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Eins aber wurde

aus den Kinderschuhen heraus, mir gestern Abend klar."

antreten mußte.

Paris, 6. Jan. Der ehemalige russische Finanzminister Kokowzow, welcher heute hier einoetroffen ist, ist von dem Präsidenten der Republik Loubet und dem Ministerpräsidenten Rouvier empfangen worden. DerTernps" glaubt, die Anwesenheit Krkowzows hänge mit einem Vorschläge Rußlands zusammen, wonach französische Bankinstitute der russischen Staats­bank gegen Bürgschaften das notwendige Geld­kapital vorstrecken sollen, um eine Zeitlang den Parikurs von 2,66 für den Rubel aufrecht zu erhalten. Die französischen Bankinstitute seien ausnahmslos geneigt, den Vorschlag zu prüfen.

Die deutsch-russische« Flüchtlinge.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck mch Verlag- 5»t «»« »och, UmverfitStlUSoHmckmi 41. JaWs

Marburg, Markt 21, Telephon 56,

treffen.

Memel, 6. Jan. Der Dampfer .Kehr­wieder" ist heute mittag, von Riga kommend, in den hiesigen Hasen eingelaufen. Flüchtlinge waren nicht an Bord. Der Kapitän hält die Lage in Riga für ruhig. Der Dampfer hat die telearophische Order erhalten, nach Hamburg zurückzukehren. Der Dampfer .Wolga", der, wie bereits gemeldet, gestern nachmittag von Riga mit 224 Flüchtlingen abgegangen ist, wird morgen nachmittag hier, und, falls dort die Anfahrt unmöglich ist, in Pillau erwartet. Vorbereitungen zur Aufnahme der Flüchtlinge in Pillau und Königsberg, gegebenenfalls auch in Memel, find getroffen.

Pillau, 7. Lau. Der Dampfer .Wolga mit 224 Flüchtlingen ist um 8 Uhr von Riga hier eingetroffen.

Königsberg, 7. Jan. Von den 228 Flüchtlingen nicht 224, wie in der früheren Meldung auS Pillau angegeben ist waren 61 Ausländer und 185 unterstützungsbedürftig.

Aufenthalt in Wilhelmsburg nehmen, natürlich, I wenn es von der Hochzeitsreise zurückgekehrt sein I würde. Bei Hanns fand dieser Gedanke sofort I alle Zustimnmng, Oertel verhielt sich schweige^.

Er meinte, zur Zeit noch kein Recht zum Wr- I derspruch zu haben, wollte auch dem Schwieger­vater eine Ablehnung seines Wunsches, die für I ihn ein harter Schlag sein würde, ersparen.

Der General fürchtete sich vor einer dauern­den Trennung von der Tochter, die er an seinem Lebensabend nicht fortgeben wollte.

Hanns aber nahm Oertels Schweigen für Zustimmung.

Die Zeit bis zum Marz verflog.

Ende Januar reiste Marga nach Wckhelms- burg.

Zwischen ihr und Hanns wurde das Ver­hältnis vom ersten Augenblick an ein ungemein herzliches, den alten General eroberte sie rm Sturm.

Ich hatte in der Tat Besorgnis, Ihr Mäd­chen," sagte er eines Tags beim Frühstück,was aus mir alten Krüppel werben soll, wenn Hanns mich auf mehrere Wochen verlassen wird. Nun, ivo Du da bist, meine kleine Puppe, werde rch schjliMich meine große Tochter gar nicht ver­missen." . ,

Hanns erklärte, eifersüchtig zu werden, ober sie freute sich im Herzen aufrichtig des guten Ver­hältnisses zwischen Vater und Schwägerin. Konnte sie doch nun unbesorgt mit dem geliebten Mann cchreisen. . , .

Oertel kam sich in Friedenau sehr vereinsamt vor, aber er hatte die sechs Wochentage über stets eine große Vorfreude auf den kommenden Sonn­tag, an welchem er nach Wilhelmsburg kommen durste.

Leutnant von Lingen war gegen den Schwa- ger zwar höflich, aber von eisiger Kälte. Kamen sie Msammeu, konnte auch ein Uneingetveihter

Marburg

Dlenstaz, 9. Januar 1906.

Sie lächelte.

Wir werden uns Ersatz dafür verschaffen, verlaß Dich darauf. Ohne Verkehr mit anderen Leuten kann und mag ich nicht leben, wir sind aber freie Leute und können aussuchen. Wir sind alle Produkt unserer Erziehung; wohl dem, dessen Erziehung sich die Not einmal gründlich angenommen hat. Sie treibt " " 1

Darf ich es erfahren?"

Gewiß, es ist kein Gcheimnis, und Tausende vor mir werden dieselben Erfahrungen gemacht haben. Tie Angehörigen verschiedener, ich möchte nicht sagen Kasten, aber es ist doch wohl das richtige Wort; die Angehörigen verschiedener Be- völkerungsschichten beurteilen sich, fast immer falsch und schief. Sie kennen sich nicht, verstehen ihre Art nicht, sind mißtrauisch gegeneinander. Ihre Eigenschaften verbargen sie fast absichtlich vor einander. Kann da ein richtiges Urteil zu­tage treten?

9. Kapitel.'

Exzellenz erklärte kurz und bündig, er wünsche, die Hochzeit finde in den ersten Tagen des März statt.

Das wurde in so entschiedenem Ton ge­sprochen, als wollte der alte Herr von vornherein jeden Widerstand der Meistbeteiligten niederwer- fen. Merfivürdigerweise stieß er nidji auf solchen. Ferner sprach er den Wunsch aus, das junge Paar Mte in der ersten Zeit nach der Hochzeit seinen

Washington. 6. Jan. (Reuter.) Ja der Nähe von Manila wurden zwei Brigade-Haupt­quartiere errichtet, um den Generälen die Mög­lichkeit zur Abhaltung von Manövern zu geben. Das Kriegsdepartement gibt zu, daß mögliche^ weise die Lage in China seinen Entschluß, noch zwei Regimenter nach den Philippinen zu senden, beeinflußte. Es wird bemerkt, daß gegenwämg nichts vorliegt, waL einen Notfall wahrscheinlich mache, jedoch mache China jefet eine Verände­rung durch und eS sei möglich, daß die ameri­kanischen Jntereffen Schutz erfordern könnten.

vierteljährlicher Bezugspreis- be» ver EAÄitiM 2 Ml, bet allen Postämtern 2,25 Mk. (t$tL Bestellgeld).

ZnscrtronS-ebühr: die gespaliMe Zelle oder deren Raum IV Ptz.

Reclamem die Zeile 25 Pfg.

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Jan.

Seine Majestät der K a i s e r hat in einem Dankschreiben für die ihm vom Berliner Ma- gistrat überreichte Neujahrsadresse dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß auch das begonnene <^hr allen Werken des Friedens reiche Förderung brm- gen möge. Die Uebersiedelung des Krcmprm- zenpaares nach Berlin wird Ende dieses Monats erfolgen. Prinz Adalbert von Preußen wird nn Frühjahr dieses Jahres zur Stärkung seiner Ge- sofort merken, sie seien sich gegenseitig nicht sym- patisch. Hanns versuchte unauffällig zu berent« Mn; Egon erklärte ihr brüsk, sie möge sich me Mühe ersparen. Er würde stets den Verkehr auf das denkbar geringste Maß beschranken, und sie müsse schon sehr zufrieden sein, daß er fernem Protest gegen ihre Wahl nur auf diese Weist Ausdruck verleihe. t . ...

Oertel aber meinte, der Schwager Jet ihm nicht mehr und nicht weniger als irgend em an­derer Mensch. Und da er gar ferne Veranlassung hätte, um die Gunst des jüngeren 8« werben, so würde er sich einer abermaligen Ablchnung nicht aussetzen. Er sei ihm mit offenem Herzen entneaenaekommen. , w

Hanns mußte sich darauf beschranken, einen Konflikt zwischen den heffigen Naturen hmtanzw, ^Eräes Tages, als Egon in Wilhelmsburg war um Beichte abzulegen wegen des definitiv erledig­ten Hunters, kam Marga m das Haus. Dek Leutnant war von der Nachricht, um sechs Uhr würde das junge Mädchen ankommen, unange- ne^@r ^meinie, es würde ein Kleinbürgersmab« chen erscheinen, ungeschickt linkisch, das nur st» und nein sagen konnte, höchstens o st» und o «atu Und so ein Mädchen hier in dem vornehme« Hause, unter Verhältnissen, welche ihm neu sei« stiübten, mußte lähmen- und beklemmend wirken. Mch mit dem Meffer speisen, nicht Wißen, wog« Spülkummen vorhanden find, den Diener $ert anreden. Er mußte lachen, wenn er an bas VW sicht dachte, welches Franz, die Kanaille, mache« "L statt dessen erschien eine einfach, a^r grck angezogene junge Dame, welcher Villa Lrn^M

Zuschnitt rät Haus zwar gut zu gefalleq, aber durchaus nicht zu imponieren fchim.

. '(Forffetzung folgt.)

r-v r' 7lder übertragen u'.rd.

28 (Nachdruck verboten.)

Die Brücke.

Roman von Willy Scharia».

(Fortsetzung.)

Das wußte der Mensch natürlich nicht, und dann stellte sich heraus, et wisse nichts von Me­nuett oder Gavotte; er konnte nicht einmal Qua- drille a la cour.

Mcut ging über diesen unglaublichen Doktor ;'3ur Tagesordnung über, Hanns von Lingen aber verstand man nicht. Hans Oertel war erstaunt, überall und und jederzeit eine lebhafte uni an­geregte Debatte zu hören. Er begriff nicht, wie man sich über nichts so lange unterhalten konnte, es ging ihm mit diesen Gesellschaftsmenscheli wie ihnen mit seiner Person.

Sie waren durch Weltenfernen von ihm ge­trennt. Was für jene von höchster Wichtigkeit -War, erschien ihm als Lappalie, denn was gingen :tijn Pferds, Hunde und die liebe Familie des Nächsten an, des nächsten sowohl wie des fernsten?

Für das aber, was ihm schön und erhaben schien, hatte man hier nur ein Achselzucken oder Lächeln. Oertel besaß Gerechfigkeitsgefühl ge­nug, ihnen daraus keinen Vorwurf zu machre.

Hanns von Lingen fuhr nach Haus. Oertel fbegab sich zu Fuß in fern Hotel. Die so leicht in träten heiligsten Gefühlen verletzte Wilhelmsburger .Gesellschaft hätte es ihr niemals vergeben, würde sie allein von ihrem Verlobten nach Haus gebrach worden sein.

Anstand und gute Sitte muß man wahren, dazu sind sie da.

Am nächsten Vormittag meinte Hanns mit Ihrem Verlobten über das Opfer sprechen zu muffen, welches er gebracht hatte. Sie glaubte Kn verletzt durch den Mangel an Entgegrnkam- Jnen ihrer Standesgetwsfen.

Die revolutionäre Bewegung in Rußland,

«us den Osisttprovinze«.

Die Gewalttätigkeiten, die sich der Rigaer Pöbel gegen die Dragonerwache in der Eummifabrik Prowodnik vor einigen Tagen geleistet hat und von denen wir berichtet haben, sind in furchtbarer Weise gerächt worden. Der L.«A." erhält einen von der Zensur nicht durch- gelaffenen, ihm aber auf andere Weise zuge­stellten Bericht seines Rigaer Korrespondenten. Dieser schreibt: Als die Arbeiter und Frauen, die in der Fabrik Prowodnik einge- schloffen waren, ihre Freilassung verlangten, um Nahrung einnehmen zu können, erklärte der Wachkommandeur Oberst Meide!, sie sollten binnen fünf Minuten die Mörder nennen, sonst würde er schießen laffen. Die Arbeiter weigerten sich, dieser Aufforderung nachzukommen. Mehdel befahl nun, Kanonenschüsse in den Fa­briksaal abzvgeben. DaS geschah, und über 100 Arbeiter wurden getötet. Nun brach eine furchtbare Panik auS. Die Arbeiter suchten zu fliehen, wurden alwr von den Soldaten mit Schüssen zurückaetrieben. Wieder gab es viele Tote. Darauf wurden drei Mörder aus- geliefert. Jetzt ließ der Oberst die Weiber ziehen. Die Männer lieferten später noch 40 Delegierte aus, welche gesetzmäßig die Jntereffen der Arbeiter zu vertreten hatten, und wurden darauf gleichfalls sreigelaffen. Die Delegierten blieben in Hast, sie sollten bis zum nächsten Tage die Mörder nennen, widrigenfalls sie ge­henkt würden. Von den Aufrührern, die die den Ueberfall auf die Dragoner ausgeführt hatten, wird ein unmenschliches Verhalten be­richtet: sie sollen den Dragonern, die sie im Schlafe erstachen, ganze Fleisch­stücke aus den Körpern ausge­schnitten haben. Wenn das wahr ist, kann man es den Soldaten und dem Kommandeur nicht verargen, daß sie so rücksichtslos vorgehen.

Verschiedene Meldungen.

Petersburg, 6. Jan. Hier liegen zurzeit keine authentischen Nachrichten über die Lage im Kaukasus, die sehr kritisch ist, vor. Matrosen

Er aber wehrte lachend ab und erklärte: Sieh einmal, Liebling, es war für mich in­teressant, und täte mir geradezu leid, wenn ich nicht dort gewesen Wäre.

Bisher habe ich natürlich nie in solchen Kreisen verkehren können, und in Zukunft wird die Gesellschaft wohl uns beiden verschlossen bleiben. Ich hoffe. Du wirst Dich damit abfinden?"

Das Abonnement auf dieOtzerhe,fische Zeitung", das gr58te, Meistgelesenste rmd weit« verbreitetste Blatt Marburgs «ad der umgegead kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate haben beste« Erfolg.

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St«ejle Telegramme.

»Ort«, 6. San. (SS. »-> ®ie baü.64» be Paris" meldet, erhielt daL englische Mrttel- meergeschwader den Befehl, sich für den 20 Ja» murr zum Besuche mehrerer italienischer und französischer Häfen bereit zu halte«.

Paris, 7. Jan. Der Marinemrmster be­reitet einen Erlaß betr. Errichtung eines aus­schließlich für den Dienst der Unterseeboote bestimmten Elitekorps vor, welches eigene Um« form und höheren Sold erhalten toirb.

Madrid, 6. Jan. Halbamtlich veÄautet, Spanien werde sich gleich Deutschland dem intet» nationalen Mandate, das Frankreich die Polr» zeigewalt in Marokko cinränmt, entschieden widersetzen. Spanien schlägt, wie die Mgd. Ztg. meldet, die Einteilung Marokkos in Zonen vor damit jede an Marokko interessierte Macht in ihrer Zone die Polizeigewalt auSübe.

Loudon, 7. Jan. Staatssekretär Root soll bei seinen Bemühungen, über einen Reziprozi­tätsvertrag mit Deutschland zu verhandeln, einer Meldung derMorning Post" aus Was­hington zufolge, nicht nur im Senat, sondern auch bei seinen Kollegen auf Widerstand stoßen. Der Schatzsekretär Shaw und der Landwirt­schaftssekretär Wilson, beide Vertreter der west­lichen agrarischen Ansichten, seien gegen Konzes­sionen an Deutschland und für Vergeltungsmaß­regeln, um Deutschland zu zwingen, die ameri­kanischen Bedingungen anzunehmen.

Lo«dv«, 7. Jan. Der Arbeitsminister John Burns teilte in einer Rede mit, das Kriegsamt werde in den Landesteilen, wo die größte Ar- beitSlofigkett herrscht, 20 Bataillone für die Miliz anwerben laffen.

Loudo«, 6. Jan. DemStandard" zu- folge teilte der Staatssekretär des Auswärtigen, Edward Grey, formell auf diplomatischem Wege mit, er werde auf der Konferenz von Algeciras Lord LanSdowne'S Politik ausführen. Großbri­tannien werde dort Frankreichs Ansprüche un­terstützen.

Phlladeiphia, 6. Jan. Der deutsch-ame­rikanische Nationalbund richtete an sämtliche Mitglieder deS KongreffeS eine Petition die den Abschluß eines gerechten den Geschäftsverkehr fördernden Gegenseitigkeits-Vertrages zwischen Deutschland und Amerika befürwortet.

der Handelsmarine weigern sich, von Odeffa I Hiervon wurden 120 tn Mau, und 65 i* und Sebastopol Truppen »ach dem Kaukasus Königsberg untergebracht. Dre Flüchtlinge zu befördern. - Die Polizei ist fortgesetzt hier hören überwiegend dem Arbetter- und Hm^ wie in Moskau eifrig damit beschäftigt, der- WertetfräHb an. Nach Auskunft des Kaprtär» steckte Waffen und Munifion aufzuspüren. In der .Wolga sind vorläufig alle Personen.^ Moskau wurden gestern bei Durchsuchung der I flüchten wollten, aus Riga fortgeschafft. 5DM Kellerräume deS bekannten Hauses Filippow auf Wolga" werd vorausfichtlrch eme Fahft nrf der TwerSkajastraße elf Bomben großen Um- I Reval machen und aus der Rückfahrt Lwau um !m«'ÄuWu. in Odch« -in...

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U Noworvsfisk vollständig in den Händen der deutsche, darunter 614 Arbetter, ferner N

Revolutionäre. Der Gouverneur ist au» der Österreicher bezw. Ungare, 20 Jtafiener. A

Stadt entfernt worden, ebenso der Bürger» Schwerzer, 4 Engländer, 2 Franzosen, 2 Belgler,

meister, deffen Posten durch Neuwahl besetzt 10 Dänen, 1 Schwede 5 Türken, 3 Rumänen,

wurde. Die Revolutionäre beschlagnahmten daS I 6 Amerikaner und 128 russische Balten.

auS Datum eingetroffene SchiffSsewastopol", Deutsche Hilfsgelder für die Revoluttonäre. welches unter Führung von 19 Aufständischen I Hie , Ztg." erhält eine Aufsehen e#< mit den Passagieren die Rückreise nach Odeffa | Wßenbe Zuschrift' aus Odessa, wonach ein Viertel der zur Unterstützung der schwer geschädigten, i*« dischen Bevölkerung aus dem Auslande erng» laufenen namhaften Summe« zur Bewaffnung der Mttglieder des sozialrevolutionären Vcreml Bund" und zur Anfertigung von Bomben ve» wendet wurden. Der Gewährsmann derSroln. Ztg." warnt namentlich die deutschen, Spender, vorsichtig zu sein, und nur solchen Komitees Geld zu senden, die es dem Zwecke zuführen, Wofür S bestimmt ist. DieFranks. Ztg." die ja ohne« dies nut den russischen Revolutionären sympathi­siert, beeilt sich zu dem Schlußsatz der obigen Wa^ nung hinzuzufügen, daß dies geschehen ser und daß es also ausgeschlossen erscheine, daß die aul Deutschland nach Rußland gesendeten Gelder ein! andere Verwendung als die vorgesehene gefunden hätten. Wir glauben, dieser verschämten Ab. schwächung der Tatsachen keinen Wert beimesse« zu dürfen, denn die ganze Geschichte der ressische« Revolution ist Beweis genug dafür, daß sicher ein guter Teil der für die Juden gesammelte« Gelder doch den Revolutionären gngänglirä ge­macht wird. Und dafür sollte das gute deutsche Geld doch zu schade sein!

Die russische Regierung erklärte denn auch richtiger Würdigung dieses Mßbrauches, daß f« die vom Auslande für die notleidenden Jude» einlaufenden Gelder konfiszieren wird, falls der höheren russischen Administration nicht ine Kon. trolle über den Empfang und die Verteilung dre«

xtt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

' Sonntagsbeilage: Illnftrirtes Sonntagsblatt.

Königsberg, 6. Jan. Der Dampfer Wolga" ist gestern mittag mit 224 Flüchtlingen an Bord von Riga abgegangen und wird voraussichtlich Sonntag mittag in Pillau ein»