46
. , - - Später versammelten sich die
übrigen Mitglieder der Königsfamilie. Während der Fruhsliickstasel, an der die Kaisettn-Witwe und Pnnz .Hans teilnahmen, fühlte sich der König umvolil und legte sich zu Bett. Ms sein Befinden sich verichlimmette, wurden die beiden Leibärzte herbe,gerufen, deren Bemühungen jedoch veraeb- llch waren. '
„Nicht ganz, die Absicht ist vorhanden, die Anlage auch."
„Danke!"
„Ach wo! Meinen Sie, ich wollte schmeicheln? Das lernte ich nie. Der Versuch lohnt. Es liegt kein Grund vor, daß Sie nicht Erfolg haben sollten.
Oertel verbarg die Mißsfirmnung, welche die Wendung des Gesprächs in ihm hervorrief, unter einem höflichen Lächeln. Nach einer Pause meinte er ruhig:
„Ich denke, meine Frau hat nicht die Absicht, dre stattliche Reihe der für Familienblätter schreibenden Damen zu verlängern. Das ist doch auch kein erstrebenswertes Ziel."
. „Nein," erwiderte seine Gattin kurz. „Wenn eine Frau Wetter nichts kann, soll sie am Kochtopf bleiben. Es gibt auch solche, welche höher hinaus wollen."
„Wollen — ja," meinte Oertel. „Sie wollen schon, aber sie können nicht. Ich habe noch keine kennen gelernt, die nicht bei solchen Versuchen ge. scheitert wäre."
Erscheint wöchentlich siebe« mal.
Druck rmd Verlag- Job. Äug. Loch, UmversttätS-Buchdruckerei 41. Iabra.
Marburg, Markt U - Telephon 55.
Marburg
Mittwoch, 31. Januar 1906.
Hanns Oertel sah ihren Mann erstaunt an, eine feine Röte sfieg ihr jäh ins Gesicht. Eine» Augenblick 3tigerte sie mit der Antwort, dann er» klärte sie in ganz ruhigem Tone:
„Den Männern im allgemeinen auch, sonst würden wir nicht von so unglaublichen Mißerfolgen auf der Bühne hören und sie schaudernd mtt erleben müssen."
„Das hat wohl auch noch andere Gründe/ meinte der Freund, der den Gegensatz in bot Ansichten dieser beiden Menschen sehr wohl bemerkte. Er erörterte, daß hierbei noch viele andere Umstände mitsvrechen, welche sich im Augenblick nicht sämllich klarlegen lassen. „Ich habe in der Tat von Frauen geschriebene Dramen gelesen, welche auch vor der schärfsten Krifik bestand«« und wohl verdienten, aufgesührt zu werden."
„Ich noch nicht," erwiderte Oertel.
Seine Frau aber brachte das Gespräch in andere Bahnen, da sie Zett und Ott für eine Kontroverse für so ungeeignet wie möglich hielt. Aber sie war schweigsamer als vorher, mahnte auch früher zum Aufbruch als uttprünglich ihre Ab», ficht war, nicht ohne Roden gebeten zu, habe^ einmcck wichrend der schönen Jahreszeit in Wil- heknzsburg vorzusprechen.
Fnsfinktiv suchte sie ihn an sich heranzuziehe«, nicht als Sukkurs in dem Strett mtt ihrem Gabi ten, sondern in der Hoffnung, zwei würden leicht ter die Brücke über die mehr und mehr sich breitende Kluft zu schlagen imstande sein.
Sichtlich wurde die Kluft breiter und tiefe». Stets deutlicher sprach Oertel seine Ansicht aut^ die Frau komme immer nur bis zu einem gewisse« Punkte mtt darüber hinaus berfa-gten ihre Kräfte.
Hier aber gerieten sie zusammen, wenn es ei»- mal zu klaren Auseinandersetzungen kam. ©Ni würde nicht hinter dem Berg halten mit ihvW Ansicht, fie war nicht feige. J>
i Nachdruck verboten.)
Die Brücke.
Roman von Willy Scharla».
(Sortierung.)
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Sonntagsbeilage: Jllustrirtes Sonntaasblatt.
Die Audienz beim König dehnte sich heute lange Zert aus. Zahlreiche Personen wurden borge-
Bestellungen
#• Mr Re Monate Februar und März auf die
^Oberhrffifche Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriefträgern entgegengenommen.
König Christian iX. von Dänemarks.
König Christian IX. ist geftern Nachmittag (wie wir schon durch Extrablatt abends gemeldet haben) im hohen Alter von 88 Jahren ganz un- erwarttt gestorben. Er war am 8. April 1818 in Schloß Gottorp bei Schleswig geboren als vietter Sohn des Herzogs Friedrich von Schles- wiwHolstttn Sonderburg-Glücksburg. Am 28. Mai 1842 vermählte er sich mit der Pttnzessin Luise, britten Tochter des Landgrafen Wilhelm von H e s s e n - C a s s e l, die ihm erst vor weni. gen Jahren — am 29. September 1898 — im Alter von 81 Jahren im Tode vorangegangen ist. Am 15. November 1863 bestieg Prim Christian als Nachfolger Friedrichs VIII. den dänischen Köniasthron. Tie Einvetteibung Schleswigs in Dänemark, die Chttsttan IX. vollziehen sollte, führte zum Kriege von 1864, der mit der Nieder- läge Dänemarks endete. Seitdem verfloß die Regierungszeit des Königs in Frieden. Daß Däne, mark 1866 und 1870 nicht den Versuch machte, das Verlorene wieder zu gewinnen, verhinderte zweifellos nur die Schnelligkeit der preußisch«! bezw. deutschen Siege.
Bekann t sind die einflußreichen Familienbs- ziehungen König Chrisfians zu den verschiedenen europäischen Herrscherhäusern. Seine ältkfle Tochter ist die Königin von England, seine zweite Tochter war die Gemahlin Alexanders III., die Mutter des jetzigen Kaisers Nikolaus II. von sstußlcmd. Christians IX. zweiter Sohn bestieg als Georg I. den Thron Gttechenlands, fein Cnkel ist der neue König Haakon VTI. von Nor. wegen. Ter neue König, F r e d e r i k IX., ist jetzt 63 Jahre alt und mit einer Tochter des 1872 verstorbenen Königs Karl XV. von Schwe. den-Norwegen vermählt. Dieser Ehe sind acht .Müder entsprossen, von denen der älteste Sohn, der jetzige Kronpttnz Chttstian, feit 1898 mit der Herzogin Alexandrine von Mocklenburg-Schwettn vermählt ist. . .....
Neueste Telegramme.
Berlin, 29. Jan. In Parlamentskreisen erzählt man laut „Frkf. Ztg.' über die Diäten -für die RttchStagsmitglieder u. a., daß ein Pauschquantum von Mk. 3000 pro Session ge» ivähtt werden solle, von dem für den Abwesen- hettstag ein entsprechender Abzug gemacht werden soll. Die Vorlage soll für die laufende Session noch rückwirkend in Kraft treten. Die Mitglieder des Reichstages, die gleichzeitig anderen politischen Körperschaften angehören und als solche zum Diätenbezug berechtigt find, erhalten für die Zeit der Reichstagstagung nur Reichs- dlüten.
Hamburg, 28. Januar. Der Dampfer „Eduard SBoetmann'* mit neun Offizieren und höheren Militärbeamten, 99 Unteroffizieren und Mannschaften ift heute Vormittag aus Süd» Westafrika hier eingetroffen. .
Sfl'lotz Hohenburg, 29. Jan. Der heute Vormittag über das Befinden des Großherzogs Wilhelm von Luxemburg abgegebene Krank- heitZbericht lautet: Der Großherzog verbrachte eine ruhige Rocht. K äftezustand und Herz' tätiekeit sind befriedigend, (gez.) Dr. Gröschl.
Parts, 30. Jan. Im Auftrage des deutschen Kaisers überreichte der Marine Attachä der hiesigen deutschen Botschaft Admiral Siegel dem Präsidenten der Republik die vom Kaiser gezeichneten vergleichenden Kriegsflottentabellen. Herr Loubet äußette lebhaftes Interesse an diesen Tabellen und bat den Marine Attachä. dem Kaiser seinen herzlichsten Dank für dieselben «uszusprechen.
Kopenhagen- 29. Jan. (Wiederholt.) Nachdem der König heute Vormittag die gewöhnliche große Montagsaudienz erteilt hatte, fühlte et sich müde und ping zu Bett, um vor der Tafel zu ruhen. Die Kaiserin von Rußland begab sich um drei Uhr zum König, der sich nicht mohl fühlte. Die Kaiserin rief die Mitglieder der königlichen Familie herbei, von denen sich auch einige einfanden. Kurz vor 3 Uhr 40 Minuten starb der König still und ruhig.
f »Und das wäre?" fragte die junge Frau.
„Man muß für die Bühne schreiben, gnädige flsEte Roden, „nur das mach! einen Schrtttstellernamen wirklich bekannt."
Frau Certel lächelte, aber dies Lächeln war erzwungen, dann sie fiirch-tete sich fast davor. Weshalb sagte denn Roden das mit so viel Emphase? Das wußte sie längst. Tausende und Abortausende nannren allabendlich den Autor eines Stückes welches einschlug. '
Aber gleichzeitig wurde ihr klar, daß Rodens Worte für ihren Gatten eine Versuchung sein ?"bten,^der er unt-rliegen würde, um später vur^Enttauschunacu zu erfahren.
seine Stätte bestand sicher nicht .iw Drama- ichen, die schönsten Teste seiner Romane waren tue liebevollen, feinen, gewissenhaften, gefichls- Jörgen cdfuberungen.
fßate Frau Hanns auch rasch und wit beionberer Betonung:
... "Sicher, Herr Roden. Wem es gegeben iit bet Weg zum Parnaß über die Bühne ein in' tofagcn, der soll ihn gehen. Aber es gehört ein besonderes Talent dazu." OTort 601
r meinte der. „Vielleicht stch
nte drmnatifch öerfucbt; nun Ä ffibt mir die notige Muße Aber
D" Bettuch Tja niA K Seite? "nmstl den Stoff in O^ttels r Crz fte mir vorgestern,
fe Die ift K Hertha Loßberg meinte Mtd burrf, 1 kur zwei Stücke dramattsch durch ^^--Z°.re, einmal, ich kann Dir Mr dm
Rat geben, ichneidere dos Ding um. Schade I
stellt. Noch der Audienz nahm der König das I Aehnlich depeschiett der Korrespondent M Frühstück ein und ging gegen 3 Uhr zu Bett. .Petit Parifien". Die Rede de« Grafe« Balle- Kopenhagen, 29. Jan. (SB. B.) Der I strem habe den denkbar schlechtesten Eindruck Ministerpräsident überreizte anläßlich des Thron- gemacht. — Wir vermögen dann kein Unglück wschstts dem Könige die D«nission des KabiE. zu sehen, im Gegenteil kann e« in Deutschland D^ ^fl^h dm Wunsch mis^ ^ß dw Mwi. I nut den besten Eindruck machen, daß Gras »«tarn sich fo beS Zentrums f«
S™ tt- enetjiWe bet leWrnj i.
tperöen. | der marokkamschen Frage ausgesprochen hat.
Kopenhagen, 29. Jan. (SB. B.) Beide Kammern des RttchÄages (jietten nachmittags 31/2 Uhr Sitzungm ab. Um 5 Uhr versammelten sich die Reichstagsmttglieder im Saale des Folkethings zur Entgegennahme der königlichen Botschaft über die Thronbesteigung König Fvederiks IX.
Christiania, 29. Jan. (SB. B.) Der Tod des Dänenkönigs ift im ganzen Lande mtt großer Tttlnahme auf genommen worden. Hier sind die Theatervorstellungen abgesagt. König Haakon stattete im Laufe des Nachmittags dem däuischm Gesandten einen Beileidsbesuch ab.
nm den schönen Stoff, für ein solches Novellchen I nits auch ein halbsttdner."
Oertel hörte bisher füll zu, nur um seine Augen zuckte es lebhaft. Jetzt sagte er rasch:
-'Meinst Du? Im ftiflen Kämmerlein dachte aut9 schon daran, aber ich habe zu wenig Bekannte am Theater. Die Novelle reißen sie mir aus der Hand--ein Stück?"
--Ich kenne die Hettha Loßberg noch gar nicht," tenbete sich die junge Frau an ihren Gatten, und ! es klang wie ein leiser Vorwurf aus ihren SBor- ten, „darf ich sie nicht auch einmal lefen?"
Roden warf einen schrägen Blick auf die Frau, bann auf den Man», aus tveldtem letzterer man- ches hätte herauslesen können. Eine kluge Frau, welcher der Mensch seine Arbeiten vorenthielt? Komisch das — aber was ging ihn das Familienleben der Herden an?
Oertel aber sagte nur kurz:
»Gewiß, gern! Ich vergaß es nur vollständig."
Plötzlich fragte Roden:
„Schreiben Sie nicht auch, gnädige Frau?" „Früher einmal, ja, da versuchte ich es. Dann
aber fehlte die Zeit Und jetzt? Nun ja, ich bin I „Bitte, lies doch die Bücher, welche offen auf öab«,_eS w versuchen. Aber toie kommen Sie meinem Tisch liegen. Ich glaube, Deine Ansicht 3 '"«Per eine anbere herben, - aber," fte
Stoben hübte I wendete sich an Roden. „Er ist boreingemmunen
konnte die Frage mtt einem Scherz beant- I gegen die Fr<m, — in dieser Hinsi^."
wotten, gnädige Frau; zum Bttspiel, daß heut- I „WeshM nur," meinte der. „Lieber Freund, zutage,alle Damen schreiben, und baß die Schttft- I Konkurrenzneid ist ein Angstprodukt. Da ist zum stellerei eine furchtbare Epidemie ist. So meinte Beispiel —-
ut)e§ gar nicht. SBerben Sie glauben, daß ich I „Um Gotteswillen, keine Namen," rief Oertel Jfouegen unb Kolleginnen geradezu fühle, vor- I abwehrend. „Und Konkurrenzneid? Nein, ment Wure, mtt einem gewissen sechsten oder siebenten I Lieber, diesen SBettbewerb zu fürchten, haben smn wittere? Wirklich! Nicht, wenn ich sie sehe; I wir nicht nötig. Hat schon je eine Frau als bra» aver wenn ich eine Viertelstunde mit ihnen ge- I mattsche Dichterin etwas geleistet? Es geht ihnen sprochen habe, sagt mir eine innere Stimme: Der I wie mit der Musik. Dirtuofinnen können sie oder die sind vom Handwerk." I werden, komponieren nicht. Und zum Aufbau
„Und mich taxieren Sie auch eine vom Hand- I eines Dramas fehlt ihnen einfach alles."
wett? Das stimmt doch nicht ganz, Herr Rode»." • .. »Na nnl" rief Roden, »das ift mir ne»!*
• Biertrljährlicher BezugSpreiSr da vei Expckition 2 Mk,
Ttß A’ b« allen PostSmicrn 2,25 M. <e$cL Bestellgeld).
JusertionSgebühr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 10 Psg.
Reclamen: die Zeile 25 Psg.
Zur Lage in Rußland. Die russischen Frrihritehelde«. In feiner letzten Uebersicht über die auswärtige Politik der Woche stellt Professor Schiemann in der „Kreuzzeitung" fest, daß sich in Rußland dis Grenzen zwischen Sozialdemokraten und Anarchisten nicht mehr ziehen lassen. Dann schreibt er weiter: „Beide Parteien stelle» Bombenwerfer, Meuchelmörder, Räuber und Diebe. Dafür liegen zahllose unwiderlegliche Beweise vor. Die estnischen Sozialdemokraten
Die Konferenz in Algeciras. I &1FSÖ
I ftcti JJiQTtcTtt uotQdiomntßtt oll luoyßbußji
Algeciras, 29. Jan. (SB. B.) Amtlich I sinnlos zerstört (z. B. allen Pferden eines wird bekannt gegeben: Die Konferenz befaßte I großen Gestüts die Kehlen durchschnitten), und sich heute mit Set tp-uhuig bet von der marok- I wie die lettischen und jüdischen Sozialdemokraten kanischen Delegation formulierten Anträge be» I in Takum gewütet haben, ist noch in aller Erin- treffend die Verbesserung der gegenwärtig be- I nerung. In der Vernichtung von Kultnrwerten, stehenden Steuern und betreffend die Schaffung I wie z. B. der Manuskripte deS ehrwürdige» neuer Steuern, die bestimmt sein sollen, die Ein- I Propstes Dr. Bielenstein, der mehr als alle fünfte des fcherifischen Staatsschatzes zu erhöhen. I Letten zusammengenommen getan hat, um die WaS den Entwurf über die Erhöhung der I Sprache des Volkes und seine Kultur zu heben, Zölle betrifft, so ist die Beratung hierüber bis I oder der kostbaren Bibliotheken und Archive, zu dem Zeitpunkte, verschoben, an dem sämtliche I wo immer sie diesem barbarischen Gesindel ie Delegierte, die von ihren Regierungen ver- I die Augen fielen, haben gerade die organisierte» langten Jnstruftionen erhalten haben. Bei I Genossen durch alle drei baltischen Provinzen lieber den Tob Königs Chttsttan liegen fol- I ?e$’nn ^et Prüfung der von der marrokkanischen I systematisch gewetteifert. Und für diese Mör- gctibe Nachrichten aus Kopeichagen vor: I Delegation vorgeschlagenen neuen Steuern unter? I der und Diebe organisiert unsere Sozialdemok-
Kopenhagen, 29. Jan. (SB. 23.) Die I fu<$te die Konferenz zunächst die Frage, ob I ratie Kundgebungen und der von der polnischen
amtliche B.kamttmachung über den Tod König überhaupt und unter welchen Bedingungen die I Rosa Luxemburg gekuschte „Vorwärts" singt
Christians besagt, daß der Tod um 3 Uhr 10 Einführung einer allgemeinen Steuer über den ihnen Hymnen. Er nennt diese Leute Freiheits»
Minuten nachmittags unter den Symptomen des I Industriebetrieb sowohl für die Marokkaner kämpfer und betört den ehrlichen deutschen Ar-
Ub7§m.tt Btawn Mittag 12 wie für das Ausland zuzulaflen fei. beiter zu Resolutionen, die ihnen die Scham-
Palais Christians VII die Vro^rm^^London, 29. Jan. Wie verlautet, hat I röte in die Wangen treiben würden, wenn sie -^n Königs! ' Proklamierung des ber Vorschlag Deutschlands, einer neutralen die Leute kennten, für die fie sich begeistern.
Kopenhagen, 29. Jan. (SB. B.) Btt die Polizei in Marokko zu übertragen, Wie wir hören, find übrigens zahreiche let-
Cintritt des Todes des Königs waren die.Koisettn- ^Unterstützung Amerikas, Oesterreichs und tische und jüdische Revolutionäre nach Deutsch- Witwe von Rußlanö Prinz Hans von Schleswig- fallens und wnd von Rußland nicht bekämpft, land, und wie es heißt speziell nach Berlin ge»
und djo beiden Leibärzte amvesend. Der Die neutrale Macht dürste die Schweiz oder flachtet. Es läßt sich annehmen, daß fie mii
Könia vettLÄd I ^^lland fein. I falschen Pässen auftreten, und die Vermutung
" bä er versammelten fufi die I Paris, 29. Jan. Der Korrespondent des I liegt nahe, daß fie auch einen Teil ihres Raubet „Matin" depeschiert aus Algeciras, die Rede I mit herübergebracht haben, so daß gewiß die des Erafeu Ballestrem zu Kaisers Geburtstag I sorgfältigste Kontrolle dieser verdächtigen Ele- habe bei den in Algeciras versammelten Dele- I mente geboten ist." Hoffentlich wird diese
gierten große Verstimmung erzeugt. Auch die I Mahnung befolgt und mit besonderer Aufmerk» ^utiqen Delegierten seien keineswegs zufrieden. I samkeit darüber gewacht, daß die ungebetenen Die Rede stehe in völligem Widerspruch zu dem I russischen Gäste sich nicht an der revolutionären Ton, der in Algeciras herrsche, und könne die I Propaganda der deutschen Sozialdemokratie lehr delikaten Verhandlungen nur erschweren. I beteiligen.