische Dstpreußen. Eine sachkundige Zuschrift an die „Allensteiner Zeitung", die, wie es scheint, aus der Feder eines höheren Justtzbeamten stammt und uns bezeichnend genug erscheint, einiges daraus iviederzugeben, schildert diese Verhältnisse und chre Entwicklung wie folgt: „Wer auf eine längere Zett zurückblickt und vor etwa 40 Jahren, wie der Schreiber dieser Zeilen, in den hiesigen Gegenden amtiert und mit der Bevölkerung verkehrt hat, wird bestätigen. daß damals die Bevölkerung selbst in den Städten nur polnisch sprach und daß man stets mit einem Dolmetscher verhandeln mußte. Auf dem Lande verstand nur der Lehrer und allenfalls der Krüger deutsch. In den Städten sprachen es nur wenige bester Situierte, die meistens aus deutschen Gegenden dort oingewan- dert waren. Selbst in einer geschäftlich so regen Stadt, wie Osterode damals war, hörte man selten ein deutsches Wort auf der Straße. Fragte man jemand nach dem Wege oder sonst etwas, bann erhielt man stets die Antwort: Ja nie roznmie poniemiecku! (Ich verstehe nicht deutsche Selbst die Geschäftssprache der Behörden scheint, wenn wir den Verfasser recht ver- stehen, bis zur Mttte der siebziger Jahre in diesen Gegenden das Deutsche nicht oder nicht aus- schließlich gewesen zu fein. Wenigstens datiert er erst von dem Erlaß des Gesetzes vom 28. August 1876 bett, die Geschäftssprache der Behörden, Beamten und politischen Körperschaften den allmählichen Umschwung zum Besseren. Die seitdem statrgefundene allmähliche Verschiebung belegt er mit der Tatsache, daß im Jahre 1905 vor der Strafkammer beim König!. Amtsgericht zu Neidenburg 419 von 616 Personen sich geläufig deutsch auszudrücken vermochten nnd keinen Dolmetscher brauchen und daß auch die übrigen 197 Personen zumeist bis zu einem gewissen Grade des Deutschen mächtig waren. Ein besonderes Verdienst dabei gebühre der Schule und den Vereinen. Jeder fei stolz darauf einem deutschen Vereine anzugehören, ein Streben, dem entgegenzutreten in Ostpreußen jedenfalls mithin kein Grund vorliegt. In sechzig Jahren etipa meint der Verfasser i netter, wird das Polnische völlig und ohne Amvendung weiterer Ans- nahmebestimmungen verdrängt fein.
nahm ihm das Heft aus der Hand. Dann setzte sie sich damit an ihren Schreibtisch.
„Bitte, verdrehe meine Worte nicht," sagte er. „Und zweitens kompromittierst Du Dich' durch diese Mtarbetterschaft an diesem Blatt."
„Mich? — Oder Dich?" fragte sie.
„Uns beide. Du hättest mich fragen sollen unzweifelhaft wäre Dir klar geworden, daß der Artikel gar nicht gedruckt werden durfte, — am weniasten in Utopien."
„Ich hätte fragen müssen?" — Sie schlug das Heft auf und las: „Von Dr. Hanna von Lingen. — In Wilhelmsburg wird man freilich die Hände über dem Kovf zusammenschlagen, dort aber bin ich schon so kompromittiert, daß es auf etwas mehr nicht anfomnit. Hanna von Lingen aber kompromittieren Herrn Hans Dertel nicht, umso weniger, als der Artikel gut ist. — So sagt Roden. — Und ich glaube es, beim — sonst hättet Du ibn vorhin nicht lesen können."
„Und ich wünsche jedenfalls, daß Du nicht mehr für dieses Blatt schreibst, wie ich auch —"
Er schluckte den Rest besten, was er sagen wollte, herunter und wiederholte nur:
„Ich wünsche es dnngend."
„Das ist merkwürdig," erwiderte sie kurz und hart. Ihr Selbstgefühl empörte sich gegen eint solche Bevormundung und eine Blutwclle stieg ihr in die Schläfe. „Mr sprickist Du das Recht ab, mich auch nur mit einem Wort in Deine Angelegenheiten zu mischen, und Du willst mir derartige Vorschriften mache»? — Wodurch gab ich Dir ein Recht dazu? — Habe ich u»weiblich ge< handelt, etwas getan, was gegen Ehre und Zucht verstößt? ---- Nein! Und solange ich das nicht
tue, bitte ich Dich, mich meinen Weg ruhig gehe« zu lassen. Du lehntest meine Begleitung in fe schroffer Weise ab, daß ich nie wieder mir erlauben werde, sie Dir anzubieten. Um die Deinige aber anzunehmen, mußte sie in höflicher« Form angetragen werden. Ich kann auch alle» gehen." (Fortsetzung folgt.)
In Deutschland hat die Bewegung gegen daß Duell noch nicht denjenigen Umfang gewonnen,' der ihr gebührt. Es bestehen in Deutschland oft ganifierte Ortsgruppen der Liga in Berlin- Breslau, Köln, Darmstadt, Dresden, Frankfurt a. M., Freiburg i. B., Halberstadt, Hannover,' Heidelberg, Jena, Karlsruhe, MiinclM, Münstetz (für Westfalen und Waldeck) und Stuttgart) Schriftführer der Ortsgruppe Münster ist Justiz« rat Ferdinand Schultz zu Hamm i. W., Luisen-' straße 6. Für den Jahresbeitrag von 3 Mark; erhalten die Mitglieder periodisch erscheinend« Mitteisimgen und andere Druckschriften. Wenn das Ziel der Anti-Duell-Liga erreicht werden soll,' dann ist es notwendig, daß alle Gesinnungsgenossen der Liga beitreten. 5
Die Brücke.
Roman von Willy Schar!»«.
(Fortsetzung.)
Die Hände der jungen Frau ballten sich zu- ia<tunen, und sie stieß sie nach vorn, als müsse sie in-Zorn und Wut den Packen, toeldjer ihr das zn- gefügf. ~2)ann stand sie langsam auf und ging zu ihrem Schreibtisch, dem sie zwei Manuskripte entnahm. Sie faltete dieselben und steckte sie in einen Briefumschlag; zwei Artikel für Ufo» pien, welche sie Roden senden wollte.
i Schoir am nächsten Tage bekam sie Antwort. . _ Roden schickte den einen Artikel zurück und eine kurze Mttteilung folgenden Inhalts:
• „Charakterstärkung" schr gut. Mein Kompli. .ment zu dem guten SM, dem scharfen Witz, den schneidrgen Hieben. Das Zurückfolgende fff nicht ■fearf genug. Nicht geniert, gnädige Frau. Mldorn kann ich leicht, wenn es wirklich nötig tfein sollte. Ich werde mir erlauben, die Rum- mer vom ersten Januar selbst zu bringen."
Diese Nummer wurde am Morgen des dritten paituar§ ausgegeben, und am Nachmittage des- jaben Tages erschien Roden im Derwischen tzaipe. Er tvollte die Brandfackel selbst in das Daus auf der Moselstraße werfen, denn — Dertel batte es nie erreicht, fein Mitarbeiter zu werden seiner^ Frau gelangtes sofort.
„Frau Doktor ist ausgegangen, Herr Doktor ffr zu .Haus," erklärte das öffnende Mädchen.
-So melden Sie mich dem Herrn."
Nach der ersten Begrüßung zog Roden die heutige Nummer seiner Zeiffchrift aus der Tasche jnö memte, es täte ihm leid, dieselbe nicht selbst Dmer Frau geben zu können.
. "igtto Artikel steht heute drin.* tat* AEkel von meiner Frau? — Was heißt
Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expiditiorr 2 Mk„ « » 4 4 der allen Postämtern 2,25 M. ^exct. Bestellgeld).
Znserilonsgebnhr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.
Rcclamen: die Zeile 25 Psg.