mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain,
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Sonnabend, 20. Januar 1906. Marburg, Mar« 21. - Telephon 55.
Neueste Telegramme.
Hamburg, IS. Jan. D-r Paftda„ »i-- »Erna Woermann gmg gestern Abend 8 Uhr mit einem Truppentransport in Stärke von 36 Offizieren und 600 Unteroffizieren und Mannschaften nach Swakopmund ab.
Baris, 17. Jan. (W. B.) Ministerpräsident Rouvier ließ infolge der Meldung, daß dem französischen Geschäftsträger in Venezuela, Taignh, vom Präsidenten Castro die Landung im Hafen von La Guaira untersagt wurde, dem hiesigen venezolanischen Vertreter Maubourguet unverzüglich seine Paste überreichen und ihn aufsordern, noch heute daö französische Gebiet zu verlosten. Maubourguet erklärte, er werde heute Abend 10 Uhr vom Nordbahnhofe nach Lüttich abreifen. Dem Gebrauche gemäß wird Maubourguet von einem Polizeikommistar an die Grenze geleitet werden, der über seine Sicherheil, zu wachen haben wird.
Paris, 18. Jan. In Albi fand unter dem Vorsitze des Erzbischofs Mianot eine Versammlung von Erzbischöfen undDischöftnSüdfrankreichs statt, deren Zweck die Vorbereitung eines Konzils des gesamten französischen Episkopats sein soll, das über die dem Trennungsgesetze gegenüber zu beobachtende Haltung Beschluß fasten soll.
London, 18. Jan. Wie der .Daily Telegraph" aus Tokio meldet, ließ der neue japanische Premiermister Saionhi auf die BegrübungS- depesche des Reichskanzlers Fürsten Bülow diesem nachstehendes Bntworttelegramm zugehen: „Ich werde mich bemühen, soweit eS irgend in meiner Macht liegt, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland zu festigen. Ich schätze mich bewnders glücklich, darin mit einem so sympathischen und aufrichtigen Staatsmanne, wie Sie es find, znsammen- zuarbeiten."
London, 19. Jan. .Daily Telegraph" meldet aus Tokio vom 16. Januar: Amtliche Erhebungen bestätigen in vollem Umfange die Nachrichten von bedenklicher Natur der Hun- ger?"vt in Japan und der wirklich völligen Mißernte im Norden des Landes. Danach befinden sich 958 875 Personen im Zustande äußerster Bedürftigkeit. — Dasselbe Blatt bringt eine amtliche Meldung auS Tokio, nach der der Hafen von Wladiwostok den ganzer: Winter mit Hilfe von Eisbrechern offen gehalten wrrd und es Rußland somit gelungen ist, sich einen das ganze Jabr über zugänglichen Hafen im fernen Osten zu sichern.
Lorrsou, 18. Jan. (91/, Uhr abends.) Nach den bis jetzt bekannt gewordenen Wahlergebnisten sind gewüh't: 194 Liberale, 31 Vertreter der Arbeiterpartei, 82 Unionisten und
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87 (Nachdruck verboten.)
Die Brücke.
Roman von Willy Scharüm.
(Fortsetzung.»
, Oertel tat, als wäre er durch das Urteil satter Frau durchaus nicht gekränkt, ihre Be. merkungen aber wurmten ihn doch. Mit einigen witzigen Bemerkungen entkräftete er scheinbar alle Einwendungen und s-bwieg daun.
. Aber Hanns war nicht geneigt, ihre Sache sofort aufzugeben. So erwiderte sie denn auf eine dahingehende Bemerkung:
„Niemand soll seine Eigenart verleugnen. Schon das Nachahmen anderer führt leicht zur Karrikatur, eine Aenderung der Sinnesart aber muß uns schädigen."
„Das stimmt nicht," erwiderte sie rasch. Unsere eigene Meimmg kann sich ändern, sie mutz sich ändern, wenn wir gezwungen wc-rdcar, eine andere für die richtige zu halten. Mir erscheint die Aenderung von dem Augenblick als Pflicht, von einem Verleugnen der Eigenart kann wabrlich keine Rede sein. Ja, tDeilrt 9,e9en Deine ganze Art zu schreiben, gegen ^etn liebenswürdiges Plaudern mich toen- 1*2 T abct "x6i verwahre mich nur gegen oen octjuiB."
hrri"htn aM<$ meine Ergeicheft," warf «
»trVut^K^s n-ne Federung prophezete. Deine Len fmd ein Projekt Deiner selbst, sie find ^utzbedürstig tote Marga. Aber da, ^ckmus nicht immer. Mit der Kruft e .1an.n die Frau nicht kämpfen, aber M ^er geworden, härter. Sie allen me,^T unbedingt, ist nicht unter
mdividuell^,^? ^e,9e- Ich mag ja auch nur K>n std^L arwrlen, von memem Standpunkt auS M tnnV Denkens anlegeu. Aber
-,rn schließlich totr alle, — Du mnst *
60 irische Nationalisier.. Die Liberalen haben 99, di: Arbeiterpartei 23, die Unionisten drei Sitze gewonnen.
Die Straßemevolten in Hamburg.
Die Vorgänge in Hamburg, über die schon gaslern eine kurze telegraphische Meldung berrch. tete, charakterisieren sich als die erste Probe für die zum 21. Januar von den Soz.alderno- traten geplanten Massen-Demonstrationen zu Gimften der russischen Revolution. Hamburg hm jetzt den traurigen Ruhm, der Schauplatz der ersten Revolutionsszene nach russisch e m M u st e r zu sein. Die Demonstration m Hamburg war ganz im geheimen beschlossen worden, sodaß die Polizei trotz der Vorbereitung nickst überall Herrin der Lage geblieben ist. Einer Schilderung der „Hamburger Nachr." entnehmen wir folgende Einzelheiten:
Ein Aufruhr entwickelte sich auf dem Fischmarkte. Hier hatte sich ein aus allen möglichen sozialdemokratischen Elementen zusammen, gewürfeltes Gesindel, das nach Tausenden zählte, zusammengerottet und sich mit allerlei Gegenständen, tote großen Steinen, Ascheimern, Flaschen, eifernen Töpfen, aus- geriffelten Baunch fahlen usw. bewaffnet. Mft Hurra, Geicchl und GepfZffe stürmte der Pöbel gegen die Schutzmannschaft an und überschüttete sie mit einem Hagel von Geschossen, durch die zahlreiche Beamte z. T. schwer verletzt tvurden. Ein Schutzmann, der durch einen großen Stein am Ko/e bedenklich getroffen war, mußte bewußtlos vom Platze getragen wer- den. Das aber war das Signal zu einem energischeren Vorgehen der arg gefährdeten Beamten, die nun ohne Rücksicht eine Reihe von Attacken reiten mußten. Selbstverständlich ging eS hierbei nicht ohne Verletzungen der vordringenden Menge ab. Im Laufe der Straß en kämpfe hatten die berittenen Schutzleute oft einen sehr schlimmen Stand, den bei jedem Vorgehen sauste ihnen ein wahrer Hagel von Steinen und Latten entgegen, der die Pferde zum Scheuen brachte und aufbäumen liefe, sodaß es schwer hielt, sie vorwärts zu bringen. Viele der Pferde trugen gleichfalls Verletzungen davon.
Während einer fingert Pause nach 10 Uhr, in der sich die Schutzleute wieder sammelten, um wieder geschlossen vorgehen zu können, errichteten die Aufrührer am Sopenstehl Barrikaden aus Bänken der nahen Anlagen, Ascheimern, Latten, Balken, Firmertt-bttdern usw. und benutzten diese als Deckung, besonders gegen die berittene Schutzmannschaft. Letztere mußte mm gemeinsam mit den Schutzleuten zu Fuß vorgehen. Eine in der Brandstwiete errichtete Barrikade wurde von dem Pöbel in Brand gesteckt, sodaß die Flatmnen bald haushoch emporloderten und die Feuerwehr zur Hilfe her- beieilrn mußte.
Oertel schwieg. Hier lag ein Gegensatz zutage, über den die beiden nicht fortfommen konnten, und auch Frau Oertel wollte denselben durch eine lebhaster werdende Kontroverse nicht er- toeitern.
Wie em Sommerwölkchen ging der leise Miß- klang vorüber. Nach einer Viertelstunde dachten sie beide nickst mehr daran.
Täglich schrieb und arbeitete Oertel mehrere Stunden lang, während Frau Hanns las, Briefe schrieb ober in verschiedene Hefte und Bücher ihre Aufzeichnungen machte.
Heute ent mochte sie den Versuch, zu erfahren, woran er arbeitete, und das mit dem durchaus negativen Erfolg. Es schmerzte sie, wenn auch nicht für die Dauer, denn sie war fest überzeugt, daß ein längeres Zusammenleben den naturgemäßen Ausgleich herbeiführen müßte.
Sie selbst würde ihm bei der leisesten An- beutung von seiner Seite unbedingt gesagt haben, womit sie sich so eingebenb beschäftigte, — daß auch sie beabsichtigte, sich der schriftstellerischen Laufbahn zu widmen. Aber sie sagte es unaufgefordert nicht.
Nicht etwa, weil fi« ihn mit der fertigen Arbeit überraschen wollte, tote sie als kleines Mäd- chen den Papa mit einem selbstgefertigten Gedicht erfreute, ober etwa weil sie fürchtete, er fönnte nickst einverstanden sein. Darauf kam sie nicht, weck sie absolut selbständig war tote im Denken, so auch im Handeln. Sie versteckte sich auch gar nicht vor ihm, wenn er bk Augen aufmachte, mußte er sehen, was sie tat.
Sah er aber nichts, so ging er entweder mit geschlossenen Augen einher, oder--er wollte
nicht sehen.
Niemals aber hatte sich Hanns von Äugen aufgedrängt, niemals wollte e# Harms Oertel tun.
Die Fahrt auf dem See war herrlich. Völlig enng in ihrem Entzücken über die wunderbar fagne Statur, diesen so überreichlich mit Schön- bett ausgestatteten Fleck erbe, vergaßt fie bü
Der Krawall tobte indes im Sopenstehl weiter; dort hatten die Aufrüherer mittlerweile sämtliche Gaslaternen zertrümmert und auSgelöscht, und die Revolte erreichte ihren Höhepunkt. Alle Spiegelscheiben ohne Ausnahme wurden in dieser Straße vom Pöbel zertrümmert und in der herrschen- den Dunkelheit die Läden ganz demoliert und geplündert. Ans In- weiter- und Uhrenläden, Pelz-, Kolonialwaren-, Porzellan- und anderen Geschäften stahl die Rotte alles, dessen sie habhaft werden konnte und suchte mit ihrem Raube das Weite. Der Verlust einiger Geschäftsleute ist ganz enorm, besonders der Inhaber der Gold- und Silberläden.
Bis jetzt sind folgende Verletzungen be- kamst worden: 15 berittene Schutzleute schwer, eine große Anzahl von Schutzleuten zu Fuß schwer und leichter. Ein Schuhmann ist seinen Verletzungen erlegen. Die Hamburger Sozialdemokratie beschloß, die Kundgebungen am kommenden Sonntag in verstärktem Maße fortzusetzen. Demnach wirb Hamburg also noch weitere Proben von Aufruhr, Landfriedensbruch, Morb unb Totschlag, Raub und Plünderung erfahren. Das ist die Revolution, die man nach der kürzlich geäns^rten Meimmg der mit den Sozialdemokraten.sympathisierenden „Nationol"-Sozialen nicht niedorick,lagen darf, sondern mit der man sein brav verhau- dein, di. h. also ihr natbeoben soll. Wir beglückwünschen die „National"-Sozialen zu dieser Bun- desgmossenschaft und erwarten, daß sie ihre platonische Freundschaft setzt, in Taten umsetzen und den „von der reaktionären Soldateska bedrohten Brüdern" praktische Hilfe leisten! Aber dazu fehtt's an Mut! Den Behörden fehlt er hoffentlich nicht, damit sie rücksichtslos von der ihnen zustehendenGetoalt Gebrauch machen und die sozialbomokra- tische Revolte, wo sie auch ihr Haupt erhebt, niederzwingt und unschädlich macht. Die Verantwortung für daS vergossene Blut tragen die Führer der Sozialdemokratie und die ihr Gleichgesinnten, die durch ihre Verhetzung das Volk an getrieben haben.
§ Konferenz in Algeciras.
DaS „©iotnole d'Jtalia" veröffentlicht eine Reihe Interviews, die fein Korrespondent mit den Houptd elegierten der marokkanischen Konferenz hatte. Der Herzog von Almodovar erklärte, er habe niemals an eine Kriegsgefahr gedacht. Die Verständigung wird sicher erreicht toerben, denn eS gibt tausend Wege dazu. Ich werde alle Kräfte dafür ausdieten. Ich glaube, baß in vier Wochen alle? erledigt ist. Die Konferenz darf nicht ergebnislos bleiben, weil nur bann die Lage gefahrvoll Werben könnte.
kleine Differenz von vorhin, daß sie schwand wie der Tau in der Morgensonne. Glückstrahlend kehrten sie kurz vor dem Diner in ihr Hotel zurück.
„Ein Telegramm für Sie, Herr Doktor", sagte der Hotelbeamte zu Oertel, indem er ihm dos verschlossene Blatt reichte.
Der Empfänger öffnete es und las rasch, während seine daneben stehende Frau wohl bemerkte, daß ein Schatten sich auf seine Züge legte.
„Von Deinem Verleger?" fragte sie. In der letzten Zeit kamen ost dringende und drängende Drahtnachrichten bau demselben.
„Ich werde Dir oben sagen, toa§ es enthält," sagte er und folgte ihr dann rasch die breite Treppe hinauf.
Auf dem Tisch lag ein Brief an Hanns. Sie öffnete ihn rasch.
Eine kurze Nachricht von Marga, wenige Zeilen von der Hand des Vaters zeigten ihr, daß in Wilhelmsburg alles gut stand.
So war sie gänzlich unbefangen und heiter, und beantwortete das ,,Wir müssen abreisen" ihres Gatten nur mit einem erstaunten „Schade. Aber weshalb".
„Das Telegramm ist nicht von meinem Verleger, Liebling," sagte er und trat rasch zu chr, sie umfassend. „Es ist von Marga."
Die junge Frau wurde blaß, sie klammerte sich an den Arm ihres Gatten und erwiderte stockend:
„Aber — von Marga? — Da ist doch ein Bries von ihr, unb — eine Einlage von Papa. — WaS.ist geschehen?"
„Telegramme find schneller als Briefe, Wehste.
Papa ist erkrankt, wir sollen sofort kommen." Hanns taumelte einen Schritt zurück. Sie wurde leübenblaß und rief zitternd:
„Die Wahrheit, — ich will die Wahrheit.
Papa fft tot."
„Nein hier ist &$ Telegramm, kies eS feßft Papa ist schwer erkrankt, Ihr raufet sofort kommen, Egon ist benachrichtigt, HRorga.*
v. Radowitz sagte angeblich: ,Jch komme mit den allerbesten Absichten, aber auch auf den anderen Seiten ist die gleiche Gesinnung nötig, nicht bloß auf französischer, sondern überall. In verantwortlichen und RegierungS» kreisen denkt niemand an den Krieg, auch nicht in Deutschland. Die Angelegenheit betrifft keineswegs lediglich Deutschland und Frankreich/ Graf Tattenbach äußerte: „Wir wollen keine Sondervorteile, sondern offene Tür für alle. Wird der Grundsatz freiester wirtschaflicher Betätigung aller in Marokko anerkannt, s» werden wir in den anderen Punkten höchst nachgiebig sein. Visconti Veno st a erklärte, daß die marokkanischen Delegierten gezwungen seien, vom Sultan erst die Genehmigung $a den von der Konferenz gefaßten Beschlüssen ab« zuwarten, sodaß die Konferenz Verzögerung« und Unterbrechungen erleiden dürfte. Während die marokkanischen Delegierten auf die Antwort aus Fcz warteten, würde man unterdessen andere Fragen beraten. Revoil betonte di» Zuversicht, daß Frankreichs besondere Jntereffm Anerkenung finden werden; dazu gehöre die geordnete Regierung in Marokko, wofür ein» schneidende Reformen die Voraussetzung seien. Ueber diese sei eine allgemeine Verständigung mit Deutschland erfolgt, jetzt seien die ModaliM täten zu regeln. Er fügte hinzu, eS fei not» wendig, um die Konferenz zu einem gut« Ende zu führen, nicht allzu großes Vertrau« in den guten Willen Marokkos zu fetzen.
Algeciras, 18. Jan. Heute Nachmittag fand die angekündigte Besprechung der Marokko» kouserenz über den Wafsenschmuggel statt, di» von 3 bis 4e/< Uhr dauerte.
Algeciras, 18. Jan. Die heutige ve» sprechung der Konferenzdelegierten war inoffiziell. ES wurde kein Protokoll geführt.
Dem „L.-A." wird von gut unterrichtet« Seite au5 Algeciras über die
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folgendes berichtet:
Bei aller zuversichtlichen Hoffnung auf em allseitig befriedigendes KonferenzergebniS wird auf feiten der Delegierten fo wenig wie im Publikum der latente Ernst der Lage der» fannt Am meisten lasten die Franzose« sich angelegen sein diesen hervorzuheben. 38et ihnen herrscht sichtliche Nervosität. Di» in den Provinzblättern von der französischen Ostgrenze enthaltenen Mobilmachungsberichte finden ihr Echo in der erregten Erklärung hiesiger französischer Zeitungskorrespondenten die für den Fall, daß nicht gewiff« Konzessionen von feiten Deutschlands erfolgen, in ihrer Eigenschaft als Reserve- Offiziere die alsbaldige Einberufung zu
Frau Oertel schwankte, aber mit Gewalt hielt sie sich aufrecht und nahm den Stuhl nicht an, den ihr Gatte brachte.
„Jetzt habe ich keine Zett, schrvach zu fern/ erklärte sie. „Wir reisen sobald und so schnell als möglich. Papa sehnt sich nach mir, ich will und muß zur richtigen Zett kommen, er soll mich noch sehen und sprechen. Suche Du bitte unten im Bureau aus dem Kursbuch heraus, wann uni tote wir auf die schnellste Art nach Haus kommen, unb begleiche alles. Ich packe unser Koffer/
Zwei Stunben später saßen fw im Zuge, in ununterbrochener Fahrt ging es über Bellinzona durch den Gotthard, über Zurich nach Basel, to» sie den Anschluß an den großen Zug über Front, furt nach Hannover gewannen.
Hanns Oertel schien keine Müdigkeit zu f ernten, nicht einen Augenblick schloß sie die Augen. Schneller, — schneller, war der einzige Gedanke, dem sie von Zeit zu Zeit Ausdruck verlieh.
Auf ein an Marge gerichtetes Telegramm antwortete dieselbe nach Frankfurt, Papa set W schwach, aber bei klarem Bewußtsein. Er toüfo fie sei auf dem Wege zu ihm und hoffe, sie bald
In Hannover trafen sie Egon auf dem Bohm Hof. Er fuhr ebenfalls nach Wilhelmsburg »n» stieg kopfschüttelnd trotz seiner gelben Fah-wrte zu ihnen in die zwette Wagenklasie.
Er erzählte, gleich noch Empfang von Mak« gas Telegramm wäre er, sogar ohne Urlaub, rwch Wilhelmsburg gefahren. Der Scmitätsrat hätte ihn aber wieder fortgeschickt, ba Erzellenz T®» Aufregung erspart werben müsse. Heute^ wollt» er toieder einmal zum rechten sehen. — Hebngew glaubte er zum Glück nicht einmal, daß die Sache so sehr ernst genommen werden müßte. ES s« eben der natürliche Verlauf derartiger ffrantpefc ten, Marga hätte in ihrer Angst sicher id**- trieben. Jedenfalls hatte der Sanitätscat n«y» von der Hoffnungslosigkeit gesagt. •