906 inn
öen it am. ui llschaf« hinter!
chtt h tüchtig, en
teri, en Ta, je», M cinn b, (57| »fei»,
e 24, | inltii
-8 Ul
istalt
"i'u” zis
(58 ein i.
imctm hör, bei i ruhig.
t. »tudjt Eten, if-n 89.
immer
er d6m* r @rbek
muitg zu bet» (48 9. bnrt
inietu64
>122,1, : ander» n. <461
en
. (8008 cogerie,
&e nur reiner V sencheöl öonig. I sten btt
lischt m i
i Statt»
lalRMt
er lig sd.IMk.
1.20 ML
(2124 parbach ilarbutt rbach. ternafft aare iß
traet ürmetil irnbet»
Staat» u. ohst 8. 9* >wie 06 Vntzök, aaröi
(9328 ’umarB.
en
d. rasche «eyerV iftanbtf > reinst, ».50 SSt ei 5Crt>|l
jm
t Brill
M)8
«ne-
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mit Verlag' Joh. Aug. Koch, UmberfttätS-vuchbruckerch 41.
■?.'* ttburg, Markt 21. — Telephon 55,
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsbeilage: Allustrirtes Sonntaasblatt. -------—
Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedition 2 Mk, bet allen Postämtem 2,25 M. xe$tl, Bestellgeld).
Wrtinw,‘£S?Ä,S!“'“”* DleM». 23. Januar 1906.
Rrneste Telegramme.
Berlin, 20. Jan. Der Reichstagsabgeordnete Sartorius hat hat sich dem Abg. Miller-Meinin. gen gegenüber auf Ehrenwort verpflichtet, sein Reichstagsmandat niederzulegen.
Berlin, 20. Jan. Zu dem aeltrigen Jubckaums- Kommerse des Vereins Dmtscher Studenten hat -er Reichskanzler ein Iieben»toürbigt8 Schrei«» geschickt, in welchem er die Hoffnung ausspttebt, daß die studierende Jugend auch künftig Ne Freude am Reich pflegen werde. Unter den Red. nern befand sich auch Prof. Adolf Wagner, der in sehr warmer Weise der Deutschen in bett ntf- sischeu Ostseeprovinzen gedachte, deren Leben man wobl vernichten könne, aber nicht ihre nationalen Tugenden.
Berlin, 21. Jan. Die „Nor-8. Allg. Ztg." meldet: Der preußische Gesandte in Hamburg, von Tschirschkv und Bögendorf, ist zum R a ch f o l g er des Freiherrn von Richthofen al? Staatssekretär desAuswärtiaen in Aussicht genommen. v. Tschirschkv hatte am Samstag eine längere Unterredung mit -em Reichskanzler imd tottrbe daraus vom Kaiser empfangen.
Berlin, 22. Jan. Zum Nachfolger de- Oberpräsidenten der Provinz Sachsen v. Bötticher, der demnächst in den Ruhestand treten wird, soll, wie man in Bundesratskreisen annimmt, in erster Linie nicht ein ZentrnmSmann, sondern ein aktiver StaaiSminister in Betracht kommen.
Be lt«, 21. Jan. Der „Deutschen Ztg/ zuiolge hat eine Anregung deS Pfarrer? Rosenberg die Regierung bestimmt, den deutschen Rückwanderern au? Rußland Unterkunft in Deutsch-Ostalrika anzubieten, und zwar solle diesen Freiland und Geldnnterstützunq bewilligt werden. Geheimrat Paasche hatte bekanntlich schon am Mittwoch im Reichstage von dieser Absicht der Regierung gesprochen und als geeignete Gegend dar Kilimandscharo-Gebiet bezeichnet.
Berli«, 20. Jan. Heute Nachmittag fand In der Dreifaltigkeitskirche die Trauerfeier für den verstorbenen Staatssekretär Frbrn. v. Richthofen statt, besten Sarg vor dem Altar unter einem Hügel von Kränzen aurgebahrt war, unter denen sich Kränze vom Kaiser, der Kaiserin, dem Kronprinzen und vielen anderen Fürstlichkeiten und Behörden befanden. Die Gedächtnisrede hielt Konfistorialrat Lahussn über LukaS 12,42. Gemeindeqesang schloß die Feier. Der Kronprinz kondolierte den Leidtrapenden nochmals im Namen des Kaisers. Der barg wurde dann in feierlichem Zuge nach dem Anhalter Bahnhof gebracht, von wo er nach Baden-Baden überführt werden soll.
Oldenburg, 20. Jan. DaS Staatsministerium legte dem Landtage den StaatSvertrag mit Preußen betreffend die Regelung der Sot
to
lRaSdruck verboten.))
Die Brücke.
Roman von Willy Scharia«.
(Fortsetzung.)
»Ja, jal — Es dauert auch nicht mehr langes A les stt in Ordnung, auch für die kleine MauS h< be ich gesorgt. Unb ich fürchte doch fast — JpunnS, willst Du mir eine Frage beantworten, auf Ebre und Gewissen? — Wenn Du heut Deinen Gatten heiraten solltest, heut, wo Du ihn kennst, würdest Du es tun?"
: „Ja, Papa!"
s „So bist Du glücklich?"
Wie ein leichter Schauer durchflog sie der Ge. «ticke an die Unvollkommenheit jeden irdischen ^Glücks. War nicht schon die erste Wolke in der mngen Ebe aufgezogen? Aber sie toie8 den Ge- wtnfen fast heftig zurück. Sie war glücklich, t »>>ch bin glücklich," sagte sie.
„Ich freue mich, mein Mädchen," sagte Herr don Lmgen, denn ich war nicht ohne Besorgnis, ^ejst i)t mir frei."
General schloß die Augen, HannS wieder auf den Stuhl.
■ ^"hlich fuhr er etwas empor. W” '
‘ ''-lom mns/' sagte er kaum hörbar. „Dies L>us gehört Dir^ Versprich mir, es nicht zu °^r.fort^2ebm- nicht vor zehn Jahren k "• /*' wir. _ Ich habe meine Gründe."
to2r erstaunt, aber sie gab ohne Zögern ^ versprechen. Dann aber verbot sie dem .Papa weiterzureden, ganz in dem Tone, wie fte |i/o?reneu£fSU6
daß ich bierbleiben soll,
-Fld)t ft,re^n' Dapa: Du weißt, ich "ri-. 'rt ,trer-le? Regiment im Haus."
fa^Ite Reicht und schloß die Augen.
terieverhältniste vor und den Gesetzentwurf für das Großherzogtum Oldenburg betreffend die öffentlichen Lotterien und Ausspielungen.
Luxemburg, 21. Jan. Großherzog Wilhelm ist in Schloß Hohenburg bei Tölz nicht unbedenk- sich er fr art ft. (Zirkulationsstörung infolge mangelhafter Herztätigkeit.)
Rom, 21. Jan. Kardinal Götti, Chef der Congreaasio eardinalimn be Propaganda fide, ist seit einigen Tagen schwer an Limgeirentzündung erkrankt. Der Patient, der im Konklave in Konkurrenz mit Rampolla stand, ist 78 Jahre alt.
Rom, 21. Jan. Dem Vatikan wurde die An» wefenbett eines Vertrauensmannes des Mikado gemeldet, der etn Antwortfchr-üben auf einen Brief des Papstes überbringt. Es scheint sich um die Anknüpfung diplomasischer Beziehungen zwischen dem Vatikan und Japan zu handclln.
PeriS, 21. Jan. Der „Agenee HavaS" wird aus Smyrna gemeldet, daß die Dominikaner auf ihren Niederlastungen in Smyrna und Konstantinopel die italienische Flagge (statt der französischen) gehißt haben.
London, 21. Jan. Die von Pretoria aus von „Reuter" verbreitete Nachricht, wonach das neue Kabinett beschlossen habe, Transvaal eine unmittelbare und verantwortliche Reaierung zu geben, und daß eine diesbezügliche Ankündigung in der Thronrede gemacht werde, wird vom »Daily Telegraph" auf Grund einer Information anS dem Kolonialamt dementiert.
London, 21. Jan. Die Unionisten gewannen gestern, soweit bisber bekannt, sechs Sitze. An dem überwältigenden Erfolg ber Liberalen wird dies fedoch nichts mehr ändern und ihre Majott- tät über alle anderen Parteien zusammen genommen scheint gesichert.
London, 20. Jan. (9% Uhr abends.) GewäM sind bisher: 250 Liberale, 85 Arbeiierparteiler, 113 Unionisten und 79 Nationale. Die Liberalen hoben 189, die Arbeitervarteiler 28, die Unionisten 8 und die Nationalisten ein Mandat gewonnen.
Nrwvork, 20. Jan. (Reuter.) Ein Tele- gramm aus Willemstad berichtet, daß Venezuela eifrig damit beschäftigt ist, Truppen in den Hafenstädten zu sammeln und auSzurüsten.
Der rote Sonntag.
Der gestrige „rate Sonntaq", an dem im ganzen Reiche sozialdemokratische Protest- und Demonstrasionsversammlunaen stattfinden sollten, ist, soweit die bis heute Montag Morgen vorliegenden Nachrichten den Verlaus des Tages übersehen lassen, ohne besondere Störungen und Unruhen vorübergegangen, obwohl nicht ausgeschlossen erscheint, daß es man. chem der Führer nicht unangenehm gewesen Ware und wohl für seine Pläne gepaßt batte, wenn die Arbeitermassen sich in einen .Kampf mit der Staatsgewalt hätten hineinhetzen lasten. Die Arbeiter waren jedoch so vernünstig, dies nicht zu
Hanns saß regungslos da, des Vaters Hand in der ihrigen. Er schien zu schlummern, sie aber grübelte. Grübelte, weshalb er ihr das Der- sprechen abnabm, sich der Villa Lingen nicht zu entäußern. Auch ohnedies wäre sie auf solchen Gedanken gar nicht gekommen. Hier verlebte sie die schönsten Jahre ihres Lebens, nnt federn Baum, mit jedem Strauch verknüpfte sie irgend eine Erinnerung. Er hatte seine Gründe, — aber welche?
Jm Herbst, sagte er, Villa Lingen sollte ihr gehören, damit sie immer ein Heim hätte. Nun aber war alles anders, sie war verheiratet, ibr Heim war bei ihrem Gatten. — Oder meinte der Vater, ihr gemeinschaftliches Heim sollte für die Zukunft hier sein?
Sicher! Sie sollte hier bleiben, so lange er lebte, und später auch. Daher ihr Versprechen.
Plötzlich fuhr sie auf.
Hatte sich denn die Müdigkeit ihrer so bemächtigt, baß sie einschlief? Hatte sie geschlafen? Oder war es nur ein Zustand zwischen Schlafen und Wachen?
Ein Schauer durchlief sie, des Vaters Hand war so eisig kalt.
Sie beugte sich über daS schmale, feine, durch» geissigte Gesicht des alten Mannes und horchte.
Kein Atemzug war vernehmbar.
Angsterfüllt legte sie die Hand auf -es VaterS Brust: das Herz hatte aufgehört zu schlagen. —- Er war tot.
„ Kein Zug in feinem Gesicht hatte sich der- ändert, friedlich füll, fast ftmmdlich lächelnd war der Ausdruck desselben.
Kam sie doch nicht zu spät? '
Leise rollten die Tranen ihr über die Wangen. Tranen heißen Schmerzes über den unersetzlichen Verlust, und doch zugleich Tranen der Freude, daß ent gütiges Geschick dem geliebten Vater emen langen und schweren Todeskampf ersparte.
sagte sie, als fte die ihrigen be- nachnchttgte. ^Sttll und sanft ift e$ dahinge.
tun, denn die Herren Führer wären bei Zusammenstößen doch west vom Schuß gewesen. Singer hätte es jedenfalls vorgezogen, in verschwiegenem Gemach bei irgend einer Kuppeltante Schediler zu sitzen und Bebel bei guten Importen in seinem luruttösen Arbestszimmer, um nackyu- sinnen, woher ihm wohl die nächste Erbschaft kommen könnte.
In Berlin unb Umgegend verliefen, tote uns telegraphisch gemeldet wird, die sozialdemo- krattschen Versammlungen sämtlich ohne Störungen. ES wurde gleichmäßig die unten mstgeteilte Resolution einstimmig angenommen. All-mthaiben waren "deutliche Vorkehrungen bet Polizei zur Aufrechterhaltung der Ordnung bemerkbar. Bis in die Abendstunden war die Ordnung nirgends gestört. Das Sttaßenbild war völlig normal. Da? Wetter war regnerisch.
Berlin, 21. Jan. Die fn den heutige« sozialdemokratischen Versammltmaen angenommene Resolution zerstel in zwei Teile, über -ie cte. trennt aboelsimmt wurde. Jm ersten Teste begrüßt die Vorsannnlima die revolistionären Ereig» niste in Rußland imd spricht den dortiaen Revolutionären ihre tiestte Svmvatbie au?. Jm zweiten Teile wird crYten da? vreustt^che DreiklaNenwabl- reckit in der schärstten W"ste Protest erhoben und das allgemeine gleiche Wahlrecht Perlonat. Besonders stark besucht war bte Berlammlima int Moevster Gesellsch^ttsbause wo sprach.
Berlin. 21. Jan. (7 ITfrr 89 Min. abend?.)' Noch Teloarommen. die an? Breslm» Danzig. Dresden. Erfurt, lösten, svrankfttrt a. M., Hannover. Kiel. Kottllu?. K"ln, Polen imd anderen Städten des Reiches borliegen. sind dort Me am beutiaen Taae abaehasten->n soziosbemokrattschen Vertammlunoen unter einssimmiaer Ammbme -er vom Pai-teipei-stand-' voraelchsaaenen Reiolu^on rubig verlaufen. Auch stt e? nigend? zu Ruhe- ftnnmnen aekommen. Die Straßen boten ungefähr dasselbe Bild, tote alle Smmtaae.
Die Konferenz in Naeciras.
Algeciras, 20. Jan. Der zur Vörde» reitimg von Borfchläaen betreffend die Unterdrückung des Waffenfchmuagels eingesetzte Ausschuß setzte heute in angesirenater Arbeit seine Beratungen fort, um die Vorschläge in der Dosiversannnlung der Konferenz am Montag vorlegen zu können.
Algeciras, 21. Jan. Der heute fettig» gestellte KommissionS-Gnttourf wird Montag früh dem Plenum der Konferenz vorgeleqt. Sr macht zur Basis der Strafen für unerlaubt« Waffeneinfuhr im wesentlichen daS englische Reglement, da« sowohl Geld- toi» Freiheitt» strafen vorfieht.
Marekk» mrd die Machte.
Der Korresvondent deS „6oite hatte in AlaectraS eine längere Konferenz mit dem marokkanischen Delegierten Mohamed el TorreS.
T-- — j ....
gangen, ich habe eS gor nicht bemerft. Und trie schön er aussieht, gerade al» ob er noch lebte. Komm, Liebster, laß uns zu ihm geben und ihm noch einmal danken ft'tr daS, was er unS war, der beste Vater. — Auch Dir."
Am Morgen de? Beorötzni?tageS kam auch Ansta Le Dst6. Klein, dunkel von Baar, Augen und Teint, war sie in vornebme Trauer aeklei» bet. So varnchm und tief, daß eS fefbft dem in solchen Dingen gänzlich unerfahrenen Derlei auffiel.
Selbst die winzige Uhr am Gürttt tote schwarz.
Von der Schwägerin trotz einer gewisten in. stinktiven, um nicht zu lagen Rastenabneigung, herzlich begrüßt, trug Anita eine überströmende ostentative Lärtli-bkett zur Schau, die geeignet ist abstoßend zu wirken.
Egon bemerkte den wenig gunssiaen Eindruck Wohl, den feine Braut machte. Er sah dergleichen voraus, und es kränkte ihn auch nicht.
Dor dem Vater würde er sich geschämi Haden. Der Schwester gegenüher, die einen Bürgerlichen heiratete, war ein derartiges Gefühl Verschwendung.
Nur als Marga einttat. wm-de er verlegen. Der Unterschied zwischen den beiden Mädchen war zu aewalsig und er mußte sich zwingen, feiner Verlobten gegenüber der feine, liebenswürdige. der versiebte Mann zu bleiben.
Unruhig flackerten die Augen Anitas hin und her, von dem zu jenem, von einem Gegenstand zum anderen. Niraends blieben sie basten. Sie beobachtete alle«, hotte alles und kornbrmette. Sie sprach wenig und sondiette. 'v
Langsam schlich der Vormittag dahin.
Gegen Mittag Gewinnen für Hann? und Egon, Revrasentationspflichten.
Eine Deputatton des Reoiments, besten Kam- Mandant Herr von Lingen einft war. kam, einen mächtigen Kranz niederzulegen, nach hundert
-ieiMigen, welche Teilnahme, Pflicht,
Dieser erklärte, daß er daS Jntereffe, welche« die Mächte seinem Lande entgegen bringen fehl schätze. Seine Regierung sei den fortschttttliche« Reformen keineswegs abhold. Er wünsche auch die Einführung von Eismbahnen, elektttschem Licht, und vor allem die Handelsfreiheit. Abe» eine allzugroße Beschleunigung in der Einführung dieser Fottscktttte halte er für sein Lantz verhängnisvoll. Nie würde aber sein Land t« eine Gebietsabtretung einwilligen. Die Marokkaner besäßen moderne Gewehre und würde» einer etwaigen JnvasionSarmee jeden« falls eine Menge Arbeit geben; bet heilige Krieg würde dann erklätt werde«.' Marokko« Sympathien besäßen diejenigen Mächte die für Handelsfteiheit eintreten. Der Dele» gierte erklärte denn noch, daß die Konferenz voraussichtlich mehrere Monate dauern toätbk
JaurtS Stzr» dir ststzistschr Poliük.
Hebet die Rede, die JaureS Freitag Abend», ht einer überaus zahlreich besuchten Bersamm» lung über die Konferenz in AlgeciraS hielt, meldet ein Telegramm deS ,W. T.-B." folgende« Ausführlichere: JaureS kritisierte zunächst da« Vorgehen DelcaffeS in der Marokko-Angelegenheit auf das schärfste. Delcaffe habe die im Jahre 1880 auf der Madrider Konferenz anerkannten Rechte der europäischen Staaten verletzt unb gegen Deutschland eine herausfordernde und beleidigende Haltung beobachtet. Ma» müffe gestehen, daß der Protest Deutschland« gegen die Marokkopolitik DelcaffeS gerechtfertigt war; denn Delcaffe habe an Taillan» biet in bet Tat Weisung gegeben, welche da« Proteftotat übet Marokko, die Abdankung b»w Sultan» unb da« Monopol Frankreichs bezüglich be« Militär«. der Polizei, bet Finanzen und be« Handel« Marokkos bezweckten. Allerdings habe die deutsche Diplomatie durch ih» Vorgehen Beunruhigung hervorgerusen. Durch seine Polittk habe Delcasse bet „Entente cordiale* mit England eine feindselige Tendenz gegen Deutschland verliehen. Wa« die englische Rivalität gegen Deutschland anlange, so müffe man e« al« durchaus unrichtig bezeichnen, daß die Industrie England« von Deutschland bedroht sei, denn sie sei gegenwärtig mit Aufträgen überhäuft wie noch nie» mal» zuvor. Nur die englischen Schiff- sahrtSgesellschasten hätten die deutsch» Konkurrenz zu fürchten, und deswegen hätte» die Unternehmer die ihnen nahestehende Preff» Frankreich» gegen Deutschland aufgehetzt. Da» demokratische Frankreich wolle den ^rieben und brauche den Frieden zu«, Ausbau seiner Freiheit und zur Verwirklichung seiner sozialen Bestrebungen. Die Konferenz von AlgeciraS müffe eine endgültige und bau»» embe Lösung bringen. Die Marokkofrage müff»
Neugier und andere Beweggründe in das Trauer-- Hau8 führten.
Tapfer titelt die nm ar Frau au?, tapfer ffanS' sie an dem offenen Grabe, welckes den besten Vater aufnabm, mtifi später hielt sie sick, aufrecht.
Und alles das, als geschehe es von selbst. Keine laute Amßerunq -es Schmerzes, der doch so hart und eisern auf ihrem Weißen Geßlbt geschrieben stand, während A^'la in Tränen zerfloß. obgleich sie den olteft Herrn nie gesehen.
Aber sie hoffte unter allen Umständen eine« guten Eindruck machen.
Herr unb Frau van Sckmlz waren die einzigen, welche nach -er Beifttnna nach in kamen. An sie machte sich Anita beron, mit ibn« geriet sie bald in ein eifttaes Gespräch. Herr von Schulz namentsich war Völl'" t,on de»
Menge geistreicher unb wltzlaer welöb- die jung« Dame tote ein Brillantfeuerwerk losließ. 1
Denn geistreich oder auch witzig war sie, ab«' rbr Witz war von jener imergiiicksi-ben Att.^devi nichts beilia ist, dis nichts scheut. Alles für eine« Witz, für Calembourg.
Frau von Schulz war -ieie Sorte sarkaststchee Bemerktmaen aus dem Mitn-e eines Mädchen« neu, unb sie beschloß, diesem dunklen Tesckövff' einen Hervorraaenden Matz in ihrem neuesten, Roman anzuweisen. Derselbe spielte in -er ReÜj der Maurenverfolaunaen in Spanien, und wen» sie statt Le Ms6 La Dnto schrieb, war es ausgezeichnet. Für -ie Bemerkimaen der Dame hatte, sie ein vor^üaliches Gedächtnis.
Witzig waren diese Bemerktmaen, ober <nt<5' frivol und selbst lasciv, so daß Frau von ©cfnttit ernstlich überlegte, ob nicht jetzt die GelegenbÄ gekommen fei, (jurn letzten Mal in ihrem Lebe« zu erröten. A
Als Egon feine Braut fm kleinen Salon tat eifrigsten Gespräch mit Frau von Schulz wußt» verschwcw^^r. Ex sucht» Marge. V,
.(Fonsetzuuq folgtet