Einzelbild herunterladen
 

eine»

J2 7

tteu

6c«

Feldregiments ernannt

IG

4

10

Pf.exfi

Gebiet)

J

Auch

me»

N U en

ä und

\tx in

egen « fit chenl icosa ein»

>en.

Kommandeur des 2. worden.

"1 üdeu tlichea

n, sen.

bis 22. September hier stattfinden. Außer den Sitzungen der einzelnen Sektionen sind zwer große Sitzungen mit Vorträgen allgemeinen Charakters in Aussicht genommen. Mit der Ver­sammlung wird eine Ausstellung verbunden sein.

Paris, 8. Jan. Bei den gestrigen Senats­wahlen wurden im ganzen 102 Senatoren neu­gewählt. Von den Gewählten gehören 27 der republikanischen Linken an, 26 sind Radikale, 14 sozialistische Radikale, 2 Sozialisten, 6 Nationalisten, 16 Reaktionäre, ll Progresfisten.

Erscheint wöchentlich siebe« mal.

Druck und Verla-' Iah. Aug. Koch, Umverfitäti-Vuchdruckerel 41. '

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Die revolutionäre Bewegung i» Rußland.

Die Wirdrrhrrstrllung der Ordnung i» le* Ostfttprovinzr*

macht unter dem energischen Generalgouverneur Sollohub erfreuliche Fortschritte. Jedoch wird eS noch lange Zeit dauern, bis die Re- gierungSgewalt wieder überall herrschend ge­worden sein wird und noch mancher revolutionäre Erhebungsversuch wird unterdrückt werden müssen. Die Regierung kann sich absolut auf die Truppen verlassen. Der Meuchelmord an den 11 Dragonern und ähnliche Vorkommnisse haben die russischen Soldaten auf daS höchste gereizt, und die Revolutionäre haben auf diese Art der Regierung deS Zaren einen geradezu glänzenden Dienst geleistet. Sie haben ihm die Armee wiedergegeben, die er schon verloren zu haben schien. In einem der ,D. Ztg." zu­gegangenen Briefe agS dem nunmehr tatsäch­lich im wesentlichen ruhigen Rigga heißt eS:

.Die plötzliche Erstarkung der Regierung hängt eng mit dem Umschwung deS Militärs zusammen. DaS Militär steht jetzt un­bedingt seinem Eide treu zur Krone und geht rücksichtslos gegen die Aufrührer vor. Das erklärt sich ein­mal aus den plötzlich aufgebesserten Löhnung»- und VerpflegungSverhältniflen, vor allem aber aus der Empörung über die von den anarchistischen Letten in grausamster Weise hingemordetcn Kameraden. Letten­weiber haben die verwundeten Soldaten auf bestialische Weise gemartert und so gar Leichen ge­schändet. Man hat nun solche auf un­säglich scheußliche Art verstümmelte Soldaten­leichen photographiert und diese Bilder in Tausenden von Vervielfältigungen in den Kasernen herumgezeigt. DaS hat eine un­glaubliche Wirkung erzielt; das Militär ist kaum länger zu bändigen und schießt zuweilen gegen den Befehl der Offiziere."

Der Eencralgouverneur Sollohub übertrug seine Vollmachten in den Kreisen Werro und Walk dem General Orlow, in den Kreisen Dorpat und Fellin dem General Klotschenko und in der Stadt Riga und dem übrigen Teil Livlands dem Gouverneur Sweginzew. Ueber daS Vorgehen der Truppen berichten folgende Meldungen: Eine Truppenabteilung, die nach Windau geschickt war, verhaftete daS auS Sozi­aldemokraten bestehende Lokalkomitee. Von 16 Haupträdelsführern wurden bei dem Versuche zu fliehen drei getötet und einer schwer verwundet. Neun Kilometer von Wenden haben Revolutio­näre das Schloß Karlsruhe, daß dem Grafen Sievers gehört, niedergebrannt. Nunmehr macht der Generalgouverneur bekannt, daß er bei

m, itan n füget Naht,

Vierteljährlicher Bezugspreis: bfl ixi Expedition 2 Mk, bei allen Postämtern 2,25 M. ,exct. Bestellgeld).

JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeil«^oder deren Raum 10 Pfg.

Rcclaiiieli: die Zeile 25 Pfg.

Etllschiidigllngsgelder für Schöffen und Geschworene.

Der Strafrechtslehrer an der Heidelberger Universität, Geh. Hofrat Dr. v. Lilienthäl, Der- öffcntlicht zu dem Antrag der Reichstag?>abgeord- neten Haußmann und Dr. Müller, den Schöffen und Geschworenen eine angemessene Vergütung für Zeitverlust zu gewähren', in derDeutschen Jurist. Ztg." einen beachtenswerten Artikel. ES heißt darin:Ob diese Anregungen bei der Reichs-Justizverwaltung auf fruchtbaren Boden fallen, läßt sich schwer Voraussagen. Die Straf, prozetzkommission hat eine Stellungnahme zu die- ser Forderung abgelehnt. Und doch liegen eigent» lich ernsthafte Bedenken kaum vor. Die finanzielle Belastung der Staatshaushalte würde nur eine geringfügige sein. Politisch mißliebige Folgen könnte die Maßregel kaum haben. , Eine Sozial- demokratisierung der Richterbank ist durch ben ganzen Mechanismus der Auswahl der Laien­richter ja ohnehin ausgeschlossen. Daß Diäten notwendig sind, wenn eine wirkliche Beteiligung der minder bemittelten Klassen ermöglicht werden soll, hat die Reichsregierung längst anerkannt, in­dem sie im Gewerbcgerichtsgeseh eine solche Ent- schädiglmg zugebilligt hat. Trotzdem unterliegt es keinem Zweifel, daß die Einführung schneller geschehen würde, wenn sie auf dem Wege der Landesgesetzgebung geschehen konnte. Süddeutsch­land würde dann bald mit gutem Beispiel voran- gehen, wie aus den Erklärungen des bayerischen Justizministers in den neulichen Kammernerhand. lungen ziemlich deutlich hervorgeht. Er hält frei- lich und darin hat ihm die Kammer schließlich zugestimmt nur die Reichsgesetzgebung zur Erfüllung dieser Fordenmg zuständig, »6 mit Recht, ist mindestens zweifelhaft. Daß mit einem Ehrenamte" die Gewährung von Aufwandsent­schädigung begrifflich sehr wohl vereinbar ist, wird durch Praxis und Theorie. des ehrenamt­lichen Selbstverwaltnugsrechts vielfach bestätigt. Auch das Gewerbegerichtsgesetz hat das aner­kannt und endlich sogar das Gerichtsverfassungs- gesetz selbst, denn Reisekosten sind auA eine Auf- Ivandsventschädigung. immerhin ist es, äugen- blicklich wenig wahrscheinlich, daß die einzelnen Bundesstaaten selbständig vorgehen. Hoffentlich ist ihr Einfluß im Bundesrat groß genug, das durchzusehen, was ihre Negierungen als eine Not­wendigkeit erkannt haben."

Und der Vorwand für sein häufiges KomiE war durchaus einleuchtend. Die Vorbereitungen, für die Hochzeit mußten getroffen werden. Natür­lich sollte sie nur ganz klein sein, nur im engsten Familienkreise gefeiert werden.

Exzellenz erschien dieser Gedanke sehr ange« nehm, denn er fürchtete die unvermeidliche Auf« regung, aber er schwieg, bis Hanns gesprochen. ;

Nein," erklärte diese,unter keinen Um-' ständen anders als man es hier in Wilhelmsburg gewöhnt ist. Soll man mir gar nachsagen, ich schämte mich meiner Wahl? Und das würde man tun? Soll man die Nase rümpfen? Ich bin nicht geneigt, dem Geschwätz der Leute irgend-' welche Wichtigkeit beizulegen, ich bin aber zu stolz auf Oertel, ihn verunglimpfen zu lassen."

Erzellenz war mit allem einverstanden, nur erklärte er, man müsse die Rücksicht auf ihn neh­men, alles außerhalb des.<xmfe§ zu arrangieren. Es sei di-S auch eine Rücksicht auf die Gäste.

So war Egon gezwungen, oft die Fahrt von Hamburg nach Wilhelmsburg zu machen. Gegen Marga wurde er liebenswürdiger und vertrau­licher und erwies ihr mambe kleine Aufmerksam­keit. Freilich immer nur dann, wenn es unbe­merkt vor der Schwester geschehen konnte. j

Weshalb mich einer Strafpredigt aussetzen? dachte er.

Der Februar brachte fortgesetzt schlecht«». Wetter. Die Wege im Stadtpark wurden all-' mählich unpassierbar, Hanns und Marga wurden gezwungen, ihre bis jetzt täglich unternommene» weiten Spaziergänge im Park einzustellen.

Im Garten der Villa Lingen aber wurde die Brunnenpromenade stets trocken und gangbar er­halten. So wurde der mehrere hundert Mete» lange Kiesweg genannt, der um zwei Seiten Grundstücks herum führte, da er an einem Brun« neu begann, an einem ztveften, wenn auch auße* Gebrauch gesetzten, endigte. t

(Fortsetzung folgt).

Marburg

Mittwoch, 10. Januar 1906.

tNachdruck verboten.),

Die Brücke.

Roman von Willy Tcharla«.

tFortsetzung.)

(204 .1905 Frai

, . im Gespräch benahm sie sich gewandt wie eine Dame, plauderte frisch und heiter mit dem Vater, mit ihm. Er war erstaunt, denn das war gegen die Verabredung.

Wenn der Diener im Zimmer war, sprach er oftjnit Hanns französisch. Beide beherrschten diese Sprache von Jugend auf, da stets in frühe- ren Jahren eine Französin im Hause war. Un­befangen mischte sich Marga in das Gespräch und parlierte so munter drauf los, als täte sie zu Haus nie anders.

sonst der. Mk. ver« f. ree»

Das Abonnement

auf MeOberhesstsche Zeitung", vaS größte, meistgelesenste und weit­verbreitetste Blatt Marburgs und -er Umgegend kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate habe« beste« Erfolg.

gut an kreolische Abstammung glauben konnte. Kenner aber wollten Rasseneigentümlichkeiten entdecken, die auf östlichere Abstammung schließen ließen.

Das war aber unter allen Umständen 23er- läumdung, denn Sennora Anita tvar katholisch. Und gerade dieser, ihr Glaube gab Herrn von Lingen die gewünscAe Gelegenheft, sich m einer animierten Herrengesellschaft zum Ritter der Dame aufzuwerfen. Irgend jemand erlaubte sich über den Glaubenswechsel des Vaters und die ostentative Frömmigkeit der jungen Dame ein paar schnöde Witze. Leutnant von Lingen nahm die abwesende Wehrlose in Schutz, es entspann sich ein heftiger Wortwechsel, der damit endete, daß Egon den Gegner forderte.

Die Sache wurde zwar gütlich beigelegt, ge­schäftige Zungen aber ermangelten nickt, Fräulein Le Visä die Mär zu hinterbringen, wie warm der ritterliche Offizier für sie eingetveten war. Die junge Dame war gerührt, und in dieser (Stim­mung ungemein geneigt seiner Werbung Gehör zu schenken.

Da kreuzte Marga Oertel den Weg Egon von Lingens. Er stellte 23ergleiche an zwischen dem blonden Mädchen und der dunklen Kreolin, welche er zur Frau von Lingen zu machen beabsichtigte, und diese fielen für Anita nicht vorteilhaft aus.

So zögerte der Offizier, das entscheidende Wort zu sprechen. Faßte er morgen-? den Ent­schluß, mittags den verhängnisvollen Besuch zu machen, so änderte er wenige Stunden später seine Absicht, denn er dachte an das blonde Mädcken in Wfthelmsburg. Von Tag zu Tag, Woche zu Woche schob er die Entscheidung hinaus, sehr zum 23er- druß von Sennora Anita.

Egon kam öfter nach Wilhelmsburg als bisher, aber immer nur an Tagen, an denen er den Schwager nicht dort wußte.

Neuejte Telegramme.

Berlt«, 8. Jan. Der Bundesrat hat be- chlossen, daß den gesandtschaftüchen und be- oldeten Konsulatsbeamten, die in außereuropäi- chen Ländern eine längere als einjährige Verwendung gefunden haben, die daselbst zuge­brachte Dienstzeit auch bei Verwendung in den östlich de» Euphrat gelegenen persischen und türkischen Gebieten, in den portugiesischen Be­sitzungen von Angola und Mozambique und in der Republik Liberia bei der Pensionierung doppelt in Anrechnung gebracht wird.

Berlin, 8. Jan. DasMilitärwochenblatt" meldet; Schutztruppe für Südwestafrika: van Semmern, Oberstleutnant, ist seiner Stellung als Kommandeur des 2. Feldregiments enthoben worden, von Estorff, Major und Bataillons­kommandeur im 1. Feldregiment, ist zum

Sogar ein recht gutes Französisch.

Ja, zum Schwerenot, dachte der Leutnant, .was ist denn das für eine Gesellschaft? Er ein armseliger Tintenkuli, der für das tägliche Brot schaffen milß, und sie eine Dame.

, Aber hübsch war das Mädel, das nmßte ihm ,der Neid lassem Etwas zu klein und zierlich, aber wie eine Tanne gewachsen. Wie keck und lustig die blauen Augen aus dem hübschen Gesicht blickten, und wie lustig der kleine Mund lachen konnteI Dann blitzten die kleinen, weißen Zähne Nur so hinter den roten Lippen hervor.

. @r saß bei Tisch neben ihr, da fiel ihm die entzückende Nackenlinie auf, und wie sich die gold Ivnden Härchen um Hals und Nacken ringelten, kr sah mehr hin als unbedingt nötig war, den «woonken an seine Blamage gab er längst auf, no die Kälte, welche er anfangs der Schwester »es ilnangenehmen Menschen zeigte, schwand mehr ftnd mehr.

: scholl seit Weihnachten trug sich Egon mit Mil ernstlichen Gedanken, seine Position in der Delt zu befestigen. In Mlhelmsbuvg mußte »der kurz em Situativ»c-weckse! »ntreten, dann

Deutsches Reich.

Berlin, 9. Januar. !

- ©eine Majestät der Kaiser hütet fett Samstag infolge einer leichten Erkältung daß Zimmer, jedoch nahm er die regelmäßigen Vor­gänge entgegen. Am Samstag Nachmittag hört«

jedesmaligem Niederbrennen eines Gutes All« Bauernhöfe im Umkreise von 25 Kilometer durch die Truppen niederbrennen lassen wird. Ebenso hat er bekannt gemacht, daß die Bauer« für die Unantastbarkeit der Monopolbuden hast ten, deren Zerstörung epidemisch geworden i«,

Petersburg, 8. Jan. Nach einer Mel« düng au» Mitau sind viele Führer der Lette» in dem Kampfe mit den Truppen umgekommen. Die aufständischen Komitees hoben alle Privt^ legten auf, ließen vorläufig noch das Eigentum»» recht bestehen, konfiszierten aber die Güter und, führen eine Einkommensteuer und die Zivilehe ein. Die Komitees haben eine eigene Post und sind mit dem ganzen Lande telephonisch verbunden.

Die deutsche Hilfsaktion. j

KöniSberg, 8. Jan. (W. 23.) Dez DampferWolga" ist für eine weitere Reise nach Rußland gechartert worden und hat Befehl er­halten, nach Rußland zu fahren. Der Dampfe« wird morgen früh von Pillau in See gehen. Aus der Rückfahrt wird er, wie bereits gemeldet^ Libau und, wenn möglich, Pernatt anlaufen. J

Berlin, 8. Jan. (W. 23.) DieNordd. Allgemeine Zeitung" meldet: Nachdem mit tent DampferWolga" insgesamt 1047 Personen, darunter 803 Reichsdeutsche, aus Riga befördert worden sind, hat die reichsdeutsche Kolonie in Riga durch den kaiserlichen Konsul dem Reiche tangier ihren ehrerbietigsten Dank für die ge­leistete Hilfe übermitteln lassen.

Zu der gestern wiedergegebenen Meldung, Me für die Juden in Odessa eingegangenen Hilf»« gelber würden auch zur Förderung der Revolution verwandt, erhält dieKöln. Zeitung" vom Hilfsverein der deutschen Inden Me Mitteilung, daß jegliche Unterstützttng der Revoluftonäre ausgeschlossen sei. Eine jüdisch« Abordnung, die dieser Tage von derartigen ®e« rüchten hörte, wandte sich an den Minister Witte, um gegen die Anschuldigung Einspruch zu er- heben. Witte erklärte der Deputation, es handle sich um ein lächerliches Mißverständnis, doch sei es zu bedauern, daß der uneigennützigen unb nützlichen Tätigkeit des jüdischen Hilfskomitees im Auslande auf solcke Weise Schwierigkeiten be­reitet werden. Daß der Hilfsverein der beut-' scheu Juden die russischen Revoluftonäre unter­stütze, noch von einer unrechtmäßigen Verwendung der Gelder wisse, wird wohl niemand einfallen zu glauben. Aber sehr unwahrscheinlich ist es doch nicht, daß die in Rußland verteilten Unter« stühungsgelder auf indirektem Wege den revolu­tionären Bestrebungen wieder zu gute kommen. Dagegen kann der Hilfsverein schauerlich etwas tun.

war die Erbschaft, welche er noch zu beanspruchen hatte, nicht groß genug, dauernd ein sorgenloses Leben führen zu können. Wenigstens fein sol­ches, wie er es beanspruchte.

Und zurückstehen? ach wo.

Blieb nichts anderes übrig als eine reiche Heirat, und Egon von Lingen sah sich um unter den Töchtern des Landes. , *

Aber ganz so einfach, wie er gemeint hafte, war die Sache doch nicht. Es genügt durchaus nicht, daß er die Hand ausstreckte.

Die vornehme Gesellschaft war in seiner Gar­nison genau so exklusiv und abgeschlossen, wie an­deren Ortes, wenn auch die Gründe für die Ex­klusivität andere waren. Als Tftcknochbar, ganz amüsanter Causeur, als guter Tänzer, zu einem kleinen Flirt ober einer Partie Tennis war er gern gesehen, mehr aber auch nicht. Man be­trachtete einen Patriziersohn mit ganz anderen Augen.

Er kam aber auch in andere Kreise, unb Egon verkehrte seift mehr in dieser Gesellschaft. Geld gab es hier vielleicht noch mehr als dort, und hübsch waren die jungen Damen hier auch, unb die Erfahrung, welche andere gesammelt, belehrte ihn, hier würde er als Freier hochwillkommen fein.

Eingeführt war er rasch, nachdem er gelegent­lich einer Wohltätigkeftsvorstellung im Theater Fräulein ober, wie sie sich lieber nennen hörte, Sennora Le 23if£ kennen lernte. Tie junge Dame toar bei Verwanbten zum Besuch, die Tochter eines in Caracas angesessenen Kaufmanns unb mehrere Jahre in Lausanne in einer ungemein teueren Pension.

Schilmelpfeng gabdurchans befriedigende Au», tun ft, und Egon ging sofort gerade auf fein Ziel los. Die Ddillionen machten ihn kühn.

Zwar war Fräulein Le Biss eine sehr dunkle Schönheft, wenn nian als höflicher Mann dieses Wart schon gebrauchen wollte, so dunkel, daß man

Berli«, 9. Jan. Die von der »Nordd. Allg. Ztg." heute gemeldete Erkrankung des Staatssekretärs deS Auswärtigen Frhrn. von Nichthofen ist lautFrkf. Ztg." ernsterer Natur. Der Staatssekretär ist gestern während eines Diners in einer befreundeten Familie plötzlich schwer erkrankt, wie man annimmt, infolge an­strengender Tätigkeit der letzten Zeit. Ein». Besserung ist bis heute Abend nicht ein getreten, und es ist jedenfalls ausgeschlossen, daß Frhr. v- Richthofen frine Tätigkeit in absehbarer Zeit wieder aufnimmt. Seine Arbeitskraft wird gerade jetzt, wo die auswärtige Politik eine bedeutende Rolle spielt unb die Vertretung des Auswärtigen Amts auch im Reichstage ihm obgelegen hätte, schwer vermißt werden.

Köln.- 8. Jan. DieKölnische Zeitung" meldet auS Berlin vom 7. Januar: Hier ist baS Gerücht verbreitet, daß, weil andere Mächte angeblich Kriegsschiffs in die Nähe von Algeciras entsenden wollen, auch Deutschland beabsichtige, ein Kreuzergeschwader dorthin zu senden. Von einer solchen Absicht ist in maßgebenden Kreisen nicht das geringste bekannt. Es ist auch schwer ersichtlich, welchen Grund Deutschland haben könnte, bei Algeciras oder in dessen Umgebung seine Flagge zu zeigen.

Stuttgart, 9. Jan. Der 78. deutsche Naturforfchertag wird in diesem Jahr vom 16.

tift.

auch sia« BlZ ototi >ern tte*

Art LO2H wie»

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

f SonnIagSdUla-e- Süuftrirte» «»»nlaa-bla«. "*

-kN

inder» öfjten Snften ichster unten vielen Lager außer ohne 17933

stfalc^

.1908 er