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Libau, 29. Dez. Die Stadt ist mit Deutschen ungefüllt, die vom Lande, aus Goldingen, aus Haienpoth und Grobin, lauter vom Militär preisnegebenen Städten, kommend, hier ihre letzte Zuflucht suchen. Obwohl Marine- u»d Festungsartillerie unzuverlässig find, so hofft man doch, die Stadt mit Hilfe in Infanterie und der Reiterei halten zu können. In Goldingen wurde das frühere Stadthaupt (Bürgermeister), Rechtsanwalt Ar­min Adolphi, aus seinem Hause gelockt und schwer (wie es heißt tätlich) verwundet. Die Ermordung des Byrons Arthur Drachenseis in ÄriShof bestätigt sich. Er konnte sein HauS nrcht verlassen, da er schwerkrank zu Bette lag. Auf seinem Schmerzenslager wurde er von den Mordbuben überfallen und getötet.

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Marburg

Mittwoch 3. Januar 1906.

Vlerteljährlichrr BrzugSpreiS« btt D« Expedition 2 1RU btt alle» Postämrem 2,25 M. rexet. Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg.

R-clamcn: die Zeil- W Pf-i. ___________

Ich habe durchaus nicht gesagt, ich nicht mit Dir darüber reden, ich habe mir nur Spott und Hohn Deinerseits verbeten. Wenn Du willst, so komme mit zu mir nach oben."

Erscheint wöchentlich sieben mal. x

Druck und Verlag- Joh. Ku8. «och, UnivkrsttStS-Buchdruckerei 41.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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Dars ich dort rauchen?" fragte er.Ich habe ks nötig, meine Nerven etwas zu beruhigen." - Hanns nickte und ging davon.

! Die Geschwister gaben sich Mühe, so ruhig miteinander zu sprechen, wie nur möglich, aber immer wieder platzten die so himmeltveit verschie­denen Ansichten aufeinander.

Nach dem, tvas Du mir soeben gesagt hast, Egon", meinte sie in bedauerndem Tone,scheint mir so, als beabsichtigst Du bei einer Heirat nur auf das Vermögen Deiner Zukünftigen zu sehen."

Nicht nur. Aber ohne Vermögen zu heira­ten, wäre der reine Wahnsinn, denn es gehört viel Geld dazu, ein anständiges, standesgemäßes Le­ben zu fuhren."

iUnd es würde Dir wenig ausmachen, ob die Dame bürgerlicher Abstammung ist, nicht wahr?

1 Soviel ich weiß, ist ja auch der Adel in Ham­burg nur dünn gesät."

Wird mich wenig kümmern."

iUnd mir machst Du fast ein Verbrechen aus meiner Absicht, einen Bürgerlichen zu heiraten. Wie reimt sich das zusammen?"

* Egon sah die Schwester zweifelnd und kopf­schüttelnd an. Wie konnte ein leidlich kluges Mädchen nur so begriffsstutzig sein?

So meinte er denn auch in überlegen belehren.

♦em Tone:

Ich bleibe, wer ich bin Du nicht. Ich hieche meine Frau zu mir herauf, Du steigst herab, «ch sollte meinen, der Unterschied liege auf der Kand." ...... ...

l Nachdruck verboten.)

Die Brücke.

Roman von Willy Scharla«.

(Fortsetzung.)

Neueste Telegramme.

Berlin 1. Jan. Die Chefredaktion der Kreuzztg." wird, wie sich die «Leipz. N. Nachr. üu» Berlin melden lassen, der Geh. Regierungsrat Dr. Hermes aus dem preußischen Kultus­ministerium übernehmen, der Termin ist aber noch nicht bestimmt. Der bisherige Chefredakteur Bros. Dr. Kropatschek scheidet demnächst av» Pefundheitsrücksichten endgültig aus seiner Stellung.

Mrtniugeu, 31. Dez. Die meiningische Regierung beschloß, dem vom Landtag ange­nommenen Antrag, wonach der Antrag Bayern- yuf Gewährung von Tagegeldern an Schöffen tznd Geschworene im Bundesrat unterstützt werden möge, beizutreten.

Karlsruhe, 31. Dez. Das Befinden de» EroßherzogS ist befriedigend. Seit zwei Tagen ist ein gleichmäßiger Rückgang der Krankheit»- Erscheinungen, sowohl deS Katarrhs wie des Fiebers zu beobachten.

Stuttgart, 1. Jan. Wie der.Staaisanz." mitteilt, werden mit Genehmigung des Mini­steriums der auswärtigen Angelegenheiten zu Beginn des Jahres 1906 zur Feier deS hundert­jährigen Bestehens deS Königreiches Württem­berg Jubiläumsfreimarken sowohl für den amt­lichen Verkehr der Staatsbehörden als auch für den der amtlichen Bezirke auSgegeben. An daS Publikum wird die JubiläumSmarke, soweit der Vorrat reicht, in der gleichen Weise käuflich ab-- gegeben, wie die gewöhnlichen amtlichen Post- wertzeichs .

Budapest, 31. Dez. DerMazhar Remzet" meldet, die Regierung werde, da der ganze Komplex der internationalen Handelsverträge b-.sher vom Parlament nicht erledigt werden konnte, diese zu geeigneter Zeit im Verordnungs­wege inS Leben treten lassen, gleichzeitig mit dem autonomen Zolltarif; eine andere Lösung gebe es heute nicht.

Rom, 31. Dez. Heute ist das Weißbuch deS Vatikans über die Trennung von Kirche und Staat in Frankreich ausgegeben worden. ßS besteht auS einem Expofö und 47 Belägen. Das ExposS enthält eine Vorrede und neun Kapitel nebst einem Anhang. DaS Buch hat 273 Seiten.

Paris, 31. Dez. Die fünf französischen flardinäle übermittelten einer Meldung der DebatS" zufolge dem Papste ihren Betchluk, dem Gesetze betreffend die Trennung de» Staates hon der Kirche keinen Widerstand zu leisten, fall» das Gesetz dem Geiste und Buchstaben ent­sprechend angewandt werde.

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Die revolutionäre Bewegung in Rußland.

A«s dr« Oßsrrtzrodinze«.

Die Revolution in Livland und Estland breitet sich immer noch infolge der mangelhaften militärischen Maßnahmen und der jahrelangen Schwäche der Regierung gegenüber den Letten aus. Seit Jahren hetzen russische Beamte tue Letten und Esten gegen die Deutschen auf; nun, da die Verhältnisse eine so furchtbare Wendung genommen haben, steht ihnen die Regierung machtlos gegenüber. Bewaffnete Banden fahren fort, die Güter zu plündern. Die Besitzer werden gefangen genommen oder er­mordet, fall» es ihnen nicht gelingt, unter Hinterlassung ihres gesamten Besitzes zu flüchten In der Nähe von Dorpat hat sich nach lettischem Vorbilde ein Revolutions- Komitee gebildet mit einem ehemaligen Schullehrer an der Spitze. 200 Bauern nahmen Schloß S lsnitz, da» nicht zur Verteidigung eingerichtet war. Der deutsche Generalkonsul in Riga fordert alle gefluchteten deutschen Reichs- anoehörigen aus, sich bei ihm zu melden. Da viele Güter Süd-Livland» verbrannt und zerstört find oder sich in den Händen der Revolutionäre befinden, ist daS Militär vom ger be in die Städte zusammengezogen. Jetzt flüchtet alles, Besitzer, Geistliche und Gutsver- Walter nach Riga, um nicht ermordet zu werden, da aus dem Lande absolut kein Schutz vor­handen ist. Die Herren, die dem Verbände de« Selbstschutzes angehören, befinden sich in gefähr­licher Lage. Sie müssen ost falsche Bärte und Perücken anlegen, da die Revolutionäre sie photographieren und ihnen Rache schwören.

Wie auS Mitau gemeldet wird, haben es bei U°berfällen auf Güter die bewaffneten Banden besonoerS auf die Spiritusbrennereien abgesehen, die sofort vernichtet werden. In Riga er­griffen Revolutionäre drei Herren, die au» einem Restaurant heraustraten, verbanden ihnen die Augen und erschaffen sie. Die Mörder find entflohen. Derartige Schreckenstaten kommen täglich vor, augenscheinlich ist die Behörde wachtlo», ebenso wie in Windau, wo be­waffnete Banden Befehle an die Bevölkerung ergehen kaffen, Läden sperren, den Tramway­verkehr verbieten und Reglerungsinstitutionen einfach schließen. Die Stadt ist vollständig in den Händen der Aufständischen oder, wie sie sich nennen, des lettischen Sozialdemvkraten-Komiteeö. Das nur in geringer Stärke anwesende Militär ist machtlos. Auf dem verwüsteten Majorat in der Umgegend der Stadt sind kostbare Alter­tümlichkeiten, seltene Waffen und Sammlungen vernichtet worden.

Hann» zuckte die Achseln. Egon, welcher eine junge, wohlerzogene Dame zu sich emporzog, in­dem er ihr die Ehre erwies, ihre Millionen zu heiraten und sie zur Frau von Lingen zu machen; der Gedanke machte sie lächeln.

Sapienti sat", sagte sie.Danach noch wer­ter zu sprechen, erscheint mir überflüssig, im Ge- genteil gefährlich, denn aus dem Gespräch könnte nur zu leicht ein Streit entstehen."

Leider!" meinte er kurz und stand auf.

Als Egon das Zimmer feiner Schwester betrat, holte er zwar eine Zigarre aus der Tasche, unter­ließ es aber doch, sie anzuzünden. Man muß eben äußerlich den Damen kleine Vorrechte einräunu-a, so tun, als hätten sie allein zu bestimmen und als geschähe alles nur nach ihrem Willen. Das er­hält sie bei guter Laune.

Jetzt verabschiedete er sich mit leichtern Kopf- nicken von der Schwester und faßte in die Tasche nach einem Feuerzeug, sich draußen die Zigarre anzuzünden. Er blieb aber noch einen Augen­blick.

Das sage ich Dir, Hanns", erklärte er,rch werde alles tun, was in meinen Kräften steht, dies unglückselige Projekt zu vereiteln. Ich spreche nachher mit Papa, bei ihm liegt schließlich doch zuletzt die Entscheidung."

Die letzte---bei mir. Was würdest

Du tun Egon, wenn Papa Dir die Einwilligung zur Heirat mit einer1 jungen Dame versagen wollte, gegen welche keinerlei triftige Gründe sprechen, die ihm aber nicht gefällt? Nun?" Kann er garnicht."

So also zweierlei Maß."

Komme doch nicht mit solchen Geschichten, Du kennst ja meine Ansicht. Aber ich gebe Dir mein Wort, ich werde mich nicht verplempern."

Damit ging er rasch hinaus.

Hanns war den Tag über ht fieberhafter Er- regung. Eine gedrückte Atimmuig herrschte im Hause. ' « - i- .. *-....

Riga, 28. Dez. Die in Kokenhusen ge­fangen gehaltenen Deutschen sind mit Ausnahme einiger Heeren von Selbstschutz freigekasfeu wordrn. Frau Landrat von SiverS wurde nach der Gefangenrahme in rohester Werse beschimpft und mit dem Tode bedroht. Mit dem Ausruf . Sivers, du mußt sterben" wurden ihr wieder­holt Revolver an die Schläfe gesetzt. Da die mutige Dame aber nichts von Furcht spüren ließ, so hörte diese teuflische Quälerei schließlich auf.

Morgen war der heilige Abend, noch waren keine auch äußerlich sichtbaren Vorbereitungen für das Fest getroffen. Hanns zwang sich, an alles zu denken, nichts zu versäumen.

Im Salon mußte die große Tafel für dre Be­scherung aufgeschlagen, dann der Christbaum ge­schmückt werden.

Wie freute sie sich sonst auf alle diese Liebes­arbeit, jetzt tat sie es mehr mechanisch als frohen Herzens. Pallete kamen durch Boten aus der Stadt oder von der Post. Hanns mußte sie öff- neu und sortieren.

Oben war die eine Kammer ganz angefüllt mit Geschenken für die Dienerschaft und alle Leute, welche zu dem Haus Lingen in irgend einem Verhältnis standen. Sogar Egons Bursche war nicht vergessen.

Das alles lenkte die Gedanken des Mädchens etwas ab.

Bei Tisch taten alle drei, als sei nichts borge- fallen. Erzellenz war freundlich und liebens­würdig wie immer und erkundigte sich nach den Festvorbereitungen, namentlich danach, ob auch niemand vergessen sei. Egon aber war sehr un­gnädig, daß inan eine Einladung zu Frau Schulz für den Sonnabend nicht gut ablehnen konnte.

Die Dame betrachtete den sogenannten dritten Festtag als ihre eigene Domäne. Sie wollte an diesem Tage Jugend um sich sehen, und da sie nur eine verheiratete Tochter besaß, welche um diese Jahreszeit meistens nicht gesellschaftsfähig war, so entbot sie alle ihr bekannten Damen und Herren der Gesellschaft.

Natürlich waren die Eltern auch geladen, man wußte aber, Frau von Schulz nähme es nicht übrf, wenn diese für diesmal absagten.

Exzellenz konnte selbstverständlich an einem solchen Fest nicht teilnehmen, die Kinder aber mußten, wohl oder übel.

Nach Tisch zogen sich alle drei bald zurück, «m sich an dem Abend nicht wieder zu sehen. _;_

Die Straßrnkämpfe in Moskau.

Moskau, 29. Dez. (W. B.) Gestern ver­übten die Aufständischen in den westlichen Vor­städten Greueltaten au den Gefängnis- und Polizcibeamten. Heute ist alls ruhig. Mafien- hafte Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Arbeiter haben sich gestern teilweise ergeben und die Waffen cuSgeliefert. Seitdem General Mischtschenlo hier Oberbefehlshaber ist, ist außer der SemenoimLeibgarde noch die Dagestan- Kavallerie-Brigade hier eingetroffen.

Moskau, 30. Dez. (Petersb. Tel.-Ag.) Gegenwärtig sind drei Banden bewaffneter Revolutionäre hier tätig. Gestern versuchten

Auch der nächste Vormittag verging langsam, für Hanns in qualvoller Erwartung. - Egon ging aus, erMen auch nicht zum Frühstück.

Hanns ivartete schon im Speisezimmer auf den Vater, als der Diener eintrat und bestellte, das gnädige Fräulein möchten sich für etnen Augenblick zu Exzellenz bemühen.

Das Herz schlug dem Mädchen zum Zersprin- gen, als die Tür von des alten Herrn Zimmer sich hinter ihm schloß. ,

Nur wenige Worte, Hanns," sagte Exzellenz leise.Du hast Dich wohl schon gefragt, baß ich alter Mann soviel Zeit gebrauche, einen Enftchluß zu fassen. Ich bin alt und kann mit der ^ugeno nicht mehr mit; früher wäre das auch anders ge-

Er machte eine Pause, das Sprechen wurde ihm heute ganz besonders schwer. Nicht ferne» körperlichen Zustandes wegen, sondern weil er den Kampf mit allen Vorurteilen noch nicht ganz hinter sich hatte. Er mußte sich setzen, denn et fühlte, wie seine Beine unter ihm zitierten.

Ich will den Mann kennen lernen, Hanns," sagte er dann.Teile ihm das mit. Er M koiw men und wenn er mir gefällt---«b tot«

nichts dagegen haben." .

Hanns blickte den Vater starr an, ihre Augen wurden größer und füllten sich mit Tranen.

Im nächsten Augenblick kniete sie neben ihrew g-liebten Papa und küßte ihm unter Schluchze« und Lachen die Hände. Wieder und immer wieder. Sprechen konnte sie nicht.

Du lieber. Du einzig guter Papa, horte ei sie flüstern. .... . «

Vielleicht war es gar nicht gut von mir, erwiderte er.Steh auf, Kleine, steh auf. unk wisch die Tränen ab. Es sind ja Freudentraneoi aber es ist nicht nötig, daß die Leute sehen, vm hatten Gemütserregungen."

Hanns stand auf und half dem Vater sorglich >^. >. _ (Fortsetzung folgt.), i

Tie »Ostpr. Ztg.' meldet aus Riga über I Ferner gehen un8 folgende Telegramme $u:

grobe Ausschreitungen der fanatisierten 1 Petersburg, 30. Dez. Wie dieRowoj^

Menge. So haben z. B. die Wärter im Stadt- I Wremja" au» Kurland meldet, brannten Lette, krankenhause den Versuch gemacht, die Aerzte da» im 13. Jahrhundert erbaute Schloß Don- und Oberinnenabzusetzen" und dergleichen. I dangen der Barone Osten-Sacken nebst allen ES ist offenes Geheimnis, daß im Gebäude deS I Wirtschaftsgebäuden nieder.

lettischen Vereins in der Romanowstraße der I Petersburg, 30. Dez. (W. B.) Gestern Sitz der revolutionären Regierung ist, I find au» Riga Privatmeldungen hier einge- an deren Spitze ein polnischer Jude, der am I gangen, denen zufolge dort ein heftiger Rigaer Polytechnikum studiert, dann sich aber I Straßenkampf stattgefunden hat. Die in der Schweiz in erfolgreicher Weise für feine I Aufständischen sollen einen großen Teil der agitatorische Tätigkeit vorbereitet hat, mit I Stadt, die Stadtduma, einige Regierungsge- Namen Maxim, steht (Maxim Gehrmann). I bäude und den Bahnhof in Besitz genommen Wer für die auf dem Lande von den Revo- I haben, der Telegraph sei zerstört. Genaue lutionären gefangenen Prediger, Gutsbesitzer usw. I Nachrichten fehlen noch.

Schonung de» Leben» und Verbesserung ihrer I Die Hrlssakti»« für dir Trutjchru.

Lage erwirken will, wendet sich an dieseRe- I . . , qn » t rgn Die

Stoa uni anbeto Setten im «Met Befangen «Bet Sllnbe in

und gab ihnen al« Nahrung-mi,t-I ledig»» «f1»11'1 ÄH.,WJ ' inbtrfite

5ÄKÄX"u8m L ütte£n»X. LdaZ Ä? d-t B?nde mit P-itlchen- zeitig ist

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$at man tn» Gesicht gelten. -Iw die Eisenbahndirektion Danzig ermächtigt,

russischen Flüchtlingen deutscher Nationalität, die ihre Mittellosigkeit und die Tatsache nach­weisen, daß sie in ihrer künftigen Heimat Ar­beitsgelegenheit finden, Fahrkarten dritterKlafie für die Strecken der preußisch-hessischen Staats­bahnen zu Verabfolgen. Der Betrag für diese Fahrkarten soll gestundet werd-,-. lWsrum unter Umständen nicht ganz erlaßen?!)

Breslau, 31. Dez. Ter Magistrat bean­tragte bei der Stadtverordnetenversammlung, den Opfern der russischen Wirren 5000 Mk., sowie den aus Rußland vertriebenen Deutschen ebenfalls 5000 Mk. zuzuwenden.