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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonntagsbeilage; JUustrirtes Sonntaasblatt. ~--

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Bierteljährlicher Bezugspreis^ btt oer Eppchitüm 2 M, btt allen Postämtern 2,25 M. Kejcu Bestellgeld).

JnserttonSgebührr die gespaltene Zelle oder orren Raum 10 Pfg.

Reclameu: die -seile 25 9tfrr.

Marburg

Donnerstag, 8. Februar 1906.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Jo-. Lug. Koch, llnwerfttStS-Buchdrucktrei

Marburg, Statt 21. Telephon 55.

41. Jahrg«

62

von

I Verlangen der Handwerker, daß nur der Meister die Befugnis haben dürfe, Lehrlinge auszubilden und zu der Ausverkaufsfrage wünschte der konservative Redner Auskunft.

Graf von Pofadowsky schien peinlich berührt durch diese Ausführungen; seine Antwort klang ein wenig unwirsch, als er die gar nicht in Be. tracht kommende Belehrung erteilte, daß man von einer allgemeinen Mittelstandspolitik gar nicht sprechen könne. Diese selbstverständliche Anschauung ist gerade von konservativer Seite stets verfochten worden; jedermann weiß aber, was unter Mittelstand in gewerblichem Sinne zu verstehen ist. Was nun die Sache selbst betrifft, so vermochte der Staatssekretär so gut wie keine bestimmte Zusicherungen über gesetzgeberische Aktionen zum Schutze von Handwerk und Klein­handel zu geben. Der kleine Befähigungsnach­weis? Dazu kann der Chef des Reichsamts des Innern keine Stellung nehmen. Die gesetzliche Unterscheidung zwischen Handwerk und Fabrik? Unmöglich". Die Hebung der Mißstände des Ausverkaufswesens? Darüber schweben noch Er- Hebungen und Erörterungen, doch hat Graf Posa- dowsky glücklicherweise endlich den Eindruck ge­wonnen, daß auf diesem Gebiete eine Schärfung der Gesetzgebung nötig sei. Me lange wird man aber auf eine entsprechende Vorlage warten müssen!

Währeüd so der Lester des Reichsamts des Innern offenbar nicht genügende Zeit hat, sich umMittelstandspolitik" zu kümmern, verkündigt er mit Stolz die im Gange befindlichen mannig. fachen Fortschritte in der Sozialreform zum Neide (?) des Auslandes. Wir stehen, wie ja auch Herr Pauli im Namen der konservativen Fraktion erklärt hat, durchaus auf dem Stand- punkte, daß es uns mit der Förderung der sozial- Politischen Gesetzgebung ernst ist; aber es muß dabei doch aucb Rücksicht auf die Träger der Lasten und auf das Gemeinwohl genommen werden.

Sehr bezeichnend war denn auch der Schluß der Rede des Grafen Pofadowsky. Er klang in der Bitte an den Reichstag aus, mit dem Reichs­amte des Innern in Bezug auf die soziasvolitische Arbeit, dre nicht ruhe, ein wenig Geduld zu ha- ben. Was die übrigen diesem allerdings über- lasteten Ressort obliegenden Ausgaben betrifft, so ist eben schon eine erheblich größere Dosis Geduld seitens der Interessenten erforderlich. Wenn man noch dazu hört, daß die bereits ernsthaft in Angriff genommene Witwen- und Waisenversiche­rung für die Arbeiter ebensoviel Kosten verur- fachen werde wie die Invalidenversicherung, so kann das gerade gegenwärfig, wo im Reichstage die ausschlaggebende, am meisten sozialreformerisch vorwärts drängende Partei die nötigen Reichs- einnahmen sogar für den jetzigen Bedarf verwei- I gert, nichts weniger als beruhigend auf die drei- I ten gewerblichen undfilierten" Volksschichten I wirken. I

Befremdend im höchsten Grade aber ist es, I daß Graf Pofadowsky, der über die sozialpoli- I tischen Arbeiten seines Ressorts so ausführliche I Mitteilungen zu machen wußte, kein Wort dar- j über sagte, wie es mit der dringlichsten Aufgabe, I

Aus dem Reichsamte des Innern.

Der konservative Abgeordnete Pauli hat in der Beratung des Spezialetats des Reichsamts des Innern verschiedene Anregungen zu Gehör gebracht, die von allgemeinem Interesse sind. So wies er darauf hin, daß in der Thronrede vom Mittelstände gar keine Rede gewesen sei und daß von der Revision des Krankenkassengesetzes noch immer nichts verlaute. Auch über die Stellung 'teg Staatssekretärs zu dem berechtigten

Neueste Telegramme.

Setlitt, 7. Febr. (W. B.) Dem Ver- Nehmen nach erhält den Posten des Gesandten sn Hamburg Frhr. v. Hehking, sein Nachfolger in Belgrad wird der derzeitige Gesandte in Athen, Prinz Max von Ratibor, der seinerseits durch den bisherigen Gesandten in Tokio, Graf Arco, ersetzt wird, welcher, wie verlautet, den Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und der königlichen Krone erhielt. Für den neu zu errichtenden Posten des Botschafters in Tokio ist der Gesandte in Peking, Frhr. Mumm v. Schwarzenstein, in Aussicht genommen, al» dessen Nachfolger in Peking ist der Gesandte in Teheran, Graf Rex, bestimmt, den Gesandten­posten in Teheran wird der derzeitige General­konsul in Konstantinopel, Stemrich, erhalten.

Berli«, 6. Febr. Im Reichstage brachten Schlumberger und Gen. eine Resolution ein, in der die Reichsregierung aufgefordert wird, aus den künftigen Betriebsüberschüssen der Reichs­eisenbahnen einen Beitrag zur Entwicklung des Kleinbahnwesens in Elsaß Lothringen durch den Reichshaushaltsetat dem Lande zur Verfügung za stellen und zwar im angemessenen Verhältnis zu den Zuschußleistungen des Lande« selbst.

Hannover, 7. Febr. Daß der hiesige Ober­präsident Dr. Wentzel als Nachfolger für den Posten des Landwirtschaftsministers v. Podbielski auSersehen sei, hält man in der Umgebung deS Dr. Weitzel für richtig. Man glaubt, daß der Oberpräsident sicher für einen Ministerposten in Frage komme, da er seinerzeit bereits Nach­folger des Herrn von Hammerstein werden sollte. Dr. Wentzel ist ein ausgezeichneter Ver­waltungsbeamter, der das Vertrauen im höchsten Maße genießt. (Er war früher auch Landrat in Marburg.)

Kopenhagen, 6. Febr. Die Beisetzung de« Königs Christian findet auf Anordnung deS Königs Sonntag den 18. Februar statt.

London, 6, Febr. DieTimes" melden auS Tokio: In der Budgetkommisfion des Parlaments erklärten die Regierungskommiffare, Japan könne jetzt Schlachtschiffe in jeder Größe auf den eigenen Werften Herstellen und brauche dazu nichts außer Messingröhren und gewissen Hilfsmaschinen aus dem Auslande zu beziehen.

,,^zch darf es doch einige Tage behalten?" u, feine Antwort.Das Erem-

plar bleibt hier, dre anderen sind schon unter-

Was heißt das, unterwegs?" war ihre hasfige Anttvort.

Nun, bei mehreren Theatern ist es. Meinst ^u, ich hatte es geschrieben und soviel Strbeit oornu; verwendet, um es jetzt im Schreibtisch der- Plben zu lassen?"

"Nein, das wohl sicherlich nicht," meinte sie in gepreßtem Ton.Ich dachte nur, es würde besser lern, vorher das Urteil anderer einzuholen. Man »ann sich doch nidrt auf sich allein verlassen."

OertÄ lachte laut auf.

Roden las es. Kleinigkeiten habe ich darauf. M geändert, im großen und ganzen nicht. Das s.uck rst gut, wie es ist. Kleiner Ausputz und . end^rungen an der Fassade nehmen dem Ganzen do» seinem Wert und fügen nichts yinzu. einmal" fuhr er dann fort, als seine «ra« im Lchwmgen beharrte,e8 ist mit Dramen y - twnz eigene Sache. Niemand kann für eine u^,run® Garantie übernehmen. Das BfntA » unberechenbar, die Interpreten des j MvngZhast^' Schauspieler, sind oft recht | , Theatern hast Du es denn eilige- j

..f^Ate Frau Hanns nach einer Pause; sie tf« J' günstige Gelegenheit zu einer wei- mt9^en lQf'cn- "An das

I Wir wollen uns nicht in einen Diskurs ein- I lassen über Wert oder Unwert der einzelnen I Musentempel", meinte er.Es kann Dir auch I völlig gleichgültig fein, wohin ich es gegeben habe.

Wirst es früh genug erfahren, wenn ich Dir die I Karte zur Premiere gebe."

Alles bäumte sich in der jungen Frau auf gegen eine derartige Abweisung, ihr Stolz, das Bewußt- sein ihres Wertes, ihre Siebe, hell aufflammende Entrüstung machte sich in heftigen Worten Luft.

Ich bin kein Weib aus ChamissosFrauen- Liebe und Leben". Ich lasse mich nicht abspeisen wie ein Backfisch. Bis jetzt war ich der Ansicht, ! daß unsere Interessen Hand in Hand gehen müßten von dem Tage an, an welchem ich Deine Frau wurde, mir scheint. Du denkst anders. Ich wünsche über biefen Punkt unbedingte Klar- heil zu erhalten, ich habe ein Recht darauf."

Oertel war sehr erstaunt; aber die harten Worte seiner Frau reizten ihn. Er nahm die Zei. tung auf, welche vor ihm auf dem Tische lag, und entfaltete sie.

Ich meine, daß ich von Anfang an gar keinen Zweifel über meine Ansicht habe entstehen lassen, selbstverständlich gehen, unsere Interessen Hand m Hand, und ich begreife Deine ganze Heftigkeit nicht, nachdem ich Mr den deutlichsten Beweis ge- gehen habe, daß ich auch sehr wohl nachzugeben im­stande bin."

Bitte, wann wäre das gewesen?"

Ich wünschte, nach Papas Tod hierher zu ziehen, Du in Wilhelmsburg zu bleiben. Das war meinen Wünschen und Interessen diamentral I entgegengesetzt, ich blieb sechs Monate in der Wust? von Wilhelmsburg." I

Hanns stand rasch auf. I

_. glaubte, dies kleine Opfer würde Deiner I Liebe nicht allzu schwer fallen." I

-Habe ich das gesagt?" |

Es klang jedenfalls durch. Schon hie Er- I wahnung ließ darauf schließen."

I .böai9 tm Irrtum, Hanns, Du hast I Sie las und las, wurde bald rot, bald blaß,

I rirr vorzuwerfen, ich hätte es an Rück- I geriet in immer größere Aufregung, und als sie

I ** fehlen lassen. Ich glaube vielmehr, I geendet hockte, legte sie das Manuskript mit einer

I .fwan zu haben, mag eine tfrau billig vertan. I heftigen Bewegung auf den Schreibtisch unü

I ffen ""Vs- Allerdings " I sprang heftig auf. Sie war außer sich.

IAllerdings?---Ja, ich will es Dir I Das Stück war in jeder Hinsicht verfehlt.

I sagen, lieber Mann. Alles bis zu einem gewissen I Aber es sollte nicht verfehlt sein, sie war I Punkt. Und dieser springende Punkt ist Dein Ar- I nur nicht unbefangen genug herangegangen. Da beitszimmer. Der Ausdruck ist schlecht gewählt, ich I drinnen in dem Schreibtisch lag ihre Arbeit übet weiß keinen anderen. Deine Frau steht Dir gei- I dasselbe Thema. Sie meinte, die sei besser ftig nicht hoch genug, sie cm dem teilnehmen zu | eitle Selbstüberhebung.

lassen, was Du schaffst." I Tags darauf las sie das Stück abermals.

Berzeih'! Ich glaubte Dir schon vor Monaten I Stärker und stärker wurde der Eindruck, diese

I gesagt zu haben, daß ich stets allein gearbeitet | Arbeit bedeute nicht nur keinen Fortschritt, son- habe. Marga hat mir wohl als Maschinenschrei- I Vern einen entschiedenen Rückgang. Keine Ein« berin gedient, aber nicht als Mitarbeiterin." I fühnmg in die Fabel der Geschichte, keine Hand«

Marga gegen mich ins Treffen zu führen, ist J "»r. Erzählung; mühsam

gegen uns beide unbillig. Gegen nckch, weil ich ft$ A -Handlung tm zwecken Akte hm;

aus anderer Stufe stehe, als sie; gegä Marga, Adsitte brachte keme Losung des Konflckts, nut tocil tbr Wert auf anderem Gebiete liegt. Eins I

schickt nicht für alle " I Unb ote Verse.

Niemand kann gegen seine Natur" saute er nahm Wer und Stift zur Hand, nach einer Pause, während welcher die junge grau I svitilch bts Stuck ^um brttten

v°r ihm stand und chn erwartungsvoll anblickte, deckte sie ruckstchtÄos alle Schwach«

wahrend er feine Augen nicht von der Zeitung bessMen auf. Seite für Seite gal

toenfcete. Dann hob er das Blatt und begann I A^n^von. ^T'vrkung«, Nickreickmuno« scheinbar zu lesen I Dann legte sie Manu.krlpt und Aufzeichnungen

Hanns Oertel' blickte noch hnmer I fort »nd stützte überlegend den Kopf in die Hand.

i enLe »Ä*"1* water in den Salon I sich, und dieser Vorwurf ist der allerschldnmste. ^E^vte, war chr Gatte nicht mehr dort. Er Das Stück mußte zurückgezogen, eine Auffüh.

1 ^beitszlmnwr. I rung unter allen Umständen verhindert werde*.

Erst drer Tage spater hatte Hanns die Lek. \ Wie das aber?

r®te aina I Fwu Hanns überlegte hin Und her und könnt,

Stück bm-on I nicht zu einem festen Enffchluß komm«,.

^vden. Nicht kritisch be- I Sollte sie sich noch einmal einer Abweisung ca* . SE j£ 1 Uni<- I Nr-mA SI-h

l Nachdruck verboten.)

Die Brücke.

Roman von Willy Scharlan.

(Fortsetzung.!

Lr L^w^^^^eI^ialreform^ I Schweizer Flinten bewaffnet waren, Grusinis» I und einige russische und estnische Ansiedler

durch die revolutionäre Sozialdem^tie zur toe? wöbei^ein' DoliKst^aetötet'

teren Stärkung ihrer Organisation bestehen I ^°6eLetrv ^altzlsten und

lassen? Ist Me-, was gegen die sozialdemokratische et Soldat verwundet wurden. AuS eine« Ausnutzung dieser gemeinnützigen Anstalten an I alten Neunpfünder (vom Jahre 1705) wurden I Beweisen vorgebracht worden ist, pro nihilo? I ktwa 40 Kugeln abgeschoflen, die auS eine« I Soll vielleicht gar die der Sozialdemokratie so I alten gesunkenen Schiffe geholt waren. Vm- I förderliche Organisierung der Krankenkassen mit I den Geschaffen wurden da8 Dach und die Wand« I in das neue, das bürgerliche Gesetzbuch an Umfang I der Kaserne an vielen Stellen durchschlage«.

übertreffende Verschmelzimgswerk mit hinüberge- Während deS Scharmützels plünderten die Re» I nontmen werden? I öolutionäre die Villen tn Ssotfchi und nahmen

I e ------- I den Bewohnern die Waffen fort, töteten he«

Staat und Kirche in Frankreich.

Montpellier, 6. Febr. Die Eingänge I die Kanzleiakten verbrannten. Am Abend bei der Kathedrale waren heute, al« da« Inventar I 1- Januar mußte die erschöpfte Garnison kapi» I aufgenommen werden sollte, fest verschlossen. I Mieten. Nach dem Eintreffen eine« Torpedo» Um 10 Uhr wurde die Aufforderung erlassen, I i^er« und eines Militärtransportschiffe« aus die Türen zu öffnen, doch blieben dieselben ge- I Datum flüchteten die HaupträdelSführer, nachde« schloffen. Geniesoldaten brauchten eine Stunde, | die Waffen der Garnisons-Soldaten und bie um sie einzuschlagen, da sie von innen fest ver- I Renteikafle mitgenommen hatten. Am 4 Ja- barrikadiert waren. Der Domäneninspektor I nuar wurde die Kasse fast unversehrt zurücker» nahm bann, trotz de« Einspruch« de« Bischof«, I stattet. Die von auswärts gekommenen Auf», inmiten von Freiheitskundgebungen, das Inventar I Führer flüchteten nach Süden. Die örtliche« auf. Draußen schrie die Menge und sang I Insurgenten sowie viele von den bewaffnet« Kirchenlieder. Dann begaben sich die Demon- I Minareliern verbergen fit) in den Wälder« ftranten nach der Präfektur. Zehn Personen I der Umgegend. Die Grusinier der Plastrun» wurden verhaftet. I Ortschaft weigern sich, die Rädelsführer und

Montpellier, 6. Febr. (Agence HavaS.) I die Waffen auszuliefern.

Um 5 Uhr abend« hielt die erregte Stimmung Aus de» Ostseeprsviuzeu.

m der Umgegend der Kathedrale und der I. _ L L. *

Bürgermeisterei noch immer an. Mehrere I ^*9°' b Jbdr. Dre Stadt ist vonMilttär

Prrsonen wurden mit Füßen getreten und miß- ^rwert, die Bahnhöfe werden scharf bewachs

handelt. 12 Personen tiuiben verhaftet. Die da politisch Kompromittierte zu fliehen suche«.

Feuerwehr wurde requiriert, um in den be- ?er Arbeiterschaft und besonder« der Fabrik»

nachbarten Straßen, wo Schutthaufen der delegierten hat sich ungeheure Erregung und

Kavallerie da« Eingreifen verhinderten, die bemächtigt. Allgemeine Haussuchung«

Wiamfeftanten zu zerstreuen. j »nb rigorose Strafgerichte haben begonnen.

Cherbourg, 6. Febr. Bei der Aufnahme § eit Sonnabend find drei lettische Vereinshäuser

des Inventars in der Gelübdekirche kam eS zu Niedergebrannt, zahlreiche Verhaftungen auch

lebhaften Zwischenfällen, in deren Verlauf sieben reicher und angesehener Bürger wurden borge«

Personen verhaftet wurden, unter ihnen befinden nommen, mehrere kriegsgerichtliche Todesurteil«

sich auch zwei höhere technische Marinebeamte. ausgesprochen; räuberische Ueberfälle, Mordtat«

Paris, 7. Febr. In Saint Elaude(Jura) au8 Rache, nächtliche Versuche, Gefangene z«

führte die Inventar-Aufnahme und der Wider- befreien, dauern an. Trotzdem nimmt da« ge»

stand der Katholiken in der Kirche zu einer s<häftliche Leben seinen regulären Verlauf,

heftigen Gegenkundgebung, wobei Heiligenbilder I E« find jetzt erst einige genauere Einzel» und Kultusobjekte auS der Kirche geschleppt | heilen über daS furchtbare Drama in und auf dem Platz verbrannt wurden. I Schluß Eußwegen (Süd Livland) bekannt ... _______________ I geworden, dem vor einigen Wochen die beid«

I Brüder Adalbert und Eugen v. AderkaS zum

Zur Laqe in Rußland. I Opfer fielen. Wie seinerzeit der Ueberfall ge»

Tie Auskuhrbkwkßuug im Kaukasus. I lIbet t?orben- ,

m ., " . I aber tm Schlosse selbst zu getragen hat bt8 zu

ft a belicht au« Noworosfisk schildert die I dem Augenblick, da man die beiden Brüder all Konflikte, welche m Sfotschi zwischen den Re- I Leichen Wiedersand blieb in Dunkel gehüllt, volutionären und der Garnison (23 Infante- I Der .Frks. Ztg." wird hierüber au« Riga ge» risten und 50 Polizisten) ausgebrochen waren, meldet: Adalbert v. Aderka«, der ältere der wie folgt: Tie Zahl der Ausrührer belief sich I Brüder, ist dort und nicht auf dem Hofe unter auf etwa 1000 Mann, Mtngreller, die mit I den furchtbarsten Martern ermordet worden.

.. Oertel wunderte sich, daß seine Frau dieier Mitteilung nicht mehr überrascht erschien, denn sie meinte nur: