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Zweites Blatt

Die Konferenz in Algeciras.

In einer Unterhaltung mit einem franzö­sischen Politiker äußerte dieser, bisher sei ab­solut nichts Sensationelles, ja nicht einmal etwas Neues aus den Konferenzverhandlungen zu melden. Man könne sich sozusagen nichts denken, was weniger Interesse errege, als die fünf ersten Tage der Konferenz. Es habe ja den besten Eindruck gemacht, daß der Herzog von Almodovar und Revoil gleich von Anbeginn an den Grundsatz deroffenen Tür" in kommer­zieller Beziehung proklamiert haben. Damit feien aber doch die wirklichen Schwierigkeiten nicht gelöst und man habe den Eindruck, daß man in gemeinsamem Einverständnis zögere, an die wirklich schwierigen Fragen heranzutreten. Selbst die Frage de» Waffenschmuggels bleibe auch nach dem gestrigen Gedankenaustausch eine durchaus offene, und die gestrigen Beratungen hätten nicht einmal eine Andeutung darüber ergeben, welche Ansicht bezüglich der Hebet» wachung im Innern und der Küsten Marokko» wohl den Sieg davontragen werde. , Der fran­zösische Politiker kam dann auf die deutschen Delegierten zu sprechen und sagte, daß sie ja einigen Journalisten gegenüber sich versöhnlich ausgesprochen; sie dürsten sich aber Wohl selbst bewußt fein, daß sie sich gar nicht ander» hätten aus sprechen können, und daß ihre Erklärungen geradezu banal gewesen seien.

Madrid, 19. Januar. Die Deputierten­kammer faßte heute, wie gestern der Senat, einen Beschluß, durch den sie der in Algecira» versammelten Konferenz ihren Gruß entbietet.

London, 19. Jan. Au» Algecira» wird gemeldet, Marokko werde in seiner Gegnerschaft gegen die Einführung einet fremden Polizei durch Deutschland, Oesterreich, Belgien und Holland unterstützt. (?).

Pari», 19. Januar. Nach einer Depesche au» Algecira» entfaltet DiSconti-Nenosta eine eifrige Tätigkeit außerhalb de» Konferenzsaales. ES handelt sich Hauptschlich darum, marokka­nischen Delegierten die Notwendigkeit nahezu­legen, sich auf einen einmaligen Verkehr mit Fez zu beschränken, so daß die an den Sultan zu richtende Botschaft seiner Vertreter alle» umfaffe, wa» die Vertreter der Mächte al» Mindestmaß der Reformen ansehen. Auf ein Markten um jede Einzelheit wolle da» Gro» der Mächte sich nicht einlaffen.

erst heute SamStag Nachmittag erfolgen wird. Von verschiedenen Seiten werden nationale Gegendemonstrationen angeregt.

Eine Versammlung deutschnationaler Handlungsgehilfen und Studenten in der AndreaSburg beschloß gestern Abend, jeden Aufzug der Sozialdemokraten durch anti- sozialdemokratische Kundgebungen mit patrioti­schen Abzeichen auf den Straßen zu beant­worten. Einstimmig gelangte folgende Er­klärung zur Annahme:

Die heute in der AndreaSburg versammelten deutschen Männer erklären angesichts der von der Sozialdemokratie sur den 21. Januar vorbereiteten Straßendemonstrationen, daß sie nicht untätig mit ansehen werden , daß in der Hauptstadt de» Deutschen Reiches von undeutschen Elementen angeführte Massen sich al» Herren der Straße aufspielen. Es steht fest, daß die zweifellos beabsichtigten Straßendemonstrationen nicht die Einführung eine» besseren Landtagswahlrechts bezwecken, sondern lediglich den Ausbruch der russischen Revolution vor einem Jahre verherrlichen sollen, um eine Uebertragung der russischen Bewegung aus Deutschland herbeizuführen. Wir Deutsche haben aber au» dem empörenden Treiben der russischen Mord­banden gelernt, daß die von den internatio­nalen Hetzern geleitete Bewegung mit wahrer Freiheit nicht viel zu tun hat. Wir verp stich- ten un», der beabsichtigten Revolutions­komödie gegenüber zu beweisen, daß auch die deutschnationalen Kreise der Bevölkerung Berlins auf dem Platze sind.

Wie dieFrkk. Ztg." meldet, hat die Ham­burger Polizeibehörde infolge der Pöbel-Exzesse von vorgestern eine gänzliche Aufhebung de» DersammlungSrecht» verfügt. Am 21. und 22. Januar und an allen Taaen, an denen die Bürgerschaft über die Wahlrechts- Vorlage verhandeln wird, sind Versammlungen ausnahmslos verboten. Auch sonst sollen öffent­liche Versammlungen in nächster Zeit nur in ganz besonderen Fällen zugelassen werden. Um­züge werden überhaupt nicht gestattet. Eine einberufene Versammlung der ausgesperrten Metallarbeiter wurde verboten.

Die revolutionäre Bewegung in Rußland.

A«S bett Ostseeprovinzen.

lieber die erfolgreiche Offensive de» deutschen Selbstschutzes teilt dieOstpr. Ztg." aus einem livländischen Briefe folgende» mit:Der nord- livländische Selbstschutz hat sich in dieser bösen Zeit recht bewährt. Es ist ihm gelungen, eft­

milstonen zusammen der Beschäftigung obzuliegen, die seinen Wünschen am meisten entgegen!cmunt. Arbeitsämter. Bücherämter und ähnliche Einrich­tungen dienen den wirtschaftlichen Interessen des freien Studenten.

Auch den Korpovationsstudenten ist die Mög­lichkeit geboten, als Gäste an den Veranstaltungen der freien Studentenschaft teilzunehmen.

Die freie Studentenschaft will so einen Zu­sammenschluß aller nicht inkorporierten Studie- renben herbÄsühren. Mit einer Korporation ist sie jedoch in keiner Weise zu vergleichen. Sie übt nicht den geringsten Zwang aus. Niemand ist gezwungen, an einer Veranstaltung teilzu- nehmen; jeder freie Student hat dagegen das Recht, sich zu beteiligen. Niemand hat irgend eine Verpflichtung, wenn sie nicht frei- wilig durch Annahme ehre» Amtes ober sonst übernommen ist; niemand wird in irgend einem Rechte beeinträchtigt; jeder erhält im Gegenteil neueRechte.

Dis freie Studentenschaft kommt so den Inter­essen der freien Studenten in jeder Weise ent­gegen, und es ist daher der eigene Nachteil der freien Studenten, wenn sie sich der Organisation nicht anschließen. ES sst verkehrt, sich hier durch fieinlidje Gründe leiten zu lassen, etwa auf einen Anschluß zu verzichten, ba. man einem freien Stu. tenten persönlich abgeneigt ist. ES handelt sich hier nicht um Persönliches, sondern um die all­gemeinen Interessen, die den persönlichen Vor- gehen. Diejenigen, die sich der freien Studenten­schaft anschliehen, sind persönlich in keiner Weise gebunden, denn bie freie Studentenschaft vertritt nicht bie Personen, sondern lediglich die Interessen der freien Studenten.

Und so wünschen wir denn allen freien Stu­dentenschaften, daß sie ebenso emporMihen mögen, wie die älteste unter ihnen, bie Leipziger Freie Studentenschaft«

Marburg

Sonntag. 21. Januar 1906

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UnwcrjitLtt-Buchdmckerck 41. JllßkAo Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Neueste Telegramme.

Berlin 20. Jan. Die Beisetzung der Leiche des Staatssekretärs Frh. v. Richthosen findet in Baden-Baden am Montag Nachmittag drei Uhr von der Kapelle des dortigen Fried- Hoses statt. Der Kronprinz ist mit der Ver­tretung des Kaisers bei der Trauerseier beauf­tragt worden.

Berlin, 20. Jan. Wie bestimmt verlautet, wirb der Oderpräsident von Sachsen, Staats­minister v. Boetiicher, bemnächst auf Wunsch aus dem Staatsdienst auLscheiben.

Hannover, 20. Jan. Die städtischen Kol­legien von Hannover haben bie Uebernahme der Garantien sür den Rhein-Leinekanal in einer Höhe von ,e/?5 de» von der Provinz Hannover geforderten MaximalbetraaeS von M. 1.077,000 beschlossen.

Karlsruhe, 20. Jan. Das Befinden des GroßherzogS ist andauernd befriedigend, und die Hebung der Kräfte macht jetzt gute Fort­schritte.

Straßburg, 20. Jan. Die Einführung der 4. Waaenklasse im Reichslande ist nach dem .Journal de Colmar" beschlossene Sache.

Paris, 20. Jan. Im gestrigen Minister­rat betonte Präsident Leubet, wie ihn die ruhige und würdige Form, unter der sich am 17. Ja­nuar in Versailles die Uebertragung der Prä- fidentengewalt vollzog, überrascht und persönlich gefreut habe. Loubet fügte hinzu, er hoffe, daß sich daS Aisiehen Frankreichs in der ganzen Welt noch ci höhen werde. Ministerpräsident Rouvier erwiderte, wenn die Franzosen auch manchmal geneigt seien, sich zu verlästern, so sei e8 doch nicht minder wahr, daß in ihnen eine Anzahl von Eigenschaften schlummerten, auf der das ßnnb stolz sein könne.

Washington, 19. Jan. Rmsevelt gibt ein von einer großen Zahl hervorragenber Per- fonen Englands und des übrigen Europa an ihn gerichtetes Ersuchen bekannt, dafür zu sorgen, daß bei dem nächsten Zusammtritt beS Haager SchiebsgerichtShoseS bie armenischen Angelegen­heiten beraten werben. Roosevelt gibt nicht an, toaS er in der Angelegenheit zu tun gebenkt.

London, 20. Jan. Nach ben bis gestern Abend 9 Uhr 80 Min. eingegangenen Wahl­ergebnissen sind gewählt: 224 Liberale, 35 Mitglieder der Arbeiterpartei, 96 Unionisten, 72 Nationalisten. Bisher gewannen die Libe­ralen 120, die Arbeiterpartei 28, die Unionisten 4 Sitze, die Nationalisten 1 Sitz.

3t.

Die jozlaloemokratifchen Straßen- Demonsttationen.

AuS Berlin wird gemeldet, daß die Ent­scheidung über Verbot oder Nichtverbot der für morgen geplanten Demonstrationsversammlungen

Stadttheater. *

Iphigenie auf Tauris von Goethe wird gleich­wie GrillparzersMedea", die im vorigen Mo­nat den klassischen Abschluß des Jahres auf bet hiesigen Bühne bildete, meist nicht des Dichters wegen, sondern au§ schauspielerischen Interessen zur Aufführung gebracht. Die Glanzrollen locke» bie Darsteller, nicht die Dramen bas Theater. Unb boch haben biese klassisch-m Stücke vor allen anberen einen Vorzug, ber sie bem Theater ?a wertvoll macht. Auch auf ben Gebildeten ber modernen Zeit übt der Geist Hellas' oder Roms immer noch einen bedeutenden oft unbewußten Einfluß auS, und so steht der Theaterbesucher eickem Drama, das antifen Stoff behandelt, mit ganz anderer Stimmung gegenüber, als einem m der Neuzeit spielenden Stück. Der so notwendige Kontakt Mischen Bühne und Zuschauerraum ist von Anfang an vorhanden unb verfehlt selten seine volle Wirkung.

So war es auch vorgestern Donnerstag Abend, als Frl. Josephine Nottmann, der hier gern gesehene Frankfurter Gast, als, Trägerin der Titelrolle auftrat. Aber trotzdem die äußeren Vorbedingungen gegeben waren, entsprach diese Iphigenie nicht in dem Umfange den Erwartun­gen, mit denen man gerade ihrem Spiel entgegen» zusehen berechtigt war. Frl. Rottmann war fa allen Momenten ruhigen Sinnens und Erwä­gens bortrefflid) und verlieh ihrem Spiel im all­gemeinen eine aus dem Innersten strömende Be­seelung. In den Momenten höchster Leidenschaft» lichkeit verlor sich ihreJpbigenie oft in rein äußer­lich wirkendem Spiel und in einer unvermittelte Tonübergänge aufweisenden Sprache. Abgesehen von diesen kleinen Unebenheiten ermangelte FA. Rottmanns Darstellung nicht ber Größe ber Auf­fassung unb war in einzelnen Szenen, so beim Wiedererkennen ihres Bruders Orest, von erschüt­ternder Wirkung. Lebhafter Beifall des Hause»,

Freilich hier wie überall muß sich ine Minder­heit den Wünschen der Mehrheit unterordnen. Sollen aber deshalb diejenigen, di« in der Mino, ritat sind, sich zurückziehen? DaS wäre ganz verkehrt. Sie werden dann für immer daraus verzichten, daß ihre Interessen vertreten werden. Im Gegenteil, gerade sie müssen sich eifrig fe tätigen m der freien Studentenschaft, um für ihre Ideen Anhänger zu gewinnen, um selbst zur Majorität zu werten.

Denn die freie Studentenschaft schließt sich nach feiner Seife hin ab. Sie will nicht bestimmte, vorher feststehende Prinzipien vertreten. Wenn sie das tun würde, dürste sie «» nicht wagen, sich Freie Studentenschaft" zu nennen, unter wel­chem Namen man doch bte Gesamtheit ber freien Studenten zu verstehen pflegt. Sie sst nur em Organ, das die verschiedensten Interessen ver­treten kann, je nachdem es bie Mehrheit ber freien Stufenden für erforderlich hält.

Jedes Semester wirb eht Präsidium gewählt, bem die Wahrung ber freistudentischen Interessen antiertmut wirb. Das Präsidium bleibt fort- während in Fühlung mit ben freien Stubenten. In ben ordentlichen unb außerordentlichen Ge­neralversammlungen ber freien Studentenschaft hört es bte Wünsche seiner Auftraggeber. Jefer freie Student hat die Möglichkett, ihm auch sonst seine Wünsche unb Beschwerden vorzutragen.

Doch eS handelt sich nicht allein um die Ver­tretung ber sreistudentischen Interessen. Wie mancher würbe sich gern in ben Leibesübungen forttoben, oder bei einem Spiele Erholung von seiner Arbeit suchen, ober in wissenschaftlichen und künstlerischen Fragen Anregungen mit ben Kommilitonen austauschen. Diesen Bebürfnissen kommen dieAbteilungen" der freien Studenten­schaft entgegen. Für jedes Gebiet, für das ein Bedürfnis sich zeigt, wird eine solche Abteilung gegründet. Jedem freien Studenten sst so die Möglichkeit geboten, mit gleichgesinnten Kam-

mit dem Kreisblatt sür die Kreise Marburg und Kirchhaiu

Sonntagsbeilage» Zllustrirtes Sonntaasblatt.

VierteljShrlicher Bezugspreis: btt vtr ErpÄtion 2 W., bet allen Postämtern 2,25 M. .ejtl. Bestellgeld).

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ländische Mordbrennerbanden, die nach Livlantz einbrechen wollten, bei Cabbol und Kaima in die Flucht zu schlagen. Bei Pollenhof bat Herr v. Stryk mit seinen Freunden eine tenrotte, welche ins Fellinsche eindringen tooii'C, zusarn- niengeschossen. Der Selbssichuh toarkte nicht in dummer Lammesgeduld ab, bis die einzelnen Güter abgebrannt wurden, sondern zog den Ban­diten entgegen und kämpfte auf offenem Felde. So Haven si-s die Verbrecher teils'abgeschosfen, teils gefangen genommen teils gründlich eingv- ängstigt. Als die estländsschen Mordbrenner, bifl im Dorpater Kreise wüten wollten, vernahmen, daß sie bei Kardis von etwa 40 Herren txnrt Selbstschutz erwartet würden, zogen sie es vor, in Estland zu bleiben, so daß es hier leider nicht zu einem Gefecht gekommen ist. Alle Achtung vor unseren Selbstschutzmännern. Bei Kaima stand Herr von Pilar mit drei anderen Herren und besiegte dreißig Kerle. Bei Cabbal war ba» Verhältnis 10 zu 50, bei Pollenhoff 8 zu 30. Die offensive Tapferkeit dieser Männer sst nicht hock, genug zu rühmen. Wenn ber Selbstschutz in Südlivlanb nicht ähnliches geleistet, fo ist daran der Gouverneur schuld. Zu einer Zeit, wo die Rebellion in den Anfängen war unb ber Selbstschutz sie noch- bewältigen konnte, würbe er von ihm mit ben ärgsten Drohungen Verfolgs. So waren bie Herren zur Defensive verurteilt, unb als sie die Hände frei bekamen, ba war es zu spät. Haufen von Tausenden konnten sie nidjt schlagen, und bie erzwungene Defensive hatte viele demoralisiert.

Verschiedene Meldungen.

Warschau, 19. Jan. In ganz Polen fei reitet sich alles auf eine tätige Anteilnahme att den Wahlen zur Duma vor. Die gegen bte Duma an einigen Orten gesponnenen Intrigen sind durch die Geistlichkeit und die Landbepolkerung unschädlich gemacht worden.

Warschau, 19. Jan. Außer den gejtern Gemeldeten sind noch weitere fünf Personen auf Grund eines kriegsgerichtlichen Urteils erschösse« worden. Zwei Frauen, die ebenfalls zum Tod« bentrteHt waren, wurden zu Festungsstrafe be­gnadigt.

Moskau, 18. Jan. Im Obuchow-Gäßche« wurde in der Wohnung einer jungen Frau, bie sich Fürstin Koslowska nennt, ein eiserner Kasten gefunden, in dem sich acht geladene Bomben be- fanden. Auch Waffen wurden entdeckt. Wic au» einer Vorgefundenen Korrespondenz hervorgeht, sollten diese Bomben dazu bienen, heute während ber kirchlichen Feierlichkeit eine Panik hervorzu­rufen und einen Anschlag gegen den General­gouverneur auszusiihren. Außer der genannten Koslowska wurden noch zwei Frauen und ein junger Mann verhaftet.

Moskau, 19. Jan. Der gestrige Tag vev- lief vollständig ruhig. Die Arbeiter erklären die Gerüchte betreffs eines Ausstandes am 22. Jan. für falsch. In allen hiesigen Fabriken wird ge­arbeitet werden.

Ueber die freistudentische Bewegung an den deutschen Hochschulen.

wird von hier geschrieben:

10 Jahre sind nunmehr vergangen seit der Gründung ber Leipziger Freien Studentenschaft. >'!* 7^'bury im Breisgau gab es schon vorher, feit 1892 ems frcistudenfische Organisation; doch erst, nachdem die Leipziger an 14. Januar 1896 ins Lefen gerufen wurde, griff die Bewegung Vern bort aus werter über auf die anderen Hoch- §Ier "V Leipzig wurde die eigenartige glutfttdie Form der Organisation aefuiiden, bie obschon sie leben Zivang ausschloß doch fest genug gefugt war, um trotz ber gegenteiligen Prophezeiungen ber Gegner dauernd die Orcrani- Wston zu erhalten. Heilte gibt es an 27 deutschen Hochschulen srelstudentische £)rganifafionen, von bmii die Leipziger heute noch vielleicht die blühendste ,st. Auch hier in Marburg hat sich «incMarburger Freie Studentenschaft" organi- ieri auf den einstimmiaen Beschluß einer 58er-

IS don freien Studenten am 6. November Irlich ist sie bisher von den Univerfi- ratS'Behorbcii. noch nicht Mtäfigt worben. . , .'01 Leipzig kam die Idee zu den Altfinken- einc ganze Reihe bestehen.

?00 tauchte bann ber Gedanke eines der bestehenden Finken schäften auf, .7/. ."'derDeutschen- Freien Studentenschaft" verwirklicht ist.

®£c Stoff der freien Studentenschaften ist es IMTCC Lime, dem freien Studenten die Mog- Fhrsfnfnj; "Echassen, daß seine Interessen in f° vertreten werden, wie er K > wr wünschenswert Hütt. Früher hatten ^^7orparationen allein die Ensicheidung in allen I" u.itlschen Fragen. Der freie Student haüe

rfncr "ichö die Möglichkeit, seine Meinung ® - ®toitng 2<( bringen.