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Jorfa tam herein und sagte halb bedauernd, halb befriedigt:
sie.
Aus Petersburg wird dem „Motin" gemeldet, daß die politischen Gefangenen im Gefängnis der Wiborger Vorstadt sich seit dem 22. ds. Mts. wei-
Da 'Oerie'
Zur Lage in Rußland.
Aus den Ostseeprovinze«.
Riga, 27. Januar. Gegenwärtig befinden sich gegen 800 Personen wegen Gewalttaten,
iadchen entfernte sich kopfschüttelnd, r im Mbenzimmer das kurze Gespräch
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, Umverfit! s-Buchdruckerei ti. Jahr«.
Marburg, Markt 21. — Telephon >5.
Marburg
Dienstag. 30. Januar 1906.
für die Monate Februar und März auf die
,,O»erhsfsifche Zrit««S" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain. Neustadt und Wetter, sowie von ollen Postanstalten und Landbriesträgern hNtgegengenommen.
"Die Absage der Gesellschaft, mein schätz. Der hresigen, meine ich. Eine etwas brutale Absage Sre aber den Charakter dieser Dame kennzeichnet. Außerdem kommen wir beide in ihren neuen Ro- nran, und sie wird ein würdiges Paar aus uns machen."
reaktionären Hofpartei sprach, die Preßfreiheit einzufchränken, das Gcdechcn und der Fortschritt des Landes hänge ausschließlich von dem Bildungsgrade ab; die Presse fördere sehr die Bil- düng. Er iverde glücklich sein, wenn das Volk seiner als eines Herrscher gedenke, der dem Volkswohl keine Hindernisse bereite.
Washington, 26. Jan. Das Repräsentanten- haus beschloß mit 194 gegen 150 Stimmen, die Gebiete Arizona und Neu-Mexiko unter dem Namm „Arizona" und die Jndianergebietc und Oklahoma unetr dem Nanmen „Oklahoma" als Bundesstaaten anzuerkennen.
Konstantinopel, 27. Jan. Gestern abend fand in der deutschen Schule eine erhebende Kaiserfeier und heute Vormittag ein Gottesdienst in der Botschaftskapelle statt, welchem Botschafter Freiherr v. Marschall mit dmi Botschaftspersonal, Generalkonsul Stemrich, die Offiziere der „Loreley" und viele Mitglieder der Kolonie beiwohnten. Mttags sanden sich die Gratulanten auf der deutschen Botschaft ein. Am Nachmittag erschienen Delegierte des Sultans und die Mtglieder des diplomatischen Korps zur Gratulatwn. Abends fand im deutschen Verein „Teutonia" ein Bankett statt, dem der deutsche Botschafter beiwohnte. Im deutschen Handtverkervcrein tvurde ein Ball veranstaltet, dm der Botsä>aster auch besuchte.
Daressalam, 26. Jan. Masor Johannes tele- gmphiert aus Ssongea, daß Leutnant Sibberns am 26. Dezember bei Mohamakiro, an der Grenze des Ssongea- und Mahengebezirks, ein glückliches Gefecht gegen 200 Wangoni hatte, welche 24 Tote verloren. Auf deutscher Seite waren keine Verluste zu verzeichnen.
l Nachdruck verboten.)
Die Brücke.
Roman von Willy Scharlan.
(Sortierung.)
Vierteljährlicher Bezugspreis: bet kei ExpÄition 2 Dlk., bet allen Postämtern 2,25 Ml. <eicl. Bestellgeld).
JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Psg.
Neclameu: die Zeile 25 Pfg.
und durch ihn weiterlebt. Vom Bett auf die Chaiselongue, von dieser auf das Bett, wie sollte sie das Dasein ertragen ohne seine Güte. Sie vergilt es ihm durch heldenmütiges Ertragen ihrer Qualen. Nie hört er ein Wort der Klage ! oder des Jammers. Ich bin glücklich, zuweilm ' ihr Leid mildern zu können. —
So war das Ehepaar Oertel ganz allein auf sich angewiesen, dmn in der Tat, das Schloß an der Gartentür war die Absage der Gesellschaft. Niemand machte in der Villa Lingen oder wie man in WUHelmsburg es jetzt hieß, in Haus Oertel Besuch.
Frau von Schulz sorgte dafür, daß in der Stadt einige kleine Histörchen über das Paar zirkulierten, und sie fand die vortreffliche Unterstützung der Herzogschen Damm.
Hanns Oertel aber drängte sich niemand auf.
Die zur eifrigen Arbeit besftmmtm Vormft- tage war sie immer allein. Schon früh stand das Ehepaar auf; nach dem gemeinschaftlichen Früh- kafsee eine kurze Brunnenpromenade, dann der- schwand er in seinem Arbeitszimmer.
Nach Stunden, pünktlich um elf Uhr, brachte sie ihm selbst sein einfaches Frühstück in das Arbeitszimmer. Das geschah lautlos, kein Wort wurde gewechselt. Sie strich ihm wohl mit der Hand über das zuweilen wirre Haar, aber trotzdem blieb oft genug der Imbiß unberührt. Er hatte gar nicht bemerkt, was vorging.
Die Hausordnung wurde geändert. Schon um 2 Uhr wurde zu Mittag gespeist, der Nachmittag gehörte dec Frau, die ihn auch zu Spazier- gänam und kleinen Ausflügen ausnutzte.
Hin und wieder gab er ihr eine druckferftge kürzere Arbeit vor der Versendung; sie behielt aber ihr Urteil für sich, da er sie nicht befragte. Und sie tat dies um so lieber, als ihr seine Arbeiten nicht gefielen.
Er arbeitete zu hastig, schrieb zu viel, sie bet»
Die Konferenz in Algeciras.
Urber dr« Gang der Verhandlungen und über den vorauSfichtlichen Gang der Ding« bringt der Pariser „Temps" folgende auS Bern«
« Zu finner Frau und faßte sie um.
"Hast Du vral für mich aufgeben müssm?" fragte er und sah ihr in die Augm, aus denen eine unendliche Liebe aufteuchtete.
„Gar nichts, mein Geliebter," flüsterte sie --Diese Menschen und ich, wir können uns ent- behren."
Neueste Telegramme.
Berlin, 29. Jan. Es verlautet, daß der preu- ßische Episkopat in einer besonderen Kundgebung feine Stellungnahme zur Schulgesetzvorlage darlegen wolle. Ob eine Mschosslonferenz zu d> Orn Zwecke einberufen, oder der bezügliche Erlaß auf dem Korrespondenzwege vereinbart werden soll, ist nicht bekannt; vorbereitende Beratungen haben Pruschen den Kardnälen Kopp und Fiscber vor kurzem in Köln staftgefunden.
München, 27. Jan. Bei der Festtafel der Offi- K'ere des Beurlaubtenstandes anläßlich des Ge- rrtslages des Kaisers hielt Prinz Ludwig eine Rode, in der er an die Festtage in Nürnberg erinnerte urib weiter ausführte: „Ich kann sagen, es war ein schönes. Patriotisches, ohne jeden Miß- klang veilaufcnes Fest, und das ist auch recht! Die deutsche Fürsten müssen in guten und schlim- men Zellen fest zueinander stehen; und wie die Fürsten, so müssen die einzelnen Staaten muß das ganze Volk zusammenstehen, und mit verschnürt, penber Ausnahmen muß man sagen, daß es so ist. Möge cs fürderhin so bleiben."
zur Linderung der Not möglichst reichlich fließe« und anderseits eine ergänzende Mitarbeit z« übernehmen. Es handelt sich um die praktifcheFür» sorge für Frauen, Mädchen und Kinder, um ihrs Unterbringung und die Schaffunggeeigneter Tätig« leit, Erwerbsmöglichkeit und Unterricht. Diese Aus» gäbe können und muffen Frauen übernehmen, urch sie dürfen sich dieser Pflicht nicht entziehen durch die Rücksicht auf mancherlei andere bereit- übernommene Verpflichtungen.
wehre, Revolver, 30 000 Patronen und blanke I die bedeutendsten Läden und Bazare sind ge« Waffen wurden konfisziert. I plündert. In verschiedenen Distrikten bet
Dorpat, 26. Januar. Die revolutionäre I Gouvernements Kursk, Poltawa und Tfchernigow Bewegung in Livland hat den Bezirk Dorpat I ist infolge energischer Maßnahmen die Ruhe trotz der Bemühungen der Agitatoren nicht be- I wiederhergestellt. Die Führer der revolutionäre« troffen. Im letzten Monat herrschte vollständige I Bewegung find ausgeliefert.
Ruhe in der Stadt und im Bezirk. $je Hilfstätigkeit fir die Dwtjch-Stilffr«.
Verschiedene Meldungen. | In Berlin hat sich ein Frauen-HilfSauSschutz
für die notleidenden Deutschen Rußland» ge« bildet. In dem von diesem Ausschuß erlaffenea Aufrufe heißt eS, daß eS seine Aufgabe fei einerseits dabei mitzuwirken, daß die Geldmittel
Er küßte sie zärtlich.
f ^'Sollten nicht zwei Menschen wie wir uns folipt genügen können? Wir wollen ganz mit pmonder und für einander leben, dann haben wir vetde au. gegeben und unendlich mehr gewonnen."
14. Kapitel.
Marga hatte Wilhelmsburg verlaffen.
. öfte hhrieb-0st und aus jedem Brief klang eme herzliche Sehnsucht nach Bruder und Schwä- gcrln. der Wunsch, ihnen näher zu sein. Daneben Werftand der Ausdruck völliger Zufriedenheit M haben'"? klagende Stellung sofort gefunden za.-,§brr Lombard schrieb sie, ist zuvorkonunend, ßSSÄ l'ch stets gleichbleibcnder L, ^?^chkelt bewnders gegen seine Frau, die
h er gänzlichen Hilflosigkeit nur noch in ihm
Budapest, 28. Jan. Die Blätter stellen in der Besprechung der Audienzen des Grafen Andrassy beim Monarchen fest, daß die Aussichten auf eine , „„„ weaeu tyciututiuivn
iÄronL,»mo ^tionr ^hezu Aufreizung zu Streiks und Demonstrationen gänzlich geschwunden feien; das Land gehe einer I ;n sen nhprfftntpn Wnnur ßtpfÄnnniff»« düsteren Zukunft entgegen. Einige Blätter er. mir •
mahnen, die morgige Sitzung des leitenden Aus- I «" M'n tU
schilsses der Koalition abzuwarten, in der Andrassy I ? ^"tständrsche standrechtlich erschoßen,
den Führern der Koalition offiziell Bericht er 2?n ?"pebalg wurde dre Gemeindeschule, weil
statten werde, worauf ein Beschluß gefaßt werden 'te.tm Dezember der Sitz der dortigen Rwo-
wird, den Andrassy dem König überbringen I lutionäre war, durch Kanonen gänzlich zerstört,
werde. , I Jrdessen sagte der Generalgouvernear einer
Paris, 28. Jan. In Mssiessy bei Toulon I lettischen Deputation zu, daß die Zerstörung von brach unter den Soldaten des 8. Kolonialinfan- I Bauerngehöften durch Militär als St^afmaß- terrevegtments eine Meuterei aus. Eine Anzahl regel fortan nicht Vorkommen soll. Der neue
" ^ute verbarrikadierte sich Rigaer Marnisonschef erließ den strengsten
L Ob-^7Garmsonbefehl, daß die Truppen ohne Warnung mußte die Türen sprengen und die Meuterer ge- I Ansammlung durch Waffengewalt zer- ftsstlt nach den Kasematten des benachbarten ^"uen "nd umherz,ehende Menschenhaufen auf Forts bringen lassen. I den Straßen mcht naher als aus 300 Schrrtt
Petersburg, 28. Jan. Die Petersb. Tel.-Ag. I beranlassen sollen. Täglich finden Haussuchungen berichtet aus Teheran vom 27. Januar folgende I >ta^-
Meldung des hiesigen Blattes „Schachinschachi": I Riga, 26. Januar. In der vergangenen Der Schah erklärte in einer zahlreich besuchten I Nacht wurde eine Waffenniederlage bet $010^= Versammlung, in der über das Bestreben der | organisation entdeckt. Eine große Anzahl Ge^
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
LonntaasVeilager Jllustrirtes Sonntaasblatt.
»I » n»ir—~ . Tm——ii ■ um—um — iiii uii — -|—'—i —■c—k —a—^———t^m—n—
gern, Nahrung zu sich zu nehmen. Mit diesem Streik wollen sie ihre Stellung vor ein Zivilgericht erzwingen. Es handelt sich bei diesen Ge- fangenen hauptsächlich um die Mitglieder des revolutionären Komitees, die von einem Kriegs- gericht abgeurteilt werden sollen.
Wladiwostok, 27. Jan. Matrosen drangen am 22. d. M. in das Waffendepot ein und be- inächtigten sich der Gewehre und Munition; am folgenden Tage kamen sie zu einer Versammlung zusammen, wobei sie Waffen trugen. Nach der Veirsammlung zogen sie vor das Haus des Kommandanten, um die Freilassung von (befangenen zu fordern; all-nn unterwegs wurden sie durch Maschinengewehrferier auseinandergetrieben. Am folgenden Tage erfuhr der Komman- da?! General Seliwanow, daß eine Batterie von mit Gewehren bewaffneten Artilleristen genommen sei, begab sich zur Batterie, sprach zu den Leuten, und es gelang ihm anscheinend die Auf- I datierte Mitteilung: .Die deutsche Diplomatie
rhn und verwundeten ihn am Hals und an der I A"l°renz an den Tag, sie steht
Brust. Sein Zustand ist gefährlich. Sechs I ®l,nen Elchen als fast sicher an. Man hält el Sotnien Kosaken wurden von Ni-Molsk nach I w" atoar für möglich, daß bet der Erörteruna Wladiwostok mit Maschinengewehren beordert, der Polizeifrage die öffentliche Meinung sich bitt um die Ruhe wiederherzustellen. Zum Komman- I zu einem gewissen Grade nervös zeigen werde, bauten von Wladstvostok ist der Flügeladjutant I glaubt aber, daß die Aufregung sich rasch lege« General Mischtschenko ernannt worden. I wird. Man ist der Ansicht, nicht Frankreich
Petersburg, 28. Jan. Die.Petersburger I selbst werde anregen, ihm die Errichtung uns Wegr. - Agentur" veröffentlicht nachstehende I Handhabung der Polizei in ganz Marokko z« Meldungen: I übertragen, sondern eine mit Frankreich be*
Moskau. Nach einer Berechnung des I freundete Macht. Die Aufnahme, die dieser Semstwo werden 25 Millionen Rubel nötig I Vorschlag auf der Konferenz finden dürfte, werde setn, um der von Hungersnot betroffenen Gegend I dann wahrscheinlich nicht dazu ermutigen, ihn zu Hilfe zu kommen. I aufrecht zu erhalten. Nunmehr würden die
Riga. Dreißig Mitglieder der lettischen I drei oder vier Pläne für einen Ausgleich, revolutionären Barden, darunter zwei Führer, I worüber die Kabinette schon jetzt verhandeln, sind verhaftet worden. Die Ordnung in Livland in den Vordergrund treten. Diese Pläne sähen ist wiederhergestellt. Fünf Insurgenten wurden I im großen ganzen die Beteiligung mehrerer erschossen. — Die militärische Aktion in Kur- Mächte an der Polizeigewalt im Westen von land ist mit Energie und Erfolg durchgeführt. I Marokko, und zwar für eine kürzere Dauer Sechs Insurgenten wurden erschossen. not. Höhst wahrscheinlich werde die Konferenf
Minsk. Erne gegen den Gouverneur ge- I an die Erörterung der Polizeifrage erst heran- worfene Bombe explodierte nicht. Mehrere treten, wenn ein Einvernehmen über die Grund. Personen, welche Revolverschüffe abgefeuert I läge eines Ausgleichs zwischen den interessierten hatten, wurden verhaftet. I Mächten gesichert sei.'
Bat um. Der Telegraphen-und Passagier- Algeciras, 27. Jan. Ueber die heutig: dienst auf der Eisenbahn ,st wieder hergestellt. Sitzung der Konferenz wurde folgender amt- Truppen sind ewgetroffen I licher Bericht auSgegeben: Die Konferenz fuhr
Gomel, 28. Jan. (Petersb. Tel.-Ag.) Der I fort, sich mit der Prüfung geeigneter Maß- Hauptteil der Stadt ist durch Feuer zerstört, I nahmen zu befassen, um eine Verbesserung der
den feinen durchgearbeiteten Stil früherer | Tisch, an welchem das Paar Platz genommen, Arbeiten, die Vertiefung. I Wohl ein Dutzend alte Bekannte und Freunde
. Das huschte tote em Brrllantfeuerwerk auf I zusammengcfunden. Die meisten tauschten nur ™ Oberflack-e dahin, erzeugte wohl Usber- I Grüße aus, wenige blieben.
rofajung, aber feine Warme, keinen tieferen I Hanns verstand kaum die Namen derjenigen, o/“ "i- r i ßL = , , . I welche ihr vorgestellt wurden; nur als der Name
Lange überlegte Hanns, ob es nicht ihre Pflicht I Roden genannt wurde, horchte sie interessiert auL
richtigen Weg zurückkommen. I "Kopien , imer ebenso geftirchteten, als tuet
. ..Niemals fragte Oertel nach Arbeiten - es
kränkte sie das, aber sie schwieg doch, wenn sie I a^^0UC^ra^t i «
auch hin und wieder eine Andeutung machte, frei- ^r M emmal unfreiwillige Badeaufenthalt lrch vergebens. Wenn aber das, was sie vorhatte, I m eintrugen.
Gestalt und Form angenommen hatte, wollte sie I lst rmr nun einmal nicht gegeben, alle-, mft der fertigen Arbeit vor ihn treten. I r 2 r-n
So näherte sich der Juni feinem Ende I "Unt> m,r 'st das sehr lieb," ftigte Hanns hm- Oertel bernächttgte sich ein^ii^'größer »Sie sind unverheiratet, Herr Roden?- werdende und deutlich zutage tretenbe Unruhe. I »Leider ja. Nicht jedermann kann solches Glück Und seine Frau bemerkte es Wohl. ' I haben tote dieser junge Mann. Daher Wohl auch
„Komm'!" sagte er eines Tages zu ihr, I meine scharfe Feder."
"komm' mit nach Berlin, ich halte es hier nicht I Er verbeugte sich lächelnd gegen Frau Oertel. aus. Bevor die Gesellschaft dort auseinander- I »Aber wirklich, er ist zu lyrisch, zu elegisch. Sei« sttebt, muß ich noch ein paar Tage mit den alten I Gebiet ist ein anderes als mein Wirkungsfeld Kameraden und Kollegen verkehren. Ich muß. I aber auch nicht das, welches er zur Zeit bear- Willst Du mitkommen?" I beitet."
„Aber selbstverständlich, Schatz, wenn Du mich I „Nicht?" fragte Frau Hanns erstaunt. „Wie mfthaben willst. Glaubst Du aber, ich könnte Dir I f° denn nicht? Ich weiß doch, daß Sie seine Er- irgendwie im Wege fein, — ich kann auch I folge absolut nicht verkleinern wollen. Ich lese zu Hause bleiben." I nämlich „Utopien" und auch die Bücherschar
„Nein, Du sollst mitfomnw, Hanns, und I 8hres Blattes." ;
morgen fahren wir." I „Das will gar nichts sagen, meine Gnädige-
Oertel schien wie umgewandelt, schon der me- I Was er schreibt, fft gut, aber —. Sieh einmal, danke an Großstadtluft schien eine berauschende I Oertel, wie viele Menschen lesen denn Deine Ro- Wirkung auf ihn auszuüben. Er war zärtlicher I matte und Novellen? Die Abonnenten von ein aß sonst, ausgelassen lustig, und vergaß sogar paar Zeitungen, das heißt einige, denn die mei- dte Vorunttagsarbeit. _ I ften lesen nicht, was unter dem Strich steht. Und
. Ain nächsten Tage schon saßen sie spät abends tote viele Deine Bücher? Die größten Auflagen m Aucherbrau. I sind nur winzig fleht. Wirklich bekannt, wirklich
Oertel begrüßte tm Vornbergehen -en und populär zu werden, gibt S8 nur ein Mittel." jenen; nicht lange, so hatten sich an dem großen 1 titortfefiima fofat.Y